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Batman als Hugger. (DC Comics)

Batman und Robin wünschen frohe Weihnachten. (DC Comics)

Robin gegen Mister Freeze (DC Comics)

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DC Comics
Titel: Wanted: Santa Claus — Dead Or Alive!
Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Frank Miller
Erschienen: 1980 (DC Special Series #21: Super-Star Holiday Special), Nachdruck in: Christmas with the Super-Heroes #1 (1988)
Von der großen Weihnachtskrippe in Gotham wurde der Stern gestohlen. Doch Batman hat gerade Besseres zu tun, als sich um solche Trivialitäten zu kümmern. Er jagt lieber Verbrecher. Zunächst crasht er die Weihnachtsparty eines Gangsters (Matty Lasko), um ihn nach einem Boot im Hafen auszufragen. Er hat es dort für einen ehemaligen Zellengenossen, Boomer Katz, hingesetzt. Offenbar für eine Flucht.
Batman verkleidet sich als Obdachloser und findet heraus: Boomer hat einen Job als Weihnachtsmann im Kaufhaus gefunden. Aber nur, um den Laden mit seiner Bande zu plündern. Nach dem Ende seiner Schicht meldet sich Boomers Gewissen und er will wieder ein guter Mensch sein. Leider sehen das seine Komplizen anders. Sie brechen ein und schießen Boomer in die Schulter.
Batman hört das draußen und eilt zur Hilfe. Einmal durchs Schaufenster gesprungen, prügelt er drauflos und wirft mit Mini-Tannenbäumen, was sich als wirkungsvoll erweist. Doch Boomer und ein anderer kommen davon. Batman ist ahnungslos, wo sie hin sein könnten, da sieht er plötzlich einen Stern leuchten – an der Stelle, wo er in der Weihnachtskrippe sein sollte. Und der Stern weist ihm den Weg zu dem Ganoven, der Boomer eine Waffe an den Kopf hält. Ein Schlag ins Gesicht und die Geiselnahme ist erledigt. Vielleicht, weil der Stern den Schuft geblendet hat? Wer weiß. Der Stern verschwindet jedenfalls so schnell wie er aufgetaucht ist. Wohin? Nach Hause, sagt Batman.
Übrigens: Ja, ihr habt richtig gelesen: Diese Geschichte wurde gezeichnet von Frank Miller (The Dark Knight Returns/Year One)!

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Batman: Beyond the White Knight (DC Comics)
Die Breaking News vorab: Sean Murphys White-Knight-Saga geht weiter – mit Beyond the White Knight. Der dritte Teil spielt zehn Jahre nach Curse of the White Knight. (ACHTUNG: SPOILER für Teil 2 voraus!) Bruce Wayne sitzt im Knast, Derek Powers, CEO von Gotham Motors, hat das Wayne-Vermögen an sich gerissen und lässt Terry McGinnis den Beyond-Anzug für Powers stehlen. Bruce bricht aus dem Knast aus, um ihn aufzuhalten und den Anzug zu zerstören – dabei hilft ihm Jason Todd, der totgeglaubte erste Robin.

Beyond the White Knight (DC Comics)
Beyond the White Knight bedient sich also bei der TV-Serie Batman Beyond (dt. Batman of the Future). Die erste Ausgabe des Achtteilers soll laut DC am 29. März 2022 herauskommen. Die ersten beiden Teile der Saga, die in einem eigenen Universum spielen, gehören zu den besten Batman-Comics der vergangenen Jahre, auch der Spin-off White Knight Presents Harley Quinn konnte überzeugen. Daher darf man sich auf diese Fortsetzung freuen.

Batman: Killing Time (DC Comics)
Am 1. März beginnt auch der Sechsteiler Batman: Killing Time von Tom King, David Marquez und Alejandro Sánchez. Die Story: Catwoman, Pinguin und Riddler planen den größten Raub in der Geschichte Gothams. Warum gerade die drei? Wahrscheinlich weil das auch die Schurken des neuen Batman-Films sind (siehe unten). Mit dabei ist auch Killer Croc. King schrieb die ersten (höchst umstrittenen) 85 Ausgaben der Batman-Serie seit 2016, die in City of Bane endete. Derzeit erscheint noch sein Zwölfteiler Batman/Catwoman.

Slap Battle: Batman/Superman: World’s Finest #1 (DC Comics)
Ebenfalls im März treffen wieder Batman und Superman aufeinander. Das allein ist noch keine Meldung wert, denn bisher gab es immer wieder eine Serie mit den beiden, zuletzt Batman/Superman. Doch im Jahr 2022 (70 Jahre nach ihrem ersten Treffen in Superman #76, 1952) gibt DC seine Traditionsmarke World’s Finest wieder Batman und Superman zurück. Altmeister Mark Waid (Kingdom Come) und Zeichner Dan Mora werden die neuen Abenteuer hoffentlich ihrem Titel gerecht werden lassen, denn erstklassig waren die Comics schon lange nicht mehr.

World’s Finest 2022 und 1997 (DC Comics)
Am 15. März geht es los. Der Auftakt findet aber bereits im Januar in Detective Comics #1050 statt, einer extradicken Pseudo-Jubiläumsausgabe. Das erste Cover zitiert die Comic-Adaption des Animationsfilms von 1997 (bzw. die Superman TAS-Episoden), die mit dem Eisner-Award ausgezeichnet wurde. Die ersten Variants von Chip Zdarsky zeigen die beiden ungleichen Helden beim Slap Battle, in Anlehnung an das Meme aus World’s Finest #153.
Im Januar startet ebenfalls Zdarskys Miniserie The Knight über Bruces Anfangsjahre vor Batman. Im März beginnt Joshua Williamson sein erstes Batman-Event mit Deathstroke: „Shadow War“.
Außerdem erscheinen die Sammelausgaben von Neal Adams‘ Batman vs. Ra’s al Ghul, sowie Batman: The Imposter, One Dark Knight, Batman: The Detective und Fear State, der letzten Batman-Storyline von James Tynion IV, der danach DC verlassen hat. Im Sommer kommt der erste Sammelband zu Batman ’89 heraus, einer Fortsetzung der Tim-Burton-Filme mit Michael Keaton.
Apropos Film: Das Highlight des Jahres 2022 wird hoffentlich der neue Kinofilm The Batman sein. Am 4. März soll er endlich erscheinen. Regie führt Matt Reeves, die Hauptrolle spielt Robert Pattinson. Dazu wird es eine TV-Serie auf HBO Max geben. Außerdem kommen die Filme Black Adam, The Flash und Aquaman and the Lost Kingdom in die Kinos. In The Flash werden Michael Keaton und Ben Affleck erneut als Batmen zu sehen sein (Kinostart: 4. November).
Im Animationsbereich kommt Catwoman: Hunted im Februar heraus, Battle of the Super Sons folgt im Herbst. Super Sons sind die Söhne von Superman und Batman, das Konzept gibt es schon seit World’s Finest #215 (1973). Heute sind es Robin (Damian Wayne) und Superboy (Jonathan Kent).
Was das Batman-Projekt angeht: Nachdem ich die meisten Hauptschurken ausführlich behandelt habe, fehlen nur noch Mad Hatter, Killer Croc und vor allem: Poison Ivy. Ihre ersten beiden Auftritte kann man bereits nachlesen, nächstes Jahr werde ich mich ihrer weiteren Geschichte und ihren Ursprüngen widmen. Doch zunächst schaue ich mir den verrückten Hutmacher näher an.
Und ansonsten: Lasst euch einfach überraschen.

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DC Comics
Titel: Gotham City Villains Anniversary Giant
Autor/Zeichner: diverse
Erschienen: 2021 (One-shot)
„Everyone needs to be their own parent.“ (Ra’s al Ghul)
Was wäre, wenn Catwoman und Pinguin ein Liebespaar wären? Dann würden sie spielende Kinder vor fahrenden Autos und aus Nestern gefallene Küken retten. Sie würden von den Reichen stehlen und es den Armen geben. Und sie würden die Pandemie beenden – einfach so, indem sie fünf Milliarden Dosen Impfstoff umverteilen würden.

Pinguin und Catwoman in „Bird Cat Love“ (DC Comics)
Eine richtige Pointe hat Danny DeVitos und Dan Moras Kurzgeschichte nicht, außer dass man ständig auf eine wartet und dann doch keine kommt. Keine außer: Ja, es wäre möglich, wenn die zwei ungleichen Schurken aus Batman Returns zueinander finden würden. Dagegen kann selbst Batman nichts machen, außer es schmollend in seiner Höhle zur Kenntnis zu nehmen.
Mit dieser „Bird Cat Love“ beginnt der Gotham City Villains Anniversary Giant, eine Anthologie, die DC im Jubiläumsjahr von Pinguin und Scarecrow (80 Jahre) sowie Talia und Ra’s al Ghul (50 Jahre) veröffentlicht hat. So wird jeder in einer Kurzgeschichte geehrt, darunter auch Killer Moth und Red Hood, die jeweils 70 Jahre feiern (auch wenn Red Hood bloß die Vorstufe des Jokers ist), außerdem Mad Hatter und Poison Ivy, auch wenn da ein Anlass fehlt.
Die Scarecrow-Story ist mehr eine der üblichen Reflexionen über Angst, mit Frank-Miller-Zitat, einer hübschen Variation auf den Batman-Origin und einem kleinen überraschenden Twist am Ende, gezeichnet in einem wunderbar düsterem Noir-Stil. Die Red-Hood-Geschichte erzählt von einem armen Kleinganoven, dem der Helm nur Pech gebracht hat. Killer Moth sieht ein, dass er ein Versager und Parasit ist – und macht aus der Not eine Tugend. Ra’s hält seiner jungen Tochter Talia eine Standpauke darüber, dass man nicht wissen muss, wer seine Mutter ist, um ein erfülltes Leben zu füllen.
Oh, schon vorbei? Tja, dafür werden viele Seiten mit Pin-ups bzw. Nachdrucken alter Cover gefüllt. Das hat schon fast eine eigene schurkische Qualität: nämlich Abzocke.
Das wirklich Ärgerliche ist das Prinzip, das hinter vier von acht Geschichten steckt: Die Storys zu Talia und Ra’s sowie Mad Hatter und Poison Ivy dienen bloß als Vorspiele bzw. Teaser auf Geschichten, die anderswo fortgesetzt werden. Das hat sich offenbar schon in früheren Anthologien bewährt. Also lässt DC die Leser zehn Dollar oder Euro für ein Heft löhnen, das eigentlich zur Hälfte aus Werbematerial besteht.
Zugegeben: Die Ivy- und die Ra’s-Episoden sind was fürs Auge, wenn auch so altbackene Klischees wie das übliche Schachspiel als Metapher bedient werden. Aber im Grunde bleibt auch da nur das schale Gefühl zurück, dass dieses Material besser in einem Aktionsheft des Gratis-Comic-Tags aufgehoben wäre.

Batman und Deathstroke in „Shadow War“ (DC Comics)
Der neue Batman-Autor Joshua Williamson legt im Frühling 2022 sein erstes Event vor: Shadow War. Diesmal geht es um Ra’s al Ghul, Talia und Deathstroke. Auch Robin (Damian Wayne) ist dabei.
DC beschreibt die Handlung so: Slade Wilson begeht eine angeblich unfassbare Tat und Talia al Ghul will sich an ihm rächen, indem sie die Liga der Schatten ausschickt, um ihn zu töten und Deathstroke Inc. zu zerstören. Batman und Robin vesuchen, Slade auf eigene Weise aufzuspüren und ihn zur Verantwortung zu ziehen. Außerdem taucht Slades Tochter Rose Wilson alias Ravager auf, die wissen will, warum ihr Vater sich „King of the Super-Villains“ nennt. Natürlich wird die Frage im Kampf erörtert.
Das Event beginnt am 29. März mit dem 48-seitigen One-shot Shadow War Alpha #1 (gezeichnet von Viktor Bogdanovic, bekannt aus Detective Comics), setzt sich dann fort in Deathstroke Inc. #7, Batman #122, Deathstroke Inc. #8, Robin #13, Batman #123, Shadow War Zone #1, Deathstroke Inc. #9,Robin #14 und endet im Mai in Shadow War Omega #1.

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Detective Comics #199 (DC Comics)
Titel: The Invisible Batman
Autor/Zeichner: William Woolfolk, Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz, Sheldon Moldoff
Erschienen: 1953/1959 (Detective Comics #199/Batman #124)
Batman kann bekanntlich alles – auch sich unsichtbar machen. Nicht von ungefähr trägt er Schwarz: So kann er in der Dunkelheit der Nacht für das Auge verschwinden und sich verstecken, um dann umso überraschender angreifen zu können. So lehrt man die feigen und abergläubischen Verbrecher das Fürchten.
Doch das war nicht immer so. Nach seinen düsteren Anfängen wurde Batmans schwarzes Kostüm zunehmend blauer und heller. Nacht und Schatten verloren an Bedeutung, furchterregend war der bunte und fröhliche Batman nur noch selten. In den 50ern wurde dann Batman wirklich unsichtbar – und das gleich zweimal.
In der ersten Geschichte (Detective Comics #199, 1953) bekommt Batman bei einem Einsatz in einem Chemiewerk eine Ladung radioaktive Farbe ab, als er eine Bande davon abhalten will, selbige zu stehlen. Ein ganzer Tank geht auf ihm nieder – aber zum Glück wird zumindest nichts gestohlen, auch wenn der Schaden durch den Unfall noch größer sein dürfte.
Daraufhin wird Batman unsichtbar, was große Vorteile dabei hat, wenn man Gauner vermöbeln will, denn nun kommen die Prügel aus dem Nichts. Batman fällt sogar nicht mal auf einen Trick mit einer Lampe herein, als ihn ein Bösewicht so erkennbar machen will.
Nachteile hat die Sache aber, als Batman vor Gericht gegen den Obergauner Big Jack Baker aussagen soll, der seinetwegen im Knast sitzt. Bakers Anwalt Verne, der die Geschäfte übernommen hat, soll bis dahin Batmans Geheimdentität ausfindig machen. Nach einigen Stunden Recherche ist klar: Es kommen nur fünf Playboys in Frage, darunter ist auch Bruce Wayne. Alle fünf sind zu einer Pferdeshow eingeladen. Und wenn einer von denen unsichtbar ist, dürfte der Gesuchte als einziger nicht erscheinen. Doch auch Bruce erscheint, eingepackt in Mantel, Handschuhe und eine Gummimaske. Er lässt sich warme Orangenlimo servieren (die gegen seine angebliche Erkältung helfen soll) …
Vor Gericht hat es der unsichtbare Batman aber schwer, zu beweisen, dass er wirklich Batman ist. Abgesehen von der Tatsache, dass man ohnehin nicht feststellen kann, wer unter der Maske steckt, hat man es hier auch noch mit einem sprechenden Geist zu tun. Batman muss eine Handschriftenprobe abgeben, die wird angezweifelt, schließlich beweist ein Röntgenbild seine Identität und er kann aussagen.
Gauneranwalt Verne versucht dann in seiner Verzweiflung, Robin als Geisel zu nehmen, aber Batman beendet die Sache schnell. Die Lösung für sein Problem bringt dann eine Dusche aus Orangenlimonade – Citronensäure ist das Gegenmittel, wie er bereits beim Trinken herausgefunden hat. Hätte ihm das nicht früher einfallen können?
Sechs Jahre später wird Batman aber wieder unsichtbar. Unter dem gleichen Titel, als wäre das noch nie zuvor passiert. Diesmal gerät er unter einen mysteriösen Strahl im Laboratorium einer Glühlampenfabrik. Wieder kommt der Held auch als Bruce in Bedrängnis. Einer Besucherin gegenüber lässt er sich in heiße Tücher wickeln, um so zu tun, als würde er sich von Alfred rasieren lassen.

The Invisible Batman, Batman #124 (DC Comics)
Dann wird eine Bäckerei überfallen. Warum gerade die? Weil es dort Mehl gibt – und man damit bekanntlich Unsichtbare gut sichtbar machen kann, sowohl mit Fußspuren als auch mit einem riesigen Saugblaser. Wie gut, dass Robin mit einem Ventilator zur Stelle ist, bevor sie Batman als Bruce Wayne enttarnen können. Robin hatte schon befürchtet, neben einem unsichtbaren Mentor überflüssig zu sein.
Bruce und Dick fahren dann zu einem Wohltätigkeitsdinner. Bruce pinselt sich mit Schminke ein Gesicht, fängt dann aber an zu schwitzen und wischt sich die Schminke ab. Doch da ist die Wirkung des ominösen Strahls bereits abgeklungen. Einfach so. Ja, so geht’s manchmal auch, wenn man nur acht Seiten für eine Geschichte zur Verfügung hat.

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DC Comics
Titel: Batman Unseen
Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones
Erschienen: 2009-2010 (Miniserie #1-5), Paperback 2010
„Take that, Mr. H.G. Wells…Eat your own invisible heart out–and you still got nothin‘ on the real-gone genius me!“
Black Mask heuert den ehemaligen Waynetech-Forscher Nigel Glass an, um ihm ein Serum herzustellen, das unsichtbar macht. Glass macht sich an die Arbeit und entdeckt nach und nach, wie er seine Haut, Muskeln, Innereien und Knochen fürs Auge verschwinden lässt. Tolle Sache, doch Glass entdeckt die Vorzüge für sich, wird zum Mörder und rächt sich an all den Menschen, die ihm einst Schlechtes angetan haben. Batman muss sich fragen: Wie fängt man einen Mörder, den man nicht sehen kann?
Doug Moench und Kelley Jones, die bereits in den 90ern Batman haben gegen Dracula antreten lassen (Red Rain), lassen ihn hier gegen ein weiteres Universal-Film-Monster kämpfen: den Unsichtbaren nach dem Roman von H.G. Wells. Jones inszeniert den Fünfteiler in gewohnt surrealistischer Manier mit vielen Schatten, Cape-Eskapaden, gewaltigen Muskelbergen und kuriosen Maschinen. Man muss diese Eigenwilligkeit mögen – ich liebe es mittlerweile, auch weil es Batman stets zu seinem Ursprung im Horror zurückführt.

DC Comics
Abgesehen davon darf Batman hier auch Detektiv spielen, der Rest ist kraftstrotzende Action mit vielen Prügeleien gegen den unsichtbaren Gegner. Das darf auch mal sein und hört auch auf, bevor es öde wird – insofern ist Batman Unseen eine kurzweilige Lektüre. Nur dass Batman am Ende das Serum selbst nimmt und dann nackt im Cape durch den Schnee stapft, ist wohl eher visuell motiviert als wirklich sinnvoll.
Sinnvoller wäre es zum Beispiel, einen Eimer Farbe oder eine Packung Mehl mitzubringen, um den Schurken sichtbar zu machen. Aber nein, es müssen fancy Supersichtlinsen sein. Sinn ist hier auch eher nebensächlich. Herrje, es macht Spaß und sieht toll aus. Kann man mehr verlangen? Ja. Aber man kann es auch einfach genießen.

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Titel: Batman & Green Arrow: The Falcon’s Lair!
Autor/Zeichner: Don Karr/Adrian Gonzales
Erschienen: 1982 (The Brave and the Bold #185), erschienen in: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3 (2021)
Als Green Arrow mal wieder zufällig in Gotham vorbeischaut, um sich zu amüsieren, kann er Batman dabei helfen, ein paar Gauner hochzunehmen. Da der Spaß schnell vorbei ist, fragt Batman, ob er nicht beim 40. Geburtstag seines Millionärskumpels Hamilton Mellor als Robin Hood auftreten will. Mellor veranstaltet nämlich eine Mittelalter-Mottoparty. Auf keinen Fall!, sagt Green Arrow, ist ja auch lächerlich, sich wie Robin Hood zu kleiden und dann Pfeiltricks zu vollführen.
Doch weil er selbst letztens Batman um einen ähnlichen Gefallen gebeten hat (The Brave and the Bold #168), vertritt er ihn bei der Party, die auf einer Burg stattfindet. Zufällig ist aber auch der Pinguin zugegen, als uneingeladener Gast. Der hat Hamilton Mellor hypnotisiert, um ihn durch einen Roboter zu ersetzen und auszunehmen. Außerdem plant er, Batman zu töten. Dafür hat er einen Roboterfalken gebaut und den Ernstfall mit einem Batman-Roboter erprobt.
Dass Batman gar nicht auftaucht, scheint den Pinguin aber nicht zu stören. Schnell ist eine Falle für Green Arrow bereitet: ein Black-Canary-Roboter auf einem Scheiterhaufen. Die Figur schreit zwar, es sei eine Falle, aber er tappt trotzdem gern hinein und lässt sich gefangennehmen.
Batman eilt zur Hilfe, um den Freund zubefreien. Dabei kriegt er es mit einem feuerspeienden Drachen, einem Ritter mit Lanze und einem Robin-Roboter zu tun. Batman meistert alle Aufgaben souverän, er hat ja bereits Mittelalter-Erfahrung, doch die Mühe ist völlig unnötig, denn Green Arrow befreit sich in der Zwischenzeit selbst, befreit Mellor, besorgt sich eine Armbrust und erledigt Pinguin und Falken.
Damit endet die Geschichte der Team-ups zwischen Batman und Green Arrow in Brave & Bold. Es gibt noch zwei weitere Treffen, die sogar mit Green Lantern und Black Canary (#100) und auch eins mit den Metal Men (#135-136), aber davon erzähle ich ein andermal.

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DC Comics
Titel: Man-Bat (dt. Das Monster von Gotham)
Autor/Zeichner: Dave Wielgosz/Sumit Kumar
Erschienen: 2021 (Miniserie #1-5), Paperback 2021
„It’s time to make peace with who you are.“
Kirk Langstrom spielt den Helden. Zunächst hat er sein Man-Bat-Serum nur erfunden, um seiner Schwester Lisa das Gehör wiederzugeben (hat nicht geklappt, mit den bekannten Nebenwirkungen), jetzt geht er auch noch auf Verbrecherjagd, um sich wenigstens irgendwie nützlich zu machen. Doch das geht schief.
Als er die Blackout-Gang angreift, die gerade eine Schallkanone klaut, verlieren alle Umstehenden ihr Gehör (bis auf Man-Bat und Batman). Batman nimmt Kirk mit in die Batcave, analysiert ihn und kommt zu dem Schluss, dass Man-Bat zunehmend von ihm Besitz ergreift – und das werde er nicht überleben. Kirk will alles wiedergutmachen und haut ab, da schickt Amanda Waller die Suicide Squad auf ihn los – und dann taucht auch noch Scarecrow auf, der ganz eigene Pläne verfolgt …
Man-Bat wird hier zur Jekyll-und-Hyde-Figur. Kirk Langstrom trägt einen Konflikt mit dem inneren Monster aus, das immer schon ein Teil seiner selbst gewesen ist. Gleichzeitig ist er ein Junkie des von ihm geschaffenen Serums, das nur Unheil über ihn und seine Ehe mit Francine bringt. Die ganze Story ist im Grunde nichts als eine große Selbstanalyse. Figuren wie Harley Quinn und Scarecrow halten ihm den Spiegel vor, bis er endlich die Wahrheit über sich erkennt und sich mit sich selbst versöhnt.
Es ist die typische Geschichte einer Selbsterkenntnis, eine Wandlung von der Lüge zur Wahrheit. Nicht alles auf dem Weg dahin ist notwendig, der Auftritt der Suicide Squad wirkt beliebig, ebenso wie der von Harley Quinn. Scarecrow versucht mal was Neues: Statt mit Angstgas will er mit unterschwelligen akustischen Botschaften das Schlimmste der Menschen hervorbringen – was auf ein Duell zwischen einem fiesen Batman und einem mit Venom aufgepumpten Man-Bat führt.
Die Tatsache, dass das Szenario zweimal mit dem Modeschlagwort „toxische Männlichkeit“ betitelt wird, macht den Stumpfsinn darin nicht klüger. Batman sagt etwas Dummes in der Art von „Es kann nur einen geben“ und dann folgen Kalenderspruchklischees wie „Frieden mit sich selbst schließen“ und „Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens“ – das nennt man dann wohl toxische Einfallslosigkeit.
Auch wenn es mich freut, dass Man-Bat mal wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt, und alles dafür getan wird, eine Charakterstudie aus dieser Story zu machen, ringt dieser Fünfteiler der Figur nicht viel Neues ab und so bleibt dieser Comic nichts als gut aussehende Durchschnittsware, wie das Meiste, was derzeit an Fledermausbüchern auf dem Markt ist.