Mini-Serie

Zurück zur Welt von Flashpoint

DC Comics

Titel: Flashpoint Beyond

Autor/Zeichner: Geoff Johns, Jeremy Adams, Tim Sheridan/Eduardo Risso, Xermanico

Erschienen: 2022 (Flaspoint Beyond #0-6), Paperback 2022


Flashpoint ist eines der wenigen Events, die ich gern gelesen habe und guten Gewissens weiterempfehlen kann. Es handelt von einem alternativen DC-Universum, in dem Flash (Barry Allen) den Mord an seiner Mutter verhindert hat, dadurch aber eine völlig neue Zeitlinie mit einer dystopischen Welt entstanden ist, in der Aquaman und Wonder Woman mit ihren Armeen Krieg gegeneinander führen, Superman eingesperrt und Thomas Wayne ein mörderischer Batman ist. Der Nachteil: Leider wurde diese coole Batman-Version viel zu kurz abgehandelt. Weil das viele auch so sahen, kam sie später wieder, in The Button sowie in Tom Kings Storyline (wo sie verheizt wurde), nun kriegt sie eine weitere Miniserie: Flashpoint Beyond.

Doch eigentlich ist „Flashpoint“ Geschichte. Das merkt auch Thomas Wayne: Eigentlich dürfte er nicht existieren, zusammen mit seiner untergehenden Welt. Also versucht er, aus Barry Allen mit Blitz und Chemiecocktail den Flash zu machen, scheitert aber, weil ihm ein Attentäter in die Quere kommt. Barry stirbt. Auch Richter Harvey Dent wird ermordet. Ein gewisser „Clockwork Killer“ ermordet Zeitreisende und hinterlässt Teile eines Uhrwerks in ihren Leichen.

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Batman/Catwoman: Ein hohles Weihnachtgeschenk

DC Comics

Titel: Batman/Catwoman

Autor/Zeichner: Tom King/Clay Mann, Liam Sharp

Erschienen: 2021-2022 (#1-12, Special #1), Hardcover 2022; dt. Panini (4 Bände)


„None of this is a revelation.“ (Batwoman)

Wenn es eine Batman-Geschichte gibt, die sich unendlich anfühlt, dann ist es die, die uns Tom King erzählt. Für alle, die es verpasst haben: 86 Ausgaben lang quälte er uns mit einer Storyline mit Bane und Catwoman, es kam zur Hochzeit, dann doch nicht, dann doch – und dazwischen gab es unfassbar viel Geschwätz und Geschmachte. Wir hatten es bereits hinter uns, da schickte Mr. King noch eine zwölfteilige Serie hinterher, die alles zu Ende erzählen sollte – weil 86 Ausgaben nicht reichen, wenn man darin zu viel trödelt.

Also gut, dann noch mal Batman/Catwoman. 272 Seiten. Letzte Chance. Ich würde lügen, wenn ich sagte, ich gehe da unvoreingenommen ran, aber die Zeichnungen von Clay Mann sind schon mal eine Augenweide, also versuche ich es mal.

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Zeit totschlagen mit Batman

DC Comics

Titel: Batman: Killing Time

Autor/Zeichner: Tom King/David Marquez

Erschienen: 2022 (Miniserie #1-6), Hardcover 2022


„What does anyone gain or lose from reading a story? (…) Nothing.“ (Riddler)

Riddler, Catwoman, der Pinguin und Killer Croc überfallen eine Bank. Schnell wird klar: Croc ist nur das Ablenkungsmanöver für Batman, eigentlich geht es nicht ums Geld, sondern um etwas viel Wertvolleres, das weit unten aufbewahrt wird – einen geheimen Schatz von Bruce Wayne. Der Riddler schlägt den verbündeten Pinguin fast tot, dann haut er mit Catwoman ab, um sich mit dem Käufer der Beute zu treffen. Was ist die Beute? Eine faustgroße Box. Und was ist drin? Das Auge von Jesus. (Oder das von Athene, wer weiß?)

Batman jagt den beiden hinterher, verfolgt wird er von einem alten Mann, der sich nur The Help nennt und für den Pinguin arbeitet. Dieser Helfer wirkt sehr kultiviert, geht aber über Leichen und ist Batman im Kampf ebenbürtig, denn er hat bei denselben Leuten gelernt. Das ist bereits die interessanteste Figur. Die andere Neue ist eine US-Beamtin, die in jedem Satz fünfmal flucht. Also verdammt viel. Es wäre vielleicht sogar witzig, wenn DC nicht jedes Mal die Obszönitäten zensieren würde. Die USA müssen ja vor allem in moralischer Hinsicht verteidigt werden. Aber so verbraucht sich der Running Gag schnell. (Und das Prinzip kennt man schon vom Autor.)

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Poison Ivy erntet Kinder

DC Comics

Titel: Poison Ivy: Cycle of Life and Death (dt. Kreislauf von Leben und Tod)

Autorin/Zeichner: Amy Chu/Clay Mann

Erschienen: 2016 (Miniserie #1-6), Paperback 2016; dt. Panini 2016


Ich weiß nicht, wie und warum, aber Pamela Isley hat eine zweite Chance bekommen. Nun arbeitet sie im Botanischen Garten von Gotham und erforscht, wie Pflanzenzellen mit menschlichen kombiniert werden können. Ihre Rolle als Poison Ivy hat sie hinter sich gelassen und seltsamerweise scheint niemand von ihrer Vorgeschichte als Verbrecherin zu wissen. Pamela hat aber nicht unbedingt das Gemeinwohl im Sinne, sondern ihr eigenes: Sie will eigene Kinder zeugen, aber ohne Mann. Als Pflanzen-Mensch-Hybride. Das gelingt auch sofort. Sie erntet sie einfach aus einer riesigen Pflanze und dann wachsen sie innerhalb von Monaten zu Erwachsenen heran. Leider sterben währenddessen Kollegen in ihrem Labor – vergiftet, aber Pamela ist diesmal unschuldig.

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Die Sünden der Mittelmäßigkeit

DC Comics

Titel: Batman: Sins of the Father (dt. Die Sünden des Vaters)

Autor/Zeichner: Christos Cage/Raffaele Ienco

Erschienen: 2018 (Miniserie #1-6), Paperback 2018


Zwischen Batman: The Telltale Game und Batman: The Enemy Within erschien eine sechsteilige Comicserie, die eine Brücke zwischen den Ereignissen der Spiele schlägt.

Die Prämisse: Thomas Wayne war ein Schurke, der absichtlich Menschen mittels Drogen in den Wahnsinn getrieben hat – oder auch gegen Leistungen aus der Psychiatrie entließ. Die Angehörigen klagen, Wayne Enterprises bemüht sich um Schadensbegrenzung, doch Bruce Wayne will für die Sünden seines Vaters Buße tun und die Angehörigen entschädigen. Da aber ballert jemand auf ihn los – ein Profikiller namens Deadshot.

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Underworld Unleashed: Der Pakt mit dem Teufel

DC Comics

Titel: Underworld Unleashed (dt. Underworld: Hölle auf Erden)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Howard Porter

Erschienen: 1995 (Underworld Unleashed #1-3), Paperback 1998, dt. Dino 1997; 2020: 25th Anniversary Edition


In der Hölle hat ein Neuer die Führung übernommen: Neron. Nun sucht der Dämon Verbündete auf der Erde und bietet reihenweise Deals an. Zuerst den Superschurken, dann den Helden. Die Schurken nehmen gerne an, besonders die Dauerversager, die ohnehin niemand ernst nimmt. Die kriegen coolere Kräfte oder Ausrüstung. Aber auch die Großen wie Luthor und Joker lassen sich auf den Teufelspakt ein, denn wer braucht schon eine Seele, wenn er kubanische Zigarren haben kann?

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Arkham City: Gotham wird zum Irrenhaus

Panini/DC Comics

Titel: Arkham City: The Order of the World (dt. Stadt des Wahnsinns)

Autor/Zeichner: Dan Watters/Dani, Nikola Cizmesija

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-6), Paperback 2022 (dt. Panini 2022, zusammen mit Batman: Urban Legends #8-10)


Nach dem Anschlag auf Arkham Asylum, dem A-Day, bei dem viele Insassen durch Giftgas getötet wurden, ist die Polizei damit beschäftigt, die geflohenen Patienten wieder einzufangen. Die Psychiaterin Dr. Jacosta Joy hilft dabei, sie hat mit den Straftätern gearbeitet. Also sammelt man die ganzen B- und C-Lister wieder ein: Ratcatcher, Mad Hatter, dann sind noch Double X und Professor Pyg auf freiem Fuß, Nocturna und Dr. Phosphorus haben eine WG gegründet.

Der Ten-Eyed Man (ein Gesichtsloser mit Augen in den Fingerkuppen) hat Großes vor: Er will ein Ritual durchführen, um sich vor dem Geist von Arkham zu schützen und Gotham vom Wahnsinn zu befreien – dazu sammelt er Körperteile. Dr. Joy begleitet ihn dabei, um wenigstens einem ihrer Patienten zu helfen, wie auch immer das aussehen mag. Und dann ist da noch der fanatische Azrael im Auftrag des Herrn unterwegs. Schwer zu sagen, wer hier noch normal ist.

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Jokers Rätselbox oder: Wer tötete den Riddler?

DC Comics

Titel: The Joker Presents: A Puzzlebox (dt. Der Joker: Die geheimnisvolle Rätselbox)

Autor/Zeichner: Matthew Rosenberg/Jesus Merino u.a.

Erschienen: 2021 (Miniserie #1-7), Hardcover 2022; dt. Panini 2022 (Paperback)


„This is a really confusing story.“ (Punchline)

Der Riddler wurde ermordet und Commissioner Gordon und seine Truppe wollen herausfinden, wer es gewesen ist. Sie sperren fast die ganze Rogues Gallery auf einmal ein (die sich aus irgendeinem Grund an einem Ort versammelt hat) und vernehmen einen Schurken nach dem anderen. Als erstes ist der Joker dran, doch der erweist sich naturgemäß als notorisch unzuverlässiger Erzähler – und die anderen sind auch nicht gerade glaubwürdiger.

Es entspinnt sich ein Plot um eine „geheimnisvolle Rätselbox“ (so der deutsche Untertitel), die „Master Engine“, die angebliche jeden Wunsch erfüllt (aber nur einen pro Nase). Der Riddler bot dem Joker an, zu kooperieren, um die einzelnen Teile der Box zusammenzusuchen, der hat ihn aber schroff abgewiesen. Dann beauftragte der Joker Catwoman mit der Suche, die wiederum andere Schurken als Subunternehmer beschäftigte, ebenso bildete der Riddler ein eigenes Team. So kamen sich mehrere Konkurrenten in die Quere und wir sehen kurze Duelle zwischen Two-Face und Black Mask, Killer Moth und Man-Bat, Scarecrow und Professor Pyg etc.

DC Comics

Währenddessen finden wir heraus, dass auch bei der Polizei einiges im Argen liegt – vor allem aber erweisen sich die Beamten als ziemlich inkompetent, den Schurkenhaufen beisammen zu halten. (Vielleicht sollten US-Polizisten endlich mal eine gründlichere Ausbildung bekommen, die dauert dort nämlich nur wenige Monate.) Gordon versucht, aus all dem schlau zu werden, während Batman meist durch Abwesenheit glänzt, obwohl er nichts Besseres zu tun hat, aber das höchst seltsame Geschehen anscheinend nicht wichtig genug findet, um auszuhelfen.

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Dunkler Ritter in dunkler Stadt

DC Comics

Titel: Batman: One Dark Knight

Autor/Zeichner: Jock

Erschienen: 2022 (Miniserie #1-3), Hardcover 2022


„How can Gotham — my city — crumble so fast?“

Ein Superschurke namens Edward M. Pressler soll von Arkham Asylum nach Blackgate Prison verlegt werden. Der Name wird mit E.M.P. abgekürzt – und der ist Programm, denn Pressler kann elektromagnetische Pulse absondern, die für Stromausfälle sorgen. Eine hochdelikate Angelegenheit also, die Drogen, Panzerfahrzeuge und Hightech erfordert. Außerdem gibt es da noch ein Haufen von Gangs, die die Gelegenheit nutzen wollen, um sich bei E.M.P. für den Ausbruch vor fünf Jahren zu rächen, bei dem Menschen zu Tode gekommen sind. Allerdings ist das Unternehmen nicht durchdacht: Denn erst durch ihren Angriff lösen sie wieder das Chaos aus – einen Stromausfall in ganz Gotham. Batman schnappt sich E.M.P. und schleppt ihn durch die düstere Stadt, um ihn zum Ziel zu bringen.

Parallel dazu entführt die Polizistin Detective Rita Vasquez, eine Law-and-Order-Hardlinerin, Edwards Sohn, um ihn als Waffe zu nutzen. Sie hat ihre Familie durch E.M.P. verloren – nun geht sie über Leichen.

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Batman und sein Kindersoldat

DC Comics

Titel: Robin & Batman

Autor/Zeichner: Jeff Lemire/Dustin Nguyen

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-3), Hardcover 2022


„He’s a soldier, not some mascot like the others.“ (Batman)

Nach über 80 Jahren muss man sich fragen: Ist Robin überhaupt noch zeitgemäß? Der Charakter wurde anfangs für Kinder geschaffen und diente vor allem als Identifikationsfigur. Batman wurde freundlicher durch ihn, kindgerechter. Als er wieder ernster wurde, arbeitete er meist wieder allein – aber so ganz verschwand Robin nie und es wäre auch falsch zu sagen, die besten Batman-Storys kämen ohne Sidekick aus. Und auch wenn er längst seine eigenen Serien und Teams hat, hadert man mit diesem quietschbunten Jungen neben dem Dunklen Ritter …

Nun hat sich Jeff Lemire (Joker: Killer Smile) des Problemkinds angenommen, zusammen mit Dustin Nguyen, der bereits in Detective Comics und Streets of Gotham Batman und Robin zeichnen durfte. (Gemeinsam erschufen sie die Science-Fiction-Serien Descender und Ascender.) Diesmal heißt es aber: Robin & Batman. Es geht um Dick Graysons Anfänge in der Rolle. Die tragische Ursprungsgeschichte (zuerst dargestellt in Detective Comics #38) wird ausgelassen und nur angedeutet, dafür sehen wir, wie Dick mit Batman trainiert und seine Rolle erst finden muss. Nach einem verpatzten Einsatz wird er „gefeuert“, dann macht er sich selbst ein Kostüm, um es Batman zu beweisen, dass er würdig ist. Schließlich nehmen sie es gemeinsam mit Killer Croc auf, den Dick bereits aus Zirkustagen kennt.

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