Mini-Serie

Harley Quinn auf Joker-Jagd

Joker/Harley: Criminal Sanity

DC Comics

Titel: Joker/Harley: Criminal Sanity (dt. Psychogramm des Grauens)

Autorin/Zeichner: Kami Garcia/Mike Mayhew, Mico Suayan u.a.

Erschienen: 2019-2021 (#1-8), Hardcover 2021, dt. Panini 2021-2022 (#1-3)


„I’m an artist trying to create something exceptional.“ (Joker)

Mal wieder Joker, mal wieder Harley Quinn, denn wenn sich gerade etwas verkauft, dann diese beiden Namen. Und dann: Schon wieder ein neuer Origin, nachdem DC Black Label bereits Harleen herausgebracht hat?

Tatsächlich ist Criminal Sanity anders. Harley Quinn (die sich tatsächlich  von Anfang an so nennt) ist eine junge Profilerin für die Polizei von Gotham und arbeitet mit James Gordon zusammen. Statt Batman darf sie sich die Tatorte ansehen und sich in die Serienmörder hineinversetzen. Der Joker drapiert Leichen wie berühmte Kunstwerke, von Leonardos „Vitruvianischen Menschen“ zu Dalís „Venus von Milo mit Schubladen“.

Dieser Joker ist ein junger, durchtrainierter Mann mit kurzen grüngefärbten Haaren und einem rotverschmierten Mund, eine Kreuzung aus Heath Ledger und Jared Leto. Allerdings ist er gänzlich humorbefreit und bringt seine Opfer mit Drahtbügeln zum „Lächeln“. Harley hat eine Vergangenheit mit ihm: Ihre damalige Mitbewohnerin gehörte zu seinen ersten Opfern. Während also immer mehr Leichen auftauchen, erfahren wir, wie aus John Kelly der Joker wurde.

Joker als Batman-Ablösung?

Dabei lernen wir zwar: Nein, nicht alle Serienmörder sind Psychopathen oder geisteskrank. Viele sind erschreckend klar im Kopf und berechnend, was belegt, dass es doch das reine Böse im Menschen geben kann. Trotzdem bekommt auch der Joker eine traumatische Vorgeschichte samt Kindesmisshandlung angedichtet – einfach alles wird an dieser Figur rational hergeleitet, was ihm einiges vom Schrecken nimmt. Seine Opfer sind (meistens) Menschen, die „es verdienen“, daher wird er als Vigilant bezeichnet, der Batman ablösen könnte.

Dem Joker gefällt das gar nicht. Er sieht sich als Künstler, der etwas Außerordentliches schaffen will. Leider fällt ihm nicht auf, dass er bloß andere plagiiert. Und auf welches Kunstwerk er sich am Ende bezieht, wenn er die Besucher eines Rockkonzertes mit einem tödlichen Gas aussetzt, wird nicht klar. Das ist inkonsequent.

Batman schafft den Joker mit

Trotzdem: Criminal Sanity gelingt ein frischer Ansatz für das Altbekannte. Harley Quinn rutscht nicht in den Wahnsinn hinab, wird nicht zu Jokers Gefährtin, sondern bleibt eine entschlossene Kämpferin gegen ihn, auch wenn sie ihn zwischendurch (seltsamerweise) davonkommen lässt. Daher braucht es in dieser Story auch keinen Batman und er spielt hier auch fast keine Rolle. Nur am Anfang wird sein fahrlässiges Fahrverhalten Auslöser für einen Autounfall, bei dem die Mutter von John Kelly getötet wird. Damit erschafft er den Joker mit, als Kollateralschaden.

Auch visuell überzeugt die Story weitgehend: Die Haupthandlung ist in Schwarz-weiß und in einem stimmungsvollen, hyperrealistischen Stil gehalten, der an Lee Bermejo (Joker) erinnert. Die farbigen Rückblenden allerdings sind in den ersten zwei Kapiteln fotorealistisch, und zwar so, dass  man tatsächlich Fotos von Menschen genommen und sie am Computer leicht nachbearbeitet hat. Nun ist es kein Geheimnis, dass manche Zeichner Fotomodells benutzen, aber das hier sieht zu sehr nach Bravo-Foto-Love-Story im Uncanny Valley aus.

Ist das 35 Euro wert, wie die US-Ausgabe kostet? Vielleicht. Auf keinen Fall 60 Euro, wie man für die drei Bände der deutschen Ausgabe berappen muss.

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Bruce Wayne allein gegen Big Brother

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DC Comics

Titel: Future State: Batman – Dark Detective

Autorin/Zeichner: Mariko Tamaki/Dan Mora u.a.

Erschienen: 2021 (Dark Detective #1-4; Future State: Catwoman #1-2; Future State: Harley Quinn #1-2; Future State: Robin Eternal #1-2; Future State: Batman/Superman #1-2), Paperback 2021


„Batman is dead. Long live Batman.“

Gotham ist eine totalitäre Überwachungsdiktatur geworden. Superhelden sind verboten und zusammen mit den Schurken weggesperrt. Wer noch frei ist, wird verfolgt. Bruce Wayne ist tot, aber ein neuer Batman hat seine Nachfolge angetreten (siehe The Next Batman). Aber natürlich scheint es nur so, denn Bruce lebt – und will den Magistrate und die Peacekeepers ausschalten, die die Stadt beherrschen. Bruce fehlen zwar die üblichen Ressourcen wie Technik, Geld und Verbündete, aber der wahre Batman kann improvisieren.

Er bastelt sich ein Kostüm zusammen, ganz Oldschool mit lila Handschuhen (siehe auch Zero Year), dazu Ledermantel und selbstgemalter gelber Fledermaus auf der Brust. Und dann zieht er los gegen Drohnen, bevor die totale Überwachung in Gotham einsetzt. Dabei nutzt er das Vertrauen eines Verschwörungstheoretikers aus.

Mariko Tamaki erzählt in Future State: Dark Detective ihre erste größere Batman-Story (nach Detective Comics #1027 und bevor sie Detective Comics übernimmt) und sie macht das sehr souverän. Es beginnt bereits mit einer schönen Metapher wie „Gotham is a funeral no one’s attending“ und setzt Bruces inneren Monolog in bester Hardboiled-Manier fort, wie es Frank Miller bereits zur Meisterschaft trieb.

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Bruce trifft Jace: Zwei Batmen in Future State (DC Comics).

Wir sehen, wie Batman von Peacekeeper-01 angeschossen wird und mit dem Leben davonkommt, dann wie er als neuer Batman gegen Roboter kämpft und dabei auch auf den neuen Batman trifft. Hier könnte es eine spektakuläre Kampfszene geben. Aber Tamaki umgeht das übliche Muster, indem sie die beiden bloß einander fragen lässt: „Who the hell are you?“ Das hat eine gewisse Situationskomik, ohne ins Lächerliche zu kippen. Nach ein paar guten Ratschlägen geht man getrennter Wege. Sehr schön.

Dan Mora bringt mit seinen Zeichnungen die Figuren zum Leben in einem Stil, der an Greg Capullo erinnert, dazu leuchtet die düstere Zukunft in bunten Farben. Und wenn dann auch noch eine spektakuläre Doppelseite mit splitterförmigen Panels eine Kampfszene illustriert, wertet das auch eine sonst simple Story um einiges auf.

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Gesplitterte Panels: Dark Detective #4 (DC Comics)

Außerdem sieht man wie Batman und Superman am Anfang der Krise in Gotham gegen Menschen mit Tierköpfen und anderen fiesen Mutationen kämpfen. Andere Geschichten in dem Sammelband widmen sich Catwoman, Harley Quinn und Robin. Die habe ich mir gespart, da Lebenszeit begrenzt und kostbar ist.

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Batmans Nachfolger in naher Zukunft

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DC Comics

Titel: Future State – The Next Batman

Autor/Zeichner: John Ridley u.a./Nick Derington u.a.

Erschienen: 2021 (Miniserie #1-4), Paperback 2021


Ein paar Jahre in der Zukunft: Gotham ist ein Polizeistaat, bewacht vom Magistrate, einer privaten Paramilitärischen Einsatztruppe, angeführt von den Peacekeepern, die auf alles schießen, was eine Maske trägt, also Superhelden und Schurken zugleich. Batman ist bereits tot (angeblich), doch es gibt einen mysteriösen Nachfolger: Tim „Jace“ Fox, Sohn von Lucius Fox.

Dieser Batman trägt eine Maske, die das ganze Gesicht bedeckt und einen gepanzerten Anzug, der ihm am Verbluten hindert, sowie mit weiteren netten technischen Spielereien gespickt ist. Seine Familie weiß nichts davon. Bruder Luke (ehemals Batwing) ist nicht gut auf ihn zu sprechen, Schwester Tamara liegt im Koma, Vater Lucius liefert Waffen, während Mutter Tanya als Juristin den Bürgermeister berät, wie das „Shoot-on-sight“-Gesetz verbessert werden kann. Ihre Tochter Tiff ist nicht begeistert und versucht, zwischen den zerstrittenen Brüdern zu vermitteln.

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Tim „Jace“ Fox als Next Batman (DC Comics)

Während der neue Batman also von Polizei und Magistrate gejagt wird, versucht er, das Verbrechen zu bekämpfen, zum Beispiel die Jugend von den Gangs fernzuhalten. Und dann taucht eine Leiche auf, die Täter sind schnell gefasst, doch diese sind Eltern, die bloß ihre ermordete Tochter gerächt haben. Was tun, wenn eine Auslieferung bedeutet, sie dem Tod zu überlassen?

John Ridley (Autor von 12 Years A Slave, wie DC nicht müde wird zu betonen) legt einen Vierteiler vor, der von familiären und moralischen Konflikten durchzogen ist, und zugleich eine Menge Action bietet. Vielleicht steckt auch zu viel in diesen wenigen Seiten, sodass vieles nur angedeutet werden kann, um es anderswo weiterzuerzählen (siehe The Next Batman: Second Son). Trotzdem eine unterhaltsame Lektüre. Leider wird das Vergnügen getrübt durch die ausdrucksarmen Gesichter, die Laura Braga zeichnet. Nick Derington ist bloß für das erste Kapitel verantwortlich und man vermisst ihn schmerzlich.

Nightwing, Batgirls und Outsiders

Ferner sehen wir Nightwing, wie er sich im stillgelegten Arkham Asylum verschanzt, um gegen den Magistrate Krieg zu führen. Dabei wird er unterstützt vom neuen Batman und anderen Mitgliedern der Familie wie Robin, Batgirl, Batwoman, Huntress, Talia al Ghul, Two-Face und Man-Bat.

Im Paperback werden außerdem noch viele andere Geschichten von Nebencharakteren erzählt: Batgirls, Outsiders, Gotham City Sirens sowie Grifter. Wer sich – wie ich – für die Marginalien nicht interessiert, dem sei der Sammelband Batman by John Ridley: The Deluxe Edition empfohlen. Darin ist nur die Geschichte The Next Batman enthalten, neben wenigen Extras.

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Batmans Familie gegen ein Netzwerk von Schurken

DC Comics

Titel: Batman: Family

Autor/Zeichner: John Francis Moore/Stefano Gaudiano

Erschienen: 2002-2003 (Mini-Serie #1-8)


„It’s not blood that defines family, but the bonds of shared experience and affection.“

Kurz nach den Ereignissen von Bruce Wayne: Murderer/Fugitive steht Bruce Wayne kurz davor, Wayne Enterprises zu verlieren. Obwohl er von den Mordvorwürfen freigesprochen wurde, will ihn CEO Delilah Wagner loswerden. Batman hat derweil andere Probleme: In Gotham ist mal wieder ein neuer maskierter Rächer unterwegs. Sieht aus wie eine Art roter Predator, nennt sich aber Tracker und macht Jagd auf die Rossetti-Mafia.

Boss Rossetti beauftragt daraufhin einen anderen Vigilanten, der sich Suicide King nennt, um den Tracker aufzuhalten. Das klappt auch, aber da stellt sich heraus: Die beiden stecken unter einer Decke, das Ganze ist Teil eines Komplotts von Celia Kazantkakis, einer Immobilienunternehmerin und ehemaligen Freundin von Martha Wayne. Bruce macht sie zum Chef seiner Firma und damit beginnt das Unglück, denn ihr Ziel ist es, sich die ganze Stadt untertan zu machen

Nach und nach nimmt sie sich mit ihrem „Network“, einer Reihe von Experten und Mördern, die Mitglieder der Batman-Family vor: Spoiler, Orpheus, Black Canary, Huntress, Robin, Batgirl, Nightwing. Aber irgendwie bleibt das Meiste davon wirkungs- und belanglos. Batman findet bald heraus, dass Celia böse ist und dann sind die Fronten ohnehin klar – aber damit ist auch die Spannung völlig raus.

Batman: Family ist mit Abstand eine der langweiligsten Batman-Storylines, die ich seit War Games gelesen habe. Das Ganze ist vollgestopft mit Charakteren, aber obwohl jedem der Schurken eine Ausgabe gewidmet ist, bleiben sie einem so egal wie die Story, die formelhaft, beliebig, dialoglastig und voller uninteressanter Rückblenden ist. Im Grunde reicht es, nur die letzte Ausgabe zu lesen, da wird alles kurz vor dem Finale noch einmal zusammengefasst und jedes Batman-Familienmitglied darf sich nützlich machen, um sich bei einem der Bösen zu revanchieren.

Kein Wunder, dass die Miniserie bis heute keinen Reprint als Paperback bekommen hat. Das war vor Kurzem zwar mal angekündigt, aber dann hat es sich DC wieder anders überlegt. Gut so.

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Batman im Jazz-Club

DC Comics

Titel: Batman: Jazz

Autor/Zeichner: Gerard Jones/Mark Badger

Erschienen: 1995 (Batman: Jazz – A Legends of the Dark Knight Special #1-3)


Nachdem Batman einen alten Saxophonisten im Park vor drei jungen Schlägern gerettet hat, lädt der Mann Batman zu einem Konzert in einem Nachtclub ein. Batman kommt. Im Kostüm. Setzt sich an einen Tisch und hört sich von Gästen die Geschichte der Jazzlegende Blue Byrd an, der einst als Genie am Saxophon gefeiert wurde, bis er mit 35 an einer Drogenüberdosis starb.

Nicht von ungefähr erinnert die Geschichte an Charlie Parker, der auch „Bird“ genannt wurde. Nur hier stellt sich heraus: Blue Byrd ist gar nicht tot, sondern spielt hier und jetzt unter dem Decknamen Willie Little. Nach dem Auftritt wird Willie aber von drei kuriosen Gestalten in bunten Kostümen angegriffen: The Brothers of Bop. Einer verschießt mit seiner Pauke Raketen, ein anderer wirft Granaten in Notenform, der dritte lässt mit seinem Saxophon scheinbar Fensterscheiben zerspringen – doch das ist nur eine Illusion, hervorgerrufen durch Halluzinogene. Am nervigsten ist jedoch ihre affektierte Sprechweise in Stabreimen: „Ow ow ow! Show me how! Ka-pow ka-pow!“ Willie landet im Krankenhaus.

Hommage an Charlie Parker

Batman bringt die restlichen zwei Ausgaben damit zu, Klinken zu putzen und Blue Byrds alte Weggefährten auszufragen, ob sie ihn auf dem Gewissen haben. So erfährt er immer mehr über die Vergangenheit des genialen Musikers, der seinen Tod vorgetäuscht hat, um in Europa Musik zu studieren. Es geht um Drogen, Plagiate und natürlich auch um Rassismus, unter dem der Schwarze gelitten hat. Dabei entdeckt Batman Gemeinsamkeiten mit sich: eine verlorene Kindheit und ein Doppelleben.

Der Dreiteiler von Gerard Jones und Mark Badger (Run, Riddler, Run) ist vor allem eine Hommage an Charlie Parker und den Jazz, der am Ende entgegen schon in den 90ern herrschender Meinung für sehr lebendig erklärt wird. Man muss sich nur fragen, was das soll. Comics tun sich eigentlich sehr schwer damit, Musik darzustellen – oft lassen Zeichner behelfsmäßig Noten durchs Bild fliegen. Hier aber versucht Zeichner Mark Badger, die Musik visuell mit psychedelisch anmutenden Farbeffekten darzustellen. Die Figuren sind sperrig bis expressionistisch gezeichnet. Die Auflösung am Ende, die sich Autor Gerard Jones überlegt hat, mutet hingegen banal an: ein versuchter Mord aus Liebe, um die Legende aufrechtzuerhalten … Die Szene mit Batman im Jazz-Club wirkt absurd bis unfreiwillig komisch. Und die drei bescheuerten und überzeichneten Schurken regen einfach nur auf.

Dann schon lieber Charlie Parker hören.

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Rummelplatz des Grauens

Batman: Gotham Nights Vol. 2 #1-4 (DC Comics)

Titel: Batman – Gotham Nights II

Autor/Zeichner: John Ostrander/Mary Mitchell

Erschienen: 1995 (Miniserie #1-4)


Im Vergnügungspark Little Paris, der auf einer künstlichen Insel vor Gotham liegt, entgleist eine Achterbahn und stürzt ins Meer. Zwölf Menschen sterben, zwölf werden schwer verletzt. Batman, der den Fall undercover mit Schlapphut und Trenchcoat (ja, über dem Kostüm!) untersucht, geht von Sabotage aus.

Um den Park weiter betreiben zu können, muss Inhaber Frank Dunker die Stadtverwaltung bestechen, statt das Geld in nötige Reparaturen zu stecken. Er hat ohnehin Geldsorgen, weil der Park immer weniger Menschen anzieht – die Glanzzeit von Little Paris ist längst vorbei. Kurz darauf stürzt eine Gondel vom Riesenrad ab. Will sich da etwa jemand für alte Sünden rächen?

Wie schon in der ersten Gotham Nights-Miniserie stehen auch hier die normalen Menschen im Vordergrund: Vor allem geht es um Familien und ihre Sorgen, in einer Nebenhandlung bandelt eine junge Frau gleichzeitig mit einem Latino und einem schwarzen Künstler an, was zu Eifersüchteleien führt. Auch der Soap-Faktor ist wieder hoch. Doch anders als beim ersten Mal ist der Personenkreis deutlich enger gefasst und auf Menschen beschränkt, die mit dem Park zu tun haben. Außerdem steht hier der Kriminalfall im Zentrum und Batman hält sich zwar im Hintergrund, bleibt aber ständig präsent, um den Fall zu lösen.

Leider löst er sich so gut wie von selbst, indem der Täter sich schon früh selbst zu erkennen gibt und den ganzen Rummelplatz abfackelt. Dadurch tritt im vierten Teil aber wieder das Drama in der Vordergrund: die Familien, die in Gefahr geraten, die Beziehungen. Der Vater rettet die Tochter, der Sohn den Vater – oder sie versuchen es zumindest. Denn das letzte Wort hat auch hier immer Batman.

Damit ist Gotham Nights II leider deutlich schwächer als der erste Teil. Auch die Zeichnungen von Mary Mitchell wirken sperriger und weniger elegant. Viel wird nach dieser Lektüre nicht im Gedächtnis haften bleiben.

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Das Leben in Gotham City

Batman: Gotham Nights #1-4 (DC Comics)

Titel: Batman: Gotham Nights

Autor/Zeichner: John Ostrander/Mary Mitchell

Erschienen: 1992 (Miniserie #1-4)


Zwei Jahrzehnte bevor „Gotham Nights“ eine digitale Anthologieserie wurde, gab es eine Miniserie mit dem Titel, die den Menschen von Gotham gewidmet war. Gleich zu Beginn verfolgt Batman zwar einen Verbrecher durch den U-Bahn-Tunnel, aber wir erfahren nichts über den Fall, der offenbar etwas mit Kindesentführung zu tun hat. Stattdessen sehen wir, wie der Zugführer reagiert und dann, was daraufhin einige andere Menschen in der Station bewegt.

Eine Donutverkäuferin verliebt sich in einen attraktiven Stammkunden und malt sich aus, er sei in Wahrheit Batman. Zwei Arbeitskollegen, Mann und Frau, fühlen sich zueinander hingezogen, aber wollen es sich nicht eingestehen. Ein alter Mann erfährt, dass er todkrank ist und zieht in Erwägung, sich das Leben zu nehmen, um sich und seiner Frau Leid zu ersparen. Und dann ist da noch Dio, ein Ex-Sträfling, der auf Bewährung draußen ist und seine Frau verdächtigt, dass ihr Kind von einem anderen stammen könnte. Er droht wieder, straffällig zu werden.

Die eine träumt märchenhaft, der andere wird vom Geist seiner Frau verfolgt, der dritte vergeht vor Eifersucht. – Autor John Ostrander (Suicide Squad, Justice League, Martian Manhunter) zeigt das Leben in Gotham aus der Perspektive verschiedener Altersgruppen, Schichten und Geschlechter. Schurken wie der Riddler, der Pinguin oder der Joker werden nur am Rande erwähnt, Batman taucht immer nur kurz auf, erst am Ende spielt er wieder eine Rolle.

Gotham Nights ist ein Ensemblestück ohne Helden, ein kleines Gesellschaftspanorama in einer Stadt, die hart zu ihren Bewohnern ist. Verbrecher bleiben Verbrecher, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt, andere werden zu Verbrechern, weil sie verrückt werden vor Einsamkeit. 1992 ist so ein Ansatz zwar nicht neu, erinnert zuweilen an den Film Noir (Ostrander gibt unter anderem den Soundtrack von Taxi Driver als Inspiration an), Will Eisner hat das Prinzip des Gesellschaftscomics mit A Contract With God und weiteren „Graphic Novels“ bereits seit den 70ern zur Meisterschaft getrieben.

Gotham Nights ist der Versuch, all das nachzuahmen, zuweilen immer noch etwas soapig bis melodramatisch erzählt, und natürlich dürfen Batman und Bruce Wayne am Ende als Deus ex machina die Probleme einfacher Menschen lösen. Aber für ein Batman-Comic ist es ein beachtliches Wagnis, das Mut zum Experiment und zu ernsthaften Themen fast ohne Superhelden-Klischees beweist. (Ähnlich wurde das Konzept später mit Gotham Central weiterentwickelt, die Comic-Serie über die Polizei von Gotham.) Es werden sogar neue Probleme wie die Angst vor AIDS angesprochen. Mit Mary Mitchell haben wir es auch mit einem der seltenen Fälle zu tun, in denen eine Frau Batman zeichnen durfte. Sie tut es sehr ausdrucksstark, am spektakulärsten sind ihre Stadtpanoramen geraten.

Es wäre mal an der Zeit für einen Nachdruck oder zumindest für eine digitale Neuaflage.

Hinweis: 1995 wurde die Serie mit Gotham Nights II fortgesetzt.

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Die abgründige Schönheit des Lächelns

DC Comics

Titel: Joker: Killer Smile

Autor/Zeichner: Jeff Lemire/Andrea Sorrentino

Erschienen: 2019-2020 (Joker: Killer-Smile #1-3, Batman: The Smile Killer #1), Hardcover 2020


„Laughter … That is true beauty.“ (Joker)

Wir haben ein Joker-Problem. Es gibt zu viel von ihm. Nicht nur in der regulären Serie taucht er ständig auf, auch in Specials und Miniserien. Und das liegt nicht nur am 80-jährigen Jubiläum in diesem Jahr. Keiner der Batman-Titel, die DC unter seinem Black Label herausgebracht hat, kommt ohne den Joker aus (z. B. Damned, Harleen, White Knight). Gleich drei Miniserien tragen seinen Namen, eine weitere ist angekündigt.

Eine davon ist der Dreiteiler Joker: Killer Smile. Eigentlich müsste man das mit einem Seufzen zur Ketnnis nehmen, wären da nicht die Macher: Jeff Lemire und Andrea Sorrentino sind so etwas wie ein Traumpaar der Comicbranche, gemeinsam haben sie nicht nur Green Arrow und Old Man Logan, sondern auch die Horrorserie Gideon Falls geschaffen. Und jede dieser Serien ist dank Sorrentinos Meisterschaft ein Genuss für sich. Der Zeichner versteht es nicht nur, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, sondern reizt das Medium auch jedes Mal auf überraschende Weise aus, indem er mit Layouts experimentiert, Anordnungen fragmentiert und durcheinander wirft. Seine Seiten sind wahre Kunstwerke.

Der böse Clown Mr. Smiles

Und so wird auch in Killer Smile die Erwartung gebrochen: Statt den Joker mal wieder gegen Batman antreten und seine schwierige Beziehung zu ihm auszuloten (gähn!), wird eine kleine, fast schon intime Geschichte erzählt. Der Joker wird in Arkham von Dr. Ben Arnell behandelt. Während der Therapie gesteht der Joker ihm, dass er immer nur im Sinn gehabt habe, Schönheit in die Welt zu bringen – der Schurke verkannter als Künstler oder vielmehr Unterhalter, wie er sich selbst nennt. Der Psychiater ist ebenfalls ein Idealist, der sich einen Durchbruch erhofft, der nicht nur den Joker von seiner Psychose heilt, sondern auch Erkenntnisse bringt, die anderen helfen können. Doch die Geduld seiner Vorgesetzten ist am Ende: Er bekommt nur noch zwei Wochen Zeit.

Das eigentliche Problem jedoch: Arnell nimmt die Arbeit mit nach Hause. Der Joker verfolgt ihn in Gedanken, er kann nachts nicht schlafen, hat Albträume, im Wachzustand sieht er Morde, wo keine sind. Und dann ist da noch ein unheimliches Kinderbuch von dem bösen Clown Mr. Smiles, das er seinem Sohn vorlesen soll und von dem er sich fragt, wo es eigentlich herkommt.

DC Comics

Was ist hier los? Und wer behandelt hier eigentlich wen? Das sind die Fragen, die die Spannung erzeugen und am Ende auf eine furchterregende Eskalation hinauslaufen. So gruselig das Ganze inszeniert ist, so bildgewaltig und mitreißend ist es auch. Sorrentino erweist sich erneut als Virtuose des Visuellen und Lemire lässt ihm mit seiner aufs Nötigste reduzierten Geschichte viel Spielraum, sich zu entfalten. Da gibt es Panels in Form von Zähnen und Fischen, Seiten aus einem Kinderbuch, die wie von einem anderen Künstler geschaffen zu sein scheinen.

Der Joker wird hier mystifiziert als eine Urgewalt, als eine Art Krankheit, die jeden infiziert und korrupiert, mit der sie zu tun hat. Keine neue Facette (vgl. Azzarellos Joker), aber eine, in der sich die Leser wiederfinden und sich fragen können: Warum eigentlich sind WIR so fasziniert von dieser Figur? Vielleicht weil er so ungreifbar bleibt – und daher der perfekte Schurke ist.

Batman und der Smile Killer

Auch Batman ist davor nicht gefeit. Im One-shot Batman: The Smile Killer lernen wir, dass schon der junge Bruce Wayne Bekanntschaft mit Mr. Smiles gemacht hat – in einer TV-Show für Kinder. Wenn auch einer ziemlich seltsamen Show, in der die Handpuppe Kinder dazu auffordert, mit einer möglichst großen und scharfen Schere zu basteln. Nachdem Bruce Mr. Pouts gezeichnet hat (eine Art Batman), soll er sich ein Auge ausstechen. Seine Mutter kann ihn gerade noch davor bewahren. Allerdings verpasst sie ihm eine Ohrfeige.

Jahre später jagt Batman den Joker und findet sich plötzlich selbst als Patient in Arkham wieder. Batman soll nur eine Illusion sein, sagt ihm sein Mitinsasse, Ben Arnell. Das Motiv ist vertraut: Man kennt es aus The Last Arkham, sowie aus Dreams in Darkness (BTAS S01E28), außerdem bedient sich die Story bei Motiven aus Identity Crisis (Detective Comics #633, 1991) bzw. Perchance to Dream (BTAS S01E30). Hier jedoch wird es zugespitzt: Der kleine Bruce soll, in Clownsschminke, seinen Vater erschossen haben. Seitdem wird er von James Gordon behandelt. Hier wird eine Shutter-Island-Story draus. So scheint es zumindest …

Denn es endet offen, wenn man überhaupt von einem Ende sprechen kann, selbst das bleibt offen. Und so lässt einen dieser Schlussteil mit einem Rätsel zurück. Wird es eine Fortsetzung geben? So verlockend es scheint: Vielleicht wäre es besser, wenn manche Rätsel ungelöst bleiben. So bleibt man als Leser selbst in dieser kafkaesken Situation gefangen. Und damit hätte man immerhin eine weitere Joker-Story mit Mehrwert. Eine, die sich traut, die Grenzen des Erzählbaren weiter auszureizen. Bis hin ins Irrationale.

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Fluch des Weißen Ritters, Segen für die Leser

Batman: Curse of the White Knight

DC Comics

Titel: Batman: Curse of the White Knight (dt. Der Fluch des Weißen Ritters)

Autor/Zeichner: Sean Murphy

Erschienen: 2019-2020 (#1-8), Hardcover 2020


Neulich habe ich folgendes Zitat von Comic-Autor Garth Ennis (The Boys, Preacher) gefunden: „I find most superhero stories completely meaningless“, sagte er bereits 2012 auf SciFiNow. „You’re never going to see any real growth. The stories can’t end, so they’ll never mean anything.“ So ist es leider auch oft mit Batman: Was sich innerhalb der Continuity abspielt, ist selten von echter Tragweite. Was auch immer geschieht, man kehrt doch immer wieder zum Status quo zurück. Selbst ein „Tod in der Familie“ ist bedeutungslos geworden, weil er früher oder später rückgängig gemacht wird. Das liegt in der Grundstruktur endloser Geschichten: Sie müssen immer weitergehen. Daher wird Personal nicht verheizt.

Anders hingegen ist es bei Storys, die für sich stehen – unabhängig von Continuity. Sean Murphys Miniserie White Knight ist in den vergangenen Jahren das beste Beispiel dafür. Einerseits stark traditionsbewusst, andererseits radikal anders. Die 80-jährige Batman-Geschichte verwendet er nur als Vorlage für einen Remix, um etwas Neues zu schaffen. Dieses Erfolgsrezept hat er mit Curse of the White Knight fortgeschrieben.

Batman trifft Azrael

Der Joker kommt wieder frei und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, um Batman endgültig fertigzumachen. Hinter ihm steht eine ominöse Frau namens Ruth, die im Auftrag von Gothams Elite einen neuen Batman erschafft, der den alten ersetzen soll: Azrael. Hinter der Maske steckt der alte Kriegsveteran Jean-Paul Valley, der nur mitmacht, weil ihm eine bessere Krebstherapie versprochen wird. Doch die Geschichte geht noch viel weiter zurück: Wir erfahren von einem alten Familiengeheimnis der Waynes, die bis zur Gründung von Gotham zurückreicht und auch den Orden von St. Dumas betrifft.

Batgirl, Azrael, Joker by Sean Murphy

Cover zu Curse of the White Knight (DC Comics)

Keine Sorge: Ich werde nicht zu viel verraten. Nur so viel sei gesagt: Es geht zur Sache – und zwar heftig. Wertvolle Dinge werden zerstört und es gibt viele Tote, darunter sehr bekannte Figuren. Batman macht sich in den eigenen Reihen Feinde, steht isoliert da, will wie immer den einsamen, selbstlosen Märtyrer spielen. Mit der Masche übertreibt es Batman aber, dass es mitunter nervt. Wie üblich zweifelt er an seiner Rolle als Batman, will sie aufgeben, aber dass ihn das dunkle Familiengeheimnis nicht mehr ein Wayne sein lassen will, geht dann doch in Sachen Melodrama zu weit.

Fortsetzung mit Harley Quinn

Aber ansonsten ist Curse of the White Knight ein würdiger, weil radikaler Nachfolger. Der Autor verspricht, in seinem Universum konsequent zu bleiben: Wer tot ist, bleibt tot, lautet eine von Sean Murphys Regeln. Und damit schockieren die Ereignisse umso mehr. Und bei der Rasanz seiner Geschichte bleibt kaum Zeit, das alles zu verarbeiten. Als Leser bleibt man mit der Frage zurück: Wie soll das alles noch weitergehen?

Im Oktober geht es zunächst weiter mit dem Sechsteiler Batman: White Knight Presents Harley Quinn. Murphy hat die Figur extrem weiterentwickelt, von der nervigen Psychopatin und Punk-Göre zu einer klugen, nachdenklichen und empathischen Frau, die jetzt sogar Mutter von Zwillingen ist. Außerdem sind Spin-offs zu Nightwing und Batgirl geplant.

Neue Vorgeschichte für Mr. Freeze

In Curse of the White Knight ist bereits der Tie-in Von Freeze enthalten, der Victor Fries‘ Familiengeschichte aus dem Dritten Reich nacherzählt. Auch hier beweist Sean Murphy nicht nur den Mut, altbekannte Charaktere radikal neu zu denken, sondern sie auch in ein ernsthaftes historisches Setting zu versetzen. Eine starke Story, wären da nicht die sperrigen Zeichnungen von Klaus Janson – sorry, bin kein Fan. Vor allem im Vergleich zu Murphys genialem dynamischen Stil kann der Altmeister nicht mithalten.

Damit erweist sich der zweite White-Knight-Band als Segen für die Leser. Er zeigt, wie man Superhelden heute erzählen muss: Als Geschichten, die sich weiterentwickeln, die Konsequenzen haben und darin auch konsequent bleiben. Nur so erhalten sie Bedeutung, nur so kann man mitfiebern, wenn man merkt: Die Risiken, die Helden eingehen, sind erst dann welche, wenn alles auf dem Spiel steht. Solchen Storys gehört die Zukunft, denn sie bleiben in Erinnerung. Damit ist Murphys White-Knight-Saga immer noch das Beste, was man heute an Batman-Comics bekommt.

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Batman und Riddler gegen Gentrifizierung

DC Comics

Titel: Run, Riddler, Run

Autor/Zeichner: Gerard Jones/Mark Badger

Erschienen: 1992 (Miniserie #1-3)


Gotham wird gentrifiziert: Anstelle eines Gettos soll eine Gated Community für Reiche entstehen. Seltsamerweise ist auch Bruce Wayne für die Idee, denn mit dem Projekt kommt auch das Versprechen, ein Quartier ohne Verbrechen zu erbauen. Doch dazu müssen erstmal die Armen verschwinden, die lassen sich aber nicht verdrängen und leisten Widerstand.

Die Verantwortliche heuert für die Räumung einen Trupp von Paramilitärs an, die in Super-Kampfrüstungen stecken und von der Polizei gutgeheißen wird. Leider wird der Trupp geleitet von einem ruchlosen Kerl aus der ehemaligen DDR, der mit seinen Leuten die Unliebsamen hinrichtet. Aber niemand greift ein, weil es niemanden zu kümmern scheint – niemand außer Batman. Er verbündet sich mit dem Riddler, um das Schlimmste zu verhindern.

Der Riddler ist hier auf Bewährung frei und versucht, als Sicherheitsexperte einem ehrlichen Beruf nachzugehen. Zum Beispiel, indem er Todesfallen mit Haifischbecken installiert, die man nur mit dem Lösen von Rätseln umgehen kann. Weil das niemand haben will, wird er gefeuert – und dann muss er später mit Batman diese Rätsel lösen.

DC Comics

Als wäre die Geschichte nicht schon seltsam genug, ist das Ganze auch sperrig gezeichnet, teilweise überzeichnet, der Riddler wirkt wie eine Karikatur. In den 90ern hat DC abseits der regulären Batman-Serien immer wieder Autoren und Zeichner experimentieren lassen. Run, Riddler, Run ist ein typisches Beispiel dafür. Der Dreiteiler ist weder angenehm anzusehen noch schafft es die Story zu fesseln. Der Schurke ist ein austauschbarer Fiesling, für den man sich nicht interessiert, was auch für die Nebenfiguren gilt.

Das größte Problem ist aber der Titelheld: Dafür dass das eine Riddler-Story sein soll, bekommt er viel zu wenig Raum, um sich zu entfalten. Er wird bloß als nerdig-schräger Comic Relief verheizt, der alle mit seinen ewigen Rätseln nervt, ohne aber wirklich witzig zu sein.

Insofern verwundert es nicht, dass die drei Teile bisher nicht als Paperback erschienen sind. Run, Riddler, Run ist wert, vergessen zu werden.

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