Im Jahr 1996 erschien der Vierteiler Kingdom Come von Mark Waid und Alex Ross. Eine Elseworlds-Story, die in einer Zukunft spielt, in der sich die alten Helden zur Ruhe gesetzt haben und zurückkehren, um wieder Ordnung in eine Welt zu bringen, die von ihren rücksichtslosen Nachfolgern bedroht wird. Es ist eine Story, die eingebettet ist in die Apokalypse, mit vielen Verweisen auf christliche Mythologie sowie vollgepackt mit Anspielungen auf unzählige DC-Charaktere und andere Figuren der Popkultur. Dank den atemberaubenden Bildern von Alex Ross wirkt das Ganze wie ein Epos aus Renaissance-Malereien. 1997 gewann es den Eisner-Award als beste Miniserie. Bis heute ist es ein Meisterwerk, das es lohnt, immer wieder zu lesen und neu zu entdecken. Am besten im Großformat und nicht in der mickrigen Compact-Ausgabe (auch wenn sie die billigste ist).
30 Jahre später hat Alex Ross – der die ursprüngliche Idee dazu hatte – einige Videos produziert, in denen er und seine Kollegen auf sein Werk zurückschauen. In einem halbstündigen Video blättert der Künstler den ganzen Comic durch und kommentiert einzelne Bilder und Sequenzen. So erfahren wir, dass er in der Gestalt des Pfarrers seinen eigenen Vater verewigt hat, wie ihn Norman Rockwell zu den Covern inspirierte und was er an dem Werk bereut.









