Superman

Batman und der Maulwurf

DC Comics

Titel: A Man Called Mole! (dt. Der Maulwurf)

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Gene Colan

Erschienen: 1981 (Batman #340), Hardcover 2011/2018 (Tales of the Batman: Gene Colan Vol. 1/Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2); dt. Egmont Ehapa 1981 (Superman #25)


Für diese Geschichte müssen wir weit ausholen. Im Jahr 1956 (World’s Finest #80) tun sich Batman und Superman zusammen, um die Gotham Gazette zu retten. Die Zeitung steht nämlich kurz vor dem Ruin, was an sich schon bemerkenswert ist, weil sich Zeitungen Mitte des 20. Jahrhunderts immer noch von selbst verkaufen. Bruce Wayne, der zum Vorstand gehört, wirbt zwei der besten Reporter ab: Clark Kent und Lois Lane! Perry White verdonnert die beiden sogar höchstselbst dazu, für die Konkurrenz zu arbeiten, weil er einst selbst bei der Gazette angefangen hat und die Zeitung immer noch schätzt. Nachdem der Chefredakteur einen Zusammenbruch erleidet, übernimmt Lois den Posten, wird zur keifenden Despotin und schickt Clark und Bruce als Reporter los, um die nächsten Knüller zu landen.

Superman rettet ein Schiff, das im Packeis feststeckt, Batman und Robin lenken eine große Volksmenge mit Zirkustricks in luftigen Höhen ab, Superman rettet einen außer Kontrolle geratenen Zug vor dem Entgleisen. Schließlich kommt Robin aber einer größeren Sache auf die Spur: Der Bauunternehmer Harrah will sich durch Tunnel zu einer Bank durchgraben, um sie auszurauben. Codename: The Mole! Superman verhindert das, indem er den Tunnel in den Knast umleitet. Offen bleibt die Frage, ob Mole und seine Spießgesellen dort auch richtig sind, weil ja kein Raub begangen wurde …

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Spider-Man/Superman #1 (2026)

Marvel/DC Comics

Autor/Zeichner: Brad Meltzer/Pepe Larraz

Erschienen: 2026 (One-shot)


So geht das: Keine Zeit verlieren, sofort mitten rein in die Handlung. Superman und Spider-Man sind in einer Art dunkler Höhle gefangen, geschaffen von ihren Erzfeinden Lex Luthor und Green Goblin. Superman kann nicht durch die Wände schauen, Spider-Mans Spinnensinn funktioniert nicht. Man lernt einander mit Röntgenblick und Humor kennen. Da plumpst eine Kryptonitbombe in Form eines Halloween-Kürbisses hinein und die Decke senkt sich ab. „Holy trash compactor, chum!“ (Adam West und Burt Ward lassen ebenso grüßen wie George Lucas.)

Während also Spider-Man mal wieder mehr (er)tragen muss, als er halten kann (siehe ASM #33), muss der geschwächte Superman ihn von der Mühe ablenken. Warum er tue, was er tue, fragt Superman. „Guilt“, sagt Spider-Man. Schuldgefühle. Superman hilft ihm dann, so gut er kann. Doch als die Last leichter zu werden scheint, verflüssigen sich die Wände, Superman wird von Venom befallen – und mutiert zum Super-Venom!

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Batman/Superman: World’s Finest Vol. 8: 20,000 Leagues

DC Comics

Autor/Zeichner: Mark Waid/Adrián Gutiérrez

Erschienen: 2025 (Batman/Superman: World’s Finest #35-37, #40-43), Hardcover/Paperback 2026


Aquaman bittet Batman und Superman um Hilfe: In der Unterwasserstadt Tritonis grassiert eine Seuche, die die Bewohner aggressiv macht und die Bewohner der Stadt Poseidonis angreifen lässt. Es droht ein Krieg der Königreiche. Dahinter steckt der Floronic Man. Er will die Pflanzen unter Wasser beherrschen, weil ihm dann zwei Drittel der Welt gehören. Batman ruft Swamp Thing herbei …

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Batman, Superman und Tigerman

DC Comics

Titel: Secret of Tigerman

Autor/Zeichner: Jerry Coleman/Dick Sprang

Erschienen: 1961 (World’s Finest #119), Hardcover 2019 (Batman & Superman in World’s Finest: The Silver Age Omnibus Vol. 2)


Batman und Superman bekämpfen nicht nur mit Robin das Verbrechen, sie haben jetzt auch einen Vierten im Bunde: Tigerman! Der Name ist Programm. Ein oranges Kostüm mit schwarzen Streifen, einer Tiermaske und einem großen roten T auf der Brust. Sieht noch weirder aus als Catwomans Kostüme oder Cat-Man.

Und dann gibt er auch noch Befehle: Als die Purple Gang bei einem Raubzug gegen ein Museum einen Benzintank in Flammen setzen, meint Tigerman, Superman solle das Ding aus der Atmosphäre befördern. Superman tut es, obwohl er der Ansicht ist, dass das Problem einfacher zu lösen wäre. Und als die Purpe Gang sich per Magnet zu ihrem Fluchtflugzeug begibt, düst Tigerman mit einem Raketenantrieb hinterher und schnappt sich einen der Gauner. Dabei brennt er aber Batmans Seil durch, der sich gerade ebenfalls auf die Bösen stürzen will.

Wer ist dieser seltsame Typ?

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30 Jahre „Kingdom Come“: Alex Ross erinnert sich

DC Comics

Im Jahr 1996 erschien der Vierteiler Kingdom Come von Mark Waid und Alex Ross. Eine Elseworlds-Story, die in einer Zukunft spielt, in der sich die alten Helden zur Ruhe gesetzt haben und zurückkehren, um wieder Ordnung in eine Welt zu bringen, die von ihren rücksichtslosen Nachfolgern bedroht wird. Es ist eine Story, die eingebettet ist in die Apokalypse, mit vielen Verweisen auf christliche Mythologie sowie vollgepackt mit Anspielungen auf unzählige DC-Charaktere und andere Figuren der Popkultur. Dank den atemberaubenden Bildern von Alex Ross wirkt das Ganze wie ein Epos aus Renaissance-Malereien. 1997 gewann es den Eisner-Award als beste Miniserie. Bis heute ist es ein Meisterwerk, das es lohnt, immer wieder zu lesen und neu zu entdecken. Am besten im Großformat und nicht in der mickrigen Compact-Ausgabe (auch wenn sie die billigste ist).

DC Comics

30 Jahre später hat Alex Ross – der die ursprüngliche Idee dazu hatte – einige Videos produziert, in denen er und seine Kollegen auf sein Werk zurückschauen. In einem halbstündigen Video blättert der Künstler den ganzen Comic durch und kommentiert einzelne Bilder und Sequenzen. So erfahren wir, dass er in der Gestalt des Pfarrers seinen eigenen Vater verewigt hat, wie ihn Norman Rockwell zu den Covern inspirierte und was er an dem Werk bereut.

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Superman/Spider-Man #1 (2026)

Cover von Jorge Jimenez und Jim Lee (DC Comics)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Jorge Jimenez, Sean Murphy, Jim Lee u.a.

Erschienen: 2026 (One-Shot)


Otto Octavius alias Doctor Octopus befragt seinen KI-Spiegel: Wer ist der Schlaueste auf der ganzen Welt? Die KI gibt die falschen Antworten: In Sachen Cyber-Robotics soll es William Magnus (Metal Men) sein, in Sachen Strahlung ist es Bruce Banner (Hulk). Er würde gern die Welt von seinem Genie überzeugen. Da taucht Brainiac auf und macht ihm ein Angebot: Doc Ock soll ihm helfen, sich eines Virus zu entledigen. Dazu ist es aus irgendeinem Grund nötig, den Virus in die Gehirne der Menschen zu laden. Ohne über die Konsequenzen des Deals nachzudenken, macht Otto sofort mit. Er will viele Welten erobern.

Aber wie gut, dass Clark Kent und Peter Parker gerade zusammen in Metropolis abhängen. Man kennt sich bereits. Sie berichten gemeinsam für den Daily Planet über einen Einbruch bei S.T.A.R.-Labs, dort hat man Kryptonit gestohlen. Bald darauf erleiden alle Menschen Anfälle und reden nur noch in Nullen und Einsen. Superman wird von Kryptonitstrahlung geschwächt. Mit vereinten Kräften rettet man schnell mal eben die Welt.

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40 Jahre The Dark Knight Returns

DC Comics

Zugegeben: Ich habe mich anfangs damit schwer getan. Ich war ungefähr 15 Jahre alt, hatte gerade erst Superhelden-Comics für mich entdeckt. Superman, Batman, JLA – knallbunt, kindgerecht, auf Hochglanzpapier, später auch die „erwachseneren“ Serien. Und dann fand ich so einen seltsamen Band in der Stadtbibliothek: Die Rückkehr des Dunklen Ritters, ein dicker Wälzer über Batman, auf dem Cover war der Held nur als schwarze Silhouette vor einem Blitz zu sehen.

Beim Durchblättern sah ich lauter triste Bilder mit krakeligen Zeichnungen und viel Grau. Hier hatte nichts die Anmut von Heldentum: Batman war ein alter Mann, ein riesiger Brocken, mit viel zu kleinen, kaum noch sichtbaren Fledermausohren an der Maske. Nichts war hier im klassischen Sinne „schön“, gezeichnet wurde das Bild einer ziemlich schrecklichen Welt am Rande des Untergangs, in der nicht einmal der Joker lachte.

Die Lektüre machte keinen Spaß. Alles war abgebrüht, verbittert und schockierend. Batman war fast so unsympathisch wie jeder andere auch, er kämpfte brachial wie seine Gegner, er benutzte sogar Schusswaffen, auch wenn er damit niemanden tötete. Gute und Böse gab es nicht – alle waren auf ihre Weise am Ende. Harvey Dent wird geheilt und sofort rückfällig. Die Mutants terrorisieren Gotham mit grausamen, sinnlosen Verbrechen. Ein unheimlicher Joker begeht eiskalt Massenmord, tötet sogar Kinder. Der Endgegner ist Superman, einst Symbol des Guten, nun ein Handlanger der inkompeteten Regierung, die einen Atomkrieg riskiert.

Deprimierender geht’s nicht. Aber ich hielt durch. Trotz aller Tristesse: Irgendetwas ließ mich den Comic zu Ende lesen. Er hinterließ aber ein mulmiges Gefühl. Danach konnte ich nicht sagen, es hätte sich gelohnt, aber vieles blieb hängen: die Bilder, die Sequenzen, die Sätze. Jahre später kaufte ich mir das Buch gebraucht und las es wieder, diesmal lieber. Weitere Jahre später kaufte ich es mir in der Originalfassung und konnte es noch mehr genießen. Endlich war ich reif für The Dark Knight Returns. Und jedes Mal war ich mehr fasziniert davon, weil ich mehr entdeckte, was so meisterhaft daran war. Das war der ultimative Batman. Frank Miller hatte den Dunklen Ritter konsequent zu Ende gedacht.

DC Comics

Der Hype um The Dark Knight Returns hält an seit 40 Jahren – und das Ding verkauft sich immer noch, als Paperback, in Hardcover-Deluxe-Ausgaben, nun auch im Mini-Compact-Format. Wer sich mit Comics beschäftigt, kennt es, sollte es jedenfalls kennen. Man kommt nicht drum herum. Es ist ein moderner Klassiker, genauso wie das etwa zeitgleich entstandene Watchmen (zu dem es viele Parallelen gibt) und auch Batman: Year One, den Origin, der kurz darauf folgte und ganz anders aussieht, aber im selben Geist und von gleicher Qualität ist. Frank Miller hat mit diesen beiden Comics Epoche gemacht. Damit war über Batman im Grunde alles gesagt. Das Meiste, was seitdem folgte, steht in dessen Schatten oder baut darauf auf.

Was aber ist an Frank Millers TDKR immer noch so faszinierend?

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Batman und Superman erforschen die Evolution

DC Comics

Titel: The Infinite Evolutions of Batman and Superman

Autor/Zeichner: Cary Bates, Edmond Hamilton/Curt Swan

Erschienen: 1965 (World’s Finest #151), Hardcover 2019 (Batman and Superman in World’s Finest Omnibus Vol. 2)


Superan erspäht im All eine Maschine, die aus grünen Kryptonit besteht. Einer seiner Roboter wird davon vernichtet. Also bittet er Batman um Hilfe. Mit einem Netz fangen sie das Ding ein, als es auf die Erde fällt, gemeinsam untersuchen sie es und findet heraus, dass es sich um ein Gerät von Krypton handelt, mit dem man die Evolution von Lebewesen entweder zurückdrehen oder beschleunigen kann.

Da es noch nie an Menschen getestet wurde, verliert Batman keine Zeit und wendet das Ding an sich an. Superman versucht noch, ihn zu warnen, aber da ist es schon getan: Batman entwickelt sich 800.000 Jahre in die Zukunft und ihm wächst ein so großes Gehirn, dass sein Kopf nicht mehr in seine Maske passt. Dann will er die Prozedur an Superman anwenden, doch das behauptet er nur, denn Batman hat sich nicht nur zu einem Superbrain, sondern auch zu einem Arschloch entwickelt, das seine Kräfte für sich allein haben will. Er dreht also bei Superman die Zeit zurück und der Mann von Morgen wird zum Mann von vorgestern – einem primitiven, einfältigen Höhlenmenschen!

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JLA: Created Equal – Eine Welt fast ohne Männer

Titel: JLA: Created Equal

Autor/Zeichner: Fabian Nicieza/Kevin Maguire

Erschienen: 2000 (#1-2), Paperback 2019 (Elseworlds: Justice League Vol. 3)


Eine kosmische Energiewelle erfasst die Erde und tötet auf einen Schlag alle Männer. Wirklich alle? Nein, keine Sorge: Superman ist zum Glück noch da. Und Lex Luthor. Während die Welt sich neu sortieren muss und Wonder Woman eine neue Justice League gründet, zudem die Welthauptstadt auf Themyscira ausruft, und Superman und Lois versuchen, ein Kind zu bekommen, versucht Lex (in einer Schutzrüstung) herauszufinden, was passiert ist. Seine Erkenntnis: Superman selbst ist schuld!

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Marvels „Spider-Man/Superman“ erscheint am 22. April

Wie schon berichtet, findet 50 Jahre nach dem ersten Superman-Spider-Man-Crossover ein neues statt – und das doppelt. Am 25. März 2026 soll DCs Superman/Spider-Man #1 erscheinen, nun hat Marvel sein Spider-Man/Superman #1 für den 15. April [UPDATE:] 22. April angekündigt. Die Hauptstory stammt von Autor Brad Meltzer (Identity Crisis) und dem Zeichner Pepe Larraz. Mit dabei sind auch die Erzschurken Lex Luthor und Norman Osborn.

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