Joker

Batman/Wonder Woman: Truth

DC Comics

Autor/Zeichner: Jeph Loeb/Jim Cheung

Erschienen: 2026 (One-shot)


Wonder Woman stellt ihr goldenes Lasso der Wahrheit in Gotham City aus – angeblich, damit die Menschen die Amazonen besser kennenlernen können. Keine gute Idee. Denn trotz der neuesten Sicherheitstechnik von Wayne Technology wird es schon bei der Vernissage gestohlen – von Catwoman. Batman und Diana verfolgen und schnappen sie. Es stellt sich heraus, dass Batman Selina beauftragt hat, das Lasso zu stehlen, um das Sicherheitssystem zu testen. Doch sie weigert sich, die Beute wieder herzugeben, weil er mit ihr Schluss gemacht hat. Dann wird es von Harley Quinn gestohlen und bald taucht auch der Joker als Cowboy zum Showdown auf …

Jeph Loeb erzählt in der alten Manier, wie er auch seine ersten Ausgaben von Superman/Batman erzählt hat, mit parallel laufenden inneren Monologen der Helden. Jim Cheung zeichnet wie ein Gott und lässt nicht nur bei jeder Splash Page staunen über die Präzision und Dynamik seiner Figuren, bei ihm lebt einfach alles, selbst das kleinste Detail. Von diesen seitenfüllenden Panels gibt es jedoch so viele, dass die dünne Story dadurch gestreckt wirkt. Trotzdem: Sein Batman ist elegant wie seine Wonder Woman und Catwoman. Es gibt auch einige schöne Szenen, etwa wenn Diana verhindert, dass ein T-Rex-Schädel auf Batman fällt. Doch es sind mehr Schauwerte als Denkanstöße.

Tiefe Einsichten darf man hier nicht erwarten. Die Motivation der Schurken ist banal. Harley will vom Lasso nur wissen, ob der Joker sie liebt. Der Joker will von Batman hören, dass er ihn mehr frustriert als alle anderen. Es geht also beide Male um Liebe. Doch dass der Joker „insignificant“ sei, will man Batman am Ende auch nicht abkaufen. Spannung kann in dieser Story nicht aufkommen, weil nicht mal der Joker ein würdiger Gegner für die Amazone ist. Sein Lachgasangriff ist dank des Lassos schnell abgewehrt. Nach gerade mal 42 Seiten ist das Spektakel vorbei.

Der emotionale Höhepunkt ist jedoch Dianas Frage am Ende, ob Batman sich würdig fühle, geliebt zu werden. Batman antwortet nicht, obwohl er ihr Lasso festhält. Er denkt nur an seine verlorenen Eltern. Diana lässt ihn wissen: „You are loved.“ Das ist ein schönes Ende für eine Story, die nicht mehr will, als zu unterhalten.

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Absolute Batman Vol. 3: Devil’s Workshop

DC Comics

Autor/Zeichner: Scott Snyder, Daniel Warren Johnson/Nick Dragotta, Jock u.a.

Erschienen: 2025-2026 (Absolute Batman 2025 Annual #1, Absolute Batman #15-18, Absolute Batman Ark M Special #1), Hardcover/Paperback 2026


Der absolute Berserker-Batman ist zurück – und dieses Mal endlich mit dem Joker. Eingeführt wurde er als unheimlicher Mann, der niemals lacht. Hier wird seine Vorgeschichte erzählt als Mann, der niemals stirbt. Jack Grimm lebt schon seit dem 19. Jahrhundert, hat bereits im Kindesalter als Clown angefangen und mit Lachgas experimentiert, später wurde er reich mit Filmen und Videospielen. Seine ewige Jugend verdankt er Kindern, deren Zellen er anzapft. In seiner Freizeit mutiert er zum Monster und frisst zum Spaß Menschen auf einsamen Inseln. Und er ist eine Art Anti-Bruce-Wayne, der einen Butler samt Höhle hat.

Maximale Grausamkeit ist das Rezept von Scott Snyders Absolute Batman und das wird mit jedem weiteren Band weiter getoppt. Jeder Schurke ist hier ein noch schrecklicheres Monster als der zuvor. Im Ark M Special erschießt eine Frau grundlos ihre eigenen Kinder, nachdem sie vom Tod ihres Mannes erfährt. In der Anstalt werden die Insassen von ihrem Kind bei lebendigem Leib verbrannt. Auch Poison Ivy erweist sich als Maximalmutant, einer Mischung aus Mensch und Pflanze, sondern auch aus Tieren, Insekten (als wären sie keine Tiere) und Bakterien – und sieht dadurch noch schrecklicher aus als je zuvor.

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Batman: H2SH (Hush 2) Vol. 1

DC Comics

Autor/Zeichner: Jeph Loeb/Jim Lee

Erschienen: 2025-2026 (Batman #158-163), Hardcover 2026; dt. Panini 2026 (Paperback)


Der Joker kippt einen Laster voller grinsender Pyranhas in Gothams Trinkwasserreservoir. „Why repeat the old jokes?“, fragt sich Batman. Wenn’s beim ersten Mal nicht klappt, versuch’s nochmal!, erwidert der Joker, schlägt ihn mit einem Brecheisen, Batman landet im Wasser und rettet sich mittels Stromschlag vor den Fischen. Dann taucht ein unbekannter Riese auf, der den Joker entführt.

Dahinter steckt Hush alias Thomas „Tommy“ Elliot, Bruces alter Jugendfreund und Batmans Widersacher. Er verletzt den Joker mit Skalpellen, bis dieser zu verbluten droht. Talia al Ghul erscheint aus dem Nichts und rettet Batman aus dem Wasser. Dieser untersucht dann allen Ernstes Jokers Schuh und schließt von dem Dreck an der Sohle (die Mutter aller Batman-Klischees!) auf dessen Auftenthaltsort, den man sich auch so denken kann: einen verlassenen Vergnügungspark. (Schon bei The Killing Joke ein Klischee.)

Nachdem Batman einige Todesfallen überwunden hat, findet er den Joker und rettet ihm das Leben, indem er ihn zuerst zu Leslie Thompinks und später in die Batcave bringt. Damit geht der Ärger los, denn die Bat-Family nimmt ihm das sehr übel. Es geht wieder um die uralte Frage, warum Batman niemanden tötet, auch nicht den Joker – obwohl er damit viel Leid verhindern könnte …

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Serienkritik: „Batman: Caped Crusader“ Staffel 2

Prime Video/DC

Am Anfang ist die Bank. Die Tür wird in die Luft gejagt. Gangster hauen mit der Beute ab – bis Batman sich ihnen in den Weg stellt. Mit dieser ikonischen Startsequenz, ganz ohne Worte, brachte Batman: The Animated Series ihren Helden auf den Punkt. Unübertroffen. Am Anfang der zweiten Staffel adaptiert die Nachfolgeserie Batman: Caped Crusader dieses Intro, ohne ihm auch nur etwas von Wert hinzuzufügen. Im Gegenteil: Batman schnappt sich die Bande um den Riddler nicht, sondern lässt sie ohne sichtbaren Grund entkommen. Dieses eitle, aber fade Selbstzitat von Produzent Bruce Timm steht für den Rest der Serie: Ans Original reicht sie einfach nicht heran. Statt selbst erinnerungswürdige Szenen zu schaffen, bleibt sie generischer Durchschnitt.

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Batman: Caped Crusader – Staffel 2 startet am 31. Juli auf Prime

Zwei Jahre ist es her, seit die Zeichentrickserie Batman: Caped Crusader angelaufen ist. Nun kündigt ein Trailer endlich die Fortsetzung an. Die zweite Staffel soll am 31. Juli auf Prime Video starten, alle zehn Folgen auf einmal. Produziert wird die Serie von Bruce Timm (Mad Love), Matt Reeves und J.J. Abrams.

Der Anfang des Trailers spielt auf das ikonische Intro von Batman: The Animated Series an: Wir sehen, wie der Eingang einer Bank aufgesprengt wird und wie sich Batman auf die Einbrecher stürzt. Die Stimmung ist sonst typisch pessimistisch, wie es sich für einen Film Noir gehört. Von einem Krieg ist die Rede, von einem verlorenen Kampf, Batman steht im Kreuzfeuer der Kritik.

Eine zentrale Rolle scheint der Riddler zu spielen, aber auch Schurken wie Harley Quinn, Scarecrow und Man-Bat sind zu sehen, dazu ein weiblicher Mad Hatter – und natürlich auch der Joker, den man sich bis zuletzt aufgehoben hat. Dieser will mal wieder seinem Widersacher zeigen, wer er wirklich ist. Laut IGN soll auch Roxy Rocket einen Auftritt haben, ebenso wie eine gewisse Carrie Kelley im Gray-Ghost-Kostüm.

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Immortal Legend Batman

DC Comics

Deutscher Titel: Die unsterbliche Legende von Batman

Autor/Zeichner: Kyle Higgins, Mat Groom/Erica D’Urso, Dan Mora

Erschienen: 2025-2026 (Miniserie #1-6), Hardcover 2026; dt. Panini 2026 (TP)


Seit dem 22. Jahrhundert hat die Menschheit die Sterne erobert – dank Dunkler Materie. Doch damit wurde auch das Tor zu einer Parallelwelt geöffnet, der Welt der Schatten. Seelenlose Monster drangen durch und sorgten für Zerstörung. Drei Helden haben sie zurückgedrängt: Batman, Robin und Nightwing. Sie verbreiteten das Gerücht, unsterblich zu sein und setzten später Nachfolger ein: Bruce Wayne, Tim Drake und Dick Grayson. Doch Bruce soll seine Rolle vernachlässigt haben und nun Menschen angreifen. Nun soll der Sohn des ersten Batman, Thomas Elliot (uns auch bekannt als Hush), die Rolle der „Immortal Legend Batman“ übernehmen …

In Wirklichkeit geben sich böse Doppelgänger auf verschiedenen Planeten als Bruce Wayne bzw. Batman aus und bringen Menschen um. Der wahre Batman spürt sie auf, um sie zu stoppen. Es stellt sich heraus: Jeder von ihnen ist eine Schattenversion seiner selbst, die er geschaffen hat.

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40 Jahre The Dark Knight Returns

DC Comics

Zugegeben: Ich habe mich anfangs damit schwer getan. Ich war ungefähr 15 Jahre alt, hatte gerade erst Superhelden-Comics für mich entdeckt. Superman, Batman, JLA – knallbunt, kindgerecht, auf Hochglanzpapier, später auch die „erwachseneren“ Serien. Und dann fand ich so einen seltsamen Band in der Stadtbibliothek: Die Rückkehr des Dunklen Ritters, ein dicker Wälzer über Batman, auf dem Cover war der Held nur als schwarze Silhouette vor einem Blitz zu sehen.

Beim Durchblättern sah ich lauter triste Bilder mit krakeligen Zeichnungen und viel Grau. Hier hatte nichts die Anmut von Heldentum: Batman war ein alter Mann, ein riesiger Brocken, mit viel zu kleinen, kaum noch sichtbaren Fledermausohren an der Maske. Nichts war hier im klassischen Sinne „schön“, gezeichnet wurde das Bild einer ziemlich schrecklichen Welt am Rande des Untergangs, in der nicht einmal der Joker lachte.

Die Lektüre machte keinen Spaß. Alles war abgebrüht, verbittert und schockierend. Batman war fast so unsympathisch wie jeder andere auch, er kämpfte brachial wie seine Gegner, er benutzte sogar Schusswaffen, auch wenn er damit niemanden tötete. Gute und Böse gab es nicht – alle waren auf ihre Weise am Ende. Harvey Dent wird geheilt und sofort rückfällig. Die Mutants terrorisieren Gotham mit grausamen, sinnlosen Verbrechen. Ein unheimlicher Joker begeht eiskalt Massenmord, tötet sogar Kinder. Der Endgegner ist Superman, einst Symbol des Guten, nun ein Handlanger der inkompeteten Regierung, die einen Atomkrieg riskiert.

Deprimierender geht’s nicht. Aber ich hielt durch. Trotz aller Tristesse: Irgendetwas ließ mich den Comic zu Ende lesen. Er hinterließ aber ein mulmiges Gefühl. Danach konnte ich nicht sagen, es hätte sich gelohnt, aber vieles blieb hängen: die Bilder, die Sequenzen, die Sätze. Jahre später kaufte ich mir das Buch gebraucht und las es wieder, diesmal lieber. Weitere Jahre später kaufte ich es mir in der Originalfassung und konnte es noch mehr genießen. Endlich war ich reif für The Dark Knight Returns. Und jedes Mal war ich mehr fasziniert davon, weil ich mehr entdeckte, was so meisterhaft daran war. Das war der ultimative Batman. Frank Miller hatte den Dunklen Ritter konsequent zu Ende gedacht.

DC Comics

Der Hype um The Dark Knight Returns hält an seit 40 Jahren – und das Ding verkauft sich immer noch, als Paperback, in Hardcover-Deluxe-Ausgaben, nun auch im Mini-Compact-Format. Wer sich mit Comics beschäftigt, kennt es, sollte es jedenfalls kennen. Man kommt nicht drum herum. Es ist ein moderner Klassiker, genauso wie das etwa zeitgleich entstandene Watchmen (zu dem es viele Parallelen gibt) und auch Batman: Year One, den Origin, der kurz darauf folgte und ganz anders aussieht, aber im selben Geist und von gleicher Qualität ist. Frank Miller hat mit diesen beiden Comics Epoche gemacht. Damit war über Batman im Grunde alles gesagt. Das Meiste, was seitdem folgte, steht in dessen Schatten oder baut darauf auf.

Was aber ist an Frank Millers TDKR immer noch so faszinierend?

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Batman: The Last Halloween

DC Comics

Deutscher Titel: Batman: Das letzte Halloween

Autor/Zeichner: Jeph Loeb/Tim Sale, Eduardo Risso, Klaus Janson, Mark Chiarello, Cliff Chiang, Bill Sienkiewicz, Enrico Marini, Dave Johnson, Becky Cloonan, Chris Samnee, Matteo Scalera

Erschienen: 2021, 2024-2025 (Miniserie #1-10), Hardcover/Paperback 2026; dt. Panini 2025-2026 (2 Bände)


Vor fünf Jahren erschien mit The Long Halloween Special das letzte Werk von Tim Sale, bevor er 2022 leider starb. Es stand für sich als ein kurzer Epilog zu der Saga, die mit The Long Halloween begann und mit Dark Victory fortgesetzt wurde – nicht nur für mich die besten Batman-Comics der 1990er. Erzählt wurde vom Calendar Man, der Gilda Dent entführt, um sich an ihr zu rächen. Two-Face und Batman befreien sie. Doch das Special sollte kein Abschluss, sondern der Beginn einer längeren Story sein. Nun ist sie erschienen, als der Zehnteiler The Last Halloween.

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Wie der Joker nach Arkham kam

Titel: Do You Understand These Rights?/Good Cop, Bad Cop (dt. Neue Kriminelle)

Autor/Zeichner: Andrew Kreisberg/Scott McDaniel

Erschienen: 2008-2009 (Batman Confidential #22-25, 29-30), Paperback 2009 (Dead to Rights); dt. Panini 2010 (Batman Sonderband #23)


Zurück zum Anfang. Nicht ganz zum Anfang, aber knapp danach (siehe Lovers and Madmen). Batman hat gerade zum ersten Mal den Joker gefasst und liefert ihn bei der Polizei ab. „He calls himself the Joker“, sagt er und hinterlässt nur einen Schlüssel für die Handschellen. Er hätte vielleicht noch eine Warnung hinterherschicken sollen, denn die Beamten unterschätzen den Clown, behandeln ihn wie einen normalen Verbrecher. Doch er ist es nicht: Er hat weder Identität noch Fingerabdrücke und schon bald sterben weitere Menschen.

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Batman gegen Deadpool: Teil 1

Titel: Deadpool/Batman #1

Autor/Zeichner: Zeb Wells/Greg Capullo u.a.

Erschienen: 2025 (One-shot)


Bruce Wayne sitzt in Wayne Manor und hat gerade herausgefunden, dass der Joker mal wieder plant, die Stadt zu vergasen, da platzt Deadpool herein und bietet seine Dienste an. Bruce ist nicht interessiert. Deadpool hat ohnehin anderes vor: Er hat es auf Batman abgesehen. Da folgt er dem Batsignal zum Polizeihauptquartier und bald darauf kommt es zum Duell – oder auch nicht. Denn Batman macht kurzen Prozess. Man verbündet sich spontan, um den Joker aufzuhalten, doch der stellt sich als Deadpools Auftraggeber heraus.

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