Joker

Batman und der Boxer

Batman/Wildcat

DC Comics

Titel: Batman/Wildcat

Autor/Zeichner: Chuck Dixon u.a./Beau Smith u.a.

Erschienen: 1997-1998, 1970-1976 (Batman/Wildcat #1-3, Catwoman/Wildcat #1-3, The Brave and the Bold #88, 97, 110, 118, 127), Paperback 2017


Wildcat (Ted Grant) ist der Mann mit den neun Leben. Er gehört zu den frühesten Superhelden, seinen ersten Auftritt hatte er 1942. In The Brave and the Bold ist er fünf Mal Batman begegnet, in den 90ern trafen sie in einem Dreiteiler aufeinander.

Killer Croc bringt bei einem Käfigkampf Wildcat um. Natürlich nicht den echten, sondern einen Nachahmer. Die Kämpfe werden auf Videokassetten an Reiche verkauft. Dahinter stecken Lock-up und Ernie Chubb. Auch KGBeast und Willis Danko treten gegeneinander an. Schließlich läuft es auf das Unvermeidliche hinaus: Batman und Wildcat werden dazu gezwungen, gegeneinander zu kämpfen. Da sie Masken tragen, sehen sie nicht, mit wem sie es zu tun haben.

Es geht brutal zu. Es fließt viel Blut. Am Ende müssen auch die Helden nicht viel mehr tun, als sich ihren Weg in die Freiheit zu prügeln. Alles lässt sich mit ein paar Faustschlägen lösen. Mehr kann man von einem Boxer wie Wildcat nicht erwarten – und Batman wird auf dieses Niveau herabgelassen.

In The Brave and the Bold muss sich Ted Grant immer wieder als Boxer beweisen, der es trotz seines Alters immer noch drauf hat. Es läuft immer wieder darauf hinaus, dass Wildcat und Batman sich durchs Leben boxen müssen. Man kann sich spannendere Geschichten vorstellen. Höhepunkt wäre eine Sequenz, in der der Joker Batman gegen Wildcat boxen lässt – und zwar mit Stachelhandschuhen. Das wäre aber nur ein Höhepunkt, wenn es nicht vorher darum ginge, einen Hund quer durch die Stadt zu suchen, weil er Antikörper in sich trägt, die kranke Gefägnisinsassen retten könnten. Das ist zu albern, um es ernst nehmen zu können …

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Joker lässt Comics zeichnen

DC Comics

Titel: Batman Adventures Vol. 2

Autor/Zeichner: Kelley Puckett/Mike Parobeck

Erschienen: 1993-1994 (Batman Adventures #11-20), Paperback 2015


Auch im Universum der Batman Adventures gibt es Comics. Sie heißen Gotham Adventures, also so, wie die Comic-Serie von 1998 bis 2003 hieß. Als der Joker sieht, dass er in den Heften stets schlecht wegkommt, entführt er den Zeichner seine wahren Verbrechen als Comic zeichnen. Die Episode ist voller Anspielungen auf die Comic-Geschichte: Joker trägt einen Pelzmantel wie in The Laughing Fish, die Kapitel heißen „Seduction of the Innocent“ und „Comics and Sequential Death“ (in Anspielung auf Will Eisner).

Der zweite Band der Adventures bietet einige kleine Highlights: Barbara Gordon zieht das Batgirlkostüm an, noch bevor sie offiziell (in der TV-Serie) Batgirl wird. Wie auch schon bei ihrem ersten Auftritt 1967 schneidert sie sich das Kostüm selbst für einen Ball. Zufällig gerät sie an Harley Quinn, Poison Ivy und Catwoman einander. Später bildet sie ein gutes Team mit Robin.

Was noch? Scarecrow sorgt dafür, dass sich die ganze Stadt vor ihm fürchtet, Bruce Wayne verbringt einen romantischen Kurzurlaub mit Talia in Paris und Gordon selbst wird zum Helden im Kampf gegen Rupert Thorne. Außerdem Wiedersehen mit Man-Bat, Scarface und Ra’s al Ghul.

Insgesamt eine bunte Mischung, die unter einigem Durchschnitt auch kleine Perlen für Zwischendurch bietet.

DC kündigt „Jokers Greatest Jokes“ an

Joker: His Greatest Jokes

DC Comics

Zum Kinostart von Joker mit Joaquin Phoenix im Oktober bringt DC schon im September eine neue Anthologie heraus: The Joker – His Greatest Jokes. Auf 216 Seiten wird ein „Best of“ versprochen. Es ist nicht das Erste seiner Art. Es gab bereits zwei Versionen von The Greatest Joker Stories Ever Told (1988/2008) und Joker: A Celebration of 75 Years (2015). In keiner war übrigens The Killing Joke oder Mad Love enthalten – diese Comics muss man sich nach wie vor einzeln kaufen.

Das wird auch im neuen Band nicht anders sein. Es sollen folgende Geschichten drinstecken:

  • The Cross Country Crimes (Batman #8, 1941)
  • The Man Who Wrote the Joker’s Jokes (Batman #67, 1951)
  • The Son of the Joker (Batman #145, 1962)
  • Public Luna-tic Number One (Detective Comics #388, 1969)
  • This One’ll Kill You (Batman #26, 1975)
  • Last Laugh (Batman #35, 1982)
  • The Joker Is Wild (Batman #366, 1983)
  • A Savage Innocence (The Spectre #51, 1997)
  • Trust (Detective Comics #833-834, 2007)
  • Batman: Prelude to the Wedding: Harley Quinn vs. The Joker #1 (2018)

Keine dieser Storys war in einer der bisherigen Anthologien enthalten. Das ist ein Vorteil für Sammler, die die alten Geschichten schon kennen. Für ein „Best of“ fehlen allerdings Klassiker wie „The Joker’s Five-Way Revenge“ (Batman #251, 1973) und „The Laughing Fish/Sign of the Joker“ (Detective Comics #475-476, 1978). Damit will der Verlag wohl mehr einen Band für bestehende als für neue Leser schaffen. Allerdings: Public Luna-tic Number One ist alles andere als eine gute Geschichte und es gibt auch deutlich bessere als den One-shot zur „Hochzeit“.

Dafür hat DC ein früher angekündigtes Paperback offenbar wieder gestrichen: eine Neuauflage von Lovers and Madmen. Der für August geplante Joker Bronze Age Omnibus soll aber erscheinen, auch wenn andere Omnibusse bereits abgesagt wurden.

Wann der Dreiteiler Three Jokers von Geoff Johns und Jason Fabok erscheinen soll, ist noch immer unklar.

>> Liste der Joker-Comics

White Knight 2 startet im Juli

Joker in Curse of the White Knight

Joker in Curse of the White Knight (DC Comics)

Sean Murphy hat mit seinem White Knight (dt. Der weiße Ritter) den besten Batman-Comic der vergangenen Jahre vorgelegt. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Fortsetzung angekündigt: Curse of the White Knight. jetzt gibt IGN einige Details dazu bekannt und zeigt die ersten Seiten daraus.

Die Mini-Serie wird am 24. Juli 2019 in den USA starten und – wie Teil eins – acht Ausgaben umfassen. Wieder wird es um den Joker gehen, aber diesmal verbündet er sich mit einem bösen Azrael, um Batman zu zerstören. Die Story reicht zurück in die Gründungszeit von Gotham im Jahr 1665 und es wird ein finsteres Familiengeheimnis der Waynes enthüllt.

Batman: Curse of the White Knight

DC Comics

Batmans böses Omen

DC Comics

Titel: Resurrection Night

Autor/Zeichner: Doug Moench/George Perez, Joe Kubert, Bill Sienkiewicz, Brian Bolland, John Byrne u.a.

Erschienen: 1986 (Batman #400)


Zur 400. Ausgabe von Batman hat DC ein 60-seitiges Jubiläumsheft mit einem All-Star-Aufgebot herausgebracht. Nicht nur eine Reihe bekannter Zeichner, sondern auch alle klassischen Schurken tauchen in der Story von Doug Moench auf.

Zeitgleich werden die Insassen von Arkham und Blackgate befreit. Batmans Erzfeinde schlüpfen in ihre Kostüme und entführen Vicky Vale, Harvey Bullock sowie Julia und Alfred Pennyworth. Dann übernimmt der Joker zusammen mit Pinguin und Mad Hatter das Polizeipräsidium und erklärt Commissioner Gordon zur Geisel.

Hinter der Aktion steckt Ra’s al Ghul. Er will – mal wieder – Batman auf seine Seite ziehen. Ra’s bietet ihm an, ihm zu helfen, alle Schurken auf einmal zu fassen oder auch zu töten. Auch wenn Batman das Angebot ausschlägt, gerät er doch in Selbstzweifel, seine Mühe könnte vergeblich sein. Selbst Alfred interpretiert Batmans Feldzug als Scheitern, denn es sei ihm nicht gelungen, seine Gegner zu resozialisieren. Am besten wäre eine Welt, die keine Gefängnisse nötig hat – aber damit setzt er die Messlatte ins Unerreichbare.

Robin und Catwoman unterstützen Batman als Sidekicks. Wie immer taucht Talia als Helferin in der Not auf, verschwört sich gegen ihren Vater und erklärt: Ra’s will Batman nicht wirklich bekehren, sondern ihn als Mann zerstören, er will seinen Geist brechen.

Und hier wird es interessant. Denn in gewisser Weise nimmt die Story (wissentlich oder nicht) viele weitere wichtige Ereignisse der späteren Jahre vorweg. Eine ähnliche Agenda wird Bane in Knightfall (1993) haben und sogar ähnlich vorgehen. Auch er wird die Arkham-Insassen befreien, was sich später auch durch das Beben wiederholen wird. Und Killer Croc spricht in Batman #400 sogar davon, Batmans Rückgrat brechen zu wollen.

Mehr noch: Ra’s Geheimversteck unter einer Windmühle wird von einem Erdbeben zerstört. Und als kurz darauf Batman mit seinen befreiten Freunden in der Bathöhle sein Jubiläum feiert (nicht gesagt wird, wie viele Jahre Batman im Dienst ist), setzt ein Nachbeben ein, das einen Stalaktiten von der Höhlendecke abbrechen und in die Torte fallen lässt. „An omen?“, fragt Robin, wie damals Bruce, als die Fledermaus in sein Fenster geflogen kam. „Yes“, sagt Batman. „A single ‚candle‘ … to mark the first night of a new beginning … an nothing, my friends — to laugh about.“ Es wirkt, als würde Batman bereits voraussehen, dass die Höhle ein Jahrzehnt später zusammen mit Gotham City bei einem Beben zerstört werden wird.

Man kann einwenden, dass Batman nur meint, es gehe eine Ära zu Ende, weil das DC-Universum nach der Crisis on Infinite Earths neu geordnet wird. Aber selbst dann drückte Batman den Pessimismus aus, dass alles noch schlimmer werden würde. Man kann auch einwenden, es sei unwahrscheinlich, dass ein Autor die Doug Moench so weit vorausgeplant hat. Aber darum geht es nicht: Im Rückblick erscheint diese Story prophetisch – und sei es nur durch schieren Zufall.

>> Liste der Ra’s al Ghul-Comics
>> Detective Comics #500

Joker: Der erste Teaser-Trailer

Am 17. Oktober kommt der Film „Joker“ in die Kinos, von Todd Phillips und mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle. Über die Handlung ist noch nicht viel bekannt, außer dass es eine tragische Geschichte sein wird. Auch der Trailer verrät nicht viel. Die ersten Bilder versprechen einen düsteren Film über ein menschliches Scheitern.

Warner Bros.

Fernsehen schafft Analphabeten

DC Comics

Titel: Batman Adventures Vol. 1

Autor/Zeichner: Kelley Puckett, Martin Pasco/Ty Templeton, Rick Burchett

Erschienen: 1992-1993 (Batman Adventures #1-10), Paperback 2014


Was bei dem Ruhm um Batman: The Animated Series häufig untergeht, ist die Tatsache, dass es zu der TV-Serie auch eine Comic-Serie gab. Und nicht nur eine: Es waren sogar vier, dazu eine Mini-Serie, einige Adaptionen zu den Filmen (bzw. zu Serien-Episoden) und vor allem Mad Love, ein Original-Comic, das nicht nur Geschichte schrieb, sondern später sogar zu einer Episode adaptiert wurde. Die Comics erschienen noch weit über die TV-Serie hinaus – bis ins Jahr 2004.

Die ersten Ausgaben der 90er Jahre beginnen bemerkenswert: Es geht ums Fernsehen. Der Joker schickt dem Pinguin einen Fernseher, über dem er mit ihm kommunizieren kann. Er macht ihm ein Angebot für einen Plan, später macht er dasselbe bei Catwoman. Im dritten Teil tritt der Joker dann selbst in einer TV-Show auf, entführt Commissioner Gordon und Harvey Dent. Es wird brutal: Während der Sendung bricht er Gordon vor laufender Kamera mit einem Baseballschläger die Arme. Seine Handlanger erschießt er kaltblütig. Er will zeigen, dass in Gotham das reine Chaos herrscht. Auch wenn man nie Blut sieht: Für ein Comic, das sich an Kinder richtet, ist das harter Tobak. Die Comics gehen deutlich weiter als die TV-Serie.

Aber medien- und gesellschaftskritisch geht es weiter: Scarecrow macht die Bewohner Gothams zu Analphabeten – und zwar mit manipulierten Fernsehern. Damit will sich der ehemalige Hochschulprofessor am Bildungssystem rächen, das die Bevölkerung mit Sparprogrammen verdummt. Zwar kann man sich fragen, warum ein Mann der Bildung alles noch schlimmer machen will, aber auch das ist eine Geschichte, die über das hinaus geht, was man von reiner Unterhaltung für Kinder erwartet. Das ist fast schon pädagogisch wertvoll. Und es zeugt von einiger Selbstironie, dass gerade das Fernsehen, das Medium, in dem die Zeichentrickserie mit gutem Beispiel vorangeht, so skeptisch betrachtet wird.

Die nachfolgenden Storys sind weniger ambitioniert: Killer Croc als Ringkämpfer, Clayface taucht überraschend auf, der Riddler plant seinen letzten Coup – das alles sind nette kleine Geschichten, manchmal zum Schmunzeln, aber oft einfach nur zum Bewundern der geschwungenen klaren Linien, die den Animated-Stil ausmachen. Einzig die Hitchcock-artige Story, in der Bruce Wayne eines Mordes verdächtigt wird und als Batman seine Unschuld beweisen muss, ragt dabei heraus. (Das Motiv wurde später in Bruce Wayne: Murderer? aufgegriffen.) Aber kurzweilige Lektüre ist der erste Band allemal, vor allem für Nostalgiker und Fans, die vom Universum der Serie nicht genug bekommen können.

Batman Last Knight und DCeased erscheinen im Mai

DC Comics

Ein junger Bruce Wayne, der niemals Batman war, erwacht in Arkham Asylum. So beginnt Batman: Last Knight on Earth, die dreiteilige Mini-Serie von Scott Snyder und Greg Capullo. In den USA soll sie am 29. Mai 2019 beginnen. Batman läuft darin durch eine postapokalyptische Landschaft und hält den abgetrennten, aber sprechenden Kopf des Jokers fest. Während er versucht herauszufinden, wie es zur Zerstörung seiner Welt gekommen ist, trifft er auf viele weitere bekannte Gesichter.

Snyder und Capullo sind für die Batman-Serie von 2011 bis 2016 (The New 52) verantwortlich, zu denen große Storylines wie Court of Owls (Rat der Eulen), Death of the Family (Tod der Familie) und Zero Year (Das Jahr Null) gehören. Zuletzt haben beide an dem Event Dark Nights: Metal zusammengearbeitet, in dem die Batman-Mythologie kosmische Ausmaße annahm und aus dem Snyders derzeit erscheinende sechsteilige Mini-Serie The Batman Who Laughs hervorging. Last Knight on Earth soll das letzte Wort des Teams zu Batman sein.

Das erste Heft erscheint unter DCs Black Label im Prestige Format mit 56 Seiten, die folgenden sollen alle zwei Monate erscheinen. Ein Heft wird 5,99 US-Dollar kosten.

Bereits am 1. Mai erscheint die erste Ausgabe der Mini-Serie DCeased von Tom Taylor (Injustice). Darin wird die Welt von einem Techno-Virus heimgesucht, 600 Millionen Menschen verwandeln sich in Zombies. Gezeichnet wird es von Trevor Hairsine, Stefano Gaudino und James Harren. Die erste Ausgabe wird 32 Seiten umfassen und 3,99 US-Dollar kosten.

UPDATE: Es sind sechs Ausgaben geplant und die Geschichte spielt abseits der Continuity des DC-Universums. „We can tell a story without holding back. No one you love is safe. Even the icons can fall“, sagt Tom Taylor gegenüber IGN.com, das auch einen ersten Einblick zeigt. So viel sei verraten: Es geht sehr drastisch zur Sache.

Das erste Cover stammt von Greg Capullo. Dazu soll es zwei Variant Cover von Francesco Mattina und Yasmine Putri geben, letztere zitiert das Filmplakat des Es-Remakes von 2017.

Anarky: Idealist in der Krise

DC Comics

Titel: Anarky – The Complete Series

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1999 (Anarky #1-8), Paperback 2018


Nach dem großen Beben von Gotham jagt Batman Anarky (Lonnie Machin) aus der Stadt. Sechs Monate später hat er sich in Washington D.C., direkt unter dem Washington Monument, eine neue Zentrale aufgebaut und nebenher entdeckt, dass die Naturgesetze in Gefahr sind. Anarky trommelt die JLA zusammen, die ist skeptisch. Nachdem er einen Green Lantern-Ring findet, nimmt er den Kampf gegen das Wesen, das die Existenz bedroht, selbst auf. Der echte Green Lantern (Kyle Rayner) hilft ihm dabei.

So beginnt die Serie Anarky, die es im Jahr 1999 auf nur acht Ausgaben gebracht hat und erst nach zwei Jahrzehnten als Paperback erschienen ist. Die erste Anarky-Miniserie ist eine der interessantesten Batman-Storylines der 90er Jahre. Leider hält ihre Nachfolgerin dieses Niveau nicht. Das liegt auch daran, dass der einst radikale Lonnie Machin aus seinen Fehlern gelernt hat, die Menschen ändern zu wollen. Das nimmt der Figur viel von ihrer Brisanz. Allerdings bleibt er ein Idealist in der Krise, der am Zustand der Welt verzweifelt.

Nach der Raum-Zeit-Krise zu Beginn, die in psychedelische Willkür ausartet, will Anarky die Korruption bekämpfen. Doch dann bekommt er es mit Ra’s al Ghul zu tun, der einen Dritten Weltkrieg beginnen will, um die Menschheit auszumerzen. Sozialkritik klingt zwar an, aber bleibt nur Beiwerk, ein Dialog mit Ra’s al Ghul über die Motive und Vorgehen endet nach einem kurzen und oberflächlichen Austausch. Anarkys Triumph stellt sich allzu abrupt ein.

In Heft 7 wird es mit einem Tie-in zum Crossover „Judgement Day“ ziemlich verrückt: US-Soldaten aller Epochen steigen aus ihren Gräbern, zusammen mit den Gründervätern der USA und führen Krieg. Das Ganze läuft auf Nichts hinaus. Und zum Schluss kommt Anarky nach Arkham, um herauszufinden, ob der Joker sein Vater ist, aber auch das bleibt ohne Antwort oder Konsequenzen. Stattdessen sehen wir einem planlosen Fluchtversuch von Joker, Two-Face, Killer Croc und dem Bauchredner beim Scheitern zu.

Was Anarky bietet, ist kurzweilige Unterhaltung mit reichlich Action – und das auch noch stark gezeichnet. Norm Breyfogle liefert eine seiner besten Arbeiten ab. Seine Figuren bestechen durch klaren Strich, starken Ausdruck und Dynamik. Knallige Farben machen die Seiten zu einem bunten Hingucker. Aber nach acht Kapiteln bleibt nur das Gefühl von Leere. Auch wenn hin und wieder ein interessanter Gedanke in den Captions zu finden ist, wird die Serie nicht ihrem Potenzial gerecht. Eine entbehrliche Lektüre.

Leider waren auch jüngere Versuche, Anarky wiederaufleben zu lassen, nicht geglückt, wie man hier nachlesen kann:

80 Jahre Batman: Vorschau auf 2019

In diesem Jahr feiern wir 80 Jahre Batman. Zum Jubiläum erscheint im März Detective Comics #1000 mit einem dicken Begleitband Detective Comics: 80 Years of Batman, in dem einige historische Ausgaben gesammelt werden. Im Juni beginnt bei den Paperbacks der laufenden Detective Comics-Serie mit dem neuen Team (Peter J. Tomasi/Doug Mahnke) wieder die Zählung bei 1.

Abseits der Continuity darf man sich auf die Fortsetzung von Sean Murphys White Knight freuen, außerdem erscheinen Sammelbände zu den Miniserien Creature of the Night, Batman/The Maxx und Kings of Fear.

Das Jahr 2019 steht auch im Zeichen des Jokers. Am 17. Oktober erscheint der Origin-Film mit Joaquin Phoenix. Wahrscheinlich wird irgendwann vorher der Dreiteiler Three Jokers von Geoff Johns und Jason Fabok erscheinen, in der aufgeklärt werden soll, was es mit der Identität des Schurken auf sich hat. Der Joker-Batman kehrt in der sechsteiligen Mini-Serie The Batman Who Laughs zurück, die bereits angefangen hat. Und dann ist noch die Mini-Serie Batman/Joker: Deadly Duo von Marc Silvestri angekündigt, allerdings noch ohne Starttermin.

Außerdem bringt DC in diesem Jahr eine Anthologie mit den gesammelten Joker-Comics der Jahre 1970 bis 1985 heraus, darin wird auch eine niemals veröffentlichte Ausgabe von Joker #10 enthalten sein. Vor dem Kinostart werde auch ich mir die Serie aus den 70ern genauer ansehen.

Omnibus-Fans dürfen sich auch auf eine vollständige Edition aller Hush-Storys freuen, die vor 2011 erschienen sind. Die Hush-Storyline wird 2019 auch als Animationsfilm adaptiert werden. Endlich erscheint auch der zweite Omnibus zu World’s Finest. DC bringt im kommenden Jahr neben den letzten Ausgaben der neuen Knightfall-Paperbacks auch viele Klassiker (vor allem von Frank Miller) unter dem neuen DC Black Label heraus. Nebenher läuft noch die Essential-Edition, in der die Paperbacks von The New 52 neu aufgelegt werden.

Darüber hinaus bringt Warner am 4. April Shazam! in die Kinos.

Januar

Februar

  • Batman The Caped Crusader Vol. 2 (Batman #433-444, Batman Annual #13)
  • Superman/Batman Vol. 7 (Paperback)
  • Troika (Paperback)
  • Batman: Death of the Family Saga (DC Essential Edition)

März

April

  • Detective Comics Vol. 9: Deface the Face (Paperback)
  • Batman – Detective Comics: The Rebirth Deluxe Edition Book 4
  • Batman Arkham: Ra’s al Ghul
  • Batman Noir: Gotham by Gaslight
  • Batman and the Outsiders Vol. 3
  • Batman: Faces of Death (DC Essential Edition)
  • Batman & Superman in World’s Finest: The Silver Age Omnibus Vol. 2
  • DC Comics: The Art of Bruce Timm (Hardcover)

Mai

Juni

  • Batman by Grant Morrison Omnibus Vol. 2
  • Batman: The Dark Knight: The Master Race (DC Black Label Edition)
  • Batman: The Dark Knight Strikes Again (DC Black Label Edition)
  • Batman: The Dark Knight Returns (DC Black Label Edition)
  • Batman: Year One (DC Black Label Edition)
  • Batman: The Black Glove Saga (DC Essential Edition) (Batman & Son)
  • All-Star Batman & Robin, the Boy Wonder Vol. 1 (DC Black Label Edition)
  • Legends of the Dark Knight: Michael Golden (Batman Family #15-20, Batman #295, #303, DC Special Series #15, Detective Comics #482, Batman Special #1, Batman: Gotham Knights #22. It also collects the covers from Detective Comics #625-626, 628-631, 633, 644-646, Batman #484-485, Showcase ’93, Nightwing #66-77 & #129-130 and the Man-Bat entry from Who’s Who in the DC Universe #12.)
  • Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 7

Juli

  • Batman Beyond Vol. 5: The Final Joke
  • Batman: The Rebirth Deluxe Edition Book 4

August

  • Kings of Fear (Hardcover)
  • The Joker: The Bronze Age Omibus (enthält Batman #252, 260, 286, 291-294, 321, 353, 365-366, 400; The Brave and The Bold #111, 118, 129-130, 141, 191; The Joker #1-10, Detective Comics #475-476, 504, 526, 532, Wonder Woman #280-283; DC Comics Presents #41, 72; Who’s Who: The Definitive Guide to the DC Universe #11 (Joker page only))
  • The Joker: Lovers and Madmen (Batman Confidential #7-12)
  • Batman: The Dark Knight Detective Vol. 3 (Detective Comics #592-600)
  • Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles II (Paperback)
  • Batman: The Endgame Saga (DC Essential Edition)
  • Batman: Arkham Asylum (DC Black Label Edition)
  • Batman/Flash: The Button (Paperback)

September

  • Batman: Detective Comics Vol. 1: Arkham Knight (Detective Comics ##994-999, #1000, #1001-1006) (Hardcover)
  • Batman: Damned (Hardcover)
  • Batman: Gotham Knights: Transference (Gotham Knights #1-12, Paperback)
  • Batman Eternal Omnibus (Hardcover)
  • Gotham After Midnight – 10th Anniversary Edition (Hardcover)
  • Batman: The Caped Crusader Vol. 3 (Batman #445-454, Detective Comics #615, Batman Annual #14)
  • Hush (New Edition, Paperback)
  • The Killing Joke (New Edition, Hardcover)

Oktober

  • Batman Vol. 10: Knightmares (Batman #61-63 und #66-74, Hardcover)
  • Heroes in Crisis (Hardcover)
  • Heroes in Crisis Companion Book (Batman #64-65, The Flash #64-65, The Flash Annual #2; Paperback)
  • The Batman Who Laughs (Hardcover)
  • Batman: Universe (Hardcover)
  • Batman by Scott Snyder & Greg Capullo Omnibus Vol. 1 (Hardcover)

November

  • Doomsday Clock (Hardcover)
  • Superman: Year One (Hardcover)
  • Gotham Adventures Vol. 1 (Paperback)

Dezember

  • Batman and the Outsiders (2019)
  • Batman: Family (Paperback)

(Der Artikel wurde zuletzt am 5.4.2019 aktualisiert.)