Jason Todd

Batman und der Film Freak

DC Comics

Titel: The Film Freak/Reeling/Box-Office Smash

Autor/Zeichner: Doug Moench/Gene Colan, Tom Mandrake

Erschienen: 1986 (Batman #395, Detective Comics #562, Batman #396), Paperback 2025 (DC Finest: Batman – Red Skies)


Ein neuer Schurke treibt in Gotham sein Unwesen. Er hat zwar kein auffälliges Kostüm, sondern trägt bloß Lederkluft und Glatze. Dafür hat er eine Masche: Er liebt Filme und zitiert bei seinen Taten die großen Klassiker. So ballert er zunächst vom Dach auf Polizisten und redet in Filmdialogen. Reporterin Julia Pennyworth findet schnell einen Namen für den Missetäter: Film Freak. Obwohl er keine besonderen Fähigkeiten hat, können ihn Batman und Catwoman auch mit vereinten Kräften nicht aufhalten und er entkommt.

Die beiden finden heraus, dass der Film Freak früher der erfolglose Schauspieler Burt Weston war (wohl eine Anspielung auf Adam West und Burt Ward). Um seiner Karriere einen Kick zu geben, hat er einst den Kollegen Al Jacobs beauftragt, einen Mord an ihm vorzutäuschen. In aller Öffentlichkeit, auf der Gotham Bay Bridge, hat Al so getan, als würde er Burt erschießen, und ihn dann von der Brücke geworfen. Doch der Publicity Stunt ging in die Hose. Keinen hat es interessiert. So sind die Leute in Gotham. Nicht mal ein kaltblütiger Mord auf einer Brücke haut sie noch vom Hocker …

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Man-Bat entführt Jason Todd

Titel: Avatars of Vengeance/The Most Successful Species (dt. Die Schwingen der Vergeltung/Die erfolgreiche Art)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Dan Day, Don Newton

Erschienen: 1983 (Detective Comics #527, Batman #361), dt. Egmont Ehapa 1983 (Batman Taschenbuch 23)


Kirk Langstrom hat sich überarbeitet. Er kuratiert eine Fledermaus-Ausstellung im Gotham Museum of Natural History und vergisst dabei, seine Medizin zu nehmen, die ihn davor bewahrt, selbst zu einer Fledermaus zu mutieren. Doch dann geschieht es: Kirk wird Man-Bat, und damit kehrt auch der Wahnsinn wieder – denn erneut glaubt er fälschlicherweise, dass seine Tochter Rebecca tot und Batman schuld dran ist. Schon wieder! (Siehe Batman #341-342, #348.) Also fliegt er wieder zur Batcave, um sich zu rächen. So langsam wird das Motiv ermüdend. Dafür bekommt die Story eine neue Wendung.

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Robin & Batman: Jason Todd

DC Comics

Autor/Zeichner: Jeff Lemire/Dustin Nguyen

Erschienen: 2025 (Miniserie #1-3), Hardcover 2025


„I’ll never be scared again. I’ll never get hurt again.“ (Jason Todd)

Nachdem Jeff Lemire und Dustin Nguyen sich in Robin & Batman (2021-2022) Dick Graysons Anfängen gewidmet haben, folgt nun ein Pendant mit Robin II, Jason Todd, in gleicher Manier. Ein schwieriger Robin, nicht nur wegen seiner Persönlichkeit, sondern auch weil es zwei verschiedene Origins gibt. Zunächst war er bloß eine Dick-Grayson-Kopie, ein Zirkusartist, dessen Eltern von Killer Croc ermordet wurden. Später war er ein Straßenkind, das Radkappen vom Batmobil stahl.

Doch da Killer Croc bereits bei Dick Grayson hinzugedichtet wurde (naheliegend wegen der gemeinsamen Zirkusvergangenheit), fällt diese Option bei Jason weg. Statt aber von Two-Face zu erzählen, denkt sich Autor Jeff Lemire einen neuen Schurken aus: Wraith (Kevin Gilroy), ein maskierter Killer, der nicht nur an den Reaper erinnert, sondern auch an viele andere, die sich Batman zum Vorbild nehmen, aber finden, dass er nicht weit genug geht – weshalb sie über Leichen gehen. (Im Grunde eine Art Punisher.)

Angry young Jason kommt das sehr entgegen und er schließt sich Wraith an, auch weil er gegen die Drogendealer vorgeht, die Jasons eigene Mutter auf dem Gewissen haben. Sie ist als Junkie an einer Überdosis von „Reaper Red“ gestorben. Batman hinterfragt – mal wieder – seine Entscheidung für Robin. Das Misstrauen macht die Beziehung nicht besser. Dick Grayson schaut als Nightwing vorbei, um den Mentor zu spielen und einige Doppel-Splash-Pages dem Team-up zu widmen. Dann aber sieht Robin rot …

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Crazy Quilt gegen Jason Todd

Titel: A Revenge of Rainbows/One Hole in a Quilt of Madness

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan

Erschienen: 1984 (Batman #368, Detective Comics #535), Hardcover 2020 (80 Years Of The Boy Wonder – The Deluxe Edition)


Es ist beschlossen: Jason Todd wird Batmans neuer Sidekick, er hat ein rot-grün-gelbes Kostüm, nun braucht er noch einen neuen Namen. Lange überlegt er mit Batman herum, aber ihnen fällt nichts Gescheites ein. Da kommt Dick Grayson (mittlerweile Nightwing) mit seinem alten Robin-Kostüm an und gibt ihm die Erlaubnis, sich Robin zu nennen. Und schon stürzt sich das neue Dynamische Duo auf die Verbrechen in Gotham.

Da kehrt Crazy Quilt zurück, jener verrückte blinde Schurke, der mittels Helm sehen und seine Gegner blenden kann. Ein Tüftler namens Kinski baut ihm einen neuen Helm, der ihn besser sehen lässt. Doch als dieser seinen Lohn fordert und bis zum nächsten Bankraub vertröstet wird, bringt ihn Crazy Quilt per Laserstrahl kaltblütig um. Merke: Arbeite niemals für verrückte Superschurken! (Kinski hätte in der medizinischen Forschung ein Vermögen verdient, aber sei’s drum …)

Nun will sich Crazy Quilt endlich an Robin rächen, der ihn einst (wieder) erblinden ließ. Das Dumme ist nur, dass nun ein anderer im Kostüm steckt, der unschuldig ist. (Außerdem war Quilt auch selbst mitschuld.)

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Death in the Family: Robin Lives!

DC Comics/Panini Comics

Titel: From the DC Vault: Death in the Family: Robin Lives! (dt. Batman: Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt!)

Autor/Zeichner: J.M. DeMatteis/Rick Leonardi

Erschienen: 2024 (Miniserie #1-4), Paperback 2025; dt. Panini 2025


„Whatever possessed him to bring a child into the Batman’s world?“

Was wäre, wenn Jason Todd den Angriff des Jokers überlebt hätte? Dann hätte es auf jeden Fall den Titel der Storyline A Death in the Family (1988) ad absurdum geführt – jedenfalls in dem Sinne der Bat-Family, denn es stirbt trotzdem noch Jasons Mutter.  Ende 2023 öffnete DC seinen Tresor und brachte die alternative Version von Batman #428 heraus, die Jim Aparo gezeichnet hatte für den Fall, dass die Leser für Leben stimmten. DC ließ es sich noch einmal 4,99 Dollar kosten für im Grunde nur eine neue Seite („He’s alive!“), die allerdings bereits bekannt war, und ein paar alternative Panels bzw. Captions. Auf die Handlung des letzten Teils (Batman #429) nimmt die Änderung (leider) keinerlei Einfluss. (Man hätte hier nur ein paar Sprechblasen ändern müssen.)

Leute, so macht man Geld mit immer demselben Content! Aber das war nur der Anfang: Um es noch mehr auszureizen, folgte eine vierteilige Miniserie, die die alternative Zeitlinie fortsetzt.

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Neue Batman-Comics: „Robin Lives“ und „Joker: The World“

DC Comics

Was wäre, wenn Jason Todd den Anschlag des Jokers überlebt hätte? Dann hätte es keinen Death in the Family gegeben, oder jedenfalls eins mit etwas anderem Ausgang. Nachlesen konnte man das im vergangenen Jahr in der „Faux-Simile Edition“ von Batman #428 (1988), als die bislang unveröffentlichen Alternativ-Seiten von Jim Starlin und Jim Aparo herausgegeben wurden. Nun hat DC eine vierteilige Miniserie angekündigt, die diese Story weitererzählt: From the DC Vault: Death in the Family: Robin Lives ist ein Vierteiler, geschrieben von J.M. DeMatteis und gezeichnet von Rick Leonardi. Das erste Variant Cover stammt von Mike Mignola, der auch die Cover der ursprünglichen Story gezeichnet hat. Hier vereint er die vier Motive zu einem. Die Miniserie startet am 10. Juli 2024. Eine Vorschau auf die ersten Seiten gibt es bei The Beat.

J.M. DeMatteis ist ein Veteran, der Batman-Storys wie Going Sane und Absolution geschrieben hat, aber auch die Crossover Spider-Man and Batman und Batman/Spider-Man sowie die Elseworlds-Story Speeding Bulletts. Mit Rick Leonardi wirkte er an Justice League: Gods and Monsters – Wonder Woman mit. Leonardi zeichnete auch einige Ausgaben von Batman Beyond.

DC Comics/Panini

Und da wir schon bei neuen Comics sind: Für den 17. September hat DC auch eine neue Anthologie angekündigt – Joker: The World. Wie schon bei Batman: The World (2021) werden Autoren und Künstler aus der ganzen Welt Kurzgeschichten beitragen. Diesmal ist mit Kamerun sogar der afrikanische Kontinent vertreten. Ansonsten gibt es Beiträge aus Argentinien, Brasilien, Italien, Japan, Korea, Mexiko, Polen, Spanien, Tschechien, der Türkei – und aus Deutschland. Aus letzterem schreibt Comedian Torsten Sträter eine Story, Ingo Römling zeichnet sie. Weitere Beteiligte sind Geoff Johns, Satoshi Miyagawa, David Rubin, German Peralta, Alvaro Fong Varela und Jason Fabok, der auch das Cover zeichnet. Der Band wird 184 Seiten umfassen.

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„Robin Lives“: Batman #428 als „Faux-simile Edition“

Tod oder Leben? Zwei Alternativen von Batman #428 (DC Comics)

Im Jahr 1988 durften die Fans entscheiden, ob Robin II (Jason Todd) einen Angriff des Jokers überlebt oder nicht. Das Votum per Telefon fiel knapp aus, 5,343 gegen 5,271 Stimmen entschied sich für Tod, was dann auch in Batman #428 wahr wurde. Die Storyline A Death in the Family (dt. Ein Tod in der Familie) schrieb Comicgeschichte, auch weil Batman den ersten Tod eines Robins nur schwer verkraftete und er sich lange selbst die Schuld dafür gab.

DC Comics

Doch für alle Fälle gab es auch eine alternative Version, die Jim Starlin schrieb und Jim Aparo zeichnete, auch wenn der Titel der Geschichte dann nicht mehr viel Sinn ergeben hätte. Eine Seite daraus wurde bereits in Batman Annual #25 (2006) publiziert, als Jason Todd von den Toten zurückkehrte und man erklärte, was zuvor geschah (siehe Under the Red Hood). Einige weitere alternative Seiten (bzw. Entwürfe) in Schwarzweiß wurden in der „New Edition“ von A Death in the Family (2011) veröffentlicht.

DC Comics

Nun hat DC angekündigt, die gesamte alternative Geschichte herauszubringen. Am 12. Dezember 2023 soll eine „Faux-simile Edition“ von Batman #428 erscheinen, abweichend von den „Facsimile Editions“ anderer historischer Ausgaben.

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Fünf Robins sind nicht genug

Titel: Robins – Being Robin (dt. Alle zusammen!)

Autor/Zeichner: TIm Seeley/Baldemar Rivas

Erschienen: 2022 (Miniserie #1-6), Paperback 2022; dt. Panini 2022


Warum sollte man eigentlich Robin-Comics lesen? Warum sich mit Sidekicks beschäftigen, wenn man einen Haupthelden, wenn man Batman haben kann? Warum etwas Nebensächliches zur Hauptsache machen, das von Anfang an nur dazu da war, damit Batman jemanden zum Reden hatte und die jungen Leser etwas zum Identifizieren?

Man kann zu dem Konzept Robin stehen, wie man will, es gehört von Anfang an zu Batman dazu und hat eine lange Tradition, die sich über mindestens fünf Charaktere erstreckt hat – von Elseworlds-Versionen abgesehen. Jeder hat seinen Lieblingsrobin. Und wahrscheinlich hatte deshalb auch jeder schon mal seine eigene Serie: Dick ist Nightwing, Jason ist Red Hood, Tim ist auf „Red Robin“ hängengeblieben, Stephanie ist Spoiler/Batgirl und Damian der Robin, der einmal Papa beerben wird und immer wieder Stunk mit ihm hat, wie zuletzt in Batman vs. Robin.

Und obwohl das zuletzt nicht das größte Lesevergnügen war, habe ich mal eine Ausnahme gemacht und der Miniserie Robins eine Chance gegeben. Immerhin versammelt sie alle fünf kanonischen Sidekikcs. Die Zeichnungen von Baldemar Rivas sind allzu glatt und gefällig, die Farben zu knallig, aber vielleicht hat uns ja Autor Tim Seeley etwas Neues zu sagen. Und so ein Teamtreffen birgt immer das Potenzial einer interessanten Story.

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Batman, Red Hood und eine Glücksdroge

DC Comics

Batman: Urban Legends Vol. 1 (dt. Waffengewalt)

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Eddy Barrows u.a.

Erschienen: 2021 (Batman: Urban Legends #1-6), Paperback 2021; dt. Panini 2021


Eine neue Droge plagt die Süchtigen von Gotham: Cheerdrops. Die Tabletten erzeugen Euphorie und Halluzinationen, die die schönsten Träume wahr werden lassen. Eigentlich ganz cool, wären da nicht die gefährlichen Begleiterscheinungen … Red Hood (Jason Todd) geht der Sache nach. Dabei findet er einen Jungen, dessen Mutter von den Tabletten ins Koma gebracht wird. Natürlich weckt das Erinnerungen an Jasons eigene turbulente Kindheit, was Anlass für viele Rückblenden gibt, inklusive A Death in the Family.

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Die Abenteuer gehen weiter – im Halbformat

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DC Comics

Titel: Batman: The Adventures Continue

Autor/Zeichner: Alan Burnett, Paul Dini/Ty Templeton

Erschienen: 2020 (Batman: The Adventures Continue #1-8), Paperback 2021 (Season One)


Seien wir ehrlich: So maßgeblich und einflussreich Batman: The Animated Series auch war, sogar auf die DC-Hauptcontinuity (siehe Mr. Freeze, Harley Quinn), die Comic-Serie dazu, Batman Adventures (später Batman & Robin Adventures, Gotham Adventures), konnte da nicht mithalten. Bis auf das Special Mad Love, das eigene Maßstäbe setzte, indem es über die kindgerechte TV-Serie hinausging, blieb der Rest bloß Begleitmaterial – bestenfalls: nett.

So war die Botschaft, dass das Universum mit einer neuen Comicserie fortgesetzt wird, zwar eine erfreuliche, aber auch eine, von der man nicht zu viel erwarten sollte. Das Resultat, das nach seinem digitalen Ersterscheinen auch als Paperback erhältlich ist, bleibt aber sogar hinter niedrigen Erwartungen zurück.

Es beginnt mit Batman gegen Lex Luthor und einen Riesenroboter, dann werden neue Charaktere aus der Mainstream-Continuity eingeführt: Deathstroke, Azrael und sogar die Wonderland Gang, die es wirklich nicht gebraucht hätte. Azrael wird als alter Kampfgefährte eingeführt, der nur spontan in eine Art Bat-Rüstung umsteigt, um vor dem Pinguin einen guten Eindruck als Verbündeter zu machen (anscheinend ist so eine Rüstung schnell gemacht). Wirklich motiviert werden die ganzen neuen alten Figuren nicht, es wirkt eher so, als wollte man möglichst viele von ihnen in den Kurzgeschichten unterbringen, doch zusammen mit Bane, Clayface, Mr. Freeze, Catwoman und Joker wirken sie überfüllt.

Jason Todd im BTAS-Universum

Die Handlung ist episodenhaft, als roter Faden dient das Auftauchen von Red Hood, der im Schatten lauert. Das ist seltsam, denn weder im Zeichentrick noch im Comic gab es jemals einen Jason Todd, der vom Joker mit einer Brechstange traktiert wurde. Das hat man dann nachträglich hinzugedichtet, wenn auch stark verändert – und am Ende auch unglaubwürdig, da in dem Universum nie von solchen dramatischen Ereignissen die Rede war.

Jason Todd ist hier zunächst Mitglied einer Jugendbande namens Wolves, die zur Initiation ihre „Cubs“ als Rotkäppchen verkleidet losschicken. Nachdem Jasons Bruder dabei umkommt, rächt sich Jason und wird später von Batman aufgenommen. Der Rest ist typisch Jason Todd (post Crisis): ein Robin, der es mit der Gewalt übertreibt, bereit ist zu töten und nicht auf Batman hört. Er wird gefeuert und nimmt es daraufhin mit dem Joker auf. Der Joker nimmt ihn gefangen, bringt ihn fast um und als Batman auftaucht und alles in die Luft fliegt, rettet er den Joker, während Jason totgeglaubt endet. Jahre später kehrt diser als Red Hood wieder, um sich am Joker zu rächen. Es kommt zum dramatischen Finale, in der Batman eine schwierige Entscheidung treffen muss.

Viele Figuren, viel Action

Bis auf diesen dramatischen Dreiteiler, der vieles sogar besser macht als A Death in the Family und sogar Under the (Red) Hood, aber dennoch unnötig bleibt, sind die Geschichten kaum der Rede wert, sie bieten bloß Action am laufenden Band, ohne einmal durchzuschnaufen und zu reflektieren. Auch die Red-Hood-Story wirkt abgehetzt.

Auch visuell macht der Comic nicht viel her. Ty Templetons Zeichnungen beschwören nicht die Nostalgie des eleganten Animated-Stils herauf, sondern wirken naiv bis infantil. Kaum ein Panel, das Eindruck macht mit einer interessanten Perspektive oder auch nur Stimmung, es gibt kaum Schatten in diesem kunterbunten Spektakel, und weil alles zunächst aufs digitale Querformat angelegt war, bestehen die Heftseiten eigentlich aus zwei halben, sodass es nicht einmal dramatische Splash Pages gibt, ganz zu schweigen mit Spielereien mit dem Layout.

The Adventures Continue ist kein Comic für die, die in den 90ern oder Nullerjahren Kinder waren und die Serie geschaut haben und heute immer noch die Qualität schätzen, es ist ein Comic für Kinder, wobei selbst dafür der Anspruch extrem heruntergeschraubt ist. Sowohl die Zeichentrickserie als auch die Comicserien waren für Kinder – aber nicht so unterfordernd wie dieser Neuaufguss.

>> Batman 2020-2021