Film

Wonder Woman 1984: Zurück in die 80er

Nicht alles Gold, was glänzt: Gal Gadot als Wonder Woman. (Warner Bros.)

Fortsetzungen haben ihre eigenen Tücken. Einerseits will man das bieten, was die Fans am Original liebten, andererseits will man etwas Neues erzählen. Manche Sequels kleben so nah am Original, dass sie wie Remakes wirken (z.B. Kevin allein in New York), manche enttäuschen (wie das zu Unrecht geschmähte The Lost World), andere überbieten sogar das Original (Aliens, Terminator 2, Das Imperium schlägt zurück).

In Sachen DC-Superhelden fällt mir (unter all den zweiten Teilen) nur The Dark Knight ein, der es geschafft hätte, das Niveau zu heben. Das Snyderverse kränkelte leider bisher schon am Auftakt. Wonder Woman (2017) war (neben Shazam) die Ausnahme, die Hoffnung ins „Extended Universe“ brachte. Und mit einer wie Regisseurin Patty Jenkins – was konnte schon beim zweiten Teil schief gehen?

Pass auf, was du dir wünschst

Leider sehr viel. Denn Wonder Woman 1984 lässt den frischen Drive des ersten Teils vermissen und bietet eine sehr bunte, aber bestenfalls mittelmäßige, manchmal sogar erschreckend schwache Form der Popcornunterhaltung. Nach einem überlangen Prolog in Dianas Jugend springt der Film in die 80er-Jahre und tut zunächst alles, um diesem Zeitgeist gerecht zu werden. Die alberne und überdrehte Szene in einer Mall, in der die Heldin einen Überfall verhindert, weckt ungute Erinnerungen an Filme wie Superman III und IV. Später braucht es anscheinend auch die obligatorische Szene, in der man sich über die Mode der Zeit lustig macht.

Dann folgt eine abstruse Handlung um den Möchtegernunternehmer Max Lord, der mittels Wunschstein vom Versager zum Megalomanen aufsteigt. Was als Abrechnung mit dem amerikanischen Traum verstanden werden kann, verkommt zum plump inszenierten, mit Klischees überladenen Plot, in der der Wunschstein für so ziemlich alles zuständig ist, wofür den drei Drehbuchautoren die Ideen ausgehen, sogar eine ziemlich bemühte Wiederauferstehung von Steve Trevor.

Wie ein schlechter Kinderfilm

Die Geschichte um Barbara Minerva (Cheetah) erinnert an den Werdegang von Catwoman in Batman Returns: vom Mauerblümchen zur verbitterten Schurkin in Katzengestalt. Allerdings überzeugt schon die Prämisse nicht. Barbara soll eine Frau sein, an die sich nicht mal ihre Chefin erinnert und die angeblich niemand mag, obwohl sie eine Wissenschaftlerin ist wie jeder andere im Museum, aber Diana freundet sich sofort mit ihr an und lacht mit ihr wie schon lange nicht mehr. Daraufhin versteht man weder die Verbitterung und schon gar nicht, warum sie sich am Ende zu einer Wildkatzenfrau machen lässt.

Man hat oft den Eindruck, es mit einem Kinderfilm zu tun zu haben – allerdings keinem besonders klugen. Während die Welt ins Chaos stürzt, weil jeder Mensch, von Egoismus und Gier angetrieben, nur an die Erfüllung seiner Wünsche denkt, hält die Heldin eine pathetische Ansprache, die anscheinend vor allem auf die Zuschauer des Films gemünzt zu sein scheint, weil sie die vierte Wand durchbricht. Für alle, die die Botschaft noch immer nicht verstanden haben.

Wenn schon der Verstand hier Pause macht, was nicht das Schlechteste sein muss, könnte man den WW84 für seine Kurzweiligkeit loben, aber selbst da unterfordert der Film. Bis auf visuelle Highlights wie den Flug durch ein Feuerwerk hat er nicht viel zu bieten. Die Kampfszenen bleiben meist so routiniert und einfallslos wie die Gags, die höchstens zwei bis drei Schmunzler hergeben – wenn man gerade gut aufgelegt ist.

Wegen der Coronakrise ist Wonder Woman 1984 beim Streamingdienst HBO Max und in Deutschland mit einiger Verzögerung bei Sky erschienen. Das ist einerseits schade für die Kinos und für das Erlebnis auf der großen Leinwand. Andererseits kann man im Nachhinein sagen: Auf dem kleinen Bildschirm ist der Film deutlich besser aufgehoben.


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Snyder Cut oder der Mythos der Urfassung

Geborgen aus den Trümmern wie ein Heiliger Gral: Zack Snyders Fassung von „Justice League“. (Warner Bros.)

Am 18. März 2021 bekommt unglückselige Justice League-Film noch eine Chance als Zack Snyder’s Justice League beim Streamingdienst HBO Max. Ein in diesem Ausmaß bisher einmaliger Vorgang. Nachdem Fans jahrelang die sozialen Medien mit ihrem #ReleaseTheSnyderCut herumgenervt haben, hat Warner Bros. das Gejammer erhört und viel Geld hineingesteckt, dass der Regisseur seinen Film so beenden kann, wie er es angeblich schon immer wollte. Dafür gab es sogar Nachdrehs (unter anderem mit Jared Leto als Joker, der in der Urfassung aber gar nicht vorgesehen war). Das Ergebnis soll vier Stunden lang sein und auf jeden Fall etwas ganz anderes, heißt es – und alle hoffen, dass anders auch besser bedeutet.

Jared Leto als Joker in Justice League

Jared Leto als Joker in Justice League (Warner Bros.)

Wobei das für Snyder-Fans bereits eine ausgemachte Sache zu sein scheint. Denn von Anfang an wurde der Mythos beschworen, dass nur die ursprüngliche Fassung die einzig wahre sein kann. Dass Joss Whedon das Projekt kurz vor seiner Fertigstellung übernahm und einen ganz anderen Film daraus machte (er schrieb das Drehbuch um, es gab viele Nachdrehs, angeblich wurden nur ein geringer Teil von Snyders Material verwendet), wird als Ursache dafür gesehen, dass das Ergebnis weder Kritiker noch Fans noch die breite Masse der Kinogänger überzeugte. Justie League war ein sehr teurer Flop.

Wenn man noch den persönlichen Schicksalsschlag von Snyder hinzunimmt (seine Tochter hat sich umgebracht, der Grund für seinen Ausstieg) und die Tatsache, dass Joss Whedon sich während der Dreharbeiten bei den Darstellern nicht gerade beliebt gemacht hat (derzeit wird ihm sogar von Buffy-Darstellern Machtmissbrauch vorgworfen), ist die Geschichte hinter dem Film bereits spannender als der Film selbst. So dürfte das pathetische Halleluja des Teasers den vielen Fans aus der Seele sprechen.

Macht der Snyder-Cut Schule?

Der Hype um den „Snyder Cut“ griff so sehr um sich, dass im vergangenen Jahr auch von einem David Ayer-Cut für den miesen Suicide Squad die Rede war. Und zum Totalflop Fantastic Four wurde Josh Trank nach einem „Trank-Cut“ gefragt, aber der hat ihm eine Absage erteilt. Manches kann eben nicht mehr gerettet werden.

Was kommt als nächstes? Der Schumacher-Cut von Batman and Robin, der die wahre künstlerische Vision hervorbringt und beweist, wie unterschätzt dieses filmische Juwel ist? Hoffentlich nicht.

Dabei gibt es viele Beispiele in der Filmgeschichte, in der ein „Director’s“ oder „Extended Cut“ den Film besser gemacht haben, weil die Urfassung von Produzenten und Studios verstümmelt wurden – oder einfach nur um das Sitzfleisch der Kinogänger zu schonen. Am bekanntesten ist wohl Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie, die (meiner bescheidenen Meinung nach) eigentlich erst in der Extended Edition ihre volle Pracht entfaltet und sogar einiges zur Story beiträgt (z.B. Sarumans Tod). Sein Hobbit war aber auch schon in der Kinofassung zu lang. Trotzdem gab es auch für diese Trilogie eine Langfassung auf Blu-ray.

Immer wieder neue Versionen

Ein ganz eigenes Kapitel ist der George-Lucas-Cut von Star Wars. Oder eigentlich vielmehr „Cuts“, denn der Schöpfer hat seine sechs Filme (vor allem die Episoden IV-VI) so oft umgeschnitten, mit neuen Spezialeffekten versehen und neu vertont, dass man über die Versionen kaum noch den Überblick behalten kann und eigentlich kaum jemand mehr weiß, wie die Filme ursprünglich aussahen. Für jede VHS, DVD, Blu-ray und sogar Disney+-Version gibt es eine neue Fassung. Der „Lucas-Cut“ ist also immer der jeweils aktuellste. Dabei macht er sich bei den Puristen unter den Fans unbeliebt, die am liebsten endlich die allerersten Kinoversionen sehen würden: #HanShotFirst. Aber Lucas ist offenbar ein Anhänger der Idee, dass ein Kunstwerk nie fertig ist.

Auch Francis Ford Coppola hat seinen Apocalypse Now mehrfach umgeschnitten. Nach einer ultralangen „Redux“-Version, kam 2017 ein „Final Cut“ heraus, aus der wiederum 20 Minuten der Redux-Fassung geschnitten waren. „Kill your darlings“, heißt es immer, aber welche Lieblinge man opfern muss, das ist gar nicht so leicht zu entscheiden und man kann es sich alle paar Jahre anders überlegen.

Romantische Idee: Der Künstler weiß es am besten

Der Mythos „Snyder Cut“ geht auf die romantische Vorstellung zurück, dass das Ursprüngliche das Beste ist (das Pendant zum naturalistischen Fehlschluss) und es auch immer am besten ist, wenn man den Künstler seine „Vision“ verwirklichen lässt. Ein Beispiel dafür ist Citizen Kane, bei dem Orson Welles machen durfte, was er wollte. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass Filme Teamarbeit sind. Bei Orson Welles hatten auch Co-Autor Herman J. Mankiewicz und Kameramann Gregg Toland einen großen Anteil an dem Resultat.

Häufig sind Filme auch bloß Produkte des Zufalls, also mal günstiger und mal ungünstiger Bedingungen. Von Easy Rider zum Beispiel ist eine Filmrolle ruiniert worden, weil sie vor der Entwicklung Licht ausgesetzt wurde. Später wurde (ohne Regisseur Dennis Hopper) eine Rohversion von (mindestens) vier Stunden runtergeschnitten auf knackige 95 Minuten. Hopper war zunächst nicht erfreut darüber, akzeptierte aber die Form und der Film wurde zum Klassiker.

Vier Stunden – so lang sind auch die Rohversionen von David Lynchs Filmen, wie er selbst in seiner Autobiographie behauptet. Zum Beispiel Dune. Ursprünglich wollte Lynch einen Drei-Stunden-Film daraus machen, wurde dann aber auf 136 Minuten runtergehandelt. Als dann später eine Drei-Stunden-Version im Fernsehen erschien, die ohne Lynch entstanden war, distanzierte er sich von der Fassung und ließ sich aus den Credits streichen. Dune war ein Flop. Ob ein Director’s Cut etwas daran geändert hätte, muss offen bleiben. Lynch hat kein Interesse, an dieser Niederlage noch einmal Hand anzulegen.

Verstümmelte Director’s Cuts

Es gibt auch berühmte Beispiele verstümmelter Filme, die erst spät ihre endgültige Fassung gefunden haben: Wicker Man zum Beispiel, hier wurde so viel Schindluder mit dem Material getrieben, dass einiges davon für immer verschollen ist. Selbst der Director’s Cut muss ein Torso bleiben.

Ein Director’s Cut muss nicht unbedingt länger sein: Superman II: The Richard Donner Cut ist elf Minuten kürzer als die Kinofassung. Donner wurde damals während der Dreharbeiten gefeuert und durch Richard Lester ersetzt. Erst 2006 kam seine Fassung heraus. Allerdings stammt nicht alles, was darin zu sehen ist, von Donner. Aus Mangel an Material musste er auch auf Szenen von Lester zurückgreifen.

Eine besonders nervenaufreibende und zähe Entstehungsgeschichte hat Michael Ciminos Western-Epos Heaven’s Gate. Nach seinem Kriegsfilm Deer Hunter (Die durch die Hölle gehen, 1978) bekam Cimino einen Freifahrtschein für sein nächstes Projekt – und den nutzte er voll aus für endlose Dreharbeiten, die sämtliche Kostenrahmen sprengten. Doch auch der Schnitt zog sich hin: Die Rohfassung war über fünf Stunden lang, die Premierenfassung von 1980 betrug dann immerhin noch 219 Minuten, nach vernichtenden Reaktionen kürzte Cimino im Jahr darauf den Film auf 149 Minuten. Besser wurde es nicht. Erst im Laufe der Zeit änderten die Filmkritiker und -historiker ihre Meinung über das Werk. 2005 kam dann der Radical Cut heraus mit wieder 219 Minuten, 2012 endlich der Director’s Cut mit 216 Minuten. Wird es der letzte sein?

Die Qual der Wahl

Der erste offizielle „Director’s Cut“ war Ridley Scotts Neufassung von Blade Runner. Davon gibt es mittlerweile sogar einen „Final Cut“. Da aber all diese Versionen in der Welt sind, stellt sich das Problem: Welche soll man schauen? Welche gilt als Kanon? Eine Kinofassung hat immer ihre Daseinsberechtigung, weil mit ihr auch immer eine Rezeptionsgeschichte verbunden ist – und die gehört genauso zum Film dazu wie alles, was danach mit ihm passiert. Das steht aber häufig im Widerspruch zur Autorität des Regisseurs. Ähnlich ist es beim Director’s Cut zu Donnie Darko. Welche Fassung ist die „richtige“? Die erste, die zweite?

Am Ende handelt es sich beim „Director’s Cut“ um einen Marketing-Begriff, der nur dazu dienen soll, dass Fans zweimal Geld für denselben Film ausgeben, der natürlich nicht mehr ganz derselbe – oder vielleicht sogar ein ganz neuer ist. Dann gibt es noch „Extended“ und „Ultimate Cuts“, die oft einfach nur lieblos überflüssige Szenen in den Film einfügen.

Von Zack Snyders Watchmen gibt es auch drei Fassungen: Kinofassung, Director’s Cut, Ultimate Cut. Letztere enhtält die Animationssequenzen zum Black Freighter, die den Film allerdings unnötig dehnen. Solange es auf DVDs und Blu-rays aber verschiedene Versionen zur Auswahl gibt, ist das als Fanservice zu begrüßen. Dann müssen sich nur noch die Zuschauer entscheiden, welche Fassung ihnen am liebsten ist. Und wie viel Zeit und Geduld sie beim Schauen opfern wollen. Und im Zweifel tun es auch bloß die Deleted Scenes als Bonusmaterial. Daran erkennt man meistens: Weniger ist oft mehr.

Oder um es mit Alfred Hitchcock zu sagen: „Die Länge eines Films sollte in einem direkten Verhältnis zum Fassungsvermögen der menschlichen Blase stehen.“


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Mit Kung-Fu gegen Schlangen

Warner Bros.

Titel: Batman – Soul of the Dragon

Drehbuch: Jeremy Adams

Erschienen: 2021 (Direct-to-Video)


Bruce Wayne hat bekanntlich viele seiner Fähigkeiten im Fernen Osten erlernt. In Soul of the Dragon ist er nach Nanda Parbat gereist, wo er von einem Meister namens O-Sensei ausgebildet wurde. Dabei hat er Shiva, Richard Dragon, Jade, Ben Turner und Rip Jagger kennengelernt. Und natürlich war Bruce der fanatischste von allen. Während andere irgendwann aufgeben, sinnloserweise auf einen glühenden Stein einzuschlagen, prügelt Bruce sich stumpf die Knöchel blutig. Dort bewachen sie auch ein geheimnisvolles Tor, das den bösen Schlangengott Naga fernhält. O-Sensei opfert sich, um ihn zurückzudrängen.

Richard Dragon, Shiva, Ben Turner und im Hintergrund Batman: „Soul of the Dragon“. (Warner Bros.)

Jahre später kommt die Band wieder zusammen, um gegen den Oberfiesling Jeffrey Burr zu kämpfen, der seine Prostituierten nach Gebrauch (anders kann man das leider nicht nennen) Schlangen zum Fraß vorwirft und dabei zuschaut. Burr führt den Kult Kobra an und will Naga befreien, um – na klar – die Welt zu beherrschen. Dafür stiehlt er das Schwert, mit dem man das Tor öffnen kann.

Soul of the Dragon lebt vor allem von der Nostalgie. Der Animationsfilm ist eine Hommage an die Kung-Fu-Filme der 70er, dazu gibt es James-Bond-Anleihen, fernöstliche Weisheiten, Mystizismus und irgendwo dazwischen auch Batman. Und das ist schon das erste Problem. Denn es ist anders als der Titel verspricht, kein Batman-Film, sondern der Titelheld ist nur einer von einigen – und während die anderen in zivil kämpfen, fällt er mit seinem Kostüm als Fremdkörper heraus. Wahrscheinlich ist er deswegen auch nur meist als Bruce Wayne zu sehen.

Man kann aber auch nicht behaupten, dass man sich für die anderen Charaktere interessiert. Richard Dragon und Co. bleiben oberflächlich, keiner bekommt genug Raum, völlig eindimensional gerät der Schurke, der einfach nur sehr böse ist. Dazu gibt es flache, selten geistreiche Sprüche und zum Schluss gleitet die Handlung in völlige Albernheiten hinab, wenn abgetrennte Arme zu Schlangenmenschen werden und sogar Finger Schlangenform annehmen.

Ansonsten ist Soul of the Dragon mal wieder so ein DC-Animationsfilm, der genauso aussieht wie alle anderen und daher auch visuell uninteressant bleibt. Einzig nennenswert sind die Kampfszenen. Das scheint auch der einzige Reiz gewesen zu sein, diesen Film zu machen. Aber das allein reicht leider nicht, um ein erwachsenes Publikum zu begeistern (und dafür ist der Film gemacht, für Kinder ist er viel zu brutal). Das Ende bleibt offen, als könnte es noch eine Fortsetzung geben, aber nötig ist sie bestimmt nicht.

>> Liste der Batman-Filme


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Batman mit acht Celli

Neil Heftis Main Theme der Batman-Serie mit Adam West ist so genial eingängig, dass sie schon in den 60ern oft gecovert wurde: von The Who, The Standells, Jan & Dean, The Ventures, The Markettes und Los Monjes. Aber hier kommt eine ganz andere Instrumentalversion: Samara Ginsberg spielt die Batman-Theme mit acht Celli.

Wie schon die Beatles übrigens bei Eleanor Rigby, nur dass die Beatles damals nicht an den Instrumenten saßen: Frau Ginsberg kriegt das Oktett hingegen ganz allein hin – und das nur mit zwei Händen. Und sie schafft es, zwischendrin noch, etwas zu lesen, zu trinken und mit dem Handy zu spielen. Beeindruckend.

Ein erster Blick auf „Batman: Soul of the Dragon“

In den 70er-Jahren entdeckte Batman den fernen Osten. Mit Ra’s al Ghul wurde nicht nur öfter Asien zum Schauplatz, sondern auch zum Anlass, Batmans Kampfkünste unter Beweis zu stellen, die er, wie später klar wird, dort auch einst erlernt hat. Diese Entwicklung passte in die Zeit: Anfang der 70er wurden durch Bruce Lee die Martial-Arts-Filme populär und Kung-Fu war eine Zeit lang mal der große Renner.

Im Januar 2021 erscheint nun ein Animationsfilm, der all das wieder vereint: Batman: Soul of the Dragon spielt in den „swinging 70s“ und handelt von Bruce Wayne, der zusammen mit anderen Eliteschülern vom Meister O-Sensei unterrichtet wird. Dazu zählen Richard Dragon, Ben Turner/Bronze Tiger und Lady Shiva. Gemeinsam kämpfen sie gegen Monster aus dieser Welt und darüber hinaus.

Im Trailer kann man sich einen ersten Eindruck davon machen. Es wirkt, als würde sich der Film nicht allzu ernst nehmen. Die Digitalversion erscheint am 12. Januar 2021 in den USA, die Blu-ray am 26. Januar.

Richard Dragon und Batman in The Brave and the Bold #132 (DC Comics)

Richard Dragon wurde von Dennis O’Neil und Jim Berry geschaffen und trat zum ersten Mal in dem Roman Dragon’s Fists (1974) auf. Von 1975 bis 1976 hatte er als „Kung-Fu Fighter“ eine eigene Comicserie, von der 18 Ausgaben erschienen sind, ebenfalls geschrieben von O’Neil. Darin traf Richard bereits auf Ben Turner und Lady Shiva, die hier ihre ersten Auftritte hatten. Im Jahr darauf kam es zum Team-up mit Batman in der Story „Batman — The Dragon Slayer?“ (The Brave and the Bold #132, 1977), geschrieben von Bob Haney und gezeichnet von Jim Aparo.

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The Batman auf 2022 verschoben

Logo zu "The Batman"
Das Logo zu „The Batman“ (Warner Bros.)

Man sollte heutzutage lieber nicht weit im Voraus planen. Auf die nächsten großen Blockbuster wird man sich noch eine Weile gedulden müssen. Nun hat Warner Bros. den Kinostart von The Batman erneut verschoben: von Oktober 2021 auf März 2022. Im September musste die Produktion wieder pausieren, weil sich Hauptdarsteller Robert Pattinson mit dem Coronavirus angesteckt hatte.

Auch andere DC-Filme werden später in die Kinos kommen: The Flash im November 2022, Shazam 2 im Juni 2023, Black Adam hat noch kein neues Startdatum. Wonder Woman 1984 ist immer noch für Weihnachten 2020 angekündigt. Aber ob sich dieser Termin weiter halten wird, ist zweifelhaft, denn der wurde bereits zweimal verschoben und Denis Villeneuves Dune, der ebenfalls im Dezember starten sollte, wird erst im Oktober 2021 zu sehen sein – voraussichtlich.

Auch Black Widow und James Bond werden in diesem Jahr nicht mehr in die Kinos kommen. Insofern ist es bemerkenswert, dass Tenet im Sommer starten durfte und damit bisher der einzige US-Blockbuster der Coronazeit war. Allerdings dürfte er mit rund 300 Millionen Dollar Einnahmen nicht einmal die Kosten von 200 Millionen Dollar gedeckt haben, denn dazu müsste er mindestens 400 Millionen einspielen.

Die Verschiebungen sind angesichts der steigenden Fallzahlen verständlich. Das Problem dürfte sich noch weiter verschärfen, nicht nur für die Studios, sondern auch für die Kinos, wenn sie keine Filme haben, die Geld einbringen und bisherige Verluste kompensieren. Und erst recht wenn, wie bei Disneys Mulan, bald noch mehr große Kinofilme in Streamingdienste abwandern.

Die Entstehung der Dark-Knight-Trilogie

Vor 15 Jahren startete Batman im Kino neu durch: Nach den albernen Kinofilmen der 90er hat Christopher Nolan mit Batman Begins den Superhelden geerdet und glaubwürdig gemacht. Christian Bale spielte einen überzeugenden Bruce Wayne, der zunächst sich selbst finden muss, bevor er alles verliert. Gesteigert wurde das Konzept in The Dark Knight, in dem Batman auf den Joker traf. Im dritten Teil, The Dark Knight Rises, ging dem Franchise leider die Puste aus.

Wer nachvollziehen will, wie die Dark-Knight-Trilogie entstanden ist, dem sei das oben stehende Video empfunden. In dem Making-of kommen die Macher zu Wort und erzählen von dem aufwendigen Prozess hinter den Filmen.

>> Liste der Batman-Filme und -Serien

Honest Trailer zu „Batman und das Phantom“

Für manche gilt der Animationsfilm Batman: Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom) als einer der besten Batman-Kinofilme. Zweifelsfrei ist dieses Prequel zu The Animated Series ein Glücksfall: unter hohem Zeitdruck entstanden, aber von einer Tiefe, wie man sie eher von den Spielfilmen erwarten könnte.

Die Screen Junkies haben mal versucht, in ihrem Honest Trailer das Ganze nicht ernst zu nehmen. Da man über den Film aber kaum etwas Schlechtes sagen kann, wirken die Witze aber etwas bemüht. Die ganzen anachronistisch Vergleiche zu späteren Batman-Filmen sind völlig deplaziert. Und so wird ein weiterer Versuch der Satire zur verkappten Würdigung.

Leider ist der Batman und das Phantom noch immer nicht in Deutschland auf Blu-ray erschienen (genauso wie die dazugehörige Serie). Man muss leider mit dem Stream vorlieb nehmen.

>> Liste der Batman-Filme und Serien

Neue Filme: „The Long Halloween“ und „Soul of the Dragon“

Batman: The Long Halloween (Cover)

Batman: The Long Halloween (DC Comics)

DC hat drei neue Zeichentrickfilme für 2021 angekündigt, darunter zwei Batman-Filme: Zum einen eine Adaption des Klassikers Batman: The Long Halloween, zum anderen eine neue Story: Batman: Soul of the Dragon. Darüber hinaus soll auch Justice Society: World War II erscheinen, über den noch nichts bekannt ist. So wurde es beim IGN-Panel von DC Fandome zu Superman: Man of Tomorrow angekündigt.

The Long Halloween soll, wie schon die Adaption von The Dark Knight Returns, als Zweiteiler herauskommen, der erste Teil ist für den Sommer, der zweite für den Herbst angekündigt. Es handelt sich ursprünglich um eine Storyline von Jeph Loeb und Tim Sale, die von Batmans Anfangszeit nach dem Year One handelt. Batman sucht den Serienmörder Holiday, der an Feiertagen Mitglieder der Mafia tötet. Dabei begegnet er auch klassischen Schurken wie dem Joker, Poison Ivy und Catwoman. The Long Halloween erzählt zugleich die Entstehungsgeschichte von Two-Face, fortgesetzt wurde sie in Dark Victory. Beide Teile zählen zu den besten Batman-Comics.

Batman: Soul of the Dragon (Warner Bros.)

Der Film Batman: Soul of the Dragon wird angekündigt als ein Kung-Fu-Abenteuer im Stil der 70er Jahre. Batman trifft dabei auf Bronze Tiger, Richard Dragon, Lady Shiva, O-Sensei und Jeffrey Burr (Kobra). Regie führen wird Veteran Sam Liu, der bereits The Killing Joke und Gotham by Gaslight adaptiert hat.

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The Batman: Der erste Teaser

Der erste Teaser zu Matt Reeves‘ The Batman ist da – und er ist düster. Extrem düster. Ein Serienkiller (mutmaßlich der Riddler) wickelt die Köpfe seiner Opfer in Klebeband ein. „No more lies“ steht darauf. Batman (Robert Pattinson) erhält eine Halloween-Karte mit Hinweisen: „Haven’t a clue? Let’s play a game, just me and you“, steht darauf und auch sonst scheint der Riddler einen Hang zum Dichten zu haben:

„If you are justice, please do not lie: What is the price for your blind eye?“

Die Stimmung erinnert stark an David Finchers Sieben. Batman tritt brutal auf, als er ein Gangmitglied mehr zusammenschlägt als nötig erscheint. Auf die Frage, was er sein soll, antwortet er nur: „I’m vengeance.“ Batman trifft auch auf Catwoman, die hier – wie schon in The Dark Knight Rises – nur ein abstrakt angedeutetes Katzenkostüm trägt.

Logo zu "The Batman"

Das Logo zu „The Batman“ (Warner Bros.)

The Batman soll am 1. Oktober 2021 in die US-Kinos kommen. Jeffrey Wright (bekannt als Felix Leiter aus James Bond) übernimmt die Rolle von James Gordon, Andy Serkis wird als Alfred Pennyworth auftreten. Catwoman wird gespielt von Zoë Kravitz, der Pinguin von Colin Farrell, der Riddler von Paul Dano und Carmine Falcone von John Turturro.

Zu dem Film soll es außerdem noch eine Spin-off-Serie auf HBO Max geben, die sich der Polizei von Gotham widmet. Produziert wird sie ebenfalls von Matt Reeves, Showrunner soll Terence Winter sein.

Ben Affleck und Michael Keaton in The Flash

Darüber hinaus wurde bekannt, dass Ben Affleck und Michael Keaton als Batman zurückkehren werden – im neuen Flash-Film mit Ezra Miller. Es wird also eine Zeitreisegeschichte á la Flashpoint. Geplanter Kinostart ist 2022. Einen Trailer gibt es noch nicht, dafür ein erstes Bild vom neuen Flash-Kostüm:

Vorschau auf Zack Snyder’s Justice League

Hier kann man Batfleck und Ezra Miller als Flash noch einmal sehen: im offiziellen Teaser zu Zack Snyder’s Justice Leagueder 2021 auf HBO Max erscheinen soll. Darin kommt nicht nur der ersehnte Schurke Darkseid vor, sondern auch Superman im schwarzen Kostüm – und das Ganze pathetisch untermalt von Leonard Cohens Hallelujah, das Snyder bereits in einer Szene im Film Watchmen benutzt hat.

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