Film

Robert Pattinson soll Batman werden

Robert Pattinson in "Life"

Robert Pattinson in „Life“

Es ist noch nicht offiziell, aber gilt schon als ziemlich sicher: Robert Pattinson soll der neue Batman werden. Laut Variety und Deadline hat er sich beim Screentest gegen Nicholas Hoult durchgesetzt. „The Batman“ von Matt Reeves soll am 25. Juni 2021 in die Kinos kommen. Viel weiß man darüber noch nicht, außer dass es ein Film im Stil eines Noir-Krimis mit mehreren Schurken werden soll. Reeves löst damit Ben Affleck ab, der ursprünglich für Regie, Drehbuch und Hauptrolle vorgesehen war.

Pattinson ist mit 33 Jahren der jüngste Batman-Darsteller. Damit schlägt Warner Bros. nach dem grauhaarigen Ben Affleck eine neue Richtung ein. Aber kann Pattinson wirklich Batman? Der Junge, der in Harry Potter 4 sterben durfte und für vier Twilight-Filme achtmal für die Goldene Himbeere nominiert war und eine gewonnen hat? Seit dem Vampir-Schmonz hat Pattinson alles dafür getan, sein Image als Teenie-Schwarm loszuwerden. Er hat mit David Cronenberg (Cosmopolis), Werner Herzog (Königin der Wüste), Anton Corbijn (Life) und James Gray (Die verlorene Stadt Z) zusammengearbeitet und tritt im nächsten Christopher Nolan-Film Tenet auf.

Wer immer noch nicht überzeugt ist, den möchte ich an die Debatte erinnern, als Heath Ledger (mit Ende 20!) als Joker für The Dark Knight gecastet wurde. Damals haben viele „Fehlbesetzung“ geschrien – bis sie ihn dann auf der Leinwand sahen …

UPDATE 5.6.2019: Matt Reeves hat zwei Tage nach den Berichten einen eindeutigen Tweet abgesetzt, der alle Zweifel ausräumt.

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Ein Trailer zu „Batman: Hush“

Hush gehört zu den beliebtesten und wichtigsten Batman-Storylines des 21. Jahrhunderts. In diesem Sommer erscheint auf Blu-ray eine Zeichentrick-Adaption des Comics von Jeph Loeb und Jim Lee. Im ersten Trailer sieht man viele vertraute Szenen und Gesichter: Joker, Harley Quinn, Poison Ivy und Catwoman, auch Nightwing wird eine Rolle spielen.

Batman: Hush (Warner Bros.)

Batman: Hush (Warner Bros.)

Batman wird gesprochen von Jason O’Mara, der ihm bereits für Son of Batman, Batman vs. Robin und Bad Blood seine Stimme geliehen hat.

UPDATE: Batman: Hush erscheint am 20. Juli als Download und am 13. August als Blu-ray. Einen deutschen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht.

Joker: Der erste Teaser-Trailer

Am 17. Oktober kommt der Film „Joker“ in die Kinos, von Todd Phillips und mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle. Über die Handlung ist noch nicht viel bekannt, außer dass es eine tragische Geschichte sein wird. Auch der Trailer verrät nicht viel. Die ersten Bilder versprechen einen düsteren Film über ein menschliches Scheitern.

Warner Bros.

Trailer zu „Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles“

Manchmal bringen Comics Welten zusammen, die nicht zusammengehören: Wie etwa Batman und die Teenage Mutant Ninja Turtles. Zwei Mini-Serien gibt es bereits (geschrieben von James Tynion IV), dazu eine Adventures-Variante, in diesem Jahr soll eine dritte folgen.

Nun wurde die erste Mini-Serie als Zeichentrickfilm adaptiert: Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles. Der erste Trailer zeigt einen sehr blauen Batman mit Batgirl und Robin, der zusammen mit den Schildkröten gegen Shredder und Ra’s al Ghul kämpft. Mit dabei sind auch Pinguin, Joker, Harley Quinn und ganz Arkham.

Der Film feiert Premiere am 31. März 2019 bei der WonderCon, am 13. Juni erscheint er auf Blu-ray, DVD und Stream in Deutschland.

Neue Trailer zu Justice League und Doom Patrol

Der nächste DC-Animationsfilm, Justice League vs. The Fatal Five, erscheint am 30. März 2019 digital und am 16. April 2019 auf Blu-ray (zumindest in den USA). Der Trailer zeigt ein Team aus Superman, Batman, Wonder Woman, Green Lantern (Jessica Cruz), das auf die Legion of the Superheroes aus der Zukunft trifft. Es wird der insgesamt achte Justice League-Zeichentrickfilm sein.

Batman wird wieder gesprochen von Kevin Conroy. Er hat bereits Batman in The Animated Series und anderen Zeichentrickfilmen seine Stimme geliehen und ist mit mittlerweile 27 Jahren der dienstälteste Batman-Darsteller.

Und da wir gerade bei Trailern sind: Hier ist noch eine ausführliche Vorschau zur Live-Action-Serie Doom Patrol, die in den USA gerade beim Streamingdienst DC Universe angelaufen ist und bereits viel Lob bekommen hat. Ob die Serie in Deutschland, wie auch Titans, auf Netflix erscheint, ist noch unklar. Der Trailer ist allerdings vielversprechend.

Abschied von Batfleck

Es ist offiziell: Ben Affleck ist nicht mehr Batman. In der Late-Night-Talk-Show Jimmy Kimmel Live! wurde er jetzt von der Rolle verabschiedet. In einer Zeremonie mit Robin wurde sein Cape an den Nachfolger übergeben – wer auch immer das sein mag. Mach’s gut, Batfleck!

Der Video-Podcast Full Fat Videos widmete Batfleck jüngst einen interessanten Rückblick und erklärte ihn zum „Best Batman That Never Was“ (das ganze Video unten). Es stellt heraus, dass Ben Affleck in Batman v Superman eine gute Figur gemacht hat, aber sein Potenzial für drei schlechte Filme (BvS, Suicide Squad und Justice League) verschwendet wurde. Da mag einiges dran sein. Affleck war sicher nicht der Grund für das Scheitern von Zack Snyders Vision.

Affleck sollte ursprünglich Regie beim nächsten Batman-Solo-Film führen, Deathstroke war bereits als Gegner angekündigt, aber da er mit dem Drehbuch mit überzeugen konnte (so seine eigene Version), hat Matt Reeves diese Doppelrolle übernommen. Sein The Batman soll am 25. Juni 2021 in die Kinos kommen. Reeves will die Hauptfigur stärker als Detektiv herausstellen. Alles andere ist noch nicht bekannt.

Zurück bleibt nur ein Sad Affleck.

Die Zeit im Würgegriff

Titel: The Clock King/Time Out of Joint

Drehbuch: David Wise/Alan Burnett, Steve Perry

Erschienen: 1992/1994 (Batman: The Animated Series S01E25, S02E08)


Der Clock King erlebt in Batman TAS ein Comeback als Temple Fugate, einen steifen Spießer, der sein Leben nach einem strengen Zeitplan lebt, aber deshalb auch furchtbar angespannt ist, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft. Im Zug gibt ihm der spätere Bürgermeister Hamilton Hill den Rat, sich mal locker zu machen und zur Abwechslung seine Kaffeepause 15 Minuten später zu machen – und rauszugehen statt im Büro zu hocken. Fugate tut, wie geraten, aber durch eine Reihe unglücklicher Zufälle kommt er zu spät zu einer wichtigen Gerichtsverhandlung und sein Unternehmen geht pleite.

Temple Fugate alias Clock King

Sieben Jahre später nimmt er Rache an Bürgermeister Hill. Als „Clock King“ (Uhrenkönig) trägt Fugate eine Brille mit Uhrenzeigern und einen Gehstock, der wie ein Zeiger geformt ist. Hill soll von den Zeigern einer Uhr zerquetscht werden. In der spannendsten Szene geht Batman fast drauf, als er von Fugate in einem Safe eingeschlossen wird. Während Batman der Sauerstoff ausgeht, muss er eine Bombe wegschaffen …

Time Out of Joint

Um eine Sprengladung geht es auch in der zweiten Episode mit dem Clock King: Um seine Rache an Hill zu vollenden, stiehlt er von einem Wissenschaftler ein Gerät, mit der er die Zeit selbst manipulieren kann. Damit kann er das Geschehen um sich herum anhalten und sich unbemerkt an den Bürgermeister ranschleichen.

Batman und Robin kriegen die Maschine zu spüren, als Fugate sie am Batmobil befestigt – dann rast die Zeit um sie herum. Die Szene ist skurril: Einerseits klopft Batman schlaue Sprüche in Sachen Physik, andererseits denkt niemand daran, das Batmobil abzuschleppen, das zwei Tage lang auf der Straße den Verkehr blockiert.

Der Erfinder der Zeitmaschine

Wie dem auch sei: Im Finale muss Batman eine Bombe beseitigen. Schlau wie er ist, befestigt er das Zeit-Gerät daran und verlangsamt die Explosion, so kann er damit wegrennen. Die Szene erinnert natürlich an den Kinofilm Batman hält die Welt in Atem, in der Batman versucht, eine Bombe loszuwerden. Allerdings ist hier die Lage etwas ernster …

Batman rennt mit der Bombe

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Neues zu The Batman, The Suicide Squad & Birds of Prey

Harley Quinn im „Birds of Prey“-Teaser. (Warner Bros.)

Es geht voran mit den DC-Filmen rund um Batman. Zu drei Filmen gab es diese Woche Neuigkeiten. Die beste: The Batman von Matt Reeves (Cloverfield, Planet der Affen: Revolution) hat einen Starttermin bekommen. Die schlechte: Erst am 25. Juni 2021 soll es soweit sein. Noch zweieinhalb Jahre werden wir uns also gedulden müssen. Über den Film selbst wissen wir noch nichts, außer dass es eine Noir-Detektiv-Story mit einer „Rogues Gallery“, also mehreren Schurken, werden soll. Ein Drehbuch soll bereits fertig sein. Wer wird Batman? Ben Affleck jedenfalls nicht.

Am 6. August 2021 soll dann auch die Fortsetzung von Suicide Squad erscheinen. Der Titel: The Suicide Squad. Der einfallslose Titel erweckt den Eindruck, als wollte man vergessen machen, dass es einen ersten Teil gegeben hat. Jetzt versucht man mit einem bestimmten Artikel auszudrücken, dass es diesmal richtig klappen soll. Kurz gesagt: ein Reboot. Margot Robbie soll als Harley Quinn zurückkehren. Alles andere ist unklar. Aber dass James Gunn (Guardians of the Galaxy) das Drehbuch schreibt und die Regie übernimmt, lässt auf Besserung hoffen, dass diese Peinlichkeit tatsächlich endet.

Aber so lange müssen die Fans nicht auf Harley Quinn warten. Denn bereits nächstes Jahr, am 7. Februar, soll Birds of Prey in die Kinos kommen. Der Birdman-mäßige Untertitel in Klammern „(And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)“ deutet bereits an, wer im Vordergrund stehen und dass sie als Galionsfigur des Feminismus dienen wird. (Daher stammen Regie und Drehbuch auch von Frauen.) Einen ersten Eindruck kann man sich von einem sehr kurzen Teaser-Video machen, das auf YouTube kursiert. Es verrät so gut wie nichts über irgendwas, es stellt nur die Figuren vor. Wobei auch das nur andeutungsweise und so schnell geschnitten, dass man schon ein Kolibri sein muss, um alles zu erkennen.

Die 20 Sekunden wirken eher wie eine kryptische Werbung für eine Bekleidungsmarke oder ein Partygetränk als für einen Superheldenfilm: Ein Hammer, eine Armbrust, ein Baseballschläger, viele Leute – am Ende eine lachende Harley Quinn mit Cocktailglas und behangen mit bunten Plastikfransen. Dahinter verbergen sich Charaktere wie Huntress, Black Canary, Renee Montoya und Cassandra Cain, sowie die Schurken Zsasz und Black Mask (Ewan McGregor). Das Problem: Selbst wenn man ständig die Pause-Taste drückt, erinnert niemand auch nur annähernd an die Comic-Vorlagen. Nicht mal Black Mask trägt eine Maske.

Nun will ich mich nicht in Kaffeesatzleserei üben. Ein Teaser oder Trailer ist, wie wir wissen, oft weit entfernt vom Film. Im Falle von Batman v Superman, Suicide Squad oder Justice League waren die Trailer sogar weit besser. Vielleicht versucht hier jemand einen frischen, gewagten Ansatz, der am Ende alle überraschen wird. Aber wenn der erste Eindruck ein Gefühl für den Stil vermitteln soll, dann müssen wir uns auf einen bunten Partyfilm gefasst machen, nach dem Motto „Girls just wanna have fun“. Es wäre schade, wenn düstere Charaktere wie Black Mask und Zsasz mit Potenzial dafür verheizt würden …

 

(Der Artikel wurde am 3.2.2019 ergänzt.)

Robin Hood macht Batman Konkurrenz

Archer in Wayne Manor

Titel: Shoot a Crooked Arrow/Walk the Straight and Narrow (dt. Batman contra Robin Hood)

Drehbuch: Stanley Ralph Ross

Erschienen: 1966 (Batman S02E01-02)


„How unoriginal!“ (Batman)

Zweite Staffel, neue Gegner, neuer Einstieg: Ein Bogenschütze bricht mit zwei Handlangern in Wayne Manor ein, betäubt alle Anwesenden mit einem Gas-Pfeil und plündert den Tresor. Kurz darauf verteilt der Schurke das Geld unter den Armen von Gotham. Doch der Archer, dieser Möchtegern-Robin-Hood, der gerne mittelalterliche Kleidung trägt, hat keine selbstlose Agenda. Das ist nur der Auftakt, um sich selbst zu bereichern. Doch zuvor will der Archer in die Bathöhle, um eine Maschine zu zerstören, die angeblich Verbrechen vorhersagen kann.

Die Handlanger des Archers ziehen sich ebenfalls an wie Figuren aus Robin Hood, sie schießen Blitzpfeile, Niespulverpfeile und Pfeile, die um die Ecke fliegen könen, außerdem tragen sie eine Maschine mit sich, auf der Jubel, Buhrufe und Gelächter bei Bedarf abgespielt werden können. Der Archer hetzt Gotham gegen Batman auf, es ist sogar die Rede davon, Batman zu ersetzen. Das kratzt natürlich stark am Mythos. Besonders bitter, dass eine edle Figur wie Robin Hood, Vorbild für Robin, dafür missbraucht wird. Aber Commissioner Gordon versichert den Zuschauern: Für Batman gibt es keinen Ersatz!

The Dark Knight Returns ’66: Alfred als Batman

Tatsächlich lässt sich Batman selbst vertreten: In einer Szene, in der sowohl Bruce Wayne als auch Batman gefragt sind, schlüpft Alfred ins Kostüm, bleibt aber bei Commissioner Gordon auf Distanz, damit man den Unterschied nicht merkt. Den könnte man vor allem an dem Schnurrbart bemerken. Aber wenn sich der Joker schon nicht rasieren muss, dann opfert auch Alfred nicht seine geliebte Barttracht für einen Batman-Cameo. Um die Täuschung perfekt zu machen, spricht er durch einen Stimmen-Imitator. Niemand schöpft Verdacht.

Archer Alfred

Alfred ist ohnehin der Star der Folge: Er beweist hervorragende Fähigkeiten im Umgang mit Pfeil und Bogen, als er sich mit dem Archer duelliert. Da wird ein Pfeil nach dem anderen gespalten. Dann wird er in eine Guillotine gesteckt. Als er am Ende mit Dick Grayson Wilhelm Tell spielen will, kostet es ihn fast den Kopf.

Auch sonst wird in dieser Folge dick aufgefahren: Batman und Robin entkommen gleich zwei Todesfallen, einer davon durch versteckte Sprungfedern in ihren Schuhen. Schließlich kommt das Bat-Boat zum Einsatz und das Finale ist ein Schwertduell auf einem Piratenschiff.

Nebenbei werden wir darüber belehrt, warum Batman in seinem Batmobil durch die Stadt rasen darf: Er riskiert sein Leben, um andere zu schützen, sagt ein Polizist. Aber sonst sei er ein sicherer Fahrer. Ja, mehr noch: In seiner Freizeit gibt Batman sogar Stunden für Fahrschüler. Dafür gibt es sogar Applaus aus dem Off.

>> Liste der Batman-Episoden

Ra’s al Ghul in The Animated Series

Ra’s al Ghul in Batman: TAS

Batmans erste Begegnung mit Ra’s al Ghul in The Animated Series hält sich weitgehend an die ersten Comics aus den 70ern. Zunächst wird in Off Balance (S01E50) Talia mit der Society of Shadows eingeführt, die in den Comics League of Assassins heißt, allerdings ist hier der Schurke Count Vertigo, eine Figur, die erst 1978 – also nach Ra’s al Ghul – in den Comics auftauchte.

Count Vertigo

Die Story in BTAS weicht stark ab: Die Schattenkrieger stehlen einen Ultraschallbohrer von Wayne Enterprises. Talia hilft Batman, sie wiederzubeschaffen. Count Vertigo, der mittels eines Monokels Schwindel verursachen kann, nimmt beide gefangen. Am Ende besiegen sie den Schurken zwar, aber Talia haut mit der Kanone ab. Allerdings hat Batman vorgesorgt. Schließlich sehen wir, wer Talias Vater ist.

Her mit der Kanone: Talia

Die Episode gehört zu den schwächeren der Serie. Es fehlt sowohl eine spannende Handlung, ein interessanter Gegner als auch eine Anziehung zwischen Batman und Talia. Bemerkenswert: Die Folge beginnt auf der Freiheitsstatue von Gotham – ein Hinweis darauf, dass sich die Stadt an New York orientiert (und schon immer damit gemeint war).

Freiheitsstatue von Gotham

Die Qualität steigert sich in dem Zweiteiler The Demon’s Quest (S01E60-61), geschrieben von Dennis O’Neil, der sich an seinen Skripten für Daughter of the Demon (Batman #232) und The Demon Lives Again (Batman #244) orientiert. Ra’s al Ghul entführt Robin, um Batman zu testen und bietet ihm hinterher Tochter Talia und sein Imperium an. Der Auftakt ist deshalb bemerkenswert, weil die Folge damit beginnt, dass Robin in seinem Studentenwohnheim entführt wird. Der Täter ist ein Mann in einer Maske, die an einen Schakal erinnert. Erst dann wird die Titlecard mit dem Namen der Episode eingeblendet.

Batman gegen Panther

Der Rest der Episode ist sehr ähnlich aufgebaut: Batman folgt der Schnitzeljagd nach Kalkutta, besiegt dort Attentäter, fliegt nach Malaysia (fehlt in den Comics), besiegt einen Panther (in den Comic ein fleckiger Leopard), fliegt nach Nepal, besiegt dort Attentäter und findet Robin.

Ra’s al Ghul mit Maske

Der größte Unterschied: Ra’s al Ghul erzählt Batman schon bei der etwas von seinen Plänen, die Welt zu reinigen. Allerdings bleibt es nur bei Andeutungen. Trotzdem weiß Batman später, dass Ra’s die halbe Menschheit auf dem Gewissen hat, obwohl erst ganz am Ende des zweiten Teils der Schurke seinen Plan erklärt.

Heiter mit Aussicht auf Wahnsinn: Ra’s hat Spaß nach Lazarus-Kur

Ra’s stirbt und wird in der Lazarus-Grotte (so der deutsche Name) wiederbelebt, er dreht durch, will seine Tochter in die Grube werfen, doch sie bringt ihn mit einer Backpfeife zur Vernunft. Sein Plan besteht darin, alle Lazarus-Grotten der Welt zu sprengen und die Menschheit in der Brühe auszulöschen. Ein solcher Plot fehlt in den Storys der 70er. Es bleibt nur bei Andeutungen. Das ist in der Serie besser gelöst, denn da ist ganz klar, was der Schurke will und es gibt nicht nur einen Konflikt um Talia und Ra’s Nachfolge, sondern eine Gefahr für die ganze Welt, die Batman abwenden muss.

Ra’s und Batman beim Duell

Am Ende kommt es zu dem ikonischen Schwertkampf oben ohne in der Wüste aus The Demon Lives Again (Batman #244). Es ist allerdings etwas unelegant gelöst, wie Batman sein Oberteil verliert: Sinnloserweise zerreißen es die Schergen, obwohl sie ihn nur durchsuchen sollen. Im Comic zieht sich Batman einfach aus, was ja auch sinnvoll ist bei einem Duell in brütender Hitze. Kurz: Die Serie übernimmt das Beste aus den Comics und rafft alles zu einer viel stimmigeren Erzählung zusammen.

Talia und Batman küssen sich

Zwei Wiedersehen gibt es in der zweiten Staffel. Avatar (S02E04) ist wieder eine schwächere Episode, in der Ra’s al Ghul eine altägyptische Schriftrolle stiehlt und damit in Ägypten eine Grabkammer sucht, in der er sich ewiges Leben erhofft. Er erlebt dann eine böse Überraschung wie Jack Torrance in Zimmer 237 aus Shining … Die Sache endet in einem Mumien-B-Movie-Finale mit grünen Schlamm-Monstern. Nicht der Rede wert.

Böse Mumie mit Monstern

Obwohl Ra’s Bruce und Talia beinahe umbringt, erbarmt sich am Ende seine Tochter und befreit ihren Vater, als Batman ihn den Behören übergeben will. Die Familie lässt Batman in der Wüste sitzen. Immerhin lässt ihm Ubu eine Flasche Wasser da. Warum sie aber durch die Wüste reiten, wenn sie bereits in Kairo waren und nur zum Flughafen fahren müssten, bleibt das größte Rätsel der Folge.

Talia bedroht Batman

Die Folge Showdown (S02E13) ist eine Ausnahme-Erscheinung. Es handelt sich kaum um eine Batman-Story. Held der Geschichte ist der Revolverheld Jonah Hex und die Haupthandlung spielt im Wilden Westen. In der Gegenwart entführt Ra’s al Ghul einen Unbekannten aus einem Altenheim, Batman und Robin folgen ihm zum Flughafen und hören sich einen Bericht an, den Ra’s ihnen hinterlassen hat. Im Jahr 1883 versucht Ra’s al Ghul mit einem Kriegsluftschiff, die Eisenbahn zu zerstören und sich in Washington zum Herrscher der USA machen zu lassen. Jonah Hex jagt dessen Handlanger Arcady Duvall.

Jonah Hex

Das Steampunk-Abenteuer ergibt nicht wirklich den tieferen Sinn, den es vorgibt: Ra’s al Ghul prangert im 19. Jahrhundert eine Umweltzerstörung an, die kaum nennenswert ist, bläst aber mit seinem dampfbetriebenen Luftschiff selbst mächtig viel Rauch (und CO2) in die Luft. Dann warnt er zwar die Menschen vor dem bevorstehenden Beschuss, lässt aber ohne Rücksicht auf Verluste auf eine Stadt losballern.

Ra’s al Ghul mit Arcady Duvall

Am Ende stellt sich heraus, dass Duvall Ra’s Sohn ist und es um nichts anderes als eine Familienzusammenführung geht. Ra’s schlägt Batman vor, die Klingen ein anderes Mal zu kreuzen und das Dynamische Duo lässt ihn ziehen.

Ra’s al Ghul mit Sohn

Weitere Auftritte in dem Serien-Universum hat Ra’s al Ghul in Superman: The Animated Series („The Demon Reborn“) und in Batman Beyond („Out of the Past“).

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