Gordon wird Streifenpolizist

DC Comics

Titel: Commissioner Gordon Walks A Beat

Autor/Zeichner: unbekannt/Howard Sherman

Erschienen: 1947 (Detective Comics #121), Hardcover 2018 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 5)


Commissioner James Gordon wurde nicht erst in den 80ern in seiner  Rolle angezweifelt und degradiert bzw. zum Rücktritt gezwungen (Batman #346). Das erste Mal verlor er seinen Job bereits 1947. Und auch das Bat-Signal musste leiden.

Die Story geht so: Batman und Robin folgen mal wieder dem Ruf des Bat-Signals. Doch im Polizeihauptquartier erwartet sie nicht Gordon, sondern ein gewisser Vane, der sich als neuer Commissioner vorstellt. Er entlässt Batman, man brauche ihn nicht mehr. Nichts Persönliches, er habe seine Befehle. Vane bittet ihn um seine Polizeimarke, die er als Aushilfspolizist bekommen hat (siehe Batman #7) und zerschlägt demonstrativ das Bat-Signal mit der Axt, während es noch leuchtet.

Das Bat-Signal wird erstmals zerstört. (DC Comics)

Diese öffentlichkeitswirsame Handlung sehen auch zwei Gauner. „Sure Thing“ Smiley hat genau darauf gewettet und kassiert sofort den Gewinn. Derweil finden Batman und Robin James Gordon auf der Straße, wo er als einfacher Streifenpolizist patrouilliert. Der Bürgermeister habe ihn um dessen Kündigung gebeten, ohne ihm zu sagen, warum. Gordon hat sich geweigert, also wurde er degradiert. Als Beamter kann er nicht gekündigt werden. Gordon sei zu alt und verlasse sich zu sehr auf Batman, hieß es – sehr unglaubwürdig … Der Held will seinem Buddy helfen.

Wachmeister Gordon trifft Batman und Robin. (DC Comics)

Das Dynamische Duo stattet dem Bürgermeister einen unangekündigten Besuch ab. Gerade als es durch dessen Fenster einsteigen will, erfährt es, dass der Mann in der Klemme steckt: Dessen Sohn hat gegen Smiley eine dumme Wette verloren und ihm Schuldscheine ausgestellt. Damit dieser sie nicht einlöse und ihn ruiniere, habe der Vater Gordon entlassen. Der Bürgermeister droht, sich umzubringen, sollte er bloßgestellt werden. Das nennt man emotionale Erpressung …

Gordon als Zielscheibe

Batman und Robin erwischen Smiley und seine Bande dabei, wie sie verkleidet als Feuerwehrleute eine Kunstgalerie ausrauben. Sie werden allerdings überwältigt, entführt und gefesselt. Batman wird sogar am Kopf von einer Kugel gestreift, aber ohne bleibende Schäden, außer dass auch bei ihm der Zockergeist erwacht. Batman wettet mit Smiley, er werde auf Gordons Herz schießen. Falls dieser überlebe, bekomme er die Schuldscheine des Bürgermeistersohns. Falls nicht, bekomme Smiley 100.000 Dollar von der Polizei. Topp, die Wette gilt!

Batman wird freigelassen und könnte nun Smiley schon allein für den Kunstraubzug hopsnehmen. Aber wo wäre da der Spaß? Ein Ehrenmann hält sein Wort! Also sammelt er Spenden bei der Polizei, um Gordon zu helfen. Jeder gibt großzügig, was er hat, ohne zu fragen, worin die Wette besteht. Batman genießt das größte Vertrauen und für Gordon scheinen die Kollegen alles zu tun. Auch lebensgefährlichen Unsinn.

Batman schießt auf Gordon. (DC Comics)

Doch ironischerweise missbraucht Batman dieses Vertrauen (und bricht seine Prinzipien) scheinbar, indem er auf Gordon schießt. Dieser bleibt natürlich unverletzt. Warum? Weil Batman eine Platte aus schusssicherem Glas zwischen ihnen an der Mauer befestigt hat. Erst dann wird Smiley festgenommen. Im Anschluss nimmt man noch ein paar Klavierdiebe hoch, damit es noch ein bisschen Action gibt und um auf zwölf Seiten zu kommen. Man könnte einfach warten, bis die Diebe das Piano per Kran herabgelassen haben. Aber nein, man stürzt sich lieber in waghalsige Akrobatik in luftigen Höhen und riskiert Leben. Tja, so sind unsere Helden … Boys will be boys.

Epilog: Batman bekommt seine Marke und sein Leuchtsignal zurück und Gordon seinen Job. Vane überlässt ihm den freiwillig, weil er als Chief Inspector ohnehin das Gleiche verdient. Seltsame Tarifpolitik …

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Batman und der Film Freak

DC Comics

Titel: The Film Freak/Reeling/Box-Office Smash

Autor/Zeichner: Doug Moench/Gene Colan, Tom Mandrake

Erschienen: 1986 (Batman #395, Detective Comics #562, Batman #396), Paperback 2025 (DC Finest: Batman – Red Skies)


Ein neuer Schurke treibt in Gotham sein Unwesen. Er hat zwar kein auffälliges Kostüm, sondern trägt bloß Lederkluft und Glatze. Dafür hat er eine Masche: Er liebt Filme und zitiert bei seinen Taten die großen Klassiker. So ballert er zunächst vom Dach auf Polizisten und redet in Filmdialogen. Reporterin Julia Pennyworth findet schnell einen Namen für den Missetäter: Film Freak. Obwohl er keine besonderen Fähigkeiten hat, können ihn Batman und Catwoman auch mit vereinten Kräften nicht aufhalten und er entkommt.

Die beiden finden heraus, dass der Film Freak früher der erfolglose Schauspieler Burt Weston war (wohl eine Anspielung auf Adam West und Burt Ward). Um seiner Karriere einen Kick zu geben, hat er einst den Kollegen Al Jacobs beauftragt, einen Mord an ihm vorzutäuschen. In aller Öffentlichkeit, auf der Gotham Bay Bridge, hat Al so getan, als würde er Burt erschießen, und ihn dann von der Brücke geworfen. Doch der Publicity Stunt ging in die Hose. Keinen hat es interessiert. So sind die Leute in Gotham. Nicht mal ein kaltblütiger Mord auf einer Brücke haut sie noch vom Hocker …

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Batmans Zeitreisen: Ägypten

DC Comics

Titel: Bodyguards to Cleopatra/Secret of the Beast Paintings

Autor/Zeichner: Bill Finger/Dick Sprang, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1951/1961 (Detective Comics #167, 295), Hardcover 2019 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 7) [nur Detective #167]


Im Gotham City Museum wird ein neu erworbenes Fries aus Ägypten eingeweiht. Als Ehrenvorsitzender darf Bruce Wayne dabeisein. Das Fries zeigt neben einem Mann auf einem Streitwagen auch Pyramiden mit mit einem Bat-Signal. Wie kann das sein? Mittlerweile müssten Bruce und Dick wissen, dass es meistens damit zusammenhängt, dass sie in der Zeit zurückreisen. Aber sie lassen sich naiverweise von Professor Carter Nichols zurückhypnotisieren, um herauszufinden, was es damit auf sich hat.

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Batman und die Riesenschreibmaschine

DC Comics

Titel: The Man With the Automatic Brain

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)


Riesige Requisiten sind das Markenzeichen von Batman im Golden Age. Die Riesenschreibmaschine steht fast schon symbolisch dafür und wird oft zitiert, etwa in Detective Comics #474 (1977) oder in Secret Origins Special #1 (1989) oder in Batman/Deadpool (2025). Doch wann tauchte sie eigentlich zum ersten Mal auf? Das geschah in Batman #52 von 1949. Batman und Robin sind einem neuen Bandenanführer auf der Spur, dem Thinker. Um seinem Image gerecht zu werden, hat er zwar einen übergroßen Kahlkopf – doch mit dem Denken hat er sich nicht so.

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Serienkritik: „Batman: Caped Crusader“ Staffel 2

Prime Video/DC

Am Anfang ist die Bank. Die Tür wird in die Luft gejagt. Gangster hauen mit der Beute ab – bis Batman sich ihnen in den Weg stellt. Mit dieser ikonischen Startsequenz, ganz ohne Worte, brachte Batman: The Animated Series ihren Helden auf den Punkt. Unübertroffen. Am Anfang der zweiten Staffel adaptiert die Nachfolgeserie Batman: Caped Crusader dieses Intro, ohne ihm auch nur etwas von Wert hinzuzufügen. Im Gegenteil: Batman schnappt sich die Bande um den Riddler nicht, sondern lässt sie ohne sichtbaren Grund entkommen. Dieses eitle, aber fade Selbstzitat von Produzent Bruce Timm steht für den Rest der Serie: Ans Original reicht sie einfach nicht heran. Statt selbst erinnerungswürdige Szenen zu schaffen, bleibt sie generischer Durchschnitt.

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„Push the Wall“: Frank Miller über „The Dark Knight Returns“

Simon & Shuster/Saga Press

Daredevil, Batman, Ronin, Sin City, 300 – Frank Miller ist eine Comic-Legende, der dem Medium einige Meisterwerke beschert hat. Doch der alte Mann hat leider schon lange nichts mehr von Wert produziert. Seine Batman-Comics des 21. Jahrhunderts konnten nicht an den Erfolg seiner ikonischen Werke aus den 80ern anknüpfen. Seine Film-Adaption The Spirit war ein Reinfall. Auf seine Sin-City-Fortsetzung wartet man seit vier Jahren und man darf nicht zu viel erwarten. Nun hat Miller mit 69 Jahren seine Memoiren herausgebracht: Push the Wall. Der 200-Seiten-Band enthält nur wenige Bilder und gewährt leider keinerlei Einblicke in sein Skizzenbuch, aber ist dafür das erste lesenswerte Werk von ihm seit fast drei Jahrzehnten.

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Batmans Zeitreisen: Wikinger und die Entdeckung Amerikas

DC Comics

Titel: Batman and the Vikings

Autor/Zeichner: unbekannt/Bob Kane

Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)


Wir kennen das Schema mittlerweile: Bruce und Dick werden auf einen Anachronismus aufmerksam. Irgendein historisches Artefakt weist auf Batman hin, also lässt man sich von Professor Carter Nichols in die Zeit zurückschicken und geht der Sache nach, nur um herauszufinden, dass erst die Zeitreise dazu führt – der Kreis schließt sich. Als Batman und Robin bei den Wikingern landen, ist es etwas anders. Diesmal wird im Gotham Museum ein Stein ausgestellt, in den das Bildnis eines Wikingers eingraviert ist, der Bruce Wayne ähnlich sieht, dazu die Inschrift, die ihn als ehrlosen Feigling bezeichnet. Sofort bemerken die Besucher des Museums die Ähnlichkeit, zeigen mit dem Finger auf Bruce und nennen ihn einen Feigling. Schnell weg hier!

Frappierende Ähnlichkeit: Bruce Wayne und ein Wikinger (DC Comics)

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Eisner-Awards für Absolute Batman

Panini/DC Comics

Absolute Batman von Scott Snyder und Nick Dragotta erfreut sich nicht nur bester Verkaufszahlen, nun wurde die Serie auch mit dem Eisner-Award für die beste fortlaufende Serie ausgezeichnet. Die Serie war bereits im Vorjahr nominiert, hatte aber gegenüber Absolute Wonder Woman das Nachsehen.

Außerdem gab es einen weiteren Preis für Absolute Batman 2025 Annual #1 als besten One-Shot für Daniel Warren Johnson, James Harren und Meredith McClaren. Die Ausgabe soll im September im Sammelband Absolute Batman Vol. 3: Devil’s Workshop nachgedruckt werden. Einen deutschen Sammelband bringt Panini als „Deluxe Edition“ am 1. September heraus, mit den ersten 14 Ausgaben und dem Annual.

DC Comics

Für den „Batman Day“ am 19. September hat DC nun ein Heft angekündigt, in der zwei Kurzgeschichten über die beiden Batmen aus dem Absolute und dem Hauptuniversum erzählt werden: Batman of Two Worlds #1. Die eine stammt von Matt Fraction und Javier Fernández (Batman: One Bad Day – Two Face), die andere von Scott Snyder und Nick Derington (Batman Universe). Das Heft soll 24 Seiten umfassen und 2,99 US-Dollar kosten.

DC Comics

Als beste limitierte Serie wurde Absolute Martian Manhunter von Deniz Camp und Javier Rodriguez ausgezeichnet. Im August erscheint der zweite Teil als Paperback auf Englisch, im November auf Deutsch. Zeichner Javier Rodriguez wurde auch als bester Zeichner und als Cover Artist für seine Arbeit an Absolute Martian Manhunter, Batman & Robin: Year One #7 und The New Gods #8 geehrt. Autor Deniz Camp erhielt auch einen Eisner Award für die neue Serie Assorted Crisis Events (Image), die er zusammen mit Zeichner Eric Zawadski macht.

Nominiert war auch Batman (Vol. 4) von Matt Fraction und Jorge Jiménez als beste neue Serie. Der erste Sammelband, Daylight, ist bereits im Juni erschienen, der zweite – Blood & Money, soll im Dezember herauskommen.

Die Will Eisner Comic Industry Awards werden seit 1988 verliehen und gelten als prestigeträchtigste Preise für Kreative im Comic-Bereich.

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Batman gegen Catman

DC Comics

Titel: Nine Lives Has the Cat/Nine Cradles Of Death/Clothes Make the Cat(Man)

Autor/Zeichner: Gerry Conway, Doug Moench/Gene Colan

Erschienen: 1981/1984 (Detective Comics #509, Batman #371, Detective Comics #538), Hardcover 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2) [nur Detective #509]


Bei Batmans letzten Kampf mit Cat-Man (Thomas Blake) ist der Schurke in einen Geysir gefallen („Shadow of the Cat/The Cat Who Would Be King“, Batman #323-324, 1980). Angeblich hat er aber dank seines magischen Capes (das ihm neun Leben gab) überlebt, leider reichte es allerdings nicht, um sein Gesicht zu retten. Weil Catwoman einen Teil des Capes abgerissen hat, sieht Blake nun aus wie Two-Face. Nun will er den verlorenen Fetzen zurück, um sein Gesicht wiederherzustellen.

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Batman: Knightfall-Trilogy: Erster Film erscheint im August 2026

Warner Bros.

Knightfall, das erste große und wahrscheinlich das beste Batman-Event der 90er, bekommt eine dreiteilige Adaption als Zeichentrickfilm. Am 25. August 2026 erscheint der erste Teil digital, genannt Knightfall, und wird 79 Minuten lang sein. Am 8. September soll die Blu-ray herauskommen. Später in diesem Jahr soll Knightquest folgen, Anfang 2027 Knightsend (laut CBR).

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