Poison Ivy in Batman: The Animated Series

In der großartigen Batman-Zeichentrickserie der 90er ist Poison Ivy wie auch Catwoman vor allem eine Umweltaktivistin. Wir erfahren nicht, wie sie entstanden ist, wir wissen nur, dass sie Botanikerin ist. Aber woher ihr starkes Immunsystem kommt, wird nie erklärt. Die Autoren haben sich dazu entschieden, die Figur als Geheimnis einzuführen.

Pamela Isley ist zunächst die Geliebte von Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent (bevor er Two-Face wird). Er ist ihr total verfallen, will sie heiraten, obwohl er sie kaum kennt. Dann wird er vor den Augen von Bruce Wayne ohnmächtig und landet im Krankenhaus – wegen einer Vergiftung. Poison Ivy will sich an ihm rächen, weil er beim Spatenstich für ein neues Gefängnis dabei war und weil beim Bau später eine vom aussterben bedrohte Rosenart vernichtet wurde.

Vielleicht hätte Ivy etwas subtiler dabei vorgehen können, denn die Verantwortliche ist schnell gefunden, Batman spürt Ivy in einem Gewächshaus auf, das mit einer Falltür versehen ist und in dem eine riesige fleischfressende Pflanze ihre Tentakel ausfährt. Zum Schluss gelingt es ihm, der Schurkin ein Gegenmittel abzuluchsen und sie in den Knast zu bringen, den sie so sehr hasst …

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Alfred spielt Santa Claus

Alfred als Santa Claus. (DC Comics)

Titel: Alfred Claus

Autor/Zeichner: Al Schwartz/Jack Burnley

Erschienen: 1945 (Zeitungscomic), Hardcover 1990/2007 (Batman: The Sunday Classics)


Während Batman und Robin die Bande der vier Larson-Brüder jagen, wird Butler Alfred auf der Straße Zeuge eines Gesprächs dreier Jungen. Einer freut sich, dass er von Santa Claus zu Weihnachten ein neues Fahrrad bekommt, doch der kleine Eddie hat keinen Grund zur Freude: Da sein Vater keine Arbeit hat, wird er (wieder) leer ausgehen. Dabei wünscht er sich doch so sehr eine Kamera mit Blitz. Weihnachten hält er für Quatsch …

Alfred reicht ihm ein Taschentuch und erzählt ihm die Geschichte von Scrooge, um ihm vom Gegenteil zu überzeugen, das hilft aber auch nicht weiter, wenn man kein Geld hat. Dann verspricht er dem Jungen, mit Santa Claus zu reden, der sei ein Freund von ihm. Der Junge notiert ihm seine Adresse auf einer Karte.

Derweil finden Batman und Robin eine Karte mit einer Adresse, die den Aufenthaltsort der Larson-Bande preisgibt – bestimmt eine Falle. Sie tappen gern hinein. Alfred zieht sich ein Weihnachtsmannkostüm an und geht zu der Adresse, er steigt über die Feuerleiter hoch und will Eddie am Fenster mit dem Kamerablitz überraschen. Just in dem Augenblick platzen Batman und Robin rein, um die Gauner zu schnappen. Die Bewaffneten sind geblendet vom Blitz und statt zu schießen bekommen sie Dresche vom Dynamischen Trio.

Alfred hat zufällig die Karte gefunden, die Batman zu Hause gelassen hat und dachte, es sei die Adresse von Eddie. Danach gehen sie zu dritt zu dem Jungen und retten sein Weihnachten. Es ist das schönste, das er je hatte, sagt Eddie. Alfred verspricht ihm, es sei nicht das letzte.

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Batman trifft Grendel

DC Comics

Titel: Batman/Grendel: Devil’s Riddle/Devil’s Masque

Autor/Zeichner: Matt Wagner

Erschienen: 1993 (#1-2)


Grendel ist eigentlich der Name eines Monsters aus dem Heldenepos Beowulf. 1982 nannte Autor und Zeichner Matt Wagner so seinen Comic-Antihelden bzw. Schurken in New York. Sein größter Gegner: der Native American Werwolf Argent the Wolf. In seiner zivilen Identität Hunter Rose ist Grendel als Autor tätig. Nach 50 Ausgaben wird ihm langweilig und er zieht nach Gotham City, um sich mit Batman anzulegen. Dabei imitiert er zunächst den Riddler und entführt ein Kind.

Grendel treibt ein doppeltes Spiel: Denn als Hunter Rose flirtet er mit der Mutter des Kindes, einer jungen Frau, die einst ihre neugeborene Tochter weggeben musste. Diese lebt mit einer anderen jungen Frau zusammen, die mit Bruce Wayne anbandelt. Es kommt also zu doppelten Konfrontationen.

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Die Sünden der Mittelmäßigkeit

DC Comics

Titel: Batman: Sins of the Father (dt. Die Sünden des Vaters)

Autor/Zeichner: Christos Cage/Raffaele Ienco

Erschienen: 2018 (Miniserie #1-6), Paperback 2018


Zwischen Batman: The Telltale Game und Batman: The Enemy Within erschien eine sechsteilige Comicserie, die eine Brücke zwischen den Ereignissen der Spiele schlägt.

Die Prämisse: Thomas Wayne war ein Schurke, der absichtlich Menschen mittels Drogen in den Wahnsinn getrieben hat – oder auch gegen Leistungen aus der Psychiatrie entließ. Die Angehörigen klagen, Wayne Enterprises bemüht sich um Schadensbegrenzung, doch Bruce Wayne will für die Sünden seines Vaters Buße tun und die Angehörigen entschädigen. Da aber ballert jemand auf ihn los – ein Profikiller namens Deadshot.

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Shadow War: Death for Deathstroke

DC Comics

Titel: Batman: Shadow War

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Howard Porter u.a.

Erschienen: 2022 (Batman #122-123 etc.), Hardcover 2022


Batman trifft wieder Deathstroke. Ans letzte Treffen denken wir nur ungern zurück, die letzte Storyline von Joshua Williamson (Abyss) war auch nicht gerade ein großer Wurf, nun aber versucht er sich an einem Event mit den beiden Antagonisten und der Familie al Ghul. Schauen wir uns das mal unvoreingenommen an.

Worum geht es? Ra’s al Ghul und Talia fliegen nach Washington D.C. und stellen sich den Behörden. Der Schurke bereut seine Genozidversuche und will endlich Verantwortung für seine Taten übernehmen. Außerdem will er die Lazarusgruben allgemein verfügbar machen. Doch daraus wird nix, denn in dem Moment wird er plötzlich ermordet – von Deathstroke. An eine Wiederbelebung ist nicht mehr zu denken, die Leiche verbrennt.

Daraufhin jagt Talia und ihren Ninjas Deathstroke und seine Secret Society of Super-Villains („Deathstroke Inc.“). Auch Sohn Damian (Robin) will seinen Opa rächen, auch wenn dieser Opa ihm selbst mal an den Kragen wollte (siehe The Ressurection of Ra’s al Ghul). Doch Slade Wilson behauptet, er sei unschuldig – ein Betrüger habe sich für ihn ausgegeben. Batman bemüht sich also zum einen um Schadensbegrenzung, zum anderen versucht er herauszufinden, wer der wahre Mörder ist.

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Ein guter Tag für den Pinguin

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Penguin

Autor/Zeichner: John Ridley/Giuseppe Camuncoli

Erschienen: 2022 (One-shot)


Der Pinguin ist am Ende. Ein ehemaliger Handlanger, der ihm früher den Schirm gehalten hat und sich nun „Umbrella Man“ nennt, hat ihm sein Imperium abgeluchst. Oswald Cobblepot sitzt nun mittellos auf einer Parkbank und kauft sich von seinen letzten zwanzig Dollar eine Pistole – ohne Kugeln. Eine kriegt er dann gratis als Almosen hingeworfen. Doch das reicht, es ist ein Anfang, um sich von ganz unten wieder nach oben zu arbeiten.

Der Pinguin sucht alte Weggefährten auf, um sie zur Zusammenarbeit zu überreden. Aus einer Kugel werden schnell drei, hinzu kommen zehn Dollar und so weiter …

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Underworld Unleashed: Der Pakt mit dem Teufel

DC Comics

Titel: Underworld Unleashed (dt. Underworld: Hölle auf Erden)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Howard Porter

Erschienen: 1995 (Underworld Unleashed #1-3), Paperback 1998, dt. Dino 1997; 2020: 25th Anniversary Edition


In der Hölle hat ein Neuer die Führung übernommen: Neron. Nun sucht der Dämon Verbündete auf der Erde und bietet reihenweise Deals an. Zuerst den Superschurken, dann den Helden. Die Schurken nehmen gerne an, besonders die Dauerversager, die ohnehin niemand ernst nimmt. Die kriegen coolere Kräfte oder Ausrüstung. Aber auch die Großen wie Luthor und Joker lassen sich auf den Teufelspakt ein, denn wer braucht schon eine Seele, wenn er kubanische Zigarren haben kann?

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Arkham City: Gotham wird zum Irrenhaus

Panini/DC Comics

Titel: Arkham City: The Order of the World (dt. Stadt des Wahnsinns)

Autor/Zeichner: Dan Watters/Dani, Nikola Cizmesija

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-6), Paperback 2022 (dt. Panini 2022, zusammen mit Batman: Urban Legends #8-10)


Nach dem Anschlag auf Arkham Asylum, dem A-Day, bei dem viele Insassen durch Giftgas getötet wurden, ist die Polizei damit beschäftigt, die geflohenen Patienten wieder einzufangen. Die Psychiaterin Dr. Jacosta Joy hilft dabei, sie hat mit den Straftätern gearbeitet. Also sammelt man die ganzen B- und C-Lister wieder ein: Ratcatcher, Mad Hatter, dann sind noch Double X und Professor Pyg auf freiem Fuß, Nocturna und Dr. Phosphorus haben eine WG gegründet.

Der Ten-Eyed Man (ein Gesichtsloser mit Augen in den Fingerkuppen) hat Großes vor: Er will ein Ritual durchführen, um sich vor dem Geist von Arkham zu schützen und Gotham vom Wahnsinn zu befreien – dazu sammelt er Körperteile. Dr. Joy begleitet ihn dabei, um wenigstens einem ihrer Patienten zu helfen, wie auch immer das aussehen mag. Und dann ist da noch der fanatische Azrael im Auftrag des Herrn unterwegs. Schwer zu sagen, wer hier noch normal ist.

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I Am Batman: Aller Anfang ist schwer

DC Comics

Titel: I Am Batman (dt. Ich bin Batman: Das Erbe des Dunklen Ritters)

Autor/Zeichner: John Ridley/Olivier Coipel, Stephen Segovia, Travel Foreman

Erschienen: 2022 (I Am Batman #0-5), Hardcover 2022; dt. Panini 2022


Wir gehen noch einmal zurück zu der Zeit von Fear State, bzw. kurz davor, nur diesmal aus der Perspektive von Jace Fox. Bereits in Second Son haben wir seine Vorgeschichte kennengelernt (vernachlässigt vom Vater, verwöhntes Kind, Fahrerflucht nach Unfall mit Todesfolge, später Vigilant), nun wird er endlich zu dem Batman, den wir schon aus Future State (The Next Batman) kennen.

Jace jagt noch immer einen Schurken namens Arkadine. Doch dann legt er sich mit dem Magistrate und den Peacekeepern an, einer hochgerüsteten, reaktionären Spezialeinheit, die Superhelden ersetzen soll. Als eine Demo gegen den Magistrate wegen Polizeigewalt eskaliert, steigt Jace in eine Batman-Rüstung, macht sich unbeliebt und geht fast dabei drauf. Was kein Grund ist, es danach nicht weiter als Batman zu versuchen, diesmal in einem ordentlichen Kostüm und mit Mundschutz, damit niemand erkennt, dass er nicht der Original-Batman bzw. schwarz ist.

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Arkham Rising: Magere Ausbeute

DC Comics

Titel: Detective Comics Vol. 3: Arkham Rising

Autorin/Zeichner: Stephanie Phillips, Mariko Tamaki, Matthew Rosenberg/David Lapham

Erschienen: 2022 (Detective Comics #1044-1046, Annual 2021), Hardcover 2022


„Did the inmates bring the madness with them? Or did it seep from the walls of the building itself …? … Infecting anyone who entered.“ (Batman)

Nach der Zerstörung von Arkham Asylum am „A-Day“ (siehe The Cowardly Lot), bei dem fast alle Insassen umgekommen sein sollen (wer’s glaubt), wird nun eine neue Anstalt errichtet: Arkham Tower, mitten in der Stadt. Doch das Ding ist nicht mal fertig, da gibt’s schon Ärger damit. Bauarbeiter werden verletzt, einer haut sich plötzlich den Schädel an der Wand ein und attackiert andere. Es stellt sich mal wieder die Frage, ob Arkham selbst den Wahnsinn hervorbringt, als wäre es verflucht. Dann taucht auch noch ein alter Mann auf, der die Baustelle zerstören will. Harley Quinn hilft Batman dabei, das Schlimmste zu verhindern.

Und dann jagen Batman und Nightwing einen Irren namens Peter Faust alias „The Meager Man“. Einst hat dieser versucht, Bruce Waynes Eltern umzubringen, diese Episode scheint aber keinen großen Eindruck bei Bruce hinterlassen zu haben, wenn davon noch nie die Rede war. Dann hat der gute Thomas Wayne Faust das Leben gerettet, nun zieht er wieder durch die Gegend und will Unschuldige meucheln, gekleidet in ein Kostüm aus Hühnerknochen …

Batman muss sich eine Standpauke von Nightwing anhören: „It’s not working, Batman. Taking sick people and locking them in boxes for years. The revolving doors of Arkham. The mass escapes at Blackgate.“ Batman weiß das natürlich längst. Deshalb hofft er, dass Arkham Tower ein Neuanfang sein wird …

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