Titel: The Man With the Automatic Brain
Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz
Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)
Riesige Requisiten sind das Markenzeichen von Batman im Golden Age. Die Riesenschreibmaschine steht fast schon symbolisch dafür und wird oft zitiert, etwa in Detective Comics #474 (1977) oder in Secret Origins Special #1 (1989) oder in Batman/Deadpool (2025). Doch wann tauchte sie eigentlich zum ersten Mal auf? Das geschah in Batman #52 von 1949. Batman und Robin sind einem neuen Bandenanführer auf der Spur, dem Thinker. Um seinen Namen gerecht zu werden, hat er einen übergroßen Kopf ohne Haare.
Doch statt selbst zu denken, verlässt er sich lieber auf künstliche Intelligenz, nämlich riesengroße Maschinengehirne, die er in riesigen Büsten berühmter Denker und Autoren wie Edgar Allan Poe, Euclid, Lucrezia Borgia und Arthur Conan Doyle eingebaut hat. Seine Handlanger tippen Informationen in Schreibmaschinen, eine riesige Schreibmaschine produziert riesige Lochkarten, damit werden die elektrischen Gehirne gefüttert und diese spucken dann Papierstreifen mit Lösungen für Probleme aus, etwa wie man eine Bank überfällt. Oder wer Batman wirklich ist. Der Thinker liest dann die Papierstreifen von einem Bildschirm ab und gibt seine Befehle.
Ganz schön kompliziert! Aber damals befand sich die Computertechnik noch in den Kinderschuhen. Jedenfalls: Batman bekommt Wind, dass der Thinker kurz davor steht, hinter die Geheimidentität zu kommen. Also fingiert er seinen Tod, indem er so tut, als würde er auf der Reling eines Schiffes balancieren und ins Wasser stürzen. Natürlich ist Vicki Vale auch da, fotografiert den Moment und Alfred kommt wegen Mordverdacht in den Knast. Auch Batman ist kein Aufwand zu gering!
Die Komplizen des Thinkers werben Alfred aus dem Knast an und bbrechen mit ihm aus, so können Batman und Robin ihnen zum Geheimversteck folgen. Alfred sabotiert die Denkmaschine, indem er einen Schraubenschlüssel hineinwirft. Die behauptet dann, Batman sei Alfred. In dem Moment taucht das Dynamische Duo auf, um der Bande eine Lektion mit Fäusten zu erteilen – und mit Kalauern. Während man auf der Tastatur rumhüpft und mit den Typenhebeln die Gauner verhaut, fallen geniale Sätze wie: „Do you use the touch system, too, Robin?“ – „No – I’m strictly a two-footed typist!“ – „You and your men are finished, ‚Thinker‘! Want us to spell it out for you?“ – „Hit the shift lock, batman, and let’s make this capital punishment!“
So viel Witz wie Bill Finger hat die künstliche Intelligenz bis heute nicht. Also merkt euch das, Kinder: Habt den Mut, euch eures eigenen Verstandes zu bedienen! Im Klartext: Selbst denken!

















