Der beste Batman-Film ever

Wem die Batman-TV-Serie der 60er zu peinlich ist, der hat die Serials der 40er nicht gesehen. Wem die immer noch nicht trashig genug sind, sollte sich Batman Meets Mr. Fizz von 1965 anschauen. Ein Jahr, bevor Adam West die Welt in Atem hielt, wurde dieser 13-minütige Studentenfilm an der UCLA gedreht.

Bruce Wayne ist ein alter Mann, der Milch zu trinken scheint, Robin hat starkes Übergewicht und raucht. Das billige Kostüme schlackert an Batmans hagerem Körper wie an einer Vogelscheuche. Die Kühlerfigur auf dem Batmobil ist eine Fledermaus aus Pappmaché, die so groß ist, dass sie die Sicht versperrt. Statt eines Blinkers hält Robin einen Fledermausflügel aus dem Fenster. Um sich zu stärken, trinkt Batman Suppe aus Fledermausdung aus Dosen.

Wer noch Handlung braucht: Der Schurke Mr. Fizz bedroht Stadt, Land und Welt. Der Mann mit Cape und Zylinder will alle Getränkeflaschen stehlen, denn ohne die gibt es keine Softdrinkindustrie, ohne die bricht die US-Wirtschaft zusammen und damit auch die USA. Alle Handlanger finden den Plan gut, auch wenn ein Rätsel bleibt, was das eigentliche Zweck des Ganzen ist. Egal: Zum Glück gibt es Batman und Robin, um diesen Tunichtgut aufzuhalten. Doch der hat noch ein Ass im Ärmel: Hypno-Seifenblasen!

Mit vielen schrägen Einfällen und Selbstironie ist dieser Kurzfilm ein charmanter Retrotrip in die Untiefen der Fan-Fiction. An technischen Details wie ordentlichem Schnitt, Ton und glaubwürdiger Action hält das Werk sich nicht länger auf als unbedingt nötig. Kurz gesagt: ein Meisterwerk!

Übrigens: Nur ein Jahr zuvor drehte Andy Warhol seinen unautorisierten Film Batman Dracula (1964), der leider nirgendwo gezeigt werden darf und in irgendeinem Archiv schlummert, aber das ist ein Thema für ein andermal …

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Gordon wird Streifenpolizist

DC Comics

Titel: Commissioner Gordon Walks A Beat

Autor/Zeichner: unbekannt/Howard Sherman

Erschienen: 1947 (Detective Comics #121), Hardcover 2018 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 5)


Commissioner James Gordon wurde nicht erst in den 80ern in seiner  Rolle angezweifelt und degradiert bzw. zum Rücktritt gezwungen (Batman #346). Das erste Mal verlor er seinen Job bereits 1947. Und auch das Bat-Signal musste leiden.

Die Story geht so: Batman und Robin folgen mal wieder dem Ruf des Bat-Signals. Doch im Polizeihauptquartier erwartet sie nicht Gordon, sondern ein gewisser Vane, der sich als neuer Commissioner vorstellt. Er entlässt Batman, man brauche ihn nicht mehr. Nichts Persönliches, er habe seine Befehle. Vane bittet ihn um seine Polizeimarke, die er als Aushilfspolizist bekommen hat (siehe Batman #7) und zerschlägt demonstrativ das Bat-Signal mit der Axt, während es noch leuchtet.

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Batman und der Film Freak

DC Comics

Titel: The Film Freak/Reeling/Box-Office Smash

Autor/Zeichner: Doug Moench/Gene Colan, Tom Mandrake

Erschienen: 1986 (Batman #395, Detective Comics #562, Batman #396), Paperback 2025 (DC Finest: Batman – Red Skies)


Ein neuer Schurke treibt in Gotham sein Unwesen. Er hat zwar kein auffälliges Kostüm, sondern trägt bloß Lederkluft und Glatze. Dafür hat er eine Masche: Er liebt Filme und zitiert bei seinen Taten die großen Klassiker. So ballert er zunächst vom Dach auf Polizisten und redet in Filmdialogen. Reporterin Julia Pennyworth findet schnell einen Namen für den Missetäter: Film Freak. Obwohl er keine besonderen Fähigkeiten hat, können ihn Batman und Catwoman auch mit vereinten Kräften nicht aufhalten und er entkommt.

Die beiden finden heraus, dass der Film Freak früher der erfolglose Schauspieler Burt Weston war (wohl eine Anspielung auf Adam West und Burt Ward). Um seiner Karriere einen Kick zu geben, hat er einst den Kollegen Al Jacobs beauftragt, einen Mord an ihm vorzutäuschen. In aller Öffentlichkeit, auf der Gotham Bay Bridge, hat Al so getan, als würde er Burt erschießen, und ihn dann von der Brücke geworfen. Doch der Publicity Stunt ging in die Hose. Keinen hat es interessiert. So sind die Leute in Gotham. Nicht mal ein kaltblütiger Mord auf einer Brücke haut sie noch vom Hocker …

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Batmans Zeitreisen: Ägypten

DC Comics

Titel: Bodyguards to Cleopatra/Secret of the Beast Paintings

Autor/Zeichner: Bill Finger/Dick Sprang, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1951/1961 (Detective Comics #167, 295), Hardcover 2019 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 7) [nur Detective #167]


Im Gotham City Museum wird ein neu erworbenes Fries aus Ägypten eingeweiht. Als Ehrenvorsitzender darf Bruce Wayne dabeisein. Das Fries zeigt neben einem Mann auf einem Streitwagen auch Pyramiden mit mit einem Bat-Signal. Wie kann das sein? Mittlerweile müssten Bruce und Dick wissen, dass es meistens damit zusammenhängt, dass sie in der Zeit zurückreisen. Aber sie lassen sich naiverweise von Professor Carter Nichols zurückhypnotisieren, um herauszufinden, was es damit auf sich hat.

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Batman und die Riesenschreibmaschine

DC Comics

Titel: The Man With the Automatic Brain

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)


Riesige Requisiten sind das Markenzeichen von Batman im Golden Age. Die Riesenschreibmaschine steht fast schon symbolisch dafür und wird oft zitiert, etwa in Detective Comics #474 (1977) oder in Secret Origins Special #1 (1989) oder in Batman/Deadpool (2025). Doch wann tauchte sie eigentlich zum ersten Mal auf? Das geschah in Batman #52 von 1949. Batman und Robin sind einem neuen Bandenanführer auf der Spur, dem Thinker. Um seinem Image gerecht zu werden, hat er zwar einen übergroßen Kahlkopf – doch mit dem Denken hat er sich nicht so.

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Serienkritik: „Batman: Caped Crusader“ Staffel 2

Prime Video/DC

Am Anfang ist die Bank. Die Tür wird in die Luft gejagt. Gangster hauen mit der Beute ab – bis Batman sich ihnen in den Weg stellt. Mit dieser ikonischen Startsequenz, ganz ohne Worte, brachte Batman: The Animated Series ihren Helden auf den Punkt. Unübertroffen. Am Anfang der zweiten Staffel adaptiert die Nachfolgeserie Batman: Caped Crusader dieses Intro, ohne ihm auch nur etwas von Wert hinzuzufügen. Im Gegenteil: Batman schnappt sich die Bande um den Riddler nicht, sondern lässt sie ohne sichtbaren Grund entkommen. Dieses eitle, aber fade Selbstzitat von Produzent Bruce Timm steht für den Rest der Serie: Ans Original reicht sie einfach nicht heran. Statt selbst erinnerungswürdige Szenen zu schaffen, bleibt sie generischer Durchschnitt.

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„Push the Wall“: Frank Miller über „The Dark Knight Returns“

Simon & Shuster/Saga Press

Daredevil, Batman, Ronin, Sin City, 300 – Frank Miller ist eine Comic-Legende, der dem Medium einige Meisterwerke beschert hat. Doch der alte Mann hat leider schon lange nichts mehr von Wert produziert. Seine Batman-Comics des 21. Jahrhunderts konnten nicht an den Erfolg seiner ikonischen Werke aus den 80ern anknüpfen. Seine Film-Adaption The Spirit war ein Reinfall. Auf seine Sin-City-Fortsetzung wartet man seit vier Jahren und man darf nicht zu viel erwarten. Nun hat Miller mit 69 Jahren seine Memoiren herausgebracht: Push the Wall. Der 200-Seiten-Band enthält nur wenige Bilder und gewährt leider keinerlei Einblicke in sein Skizzenbuch, aber ist dafür das erste lesenswerte Werk von ihm seit fast drei Jahrzehnten.

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Batmans Zeitreisen: Wikinger und die Entdeckung Amerikas

DC Comics

Titel: Batman and the Vikings

Autor/Zeichner: unbekannt/Bob Kane

Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)


Wir kennen das Schema mittlerweile: Bruce und Dick werden auf einen Anachronismus aufmerksam. Irgendein historisches Artefakt weist auf Batman hin, also lässt man sich von Professor Carter Nichols in die Zeit zurückschicken und geht der Sache nach, nur um herauszufinden, dass erst die Zeitreise dazu führt – der Kreis schließt sich. Als Batman und Robin bei den Wikingern landen, ist es etwas anders. Diesmal wird im Gotham Museum ein Stein ausgestellt, in den das Bildnis eines Wikingers eingraviert ist, der Bruce Wayne ähnlich sieht, dazu die Inschrift, die ihn als ehrlosen Feigling bezeichnet. Sofort bemerken die Besucher des Museums die Ähnlichkeit, zeigen mit dem Finger auf Bruce und nennen ihn einen Feigling. Schnell weg hier!

Frappierende Ähnlichkeit: Bruce Wayne und ein Wikinger (DC Comics)

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Eisner-Awards für Absolute Batman

Panini/DC Comics

Absolute Batman von Scott Snyder und Nick Dragotta erfreut sich nicht nur bester Verkaufszahlen, nun wurde die Serie auch mit dem Eisner-Award für die beste fortlaufende Serie ausgezeichnet. Die Serie war bereits im Vorjahr nominiert, hatte aber gegenüber Absolute Wonder Woman das Nachsehen.

Außerdem gab es einen weiteren Preis für Absolute Batman 2025 Annual #1 als besten One-Shot für Daniel Warren Johnson, James Harren und Meredith McClaren. Die Ausgabe soll im September im Sammelband Absolute Batman Vol. 3: Devil’s Workshop nachgedruckt werden. Einen deutschen Sammelband bringt Panini als „Deluxe Edition“ am 1. September heraus, mit den ersten 14 Ausgaben und dem Annual.

DC Comics

Für den „Batman Day“ am 19. September hat DC nun ein Heft angekündigt, in der zwei Kurzgeschichten über die beiden Batmen aus dem Absolute und dem Hauptuniversum erzählt werden: Batman of Two Worlds #1. Die eine stammt von Matt Fraction und Javier Fernández (Batman: One Bad Day – Two Face), die andere von Scott Snyder und Nick Derington (Batman Universe). Das Heft soll 24 Seiten umfassen und 2,99 US-Dollar kosten.

DC Comics

Als beste limitierte Serie wurde Absolute Martian Manhunter von Deniz Camp und Javier Rodriguez ausgezeichnet. Im August erscheint der zweite Teil als Paperback auf Englisch, im November auf Deutsch. Zeichner Javier Rodriguez wurde auch als bester Zeichner und als Cover Artist für seine Arbeit an Absolute Martian Manhunter, Batman & Robin: Year One #7 und The New Gods #8 geehrt. Autor Deniz Camp erhielt auch einen Eisner Award für die neue Serie Assorted Crisis Events (Image), die er zusammen mit Zeichner Eric Zawadski macht.

Nominiert war auch Batman (Vol. 4) von Matt Fraction und Jorge Jiménez als beste neue Serie. Der erste Sammelband, Daylight, ist bereits im Juni erschienen, der zweite – Blood & Money, soll im Dezember herauskommen.

Die Will Eisner Comic Industry Awards werden seit 1988 verliehen und gelten als prestigeträchtigste Preise für Kreative im Comic-Bereich.

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Batman gegen Catman

DC Comics

Titel: Nine Lives Has the Cat/Nine Cradles Of Death/Clothes Make the Cat(Man)

Autor/Zeichner: Gerry Conway, Doug Moench/Gene Colan

Erschienen: 1981/1984 (Detective Comics #509, Batman #371, Detective Comics #538), Hardcover 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2) [nur Detective #509]


Bei Batmans letzten Kampf mit Cat-Man (Thomas Blake) ist der Schurke in einen Geysir gefallen („Shadow of the Cat/The Cat Who Would Be King“, Batman #323-324, 1980). Angeblich hat er aber dank seines magischen Capes (das ihm neun Leben gab) überlebt, leider reichte es allerdings nicht, um sein Gesicht zu retten. Weil Catwoman einen Teil des Capes abgerissen hat, sieht Blake nun aus wie Two-Face. Nun will er den verlorenen Fetzen zurück, um sein Gesicht wiederherzustellen.

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