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Wie „Batman Returns“ entstand

Batman Returns, der zweite Teil von Tim Burtons Batman-Reihe, ist vielleicht ein Beispiel dafür, das eine Fortsetzung das Original übertreffen kann. Im Kritikerspiegel bei Rotten Tomatoes schneidet er jedenfalls deutlich besser ab (80 zu 71 Prozent). Zwar gibt es auch hier Albernheiten wie fliegende Regenschirme, Riesengummienten und eine Pinguin-Kamikaze-Armee, aber dank eindrucksvoller Darstellungen des Pinguins (Danny DeVito) und Catwoman (Michelle Pfeiffer) hinterlässt Batman Returns einen tieferen Eindruck als der Vorgänger.

Trotzdem gab es keine Fortsetzung. Offenbar war Tim Burtons Ansatz – trotz des Kassenerfolgs – zu düster und brutal für eine Filmreihe, die Spielzeuge verkaufen sollte. Dafür wird die Geschichte nun in einer Comicserie weiter erzählt: Batman 89.

Ein interessantes Making-of lässt Darsteller und Macher zurückschauen auf die Entstehung des Films.

Mehr zum Thema: Honest Trailer

Neuer Trailer zu „The Suicide Squad“

Am 5. August 2021 startet James Gunns The Suicide Squad in den deutschen Kinos. Bis dahin gibt es einen weiteren Vorgeschmack in Form eines neuen Trailers, dem offiziellen, nicht zu verwechseln mit der ersten Vorschau. Wir sehen Idris Elba als Bloodsport hinter Gittern, weil er Superman mit einer Kryptonitkugel angeschossen hat, Harley Quinn (Margot Robbie) sprüht über vor Blumen und wir erfahren etwas Wissenswertes über das Wort „Starfish“ …

Verbrecher Batman

Batman ist der Gute, denn er bekämpft Verbrecher – klar. Oder? In den ersten 40 Jahren (abgesehen vom ersten) war es zumindest so. In den letzten 40 wurde das immer mehr und wieder in Frage gestellt. Batman arbeitet außerhalb des Gesetzes, er ist ein Vigilant und daher per se illegal, was weitere Vergehen und Verbrechen nach sich zieht.

Wenn man sich die Filme anschaut, stellt sich eher die Frage, ob Batman wirklich mehr Gutes tut als dass er Schaden anrichtet. Dieses Fandom-Video geht der Sache nach, von Michael Keaton bis Batfleck, und findet eine ganze Reihe von Straftaten: unbefugtes Betreten, Vandalismus, Stalking, illegales Abhören, Fahrerflucht, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, Körperverletzung, Folter und natürlich Mord.

Welcher Film-Batman begeht wohl die meisten Verbrechen? Die spannendere Frage ist aber: Sind sie gerechtfertigt im Hinsicht auf die Verbrechen, die er verhindert?

Die Antwort überlasse ich euch. Aber ein fragwürdiger Charakter bleibt dieser Fledermausmann …

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Abrechnung mit dem DC Extended Universe

Nein, ich bin wahrlich kein Fan des „DC Extended Universe“ (DCEU), wie das derzeitige Filmuniversum von Superman, Batman und Wonder Woman genannt wird. Es hatte einen mehr als holprigen Start mit Man of Steel, wurde dann furchtbar mit Batman v Superman und Suicide Squad, bevor es sich dann mit Wonder Woman und Shazam berappelte, aber dann wieder abstürzte (Aquaman, Wonder Woman 1984) und immer noch wenige echte Highlights zu bieten hat.

Die Screen Junkies haben in einem Honest Trailer (dem 400.) zusammengefasst, was alles schief gelaufen ist, vor und hinter den Kulissen, und analysieren auf amüsante Art die wiederkehrenden Muster dieser Filme. Einen Anteil an der Unausgereiftheit der Filme dürften die chaotischen Produktionsbedingungen haben, wie man sie bei Zack Snyder’s Justice League erlebt hat. Doch da bleiben immer noch die deprimierenen Storys, unsympathischen Helden, nervigen Schurken und fragwürdigen Wortbeiträge. Und es scheint immer noch keinen vernünftigen Plan zu geben, wie man dieses Kinofranchise auf einen ordentlichen Kurs bringt wie bei Marvel. Mit eigenständigen Filmen wie Joker und dem kommenden The Batman hat man sich vom Snyderverse verabschiedet.

Bedenklich ist das Trollverhalten sogenannter Fans, die Soziale Medien für ihre aggressiven Snyder-Kampagnen missbrauchen. Dass sie mit Justice League Erfolg hatten, ist leider auch ein falsches Signal, das zeigt, dass man alles kriegt, wenn man nur laut genug schreit. Wenn es nur halb so viel Engagement für die wahren Probleme auf der Welt gäbe, bräuchte es keine Superhelden mehr …

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Wie Batman Beyond entstanden ist

Nach dem Reboot von Batman: The Animated Series mit dem Titel The New Batman Adventures kam das jähe Ende. Eine erfolgreiche Staffel, dann war Schluss. Der Sender WB Kids wollte etwas anderes: einen jungen Batman, einen Teenager. Produzent Bruce Timm war da nicht wirklich scharf drauf, wie er erzählt. Wie soll das auch gehen, wenn Bruce Wayne erst als Erwachsener Batman wurde?

Aus der Not wurde eine Tugend: Ein neuer Batman musste her, nicht Bruce Wayne, sondern ein Teenager, der in dessen Fußstapfen tritt. Ein Batman der Zukunft. Eine Kurz-Doku von IGN erzählt, wie die Zeichentrickserie Batman Beyond zum Klassiker wurde, den niemand wollte. Bemerkenswert ist, dass das Konzept innerhalb weniger Monate fertiggestellt werden musste – samt Design und neuer Schurkenriege. Die Schurken wurden aus Zeitnot heraus zuerst gezeichnet und dann mit einer Story versehen.

Batman Beyond wurde zum Erfolg: drei Staffeln und ein Joker-Film, der es in sich hat, wurden produziert. Es gab auch Pläne für eine Live-Action-Adaption. Daraus ist zwar nichts geworden, aber dafür gibt es zahlreiche Comics, die die Geschichte von Terry McGinnis weitererzählen.

Ein letztes Wort zum Snyder-Cut

Nachdem Zack Snyder’s Justice League endlich in der Welt ist und alle Snyder-Fans sich an der angeblichen Offenbarung laben, scheint dieses Kapitel noch lange nicht geschlossen zu sein. Denn es sind weitere Begehrlichkeiten geweckt. Jetzt heißt es: #RestoreTheSnyderVerse. Zack Snyder soll seine ursprünglichen Pläne in Fortsetzungen wahr machen, also mehr Batfleck und Superman in schwarz, mehr Darkseid und die Auflösung all der Cliffhanger aus dem überlangen Epilog …

Was mich angeht: Ich kann darauf gern verzichten und schaue mir lieber den Honest Trailer zum Snyder Cut an, das heißt, den richtigen, denn es hat schon mal einen gegeben, als der Snyder Cut noch ein Mythos war. Die Bilanz der Screen Junkies: Joss Whedons Justice League mag schlecht gewesen sein, aber Zack Snyders Film ist eben nur Mittelmaß.

Die Kritikpunkte kann man sich denken: Im Wesentlichen ist es dieselbe Geschichte, Superman macht alle anderen überflüssig, es gibt zu viele langatmige Erklärszenen mit Steppenwolf, zu viel Slow Motion und überhaupt ist der Film viel zu lang – sodass der eigentliche Titel lauten könnte Justice League: Longer, Bigger and Uncut. Der Trailer wirft auch interessante Fragen auf, etwa warum Martian Manhunter sich zwar die Mühe macht, als Martha Kent Lois Lane aufzubauen, sichaber nicht in der Schlacht mit den anderen nützlich macht. Aber seht selbst.

Hier noch einmal der Honest Trailer zum Snyder Cut vor der Veröffentlichung:

Batman mit acht Celli

Neil Heftis Main Theme der Batman-Serie mit Adam West ist so genial eingängig, dass sie schon in den 60ern oft gecovert wurde: von The Who, The Standells, Jan & Dean, The Ventures, The Markettes und Los Monjes. Aber hier kommt eine ganz andere Instrumentalversion: Samara Ginsberg spielt die Batman-Theme mit acht Celli.

Wie schon die Beatles übrigens bei Eleanor Rigby, nur dass die Beatles damals nicht an den Instrumenten saßen: Frau Ginsberg kriegt das Oktett hingegen ganz allein hin – und das nur mit zwei Händen. Und sie schafft es, zwischendrin noch, etwas zu lesen, zu trinken und mit dem Handy zu spielen. Beeindruckend.

Die Entstehung der Dark-Knight-Trilogie

Vor 15 Jahren startete Batman im Kino neu durch: Nach den albernen Kinofilmen der 90er hat Christopher Nolan mit Batman Begins den Superhelden geerdet und glaubwürdig gemacht. Christian Bale spielte einen überzeugenden Bruce Wayne, der zunächst sich selbst finden muss, bevor er alles verliert. Gesteigert wurde das Konzept in The Dark Knight, in dem Batman auf den Joker traf. Im dritten Teil, The Dark Knight Rises, ging dem Franchise leider die Puste aus.

Wer nachvollziehen will, wie die Dark-Knight-Trilogie entstanden ist, dem sei das oben stehende Video empfunden. In dem Making-of kommen die Macher zu Wort und erzählen von dem aufwendigen Prozess hinter den Filmen.

>> Liste der Batman-Filme und -Serien

Honest Trailer zu „Batman und das Phantom“

Für manche gilt der Animationsfilm Batman: Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom) als einer der besten Batman-Kinofilme. Zweifelsfrei ist dieses Prequel zu The Animated Series ein Glücksfall: unter hohem Zeitdruck entstanden, aber von einer Tiefe, wie man sie eher von den Spielfilmen erwarten könnte.

Die Screen Junkies haben mal versucht, in ihrem Honest Trailer das Ganze nicht ernst zu nehmen. Da man über den Film aber kaum etwas Schlechtes sagen kann, wirken die Witze aber etwas bemüht. Die ganzen anachronistisch Vergleiche zu späteren Batman-Filmen sind völlig deplaziert. Und so wird ein weiterer Versuch der Satire zur verkappten Würdigung.

Leider ist der Batman und das Phantom noch immer nicht in Deutschland auf Blu-ray erschienen (genauso wie die dazugehörige Serie). Man muss leider mit dem Stream vorlieb nehmen.

>> Liste der Batman-Filme und Serien

Alex Ross: Einblicke eines Comic-Künstlers

Seit drei Jahren erklärt Comic-Künstler Alex Ross seine Arbeit in seinem YouTube-Kanal. Meistens sind es kurze Clips zu einzelnen Themen, wie etwa Batman oder Shazam. Jetzt hat Ross ein halbstündiges Video veröffentlicht, in dem er nicht nur erklärt, was er seit der Coronakrise gemacht hat, sondern er beantwortet auch Fragen seiner Fans: zu seinem Meisterwerk Kingdom Come, zu seinem realistischen Malstil und zu seinem Arbeitsprozess. Das ist nicht nur für Zeichner und alle, die es werden wollen, interessant, sondern auch für alle Fans, die mehr über die Kunst und das Handwerk hinter den bunten Bildern wissen wollen.

Green Lantern, Aquaman, Flash, Superman, Batman, Wonder Woman, Martian Manhunter

JLA von Alex Ross (DC Comics)

Ross erklärt auch, was ihn zum Arbeiten antreibt – und das ist ernüchternd: Er muss ganz einfach Geld verdienen. Und sein Tipp, wie man ein Comiczeichner wird? Man muss es zu den Job machen, noch bevor man dafür bezahlt wird. Das heißt auch: viele Dinge zu zeichnen, auf die man nicht unbedingt Lust hat, nicht nur Pin-ups, sondern auch ganze Comicseiten. Am Ende ist das Dasein als Künstler also auch nur ein Broterwerb mit viel Kärrnerarbeit.

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