Matt Reeves erklärt das rätselhafte Ende von „The Batman“

Wenn das mal keine Klickbait-Überschrift ist! Ich dachte, was andere können, das kann ich auch. Worum geht’s? Um die vorletzte Szene von The Batman, in der der Riddler auf einen anderen Arkham-Insassen trifft. Wer Angst vor Spoilern hat, lese bitte erst weiter, wenn er den Film gesehen hat.

Die naheliegende Frage ist: Trifft der Riddler auf den Joker? Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Matt Reeves stellt in einem Video von IGN klar: Ja, aber nicht ganz. Dieser unbenannte Arkham-Insasse (gespielt von Barry Keoghan, bekannt aus The Killing of a Sacred Deer, Dunkirk und Eternals) ist nur eine Vorstufe des Schurken, der aber schon als Mörder aufgetreten ist und von Batman geschnappt wurde. Ursprünglich war noch eine weitere Szene im Film, in der Batman auf ihn trifft. Die Szene wurde jedoch rausgeschnitten und soll bei anderer Gelegenheit veröffentlicht werden.

[UPDATE: Hier ist die Szene:]

Reeves erklärt, dass sein Joker an den Stummfilm The Man Who Laughs angelehnt ist, der ohnehin den Joker inspiriert hat. Conrad Veidt spielt darin einen Mann, der von Kindheit an ständig ein Grinsen im Gesicht trägt. Dieser neue Noch-nicht-Joker soll durch eine Krankheit gezeichnet sein. Aus dieser Erfahrung soll er auch seine nihilistische Weltsicht haben: „From his birth life has been a cruel joke on him and this is his response“, sagt Reeves.

Ob das bedeutet, dass der Joker im nächsten Film auftaucht, lässt Reeves offen. Er weiß angeblich noch nicht, auf wen Batman treffen wird. Geplant ist – wie üblich – eine Trilogie mit Robert Pattinson in der Hauptrolle. Auch wenn sich Reeves Mühe gibt, eine neue Sicht auf den Joker zu zeigen, täte es gut, den Schurken eine Weile ruhen zu lassen. Es gab mit Jared Leto und Joaquin Phoenix zuletzt zwei Joker kurz hintereinander und Heath Ledger ist auch noch gut in Erinnerung. Zudem gibt es noch eine Reihe anderer, die noch nie in einem Batman-Film zu sehen waren oder eine zweite Chance verdienen: Mister Freeze, Man-Bat, Mad Hatter, Killer Croc, Poison Ivy etc.

Aber ohne den Joker scheint es heutzutage nicht mehr zu gehen.

2 Kommentare

  1. Danke für den Artikel, Lukas.
    Habe eigentlich nur ich ein Problem damit, dass manche Filmemacher Szenen in einen Film einbauen und diese dann im Nachhinein meinen erklären zu müssen, damit dem „dummen“ Publikum auch klar wird, was (bzw wer) da eigentlich zu sehen war??? Wenn etwas aussieht wie ne Pizza und riecht und schmeckt wie ne Pizza dann ist es ne Pizza. Das da am Ende von „The Batman“ in Nygmas Nachbarzelle in Arkham war der Joker, Punkt. Frühe Version hin, oder her. Ich persönlich war ohnehin nicht nur sehr überrascht, sondern auch ein wenig enttäuscht, dass man gleich im ersten Film schon wieder den Joker bemüht. Da redet Reeves ständig davon, dass er seine eigene Version auf die Leinwand bringen und etwas neues und frisches schaffen wollte und dann das. Naja. Ich persönlich möchte im sequel lieber den Hatter, Ivy, Croc oder Scarface sehen. Man-Bat, Mr. Freeze…genug Auswahl hat man ja wohl. DAS wäre wirklich mal etwas neues und frisches. Und nicht immer nur aufgewärmte Pizza.

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