Comic

Batman auf Weltreise

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DC Comics

Titel: Batman – The World

Autor/Zeichner: diverse

Erschienen: 2021 (One-shot)


„Leaving Gotham from time to time is good. It can be a breath of fresh air. But sometimes the smell is the same.“ (Batman)

Vor sechs Jahren jagte Batman den Joker durch Europa, besuchte Prag, Paris, Berlin und Rom, jetzt ist er auf Weltreise unterwegs: The World heißt der Band, den DC zum Batman-Tag veröffentlicht hat, gleichzeitig in all den 14 Ländern, die Batman hier besucht, auf allen Kontinenten – außer Australien und Afrika.

Na gut, Australien ist im Grunde nur ein einziges Land (auch wenn zu dem Kontinent noch ein paar Inseln gehören, ok). Aber warum nicht Afrika? An einem Mangel an Kriminalität kann es nicht liegen. Und unter 1,3 Millionen Einwohnern dürften sich bestimmt auch geeignete Autoren und Zeichner finden. Doch anscheinend gibt es auf dem gesamten Kontinent – von Ägypten bis Südafrika – keine nennenswerte Leserschaft und von DCs Seite offenbar auch kein Interesse daran, eine aufzubauen. Aber die können auch nicht alle nur Black Panther lesen. In Grant Morrisons Batman Incorporated, als der Dunkle Ritter Filialen in aller Welt eröffnet hat, gab es noch einen afrikanischen Batwing. Diesmal wird Afrika so ignoriert wie die Antarktis.

Erster Minuspunkt, noch bevor ich gelesen habe. Was ist mit den anderen 14 Ländern?

Batman als Tourist

Wie so oft, wenn Batman um die Welt reist (z.B. in Barcelona), entsteht der Eindruck, dass es hier vor allem darum geht, Sightseeing zu betreiben. Batman wird vor verschiedene Sehenswürdigkeiten gestellt, als würde er für Urlaubsfotos posieren. Die können sich dann die jeweiligen Comicgemeinden einrahmen oder ins Album kleben, nach dem Motto: Batman war (auch) hier! Und so ziehen auch wir in The World wie japanische Touristen alle paar Seiten von Attraktion zu Attraktion, um Batman mal hier und mal da zu sehen.

Den Anfang machen Brian Azzarello und Lee Bermejo (Batman: Damed, Joker) mit den USA. In diesem Land spielen zwar bekanntlich 99 Prozent aller Batman-Storys, aber hier gibt es gar keine Story, sonndern nur eine Art Prolog, der erklären soll, warum sich Batman als Weltbürger sieht. Man kann es sich denken: weil es überall Verbrecher gibt. Dazu sehen wir ein paar Pin-ups aus der klassischen Schurkenriege. Schön gezeichnet, sonst kaum Mehrwert, da kein Wort darüber, das die USA ausmacht.

Mit Catwoman im Louvre

Ansonsten besichtigen wir wieder Prag, Rom und Paris, in Paris natürlich den Louvre samt Mona Lisa. Fast möchte man rufen: Klischee ahoi!, aber die kleine Jagd zwischen Batman und Catwoman gelingt, weil sie am Ende überrascht. In Spanien umgeht Paco Roca sämtliche Klischees, indem er Bruce Wayne einfach an einem Küstenort Urlaub machen lässt. Viele wortlose Panels lang sehen wir den überanstrengten Helden nichts tun, außer sich gehen zu lassen – und das ist herrlich erfrischend.

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Batman in Frankreich, Spanien, Tschechien. (DC Comics)

Es wird immer dann peinlich, wenn die Autoren versuchen, so etwas eine Story zu erzählen: Eine Jagd nach Bane in der Türkei muss niemanden interessieren, denn hier geht es bloß darum, das Land vorzustellen. Ebenso in Warschau, wo Bruce Wayne versucht, eine polnische Tech-Firma zu kaufen und sich zunächst Clark-Kent-mäßig mit Brille verkleidet und tatsächlich erwartet, niemand würde ihn erkennen. In Prag geht es um einen Mad Scientist, der mit Telepathen experimentiert. In Mexiko darf Batman eine Geisterfrau von ihrem Fluch erlösen und steigt dazu tief in die Frühgeschichte der Stadt hinab. Na ja …

Manches ist etwas ambitionierter, fast schon experimentell: In Rom wird die Geschichte eines doppelköpfigen Superschurken namens Janus rückwärts erzählt, bis zu einer Szene, in der Batman die Eltern eines Jungen vor einem Attentäter schützt und gerade deshalb die Schurkenkarriere inspiriert.

Sozialkritik in China und Brasilien

Nun gut, aber wäre so eine Weltreise nicht mal wert, sich den wahren Problemen und Schurken auf der Erde zu widmen? Auch das gibt’s: In Deutschland (Bayern) will der Joker zwei Umweltaktivisten für sich gewinnen und hält selbst eine flammende Ansprache gegen Erderwärmung und Umweltverschmutzung. Zusammen mit den anderen will er Bäume pflanzen und sie mit dem Blut der Klimasünder düngen. Als Batman auftaucht, um ihn zurück in die USA zu bringen, bringt Joker die tiefgründigste Äußerung des Bandes:

„Home? Come on, Batman. I’m not needed there. A mad clown has already taken a dump on the desk of the oval office, and people still love him. Whereas the Germans are so sensible and joyles. They need the Joker!“

Sozialer Probleme nimmt sich Batman ebenfalls an. In China steigt der Held in eine landesübliche historische Rüstung und wehrt sich gegen eine aggressive Gentrifizierung, die seine eigene Firma verusacht hat. Bruce Wayne übernimmt Verantwortung für seine eigenen Fehler – zusammen mit einem Sidekick namens Panda Girl.

Einen großen Sprung in Sachen Relevanz macht das Team aus Brasilien. Da beginnt es mit Straßenkriminalität und endet bei einem korrupten Politiker, der sein Volk aufhetzt. Kommt uns das bekannt vor? Natürlich: Nach Trump wird mit Bolsonaro abgerechnet. Die Moral von der Geschicht: Die wahren Helden sind die einfachen Leute, sie können wirklich was bewirken – nur wie, das verrät uns Batman leider nicht. Und wem das noch nicht banal genug ist, der liest Sätze wie „Brazil is a country of many contrasts.“ – Diese Plattitüde dürfte in so ziemlich jedem Reiseführer zu jedem Land dieser Erde stehen.

In Japan setzt sich Batman als eine Art Samurai-Krieger für die Pressefreiheit ein. Ein Künstler, der ihn für eine Zeitung gezeichnet hat, wird verfolgt und bittet Batman um Hilfe. Doch der Dunkle Ritter will das nur tun, wenn der andere aufhört, ihn zu zeichnen. So soll er sich selbst schützen und Batman nicht als Helden glorifizieren. Als der Künstler sich weigert, ändert Batman seine Meinung: „People can draw what they want, unless it’s going to harm others.“

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Batman in Korea, Japan, Russland (DC Comics)

Jetzt könnte man sich fragen, inwiefern eine Zeichnung andere verletzen kann – und wäre gleich bei der Karikaturendebatte angelangt. Würde Batman also nicht sagen: „Je Suis Charlie“? Das bleibt offen. Und so bleibt auch The World ein Band, der niemandem wehtut, sondern – wie so oft bei Anthologien – eine bunte Wundertüte bildet, mit ein paar Perlen zwischen mäßigem Füllmaterial, auch visuell ist für jeden Geschmack was dabei, sogar im Mangastil.

Mein Highlight bildet die Episode aus Russland: Ein Zeichner erzählt, wie er als in der Sowjetunion einen Batman-Stift bekommen hat und daraufhin zum Zeichner wurde, wie er nach dem Fall der Mauer Batmans Abenteuer im Fernsehen verfolgte und ihm schließlich selbst begegnet ist. Das ist mal eine ganz andere Perspektive auf den Mythos, sehr sensibel dargestellt und mit einer schönen Wendung am Ende versehen.

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Wonder Woman trifft „Bat Hombre“

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DC Comics

Titel: Batman & Wonder Woman: Play Now … Die Later

Autor/Zeichner: Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1973 (The Brave and the Bold #105)


Wonder Woman trägt immer noch Weiß wie die Unschuld und auf dem Cover liegt sie ohnmächtig in Batmans Armen, der sie vor einer Harpune rettet – mit der Handlung der Geschichte hat es aber nichts zu tun.

Bruce Wayne amüsiert sich in einem spanischen Lokal in Gotham City, wo gerne Menschen aus dem Kriegsland San Sebastian verkehren. Dort trifft er die schöne Conchita und ihre Matrone. Auf der Straße werden die Frauen angegriffen, Bruce Wayne und Alfred bringen sie in Sicherheit, plötzlich ist eine Schießerei im Gange und Batman interveniert, um einen Jungen zu retten.

Entführung als Betrug?

Ein Mann namens Raoul Vasquez wird festgenommen. Er ist Revolutionär und stellt sich später als Bruder von Conchita heraus. Sie erzählen Bruce, ihr Vater sei entführt worden und sie können ihn nur gegen Lösegeld freibekommen. Bruce will das Geld auftreiben. Aber er durchschaut das falsche Spiel: Die beiden seien Betrüger, die das „spanish prisoner game“ spielen. Es gehe bloß darum, ihn abzuzocken.

Um sie zu entlarven, holt Batman Wonder Woman dazu. Sie gibt sich als neue Matrone für Conchita aus, begleitet sie zur Geldübergabe, aber die ganze Show scheint sehr überzeugend inszeniert zu sein, besonders als der Mann, der das Lösegeld entgegennimmt, erschossen wird. Nein, es ist kein Betrug, die Sache ist ernst.

Diana wird niedergeschlagen, Batman auch. Diana wird von ihrem Amazonenschutzengel gerettet (!?) und befreit dann auch Batman. Und um’s kurz zu machen: Gemeinsam befreien sie den entführten Vater von einem Schiff, Wonder Woman springt dabei durch ein Bullauge zur Rettung – und das nur, weil sie sich so schlank hält. Zum Schluss gibt es von Conchita einen Dankeskuss für „Bat Hombre“.

Habt ihr euch gerade beim Lesen gelangweilt? Ja, mir ging es ganz ähnlich …

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Clayface trifft Brainiac

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DC Comics

Titel: The 1,000 Tricks of Clayface and Brainiac

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Curt Swan

Erschienen: 1964 (World’s Finest #144), Hardcover 2019 (Batman & Superman in World’s Finest: The Silver Age Omnibus Vol. 2)


Brainiac will sich endlich an Superman rächen und stiftet Chaos, indem er Gefängnisinsassen befreit. Zufällig ist auch Matt Hagen darunter, der keine Zeit verliert, sich wieder in Clayface zu verwandeln. Diesmal hat er allerdings keine Reichtümer im Sinn, sondern einfach nur Rache an Batman und Robin.

Doch weil Jimmy Olsen sich bei einem Angriff von Brainiac auf Superman eine Dosis Kryptonitstrahlen zugezogen hat und daher gefährlich wird für den Helden, tauschen Superman und Batman ihre Sidekicks: Robin hilft Superman, Strahlemann Jimmy fährt im Batmobil mit. Während Robin versucht, einen Riesen-Robo-Käfer mit Kryptonit von Superman fernzuhalten und dabei fast draufgeht, fällt Jimmy auf einen falschen Batman herein, der zu ihm ins Batmobil steigt. Beinahe hätte Jimmy Clayface in die Bathöhle kutschiert. Doch kaum aufgeflogen, fliegt Clayface schon als Fledermaus davon (wie schon in Detective Comics #304).

Sidekicks tauschen Rollen

Dann lockt der Mann aus Lehm Batman und Jimmy zu einer Baustelle, verwandelt sich in ein stacheliges Monster und entführt Jimmy. Superman und Robin spüren Brainiacs Versteck im Wald auf. Aus irgendeinem Grund treffen dann Brainiac und Clayface aufeinander. Sie wollen sich verbünden, um ihre Gegner zu besiegen.

Ihr grandiosr Plan: Felsbrocken auf Jimmy Olsen werfen. (Dafür bräuchte es wirklich kein Genie wie Brainiac.) Superman muss ihn retten und sich der tödlichen Kryptonitstrahlung aussetzen. Aber ein Held muss tun, was ein Held tun muss. Superman stirbt ein Panel lang den Heldentod – doch nur scheinbar, denn Jimmy war bloß ein verkleideter Robin, der kurz zuvor schnell die Rollen mit ihm getauscht hat. Wie gut, dass in Robins Allzweckgürtel immer eine passende Perücke steckt.

Brainiac ist besiegt und damit Batman und Jimmy im Robin-Kostüm auch was tun dürfen, jagen sie auf Whirlybats Clayface hinterher, der sich (wieder) als Flugsaurier davonzumachen versucht. Und weil ihm unterwegs (wieder) die Kräfte ausgehen, dürfen die Helden ihm das Leben retten, bevor er in den Tod stürzt. Damit dürften die Rachepläne endgültig erledigt sein – jedenfalls bis zum nächsten Mal.

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Am 18. September ist Batman-Tag

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DC Comics

Es ist mal wieder so weit: Am Samstag, 18. September 2021, findet mal wieder der alljährliche Batman-Tag statt. Willkürliches Datum, reiner Marketingtermin, aber reden wir nicht davon, sondern lieber von den Goodies, die man als Fan abgreifen kann.

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DC Comics

Das Wichtigste: Batman: The World. Die Anthologie schickt Batman in Kurzgeschichten einmal rund um den Globus, nach Lateinamerika, Asien, Europa und darunter auch Deutschland, genauer: Bayern. Der Band ist bereits erschienen, und zwar zeitgleich auch in deutscher Übersetzung. Die gibt es als Paperback für 20 Euro, als Hardcover für 30 und als Premium-Edition für 49 Euro. Ob sich die Anschaffung lohnt? Das sage ich euch bald, ein (englisches) Exemplar liegt bereits auf meinem Tisch.

Ansonsten schmeißt Panini in Deutschland eine Runde Gratiscomics (eine Leseprobe aus Future State) sowie Sammelkarten mit Future-State-Motiven. Teilnehmende Comicläden findet ihr auf der Panini-Seite. Der Verlag bringt zu dem Tag eine Collector’s Edition von Die drei Joker heraus sowie Batman: Der weiße Ritter – Harley Quinn als Paperpack.

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DC Comics

Leser, die der englischen Sprache mächtig sind, können sich den neuen Sammelband zu Batman Black and White Vol. 5 holen. Für Hörer startet HBO Max den zehnteiligen Podcast Batman: The Audio Adventures. Die Hauptrolle wird gesprochen von Jeffrey Wright, bekannt als Felix Leiter aus den letzten Bond-Filmen und als „The Watcher“ in Marvels Serie What if? Außerdem wird Writgh im Kinofilm The Batman (2022) als James Gordon zu sehen sein.

Mit den Audio Adventures kehrt Batman gewissermaßen wieder ins Radio zurück. Eine eigene Serie in den 40ern wie Superman hatte er zwar nicht, tauchte aber in The Adventures of Superman auf. Zuletzt 1989 und 1994 widmete ihm die BBC zwei Hörspiele: The Lazarus Syndrome und Knightfall.

Ansonsten gibt es am 18. September eine Menge digitaler Angebote von DC und Comixology hat bereits einen Batman-Day-Sale für digitale Comics gestartet. Nicht wirklich billig, aber immer noch viel günstiger als sonst und es spart Platz im Bücherregal.

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Harley Quinn auf Joker-Jagd

Joker/Harley: Criminal Sanity

DC Comics

Titel: Joker/Harley: Criminal Sanity (dt. Psychogramm des Grauens)

Autorin/Zeichner: Kami Garcia/Mike Mayhew, Mico Suayan u.a.

Erschienen: 2019-2021 (#1-8), Hardcover 2021, dt. Panini 2021-2022 (#1-3)


„I’m an artist trying to create something exceptional.“ (Joker)

Mal wieder Joker, mal wieder Harley Quinn, denn wenn sich gerade etwas verkauft, dann diese beiden Namen. Und dann: Schon wieder ein neuer Origin, nachdem DC Black Label bereits Harleen herausgebracht hat?

Tatsächlich ist Criminal Sanity anders. Harley Quinn (die sich tatsächlich  von Anfang an so nennt) ist eine junge Profilerin für die Polizei von Gotham und arbeitet mit James Gordon zusammen. Statt Batman darf sie sich die Tatorte ansehen und sich in die Serienmörder hineinversetzen. Der Joker drapiert Leichen wie berühmte Kunstwerke, von Leonardos „Vitruvianischen Menschen“ zu Dalís „Venus von Milo mit Schubladen“.

Dieser Joker ist ein junger, durchtrainierter Mann mit kurzen grüngefärbten Haaren und einem rotverschmierten Mund, eine Kreuzung aus Heath Ledger und Jared Leto. Allerdings ist er gänzlich humorbefreit und bringt seine Opfer mit Drahtbügeln zum „Lächeln“. Harley hat eine Vergangenheit mit ihm: Ihre damalige Mitbewohnerin gehörte zu seinen ersten Opfern. Während also immer mehr Leichen auftauchen, erfahren wir, wie aus John Kelly der Joker wurde.

Joker als Batman-Ablösung?

Dabei lernen wir zwar: Nein, nicht alle Serienmörder sind Psychopathen oder geisteskrank. Viele sind erschreckend klar im Kopf und berechnend, was belegt, dass es doch das reine Böse im Menschen geben kann. Trotzdem bekommt auch der Joker eine traumatische Vorgeschichte samt Kindesmisshandlung angedichtet – einfach alles wird an dieser Figur rational hergeleitet, was ihm einiges vom Schrecken nimmt. Seine Opfer sind (meistens) Menschen, die „es verdienen“, daher wird er als Vigilant bezeichnet, der Batman ablösen könnte.

Dem Joker gefällt das gar nicht. Er sieht sich als Künstler, der etwas Außerordentliches schaffen will. Leider fällt ihm nicht auf, dass er bloß andere plagiiert. Und auf welches Kunstwerk er sich am Ende bezieht, wenn er die Besucher eines Rockkonzertes mit einem tödlichen Gas aussetzt, wird nicht klar. Das ist inkonsequent.

Batman schafft den Joker mit

Trotzdem: Criminal Sanity gelingt ein frischer Ansatz für das Altbekannte. Harley Quinn rutscht nicht in den Wahnsinn hinab, wird nicht zu Jokers Gefährtin, sondern bleibt eine entschlossene Kämpferin gegen ihn, auch wenn sie ihn zwischendurch (seltsamerweise) davonkommen lässt. Daher braucht es in dieser Story auch keinen Batman und er spielt hier auch fast keine Rolle. Nur am Anfang wird sein fahrlässiges Fahrverhalten Auslöser für einen Autounfall, bei dem die Mutter von John Kelly getötet wird. Damit erschafft er den Joker mit, als Kollateralschaden.

Auch visuell überzeugt die Story weitgehend: Die Haupthandlung ist in Schwarz-weiß und in einem stimmungsvollen, hyperrealistischen Stil gehalten, der an Lee Bermejo (Joker) erinnert. Die farbigen Rückblenden allerdings sind in den ersten zwei Kapiteln fotorealistisch, und zwar so, dass  man tatsächlich Fotos von Menschen genommen und sie am Computer leicht nachbearbeitet hat. Nun ist es kein Geheimnis, dass manche Zeichner Fotomodells benutzen, aber das hier sieht zu sehr nach Bravo-Foto-Love-Story im Uncanny Valley aus.

Ist das 35 Euro wert, wie die US-Ausgabe kostet? Vielleicht. Auf keinen Fall 60 Euro, wie man für die drei Bände der deutschen Ausgabe berappen muss.

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Batman und Wonder Woman beim Autorennen

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DC Comics

Titel: Batman & Wonder Woman: The Widow-Maker

Autor/Zeichner: Mike Sekowsky

Erschienen: 1970 (The Brave and the Bold #87), Paperback 2018 (Batman in The Brave & the Bold: The Bronze Age Vol. 1)


Batman beim Autorennen? Mit Bat-Helm samt Logo und Ohren, mit flatterndem Cape im Rennauto, auf dem der Name WAYNE prangt? Und Diana Prince alias Wonder Woman jagt im Auto nebenher? So einiges mutet in dieser Geschichte sehr verkehrt an. Aber der Reihe nach.

Im Jahr 1969 verlor Wonder Woman ihre Kräfte und ihr Kostüm und bekämpfte als Diana Prince in Weiß das Verbrechen, während sie nebenher eine Modeboutique betrieb. Ihr Mentor wurde I Ching, ein blinder Chinese, der sie auch hier begleitet, als sie sich bei einem Autorennen in Frankreich eine Modenschau ansieht.

Bruce Wayne flirtet mit Diana Prince

Zufällig ist auch Bruce Wayne da, weil er gerade selbst beim Rennen mitfährt. Er weiß, dass Diana Wonder Woman, sie aber nicht, dass er Batman ist. Bruce will trotzdem mal Hallo sagen. Nicht nur weil Amerikaner im Ausland zusammenhalten müssen (!), sondern auch, weil sie „very, very pretty“ ist (!!). Also baggert Playboy Bruce drauflos, auch wenn er gar kein Playboy mehr sein will.

Zufällig findet Diana heraus, dass ein deutscher Rennfahrer namens Willi van Dort, der den „Widow Macher“ fährt, jeden umlegt, der seinen Sieg gefährdet – in dem Fall Bruce. Der nimmt es zunächst mit Willis Handlangern selbst auf, als sie nachts in seine Werkstatt einbrechen, um sein Auto zu sabotieren. Als er Diana und Ching sieht, lässt er sich helfen, damit die anderen nicht hinter sein Geheimnis kommen. Dabei leidet das Ego: „I can’t let a woman and a blind man rescue me — My male ego won’t let me!“ Man sieht: Macho Batman ist noch nicht wirklich in der Moderne angekommen.

Warum Diana kein Rennen fahren darf

Bruce bekommt einen Schlag auf den Kopf und darf auf ärztliche Anweisung hin nicht mehr Rennen fahren. Diana will für ihn übernehmen, doch Bruce weist sie ab mit den Worten: „You don’t have a racing licence, among other things!“ Was diese „anderen Dinge“ sein sollen, bleibt offen, aber man kann es sich denken: Diana ist eben kein Mann. Und der einzige Mann, der mit Bruce Wayne mithalten kann, ist Batman – daher lässt er lieber ihn für sich antreten. Er tut so, als würde er dafür James Gordon anrufen. Zum Glück tut er nur so, denn der Polizeichef hat sicher Besseres zu tun. Batman aber anscheinend nicht, denn er stürzt sich samt Publicitymeute ins Rampenlicht und setzt sich in ein Auto, auf dem WAYNE steht, ohne dass auch nur jemand Verdacht schöpft.

Leider ist Willi auch nicht gut auf Batman zu sprechen, der der Held einst den Vater, einen größenwahnsinnigen Schurken, hochgenommen hat. Während Batman also das Rennen fährt, versucht Willi mit allerlei schmutzigen Tricks, ihn auszuschalten. Seltsamerweise merkt das sonst niemand. Um ganz sicher zu gehen, hat Willi rund um die Rennstrecke seine Leute aufgestellt, die Batmans Reifen zerschießen sollen. Diana fährt also herum und schaltet die Attentäter aus, während Batman sich gegen Klingen, Blendattacken und Ölspuren wehren muss.

Den Platten kriegt dann Diana, doch alle Probleme lösen sich von selbst, denn Willi wird unabsichtlich von seinem eigenen Lakaien ins Jenseits befördert. Egal, denn Hauptsache Batman siegt. Und ohne eine Träne für den Toten zu vergießen fragt für Bruce, ob Diana mit ihm essen will. Ja, sagt sie, aber nur wenn er die Kaution für sie zahlt, denn sie ist wegen Autodiebstahl dran …

Auch abgesehen vom Chauvinismus: eine selten dämliche Story.

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Clayface wird Superman

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DC Comics

Titel: The Clayface Superman

Autor/Zeichner: Dave Wood/Jim Mooney

Erschienen: 1964 (World’s Finest #140), Hardcover 2019 (Batman & Superman in World’s Finest: The Silver Age Omnibus Vol. 2)


Es beginnt – mal wieder – mit einem Knastausbruch. Matt Hagen hat eine Flasche mit seinem Zaubermittel (verwandelt als Maulwurf) im Hof des Gefängnisses vergraben, nun gräbt er es wieder aus, trinkt und macht sich als Geier auf und davon. Dann braut er sich erst mal neues Zeug zusammen, das aber nur fünf Stunden wirkt. Genug, um verwandelt als Hund, sich eine wertvolle Briefmarkensammlung zu schnappen.

Batman und Robin jagen auf Whirlybats hinterher, versuchen ihn wieder mit einem Lasso einzufangen, doch er kommt als Delfin davon. Das Dynamische Duo scheint nicht dazu zu lernen. Aber es zählt ja zum Glück, was unterm Strich raus kommt. Und es mag woh an dieser Erfolgsquote liegen (100 Prozent), dass sie von der Stadt mit einem eigenen Batman Day geehrt werden. Doch dann klaut Clayface die goldene Batman-Trophäe.

Zum Glück ist Superman da! Doch als Clayface den Stählernen heranfliegen sieht, kommt ihm die beste Idee überhaupt: Er nimmt die Form von Superman an. Und siehe da: Mit der Form kommen auch sämtliche Superkräfte hinzu! Nachdem ein Duell im Untentschieden endet, raubt Clayface-Superman Banken, Geldtransporter, Museen, Juweliere aus und da er vor lauter Gier vergessen hat, eine Tasche einzupacken, die groß genug ist, wirft er das Raubgut auf die Straße und rollt es im Asphalt ein. Doch mit dem riesigen Swag-Wrap kommt er nicht weit.

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Clayface-Superman rollt seinen Swag-Wrap. (DC Comics)

Denn mit den Superman-Kräften kommen auch die Schwächen: Clayface knickt ein vor Kryptonit. Superman bringt beim zweiten Mal ein Stück rotes Kryptonit mit, das Clayface durchdrehen lässt. Zuerst will er ein Passagierschiff versenken, dann zerreißt er Elektroleitungen und schließlich entdeckt er Batmans Geheimidentität und schreibt sie in die Luft – die größte anzunehmende Katastrophe in einem Batman-Comic früher Jahre.

Doch bevor das Geheimnis publik wird, lassen auch schon die Kräfte nach. Fünf Stunden sind rum. Und zum Glück kann sich Hagen später an nichts mehr erinnern. Glück gehabt.

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Batman gegen Kindesmissbrauch

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DC Comics

Titel: Batman: The Ultimate Evil (dt. Das Geschäft des Bösen)

Autor/Zeichner: Neal Barrett Jr./Denys Cowan

Erschienen: 1995 (Zweiteiler), dt. Carlsen 1997


„… I haven’t been fighting crime, Alfred — I’ve been fighting criminals.“

Manchmal kommt es vor, dass Batman nicht nur gegen Superschurken kämpft, nicht nur gegen Verbrecher, sondern es auch mit dem Wurzel allen Übels zu tun bekommt. In The Ultimate Evil stellt er sich die Frage: Wie werden Menschen überhaupt zu Verbrechern? Durch Armut? Nicht nur, sondern oft durch ihre Misshandlung bzw. den Missbrauch als Kinder.

Diese Lektion erteilt die Sozialarbeiterin Debra Kane Bruce Wayne. Sie arbeitet für die Gotham Child Protective Services und führt Bruce in eine Parallelwelt, die ihm bisher fremd war: Sozialbausiedlungen, in denen Väter ihre Kinder schlagen oder sexuell missbrauchen. „It’s not sick, Bruce, it’s evil!“, sagt sie. Doch nicht alle diese Opfer würden kriminell. Man habe immer eine Wahl.

Verkaufte Kinder

Batman begibt sich in die tiefsten Abgründe dieser Problematik. Ein Sträfling erzählt ihm von Kinderpornografie, Zwangsprostitution von Minderjährigen (also sexuelle Ausbeutung) und Kinderhandel. Batman ermittelt daraufhin undercover, sein Weg führt ihn in eine fiktive Diktatur in Südostasien, wo Menschen in Armut ihre Kinder an Kriminelle verkaufen. Diese Kinder werden sexuell missbraucht und ausgebeutet. Batman führt eine Rebellion gegen die Verbrecher an, die auch politische Unterdrücker sind.

Das allein ist harter Stoff – härter als alle Gewaltexzesse, die man sonst von Superhelden-Comics kennt, denn selten werden Kinder als Opfer des Schlimmsten gezeigt. Hier ist allein das Reden darüber und die reine Andeutung in Bildern so furchtbar, dass man es sich nicht ausmalen will. Zudem ist man abgestoßen davon, wie abgebrüht die Beteiligten über das Thema sprechen, als wäre es nur ein Geschäft unter anderen. Ein jungfräuliches Kind für 24 Stunden zur freien Verfügung zu kaufen, ist für die Profiteure nur eine Frage des Preises. Kinder werden nicht nur zur Ware, sondern zum Wegwerfprodukt – menschenverachtender geht es nicht.

Martha Wayne gegen Pädophile

Leider ist die Geschichte nicht ganz stringent erzählt. Anfangs geht es mehr um verschiedene Facetten des Verbrechens auf der Straße, wohl damit Batman auch etwas zu tun hat, bevor es zur Hauptsache kommt. Doch als Alfred Bruce zeigt, dass bereits Bruces Mutter Martha gegen einen internationalen Ring von Pädophilen ermittelt hat und deswegen zusammen mit Ehemann Thomas ermordet wurde, wird das Pathos übertrieben: Bruce hat daraufhin ein persönliches Motiv und leistet einen Schwur, als würde es nicht reichen, dass ein Verbrechensbekämpfer sich eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt annimmt, einfach weil es sein Job ist.

Batman rettet also einige Kinder und lässt den Pädodophilen-Ring zerstören – das ist alles gut gemeint, und man kann durchaus diesmal gelten lassen, dass vor allem der gute Wille zählt und der Mut, so ein hartes Thema in einem Mainstream-Comic zu verhandeln, ohne zu verharmlosen oder zu vereinfachen. Denys Cowans rauhe, sperrige Zeichnungen passen dazu sehr gut. Es soll nichts schöngezeichnet werden.

Über 220 Millionen Opfer weltweit

Die letzten fünf der rund 100 Seiten beschreiben in einem Nachwort eindrücklich die Hintergründe, wie frei Kindersex-Tourismus in Südostasien in den 80ern und 90ern beworben und zu wenig dagegen getan wurde. Aktuellere Zahlen sind erschreckender: Die Vereinten Nationen schätzten 2009, dass weltweit 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zum Sex gezwungen werden (Quelle: UNICEF). Im Jahr 2020 hat es in Deutschland laut Polizeilicher Kriminalstatistik 14.500 Fälle von Kindesmissbrauch gegeben (ein Anstieg von 6,8 Prozent), 18.761 Fälle von Missbrauchsabbildungen – ein Anstieg von 53 Prozent. Laut Schätzungen waren oder sind pro Schulklasse ein bis zwei Kinder sexueller Gewalt ausgesetzt (Quelle: BKA).

Jedes einzene Opfer ist eines zu viel. Dagegen ist selbst Batman machtlos. Aber ein Comic wie dieses kann dafür sensibilisieren. Es wäre an der Zeit, es nachzudrucken oder zumindest das Thema wieder aufzugreifen.

Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch0800-22 55 530 (kostenfrei und anonym)

Hinweis: The Ultimate Evil basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andrew Vachss, der aber nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Auf Englisch ist er noch zu kaufen.


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DC Fandome am 16. Oktober 2021

Da es auch im zweiten Corona-Jahr keine San Diego Comic-Con gab, veranstaltet DC wieder sein eigenes Fan-Event im Netz: DC Fandome soll am 16. Oktober als Livestream viel Neues bieten, darunter natürlich Trailer neuer Kinofilme. DC Fandome ist kostenlos und wird unter anderem mit deutschen Untertiteln angeboten.

DC verspricht einen neuen Trailer zu The Batman, einen ersten Blick auf Black Adam (mit Dwayne Johnson in der Titelrolle), einen Sneak Peak auf The Flash (mit Michael Keaton und Ben Affleck als Batmen) und einen Blick hinter die Kulissen zu Aquaman and the Lost Kingdom sowie Shazam! Fury of the Gods. Bis auf den letzten sollen alle diese Filme im Jahr 2022 ins Kino kommen, der zweite Shazam 2023.

Noch keine Infos gibt es zum geplanten Batgirl-Film, der ebenfalls 2022 erscheinen soll, allerdings nur auf HBO Max. Leslie Grace soll die Hauptrolle spielen, J.K. Simmons ist wieder als James Gordon vorgesehen. Das Drehbuch stammt von Christina Hodson, die bereits Birds of Prey und The Flash geschrieben hat.

In Sachen Animation gibt es Vorschauen auf die neue Serie Batman: Caped Crusader und auf zwei Filme: Injustice, nach dem gleichnamigen Game und der Comicserie, sowie den Heist-Movie Catwoman: Hunted.

Wonder Woman und Batgirl lieben Batman

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DC Comics

Titel: Batman & Wonder Woman & Batgirl: In the Coils of Copperhead

Autor/Zeichner: Bob Haney/Bob Brown

Erschienen: 1968 (The Brave and the Bold #78), Paperback 2018 (Batman in The Brave & the Bold: The Bronze Age Vol. 1)


Als Ende der 60er die Batmania tobte – oder bereits abflaute – wurde The Brave and the Bold zu einer Serie mit Batman-Team-ups. Nach illustren Gestalten wie Plastic Man und Atom bekommt Batman nicht nur erstmals in der Serie eine weibliche Kampfgefährtin zur Seite gestellt, sondern gleich zwei von der Sorte: Wonder Woman und Batgirl! Warum ich das betone? Nun, weil es der Autor selbst heraushebt, als wäre es etwas Besonderes. Der Subtext liest sich so: Wenn schon eine Frau, dann müssen schon zwei her, um mit den Männern mitzuhalten.

Vielleicht liegt es daran, dass der Gegner eine Schlange ist – und das ging in der Menschheitsgeschichte bekanntlich von Anfang an nie gut. Aber jetzt gibt es eben Double Trouble. Die Schlange ist Copperhead, ein Mann im Vipernkostüm, der einer Königin (von was wird nicht gesagt) die Tiara klaut. Commissioner Gordon ist ziemlich sauer, dass Batman ihn hat entwischen lassen. Also überlegt der Held haarscharf, wo Copperhead als nächstes zuschlagen könnte: wahrscheinlich will er Montezumas Helm. Gut geraten.

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Wonder Woman lässt es alle Welt wissen: Sie liebt Batman. (DC Comics)

Doch zwei Tage später tauchen die Frauen auf und machen alles komplizierter. Wonder Woman fliegt über Gotham und schreibt mit Rauch „I LOVE BATMAN“ in die Luft. Kurz darauf erscheint Batgirl und macht darauf „ONLY I LOVE BATMAN – BATGIRL“ draus. Es beginnt der Kampf der Liebestollen. Batman muss mit dem Whirlybat dazwischengehen und dann sogar Batgirl vor einem Sturz retten. Die beiden benehmen sich wie zwei verrückte Waschweiber.

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Wonder Woman setzt Batman ein Denkmal aus Gold. (DC Comics)

Batman erteilt beiden eine Abfuhr: „We’d make an incongruous pair!“, sagt er zu Wonder Woman, und zu Batgirl: „It wouldn’t be a match!“ Dessen völlig ungeachtet beginnt ein Wettbewerb um Batmans Gunst – die Presse schaut zu. Wonder Woman schleppt Schätze heran, Batgirl schenkt ihm ein pinkes Batmobil, Wonder Woman fertigt eine Batman-Statue in Überlebensgröße aus Gold an, Batgirl schenkt ihm ein neues Cape. Beide kaufen ihm einen mit Diamanten besetzten Allzweckgürtel.

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Fataler Kuss: Wonder Woman entbrennt für Batman. (DC Comics)

Derweil geht Copperhead einkaufen, ohne zu bezahlen: im Museum. Batman wird sofort alarmiert, er eilt hin, aber da ist die Schlange schon weg, ohne den Helm gestohlen zu haben. Da wird klar: Das ganze Theater mit den Heldinnen war bloß inszeniert, um den Dieb in falsche Sicherheit zu wiegen. Zurück bei den Frauen, geht der Wahnsinn wieder von vorn los – und zwar schlimmer als zuvor. Denn als Wonder Woman Batman küsst, entbrennt sie wirklich in Liebe für ihn und Batgirl wird eifersüchtig. Sie lassen ihn nicht mehr weg. Copperhead nutzt seine Chance und klaut Montezumas Helm.

Während die Frauen weiterkämpfen, hört der Schurke, dass Batgirl ihre Geheimidentität und die von Wonder Woman irgendwo aufgeschrieben hat. Er eilt zum Versteck, WW folgt ihm, vernichtet die Beweise, dann betäubt er sie mit Schlangengift, später knockt er auch Batgirl aus. Batman wird im Kampf ebenfalls vergiftet, er kann gerade noch so den Gegner ausschalten. Dann rettet Batgirl ihrem Geliebten mit einem Gegengift das Leben.

Die Sache mit der Liebe haben sich die beiden Furien auf der letzten Seite anscheinend aus dem Kopf geschlagen. Als die Arbeit getan ist, düsen sie ab und bieten noch ihre Hilfe für weitere Abenteuer an. Aber Batman sagt höflich: „I know, but I’ll call you, girls — don’t you call me!“

Die Frauen haben sich also mit dieser peinlichen Aktion wenigstens halb bewährt. Den Bechdel-Test haben sie nicht bestanden.

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