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Neues Comic: Dark Knight Returns – The Golden Child

Dark Knight Returns: The Golden Child

DC Comics

Frank Miller kehrt zu Batman zurück. Nach seinem Dark Knight Returns: Last Crusade, in dem er die Vorgeschichte von Robin erzählt hat, kommt im Dezember ein weiterer One-Shot heraus, der im selben Universum spielt: Dark Knight Returns: The Golden Child erzählt, was nach Dark Knight III: The Master Race passiert.

Carrie Kelley ist von Robin, Catgirl und Batgirl zur Batwoman aufgestiegen. Zusammen mit Supermans Tochter Lara müssen sie gegen den jungen Jonathan Kent kämpfen, denn der Goldjunge trägt eine große Kraft in sich, die die Welt bedroht …

The Golden Child wird gezeichnet von Rafael Grampá, der bereits auch als Künstler für Batman aufgetreten ist. DC verspricht eine „Dark Knight story like nothing you’ve ever seen before“. Es würde schon reichen, wenn Frank Miller endlich mal wieder etwas erzählt, was seinen früheren Qualitäten als Erzähler gerecht wird.

Der One-shot im Prestige-Format soll 48 Seiten umfassen und 5,99 US-Dollar kosten. Erscheinen wird er am 11. Dezember 2019 unter DC Black Label.

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Neu aufgelegt: Batman – The 1989 Movie Adaptation Deluxe Edition

Batman Movie Adaptation 1989

DC Comics

Die 80er-Jahre-Nostalgie nimmt kein Ende. 30 Jahre nach dem Erscheinen von Tim Burtons erstem Batman-Film (1989) legt DC seine Comic-Adaption neu auf. Geschrieben wurde sie von Dennis O’Neil und gezeichnet von Jerry Ordway. 144 Seiten als Hardcover. Für 20 US-Dollar. Die Veröffentlichung ist für den 29. November geplant.

Es kann nur Nostalgie der Grund dafür sein, denn Comics zu Spielfilmen sind so nutzlos wie ein Kropf. Die Filme basieren ja bereits auf den Comics (in diesem Fall bediente man sich bei Strange Apparitions) und wer will schon den Comic zum Film lesen, wenn er sich auch den Film anschauen kann, denn der Film hat ja den Vorteil, bewegte Bilder zu zeigen und auch noch nach etwas zu klingen, während ein Comic zum Film bloß so etwas wie ein in Panels gepresstes Storyboard ist, bei dem nur die Seiten beim Umblättern rascheln.

Batmobile 1989 Movie

Bitte einsteigen: Batmobil 1989.

Solche Adaptionen hat es zu jedem Batman-Film gegeben. Und nie haben sie bleibenden Eindruck hinterlassen. Wer soll das also lesen? Wahrscheinlich dieselben, die sich auch die „Bücher zum Film“ kaufen, in denen man das Drehbuch ausgeschmückt in Romanform nachlesen kann. Braucht auch kein Mensch.

Allerdings geht es auch andersrum: Bereits im vergangenen Jahr sind zu den Comic-Klassikern Mad Love, The Killing Joke und The Court of Owls ebenfalls Roman-Adaptionen erschienen. Heißt also: Comics ohne die grandiosen Zeichnungen von Bruce Timm, Brian Bolland oder Greg Capullo.

Aber zurück zum Comic. Die erinnert nämlich gleich auf Seite eins daran, dass wir es mit einer Film-Adaption zu tun haben: „It’s just a movie for heaven’s sake“, lautet der erste Satz. Wir sehen ein Kinopublikum im halbdunklen Saal sitzen, vor ihm entrollt sich ein Filmstreifen, auf dem die erste Szene zu sehen ist: Die Familie will ins Kino, schafft es aber nicht dorthin.

An einigen Stellen weicht der Comic vom Film ab, weil dem Autor nur das Drehbuch zur Verfügung stand und man kurzfristige Änderungen nicht mehr berücksichtigen konnte. Welche das sind, kann man dann bald selbst herausfinden. Und wen das alles nicht interessiert, kann zumindest die gelungenen Seiten von Jerry Ordway genießen, der geschickt die Atmosphäre des Films einfängt – so gut das eben in diesem Medium geht.

80 Jahre Batman: Eine Bestandsaufnahme

Der Autor Timur Vermes hat Ende August bei Spiegel Online Batman zum 80-jährigen Jubiläum ein Armutszeugnis ausgestellt: „Batman ist 80 und hat ein Problem: In seinem Universum läuft ihm der Joker den Rang ab – denn der Dunkle Ritter schmort heute viel zu oft im eigenen Saft“, heißt es da. Batman – ein „Wegducker“, denn er er befasse sich „nicht mit der Welt, nur mit sich selbst.“ Vermes wünscht sich mehr Realismus, wie zu Zeiten von Neal Adams in den 70er Jahren. Batman soll heute lieber gegen Pharmahersteller, Terroristen und rassistische Präsidenten kämpfen. „Kurz: Batmans eigentliche Baustelle.“ Aber ist das wirklich so?

Als Belege führt Vermes einige aktuelle Bände wie Batman Metal, Der Weiße Ritter, Joker-Riddler-Krieg und Batman vs. Deathstroke an, aber auch die Storyline Niemandsland, die allerdings aus dem Jahren 1999 und 2000 stammt. Eine 20 Jahre Geschichte dient nicht gerade als Maßstab für den heutigen Batman, das allein macht Vermes‘ Analyse fragwürdig, aber auch die restliche Auswahl wirkt eher willkürlich und nicht beispielhaft für den aktuellen Batman.

Aber gehen wir es mal durch: Zugegeben, weder der Joker-Riddler-Krieg noch Batman vs. Deathstroke sind Meisterwerke. Und Metal ist tatsächlich so voraussetzungsreich, dass man selbst als Hardcore-Fan und Allesleser leicht den Überblick verliert. Das ist schon lange ein Problem dieser Mega-Events. Es geht um alles mit allem und jedem – und das ist meist zu viel.  Steht es für den alltäglichen Batman? Nein. Der kosmische Weltretter Batman war schon immer eine Ausnahme-Erscheinung. Es gibt immer noch die kurzen Geschichten, die man ohne viele Vorraussetzungen lesen kann.

Der Weiße Ritter findet bei Vermes Gnade, er nennt ihn (zusammen mit dem Joker-Riddler-Krieg) „recht unterhaltsam“, aber findet das Problem, dass der Joker die „stärkere Marke“ bilde. Das allein ist keine originelle Beobachtung, sondern ein Gemeinplatz: Der Held ist immer nur so gut wie sein Gegner. Der Schurke macht erst die Story. Auch Luke Skywalker und Harry Potter haben nur eine Daseinsberechtigung, weil sie gegen Darth Vader und Voldemort kämpfen.

Allerdings hinkt der Vergleich, denn Batman ist als düsterer Antiheld immer noch interessanter als diese blassen Abziehbilder von Helden. Der Joker bringt natürlich erst die Würze: Das war schon im Film mit Michael Keaton so und auch in The Dark Knight mit Christian Bale und Heath Ledger. Das ist keineswegs eine Fehlentwicklung. Was passiert, wenn man Batman so irre macht, wie seine Gegner, kann man an Frank Millers All-Star Batman and Robin, the Boy-Wonder sehen.

Bleibt also die Frage: Sollte Batman lieber gegen Schurken aus der echten Welt kämpfen? Allein die Frage zeugt schon von Unkenntnis und einem Fehlverständnis der Figur. Zum einen kämpfte Batman schon immer gegen Kriminelle – kleine wie große – und tut es immer noch. Gegen eine kriminellen US-Präsidenten wie Lex Luthor ging er zusammen mit Superman vor, als Donald Trump noch Demokrat war. Er setzt sich für die Armen und Schwachen, für Migranten und Flüchtlinge ein. Im Niemandsland (vor allem in der Vorgeschichte) ist Bruce Wayne sogar politisch tätig, damit Gotham nicht von der Außenwelt abgeschnitten wird. Aber auch in Storys der vergangenen Jahre ging es immer wieder um soziale Themen aus dem wahren Leben.

Batman: The Dark Knight

DC Comics

Um ein mutiges Beispiel zu nennen: In Voiceless/Angel of Darkness (Batman: The Dark Knight #26-27, 2014) wird eine Migrantengeschichte erzählt – und zwar ohne Worte. Bruce Wayne wird zum Philanthropen, um einer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Ein Comic wie White Knight ist sogar sehr politisch, ohne dass es ein direkter Kommentar zu Trump sein muss – den haben dafür Frank Miller und Brian Azzarello in Dark Knight III gebracht.

Allerdings: Batmans Kerngeschäft besteht nicht im humanitären Einsatz oder darin, korrupte Politiker und kriminelle Unternehmer zu jagen. Er trägt ein Fledermauskostüm, um sich vor allem Gegnern zu stellen, die ihm ähneln und ihm gewachsen sind. Wir lesen Batman, damit er gegen Verrückte Kostümträger mit bestimmten Ticks wie Joker, Two-Face, Catwoman und Riddler kämpft, oder Freaks wie Clayface und Man-Bat. Dazu gehören auch Vertreter des organisierten Verbrechens wie Pinguin oder Black Mask.

In welcher Form auch immer: Batman bekämpft das Verbrechen – aber in der Regel in einer Form, wie es einer Figur seines Formats entspricht. Er ist kein Polizist, sondern ein Vigilant, ein Typ für die härtesten Fälle. Ein Freak für die Freaks. Batman funktioniert seit 80 Jahren in unzähligen Inkarnationen, weil seine Mission eine universelle ist: Gerechtigkeit. Am Ende ist es nicht wichtig, wie realistisch seine Gegner sind oder wie viel seiner Probleme mit der Nachrichtenlage zu tun haben. Batman ist nicht dafür zuständig, unsere wahre Welt zu retten, er kann nicht mal sein Gotham vom Verbrechen befreien. Er ist ein moderner Sisyphus, der lediglich versucht, es besser zu machen. Er steht für einen unermüdlichen Einsatz für das Gute – aber eben in seinem fiktiven Universum. Wer mehr Realität will, der sollte die Nachrichten lesen. Wer mehr Realismus fordert, sollte The Wire schauen.

Ist Batman auserzählt?

Trotzdem ist die Frage berechtigt, ob der heutige Batman etwas taugt. Dann aber sollte man ihn an der Qualität der Geschichten beurteilen: Unterhalten sie? Fesseln sie? Werden sie dem Charakter gerecht? Leider ist das Meiste – wie üblich bei dieser Masse – Durchschnitt. Meistens sehr hochwertig gezeichnet, aber selten inspiriert erzählt.

Batmans Hauptproblem ist das Zuviel. Und das zeigt sich in drei Aspekten. Erstens: In vielen Comics wird zu viel geredet. Die Panels ersticken in Sprechblasen. Die Autoren ergehen sich in langen Ausführungen und Dialogen. Es sind fast schon Essays über Batman. Dabei wäre weniger wie immer mehr. Batman ist ein wortkarger Charakter. Autoren wie Scott Snyder und Tom King lassen aber gerne lange schwadronieren und schreiben unendliche Dialoge schreiben. Man kann argumentieren, dass auch The Dark Knight Returns voller Text ist, aber da sitzt jeder Satz – und kein Wort ist zu viel.

Zweitens: Viele Geschichten wollen zu viel: Zu viele Charaktere, zu viele Wendungen, immer wieder geht es um das große Ganze, bei dem ganz Gotham von Schurken übernommen, eingeäschert oder von einer Plage heimgesucht wird. Dieser Katastrophen-Effekt hat sich seit den 90ern verbraucht.

Drittens: Zu viel Geschichte. Am schwersten leidet Batman unter der Last seiner Tradition. 80 Jahre Comics, Filme und TV sind eine ungeheure Menge. Die Autoren bemühen sich, einen Spagat zu schaffen, indem sie einerseits der Tradition gerecht werden, andererseits auch etwas Neues zu bieten. Das Ergebnis ist ein Dauer-Remix: Sie verarbeiten meist bekannte Elemente und liefern mit vielen Anspielungen Fan-Service, aber dadurch steckt Batman leider in einer Wiederholungsschleife fest.

Begonnen hat alles in den 80ern. In dieser Zeit, dem sogenannten Dark Age der Superhelden, wurden mit Watchmen eine Art Schlussstein gesetzt. Superhelden wurden als Anachronismen und moralisch zweifelhafte Machtgestalten dekonstruiert. Ähnlich und fast zeitgleich tat Frank Miller das Gleiche für Batman in The Dark Knight Returns. Diese vierteilige Mini-Serie bildet auch so etwas wie den Abgesang auf Batman. Bruce Wayne hat aufgegeben und steigt als alter Mann noch einmal ins Kostüm, um eine verkommene Welt vor Two-Face, Joker und dem abtrünnigen Superman zu bewahren.

Es hätte das Ende sein können, ein perfektes Ende. Aber es ging weiter. Denn Unendliche Erzählungen müssen immer weitergehen. Wenn für Superhelden etwas zu Ende geht, beginnt es wieder von vorn. Miller erzählte danach Batmans Entstehungsgeschichte. In Year One sehen wir, wie der Dark Knight bereits als junger Mann einen düsteren Todestrieb und Selbstzerstörungstendenzen in sich trägt. Es ist ein Neustart, in dem der Sturz in den seelischen Abgrund und das sisyphoshafte Scheitern bereits vorweggenommen wird.

Noch zwei weitere Comics der 80er setzen diese Dekonstruktionstendenz fort: Moores The Killing Joke und Grant Morrisons Arkham Asylum. Batman wird hinterfragt, ihm werden Grenzen aufgezeigt, er wird zum ohnmächtigen Spielball seiner Schurken, er wird sogar einer von ihnen – er ist auch nicht mehr als ein verkleideter Spinner.

Spätestens hier ist alles über Batman gesagt. Warum? Weil seitdem kaum etwas Neues über ihn gesagt worden ist. Vieles, was danach kam, steht in der Tradition dieser vier Comics. Es blieb düster, wurde zwischendrin wieder optimistischer, aber es stand alles im Schatten der Meilensteine und setzte diese Tendenz fort. Auch Christopher Nolans Batman-Filme stützen sich stark auf diese Geschichten, bedienen sich zudem noch bei den 90ern wie Knightfall.

In den 90er- und Nuller Jahren wurde alles nochmal erzählt, aber zeitgemäßer. Schon The Killing Joke war ein Remake der alten Red Hood-Story, dann erschienen noch The Long Halloween, Batman and the Monster Men und The Man Who Laughs als Klassiker im neuen Gewand.

Dann kam Grant Morrison. 2006 hat er die Batman-Serie übernommen und nicht nur mit Bruce Waynes Sohn Damian (Robin IV) angereichert, sondern auch ein sechs Jahre dauerndes Epos über Tod und Auferstehung, bzw. Verschwinden und Rückkehr von Batman geschrieben. Diese Hyper-Story bedient sich so sehr bei den Comics des Silver Age, dass DC dazu eine eigene Compilation herausbringen musste, The Black Casebook, damit Leser die Anspielungen verstanden.

Scott Snyder setzt diese Tendenz seit 2011 fort. Auch er erzählt Geschichten, die mit Verweisen auf die Geschichte durchsetzt sind. Seine Joker-Story Death of a Family ist nichts anderes als ein Remix der größten Joker-Storys, sein Zero Year ist – erklärtermaßen – ein helleres Year One, das sich auch beim Red Hood-Mythos bedient und Frank Miller zitiert.

Auch andere Autoren wie Tom King und James Tynion IV recyceln die Tradition mit Anspielungen und Neufassungen bekannter Geschichten. Tom King zitiert Knightfall und beim Wiedersehen zwischen Bane und Batman geht es nur darum, wer wem das Rückgrat bricht. Und auch sonst scheint er nicht viel mit ihm anzufangen zu wissen. Statt Handlung liefert er bloß seitenlange Dialoge und Monologe.

Sean Murphy hat mit White Knight eine Story geliefert, die nichts anderes als ein Best of vertrauter Motive aus Vorgängergeschichten ist. Keine Frage: eine der besten Batman-Geschichten der vergangenen Jahre, aber kann man noch von einem „selbstständigen“ Comic sprechen, wenn so viel davon auf Althergebrachtem beruht? Geht es überhaupt noch anders, oder ist das die Falle, in der Batman steckt und stecken muss?

Schließlich lautet die Frage: Ist Batman auserzählt? Nein, das ist er nicht. Kann nicht sein. Darf nicht sein. Batman ist als unendliche Geschichte angelegt. Man könnte genauso argumentieren, es wären grundsätzlich schon alle Geschichten erzählt – aber das ist kein Grund, trotzdem neue zu erzählen. Aber: Es wird immer schwieriger, die Leser zu überraschen und zu begeistern, alte Leser zufriedenzustellen und neue zu gewinnen, ohne sie zu überfordern. Das ist schwierig. Es stehen uns harte Zeiten bevor, Autoren wie Lesern.

Joker: Der finale Trailer

Am 10. Oktober 2019 kommt Joker mit Joaquin Phoenix in die Kinos. Im finalen Trailer sieht man nicht nur neue Szenen daraus, sondern erfährt auch einiges Neues über die Figur: Der Joker heißt zunächst Arthur, geht in Therapie und hat es offenbar nötig: „All I have are negative thoughts“, sagt er. Aber die Therapie wird abgebrochen.

Arthur versucht sich als Comedian in einer Fernsehshow, die Robert De Niro hostet (Anspielung auf den Film The King of Comedy von Martin Scorsese), aber scheitert, da er niemanden zum Lachen bringt und versucht es dann später nochmal mit Clownsmaske.

Am Ende heißt es: „For my whole life I didn’t know if I even really existed. But I do. And people are starting to notice.“ Offenbar setzt der Joker, um Aufmerksamkeit zu bekommen und sich so seiner Existenz zu vergewissern, eine ganze Bewegung in Gang, die sich Clownsmasken anzieht: „We are all clowns“, heißt es auf einem Pappschild bei einer Demo. Erlaubt sich der Film etwa eine sozialkritische oder gar politische Dimension?

Dass Joker bereits auch in Programmkinos beworben wird, deutet bereits darauf hin, dass es sich um einen anspruchsvolleren Film handeln könnte. Mit den Comics soll er laut Regisseur Todd Phillips nichts zu tun haben. Vielleicht wird er nicht mal als Superhelden-Film durchgehen. Das wäre mal ein interessantes Wagnis.

>>> Zum ersten Joker-Trailer

Vorschau auf Animationsserie „Harley Quinn“

Harley Quinn bekommt im Oktober eine eigene Zeichentrickserie auf dem Streamingdienst DC Universe. Die erste Vorschau, die zugleich ein Blick hinter die Kulissen ist, zeigt, dass es eine Serie für Erwachsene sein wird: Knochen brechen, Blut fließt, Köpfe explodieren – und es wird geflucht.

Mit dabei wird natürlich der Joker sein (gesprochen von Alan Tudyk), von dem sich Harley (gesprochen von Kaley Cuoco) immer noch zu emanzipieren versucht, aber auch Poison Ivy, Clayface, Riddler, Batman und Wonder Woman werden eine Rolle spielen.

Harley Quinns Look orientiert sich zunächst an Batman: The Animated Series, dann aber an dem Punk-Stil aus dem Suicide Squad-Spielfilm, der sich auch in den Comics niedergeschlagen hat.

Wo und wann Harley Quinn auf Deutsch erscheinen wird, steht noch nicht fest.

Erster Spin-off zu „White Knight“: Von Freeze

DC Comics

Während Sean Murphys gefeierte Miniserie Batman: White Knight (dt. Der weiße Ritter) in die zweite Runde geht (Curse of the White Knight), legt der Autor nach mit einem ersten Spin-off: Im November erscheint Batman: White Knight Presents Von Freeze #1. Darin wird die Vorgeschichte der neuen Version von Mister Freeze nacherzählt. Bei Murphy ist er ein deutschstämmiger Wissenschaftler mit einer bewegten Familiengeschichte.

Die Story: Victor Fries rettet Bruce Wayne am Tag seiner Geburt das Leben und erzählt Thomas die Geschichte seines Vaters: Baron von Fries war ein Wissenschaftler in Nazi-Deutschland, der zusammen mit dem Juden Jacob Smithstein an Kryo-Technologie geforscht hat. Als Heinrich Himmler Fries auffordert, die Technik als Waffe zu nutzen, kommt es zur Krise: Smithstein muss sich verstecken, um seine Frau und seine Tochter Nora zu retten …

Da Sean Murphy mit dem Zeichnen der Haupt-Serie beschäftigt ist, übernimmt für den One-Shot Batman-Veteran Klaus Janson den Job. Janson hat unter anderem in den 80ern Daredevil gezeichnet (viel später Daredevil: End of Days) und war Tuscher bei Frank Millers The Dark Knight Returns sowie Zeichner bei Batman: Gothic und der Ra’s al Ghul-Story Death and the Maidens.

Eine Vorschau auf den Comic und ein Interview mit Murphy und Janson gibt es bei Screenrant.

>> Liste der Mister-Freeze-Comics

„Tales of the Demon“: Klassiker neu aufgelegt

Batman & Ra's al Ghul

DC Comics

Lange waren die ersten Ra’s al Ghul-Storys von Dennis O’Neil und Neal Adams nur teilweise erhältlich. Das Paperback Tales of the Demon ist seit Jahren vergriffen. Nun hat DC angekündigt, den Band im März 2020 neu aufzulegen – als Hardcover.

Enthalten sind Detective Comics #411, #485, #489-490, Batman #232, #235, #240, #242-244 und DC Special Series #15. Damit gibt DC denselben Inhalt wider – aber leider nicht den vollständigen. Denn es fehlt immer noch die wichtige Storyline Bat-Murderer (Detective Comics #444-448, 1975), in der erzählt wird, wie Ra’s al Ghul aus dem Gefängnis kommt.

Der Band erscheint passend zum Hardcover der Miniserie Batman vs. Ra’s al Ghul, die im September startet und allein von Neal Adams gezeichnet und geschrieben wird.

Tales of the Demon gelten neben Strange Apparitions von Steve Englehart und Marshall Rogers als wichtigste Storyline der 70er-Jahre. Auch letztere sollen im nächsten Jahr neu aufgelegt werden, als Legends of the Dark Knight: Steve Englehart (Januar 2020).

Außerdem erscheinen im März 2020 mit Tales of the Batman: Marv Wolfman weitere Klassiker der 70er und 80er: Batman #328-335 (1980-1981) erzählt (zum größten Teil) die Ra’s al Ghul-Story The Lazarus Affair, die sich direkt an Tales of the Demon anschließt, in Batman #436-439 (1989) wird wieder die Storyline Year 3 neu aufgelegt (wie schon in Batman: The Caped Crusader Vol. 2), außerdem sind die Storys aus Detective Comics #408, The Brave and the Bold #167, World’s Finest Comics #288, New Teen Titans #37 und Batman and the Outsiders #5 enthalten.

>> Liste der Ra’s al Ghul-Comics

Neue Serie: The Batman’s Grave

Batmans Grave

DC Comics

Kurz vor der San Diego Comic-Con 2019 überschlagen sich die Meldungen zu Batman. Nachdem DC ein Joker-Comic von Jeff Lemire und Andrea Sorrentino verkündet hat, ist jetzt eine Maxiserie von Warren Ellis und Bryan Hitch in Arbeit. The Batman’s Grave wird sie heißen, zwölf Teile umfassen und am 9. Oktober 2019 starten.

Batman's Grave #1

DC Comics

Die Story klingt noch etwas vage: Während Alfred Pennyworth jede Woche das Grab der Waynes pflegt, versetzt sich Batman in den Verstand eines Mordopfers, dessen Gesicht zur Hälfte zerstört ist. Batman identifiziert sich auf psychotische Weise mit Mordopfern. Er begibt sich in ihre Leben und wird besessen von jedem Detail ihrer Tode.

Ellis und Hitch haben bereits gemeinsam an The Authority (1999-2000) gearbeitet. Ellis hat auch einige Batman-Storys geschrieben, darunter ein Crossover mit Planetary, „Infected“ (Legends of the Dark Knight #83–84), eine Batman Black and White-Geschichte und zuletzt eine für Detective Comics #1000. Hitch hat Batman zuletzt für seine Justice League gezeichnet.

Batmans Grave

DC Comics

Knightfall 2.0: Tales of the Dark Multiverse

Im Oktober startet DC eine neue Comic-Reihe: Tales of the Dark Multiverse wird klassische Storylines neu interpretieren. Das Konzept erinnert an DCs frühere Elseworlds-Reihe. Den Anfang machen Scott Snyder und Kyle Higgins, die zusammen mit Javier Fernandez Knightfall variieren werden. Die Geschichte spielt 30 Jahre nachdem ein gebrochener Bruce Wayne beim Versuch gescheitert ist, wieder Batman zu werden. Jean-Paul Valley hat als Saint Batman eine Schreckensherrschaft errichtet, in der Kriminelle ständig den Tod fürchten müssen. Doch es gibt Hoffnung: The Son of Bane.

Jeff Loveness, Brad Walker und Andrew Hennessy erzählen eine Variante von The Death of Superman. Darin wird Lois Lane zum Eradicator und nimmt Rache an allen, die Superman haben sterben lassen. Mit gottgleichen Kräften will sie die Herrschaft der Supermänner beenden, noch bevor sie beginnt.

Knightfall erscheint am 16. Oktober 2019, The Death of Superman am 30. Oktober. Jeder Band wird im Prestige-Format herauskommen, 48 Seiten umfassen und 5,99 US-Dollar kosten. Dazu werden Nachdrucke von Batman #497 und Superman #75 erscheinen, die für einen Dollar zu haben sind.

Weitere Tales of the Dark Multiverse werden unter anderem Infinite Crisis, Blackest Night und New Teen Titans: The Judas Contract sein.

 

Lemire und Sorrentino machen „Joker – Killer Smile“

2019 ist das Jahr des Jokers. Zum Kinofilm mit Joaquin Phoenix erscheinen mehrere neue Titel mit dem Schurken (wie etwa Joker/Harley: Criminal Sanity) und eine neue Anthologie. Außerdem warten wir immer noch auf einen Termin für Three Jokers von Geoff Johns und Jason Fabok. Bis dahin kann man sich die Zeit mit einem anderen Dreiteiler vertreiben, der bei DCs Black Label erscheint: Joker: Killer Smile von Jeff Lemire und Andrea Sorrentino. Der erste Band erscheint am 30. Oktober 2019 und die beiden folgenden sollen im Abstand von zwei Monaten herauskommen.

Die Story: Nachdem der Joker jahrelang Gotham terrorisiert hat und gegen Batman angetreten ist, hat er einen neuen Gegner gefunden: einen Arzt, der ihn in Arkham behandelt. Der Joker dringt immer tiefer in den Verstand seines Opfers ein und setzt damit eine Kettenreaktion in Gang, die Gotham City ins Chaos zu stürzen droht.

Lemire und Sorrentino sind ein Dream-Team der Comics. Zusammen haben sie Green Arrow, Old Man Logan und zuletzt die Horror-Serie Gideon Falls gemacht. Sorrentino ist bekannt für seine sehr düsteren, schattenlastigen Zeichnungen und aufwendigen Layouts, mit denen er die Möglichkeiten des Comics immer wieder neu ausreizt. Mit Joker: Killer Smile verspricht er, neue Höhen zu erreichen.

Lemire, von dem auch das Crossover Justice League/Black Hammer stammt, wird außerdem eine The Question-Miniserie fürs Black Label schreiben: The Question: The Deaths of Vic Sage. Für die Zeichnungen sind die Altmeister Denys Cowan und Bill Sienkiewicz zuständig. Die erste Ausgabe des Vierteilers erscheint am 20. November 2019.

Angekündigt ist ein „philosophical mystery“, die an die Question-Comics von Dennis O’Neil und Denys Cowan anknüpfen: Die Geschichte beginnt im Wilden Westen und erstreckt sich in die gesetzlosen 1930er und soll von einem ungelösten Fall handeln, der zum Tod von The Question geführt hat. Nun, da sich die Geschichte zu wiederholen droht, muss der Gesichtslose versuchen, sich aus dieser Falle zu befreien.

Joker Carpenter

DC Comics

UPDATE: Horror-Filmemacher John Carpenter (Halloween, The Thing) wird den One-Shot The Joker: Year of the Villain #1 mit Anthony Burch schreiben. Zeichnungen stammen von Philip Tan und Marc Deering. Das Heft erscheint am 9. Oktober, umfasst 40 Seiten und kostet 4,99 US-Dollar.