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Batwoman macht sich Feinde

Noch bevor Batwoman dazu kommt, in ihrer ersten TV-Serie böse Buben zu verprügeln, muss sie sich einem viel stärkeren Gegner stellen: der Misogynie. Drei Tage nachdem der Trailer veröffentlicht wurde, gibt es zwar drei Millionen Views auf YouTube, aber die meisten User scheinen das Video nicht zu mögen. In vielen Kommentaren wird klar, warum: Weil es um eine Frau geht.

Batwoman scheint sich an der Storyline Elegy zu orientieren, die Gegnerin heißt Alice. Im Trailer erfährt man, dass Batman verschwunden ist und Kate Kane in die Bathöhle eindringt und sich bei Batmans Spielzeug bedient. Kate bittet Luke Fox (Sohn von Lucius Fox), Batmans Anzug für sie anzupassen. Er meint, der Anzug sei bereits perfekt, darauf Kate: „It will be – when it fits a woman.“

Die einen Kommentare finden die Zeile peinlich und schließen damit auf ein niedriges Niveau der Serie, aber viele geben sich dem unverblümten Frauenhass: Batwoman/Kate Kane wird in die Küche geschickt und auf ihre Periode reduziert, einige stören sich an der Tatsache, dass sie lesbisch ist (wie in den Comics), andere wittern feministische Propaganda.

Es scheint sich um eine regelrechte Kampagne zu handeln, wie man sie bereits bei Captain Marvel erleben durfte. Als der Film im März herauskam, wurde er auf Rotten Tomatoes mit so viel Schmach überhäuft, dass es die Gesamt-Userwertung stark nach unten zog (56 Prozent bei 78 Prozent Kritikerwertung). Seltsamerweise gab es das Phänomen bei Wonder Woman nicht.

Unabhängig von der Qualität von Filmen und Serien scheinen viele Menschen (Männer) ein grundsätzliches Problem mit Superheldinnen zu haben. Man könnte meinen, im Jahr 2019 müsste die Gesellschaft weiter sein. Man könnte auch meinen, Fans von Superhelden müssten etwas von ihren Vorbildern Respekt gelernt haben. Aber nein, weit gefehlt. Zu viele scheinen zu glauben, ihnen werde etwas weggenommen, nur weil eine Serie ihr Weltbild auf den Kopf stellt.

Wahrscheinlich wünschen sich diese Leute die Batwoman der 50er zurück, als sie noch eine Handtasche trug, sich mit Puder zur Wehr setzte und ständig von Batman in ihre Schranken gewiesen wurde. Aber die Zeiten sind zum Glück vorbei. Und zum Glück spiegeln Hetzkampagnen im Netz nicht immer die Mehrheitsmeinung wieder.

Die Serie erscheint im Herbst auf The CW in den USA.

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Ein Trailer zu „Batman: Hush“

Hush gehört zu den beliebtesten und wichtigsten Batman-Storylines des 21. Jahrhunderts. In diesem Sommer erscheint auf Blu-ray eine Zeichentrick-Adaption des Comics von Jeph Loeb und Jim Lee. Im ersten Trailer sieht man viele vertraute Szenen und Gesichter: Joker, Harley Quinn, Poison Ivy und Catwoman, auch Nightwing wird eine Rolle spielen.

Batman: Hush (Warner Bros.)

Batman: Hush (Warner Bros.)

Batman wird gesprochen von Jason O’Mara, der ihm bereits für Son of Batman, Batman vs. Robin und Bad Blood seine Stimme geliehen hat.

UPDATE: Batman: Hush erscheint am 20. Juli als Download und am 13. August als Blu-ray. Einen deutschen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht.

Neal Adams macht „Batman vs. Ra’s al Ghul“

Batman vs. Ra's al Ghul

DC Comics

Zu DCs „Year of the Villain“ wird es eine sechsteilige Mini-Serie geben, in der Batman erneut auf einen alten Rivalen trifft: „Batman vs. Ra’s al Ghul“. Autor und Zeichner wird Neal Adams sein. Worum geht’s? Gotham City wird mal wieder von Terroristen heimgesucht. Als Batman der Sache nachgeht, kommt ihm Deadman dazwischen. Ra’s hilft zunächst der Polizei, aber in Wahrheit will er die Stadt und Batman ein für alle mal vernichten … Hoffentlich wird die Geschichte einfallsreicher als ihr Titel.

Laut Verlag erscheint die erste Ausgabe von „Batman vs. Ra’s al Ghul“ am 21. August 2019, zusammen mit einer Facsimile-Edition von Batman #232 („Daughter of the Demon“), der Story, in der Ra’s al Ghul seinen ersten Auftritt hatte, geschrieben von Dennis O’Neil und gezeichnet von Neal Adams.

Neal Adams tritt nicht zum ersten Mal als Autor in Erscheinung. Er hat zuletzt die Mini-Serien Batman: Odyssey (2010-2012), Deadman (2017-2018) und Superman: The Coming of the Supermen (2016) geschrieben.

>> Liste der Ra’s al Ghul-Comics

„Batman/Superman“ bekommt einen Neustart

Batman/Superman #1 (2019)

DC Comics

Die Comicserie „Batman/Superman“ wurde 2016 nach drei (glücklosen) Jahren eingestellt. Im August 2019 soll sie von vorn gestartet werden. Laut Hollywood Reporter wird Joshua Williamson (The Flash, The Button) die ersten Ausgaben der Serie schreiben, David Marquez (früher Marvel) wird sie zeichnen.

Batman und Superman treffen wieder auf den Batman Who Laughs, der im Event Dark Nights: Metal eingeführt wurde und seitdem ein Fanliebling unter den Schurken geworden ist, mittlerweile sogar mit eigener Mini-Serie und Plänen für eine fortlaufende Serie. Die Helden finden heraus, dass The Batman Who Laughs überall im Universum Schläfer verteilt hat, die sich in die schlimmsten Versionen ihrer selbst verwandeln. Manche merken, dass sie sich verändern, andere nicht. Zusammen bilden sie eine neue Gruppe der Secret Six.

„Batman/Superman“ ist eine Fortsetzung von „Superman/Batman“ (2003-2011), die wiederum das Konzept von „World’s Finest“ fortsetzt, in der die beiden Hauptfiguren von 1954 bis 1986 zusammen auftraten.

Steve Englehart stellt Dark Detective III online

Dark Detective III: Marshall Rogers

Batman von Marshall Rogers in Dark Detective III

Jeder hat seinen Lieblings-Batman. Für manche ist es der Batman des Golden Age, für andere ist es Frank Millers Dark Knight, aber sehr viele sagen: Der ultimative Batman war der von Steve Englehart und Marshall Rogers. Man kann darüber streiten, wie gut die Geschichten der acht Hefte (Detective Comics #469-476) aus den Jahren 1977 und 1978 wirklich sind, unbestritten ist ihre Wirkung.

Englehart holte in den 70ern vergessene Figuren wie Hugo Strange und Deadshot aus der Versenkung, er schrieb die Joker-Geschichte The Laughing Fish, die zusammen mit der Strange-Story zu Episoden von Batman: The Animated Series adaptiert wurden.

Nach einer Fortsetzung im Jahr 2005, Dark Detective, war ein dritter Teil geplant, kam aber nie zustande. Jetzt hat der Autor jetzt sein unveröffentlichtes Skript für Teil III selbst herausgebracht, zusammen mit den Zeichnungen von Rogers für Ausgabe 1. Auf Engleharts Website kann man gratis nachlesen, was er mit Batman vorhatte.

Erst 1999 wurden die ersten Geschichten vollständig als Strange Apparitions in einem Paperback neu aufgelegt (mit der Clayface III-Story von Len Wein) – und seitdem nie wieder. (Die deutsche Ausgabe erschien 2015 als Im Zeichen des Jokers.) Zwar gab es Jahre später ein Hardcover namens Legends of the Dark Knight: Marshall Rogers (2012 auch auf Deutsch erschienen), aber darin fehlten die Ausgaben #469 und 470, weil sie nicht von Rogers gezeichnet worden sind. Der Sinn solcher Bände, die verstümmelte Geschichten wiedergeben, erschließt sich nicht, aber DC bringt immer noch einige davon heraus. Im Januar 2020 soll endlich eine Komplett-Edition erscheinen: „Legends of the Dark Knight: Steve Englehart“.

Zwar durften Englehart und Rogers ihre Geschichte in der sechsteiligen Mini-Serie Dark Detective weitererzählen, aber nur widerwillig soll DC einem dritten Teil zugestimmt haben, wie Englehart erzählt. Das Skript war geschrieben, doch nachdem Rogers die erste Ausgabe fertig gezeichnet hatte, starb er im Jahr 2007.

Batman und Batmobil in Dark Detective III

Batman und Batmobil in Dark Detective III

Frustriert darüber, dass DC nie eine anständige Version seines Batman-Epos veröffentlicht hat, hat Englehart nun eine Bootleg-Version online gestellt, die man sich gratis von seiner Website herunterladen und mit einem Comic-Reader lesen kann. Das Epos trägt den Titel The Complete Dark Detective und versammelt nicht nur Strange Apparitions und die Dark Detective-Miniserie, sondern auch das ganze Skript zu Teil 3, die Bleistift-Zeichnungen zum ersten Heft und einen Plan für Teil 4. Die Geschichte sollte noch weit darüber hinaus weitererzählt werden.

Dala trifft Batman in Dark Detective III

Dala trifft Batman in Dark Detective III

Teil III setzt Dark Detective direkt fort. Der Joker kehrt wieder zurück, auch Two-Faces Klon. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Dala, der Vampirin aus Detective Comics #31-32 (1939). Sie ist damals nicht durch Batmans Silberkugel gestorben, weil es dafür einen Holzpflock gebraucht hätte, jetzt versucht sie Batman zu becircen und ihn dazu zu überreden, sie zu töten. Damit schlägt Englehart den Bogen zurück zu Batmans Anfängen.

Englehart drückt auch deshalb seinen Unmut aus, weil er behauptet, Strange Apparitions sei zum Batman-Film von 1989 adaptiert worden, ohne dass er dafür anerkannt worden sei. Englehart hat tatsächlich in den 80ern einen Drehbuchentwurf geschrieben, der auf seinen Comics basierte, aber nie umgesetzt wurde. Außerdem soll Dark Detective für die Filme The Dark Knight (2008) und Teil 3 für The Dark Knight Rises (2012) ausgeschlachtet worden sein – ebenfalls ohne Credit.

Auch wenn ich selbst kein großer Fan dieser Batman-Geschichten bin, ist es doch immer zu bedauern, wenn Künstler nicht zu der Anerkennung kommen, die sie verdienen, oder ihre Visionen adäquat realisieren können. Insofern ist es interessant zu sehen, was noch aus der Geschichte hätte werden können. Wie gut, dass sich jetzt jeder selbst davon überzeugen kann.

80 Jahre Batman: Ausstellung und Vortrag in München

All-Star-Batman #9 von Jock (DC Comics)

All-Star-Batman #9 von Jock (DC Comics)

Wer schon immer mal Batman-Originalzeichnungen bewundern wollte, bekommt im Juni Gelegenheit dazu: Zum Comicfestival München (20.-23.6.2019) eröffnet bereits am 17. Juni die Ausstellung „80 Jahre Batman“ im Amerikahaus. Zu sehen sind Werke von Bob Kane, Neal Adams, Jim Aparo, Frank Miller, Jim Lee, Greg Capullo, Eduardo Risso, Alex Ross und Tim Sale. Die Ausstellung kann man bis zum 30. September 2019 besuchen. Der Eintritt ist frei.

Am 20. Juni wird es eine Führung mit Batman-Zeichner Eduardo Risso und Ausstellungskurator Michael Kompa geben (Beginn 17 Uhr), weitere Führungen mit dem Kurator folgen am 13. und 14. Juli (jeweils um 15 Uhr).

Einen Vortrag über Batman kann man sich am 23. Juni im Jüdischen Museum anhören. Peter Poplaski wird sich unter dem Titel „Dark Knight‘s Only Daddy?“ Batman-Schöpfer Bob Kane widmen, der wie auch Jerry Siegel und Joe Shuster oder Stan Lee und Jack Kirby jüdische Wurzeln hatte. Der Vortrag wird in englischer Sprache stattfinden und beginnt um 19 Uhr. Auch hier ist der Eintritt frei.

>> 80 Jahre Batman: Amerikahaus, Barer Str. 19 a, 80333 München. Öffnungszeiten: Mo. – Fr.  10 – 17 Uhr, Mi. 10 – 20 Uhr /  Sa.  10 – 16 Uhr, 20. bis 23.6.2019 –  10 – 19 Uhr

Batman & White Knight für Eisner Awards nominiert

Die Mini-Serie Batman: White Knight von Sean Murphy ist für den Eisner Award 2019 nominiert – den Oscar der Comic-Branche. Die Story wurde auch von Kritikern und Fans begeistert aufgenommen und wird in diesem Sommer fortgesetzt. Auch Kolorist Matt Hollingsworth ist ein Anwärter auf den Preis. Nicht zum ersten Mal, er hat ihn schon 1997 bekommen.

Außerdem ist Batman als beste fortlaufende Serie nominiert, zusammen mit Tom King als bester Autor, der auch für Mister Miracle, Heroes in Crisis und Swamp Thing Winter Special ausgezeichnet werden könnte. King ist für seine Batman-Serie durchaus umstritten. Vor allem die Hochzeit zwischen Batman und Catwoman im vergangenen Jahr wurde sehr heftig kritisiert (und hat ihm sogar Todesdrohungen eingebracht, was selbstverständlich indiskutabel ist). King hat den Preis bereits 2018 und 2017 erhalten, neben Batman auch für The Vision (Marvel).

Als bester Künstler ist Lee Bermejo für Batman: Damned nominiert. Die Mini-Serie, die Brian Azzarello schreibt, wurde vor allem dadurch bekannt, dass darin zuerst Batmans Penis gezeigt und dann von DC zensiert wurde.

Der Will Eisner Comics Industry Award wird am 19. Juli 2019 bei der San Diego Comic Con zum 31. Mal verliehen.

>> Alle Nominierten 2019

DC kündigt „Jokers Greatest Jokes“ an

Joker: His Greatest Jokes

DC Comics

Zum Kinostart von Joker mit Joaquin Phoenix im Oktober bringt DC schon im September eine neue Anthologie heraus: The Joker – His Greatest Jokes. Auf 216 Seiten wird ein „Best of“ versprochen. Es ist nicht das Erste seiner Art. Es gab bereits zwei Versionen von The Greatest Joker Stories Ever Told (1988/2008) und Joker: A Celebration of 75 Years (2015). In keiner war übrigens The Killing Joke oder Mad Love enthalten – diese Comics muss man sich nach wie vor einzeln kaufen.

Das wird auch im neuen Band nicht anders sein. Es sollen folgende Geschichten drinstecken:

  • The Cross Country Crimes (Batman #8, 1941)
  • The Man Who Wrote the Joker’s Jokes (Batman #67, 1951)
  • The Son of the Joker (Batman #145, 1962)
  • Public Luna-tic Number One (Detective Comics #388, 1969)
  • This One’ll Kill You (Batman #26, 1975)
  • Last Laugh (Batman #35, 1982)
  • The Joker Is Wild (Batman #366, 1983)
  • A Savage Innocence (The Spectre #51, 1997)
  • Trust (Detective Comics #833-834, 2007)
  • Batman: Prelude to the Wedding: Harley Quinn vs. The Joker #1 (2018)

Keine dieser Storys war in einer der bisherigen Anthologien enthalten. Das ist ein Vorteil für Sammler, die die alten Geschichten schon kennen. Für ein „Best of“ fehlen allerdings Klassiker wie „The Joker’s Five-Way Revenge“ (Batman #251, 1973) und „The Laughing Fish/Sign of the Joker“ (Detective Comics #475-476, 1978). Damit will der Verlag wohl mehr einen Band für bestehende als für neue Leser schaffen. Allerdings: Public Luna-tic Number One ist alles andere als eine gute Geschichte und es gibt auch deutlich bessere als den One-shot zur „Hochzeit“.

Dafür hat DC ein früher angekündigtes Paperback offenbar wieder gestrichen: eine Neuauflage von Lovers and Madmen. Der für August geplante Joker Bronze Age Omnibus soll aber erscheinen, auch wenn andere Omnibusse bereits abgesagt wurden.

Wann der Dreiteiler Three Jokers von Geoff Johns und Jason Fabok erscheinen soll, ist noch immer unklar.

>> Liste der Joker-Comics

White Knight 2 startet im Juli

Joker in Curse of the White Knight

Joker in Curse of the White Knight (DC Comics)

Sean Murphy hat mit seinem White Knight (dt. Der weiße Ritter) den besten Batman-Comic der vergangenen Jahre vorgelegt. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Fortsetzung angekündigt: Curse of the White Knight. jetzt gibt IGN einige Details dazu bekannt und zeigt die ersten Seiten daraus.

Die Mini-Serie wird am 24. Juli 2019 in den USA starten und – wie Teil eins – acht Ausgaben umfassen. Wieder wird es um den Joker gehen, aber diesmal verbündet er sich mit einem bösen Azrael, um Batman zu zerstören. Die Story reicht zurück in die Gründungszeit von Gotham im Jahr 1665 und es wird ein finsteres Familiengeheimnis der Waynes enthüllt.

Batman: Curse of the White Knight

DC Comics

Joker: Der erste Teaser-Trailer

Am 17. Oktober kommt der Film „Joker“ in die Kinos, von Todd Phillips und mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle. Über die Handlung ist noch nicht viel bekannt, außer dass es eine tragische Geschichte sein wird. Auch der Trailer verrät nicht viel. Die ersten Bilder versprechen einen düsteren Film über ein menschliches Scheitern.

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