Batman und der nervige Kobold

DC Comics

Titel: Batman Meets Bat-Mite

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1959 (Detective Comics #267), Hardcover 2019 (Detective Comics: 80 Years of Batman)


„Crime-fighting isn’t fun … It’s serious business!“ (Batman)

Wir müssen über Bat-Mite sprechen. Nur einmal, dann nie wieder, versprochen. Aber einmal muss es sein, denn Bat-Mite mag nerven, aber er steht symptomatisch für die Albernheit des Silver Age.

Der Kobold aus einer anderen Dimension taucht plötzlich in der Bathöhle auf, trägt ein schräges Batman-Kostüm und behauptet, Batman und Robin helfen zu wollen. Die brauchen aber keine Hilfe. Bekommen sie aber trotzdem. Als die Helden Gauner über eine Brücke verfolgen, verbiegt sich diese und schlägt Wellen wie ein Gummiband, später bringt Bat-Mite eine übergroße Schallplatte zum Fliegen und schließlich stellt er eine leere Lagerhalle mit anderen übergroßen Objekten voll, damit die Verbrechensbekämpfung mehr Spaß macht.

Darunter ist nicht nur ein Wikingerschiff, mit dem die Verbrecher abhauen, sondern auch eine Batman-Statue. Bat-Mite bringt die Statue zum Laufen und lässt sie die Gauner schnappen. Batman schimpft Bat-Mite zwar jedes Mal aus, aber als sich alle anderen fragen, was passiert sei, denkt er sich Erklärungen für das Übernatürliche aus. Am Ende schickt er den Kobold endlich fort und ist froh, ihn loszusein.

Aber das ist nur vorübergehend. Denn Bat-Mite trifft danach Batwoman (Detective Comics #276, 1960), Batgirl (Batman #144, 1961) und er nervt Batman und Robin auch in Detective Comics #289 (1961) und #310 (1962). Als die Comics ab 1964 wieder ernsthafter wurden, war der Kobold erstmal für lange Zeit erledigt.

Aber da er ab 1977 in der Zeichentrickserie The New Adventures of Batman vorkam, meldeten sich die Fans und wollten ihn auch in den Comics wiederhaben. Also legte DC „Bat-Mite’s New York Adventure“ vor (Detective Comics #482, 1979). In dieser kurzen Geschichte taucht Bat-Mite in der DC-Redaktion auf und fordert, endlich wieder ein Comic gewidmet zu bekommen. Zuerst zeichnet er selbst eine, dann bringt er alle nötigen Leute dafür zusammen. Aber die Redakteure wimmeln ihn ab und es kommt nur zu der Story, die in der Ausgabe eben vorliegt.

Später kam der Charakter in Legends of the Dark Knight #38 vor, bekam mit Mr. Mxyzptlk eine Elseworlds-Story namens World’s Funnest und tauchte immer wieder auch in der regulären Continuity auf, wie etwa in Grant Morrisons Batman R.I.P. Schließlich 2015 bekam Bat-Mite eine eigene sechsteilige Serie. Aber das alles muss uns nicht interessieren.

>> Batman in den 50ern

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