Bill Finger

Clayface wird zu Batman – und andersrum

detective-312

DC Comics

Titel: The Secret of Clayface’s Power

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1963 (Detective Comics #312)


Ein Déjà-vu: Wieder bricht Matt Hagen aus dem Knast aus, wieder verwandelt er sich in Clayface, wieder geht er auf Beutezug. Diesmal beginnt er – sehr passend – als Raubvogel. Und dann: als Batman! Clever, darauf hätte man früher kommen können, zuletzt hatte es nur zu einer Riesenfledermaus gereicht (Detective Comics #304), jetzt gibt er sich als Batman aus, marschiert in eine Bank, fingiert eine Bombendrohung und spaziert mit einem Koffer voller Geld raus.

Zum Glück ist gerade das Dynamische Duo in der Gegend (immer diese Zufälle!) und der wahre Batman kann dem Betrüger einen rechten Haken verpassen. Dann mutiert Clayface zu einem Riesenhummer und fliegt als Pterodactylus (Flugsaurier) mit der Beute davon.

Nächster Coup: mal wieder ein Kunstraub. Clayface verbündet sich mit einem Komplizen, der sich als Bildhauer ausgibt und eine falsche Statue an eine Sammlerin verkauft. Die Statue zeigt einen „man of mars“, ein sechsarmiges Monster. Kaum ist es Teil der Sammlung, will Clayface etwas Wertvolles mitgehen lassen, aber da eilen schon die Helden herbei. Clayface wird zu einem großen Kugelfisch und dann zu einem Riesenbohrer, bevor er wieder abhaut – zurück zur Zaubergrotte, die ihm seine Kräfte für 48 Stunden verleiht.

Kampf der Formwandler

Als Batman ihm folgt, fallen beide hinein und – analog zum Beginn – bekommt Batman Clayfaces Kräfte. Dann wird es richtig wild: Clayface wird zu einem T-Rex, Batman zu einem Pogo-Stick (!), Clayface zu einem Elefanten, Batman  zu einem Stachelschwein, Clayface zu einem Batarang (!) usw., bis nicht mal Robin mehr durchblickt, wer wer ist, als ein Nashorn auf einen Eisbären zurennt. Der Eisbär wird zum Baumstumpf, ein anderer Baum bekommt plötzlich einen Arm und knockt Clayface aus.

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Kampf der Formwandler: Clayface gegen Batman. (DC Comics)

Die Erklärung ist höchst interessant: Batman ist in den Wald geflohen, verwandelte sich in eine Kreissäge, formte blitzschnell aus einem Baum einen Eisbären, verwandelte sich selbst in einen Baum und wartete, bis Clayface in seiner Nähe war …

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Batman als Stachelschwein, Clayface als Elefant und Batarang. (DC Comics)

Dann ist ja alles klar. Matt Hagen geht zurück in den Knast, die Grotte mit dem Zauberschlamm wird versiegelt und das war’s dann mit Clayface. Aber nein: Matt Hagen hat noch eine Flasche mit dem Zeug versteckt. Na gut, dann bis zum nächsten Mal!

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Dieser Baum haut Clayface um. (DC Comics)

>> Clayface-Comics

Clayface wird zur Fledermaus

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DC Comics

Titel: The Return of Clayface

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1962 (Detective Comics #304)


Matt Hagen hat versprochen zurückzukehren, nun ist er aus dem Knast ausgebrochen. Der zweite Clayface (erstmals erschienen in Detective Comics #298, 1961) sucht erneut die geheime Grotte auf, in der ein verzaubertes Schlammbecken ihn zum Formwandler macht – aber nur für 48 Stunden. Fürs Erste genug, um sich neue Reichtümer zu verschaffen. Clayface wird zum Hai und schwimmt in die Stadt, um Gehälter einzusacken, die er sich nicht verdient hat. Die Symbolik ist offensichtlich: Es geht um reine Gier.

Zufällig fahren Batman und Robin vorbei. Batman versucht, Clayface mit dem Bat-Seil einzufangen – nicht sehr schlau, Herr Detektiv. Clayface entschlüpft ihm aber nicht, sondern verwandelt sich in einen Riesenkreisel und wirbelt Batman ins Hafenbecken. Dann wird er zum Pegasus und fliegt mit 60.000 Dollar davon – Startkapital, um sich ein Haus zu kaufen und wie ein reicher Mann zu leben. Eine wilde Phantasie hat der Mann auf jeden Fall.

Heuschrecke klaut Rembrandt

Eine Woche später ist Batman immer auf der Suche nach dem Schurken, kann nicht schlafen. Als Bruce Wayne entspannt er sich im exklusiven Pharaoh-Club, wo ihm Professor Colton einen Freund vorstellt: John Royce. Ein anderes Clubmitglied namens Phipps bekommt einen Rembrandt nach Haus geliefert. Bruce schaut bei ihm vorbei, doch dann entpuppt sich Phipps als Clayface. Bruce zieht sich um, schießt mit einer Eiskanone, doch ohne Wirkung – Clayface wird zur Riesenheuschrecke und haut mit dem Rembrandt ab.

Später täuscht der Schurke ihm auch noch vor, John Roye zu sein. Er hält Professor Colton im Keller gefangen, um das Geheimnis des Schlamms („Protoplasma“) zu lösen. Batman und Robin befreien ihn. Clayface taucht auf und verwandelt sich in eine riesige Fledermaus – Batman soll mit seinem eigenen Symbol geschlagen werden. Doch Batman hat seine Eiskanone dank des Zauberschlamms verbessert und kann den Schurken auf Eis legen, bis der wieder im Knast auftaut.

Beim nächsten Mal, verrät uns der Held, wird der Trick aber nicht mehr klappen.

>> Clayface-Comics

Batman verknackt im All

Titel: The Interplanetary Batman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1959 (Batman #128)


Batman und Robin fahren nachts durch die Gegend, da sehen sie plötzlich einen Alien am Straßenrand um Hilfe rufen: mit Fühlern, Klauen und einem Schuppenkostüm. Gejagt wird er von einer Horde anders aussender, rothäutiger und langohriger Aliens mit Strahlenkanonen. Ohne zu fragen, wer hier der wahre Schurke ist, schlägt sich das Dynamische Duo auf die Seite des Verfolgten und prügelt auf die Rothäute ein.

Doch dann werden Batman, Robin und der Verfolgte mit einem Strahl gelähmt und auf einen Gefängnisplaneten gebracht. Das Alien namens Kraak soll ein gesuchter Weltraumpirat sein. Robin beteuert ihre Unschuld, aber dafür interessieren sich die Aliens nicht. Und auch Kraak zeigt sich von seiner unschönen Seite: Batman und Robin sind ihm völlig egal. Er schlägt sogar Robin ins Gesicht.

Trotzdem wollen die drei gemeinsam ausbrechen. Dazu müssen sie durch den „Wald der Gefahr“ („forest of peril“), was unmöglich zu überleben scheint. Aber da Batman und Robin nicht im Knast verrotten wollen, versuchen sie ihr Glück. Kraak bietet sich als Führer an. Im Wald, wo Pilze so hoch wie Bäume wachsen, müssen sie ein Rudel Spür-Roboter ausschalten, Robin wird von einer riesigen Sumpf-Amöbe gepackt und schließlich rennt ein „Ram-Beast“ auf sie zu. Sie wissen es zu nutzen, indem sie das Tier einen Baum umkippen lassen, der sie über einen gefährlichen Fluss führt.

Schließlich entkommen die drei in einem Raumschiff. Auf dem Klauen-Asteroiden, Kraaks Geheimversteck, erweist sich das Alien erneut als Verräter und holt seine Bande herbei. Wie gut, dass Batman ein paar Körner vom Pfefferbaum mitgenommen hat, der Rest ist gute alte Handarbeit – so werden die beiden Helden mit den fiesen Aliens fertig.

Und zum Schluss die überraschende Wendung: Das alles haben Batman und Robin so mit den rothäutigen Aliens abgesprochen, um ihre Unschuld zu beweisen und die Guten zum Versteck der Bösen zu führen. Glück gehabt, noch mal davongekommen.

>> Batman 1950-1959

Robin trifft den Batman der Zukunft

Robin in „The Lost Legion of Space“ (DC Comics)

Titel: The Lost Legion of Space

Autor/Zeichner: Bill Finger/Dick Sprang

Erschienen: 1951 (Batman #67)


Kaum ist Robin gerade allein in der Bathöhle, da taucht aus dem Nichts eine große Kugel auf, aus der Batman springt. Doch es ist nicht Bruce Wayne, sondern Brane Taylor, der Batman aus dem Jahr 3051. (Einen Batman namens „Brane“ aus dem Jahr 3000 traf das Dynamische Duo bereits in Batman #26, 1944, aber daran scheint sich keiner mehr zu erinnern.) Weil sich sein Robin das Bein gebrochen hat, ist er 1050 Jahre in die Vergangenheit gereist, um sich den ersten Robin für einen Einsatz auszuborgen. Dick Grayson zögert nicht lange und folgt Brane in die Zukunft.

Der Bat-Belfry im Jahr 3051. (DC Comics)

Dieser Batman hat sein Hauptquartier in keiner Bathöhle, sondern in einem Turm, dem Bat-Belfry. Das ist nicht nur lustig, weil „bats in the belfry“ im Englischen eine Redensart für Wahnsinn ist, sondern weist auch tatsächlich in die Zukunft von Batman, wenn dieser 1969 in den Wayne-Tower zieht und 2016 baut er auch einen „Belfry“ für die Bat-Family auf. Wie dem auch sei: Auch der Batman der Zukunft hat sein Zuhause mit reichlich Trophäen dekoriert (und dazu auch mit abstrakter Kunst), außerdem folgt er seinem Vorbild nach, indem er sein Alter Ego als reichen und faulen Nichtsnutz inszeniert.

Batman und Robin auf Vulcan

Batman jagt gerade den Schurken Yerxas. Er will mit dem Mineral Vulcanite, das auf dem Asteroiden Vulcan abgebaut wird, eine Superwaffe herstellen. Vulcan kreist noch näher um die Sonne als Merkur, also ist es dort noch heißer und trockener als in der Sahara, sagt Batman. Stimmt, es dürfte dort eigentlich völlig lebensfeindlich sein, aber die beiden geraten nicht mal ins Schwitzen, obwohl sie ihre Kostüme tragen.

Sie geben sich als Sträflinge aus, die sich als Batman und Robin ausgegeben haben. Gleich zu Beginn werden sie gefragt, warum sie dann wie Batman und Robin angezogen sind. Die Begründung: Zur Strafe, damit sie sich nie wieder so anziehen. Obwohl das die dämlichste Begründung aller Zeiten ist, wird sie trotzdem geglaubt. Doch das ist nur der Anfang einer vor Fantasie nur so sprühenden Story mit steinefressenden Monstern, Wachrobotern, die sich mit einem Steinwurf umprogrammieren lassen und gedankenlesenden Häftlingen, die sich von einem bemalten Luftballon erschrecken lassen. Ach ja, und Robin fesselt am Ende die Schurken mit einem Lasso, im Vorbeiflug mit einem Raumschiff – die Geschichte trotzt jedem Naturgesetz.

Am Ende entlarvt der Schurke Yerxa Batman als Brane Taylor. Doch als der nur rumstammelt, springt plötzlich der wahre Batman (Bruce Wayne) ins Bild und rettet den Tag. Natürlich sind sofort alle überzeugt, dass der Typ unter der Maske wirklich Batman ist. Robin sei Dank, er hat mit der Zeitmaschine Bruce hergeholt. Beim nächsten Treffen darf Brane dann Bruce ersetzen.

>> Batman 1950-1959


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Batman gegen Kite-Man

Kampf der Drachen: Batman gegen Kite-Man in Batman #133 (DC Comics)

Nach 20 Jahren ging Batman immer mehr die Puste aus. Die Abenteuer wurden immer absurder – die Schurken immer schräger. Einer davon war der Kite-Man (Batman #133, 1960). Ein Mann, der alles mit Flugdrachen erledigt. Zuerst lässt er von einem Gasbomben auf ein Dach abschießen, dann lässt er sich mit einem Drachen hinaufschießen, um einen Rubin zu stehlen. Batman und Robin sind zufällig zur Stelle, wei sie Ehrengäste des Rajas sind. Da hängt sich Robin wagemutig an den Kite-Man dran und lässt sich durch die Lüfte tragen, bis er in einen Wassertank plumpst.

Doch das ist nur der Anfang: Tag für Tag kommt der Kite-Man mit seinen Drachen-Aktionen davon. Beim nächsten Mal ist das Dynamische Duo wieder am Tatort, weil Batman zufällig als Jurymitglied bei einem Drachenwettbewerb mit Motorbooten auserkoren wurde. Da fragt man sich noch, wie er es schafft, noch nebenher Verbrechen zu bekämpfen und ein Leben als Bruce Wayne zu führen.

Jagd der Drachen

Der Kite-Man kommt mit einem Riesendrachen dahergeflogen, der von einem Propeller angetrieben wird. Auch ohne Physikkenntnisse kann man sich denken, dass das Ding jeglichen Naturgesetzen spottet. Zuerst befreit er einen Gauner aus dem Knast. Als er dann zum Wettbewerb geflogen kommt, schwingt sich Batman mit einem Drachen zu ihm hoch und wird von einem ebensolchen ausgeknockt. Statt ihn in den Tod zu stürzen, hat der Kite-Man noch etwas viel Fieseres mit ihm vor: Er will Batman auf einen Riesendrachen spannen und auf ihn schießen lassen.

Bis es soweit ist (wahrscheinlich muss er den Drachen noch bauen), gibt er Batman noch eine Chance abzuhauen. In seiner Gefängniszelle baut Batman einen Drachen aus der Tapete und lässt ihn aus dem Fenster fliegen. So macht er auf seinen Standort aufmerksam. Nachdem Robin ihn befreit hat, schlagen sie den Kite-Man mit eigenen Waffen: Sie blenden seine Bande mit einem Blitzlichtdrachen, dann fangen sie sie mit einem Netzdrachen.

Kite-Man haut mit einem Drachen ab, Batman mit einem Drachen-Drachen hinter – ein Tritt und die Story ist nach acht Seiten beendet. Und damit auch die Karriere dieser Eintagsfliege. Wahrscheinlich hat Bill Finger gemerkt, dass ein solcher Schurke nicht viel taugt. Wer der Kite-Man in Wahrheit ist, erfährt man nicht. Er ist bloß einer der vielen austauschbaren Gauner mit einem verrückten Gimmick.

Kite-Mans kurze Rückkehr

DC Comics

19 Jahre später gräbt ihn Len Wein wieder aus. In Danger on the Wing (Batman #315, 1979) kehrt der Kite-Man zurück. Einen Charakter bekommt er aber immer noch nicht. Nach einem kurzen Testflug lässt er ein paar Drachen in bunten Farben explodieren. Mit diesem Ablenkungsmanöver schleust er seine Bande in ein Gebäude, um später die Gehälter zu stehlen. Diesmal lässt er per Drachen Nervengas auf die Wachmänner los, dann müssen auch seine Handlanger dran glauben.

Als er sich per Gleiter davonmacht, kommt ihm Batman mit einem Bat-Gleiter dazwischen, lenkt ihn mit Rauch ab, kracht in ihn, sie stürzen ab. Aber dank eines Fallschirms geht alles gut. Die ganze Sache nimmt fünf Seiten ein, die Begegnung mit Batman nur drei. Damit gerät der Fall zur Nebensache, während es mehr um Bruces Beziehung zu Selina Kyle und Lucius Fox‘ Sorgen geht.

Erst im Jahr 2017 bringt Autor Tom King den Kite-Man noch einmal in Batmans Welt zurück und verleiht ihm endlich eine Vorgeschichte, die ihn zu einem ernstzunehmenden, weil tragischen Charakter macht. Dieser Exkurs ist der eigentliche Höhepunkt von The War of Jokes and Riddles. Hell yeah.

>> Batman 1960-1969
>> Batman 1970-1979


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Robin mit Superkräften

Robin, the Super Boy Wonder

Batman #150 (DC Comics)

Titel: Robin, the Super Boy Wonder

Auto/Zeichner: Bill Finger/Jim Mooney

Erschienen: 1962 (Batman #150), Hardcover 2020 (Robin: 80 Years of the Boy Wonder)


Die Jugend ist bekanntlich so sehr voller Kraft und Elan, dass sie Bäume ausreißen könnte. Bei Robin trifft das sogar buchstäblich zu, wie die folgende Geschichte zeigt. Batman und Robin verfolgen den Gauner Biff Warner mit dem Batplane in den Dschungel von Yucatan. Als sie mit den Whirlybats getrennt das Gebiet absuchen, lässt sie ein Gewittersturm abstürzen. Batman trifft auf drei Eingeborene („Indians“), die ihm vorwerfen, Klunker von einer heiligen Statue gestohlen zu haben. Einer davon ist der Leopardenfellträger Ko-Ti.

Ohne eine Chance zu kriegen, sich zu erklären, gehen die Indigenen auf ihn los und er knockt zwei von ihnen um. Da taucht Robin auf: Doch nicht nur, dass er sich nicht mehr an Batman erinnern kann, er ist auch nicht gut auf ihn zu sprechen – und er hat Superkräfte entwickelt. Ein Hieb und ein Baum geht entzwei. Batman springt über einen Abgrund in Sicherheit, doch Robin reißt einen Baum aus, der ihm und seinen neuen Kumpels als Brücke dient. Nur eine Rauchbombe kann Batmans Haut retten.

Ist Robin ein Gott?

Im Indianerdorf wird klar, dass es offenbar verschiedene Ansichten gibt: Während Ko-Ti alle gegen Batman aufhetzt und von Robin einen neuen Tempel erbauen lassen will, ist der Häuptling dagegen. Daraufhin will man testen, ob Robin wirklich ein Gott ist – indem man versucht, ihn umzubringen. Als der Speer auf ihn zufliegt, kann Batman ihn retten. Ein Schlag auf den Kopf und Robin ist wieder der Alte, nur die Superkräfte behält er praktischerweise noch, um sich vor weiteren Speeren zu schützen.

Der Spalter Ko-Ti ist als Gauner Biff Warner enttarnt. Wie er an die Maske und das Leopardenfell gekommen ist, bleibt ein Rätsel, dafür wird umso plausibler Robins Wandlung erklärt: Ein Blitzeinschlag hat Amnesie und Superkräfte bewirkt. Ein Blitz? Nein, kein gewöhnlicher Blitz, ein „freak lightning“. Ist auch nicht so wichtig, denn die Kräfte lassen auf der letzten Seite bereits nach. Zurück nach Gotham – zurück zum Status quo.

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Batman gegen Signalman

Kampf auf der Waage: Batman gegen Signalman (DC Comics)

Titel: The Signalman of Crime/The Return of Signalman/Signalman Steals the Spotlight

Autor/Zeichner: Bill Finger, Len Wein/Sheldon Moldoff, Ernie Chan

Erschienen: 1957/1959, 1976 (Batman #112/124, Detective Comics #466)


Auch wenn der Riddler in den 50ern nicht in den Comics auftauchte, gab es immer wieder Schurken, die Batman mit rätselhaften Hinweisen beschäftigten. Einer von denen war Signalman, keine Eintagsfliege, aber wie der Riddler kam er auch nur zweimal vor, bis er in den 70ern ein kurzes Revival erlebte. Wobei: Das stimmt nicht ganz. Aber der Reihe nach.

Es beginnt mit Phil Cobb, einem Kleinganoven mit großen Ideen. Er kommt nach Gotham, um Karriere als Krimineller zu machen. Aber das ist gar nicht so leicht: Man muss sich erst einmal einen Namen machen, um mitmischen zu dürfen – ein Widerspruch in sich, denn wie soll man sich einen Namen machen, wenn man nicht mitmischen darf. (Das ist übrigens auch das Dilemma des Künstlers.) Doch als Cobb das Batsignal am Himmel sieht, wird es auch ihm zum Zeichen. Er will sich Respekt verschaffen, indem er beweist, schlauer zu sein als Batman.

Der Herr der Symbole: Signalman triumphiert (kurz). (DC Comics)

Cobb schlüpft in ein gelb-rot/orangenes Kostüm mit einer Sonne auf der Brust, gestreifter Unterhose und unzähligen Symbolen auf dem Cape. Als Signalman schickt er Batman ein Zeichen: einen Besen mit einem Atomsymbol. Die Spur führt zu einer Hobby-Ausstellung. Signalman entkommt auf raffinierte Weise, indem er die Schilder zweier Türen vertauscht. So steht Batman plötzlich vor einer Besenkammer, statt Signalman durch den Ausgang zu folgen. Derlei getäuscht und gedemütigt, macht sich Batman gar nicht erst die Mühe, die andere Tür zu öffnen. Signalman hat triumphiert!

Die nächste Spur (ein Tannenbaum) führt ihn zum Planetarium, wo der Schurke einer alten Dame die Halskette stehlen will. Es kommt zum symbolträchtigen Höhepunkt in der Halle der Sternzeichen, wo Signalman die Waage besteigt und mit dem Symbol des Schützen, einem Pfeil, wirft. Dann entkommt er mit einem Fallschirm.

Das Finale findet auf hoher See statt. Signalman sperrt Batman und Robin auf einem Schiff ein. Sie befreien sich dank der Symbole auf Flaggen und Signalman haut mit dem Bat-Launch (einem Motorboot) ab. Doch dann übersieht er eine Boje, rammt einen Felsen und seine Flucht endet. Pointe: Der Signalman hat ein Zeichen übersehen …

The Return of Signalman

Noch einmal Kampf auf der Waage: Batman gegen Signalman.

Zwei Jahre später flieht Cobb aus dem Knast und versucht wieder, in der Unterwelt Gefallen zu finden. Aber mit einem Versager wie ihm will niemand etwas zu tun haben. Also auf ein Neues. Signalman schickt banale Hinweise, Batman und Robin spüren ihn auf, er ist erstaunt und flieht. Es geht auf ein Showboat, ein Filmset und schließlich zur Polizeiausstellung. Diesmal gelingt es Signalman tatsächlich, eine wertvolle Kette zu stehlen.

Am Ende will er eine Sammlung von Polizeimarken klauen, weil sie Batman geschenkt werden soll. Wenn Signalman Batmans Eigentum besitzt, so denkt er, wird ihn die Unterwelt respektieren. Dass die Sammlung aber noch gar nicht Batman gehört, ist dabei nicht so wichtig. Es kommt zum Kampf auf einem Riesenmikroskop und wieder landet Signalman auf einer Riesenwaage – dort endet es dann. Natürlich wieder sehr symbolträchtig: Am Ende siegt immer die Gerechtigkeit, auch wenn die Waage strenggenommen kein Symbol der Polizei, sondern der Justiz ist, aber mit Zeichendeutung sollte man es nicht so genau nehmen.

Von Signalman zum Blue Bowman

Batman & Robin gegen Blue Bowman

Signalman als Blue Bowman (DC Comics)

Dann scheint es vorbei zu sein mit Signalman. Ist es auch. Denn Cobb macht etwas, das selten ist unter Superschurken: Er schult um und legt sich eine neue Masche zu. Er lernt Bogenschießen und wird zum Blue Bowman (Batman #139, 1961), eine Art böser Robin Hood, bzw. böser Green Arrow, denn von dem hat Cobb sich inspirieren lassen. Gleich als erstes bekommt Batman einen Boxhandschuhpfeil ins Gesicht geschossen, Batman wird eingewickelt mit einem Bumerangpfeil, später, in einer Kerzenfabrik, fliegt ein Kreissägenpfeil.

Doch nachdem sich Batman und Robin aus ihren Wachsfallen befreit haben, zeigt Batman, welche Tricks er auf Lager hat: Mit einem „Saw-Tooth-Batarang“ zerreißt er das Netz des Bowman, ein „Fire-Prevention Batarang“ verhindert ein Feuer, ein „Spinning Batarang“ dreht sich offenbar wie von Zauberhand durch die Luft und wirbelt Federn auf, die den Bowman gegen eine Zielscheibe prallen lassen. Damit ist Cobbs zweite Karriere wieder nach kurzer Zeit beendet.

Rückkehr ins Spotlight

Batman vs. Signalman in Detective Comics #466 (1976)

Batman vs. Signalman in Detective Comics #466 (1976) (DC Comics)

15 Jahre später kommt es dann zum Comeback als Signalman. Und das bemerke Jnswerterweise ohne einen neuen Look – selbst die gestreifte Unterhose bleibt gleich. Zu Beginn lässt er es richtig krachen: Zwei Züge lässt er kollidieren, um an einen Diamanten zu kommen. Batman hat eigentlich keine Lust, sich darum zu kümmern, würde sich lieber ein Spiel im Fernsehen ansehen, aber da geht es James Gordon genau so – Pflicht ist Pflicht, was soll man machen?

Schließlich kommt Batman aber doch noch zum Spiel: Signalman raubt die Einnahmen aus dem Stadion und entkommt, indem er über eine Anzeige einen falschen Feueralarm auslöst. Zeichen kann er. Dann klaut er auch noch einem Jungen eine Trophäe, die ihm von der Polizei überreicht wird – aber nur bis auch Batman auftaucht. (Woher? Warum? Man weiß es nicht.) In der Turnhalle liefern sie sich einen akrobatischen Zweikampf. Signalman entkommt wieder durch ein Ablenkungsmanöver, diesmal mit einem kleinen Feuerwerk – aber das lenkt auch Batman so sehr ab, dass der Schurke ihn ausknocken kann.

Symbolträchtiger geht’s nicht: Signalman fesselt Batman im Bat-Signal.

Signalman bringt Batman aufs Dach des Polizeihauptquartiers und fesselt ihn im Bat-Signal selbst. Dort eingeschlossen soll er verbrennen, wenn die Polizei den Scheinwerfer wieder einschalten sollte. Symbolträchtiger geht’s nicht. Nur: Warum sollte man Batman damit rufen wollen, wenn er doch entführt worden ist? Das fragen die Polizisten auch Gordon, aber er erinnert noch an die Nebenfunktion des Signals: Es soll den Schurken Angst einjagen. Und immerhin hat der Signalman einen Symbol-Fetisch …

Batman springt am liebsten durch Glas.

Doch noch bevor das Schlimmste eintreffen kann, befreit sich Batman selbst und bricht – na klar – durch das Glas. Um Hilfe rufen wäre auch eine Option gewesen, immerhin hat er auch Gordon nahen gehört, aber man muss ja in der Rolle bleiben und seinem Ruf gerecht werden. Am Ende will Signalman sich mit einem Oldtimer davonmachen, Batman springt drauf, da kommt Signalman vom Weg ab und stürzt in den Abgrund. Er hat mal wieder das wichtigste Zeichen von allen übersehen: das Schild mit der Aufschrift „Dead End“.

Aber tot ist der symbolträchtige Schurke damit noch lange nicht. Im Jahr 1981 taucht Signalman in Justice League #195-197 auf, wo er sich mit anderen Schurken verbündet. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Robin verliebt sich – und wird erwachsen

DC Comics

Titel: Robin Falls in Love/The Grown-Up Boy Wonder

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Batman #107), Hardcover 2015 (nur „The Grown Up Boy Wonder“ in: Robin, The Boy Wonder: A Celebration of 75 Years)


Auch wenn im Comic die Zeit viel langsamer vergeht als in der Realität: Nach 17 Jahren im Dienst müsste auch Dick Grayson langsam in der Pubertät ankommen. Aber was die Frauen angeht, eifert er eher seinem Vormund Bruce Wayne nach. Der hat sich kurz zuvor schon mit Batwoman schwer getan. Aber dann rettet Robin der 14-jährigen Eiskunstläuferin Vera Lovely das Leben, indem er sie vor einem missglückten Sprung durch einen Flammenring bewahrt.

Kuss für den Retter: Robin und Vera Lovely. (DC Comics)

Wer kann bei diesem Namen widerstehen? Schon zuvor war ihm aufgefallen, dass sie „very pretty“ ist. Hinterher gibt es einen Kuss als Belohnung und ein Pressefotograf hält die Szene für die Nachwelt fest. Während Robin danach Herzchen sieht, hat Batman erkannt, dass der Fotograf ein Gauner war. Robin bandelt aber weiterhin mit Vera an, geht mit ihr Eis essen und Rollschuhlaufen – selbstverständlich mit Maske und Kostüm (nicht gerade die beste Vorraussetzung für eine Beziehung). Doch er muss mit dem Schauspieler Roddy Dale konkurrieren, der Vera große Blumengestecke liefert. Robin schreibt daraufhin mit dem Batplane ein Herz in den Himmel.

Bei einem Einsatz mit Batman verrät er sich mit einem klingelnden Anhänger, den er von Vera bekommen hat und vergeigt beinahe die Mission. Aber später kann er einen Räuber davor bewahren, Veras Kinderschlittschuhe zu stehlen. Batman ist nachsichtig: Ohne Robins Liebe zu Vera hätten sie den Gauner nicht gekriegt, aber der Wunderknabe kommt trotzdem zu dem Schluss: „From now on I’m keeping my mind on criminals, not girls!“ Also zurück zum Status quo.

Das ist höchst befremdlich, wo doch erst 1954 der Psychiater Fredric Wertham Batman und Robin eine homosexuelle Beziehung unterstellt hat. Wenn man die beiden schon von dem Verdacht befreien will, wieso lässt man sie dann trotzdem wie Mönche leben?

Robin wird Owlman

Einen Schritt zum Erwachsenen darf Robin trotzdem machen – und zwar noch in derselben Ausgabe. Durch ein unbekanntes Gas, das Superman aus dem All geholt hat, wächst Dick Grayson über Nacht zum Mann heran. Als das Batsignal am Himmel erscheint, passt er aber nicht mehr ins Robin-Kostüm. Er würde gerne zum zweiten Batman werden, aber das Original verbietet es ihm, weil Dick noch nicht reif sei (außerdem: Es kann nur einen geben).

Robin als Owlman (DC Comics).

Enttäuscht greift Dick zu einem Anzug, den Bruce für einen Kostümball besorgt hat – und wird zu Owlman. (Hier könnte man sich fragen, warum Robin eigentlich ein Rotkehlchen ist und nicht wie Batman eine Kreatur der Nacht geworden ist, aber das nur am Rande.) Als Batman die Bande der „Daredevils“ bei einem Diamantendiebstahl erwischt, taucht Owlman auf und vergeigt die Verfolgung, weil er sich an einen Fahnenmast hängt, für den er zu schwer ist. Batman muss ihm das Leben retten.

Beim zweiten Einsatz als Owlman, im Versteck der Daredevils, stößt sich Dick den Kopf an einem Deckenbalken. Die Bande fesselt ihn und wieder muss ihm Batman aus der Patsche helfen. Der Wunderknabe darf dann endlich seine Zirkusakrobatik einsetzen, um die Gauner zur Strecke zu bringen. Ein paar Stunden später ist alles wieder normal – und Dick freut sich, wieder ein Kind zu sein. Und das wird er noch eine Weile bleiben.

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Dick Graysons zweite Chance als Robin

DC Comics

Titel: Dick Grayson, Boy Wonder

Autor/Zeichner: Bill Finger/Dick Sprang

Erschienen: 1945 (Batman #32)


Nach fünf Jahren im Dienst erzählt Bill Finger die Entstehungsgeschichte von Robin (Detective Comics #38) noch einmal nach – allerdings mit einigen Änderungen. Nachdem Dick Grayson den Mord an seinen mitangesehen und herausgefunden hat, das Zucco dahintersteckt, will er zur Polizei. Batman hält ihn ab. Aber nicht, weil – wie in der Urfassung – Boss Zucco so mächtig ist (und die Polizei mutmaßlich korrupt), sondern weil die Beweise fehlen.

Robins neuer Origin in Batman #32 (1945) (DC Comics)

Dick will auch das Verbrechen bekämpfen, doch Batman zögert, warnt ihn vor den Gefahren. Dick Grayson überredet ihn, aber Batman bleibt skeptisch: „What did I let myself in for?“, fragt er sich selbst. Solche Zweifel gab es am Anfang noch nicht. Doch nachdem Zucco und seine Bande den Stuhl gekriegt haben, will Batman Dick abservieren.

Bruce macht sich Sorgen um ihn. „I’m not going to have you on my conscience all my life! I like you too much!“ Seltsamerweise ist es aber nicht die Angst darum, ein Kind zu gefährden, sondern eine Sorge um den richtigen Beweggrund: Dick sei zunächst motiviert gewesen, weil er seine Eltern rächen wollte, aber würde er auch danach furchtlos kämpfen?

Robins erster Fehler

Doch Dick überredet ihn wieder: Wenn er jetzt aufhöre, würde er nie erfahren, ob er ein Feigling sei oder nicht. Das klingt so, als könnte man Mut nur als maskierter Rächer beweisen. Das Konzept „Robin“ wird zum Persönlichkeitstest. Bruce gibt ihm noch eine Chance. Nachdem er ihm Kampfsport beigebracht hat, bildet er ihn jetzt auch in Chemie und Kriminologie aus.

Bei einem Einsatz gegen den lispelnden Sidney wird das Dynamische Duo wegen Robin gefangen genommen. Robin kann sich mit einem Trick befreien, aber ihn plagt das schlechte Gewissen, dass Batman noch immer in Gefahr ist. Dank seiner neuen Fähigkeiten als Detektiv findet er Batmans Aufenthaltsort heraus und befreit ihm, indem er den Kamin des Verstecks abdeckt und die Bande ausräuchert.

Dick will danach als Robin aufgeben, weil er einen Fehler gemacht hat, aber Bruce sieht den Test als bestanden an. Die Geschichte soll zeigen, dass es für einen Wunderknaben mehr brauche als ein Kostüm, aber wirklich Sinn ergibt das nicht – denn Dick hat ja das Kostüm getragen. Und wäre es nicht viel anschaulicher gewesen, wenn er in zivil Mut bewiesen hätte? Egal. Jetzt wissen wir wenigstens, dass das mit Robin nicht so schnell ging wie anfangs dargestellt. Und dass es berechtige Zweifel gab. Die Geschichte bekommt Tiefe.

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Das Batmobil der 50er – immer der Zeit voraus

DC Comics

Titel: The Batmobile of 1950/Secret of the Batmobile

Autor/Zeichner: Joseph Samachson, Bill Finger/Dick Sprang, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1950/1956 (Detective Comics #156/Batman #98)


Das Jahr 1950: ein neues Jahrzehnt – also höchste Zeit für ein neues Batmobil! Und zwar eins, das seiner Zeit gleich um zehn Jahre voraus ist. Aber zuerst muss das alte entsorgt werden. Denn das ist immerhin auch schon fast zehn Jahre alt.

Als Batman und Robin drei Gauner nach einem Raubzug verfolgen, haben die dreimal Pech: Batman wird zunächst von einem Netz aufgehalten, dann angeschossen, schließlich sprengen die Ganoven auf der Flucht eine Brücke und das Batmobil stürzt samt den Helden in die Tiefe. Das Auto ist Schrott. Batman kommt mit einem gebrochenen Bein davon. Schon spotten die Gauner, er könne sie bald im Rollstuhl verfolgen, aber Batman wäre nicht Batman, wenn er nicht einen Plan hätte.

Schon zuvor hat er nämlich ein neues Batmobil entworfen: mit Raketenantrieb, Radar (um im Dunkeln sehen zu können) und mit einem integrierten Kriminallabor. Sofort macht sich der Wunderknabe an die Arbeit, das Wunderauto zu bauen. Aber das Verbrechen steht nicht still. Robin muss alleine los – und blamiert sich bis auf die Knochen, als er in einem schrottreifen Oldtimer die Verfolgung aufzunehmen versucht.

Das neue Batmobil: Detective Comics #156 (1950)

Doch kaum zurück, ist das Batmobil wie durch ein Wunder fertig, obwohl Batman noch immer seinen Gips trägt. Im Grunde sieht es nicht viel anders aus als das Alte, aber es fällt sofort auf, dass es leichter und schneller ist. Robin findet die Gauner, Batman wartet im Wagen. Per Monitor auf dem Armaturenbrett kann er sehen, als Robin Hilfe braucht und mit dem Auto zur Hilfe eilen. Später macht ihnen eine gesprengte Brücke nichts aus – dank Raketenantrieb springt das neue Batmobil einfach drüber.

Dann verwirrt es die Ganoven mit Rauch und mit dem Radar kann das Dynamische Duo gut erkennen, wo es zuschlagen muss. Zum Schluss lehrt das Batmobil einen der Schurken das Fürchten, indem es ihm ein kleines Batsignal ins Gesicht scheinen lässt. Batman war übrigens die ganze Zeit wieder fit. Er wollte nur sehen, ob das Batmobil sein Handicap kompensieren kann. Schade, denn ich dachte, er wollte testen, ob sich Robin auch alleine bewährt. Aber der Junge ist noch nicht so weit – auch wenn er bereits Auto fahren darf.

Panzer, Amphibienfahrzeug, Schneemobil

DC Comics

Sechs Jahre später bekommt das Batmobil Konkurrenz von einem Gegner im gelben Rennwagen: dem Racer. Als wäre der nicht schon schwierig genug zu fassen, macht Reporterin Vicky Vale noch ein Foto vom Batmobil, das Batmans Geheimidentität lüften könnte. Um die Veröffentlichung des Bildes zu verhindern, hält Batman sie mit neuen Geschichten über das Batmobil hin.

Dabei erfahren auch wir, wie vielseitig das Gefährt ist: Mal bauen Batman und Robin es zum Panzer aus, der Stürmen standhält, mal dient es als Amphibienfahrzeug, das sowohl im Wasser als auch an Land fahren kann, schließlich wird es zum Schneemobil, wo es sogar durch Eis brechen kann. Weil dabei aber der Motor zerstört wird, muss Bruce Wayne sein Privatauto als Batmobil tarnen – das ist das Geheimnis, das Vicky beinahe lüftet.

Aber natürlich nur beinahe. Denn am Ende wird wie immer das Schlimmste verhindert. Und auch der gelbe Racer wird gefangen genommen. Nichts ist schneller als das wahre Batmobil.

Batmobil als Schneemobil. (DC Comics)

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