Pinguin

Batman im Wahlkampf gegen Pinguin

Pinguin macht Wahlkampf

Titel: Hizzonner the Penguin/Dizzoner the Penguin (Wahltag)

Drehbuch: Stanford Sherman

Erschienen: 1966 (Batman S02E17-18)


Commissioner Gordon ist außer sich: Der Pinguin hat nicht nur einen Raubüberfall verhindert, er war auch noch freundlich zu einem Polizisten, hat einen Kinderwagen vor einem Lkw gerettet und hat 100.000 Dollar für wohltätige Zwecke gespendet. Das ist ja unerhört! Da ist doch was faul! Und es gibt natürlich wieder mal nur einen Mann, der der Sache gewachsen ist …

In einer normalen Welt würde man sich freuen: Ein ehemaliger Verbrecher ist endlich resozialisiert! Aber in Batmans Welt hält ein Polizist es auch eher für bemerkenswert, dass der Pinguin einen Raub verhindert, als selbst den Täter zu fassen, obwohl er selbst dabeisteht. Daher verwundert es nicht, dass Gordon seinen eigenen Leuten nichts zutraut – und anderen Wohltätern dafür alles.

Wahlwerbung für den Pinguin

Aber Gordons Intuition trügt ihn nicht: Der Pinguin hat etwas vor. Er will Bürgermeister werden. Verboten ist das nicht. Und obwohl er gerade erst angefangen hat, liegt er in Umfragen mit 60 Prozent vorn. Batman sieht keinen Grund zur Sorge, dass der Gauner gewählt werden könnte: „People of Gotham City are not as simple-minded as he might think.“ Man muss kein Zyniker sein, um zu merken, dass sich Batman irrt.

Pinguin in seiner Wahlkampfzentrale

Der amtierende Bürgermeister gibt sich geschlagen noch bevor der Wahlkampf beginnt. Nur einer kann gegen den Pinguin gewinnen: Batman! Er sei der einzige in Gotham mit einem makellosen Ruf, sagt Gordon. Es klingt sehr trostlos, wenn man so etwas über eine ganze Stadt sagt. Batman sträubt sich zunächst, sagt dann aber zu. Drei Stunden später sind 55 Prozent für Batman und nur noch 35 Prozent für den Pinguin. Die Menschen von Gotham sind ein sehr wankelmütiges Volk. Es entscheidet aus dem Bauch heraus.

Neue Methoden des Guerilla-Marketings

Doch der Pinguin holt bald auf, denn er fährt eine erfolgreiche Strategie: Große Show, keine Politik. „Issues confuse people.“ Batman sieht das anders. Der unverbesserliche Idealist glaubt an Inhalte. Na ja, ein bisschen Showmanship würde nicht schaden, meint Robin, doch Batman winkt ab.

„I’m convinced the American electrorate is too mature to be taken in by cheap vaudeville trickery. After all, if our national leaders were elected on the basis of tricky slogans, brass bands and pretty girls, our country would be in a terrible mess, wouldn’t it?“

Ein klarer politischer Appell, den er da auch an die TV-Zuschauer richtet. In Trump-Zeiten klingt das noch mehr wie ein böses Omen. Klar, dass das nur schiefgehen kann.

Aber Batman bleibt bei seinem Idealismus und hält lieber Reden über Inhalte. Reden, zu denen kaum jemand kommt und die Anwesenden einschläfert. Ein begnadeter Rhetoriker ist er leider nicht. Es hilft auch nicht, als er aus hygienischen Gründen keine Babys küssen will. Der Pinguin wirbt ihm Wähler ab, lässt eine Bauchtänzerin und eine Rock-Band auftreten (Paul Revere and the Raiders!). Der Mann weiß einfach, was dem Volk gefällt.

Wagschale des Todes

Um ganz sicherzugehen, lockt er Batman und Robin trotzdem in eine Todesfalle. Sie hängen in einer Waagschale über Schwefelsäure, auf der anderen Seite schmelzen Eisbrocken. Wie gut, dass Batmans Anzug zufällig säureresistent ist …

Als schließlich die Stimmen ausgezählt werden, hält der Pinguin die Wahlhelfer als Geiseln. Am Ende ist alles vergebens, denn Batman gewinnt doch die Wahlen. Unerklärlicherweise. Das Gute hat gesiegt. So klappt das nur im Fernsehen.

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Pinguin, Prügel, Pennyworth

DC Comics

Titel: The Tyrant Wing

Autor/Zeichner: Tom King/Mikel Janin, Otto Schmidt

Erschienen: 2018 (Batman #58-60, Secret Files #1, Batman Annual #3), Paperback 2019 (Batman Vol. 9)


Es ist schwierig, über diesen Band zu urteilen. Denn die erste Hälfte enthält nur drei Hefte der Batman-Serie und diese bilden keine abgeschlossene Handlung, sondern nur ein kleines Zwischenstück, das die Ereignisse von Band 8 fortsetzt und zu Band 10 hinführt.

Kurz gesagt: Batman erfährt vom Pinguin, dass Bane Arkham übernommen hat. Doch als Batman der Behauptung nachgeht, findet er keine Belege dafür. Bane scheint ein psychisches Wrack zu sein. Der Ablauf ist ermüdend: Batman verprügelt einen B-Schurken nach dem anderen, ob Maxie Zeus, Firefly oder Kite-Man („Hell yeah“), aber er kriegt nichts über Bane heraus. Schließlich macht Batman sich bei Commissioner Gordon unbeliebt, indem er auch ihm einen Schlag ins Gesicht verpasst. Gordon Und natürlich verrät Banes Lächeln am Ende, dass alles nach einem fiesen Plan abläuft – aber offensichtlich mischt noch ein ganz anderer Schurke mit …

Mikel Janins Zeichnungen lassen die Story mal wieder besser aussehen als sie ist. Aber wie gesagt: Darüber zu urteilen, fällt schwer, da alles nur Teil eines größeren Ganzen ist. Es fällt aber auf, dass Batman hier wieder nur der verbitterte und besessene Haudrauf ist, der er schon im Band zuvor war. Die geplatzte Hochzeit mit Catwoman hängt ihm noch nach, aber besonders tief steigt die Handlung nicht in die Seele des Helden ein, vielmehr widmet sie sich Pinguin, der diesmal nicht als Fiesling, sondern als trauernder und einfühlsamer Charakter mit Shakespeare-Spleen dargestellt wird. Wenn man überhaupt etwas über diese drei Kapitel sagen kann, dann ist das das Positivste.

Interessanter ist hingegen der zweite Teil des Bandes, der nichts mit der Handlung des ersten zu tun hat. In Secret Files erzählen mehrere Kurzgeschichten von zeitlosen Aspekten des Dunklen Ritters. Batman bekommt von Superman eine Kugel Platinum-Kryptonit, das ihm für ihmmer Superkräfte verleihen kann. Er gerät in Versuchung, sie zu benutzen. Dann zeigt Batman einem Polizisten, der unter Scarecrows Angstgas leidet, den Weg hinaus aus der Angst. Schließlich bekämpft Batman Drohnen aus eigener Herstellung und hilft Detective Chimp bei einem Fall. All diese Geschichten sind nachdenklich und feinfühlig geschrieben sowie ausdrucksstark gezeichnet. Wer Freude hat an Anthologien wie Batman Black and White oder Detective Comics #1000, der sollte auch hier sein Glück finden.

Die stärkste Story hat aber Tom Taylor (Injustice) in Batman Annual #3 zu erzählen. Hier ist der Kampf Gut gegen Böse nebensächlich, im Vordergrund steht das Verhältnis zwischen Bruce Wayne und Alfred Pennyworth. Batman zieht (mal wieder) trotz Erkältung hinaus, um einen Schurken aufzuhalten. Wir sehen, wie Alfred sich um ihn sorgt und kümmert, wie er seiner Sorge in kleinen Gemeinheiten Ausdruck verleiht, wie er ihm Suppe macht und ihn schließlich auch vor dem Tod rettet, indem er (mal wieder) selbst die Batman-Maske aufsetzt.

Mag sein, dass man das so oder ähnlich schon oft gesehen und gelesen hat. Aber hier ist es kein Neben-, sondern ein Hauptaspekt in einer ebenso sensibel wie grafisch stark umgesetzten Geschichte, die nach Tom Kings Prügeleskapaden sehr wohltut.

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Fernsehen schafft Analphabeten

DC Comics

Titel: Batman Adventures Vol. 1

Autor/Zeichner: Kelley Puckett, Martin Pasco/Ty Templeton, Rick Burchett

Erschienen: 1992-1993 (Batman Adventures #1-10), Paperback 2014


Was bei dem Ruhm um Batman: The Animated Series häufig untergeht, ist die Tatsache, dass es zu der TV-Serie auch eine Comic-Serie gab. Und nicht nur eine: Es waren sogar vier, dazu eine Mini-Serie, einige Adaptionen zu den Filmen (bzw. zu Serien-Episoden) und vor allem Mad Love, ein Original-Comic, das nicht nur Geschichte schrieb, sondern später sogar zu einer Episode adaptiert wurde. Die Comics erschienen noch weit über die TV-Serie hinaus – bis ins Jahr 2004.

Die ersten Ausgaben der 90er Jahre beginnen bemerkenswert: Es geht ums Fernsehen. Der Joker schickt dem Pinguin einen Fernseher, über dem er mit ihm kommunizieren kann. Er macht ihm ein Angebot für einen Plan, später macht er dasselbe bei Catwoman. Im dritten Teil tritt der Joker dann selbst in einer TV-Show auf, entführt Commissioner Gordon und Harvey Dent. Es wird brutal: Während der Sendung bricht er Gordon vor laufender Kamera mit einem Baseballschläger die Arme. Seine Handlanger erschießt er kaltblütig. Er will zeigen, dass in Gotham das reine Chaos herrscht. Auch wenn man nie Blut sieht: Für ein Comic, das sich an Kinder richtet, ist das harter Tobak. Die Comics gehen deutlich weiter als die TV-Serie.

Aber medien- und gesellschaftskritisch geht es weiter: Scarecrow macht die Bewohner Gothams zu Analphabeten – und zwar mit manipulierten Fernsehern. Damit will sich der ehemalige Hochschulprofessor am Bildungssystem rächen, das die Bevölkerung mit Sparprogrammen verdummt. Zwar kann man sich fragen, warum ein Mann der Bildung alles noch schlimmer machen will, aber auch das ist eine Geschichte, die über das hinaus geht, was man von reiner Unterhaltung für Kinder erwartet. Das ist fast schon pädagogisch wertvoll. Und es zeugt von einiger Selbstironie, dass gerade das Fernsehen, das Medium, in dem die Zeichentrickserie mit gutem Beispiel vorangeht, so skeptisch betrachtet wird.

Die nachfolgenden Storys sind weniger ambitioniert: Killer Croc als Ringkämpfer, Clayface taucht überraschend auf, der Riddler plant seinen letzten Coup – das alles sind nette kleine Geschichten, manchmal zum Schmunzeln, aber oft einfach nur zum Bewundern der geschwungenen klaren Linien, die den Animated-Stil ausmachen. Einzig die Hitchcock-artige Story, in der Bruce Wayne eines Mordes verdächtigt wird und als Batman seine Unschuld beweisen muss, ragt dabei heraus. (Das Motiv wurde später in Bruce Wayne: Murderer? aufgegriffen.) Aber kurzweilige Lektüre ist der erste Band allemal, vor allem für Nostalgiker und Fans, die vom Universum der Serie nicht genug bekommen können.

Guter Pinguin, böser Pinguin

DC Comics

Titel: He Who Laughs Last

Autor/Zeichner: Jason Aaron/Jason Pearson

Erschienen: 2008 (Joker’s Asylum: Penguin #1), Paperback 2012 (Penguin: Pain and Prejudice), 2018 (Batman Arkham: Penguin)


Warum ist der Pinguin so geworden, wie er ist? Die Antwort ist dieselbe wie bei den meisten anderen: schwere Kindheit. Nicht nur, dass er eine tyrannische Mutter hatte, die ihn dazu zwang, einen Regenschirm zu tragen, wenn die Sonne schien, er wurde in der Schule auch wegen seines Äußeren gehänselt. Ein Mädchen, dem er Blumen bringt, lacht ihn aus. Das prägt fürs Leben.

Deswegen ist der Pinguin ein Schurke. Aber nicht ganz ein Unmensch. Als er ein paar Frauen von Menschenhändlern in einem Käfig eingesperrt sieht, befreit er zumindest eine davon und nimmt sie bei sich auf. Aus reiner Nächstenliebe und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Sie liebt ihn, er liebt sie, alles scheint gut. Aber als er einmal einen Koch lachen sieht, scheinbar über ihn, kann er sich nicht halten und ruiniert dessen Leben. Die Sache kommt raus, seine Geliebte sieht das Monster in ihm und der Pinguin ist bitter enttäuscht von ihr – und ebenso bitter endet diese kleine, ausdrucksstark und düster gezeichnete und äußerst schaurige Geschichte …

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Todesfalle unter Freunden

DC Comics

Titel: Night of Penguin

Autor/Zeichner: Paul Dini/Don Kramer

Erschienen: 2006 (Detective Comics #824), Paperback 2007 (Batman: Detective), 2018 (Batman Arkham: Penguin)


Nachdem Batman mal wieder einer von Pinguins Todesfallen entkommt (er hängt über einem Becken voller hungriger Seehunde), wird er zur großen Neueröffnung der Iceberg Lounge eingeladen. Der Pinguin will ihm beweisen, dass er ein ehrlicher Geschäftsmann geworden ist. (Warum dann die Todesfalle? Nur ein kleiner Spaß unter Freunden, wohl der alten Zeiten wegen.) Batman geht als Bruce Wayne hin, begleiten lässt er sich von einer oberflächlichen Frau, eine bessere Gesellschaft leistet ihm Lois Lane.

Der Pinguin offenbart sich als nicht ganz ehrlicher Geschäftsmann, indem er 38 Dollar für Iceberg-Lounge-Shirts verlangt. Schluss mit lustig ist aber, als mal wieder ein Mann in seinem Casino zu viel Geld gewinnt. Mr. ZZZ, ein Ganove, der es trotz Narkolepsie fertig bringt, Poker zu spielen. Batman findet heraus, dass dahinter ein Trick und eine Entführung steckt und beschafft dem Pinguin die Kohle wieder.

Schön und sauber gezeichnet, ein paar kleine Schmunzler – ein enette Lektüre für zwischendrin, mehr ist Paul Dinis kleine Episode leider nicht. Nach dem ungewöhnlichen Auftakt sackt die Story leider ins Anekdotisch-Banale ab. Batman rettet Pinguins Geld? Das muss wirklich niemanden interessieren.

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Der Pinguin und der Falke

Titel: The Penguin Returns – Burning Faces/The Egyptian Falcon (dt. Die Rückkehr des Pinguin: Brennende Gesichter/Der ägyptische Falke)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1997 (Batman #548-549), Paperback 2018 (Batman Arkham: Penguin), dt. Dino 1999 (Batman Special #8)


„Too long since I last gave wing to my bird compulsion.“ (Pinguin)

Seit der Pinguin seine Iceberg Lounge betreibt und so tut, als wäre er ein ehrlicher Geschäftsmann (Detective Comics #683-684, 1995), langweilt er sich. Andere verrichten für ihn die Drecksarbeit, aber leider ist auf die Handlanger kein Verlass. Als mal wieder was schief geht, weil die False Face Society (Black Mask) und Batman einen Coup vereiteln, sagt sich der Chef: Alles muss man selber machen, er nimmt seinen Regenschirm und zieht alleine los. Wie in alten Zeiten.

Der Pinguin fängt klein an: Bei einem kleinen Überfall auf einen Juwelier klaut er nur einen kleinen Diamanten und hinterlässt ein Pinguin-Ei, später klaut er im Museum eine altägyptische Falkenstatue und tauscht sie gegen ein Ei, das explodiert. Als ihn Batman konfrontiert, wird er zwar schnell mit seinem Erzfeind fertig, aber er erkennt im Kampf an, wie schnell und wendig der kleine dicke Mann mit seinem Schirm ist. Nebenbei erfahren wir, woher der Pinguin seine Schirm-Manie hat: Seine tyrannische Mutter ließ ihn als Kind nicht ohne aus dem Haus gehen, auch wenn die Sonne schien – man könne nie wissen, wann es als nächstes regnet. Deswegen wurde der kleine Oswald gehänselt.

Der Pinguin hat Batman zwar nicht viel entgegenzusetzen, aber dafür kluge Worte: Batman kann ihn auch nicht mit einer Tonaufzeichnung hinter Gitter bringen, denn da er selbst anonym bleibt und vor Gericht nicht aussagen kann, ist das Beweismittel nichts wert. Trotzdem: Den Falken kriegt der Pinguin nicht. Immerhin da trickst Batman ihn aus …

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Pinguins neue Geschäftsidee

Titel: Odds Against/Darkest Day

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Graham Nolan

Erschienen: 1995 (Detective Comics #683-684)


Nach der Knightfall-Saga beginnt – ganz nebenbei – eine neue Ära für den Pinguin: Er wird vom Vogelganoven zum Gangster, der andere die Drecksarbeit erledigen lässt. Seine Fassade: die Iceberg Lounge, ein Casino, das ihm als Hauptquartier dient und ihn als Geschäftsmann erscheinen lässt. Die Lounge wird leider nicht groß eingeführt, sie ist einfach da.

Ein Casino-Gast, der beim Blackjack zu viel gewinnt, fällt auf: Actuary, ein Kartenzähler, der gerne Wahrscheinlichkeiten berechnet. Statt ihn umlegen zu lassen, macht sich der Pinguin ihn zu nutze. Während seine Leute ständig bei ihren Coups von Batman hochgenommen werden, soll Actuary dabei helfen, bessere Pläne auszuhecken. Actuary lässt Batmans bevorzugte Aufenthaltsorte herausfinden und dann dort zuschlagen, wo Batman am wenigsten wahrscheinlich auftauchen wird.

Das klappt allerdings nicht wirklich. Und dann kommt die zündende Idee, bei der man sich fragt, warum das nicht schon längst einer ausprobiert hat: ein Überfall am helllichten Tag! Der Plan: Bei einer Blumenausstellung springen die Gangster aus einem riesigen Pinguin aus Blumen. Na ja … Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass auch das in die Hose geht. Batman ist eben auf Zack. Der Pinguin beherrscht aber eine ganz andere Kunst: trotz allem dem Knast fern zu bleiben – und zwar die nächsten über 20 Jahre.

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Das Ego des Pinguins

DC Comics

Titel: Penguin Trimphant

Autor/Zeichner: John Ostrander/Joe Staton

Erschienen: 1992 (One-shot)


Der Pinguin verkündet, dem Verbrechen abzuschwören und kommt aus dem Knast. Aber natürlich ist das nur eine Masche für ein neues Verbrechen: Er findet einen Weg, Aktienkurse zu manipulieren und zwingt einen ehemaligen Schulkameraden, den Unternehmer Randall Holmes, dazu, für ihn krumme Geschäfte zu machen. Außerdem soll er ihn in die High Society einführen.

In einer Rückblende wird erzählt, wie der Pinguin als Kind von Holmes gemobbt wurde und wie er sich dafür mit einem angespitzten Regenschirm dafür rächte. Später erfahren wir, dass der Pinguin als Jugendlicher das schönste Mädchen der Schule, Bethany Wilcox, dafür bezahlt hat, mit ihm zu einem Ball zu gehen. Dieses Mädchen ist jetzt eine Frau, die reich geworden ist, indem sie die richtigen Männer geheiratet hat. Obwohl sie Geld wie Heu hat, lässt sie sich vom Pinguin bezahlen, wieder seine Begleitung zu sein – bei einer Party bei Bruce Wayne.

Der Pinguin will Wayne Manor kaufen. Bruce lehnt ab, Pinguin droht ihm, daraufhin lässt Bruce ihn bei sich wohnen. Wahrscheinlich nach dem Motto „keep your enemies closer“. Bethany spioniert Pinguins Passwort für Holmes aus, Holmes will Pinguin ermorden lassen, aber da kommt ihm Batman in die Quere.

Auch wenn der Protagonist der Story der Pinguin ist und wir etwas über seine Ursprünge und Sehnsüchte erfahren, bleibt er so unsympathisch wie der Rest der Geschichte. Batmans Motivation leuchtet nicht wirklich ein. Der Schurke ist kein missverstandenes Wesen, sondern ein zutiefst durchtriebener und ruchloser Charakter. Er will keine Liebe, sondern sich nur beweisen. Batman gesteht zumindest Robin gegenüber ein, dass sein Feind klüger sei als er. Am Ende jedoch wird er sentimental, als er feststellt, dass der Pinguin wahrscheinlich nirgendwo richtig hingehöre. Aber der Pinguin scheint in seiner Gefängniszelle nicht zu leiden, sondern träumt sich nur in Fantasien weg, in denen er ein gutaussehender und charmanter Gauner im alten England ist …

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Pinguin fliegt zum Südpol

Titel: Pieces of Penguin/C-C-Cold!

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton

Erschienen: 1984 (Batman #374, Detective Comics #541), Paperback 2018 (Batman: Arkham – Penguin, nur Teil 1!)


Der Pinguin schlägt wieder zu: Mit einem explodierenden Roboter-Pinguin lässt er die Schaufenster eines Juweliers zerspringen und bedient sich selbst. Doch er hat noch größeres vor. Dann sucht er Vicky Vale auf. Die Reporterin soll Fotos von ihm machen, die ihn in einem besseren Licht darstellen, als es seinem öffentlichen Image entspricht.

Wieder bricht sein übergroßes Ego durch: Auch wenn bisher Batman immer gewonnen hat, hält sich der Pinguin für einen besseren Verbrecher als den Joker und andere, denn immerhin seien ihm vor seinen Festnahmen stets zwei bis drei brillante Raubzüge gelungen. Doch Vicky weigert sich – nicht ohne heimlich ein Foto von ihm zu schießen, aller Gefahr zum Trotz.

Der Piguin lässt noch einmal Juwelen rauben, ohne dass ihm Batman und Robin etwas anhängen können. Dann entführt er einen Reporter, um Regierungsgeheimnisse aus ihm herauszubekommen. Mit denen fliegt er dann in die Antarktis, um sie an die Russen zu verhökern. Warum die weite Reise? Klar, weil es die Heimat der Pinguine ist. Batman fliegt hinterher. Kaum ist er da, schießt der Pinguin dessen Flugzeug mit einer Rakete ab.

Im Eis zeigt sich, wie schlecht Batman ausgestattet ist: Trotz dreifacher Thermokleidung friert er, während dem Pinguin im Frack kein bisschen kalt ist, sogar ein Sturz in eiskaltes Wasser (das kurioserweise nicht gefroren ist) macht ihm nichts aus, während Batman beinahe draufgeht. Der Pinguin scheint so etwas wie Superkräfte zu haben, ohne jegliche Erklärung. Als würde allein sein Name und seine Vorliebe für Vögel ausreichen, um ihn gegen Kälte immun zu machen. Vielleicht wärmt ihn auch nur sein großes Selbstvertraue, wer weiß.

Das Finale endet banal: Der Pinguin hat keine Regierungsgeheimnisse verraten, er ist nämlich trotz allem Patriot, sondern hat die Russen reingelegt. Die wahren Aufnahmen wollte er dem Pentagon verkaufen. (Wie sich das mit Patriotismus verträgt, erklärt er nicht.) Die beiden werden wieder in den Permafrost zurückgeschickt, dann erbarmen sich die Russen ihrer doch und rufen für sie Hilfe. Batman revanchiert sich beim Pinguin trotz Schwäche mit einer Faust ins Gesicht.

(Eine Schlussbemerkung: Leser der Anthologie Batman Arkham: Penguin (2018) bekommen unerklärlicherweise nur die erste Hälfte der Geschichte geboten. Das ist einfach nur dreist. Vielleicht haben sich die DC-Redakteure zu sehr vom Pinguin inspirieren lassen.)

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Pinguins spektakuläre Rückkehr – in den Knast

Batman #155

DC Comics

Titel: The Return of the Penguin

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1963 (Batman #155)


Sieben Jahre war der Pinguin von der Bildfläche verschwunden – wie Catwoman und Two-Face endete seine Karriere mit dem Golden Age. Als er wieder auftaucht, erfährt man, dass er sich in den Ruhestand verabschiedet hatte. Aber als er hörte, dass er in der Unterwelt nur als Eintagsfliege bekannt ist, beschloss er, seinen Ruf wiederherzustellen und zu beweisen, dass Batman der Versager ist.

Zunächst lockt er Batman und Robin mit einem chinesischen Bat-Signal nach Chinatown, wo er eine Drachenstatue Feuer speien lässt, dann jagt er ein paar Adler auf sie und entkommt auf einem Strauß. Doch das ist nur das Vorspiel; danach fährt er schwerere Geschütze auf: Ein Pinguin-Luftschiff und mechanische Riesenvögel. Der Pinguin trickst Batman aus, indem er ein Ballon-Double von sich schweben lässt. Bruce Wayne und andere Freunde von in Gotham bekommen Pinguine geschickt und am Ende springt der Pinguin aus einem riesigen Kuchen, begleitet von einem Schwarm Krähen.

Der Pinguin versucht, wertvolle Vogelbilder zu stehlen, aber am Ende trickst ihn Robin mit einem Batman-Cape an einem Kleiderhaken aus, jagt ihm Angst ein, treibt ihn in die Enge. Pinguins Rückkehr endet leider sehr schnell wieder im Knast …

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