Detective Comics

Calendar Man als Auftragskiller

Batman #384, Detective Comics #551, Batman #385

DC Comics

Titel: Broken Dates/The First Day of Spring/Day of Doom

Autor/Zeichner: Doug Moench/Rick Hoberg

Erschienen: 1985 (Batman #384, Detective Comics #551, Batman #385)


„I don’t really want to kill Batman.“ (Calendar Man)

Alles kehrt wieder. Tag und Nacht, die Wochentage, die Jahreszeiten. Und auch die Superschurken. Der Grund leuchtet nicht immer ein. Manchmal ist es einfach wieder an der Zeit, jemanden wieder aus dem Figurenfundus zu holen. Wie den Calendar Man. Der nimmt sich diesmal die Feiertage als Thema vor.

Es beginnt mit einem Haufen Gauner, die Batman ausschalten wollen. Also bestellen sie seinen Tod bei einem geheimnisvollen Typen namens Monitor, der irgendwo in einem Satelliten hockt und dafür einen geeigneten Auftragskiller beauftragt. Warum er sich ausgerechnet für den Calendar Man entscheidet, bleibt so rätsel- wie zweifelhaft. Interessant auf verschiedenen Ebenen nennt er ihn, aber der Schurke hat, abgesehen von seiner mageren Erfolgsbilanz, noch nie Interesse am Töten gezeigt – und erweist sich auch hier als völlig unbrauchbar.

Julian Day in seinem Kalendarium. (DC Comics)

Schon zu Beginn steht Julian Day in seinem mit übergroßen Kalender-Requisiten vollgestopften Geheimversteck und grübelt, ob er den Auftrag überhaupt annehmen soll. Er ist zwar kein Killer, aber das Geld ist immerhin ein guter Motivator. Vor allen will er die Gelegenheit nutzen, sich noch einmal mit Batman messen. Und sollte er ihn nicht stoppen, wird Batman am 21. März sterben. Aber das wirkt alles sehr halbherzig. Denn im Vordergrund steht natürlich der Spaß an schrägen Verbrechen.

Calendar Man spielt mit falschen Karten. (DC Comics)

Bald darauf ist die erste Bank ausgeraubt, um an das nötige Startkapital zu kommen (wie er sein Versteck so aufwendig einrichten konnte, bleibt ein Rätsel). In einer Rückblende erfahren wir nur, dass Julian Day einst ein Illusionist unter dem Künstlernamen Maharaj gewesen ist. Es folgt die übliche Schnitzeljagd: Calendar Man tritt an jedem Tag in einem anderen Kostüm auf und schafft es, sich jedes Mal in Sachen Kuriosität zu überbieten. Einmal trägt er schwarz-weiß, kann blendendes Licht strahlen, wirft mit übergroßen Karten, dann tritt er als eine Art Sonnengott auf und wirft Blendgranaten („solar bomb“) in einem Theater und stiehlt Juwelen. Nur das rot-weiße Kalenderkostüm, das er auf den Covern trägt, hat er in der Story kein einziges Mal an. Nicht, dass man es vermissen würde, aber betrogen kann man sich schon fühlen. (Mit riesigen Zahlen wirft er übrigens auch nicht.)

Calendar Man als Sonnengott (DC Comics)

Der Calendar Man lässt ein Kalenderblatt zurück und Batman und Robin erfahren, dass er es auf sie abgesehen hat. Batman erteilt Robin daraufhin Hausarrest, Robin widersetzt sich wie immer und es entspinnt sich die alte Diskussion, welche Rolle Robin spielt: Ist er Batmans Schwachstelle oder dessen Verstärkung?

Mörderische Pfeile: Calendar Man als Amor (DC Comics)

Am Valentinstag tritt Calendar Man als gelber Amor mit Lendenschurz, Flügeln und Bombenpfeilen auf, dann als eine Art Uncle-Sam-Verschnitt mit Zylinder und Sternchenunterhose, schließlich wirft er mit Schlangen um sich und kämpft mit einem Flammenschwert und einer Laserkanone. Unnötig zu erwähnen, dass der ganze Aufwand umsonst ist und dass am Ende Robin mal wieder Batman rettet – weil er ihm nicht gehorcht.

Patriot: Calendar Man als Uncle Sam (DC Comics)

Wer hat eigentlich behauptet, dass das Bronze Age Batman wieder ernsthafter gemacht haben soll? In manchen Geschichten ist das arg zu bezweifeln. Und zwischendurch gibt es ganz viel Melodrama: Bruce Wayne ist immer noch in Selina Kyle und Nocturna verliebt, während er mit Vicky Vale und Julia Pennyworth zu tun hat. Es war bei Batman wohl nie mehr Herz im Spiel als in den 80er-Jahren.

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Batman stirbt tausend Tode

The 1001 Deaths of Batman and Robin

DC Comics

Titel: The Thousand Deaths of Batman

Zeichner: Sheldon Moldoff

Erschienen: 1959 (Detective Comics #269)


Um es gleich vorweg zu sagen: Batman stirbt hier nicht. Jedenfalls nicht wirklich. Ein paar Gauner erlauben sich hier nur einen Spaß und schlachten ihn zum Geschäft aus. Sie fragen sich: Wäre es nicht toll, Batman mal sterben zu sehen? Ja, natürlich! Also inszenieren sie den Tod von Batman und Robin mit Schauspielern und nehmen dafür Eintritt. Da werden etwa die Seile des Dynamischen Duos im Anflug verbrannt, sodass sie in den Tod stürzen. Das Ganze findet auf Gotham Island statt, fernab der ehrlichen Gesellschaft. Die Idee stammt von einem Kriminellen, der sich selbst The Director nennt (und dazu eine Baskenmütze trägt, wie Regisseure das halt so machen).

Eigentlich ist daran nichts Verwerfliches oder Illegales. Doch dann werden Batman und Robin darauf aufmerksam, als sie ein Mitglied der Green Hood-Bande schnappen und ihn nach seinem Boss, dem „Big Guy“ ausfragen. Doch statt zu antwortetn, kündigt er für den Abend den Tod der beiden an. Er meint natürlich nur die Show, aber das Dynamische Duo bekommt Angst. Und weil wir in den kinderfreundlichen 50ern sind, in denen Superhelden die Wahrheit nicht aus den Gaunern rausprügeln, bleibt es bei dem Missverständnis.

Vorhang fürs Underground Theater

Die beiden finden heraus, wo sie „sterben“ sollen und laufen in die vermeintliche Falle. Sie knocken die beiden Darsteller aus und geben sich selbst als solche aus. So wollen sie den „Big Guy“ erwischen, der angeblich dort auftreten soll. Also werden sie zum Teil der Show: Lassen von Bogenschützen auf sich schießen, tauchen im Haifischbecken, lassen sich von Felsbrocken erschlagen. Doch dann findet der Director heraus, dass es sich bei den Schauspielern wirklich um Batman und Robin handelt. Also will er den „Big Guy“ mit einer echten Todesschau beglücken und die beiden an einem Elektrozaun rösten.

Batman durchschaut das falsche Spiel und wendet es gegen die Gauner: Mit einem Bagger zerstört er ein Haifischbecken, mit Zielscheiben wirft er die Gauner um, erschreckt sie in einem Gorillakostüm. Und am Ende fängt Robin den „Big Guy“ mit dem Lasso ein, bevor er für das „Underground Theater“ den Vorhang fallen lässt.

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Batman und der falsche Godzilla

The Creature from the Green Lagoon

DC Comics

Titel: The Creature from the Green Lagoon

Autor/Zeichner: Dave Wood/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958 (Detective Comics #252)


Diese Story ist bemerkenswert dreist. Hier wird unverhohlen aus der Filmgeschichte geklaut und zu etwas Neuem zusammengefügt. Allein schon der Titel spielt an auf den Horrorklassiker Creature from the Black Lagoon (dt. Der Schrecken vom Amazonas, 1954), dessen Handlung wiederum an King Kong (1933) erinnert, aber auch bei dem bedient sich die Comicstory.

Batman wird nach Skull Island bestellt und fliegt mit Bat-Plane hin. Dort dreht Produzent und Freund Cory Blane einen Spielfilm, allerdings mit einem falschen Monster. Die Handlung erinnert an King Kong: Eingeborene halten das Monster mit einem Zaun fern. Beim Dreh ist ein echtes Monster, Locto, eine Art zweibeinige Riesenechse, aufgetaucht und hat das Filmset zerstört. Hier lässt Godzilla (1954) grüßen.

Batman und Robin blenden es bei seinem nächsten Auftauchen mit Scheinwerfern und versuchen, es mit einem Kran einzufangen, das klappt aber nicht, weil ein gewisser Professor Carter es verhindert. Der Wissenschaftler will nicht zulassen, dass das Monster getötet wird. Er will es im lebendigen Zustand erforschen. Batman versichert aber, es nicht töten zu wollen. Und so versucht man es mit einem Netz, das unter Strom steht, doch das Monster hat seine Füße dagegen isoliert.

Wiedersehen mit einem Roboterdino

Batman hat einen Verdacht: Das Monster könnte falsch sein, ein Roboter, gesteuert von einem Menschen. Und so ist es auch. Damit bekommt die plagiierte Story aber keine interessantere Wendung. Denn Batman trifft nach The Isle that Time Forgot (Batman #10, 1942) und Dinosaur Island (Batman #35, 1946) schon wieder auf eine Art Roboterdino vor einer Filmkulisse (daher auch der Riesendino in der Bathöhle). Die Autoren plagiieren sich also auch selbst.

Während Batman bei einer Tauchaktion unter Wasser gegen das falsche Monster kämpft, findet Robin am Strand den Schuldigen, der Roboter aus der Ferne steuert. Ein Assistent will den Film sabotieren, damit nicht entdeckt wird, dass in der grünen Lagune schwarze Perlen liegen.

Abgesehen von der Frage, wie ein Filmteam schwarze Perlen entdecken soll, wenn es ganz anderes zu tun hat, bleibt offen, woher ein Assistent die Mittel hat, einen so hoch entwickelten Roboter zu bauen und unbemerkt auf die Insel zu bringen. Und wenn er sie hat, braucht er keine schwarzen Perlen mehr. Es sei denn, er braucht sie, um die horrenden Schulden abzuzahlen, die er aufgenommen hat. Aber wenn er Schulden hat, warum hat er sie nicht gleich mit den Perlen beglichen, die er gefunden hat? Vielleicht hat er ja mit den Perlen den Roboter bezahlt, wollte aber noch mehr davon sammeln.

Wie auch immer: Wenn ich einen Haufen kostbare Perlen gefunden hätte, hätte ich sie einfach verkauft und den Job beim Film gekündigt. Wenn er Zeit genug hatte, dass Monster zu bauen, hätte er mehr als genug Zeit, alle Perlen zu sammeln. Das mit dem Monster war also eine ganz schön bescheuerte Idee. Immerhin kreativer als diese dreist abgekupferte und zusammengestückelte Story. Aber so ein Remix ist ja auch sehr postmodern …

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Der Batman der Zukunft kehrt zurück

DC Comics

Titel: The Batman of Tomorrow

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1955 (Detective Comics #216)


Drei erfolgreiche Raubzüge haben Batman und Robin aufzuklären, jedes Mal hatten die Gauner Hilfe von Innen, aber zunächst gilt es, zu einem Benefizball für ein neues Krankenhaus zu gehen. Dort hat jemand das überdimensionale Modell des Hospitals auf ein wackeliges, dreibeiniges Podest gestellt, direkt an einer hohen Treppe, sodass nur ein kleiner Stoß genügt, um damit die ganze geladene Gesellschaft zu gefährden. Und so kommt es auch: Das Ding stürzt die Treppe hinunter, Bruce Wayne hält es auf, verrenkt sich dabei aber den Arm.

Während alle Aufmerksamkeit abgelenkt ist, schnappen sich Gauner die Perlenketten der Damen. Zum Glück hat Reporterin Vicky Vale zufällig ein Bild vom Verdächtigen geschossen. Doch Batman kann der Sache nicht nachgehen, denn wenn Vicky seinen kaputten Arm sieht, erfährt sie seine Geheimidentität. Was tun? Ein Ersatz muss her. Wäre das die Serie World’s Finest, würde Batman Superman um den Gefallen bitten. Aber stattdessen holt man noch weiter aus: Warum nicht den Batman der Zukunft fragen?

Batman und Robin kennen bereits Brane Taylor, den blonden Batman aus dem Jahr 3054 (bzw. 3051 in Batman #67, 1951). Wie gut, dass Brane ein „super-scientific radio“ dagelassen hat, mit dem man ihn rufen kann. Kurz darauf erscheint eine gelbe Kugel, Brane kommt raus und übernimmt den Part seines Vorbilds.

Batman flirtet mit Vicky Vale

Das geht natürlich nicht ohne Probleme, denn Brane muss sich zunächst daran gewöhnen, dass Batmobile nicht über Züge springen können. Außerdem flirtet er ganz schön heftig mit Vicky Vale – eine Eigenschaft, die man vom prüden Batman so gar nicht kennt. Das macht auch die Reporterin misstrauisch. Außerdem fällt ihr etwas an diesem Batman auf, das eindeutig anders ist.

Brane setzt ganz auf die Technik der Zukunft: Er verfolgt ein Flugzeug mit seinen eingebauten Düsen, die ihn fliegen lassen, später wiederholt er das mit einem Pferd. Außerdem kann er sich unsichtbar machen. Robin muss Babysitter spielen, dass Brane mit diesen Aktionen nicht vor Vicky auffliegt.

Nachdem der Fall gelöst ist, kommt Vicky aber mit ihrem Beweis, dass dieser Batman ein Betrüger ist: Der Neue ist größer als das Original! Aber nein, sagt Batman, das liege nur daran, dass er hohe Absätze trage. Dann ist ja alles klar. Aber was ist mit Batmans Arm? Der ist auf wundersame Weise geheilt, „thanks to your scientific massage“, sagt er zu Brane, als er im letzten Moment wieder für ihn einspringt. Wenn die Heilung so schnell ging, hätte man dann nicht einfach warten können, bis Batman wieder fit ist? Dann hätte man sich die ganze Aufregung mit dem Doppelgänger gespart?

Na klar, aber dann gäbe es diese Geschichte nicht.

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Was Batarangs alles können: alles

Batman, Robin, Batarangs

The 100 Batarangs of Batman (Detective Comics #244, 1957) (DC Comics)

Titel: The 100 Batarangs of Batman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #244)


Der Batarang gehört von Anfang an zu Batman: Bereits in Detective Comics #31 (1939) hat er ihn zum ersten Mal benutzt (damals noch Baterang genannt). Es ist eine elegante Waffe aus zivilisierteren Zeiten, die Batman anstelle von Schusswaffen benutzt – könnte man meinen. Doch bereits in eben dieser Ausgabe benutzt Batman am Ende eine Pistole, um einen Vampir zu erschießen. Und es ist nicht das letzte Mal, dass er tödliche Gewalt anwendet (siehe Batman #1). Aber das war nur am Anfang so.

18 Jahre später erfahren die Leser: Batman hat nicht nur ein Modell des Batarangs, sondern 100 verschiedene. Auf dem Cover sind nur fünf zu sehen. Der „Flash Bulb Batarang“ erzeugt Blitzlicht, der „Seeing Eye Batarang“ hat eine integrierte Minikamera, der „Police Whistle Batarang“ konnte einmal Commissioner Gordon das Leben retten, weil er beim Fliegen einen warnenden Pfiff abgibt, und der „Magnet Barang“ hat eine besondere Anziehungskraft, die Metallplatten im Flug einfach mitnimmt.

Kurz gesagt: Mit Batarangs kann man so ziemlich alles machen. Sogar die Naturgesetze umgehen. Batman und Robin erzählen sich eine Anekdote nach der anderen, weil ein Batman-Sammler von Ganoven um einen Film gebracht wurde, der Batman beim Batarang-Werfen zeigt. Batman vermutet, dass sie sich seine Technik abschauen wollen, um Verbrechen zu begehen. Dabei befürchtet er, sie könnten seine Geheimwaffe, den Batarang X, stehlen.

Batmans Geheimwaffe: der Batarang X. (DC Comics)

Zumindest im ersten Punkt liegt er richtig: Die Ganoven bauen einen Haufen Bomben-Batarangs und planen, damit fette Beute zu machen. Wie das gehen soll, wenn sie dabei alles in die Luft jagen, erschließt sich nicht richtig. Aber noch bevor der Plan näher ausgeführt werden kann, kommen ihnen Batman und Robin in die Quere. Batman benutzt den Batarang X selbst: Es handelt sich dabei um einen Riesenbatarang, mit dem Batman per Katapult (vom Batmobil aus) durch die Luft fliegen kann. Warum nicht das Batplane benutzen? Weil der Batarang X lautlos ist …

Batman entfernt die Sprengladungen von den Batarangs und baut sie so um, dass sie zu ihren Angreifern zurückkehren, sprich: sie selbst treffen. Einer der Gauner ist ganz verblüfft: „When we try to throw the Batarangs, they come back to hit us!“ Kein Wunder: Batarang kommt von Boomerang. Fangen wäre eine Option. Aber so wird das Verbrechen mal wieder mit seinen eigenen Waffen geschlagen.

Der erste Batarang: Ein Geschenk von Lee Collins. (DC Comics)

Bei der Gelegenheit erfahren wir auch, wie Batman auf den Batarang gekommen ist: Noch vor seiner Zeit mit Robin hat er einen Dieb zu einem Zirkus verfolgt, da hat er den Bumerang-Werfer Lee Collins kennengelernt, der ihm geholfen hat, den Dieb zu fassen. Collins wirft den Bumerang, lenkt den Dieb für nur eine Sekunde ab, aber das reicht Batman, um dem Gesuchten einen Kinnhaken zu verpassen. Collins bringt Batman das Werfen bei und fertigt für ihn den ersten Batarang an.

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Tödliche Trophäensammlung

The Thousand and one Trophies of Batman (DC Comics)

Titel: The Thousand and One Trophies of Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Bob Kane

Erschienen: 1950 (Detective Comics #158)


Batman und Robin müssen nicht nur Nacht für Nacht das Verbrechen bekämpfen und neue Gadgets wie Batmobile und Batplanes bauen, sie pflegen auch ihre Trophäensammlung in der Bathöhle. So ein Riesenpenny will nun mal gereinigt werden. Mittlerweile, im Jahr 1950, ist die Sammlung auf 1000 Stücke angewachsen, obwohl Batman gerade einmal seit zwölf Jahren im Dienst ist und nur rund 400 Abenteuer erlebt hat. Offenbar wurde den Lesern bis dahin die Hälfte vorenthalten. Egal.

Während Batman und Robin Riesendino und Riesenschachbrett betrachten und in Erinnerungen an ihre vergangenen Fälle schwelgen, ruht das Verbrechen nicht. Die beiden werden zum Hafen gerufen, wo der Gauner namens Dr. Doom Juwelen in ägyptischer Kunst nach Gotham zu schmuggeln versucht. Als er entlarvt wird, springt er ins Wasser, wo er sich verstecken kann, weil er einen Zigarettenhalter als Schnorchel benutzt. Das Dynamische Duo denkt nicht mal daran, hinterherzuspringen.

Sarkophag wird Trophäe 1001

Dann wird Batmans Sammelwut ihm zum Verhängnis: Obwohl er kaum etwas zu tun hatte, bittet er Gordon darum, einen Sarkophag als Trophäe mitnehmen zu dürfen. Klar, warum nicht? Beweismittel werden überbewertet. Doch bevor die beiden zurückfahren, steigt Dr. Doom aus dem Wasser, klettert heimlich in einen Sarkophag und lässt sich so im Batmobil in die Bathöhle bringen.

Wer den Cent nicht ehrt: Der Riesenpenny fällt auf Robin. (DC Comics)

Während sich die Helden über Trophäe Nr. 1001 freuen, bereitet Dr. Doom seine Rache vor: Er präpariert die Trophäen so, dass sie für Batman und Robin zur Todesfalle werden. Und kaum kehren sie zurück, schießen ihnen Riesenwürfel entgegen. Dann erschlägt der Riesenpenny fast Robin, eine Harpune erschießt beinahe Batman. Schließlich klettert der Schurke in den Riesendino (der hier sonderbarerweise kein T-Rex, sondern eine Art Brachiosaurier ist) und lässt den Roboter auf die beiden losgehen.

Die Helden kappen die Leitungen, Dr. Doom wirft eine Granate und versteckt sich im Sarkophag. Zum Glück kann Batman sich und Robin mit einem Miniaturhaus vor der Explosion schützen. Doch danach lässt sich der Sarkophag nicht mehr öffnen und Dr. Doom erstickt. Trophäe Nr. 1001 bleibt eine mit Einlage und der Tod wird zum ständigen Gast in der Bathöhle. Auch Pietät wird offenbar überbewertet …

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Zum tausendsten Mal Batman: Detective Comics #1027

Detective Comics #1027 von Andy Kubert (DC Comics)

Man muss nicht abergläubig sein, um zuzugeben, welche Macht Zahlen auf uns haben. Schlaue Marketing-Leute wissen das. Und so feiern wir nicht nur mittlerweile alle fünf Jahre ein Batman-Jubiläum, auch jede runde Heftnummer wird schon zu einer Jubiläumssonderausgabe aufgeblasen, auch wenn eine #50 heute nur noch halb so viel wert ist wie noch im 20. Jahrhundert, da Batman und Detective Comics immer noch zweiwöchentlich erscheinen, aber dafür hebt man sich dann „Batmans Hochzeit mit Catwoman“ auf. Batman #100 muss natürlich auch was Besonderes sein. Und Detective Comics #1000 fiel im vergangenen Jahr mit Batmans 80. Jahrestag zusammen. Und dieses Jahr ist sogar Nummer #1027 144-Seiten stark. Warum? Weil es Batmans 1000. Aufritt in der Serie ist (die Nummern 0 und 1.000.000, sowie 23.1-4, Annuals und Specials natürlich nicht mitgezählt).

Die Idee ist nicht neu: Bereits 1991 wurde Detective Comics #627 mit drei Nacherzählungen von The Case of the Chemical Syndicate (Detective Comics #27, 1939) gefeiert. Jetzt also zwölf ganz neue Kurzgeschichten von der Crème de la Crème der Branche, übliche Verdächtige wie King, Snyder, Tomasi und Tynion, Veteranen wie Bendis, Morrison, Wolfman, Jurgens und Rucka, aber auch Batman-Neulinge wie Matt Fraction sowie die beiden Autorinnen (!) Mariko Tamaki und Kelly Sue DeConnick dürfen je eine Story beitragen. (Ganz zu schweigen von den fähigen Zeichnern.)

Mal wieder Joker

Jeder Autor widmet sich einer anderen Facette des Dunklen Ritters: Brian Michael Bendis lässt Batman sich mit der Batman-Family als Detektiv betätigen, Greg Rucka lässt seine Gotham-Central-Zeit wiederaufleben, indem er den Werdegang einer jungen Polizistin in Gotham erzählt, die nicht nach den Regeln spielt – und (wie oft in der Serie) von Batman gerettet wird. In Ghost Story trifft Batman mit Robin auf Deadman, in einer anderen prügelt er sich mit Dr. Phosphorus (gezeichnet von Walter Simonson) und Marv Wolfmans Beitrag ist nicht mal eine Erwähnung wert.

Und was kommt von den Neulingen? Kelly Sue DeConnick zeigt, wie Bruce Wayne beim Golfspielen geschickt gegen Korruption vorgeht – auf jeden Fall eine der stärkeren Geschichten. Fraction erzählt, wie der Joker Batman jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk überreicht. Die Pointe: Joker selbst ist das Geschenk – in ewiger Verbundenheit. Diese Tatsache beweist auch die letzte Story in dem Heft, einem Tie-in von Mariko Tamaki zum Joker War. Ohne Joker geht es nicht mehr, wir erleben derzeit eine regelrechte Joker-Flut und nach meiner Meinung läuft es sich tot. Weniger Joker wäre mehr. Andere klassische Schurken hätten mehr Aufmerksamkeit nötig.

Batmans Vorläufer und Vorbilder

Peter J. Tomasi macht es so, wie es nicht sein sollte: Seine Story von Batman in einer Todesfalle dient nur zum Anlass, seitenweise Pin-ups von Batmans Rogue-Gallery aneinanderzureihen. Damit werden die Figuren wie so oft in letzter Zeit zu bloßen Statisten degradiert. Ähnlich ist es mit Scott Snyders As Always, wo es darum geht – aufgehängt am Symbol des Bat-Signals – Batmans Rolle als kosmischen Kämpfer an der Seite der Justice League darzustellen. Hauptsache, es kommen alle anderen auch mal vor. Dan Jurgens deutet mit Generations: Fractured das nächste Event an, in dem die Zeit (schon wieder) aus den Fugen gerät und Batman in sein Ur-Kostüm von 1939 schlüpfen lässt. Die Welle der Nostalgie rollt immer weiter, in ewiger Retro-Schleife … (siehe auch Zero Year)

All diese Häppchen lesen sich schnell weg und sind ebenso schnell wieder vergessen. Was bleibt aber hängen? Vielleicht höchstens Grant Morrisons Detective #26, eine schöne Hommage an Batmans Vorbilder (bzw. Vorläufer): Ein Mann in Gotham beschließt, in Anlehnung an den Crimson Avenger und The Shadow, zum maskierten Rächer Silver Ghost zu werden – bis ihm dann ein Kerl in Fledermauskostüm zuvorkommt. Damit greift Morrison geschickt die Prämisse von der Batman TAS-Episode Beware of the Gray Ghost (Das graue Phantom) wieder auf, indem er darstellt, dass Batman selbst nur zusammengesetzt ist aus verschiedenen Versatzstücken – von Zorro bis Sherlock Holmes, von Leonardo bis The Bat Whispers.

Detective Comics #1027 bietet also viele Seiten fürs Geld, darunter auch viele prächtig gezeichnete, mit einer Reihe wunderbarer Pin-ups (Lee Bermejo ehrt die ersten Batman-Serials!), aber am Ende ist es doch nur eine weitere aufgeblasene Jubiläumsausgabe, die bloß viel Luft bietet – besonders nach oben.

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Spuren ins Nichts

DC Comics

Titel: The Curious Case of the Crime-less Clues

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1967 (Detective Comics #364)


Schon wieder Riddler! Gerade einmal eine Ausgabe von Detective Comics hatte das Dynamische Duo zum Durchatmen, jetzt ist er wieder draußen. Da sieht man es wieder: Noch vor Arkham war bereits der Knast von Gotham eine Drehtür für Gauner. Ganz schön viele Alliterationen hier? Na gut, ich hör schon auf und komme endlich zur Sache.

Jedenfalls machen Batman und Robin dieses Mal kurzen Prozess mit dem Riddler: Nach ein paar Spielereien mit Seifenblasen und einer Bombe in einer Kiste buchten sie ihn ein. Doch das Rätseln geht weiter: Die Scheinwerfer des Batmobils halten schon das nächste bereit. Wie kann das sein? Egal, der Riddler ist ja erledigt.

Am nächsten Morgen zeigt Alfred Ermüdungserscheinungen. Er hat wohl schlecht geschlafen. Beim folgenden Einsatz von Batman und Robin finden sie Dublonen zu einem weiteren Rätsel arrangiert. Die Gauner beteuern, nichts damit zu tun haben. Könnte es der Joker sein? Nein, auch er sitzt (noch) im Knast. Beim dritten Mal folgen Batman und Robin Fußspuren, die zur Decke und damit ins Nichts führen. Sehr seltsam das alles.

Wiedersehen mit dem Outsider

Am Ende finden sie heraus, dass Batman und Robin bei einer Parade in die Luft gejagt werden sollen. Auf einer Plattform sind die Figuren ihrer Schurken aufgereiht, dazwischen sollen sie dem Volk winken. Das Dynamische Duo setzt daraufhin Roboter-Doubles ein. In der Zwischenzeit suchen die beiden, undercover unters Volk gemischt, nach ihrem geheimen Widersacher. Da stößt die Pinguinfigur ein Gas aus, die Batman- und Robin-Fakes schweben davon und explodieren. Dann erspäht Bruce, wie Alfred in Ohnmacht fällt. Als er ihn auffängt hört er ihn sagen: „I–did–it! I destroyed my mortal foes–Batman and Robin!“

Bruce erkennt sofort das Lächeln des Outsiders. Ja, genau des Outsiders, der einmal in Gestalt des von den Toten auferstandenen Alfred sein Unwesen trieb. Er steckt offenbar noch immer im Körper des treuen Butlers und lenkt dessen Unterbewusstsein, um Batman und Robin auszuschalten. Alfred wusste nichts davon, weil er schlafwandelte. Aber jetzt, da der Outsider das vermeintliche Ende der beiden Helden gesehen hat, ist eine Rückkehr nicht mehr zu befürchten, sagt Dick schließlich. Na ja, warten wir’s mal ab …

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Batman zerstört Gotham

DC Comics

Titel: The Night Batman Destroyed Gotham City

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1967 (Detective Comics #362)


Die Wayne Foundation vergibt Stipendien an benachteiligte Kinder. Wie schön. Aber leider nur an Jungs. Das ist natürlich nicht so schön für die Mädchen. Und auch das Auswahlverfahren ist ziemlich zweifelhaft: Robin lässt die Kinder Carrera-Rennen mit kleinen Batmobilen fahren. Und dann gewinnt das Kind mit dem geschicktesten Daumen, in dem Fall ein weißes, während das schwarze neben ihm leider leer ausgeht. Tja, Pech gehabt, Junge. Das Leben ist halt nicht fair.

Stipendienvergabe nach Wayne-Art: Wer fährt das schnellste Batmobil? (DC Comics)

Doch als der Junge seinen Preis in Händen hält, ist es keine Urkunde, sondern ein Rätsel des Riddlers: Was hat vier Beine, raucht Pfeife, aber kann nicht gehen, sehen oder sprechen? – Na, klar, denkt Robin, ein Herd! Und damit kann eigentlich alles gemeint sein, aber Robin ist überzeugt: Es geht um die Stove Insurance Company. Richtig? Falsch! Hier zeigt sich einmal, dass die Bat-Logik versagt. Denn der Riddler hat die Grill Manufacturing Corporation ausgeraubt. Ach ja, ein Grill ist ja auch eine Art Herd, nur eben ein kleiner.

Man trägt Kreuzworträtselmuster: Riddlers Enigmen. (DC Comics)

Der Riddler hat also fett abgesahnt, ohne dass ihm jemand in die Quere kam. Zur Hilfe hat er die Enigmen bei sich, drei Komplizen, die Kreuzworträtselmuster tragen. Und diesmal meint es der Riddler ernst: Der ganze Rätselzirkus soll zum Tod des Dynamischen Duos führen.

Das zweite Rätsel kommt unverhofft: Kaum schwingen sich Batman und Robin nach einem Einsatz zurück ins Batmobil, schreit Robin auf: Er hat sich auf eine Reißzwecke gesetzt. Der Riddler wird buchstäblich zum „pain in the ass“. In der Reißzwecke ist ein kleines Rätsel zu finden: „What word of five letters has only one when two letters are taken away?“ – Ganz klar: „Stone“, denn wenn man S und T entfernt, bleibt nur „one“ übrig. Und wieder ist klar: Es geht um „P.J. Stone Brokerage Outfit“ – Robin scheint die Gelben Seiten auswendig gelernt zu haben. Aber nicht so schnell: So ein Kurzschluss hat sie schon einmal in die Irre geführt. Statt eines Herdes ging es um einen Grill, also geht es hier nicht um einen Stein, sondern einen Kiesel. Also: Auf zum Pebble Beach Fun House!

Dort findet ein Jahrmarkt zu wohltätigen Zwecken statt. Alles kostet 100 Dollar. Der Riddler verschwindet mit der Kohle, doch es ist nur Spielgeld. Egal, es ist nützlich für den nächsten Hinweis. Der Riddler schickt die Blüten zurück, allerdings zusammengeklebt zu einer Wortkette: „What city can always feed it’s people“? Damit ist natürlich Gotham City gemeint – die Stadt, die für ihre Bürger sorgt. (Fragt sich nur, warum dann dort so viele Verbrecher herumlaufen.) Und wenn man der Logik folgt, dass immer das Kleinere gemeint ist, dann lautet das nächste Ziel „Little Gotham“, also eine Bank in der Innenstadt.

Diesmal liegt das Dynamische Duo zwar richtig, der Riddler hat sie dorthin geführt, aber nur, um sie dort in die Luft zu jagen. Derweil raubt er eine andere Bank aus (mit neuen Gefährten, nachdem seine Enigmen versagt haben). Doch Batman und Robin sind auf die falsche Fährte nicht hereingefallen und sind zufällig zur richtigen Bank gefahren.

Riddler beschießt Batman und Robin mit den USA. (DC Comics)

Dann wird es sonderbar. Der Riddler hat – gut vorbereitet wie er ist – eine neue Waffe dabei: eine Karte der USA mit Düsenantrieb und Knalleffekt. Warum? Damit das Wortspiel aufgeht: „You two are in for states of shock when my name-the-state puzzle goes into action!“ Robin wird an die Wand geschleudert. Der Riddler wirft eine Flasche mit einem Ei nach Batman, aber das hält ihn nicht auf. Ein Schlag ins Gesicht des Rätselkönigs und die Story könnte hier enden. Aber da ist ja immer noch die Bombe in der Little Gotham Bank – die könnte die Stadt in die Luft jagen!

Der Riddler bietet Batman einen Deal an: Er verrät ihm, wo die Bombe ist, wenn er ihn gehen lässt. Aber Batman macht keine Deals mit Gaunern. Er will sie selbst finden. In der Bank findet Batman ein Modell von Gotham – darin muss die Bombe versteckt sein. Weil er vermutet, dass sie einen Wärmesensor hat, kühlt er seine Körpertemperatur mittels „Bat-Freeze Pill“ herunter. Seltsamerweise bringt ihn das nicht um, vielleicht weil er gleichzeitig Bat-Thermo-Unterwäsche trägt, was – zugegeben – auch nicht mehr Sinn ergeben würde, daher: Sei’s drum.

Batman beginnt also damit, das Stadtmodell zu zerlegen, mit Händen und Füßen, dabei muss er darauf achten, sich nicht zu sehr anzustrengen, weil seine Körpertemperatur wieder steigen könnte. Am Ende legt er sich also einfach hinein. Und als das Modell von Wayne Manor kaputtgeht, erkennt er: Es gibt keine Bombe. Der Riddler hat ihn lediglich dazu gebracht, Gotham selbst zu zerstören. „What a bomb!“

Was für ein Reinfall: Batman blamiert sich. (DC Comics)

Aber Moment mal: Hat der Riddler nicht angekündigt, Batman und Robin zu töten? Wie hätte das gehen sollen, wenn es keine Bombe gegeben hat? Das muss wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Neues Batplane als Helikopter und U-Boot

Batman, Robin, Batplane 2

DC Comics

Titel: The Birth of Batplane II

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1950 (Batman #61)


Nach einem neuen Batmobil muss auch ein neues Batplane her – immerhin haben wir auch ein neues Jahrzehnt. Das alte hat während eines Testflugs einen Defekt. Batman und Robin sind gerade dabei, eine neue Geheimwaffe auszuprobieren (ein „vacuum blanket“), da versagt die Steuerung. Das Dynamische Duo sucht das Weite, während das Batplane aufs Meer zufliegt und dort abstürzen soll, wenn der Sprit alle ist.

Doch anders als erwartet, dreht der Wind das Batplane zurück aufs Festland und lässt es sanft auf Bäumen landen. Das sehen ein paar Gauner und wittern ihre Chance. Mit dem Batplane können sie ein paar Dinger drehen, bei denen sie ordentlich abkassieren. Dafür beschäftigen sie den ehemaligen Kriegspiloten Haggerty, der zu alt ist, um sonst noch Arbeit zu finden.

In der Zwischenzeit bauen sich Batman und Robin ein neues Batplane: Der Batman-Kopf an der Spitze verschwindet zugunsten der Aerodynamik, es gibt – wie schon beim Batgyro – einen (ausfahrbaren) Propeller für einen Helikopter-Modus und allerlei andere Gadgets wie ein komplettes Kriminallabor. Das Beste aber: Das Batplane kann sogar zum U-Boot umfunktioniert werden.

Nachdem die Gauner also zunächst mit dem Batplane eine Ladung Diamanten geraubt haben, bauen sie sich zwei weitere und legen dann so richtig los. Täuschen können sie damit keinen mehr. Im Batplane II liefert sich das Dynamische Duo eine spektakuläre Luftschlacht gegen drei alte Modelle ihres eigenen Flugzeugs – mit dem Unterschied, dass daran jetzt auch Maschinengewehre befestigt sind.

Das Batplane II rauscht in die Tiefe, versteckt sich im Wasser, schießt wieder hoch und lässt mit der Geheimwaffe „vacuum blanket“ alle Technik an Bord der falschen Batplanes versagen. Im Helikoptermodus kann es das gegnerische Flugzeug abschleppen. Als aber Haggerty zum Helden wird, einen Gangster ausknockt und ihn per Batplane Batman ausliefern will, wird er zunächst auch für einen Schurken gehalten, stürzt dann aber ab, weil er bewusstlos wird. Zum Glück landet sein Flugzeug weich in einem Lumpenlaster. Und Haggerty bekommt am Ende eine zweite Chance: Batman will ihm einen Job besorgen.

>> Batman 1950-1959