Detective Comics

Scarecrow im Spukhaus

DC Comics

Titel: The Frequency of Fear/Something Scary

Autor/Zeichner: Doug Moench/Gene Colan

Erschienen: 1984 (Batman #373/Detective Comics #540)


Jonathan Crane gilt als geheilt und ist aus Arkham (das jetzt Asylum heißt) entlassen. Dass das ein Fehler ist, sieht man gleich am ersten Panel: Crane hat sich in sein altes Haus zurückgezogen, das nicht ohne Grund an Psycho erinnert, und davor eine Vogelscheuche aufgestellt. Kurz darauf sieht man ihn wieder im vertrauten Kostüm. Nach seiner Demütigung durch andere Schurken (Detective Comics #526) will er sich an ihnen rächen. Zuerst ist der Joker dran, der zu einer Anhörung vor Gericht geladen ist.

Scarecrow verschafft sich Zugang zu der schwer bewachten Zelle, indem er eine Angststrahlung von einem Totenkopf aussendet. Die Menschen sehen plötzlich Spinnen und Fledermäuse. Im entscheidenden Moment tauchen dann Batman und Robin auf, werden aber von der Strahlung aufgehalten. Robin bekommt Höhenangst, fällt beinahe vom Hochseil, als er Crane verfolgt, Batman kann ihn gerade noch retten.

Danach gibt’s erst mal Hausarrest. Denn die Spur führt zum Zoo, wo Jason Todds Eltern gestorben sind, und Batman will ihn nicht mit dem noch frischen Trauma konfrontieren. Zu Cranes Haus zu fahren findet Batman übrigens zu offensichtlich. Also tappt er im Zoo in die Falle, kriegt es wieder mit der Angst zu tun, halluziniert Jason unter Krokodilen. Der echte Jason denkt natürlich nicht daran, zu Hause zu bleiben und geht zu Cranes Haus, wo er sich von Scarecrow überrumpeln lässt, weil er die Vogelscheuche nicht auf ihre Füllung überprüft.

Während Batman mit Krokodilen ringt, prügelt sich Robin mit Scarecrow und folgt ihm ins Haus, das zu einem Spukhaus auf Jahrmarktniveau wird: mit Plastikskeletten, Gummispinnen und Scarecrow-Puppen. Da taucht Batman auf, polt Scarecrows Angstgerät um und so machen sie sich immun gegen seine Strahlung.

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Killer Croc ist nicht zu fassen

DC Comics

Wie Jason Todd auf Batman traf, habe ich bereits erzählt – in Second Chances. Doch die Geschichte von 1987 lief vier Jahre zuvor, in ihrer ersten Variante, noch ganz anders ab – und war eng verknüpft mit dem ersten Auftritt von Killer Croc.

Erster Auftritt ist vielleicht zu viel gesagt, denn Croc taucht in Detectice Comics #523 (1983) zunächst als graue Eminenz auf, ein Mann mit Trenchcoat und Hut, dessen Gesicht im Schatten liegt. Er ist der Chef einer kleinen Bande von Gaunern, die Solomon Grundy dafür benutzen, Pelze zu stehlen. Dafür dass Grundy Schaufenster einwirft, bekommt er die Puppen zum spielen. Batman betrachtet Grundy trotz seines Bewusstseins nicht als Lebewesen und lockt ihn in eine Falle, in der er verbrennt. Zwar hat Batman hinterher keine Gewissensbisse, hinterfragt aber immerhin sein Tun. (Wenn ihr mich fragt, ist es kaltblütiger Mord.)

Eine Ausgabe später, in Batman #357, arbeitet Croc für einen Gangsterboss, der sich The Squid nennt und einen Riesen-Kalmar als Haustier hat, den er mit unliebsamen Menschen füttert. Squid lässt den Sloan-Zirkus um Schutzgeld erpressen (10.000 Dollar pro Tag würde jeden in den Ruin treiben). In diesem Zirkus arbeiten auch die Flying Todds mit Jason als Trapezkünstler – wie damals auch die Flying Graysons. Die Geschichte von Dick Grayson scheint sich zu wiederholen. Dick lernt die Todds kennen.

Batman kommt Squid auf die Spur, landet aber im Wassertank als Kalmar-Futter (Detective Comics #524). Nachdem er entkommt, verlässt Croc seinen Chef und nennt ihn einen Loser. Als Squid ihn daraufhin packt, fällt Croc der Hut vom Kopf und wir sehen zum ersten Mal seine schuppige Haut. Beim zweiten Kampf zwischen Batman und Squid erschießt Croc seinen ehemaligen Boss aus der Ferne. Batman jagt dann den mysteriösen Killer.

Killer Crocs Vorgeschichte

Croc macht sich weiterhin in der Unterwelt einen Namen als Dieb. Schließlich findet er in seinem geheimen Apartment Batman – und ist ganz und gar nicht erfreut. Nachdem er Batman niedergeschlagen hat, sprengt Croc alles in die Luft, weil der Eindringling seine Privatsphäre ruiniert hat. (Jeder, bei dem schon mal eingebrochen wurde, kennt sicher das Gefühl.) Bei der nächsten Konfrontation in der Kanalisation kann Croc wieder entwischen. Hier erfahren wir, dass er einst ein Zirkusfreak in Florida war, wo er mit Alligatoren gerungen hat. Noch später kommt die typische Vorgeschichte einer traurigen Jugend, die im Knast endete.

Nach dem jüngsten Kampf mit Batman denkt Croc, er habe ihn getötet. Also versammelt er Gothams Unterwelt im Reptilienhaus des Zoos und ruft sich als neuer Oberboss von Gotham aus (Batman #359). Weil aber die anderen ihn daran erinnern, es gäbe da noch Tony Falco, der zwar im Knast sitzt, aber immer noch das Sagen hat. Croc bricht ins Gefängnis ein und metzelt Falco dahin. Wieder taucht Batman auf, wieder scheitert er gegen ihn. Croc scheint übermächtig zu sein.

Alle Schurken gegen Batman

In der Zwischenzeit zieht Dick Grayson die Eltern von Jason Todd in seine Suche nach Croc hinein. Sie finden ihn, werden von ihm ermordet und den Krokodilen im Zoo zum Fraß vorgeworfen. Das geschieht in Detective Comics #526, die deshalb eine extragroße Jubiläumsausgabe ist, weil Batman hier seinen 500. Auftritt in der Serie feiert. (2020 feierte man in Detective Comics #1027 den 1000. Auftritt.) In der Story All My Enemies Against Me versammelt Croc alle bekannten und einige unbekannte Schurken, um gemeinsam endlich Batman zu erledigen.

Alle gegen einen: Detective Comics #526 (DC Comics)

Catwoman und Talia al Ghul sind nicht so begeistert von der Idee. Sie büchsen aus, um ihren Geliebten zu warnen und helfen ihm gemeinsam, die Gefahr abzuwehren. Doch einen richtigen Plan scheint die Schurkenriege nicht zu haben. Riddler, Cavalier und Scarecrow sind schnell besiegt, der Mad Hatter fällt vor einen Zug und stirbt. Ähnlich geht es später weiter: Die Schurken werden jeweils in leicht verdaulichen Kleingruppen zusammengeschlagen. Am Ende bleibt nur der Joker übrig.

Jason Todd entdeckt die Bathöhle. (DC Comics)

Dick Grayson bringt den um seine Eltern besorgten Jason nach Wayne Manor, wo dieser die Bathöhle entdeckt und sich ein alternatives Robin-Kostüm anzieht. Der noch amtierende Robin und Batgirl entdecken derweil, was Croc den Todds angetan hat – Jason ahnt nichts davon. Erst am Ende, als Batman in einer Brauerei gegen Croc kämpft, erfährt er die grauenhafte Wahrheit und kann dabei helfen, den Schurken bewusstlos zu schlagen. (Zuvor rettet er auch Catwoman und Talia, die mit Batman gefangen genommen wurden.)

Jason Todd probiert sein erstes Robin-Kostüm an. (DC Comics)

Dick Grayson gibt sich die Mitschuld am Tod der Todds und will Jason adoptieren. Bruce Wayne bietet dem Waisen Trost wie einst auch Dick.

Erst in Batman #366  wird Jason Todd erstmals offiziell, wenn auch noch nicht mit dem Segen von Batman, zu Robin. Nach dem Reboot verliert er seinen Zirkus-Bezug und wird zu einem Kleinkriminellen, der nach kurzer Zeit als Robin vom Joker getötet wird (A Death in the Family). Schließlich feiert Jason seine Wiederauferstehung als Red Hood.

Hinweis: Die Geschichte von Killer Croc und Jason Todd ist nachzulesen in Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 3 (2019).

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Per Angstgas nach Arkham

DC Comics

Titel: The 6 Days of the Scarecrow

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Don Newton

Erschienen: 1981 (Detective Comics #503), Paperback 2016 (Batman Arkham: Scarecrow)


Ein Bürgermeisterkandidat will Batman loswerden, Bruce Wayne träumt von Selina Kyle – der erste März, ein ganz normaler Tag in Gotham also. Doch dann wird Batman nachts plötzlich von einem Pfeil in den Nacken getroffen. Woher der Angriff kommt, wird erst am nächsten Tag deutlich, als James Gordon bei einem Treffen plötzlich große Angst vor Bruce Wayne verspürt.

Batman merkt es, als er einen Überfall verhindern will: Die Menschen rennen vor ihm davon. „Am I going mad? Or has the Batman become so fearful a figure — he terrorizes even the innocent?“ Nein, bester Detektiv der Welt, es ist die andere, etwas wahrscheinlichere Erklärung: Scarecrow! Wer sonst? Ähnliches ist ja bereits in Batman’s Evil Eye (Detective Comics #389, 1969) passiert. Die Vogelscheuche hat auf einer Farm, unterhalb einer Scheune, ein Supergeheimlabor gebaut mit lauter Wissenschaftlern in weißen Kitteln. Dort hat er eine Angstdroge entwickelt, mit der man sogar Füchsen Angst vor Kaninchen einjagen kann.

Da er nicht mehr vor die Tür gehen kann, ohne dass er jeden in Panik versetzt, verordnet Batman sich selbst Quarantäne und denkt:

„How ironic. I chose my disguise as the Batman to strike fear into the criminal heart … but now I’ve become so frightening, I don’t dare show my face on the street! Is this how my career ends? Am I to become a prisoner of my own mystique?“

Er schickt Robin und Batgirl los, für ihn die Detektivarbeit zu übernehmen. Währenddessen treiben Scarecrows Schergen in Vogelscheuchenkostümen ihr Unwesen im Gotham Trade Center, wo sie mit Angstgas um sich schmeißen. Sie entkommen, weil Robin von hinten einen Sack über die Rübe gepfeffert bekommt.

Batman als Vogelscheuche

Der Fetzen eines Maiskolbens ist später die Spur, die die beiden Hiwis nach Hudson County führt, weil es da die nächsten Maisfelder gibt. Und natürlich ist die offensichtlichste Spur die richtige, aber Batgirl hat sogar den Stadt herausgefunden, wo sich Scarecrow versteckt. Dort finden die beiden eine Vogelscheuche mit einer Batman-Puppe – und brechen vor Angst zusammen.

Dann setzt Scarecrow eine Puppe, die aussieht wie er in Gordons Büro und teilt ihm mit, dass er Batgirl und Robin festhält. Natürlich immer noch maskiert. Natürlich bringt er sie nicht sofort um, sondern will ihnen Angstpheromone spritzen. Doch dagegen hat Batman was einzuwenden. Scarecrow schickt eine Robotereule auf seinen Gegner los, Batman zündet etwas Heu an, setzt die Eule in Flammen und es bricht ein Brand aus, weil in der Scheune alles voller Heuballen ist, wohl als Füllung für die Kostüme.

Durch einen sehr unwahrscheinlichen Zufall bekommt Scarecrow selbst sein Angstserum gespritzt und hat am Ende sogar Angst vor sich selbst. So landet er erstmals im neuen Arkham Hospital. Damit ist der moderne Scarecrow endlich so wie wir ihn heute kennen.

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Batmans böser Blick der Angst

DC Comics

Titel: Batman’s Evil Eye

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Bob Brown

Erschienen: 1969 (Detective Comics #389), Paperback 2016 (Batman Arkham: Scarecrow)


Jonathan Crane alias Scarecrow kommt auf Bewährung aus dem Knast. Bruce Wayne persönlich hat ihm einen Job besorgt, Batman empfängt ihn am Gefängnistor, um ihm alles Gute zu wünschen, da bekommt er einen besonders festen Händedruck zu spüren. Die Vogelscheuche kann ganz gut zupacken …

Daraufhin wird das Dynamische Duo nachdenklich. Eigentlich sollte das Fledermauskostüm einst Gauner mit schlechtem Gewissen in Angst und Schrecken versetzen. (Damit ist Batman etwas wie ein Seelenverwandter von Scarecrow.) Aber das war einmal, die Zeiten haben sich geändert, sagt Batman. Aber die Menschen sind immer noch die gleichen, sagt Robin. Sie haben immer noch die gleichen Ängste, sie hätten sich bloß an den Anblick der beiden Helden gewöhnt: „Maybe we’re passé — old hat — extinct Dodos of a dying breed of crime-fighters!“ Batman gibt ihm später Recht: „My shock value — has worn off! (…) The ‚bat’s‘ psychological weapon — the power to instill fear, on sight, in the criminal mind — is gone forever!“

In Batmans 30. Jahr ist das auffallend pessimistisch. Tatsächlich steckt Batman kurz nach der Adam-West-Ära in einer Krise: Er ist eine Lachnummer, die sich totgelaufen hat. Kurz darauf wird die Figur neu erfunden: ernsthafter, ohne Bathöhle und Robin, mehr in der realen Welt zu Hause. Doch so weit sind wir hier noch nicht.

Batmans Furcht vor sich selbst

Zuvor vermöbelt das Dynamische Duo eine Bande, die Parkuhren stiehlt. Als die Batman sehen, fangen sie vor Angst an zu stammeln. Es ist ein Leichtes, sie auszuknocken. Noch krasser reagieren später Juwelendiebe – sie flehen die Polizei an, sie ins Gefängnis zu stecken, um Batmans bösen Blick („evil eye“) nicht mehr ertragen zu müssen. Der Dunkle Ritter scheint immer noch Schrecken verbreiten zu können.

Kurz darauf meldet sich Scarecrow bei Commissioner Gordon und lädt Batman zu einem Rendezvous zu zweit in einer Lagerhalle. Natürlich eine Falle, natürlich tappt Batman hinein. Kaum bricht er durchs Oberlicht, findet er sich in einem Spiegelkabinett wieder und fürchtet sich vor dem eigenen Anblick. Scarecrow hat ihm ein Gift verabreicht, das alle das Fürchten lehrt, die böse sind. Batman ist zwar nicht böse, aber da Scarecrow hinter den Spiegeln lauert und sein Gehirn bad vibrations aussendet, fällt Batmans Angstkraft auf ihn selbst zurück (logisch, oder?).

Sollte Batman fünfmal hinschauen, wird er vor lauter Angst durchdrehen. Da das Glas kugelsicher ist, kommt er nicht raus. Auch ein Laserstrahl hilft nicht. Batman bricht schließlich zusammen. Als die Tür aufgeht, verpasst er Scarecrows Handlangern den bösen Blick und sie weichen zurück. Doch statt auch Scarecrow damit auszuschalten, verbirgt Batman sein Gesicht hinter seinem Cape, um dem Schurken zu beweisen, dass Gerechtigkeit auch blind siegen kann. Am Ende verrät sich Scarecrow beim Herannahen selbst – durch das Stroh in seinem Kostüm …

Unklar bleibt, warum Scarecrow lieber alte Spielchen spielt, statt die zweite Chance zu nutzen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Liegt wohl an dem bösen, rachsüchtigen Gehirn, das später zu einem verrückten erklärt werden wird.

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Batman gegen Mr. und Mrs. Freeze

DC Comics

Titel: Cold Vengeance

Autor/Zeichner: Peter J. Tomasi/Doug Mahnke

Erschienen: 2020 (Detective Comics #1012-1017), Hardcover 2020 (Detective Comics Vol. 4)


Mister Freeze lässt ein paar junge Frauen entführen, um ein Serum an ihnen zu testen. Damit will er seine Frau Nora endlich wieder zu den Lebenden zurückholen. Als eine Entführung schiefgeht, wird Batman auf den Schurken aufmerksam. Kaum hat er Freezes Aufenthaltsort herausbekommen, steigt Batman in eine supercoole … äh … superheiße Feuerrüstung, um den kalten Gegner auf Eis zu legen … oder besser gesagt: ihm gehörig einzuheizen.

Victor Fries jagt ein paar Eiszombies auf ihn (darunter auch einige Tiere, echt creepy), so gelingt ihm mit Nora die Flucht und er muss sein Serum ohne weitere Versuchspersonen an Nora testen. Es klappt – doch sie ist gar nicht erfreut, als sie erwacht. Sie macht ihm schwere Vorwürfe, ihren letzten Wunsch nicht respektiert zu haben. Doch obwohl Freeze sie ebenfalls auf den absoluten Nullpunkt herunterkühlt (fragt sich nur, wie man sich dann noch rühren kann), lässt sie sich schnell umstimmen und wird zu seiner Komplizin. Fortan rauben Mr. und Mrs. Freeze Banken aus und frieren haufenweise Menschen ein.

Wie einst Bonnie und Clyde: Mr. und Mrs. Freeze. (DC Comics)

Hier könnte die Geschichte unglaubwürdig werden, aber dann kommt zum Glück eine halbwegs glaubwürdige Erklärung: Da das Serum nicht ausgereift war, greift es Noras Gehirn an – sie wird zur Soziopathin. Nachdem sie ihren Mann fallen lässt, bittet Victor Freeze Batman um Hilfe, seine gemeingefährliche Frau wieder einzufangen. Und so kommt es zum Team-up von Eis und Heiß …

Heiß und Eis: Batman & Mr. Freeze. (DC Comics)

Endlich mal wieder eine brauchbare Mr. Freeze-Story. Endlich kommt die Sache mit Nora voran. Dass sie dasselbe Outfit trägt wie ihr Mann, ist einfallslos, dass sie völlig durchgeknallt ist, macht sie als Charakter uninteressant, denn sie hat eigentlich keine richtige Agenda, als sich ihre langgehegten Wünsche zu erfüllen, wie etwa auf einer Bühne zu tanzen (auch wenn es vor erfrorenem Publikum ist). Da war die Motivation ihres Mannes bisher noch nachvollziehbarer. Allerdings gibt sie eine gute Analyse von Victor ab:

„All those crimes you commited to save me when all you were doing was trying to fill a hole in yourself! You need me frozen in more ways than one to give your life meaning!“

So ist es leider. Bis Nora (in Batman: TAS) war Freeze eine Witzfigur. Erst seine kranke Frau hat ihm Tiefe und Ernsthaftigkeit verliehen. Aber was macht Freeze ohne Nora? So eine Variante des Schurken muss noch erfunden werden. Aber es ist schon mal gut, dass der erste Schritt getan ist. Schade, dass das alles in fünf Ausgaben abgehandelt werden muss. Aber dank der grandiosen Zeichnungen von Doug Mahnke ist dieses Comic auf jeden Fall etwas fürs Auge.

Zum Schluss des Bandes gibt es noch eine Kurzgeschichte als Zugabe, in der Batman und Robin untersuchen, warum ein Junge aus dem Wayne-Waisenhaus abhaut. Auch nicht verkehrt. Allerdings hätte man aus dem Menschenhändler-Thema mehr machen können. Darin steckt Potenzial für eine Batman-Story, die wohl noch erzählt werden muss.

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Calendar Man als Auftragskiller

Batman #384, Detective Comics #551, Batman #385

DC Comics

Titel: Broken Dates/The First Day of Spring/Day of Doom

Autor/Zeichner: Doug Moench/Rick Hoberg

Erschienen: 1985 (Batman #384, Detective Comics #551, Batman #385)


„I don’t really want to kill Batman.“ (Calendar Man)

Alles kehrt wieder. Tag und Nacht, die Wochentage, die Jahreszeiten. Und auch die Superschurken. Der Grund leuchtet nicht immer ein. Manchmal ist es einfach wieder an der Zeit, jemanden wieder aus dem Figurenfundus zu holen. Wie den Calendar Man. Der nimmt sich diesmal die Feiertage als Thema vor.

Es beginnt mit einem Haufen Gauner, die Batman ausschalten wollen. Also bestellen sie seinen Tod bei einem geheimnisvollen Typen namens Monitor, der irgendwo in einem Satelliten hockt und dafür einen geeigneten Auftragskiller beauftragt. Warum er sich ausgerechnet für den Calendar Man entscheidet, bleibt so rätsel- wie zweifelhaft. Interessant auf verschiedenen Ebenen nennt er ihn, aber der Schurke hat, abgesehen von seiner mageren Erfolgsbilanz, noch nie Interesse am Töten gezeigt – und erweist sich auch hier als völlig unbrauchbar.

Julian Day in seinem Kalendarium. (DC Comics)

Schon zu Beginn steht Julian Day in seinem mit übergroßen Kalender-Requisiten vollgestopften Geheimversteck und grübelt, ob er den Auftrag überhaupt annehmen soll. Er ist zwar kein Killer, aber das Geld ist immerhin ein guter Motivator. Vor allen will er die Gelegenheit nutzen, sich noch einmal mit Batman messen. Und sollte er ihn nicht stoppen, wird Batman am 21. März sterben. Aber das wirkt alles sehr halbherzig. Denn im Vordergrund steht natürlich der Spaß an schrägen Verbrechen.

Calendar Man spielt mit falschen Karten. (DC Comics)

Bald darauf ist die erste Bank ausgeraubt, um an das nötige Startkapital zu kommen (wie er sein Versteck so aufwendig einrichten konnte, bleibt ein Rätsel). In einer Rückblende erfahren wir nur, dass Julian Day einst ein Illusionist unter dem Künstlernamen Maharaj gewesen ist. Es folgt die übliche Schnitzeljagd: Calendar Man tritt an jedem Tag in einem anderen Kostüm auf und schafft es, sich jedes Mal in Sachen Kuriosität zu überbieten. Einmal trägt er schwarz-weiß, kann blendendes Licht strahlen, wirft mit übergroßen Karten, dann tritt er als eine Art Sonnengott auf und wirft Blendgranaten („solar bomb“) in einem Theater und stiehlt Juwelen. Nur das rot-weiße Kalenderkostüm, das er auf den Covern trägt, hat er in der Story kein einziges Mal an. Nicht, dass man es vermissen würde, aber betrogen kann man sich schon fühlen. (Mit riesigen Zahlen wirft er übrigens auch nicht.)

Calendar Man als Sonnengott (DC Comics)

Der Calendar Man lässt ein Kalenderblatt zurück und Batman und Robin erfahren, dass er es auf sie abgesehen hat. Batman erteilt Robin daraufhin Hausarrest, Robin widersetzt sich wie immer und es entspinnt sich die alte Diskussion, welche Rolle Robin spielt: Ist er Batmans Schwachstelle oder dessen Verstärkung?

Mörderische Pfeile: Calendar Man als Amor (DC Comics)

Am Valentinstag tritt Calendar Man als gelber Amor mit Lendenschurz, Flügeln und Bombenpfeilen auf, dann als eine Art Uncle-Sam-Verschnitt mit Zylinder und Sternchenunterhose, schließlich wirft er mit Schlangen um sich und kämpft mit einem Flammenschwert und einer Laserkanone. Unnötig zu erwähnen, dass der ganze Aufwand umsonst ist und dass am Ende Robin mal wieder Batman rettet – weil er ihm nicht gehorcht.

Patriot: Calendar Man als Uncle Sam (DC Comics)

Wer hat eigentlich behauptet, dass das Bronze Age Batman wieder ernsthafter gemacht haben soll? In manchen Geschichten ist das arg zu bezweifeln. Und zwischendurch gibt es ganz viel Melodrama: Bruce Wayne ist immer noch in Selina Kyle und Nocturna verliebt, während er mit Vicky Vale und Julia Pennyworth zu tun hat. Es war bei Batman wohl nie mehr Herz im Spiel als in den 80er-Jahren.

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Batman stirbt tausend Tode

The 1001 Deaths of Batman and Robin

DC Comics

Titel: The Thousand Deaths of Batman

Zeichner: Sheldon Moldoff

Erschienen: 1959 (Detective Comics #269)


Um es gleich vorweg zu sagen: Batman stirbt hier nicht. Jedenfalls nicht wirklich. Ein paar Gauner erlauben sich hier nur einen Spaß und schlachten ihn zum Geschäft aus. Sie fragen sich: Wäre es nicht toll, Batman mal sterben zu sehen? Ja, natürlich! Also inszenieren sie den Tod von Batman und Robin mit Schauspielern und nehmen dafür Eintritt. Da werden etwa die Seile des Dynamischen Duos im Anflug verbrannt, sodass sie in den Tod stürzen. Das Ganze findet auf Gotham Island statt, fernab der ehrlichen Gesellschaft. Die Idee stammt von einem Kriminellen, der sich selbst The Director nennt (und dazu eine Baskenmütze trägt, wie Regisseure das halt so machen).

Eigentlich ist daran nichts Verwerfliches oder Illegales. Doch dann werden Batman und Robin darauf aufmerksam, als sie ein Mitglied der Green Hood-Bande schnappen und ihn nach seinem Boss, dem „Big Guy“ ausfragen. Doch statt zu antwortetn, kündigt er für den Abend den Tod der beiden an. Er meint natürlich nur die Show, aber das Dynamische Duo bekommt Angst. Und weil wir in den kinderfreundlichen 50ern sind, in denen Superhelden die Wahrheit nicht aus den Gaunern rausprügeln, bleibt es bei dem Missverständnis.

Vorhang fürs Underground Theater

Die beiden finden heraus, wo sie „sterben“ sollen und laufen in die vermeintliche Falle. Sie knocken die beiden Darsteller aus und geben sich selbst als solche aus. So wollen sie den „Big Guy“ erwischen, der angeblich dort auftreten soll. Also werden sie zum Teil der Show: Lassen von Bogenschützen auf sich schießen, tauchen im Haifischbecken, lassen sich von Felsbrocken erschlagen. Doch dann findet der Director heraus, dass es sich bei den Schauspielern wirklich um Batman und Robin handelt. Also will er den „Big Guy“ mit einer echten Todesschau beglücken und die beiden an einem Elektrozaun rösten.

Batman durchschaut das falsche Spiel und wendet es gegen die Gauner: Mit einem Bagger zerstört er ein Haifischbecken, mit Zielscheiben wirft er die Gauner um, erschreckt sie in einem Gorillakostüm. Und am Ende fängt Robin den „Big Guy“ mit dem Lasso ein, bevor er für das „Underground Theater“ den Vorhang fallen lässt.

>> Batman 1950-1959


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Batman und der falsche Godzilla

The Creature from the Green Lagoon

DC Comics

Titel: The Creature from the Green Lagoon

Autor/Zeichner: Dave Wood/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958 (Detective Comics #252)


Diese Story ist bemerkenswert dreist. Hier wird unverhohlen aus der Filmgeschichte geklaut und zu etwas Neuem zusammengefügt. Allein schon der Titel spielt an auf den Horrorklassiker Creature from the Black Lagoon (dt. Der Schrecken vom Amazonas, 1954), dessen Handlung wiederum an King Kong (1933) erinnert, aber auch bei dem bedient sich die Comicstory.

Batman wird nach Skull Island bestellt und fliegt mit Bat-Plane hin. Dort dreht Produzent und Freund Cory Blane einen Spielfilm, allerdings mit einem falschen Monster. Die Handlung erinnert an King Kong: Eingeborene halten das Monster mit einem Zaun fern. Beim Dreh ist ein echtes Monster, Locto, eine Art zweibeinige Riesenechse, aufgetaucht und hat das Filmset zerstört. Hier lässt Godzilla (1954) grüßen.

Batman und Robin blenden es bei seinem nächsten Auftauchen mit Scheinwerfern und versuchen, es mit einem Kran einzufangen, das klappt aber nicht, weil ein gewisser Professor Carter es verhindert. Der Wissenschaftler will nicht zulassen, dass das Monster getötet wird. Er will es im lebendigen Zustand erforschen. Batman versichert aber, es nicht töten zu wollen. Und so versucht man es mit einem Netz, das unter Strom steht, doch das Monster hat seine Füße dagegen isoliert.

Wiedersehen mit einem Roboterdino

Batman hat einen Verdacht: Das Monster könnte falsch sein, ein Roboter, gesteuert von einem Menschen. Und so ist es auch. Damit bekommt die plagiierte Story aber keine interessantere Wendung. Denn Batman trifft nach The Isle that Time Forgot (Batman #10, 1942) und Dinosaur Island (Batman #35, 1946) schon wieder auf eine Art Roboterdino vor einer Filmkulisse (daher auch der Riesendino in der Bathöhle). Die Autoren plagiieren sich also auch selbst.

Während Batman bei einer Tauchaktion unter Wasser gegen das falsche Monster kämpft, findet Robin am Strand den Schuldigen, der Roboter aus der Ferne steuert. Ein Assistent will den Film sabotieren, damit nicht entdeckt wird, dass in der grünen Lagune schwarze Perlen liegen.

Abgesehen von der Frage, wie ein Filmteam schwarze Perlen entdecken soll, wenn es ganz anderes zu tun hat, bleibt offen, woher ein Assistent die Mittel hat, einen so hoch entwickelten Roboter zu bauen und unbemerkt auf die Insel zu bringen. Und wenn er sie hat, braucht er keine schwarzen Perlen mehr. Es sei denn, er braucht sie, um die horrenden Schulden abzuzahlen, die er aufgenommen hat. Aber wenn er Schulden hat, warum hat er sie nicht gleich mit den Perlen beglichen, die er gefunden hat? Vielleicht hat er ja mit den Perlen den Roboter bezahlt, wollte aber noch mehr davon sammeln.

Wie auch immer: Wenn ich einen Haufen kostbare Perlen gefunden hätte, hätte ich sie einfach verkauft und den Job beim Film gekündigt. Wenn er Zeit genug hatte, dass Monster zu bauen, hätte er mehr als genug Zeit, alle Perlen zu sammeln. Das mit dem Monster war also eine ganz schön bescheuerte Idee. Immerhin kreativer als diese dreist abgekupferte und zusammengestückelte Story. Aber so ein Remix ist ja auch sehr postmodern …

>> Batman 1950-1959

Der Batman der Zukunft kehrt zurück

DC Comics

Titel: The Batman of Tomorrow

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1955 (Detective Comics #216)


Drei erfolgreiche Raubzüge haben Batman und Robin aufzuklären, jedes Mal hatten die Gauner Hilfe von Innen, aber zunächst gilt es, zu einem Benefizball für ein neues Krankenhaus zu gehen. Dort hat jemand das überdimensionale Modell des Hospitals auf ein wackeliges, dreibeiniges Podest gestellt, direkt an einer hohen Treppe, sodass nur ein kleiner Stoß genügt, um damit die ganze geladene Gesellschaft zu gefährden. Und so kommt es auch: Das Ding stürzt die Treppe hinunter, Bruce Wayne hält es auf, verrenkt sich dabei aber den Arm.

Während alle Aufmerksamkeit abgelenkt ist, schnappen sich Gauner die Perlenketten der Damen. Zum Glück hat Reporterin Vicky Vale zufällig ein Bild vom Verdächtigen geschossen. Doch Batman kann der Sache nicht nachgehen, denn wenn Vicky seinen kaputten Arm sieht, erfährt sie seine Geheimidentität. Was tun? Ein Ersatz muss her. Wäre das die Serie World’s Finest, würde Batman Superman um den Gefallen bitten. Aber stattdessen holt man noch weiter aus: Warum nicht den Batman der Zukunft fragen?

Batman und Robin kennen bereits Brane Taylor, den blonden Batman aus dem Jahr 3054 (bzw. 3051 in Batman #67, 1951). Wie gut, dass Brane ein „super-scientific radio“ dagelassen hat, mit dem man ihn rufen kann. Kurz darauf erscheint eine gelbe Kugel, Brane kommt raus und übernimmt den Part seines Vorbilds.

Batman flirtet mit Vicky Vale

Das geht natürlich nicht ohne Probleme, denn Brane muss sich zunächst daran gewöhnen, dass Batmobile nicht über Züge springen können. Außerdem flirtet er ganz schön heftig mit Vicky Vale – eine Eigenschaft, die man vom prüden Batman so gar nicht kennt. Das macht auch die Reporterin misstrauisch. Außerdem fällt ihr etwas an diesem Batman auf, das eindeutig anders ist.

Brane setzt ganz auf die Technik der Zukunft: Er verfolgt ein Flugzeug mit seinen eingebauten Düsen, die ihn fliegen lassen, später wiederholt er das mit einem Pferd. Außerdem kann er sich unsichtbar machen. Robin muss Babysitter spielen, dass Brane mit diesen Aktionen nicht vor Vicky auffliegt.

Nachdem der Fall gelöst ist, kommt Vicky aber mit ihrem Beweis, dass dieser Batman ein Betrüger ist: Der Neue ist größer als das Original! Aber nein, sagt Batman, das liege nur daran, dass er hohe Absätze trage. Dann ist ja alles klar. Aber was ist mit Batmans Arm? Der ist auf wundersame Weise geheilt, „thanks to your scientific massage“, sagt er zu Brane, als er im letzten Moment wieder für ihn einspringt. Wenn die Heilung so schnell ging, hätte man dann nicht einfach warten können, bis Batman wieder fit ist? Dann hätte man sich die ganze Aufregung mit dem Doppelgänger gespart?

Na klar, aber dann gäbe es diese Geschichte nicht.

>> Batman 1950-1959


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Was Batarangs alles können: alles

Batman, Robin, Batarangs

The 100 Batarangs of Batman (Detective Comics #244, 1957) (DC Comics)

Titel: The 100 Batarangs of Batman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #244)


Der Batarang gehört von Anfang an zu Batman: Bereits in Detective Comics #31 (1939) hat er ihn zum ersten Mal benutzt (damals noch Baterang genannt). Es ist eine elegante Waffe aus zivilisierteren Zeiten, die Batman anstelle von Schusswaffen benutzt – könnte man meinen. Doch bereits in eben dieser Ausgabe benutzt Batman am Ende eine Pistole, um einen Vampir zu erschießen. Und es ist nicht das letzte Mal, dass er tödliche Gewalt anwendet (siehe Batman #1). Aber das war nur am Anfang so.

18 Jahre später erfahren die Leser: Batman hat nicht nur ein Modell des Batarangs, sondern 100 verschiedene. Auf dem Cover sind nur fünf zu sehen. Der „Flash Bulb Batarang“ erzeugt Blitzlicht, der „Seeing Eye Batarang“ hat eine integrierte Minikamera, der „Police Whistle Batarang“ konnte einmal Commissioner Gordon das Leben retten, weil er beim Fliegen einen warnenden Pfiff abgibt, und der „Magnet Barang“ hat eine besondere Anziehungskraft, die Metallplatten im Flug einfach mitnimmt.

Kurz gesagt: Mit Batarangs kann man so ziemlich alles machen. Sogar die Naturgesetze umgehen. Batman und Robin erzählen sich eine Anekdote nach der anderen, weil ein Batman-Sammler von Ganoven um einen Film gebracht wurde, der Batman beim Batarang-Werfen zeigt. Batman vermutet, dass sie sich seine Technik abschauen wollen, um Verbrechen zu begehen. Dabei befürchtet er, sie könnten seine Geheimwaffe, den Batarang X, stehlen.

Batmans Geheimwaffe: der Batarang X. (DC Comics)

Zumindest im ersten Punkt liegt er richtig: Die Ganoven bauen einen Haufen Bomben-Batarangs und planen, damit fette Beute zu machen. Wie das gehen soll, wenn sie dabei alles in die Luft jagen, erschließt sich nicht richtig. Aber noch bevor der Plan näher ausgeführt werden kann, kommen ihnen Batman und Robin in die Quere. Batman benutzt den Batarang X selbst: Es handelt sich dabei um einen Riesenbatarang, mit dem Batman per Katapult (vom Batmobil aus) durch die Luft fliegen kann. Warum nicht das Batplane benutzen? Weil der Batarang X lautlos ist …

Batman entfernt die Sprengladungen von den Batarangs und baut sie so um, dass sie zu ihren Angreifern zurückkehren, sprich: sie selbst treffen. Einer der Gauner ist ganz verblüfft: „When we try to throw the Batarangs, they come back to hit us!“ Kein Wunder: Batarang kommt von Boomerang. Fangen wäre eine Option. Aber so wird das Verbrechen mal wieder mit seinen eigenen Waffen geschlagen.

Der erste Batarang: Ein Geschenk von Lee Collins. (DC Comics)

Bei der Gelegenheit erfahren wir auch, wie Batman auf den Batarang gekommen ist: Noch vor seiner Zeit mit Robin hat er einen Dieb zu einem Zirkus verfolgt, da hat er den Bumerang-Werfer Lee Collins kennengelernt, der ihm geholfen hat, den Dieb zu fassen. Collins wirft den Bumerang, lenkt den Dieb für nur eine Sekunde ab, aber das reicht Batman, um dem Gesuchten einen Kinnhaken zu verpassen. Collins bringt Batman das Werfen bei und fertigt für ihn den ersten Batarang an.

>> Batman 1950-1959


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