Dennis O’Neil

Batman und der Dämon von Gothos Mansion

Cover von Neal Adams (DC Comics)

Titel: The Demon of Gothos Mansion (dt. Der Dämon von Gothos Mansion)

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick

Erschienen: 1970 (Batman #227), Hardcover 2026 (Batman: The Bronze Age Omnibus Vol. 1), Facsimile Edition 2026; dt. Ehapa 1979 (Batman Superband 9)


Eine Frau in Not, gejagt von einem Mann mit Cape und zwei Hunden oder Wölfen, im Hintergrund ein umheimliches Haus auf einer Anhöhe im Nebel, über allem schwebt die dunkle Gestalt von Batman im Mondlicht. Dieses Cover von Neal Adams ist so ikonisch, weil es einen Klassiker aus Batmans Ur-Jahr 1939 zitiert: Detective Comics #31. Batman kämpft gegen einen Vampir, den roten Mönch – und Julie Madison ist die Jungfer in Nöten, die es zu retten gilt. Drei Jahrzehnte später gilt es für Batman, Alfred Pennyworths Nichte Daphne aus den Fängen einer okkulten Sekte zu befreien.

Detective Comics #31

DC Comics

Wir beginnen mit einer zweideutigen Szene: Batman lungert wie ein Spanner nachts vor einem Haus herum, wo eine Frau am erleuchteten Fenster steht. Doch er hat natürlich nur gute Absichten, wie wir erfahren. Daphne hat eine Stelle als Hauslehrerin bei einem Clifton Heathrow angenommen. Doch alles ist anders als gedacht. Das Haus ist abgelegen und die Kinder, die sie unterrichten soll, wirken seltsam, schreibt sie ihrem Onkel.

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Batman: The Bronze Age Omnibus Vol. 1 – Der erste Eindruck

DC Comics

Endlich: Der erste Batman: Bronze Age Omnibus ist da! Die Vorfreude war riesig. Bislang gab es aus den 70ern bloß einzelne Storys als Paperback, vor allem die Werke von Dennis O’Neil und Neal Adams in Einzelbänden, allerdings mit grausiger Neukolorierung. Doch nun sind alle Storys der beiden Hauptserien Detective Comics (#393-422) und Batman (#217-241) in einem Band versammelt (von 1969 bis 1972), inklusive der Werke von Frank Robbins und Irv Novick sowie ersten Auftritte von Man-Bat und Ra’s al Ghul. 960 Seiten stark. Toll! – Oder?

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Neue Batman-Comics 2026: Silver Age, Bronze Age und Gotham Adventures Omnibus

DC Comics

Endlich! Vier Jahre nach dem ersten Batman Silver Age Omnibus soll am 1. Dezember 2026 der zweite Teil erscheinen. Der Band soll die Ausgaben Batman #117–132 und Detective Comics #258–281 enthalten, also die 50er-Jahre endlich abschließen und auch einen Teil von 1960 mitnehmen. Wir sehen unter anderem die ersten Auftritte von Bat-Mite, Calendar Man und Mr. Zero, den späteren Mr. Freeze, aber auch bizarre Storys wie die vom Zebra Batman. Großartig!

DC Comics

Bereits für den 20. Oktober ist der Batman: Gotham Adventures Omnibus Vol. 1 angekündigt. Die Nachfolgeserie der Batman Adventures bzw. Batman & Robin Aventures war lange Zeit nur verstreut und teilweise in kleinformatigen Anthologien verfügbar, die ganze Serie enthält aber einige Perlen, die sehr lesenswert sind. Der Band soll die ersten 42 Ausgaben enthalten, dazu auch Batman: Gotham Knights #14; Superman Adventures #25; Adventures in the DC Universe #3; The Batgirl Adventures #1; Harley & Ivy: Love on the Lam #1.

Bronze Age & Neal Adams

DC Comics

Die Reihe DC Finest widmet sich den 70ern. Für September ist DC Finest: Batman: The Demon Lives Again! (Batman #231-245, Detective Comics #410-429) angekündigt, der die Jahre 1971 bis 1972 umfasst und die ersten Auftritte von Ra’s al Ghul enthält.

Am 8. September erscheint aber auch der Batman Bronze Age Omnibus Vol. 1, der bereits 1969 beginnt und die Hefte Detective Comics #393-422 und Batman #217-241 enthalten soll. (Ursprünglich sollten es Detective Comics #393-426 und Batman #217-244 sein, bis der Umfang gekürzt wurde.) Für Komplettisten ist dieser Band die erste Wahl.

DC Comics

Wer sich vor allem für die Zeichnungen interessiert, kann auch zu Batman by Neal Adams: Absolute Edition 1967-1970 greifen, das am 1. September herauskommt. Hier findet man Batman #219; Detective Comics #395, #397, #400, #402; World’s Finest Comics #175–176; The Brave and the Bold #79–86. Das Besondere: Anders als frühere Adams-Sammelbände kehrt man zu den Original-Zeichnungen und zur Original-Kolorierung zurück und die Comics werden auf unbeschichtetem Papier nachgedruckt. (Eine Auswahl von originalgetreu reproduzierten Adams-Zeichnungen im Großformat ist 2025 in der Neal Adams‘ DC Classics Artist’s Edition von IDW erschienen.)

Der zweite DC-Finest-Band erscheint im November und widmet sich den Jahren 1979 bis 1980, also der Len-Wein-Phase: DC Finest: Batman: The Curse of Crime Alley umfasst Batman #307–324, Detective Comics #482–490, DC Special Series #21, The Brave and the Bold #159. Mit dabei sind Mr. Freeze, Two-Face, Riddler, Catwoman, Spook und Kite-Man.

Wer nur mal in die 70er reinlesen will, dem sei die Neuauflage der Anthologie Batman in the Seventies (Mai) empfohlen.

Weitere Batman-Titel 2026:

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Batman und der Mörder im Zug

Titel: Ticket to Tragedy (dt. Gefährliche Reise)

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Marshall Rogers

Erschienen: 1979 (Detective Comics #481), Paperback 1999 (Batman in the Seventies), Hardcover 2011 (Batman: Legends of the Dark Knight – Marshall Rogers); Ehapa 1979 (Batman Taschenbuch #4)


Batman wird in London Zeuge eines Mordes auf offener Straße. Zwei Männer treten aus einem Krankenhaus, ein Herzchirurg und sein Patient, dem er gerade das Leben gerettet hat. Da fallen zwei Schüsse aus zwei Pistolen und der Patient ist tot. Batman schnappt sich einen der Schützen, aber der wurde nur angeheuert als Ablekungsmanöver, er hatte nur Platzpatronen geladen. Der wahre Mörder ist auf der Flucht.

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Batman und die Zirkusfreaks

Titel: A Vow from the Grave! (dt. Killer mit dem Liebestick)

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Neal Adams

Erschienen: 1971 (Detective Comics #410), Reprints in Limited Collectors‘ Edition #C-59, Batman in the Seventies, Batman Illustrated by Neal Adams Vol. 2; dt. Batman Superband 9, 1979, Batman Collection: Neal Adams 3 (2009)


Batman und der Zirkus – das gehört zusammen, seit Bruce Wayne Zeuge am Mord von Dick Graysons Eltern wurde. Und seine Schurkenriege ist im Grunde eine einzige Freakshow. Lange vor The Killing Joke traf er auf eine Truppe von Sideshow-Freaks und das kam so: Batman jagt den Mörder Kano Wiggins, der aus dem Todestrakt entflohen ist. Die beiden kommen über eine Hängebrücke zu einem entlegenen Ort. Wiggins schneidet die Seile durch, Batman kann sich gerade so retten, da wird er mit dem Messer angegriffen. Schließlich aber bekommt er einen Schlag von hinten und muss gegen den Strongman Goliath kämpfen.

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Superman gegen Green Lantern: Der Konflikt des Jahrhunderts?

DC Comics

Titel: Superman and Green Lantern: A Prize of Peril

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Dick Dillin

Erschienen: 1971 (World’s Finest #201), Hardcover 2020 (World’s Finest: Guardians of the Earth)


Leute, hier kommt er: „The conflict of the century!“ Die vielen Kriege des 20. Jahrhunderts, allen voran die beiden Weltkriege, waren anscheiend nichts gegen das, was hier geboten wird. Doch bis dahin war die Sache geheim: Sicherheitsbehörden haben sich gefragt, was damals im August 1970 geschehen ist, nun hat DC die Erlaubnis bekommen, diese damals zurückgehaltene Story ein Jahr später zu erzählen: Superman gegen Green Lantern!

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Batgirl und Superman im Spukhaus

DC Comics

Titel: Superman and Batgirl: Who Haunts This House?

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Joe Staton

Erschienen: 1980 (DC Comics Presents #19)


Bei Superheldencomics gibt es zwei Arten von Covern: die einen haben nichts mit dem Inhalt zu tun, die anderen spoilern das Entscheidende. So ist es auch hier. Da steht die Titelfrage: „Who Haunts This House?“ und das Bild beantwortet sie sofort. Die Story dahinter zu lesen, macht uns aber auch nicht viel schlauer.

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Batman trifft erstmals The Shadow

DC Comics

Titel: Who Knows What Evil–?/The Night of the Shadow

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick

Erschienen: 1973/1974 (Batman #253/259)


The Shadow gehört zu den Figuren, die Batman inspiriert haben: Ursprünglich, seit 1930, war er nur eine Radiostimme der Sendung Detective Story Hour. Berühmt wurde die Ansage: „Who knows what evil lurks in the hearts of man? The Shadow knows!“ – gefolgt von einem unheimlichen Lachen. Am Ende hieß es: „Crime does not pay…The Shadow knows!“ 1931 wurde daraus eine literarische Figur im Pulp-Magazin eigenen Namens, später gab es auch Filme und Comics.

The Shadow ist ein Detektiv und Vigilant mit dem Namen Kent Allard (später im Radio und Kino hieß er Lamont Cranston), er trägt einen breiten Hut, einen langen Mantel, einen roten Schal um den Mund und dazu zwei Pistolen. Außerdem beherrscht er Hypnose und kann sich unsichtbar machen – bis auf seinen Schatten.

In den 70ern wurde man nostalgisch und entschloss sich bei DC nicht nur zu einer neuen Shadow-Comic-Serie (ebenfalls geschrieben von Dennis O’Neil), sondern auch zu einem Crossover mit Batman – und das in gleich zwei Heften hintereinander. So eine Begegnung birgt Potenzial, denn die beiden Helden sind sich zum einen sehr ähnlich, zum anderen unterscheiden sie sich radikal in ihren Methoden, denn Batman hasst bekanntlich Schusswaffen. Doch die Möglichkeiten werden leider nicht ausgeschöpft.

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Batman und Superman beim Wild-West-Duell

DC Comics

Titel: Showdown at Gotham City

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Rich Buckler, Dick Giordano

Erschienen: 1980 (World’s Finest #261)


Der Pinguin ist auf Bewährung raus, tritt live im Fernsehen auf und stellt der Öffentlichkeit einen Mann vor, der der echte Western-Outlaw Butch Cassidy sein soll. Dieser sei nicht etwa 1908 gestorben, sondern sei in einer mexikanischen Höhle eingeschlafen und von einem sonderbaren Gas konserviert worden. Als wäre die Story nicht schon unglaubwürdig genug, springt Batman von einem Kamerakran und überführt den Pinguin als Betrüger.

Da taucht ein Cowboy auf einem fliegenden Pferd auf, fängt Batman mit dem Lasso ein und haut mit Pinguin und „Butch“ ab. – Muss ich noch weitererzählen? Die Story stammt nicht aus dem Jahr 1956, sondern aus dem Jahr 1980, als man den schieren Unsinn längst hinter sich gelassen hatte. Oder zumindest wird das oft so behauptet.

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Maxie Zeus: Der göttliche Gangster

Ein Gangster, der sich für einen Gott hält: Maxie Zeus gehört zu den verrücktesten Batman-Schurken. Geschaffen von Dennis O’Neil und Don Newton ist er im Grunde eine Variation von King Tut aus der 60er-TV-Serie: Auch Maxie hat war einst College-Professor, bevor er sich dem Verbrechen zuwandte – und darin gilt er als Genie, trotz seines Gotteskomplexes und Wahnvorstellungen, Zeus zu sein.

Maxie hatte nur einige Auftritte von 1979 bis 1982 und dann noch Anfang der 90er, bis er – nach einer Episode in Batman: The Animated Series – weitgehend aus den Comics verschwand. Doch das war genug, um ihm in Arkham Asylum (1989) immerhin vier Seiten zu widmen und ihn dort als gespenstischen Gott der Elektrizität erscheinen zu lassen.

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