Batman

Batman als „Aquaman“

DC Comics

„I’ve become a human fish!“ (Batman)

Warum heißt es eigentlich „Meerjungfrau“? Warum müssen es unbedingt Jungfrauen sein, die unter Wasser leben? Pflanzen die sich nicht fort? Und warum gibt es analog dazu keinen „Meerjungmann“? Wahrscheinlich weil es auch keine „Jungmänner“ gibt, auch wenn diese noch „jungfräulich“ sind. Hier heißt es einfach „Wassermann“. Stecken hinter dem Wort „Meerjungfrau“ etwa erotische Phantasien von Seemännern? Doch verzetteln wir uns nicht in Gender-Sprachkritik, überlassen wir dieses Minenfeld lieber anderen. Hier soll es darum gehen, dass auch Batman einst zum „Wassermann“ wurde – eine Art „Aquaman„.

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James Gunns neuer Plan für DC-Filme und -Serien

Zuletzt hat es viel Aufregung um die DC-Filme gegeben. Ein neuer Man of Steel mit Henry Cavill wurde angekündigt (es gab sogar einen Cameo im Film Black Adam), dann wurde der Plan kurz darauf verworfen. Der neue Chef von DC Studios, James Gunn (The Suicide Squad, Peacemaker), hat ganz eigene Pläne – diese hat er nun vorgestellt.

Künftig sollen die Kino- und TV-Produktionen von DC nicht mehr eigene Welten bilden, sondern eine gemeinsame – wie bei Marvel. Die bereits angekündigten Filme (Shazam: Fury of the Gods, The Flash, Blue Beetle, Aquaman and the Lost Kingdom) sollen sich darin einfügen. Franchises wie The Batman und Joker sollen als „Elseworlds“ weiterlaufen. (The Batman II soll im Oktober 2025 erscheinen.)

Geplant ist ein neuer Superman-Film (Superman: Legacy), den Gunn selbst schreibt und der 2025 herauskommen soll, aber auch ein neuer Batman-Film namens The Brave and the Bold, in dem es um Damian Wayne als Robin gehen wird. Wer den macht, wann er kommt, ist noch offen, klar ist nur, es sollen weder Pattinson noch Affleck die Titelrolle spielen. Es sollen auch andere Mitglieder der „erweiterten Bat-Family“ darin vorkommen. (Auffällig ist, dass auch Superman mit einem Cover aus einem Grant Morrison-Comic illustriert wird: All-Star Superman – daran könnte sich der Film orientieren, wenn ich mir die Spekulation erlauben darf. UPDATE: Anscheinend ist was dran, wie Gunn bestätigt.)

Darüber hinaus soll es drei weitere Spielfilme geben Supergirl: Woman of Tomorrow (basierend auf Tom Kings Run), The Authority und Swamp Thing. Dazu gibt es noch keine weiteren Details über Cast und Crew.

Fürs Fernsehen (HBO Max) sind angekündigt: Waller (mit Viola Davis), Booster Gold, Lanterns (über die Green Lanterns John Stewart und Hal Jordan), Paradise Lost (über Themyscira) und die siebenteilige Animationsserie Creature Comandos (Monsterserie, geschrieben von Gunn).

James Gunn verspricht, dass jeder Film und jede Serie etwas Einzigartiges und Besonderes sein solle: „Storytelling is always king. That’s all that matters to us.“

Wir nehmen ihn beim Wort.

>> Zur offiziellen Pressemitteilung von DC

Batman, Red Hood und eine Glücksdroge

DC Comics

Batman: Urban Legends Vol. 1 (dt. Waffengewalt)

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Eddy Barrows u.a.

Erschienen: 2021 (Batman: Urban Legends #1-6), Paperback 2021; dt. Panini 2021


Eine neue Droge plagt die Süchtigen von Gotham: Cheerdrops. Die Tabletten erzeugen Euphorie und Halluzinationen, die die schönsten Träume wahr werden lassen. Eigentlich ganz cool, wären da nicht die gefährlichen Begleiterscheinungen … Red Hood (Jason Todd) geht der Sache nach. Dabei findet er einen Jungen, dessen Mutter von den Tabletten ins Koma gebracht wird. Natürlich weckt das Erinnerungen an Jasons eigene turbulente Kindheit, was Anlass für viele Rückblenden gibt, inklusive A Death in the Family.

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Batman unter Wasser: Das Sub-Batmarine


Eine Fledermaus gehört nicht unter Wasser. Aber Batman ist bekanntlich für alles zu haben. Als Millionärserbe ist Bruce Wayne gut gerüstet für Land, Luft und auch die Tiefsee. Bereits 1949 (Detective Comics #147) legt er sich sein erstes U-Boot zu. Es heißt „Sub-Batmarine“, was seltsam erscheint, „Bat-Submarine“ wäre sinnvoller gewesen, da es sonst „Unter-Fledermaus-See(boot)“ bedeutete. Doch das nur als Sprachkritikasterei am Rande.

Das Batmobil kann auf dem Wasser fahren, doch leider nicht tauchen. (DC Comics)

Kommen wir zur Geschichte. Beim Einsatz gegen den Unterwasserpiraten Tiger Shark und seine Taucherbande zeigt sich: Das Batmobil lässt sich selbst von Wasser nicht aufhalten. Bei Bedarf schwimmt es dank Lufttanks auf das U-Boot der Schurken zu, doch spätestens wenn das U-Boot sinkt, ist Rückzug angesagt.

Die Helden bitten den Meereskundler Dr. Gaige (vom Voyager’s Club), ihnen beim Bau eines U-Boots zuhelfen. Mit verbundenen Augen bringen sie ihn in die Batcave, wo das Gefährt in Windeseile entworfen und zusammengebaut wird. (Nur fürs Protokoll: Ein Meereskundler bzw. Ozeanograf kennt sich mit dem Meer aus – er ist kein Maschinenbauer.)

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Batman extrem: „Dream of the Bat“

The Mansion Press

Batman schläft am Tag auf dem Dach eines Hauses. Er erwacht und kotzt. Dann schläft er weiter. Nachts klettert er auf ein Hochhaus, das bis über die Wolken hinausragt, hockt da und grübelt, bis Catwoman vorbeikommt und erklärt, er habe die besten Zeiten hinter sich. Später verprügelt er einen schlafenden Penner und verstümmelt ihn grausam, um ihn zu „markieren“ macht sich über ihn lustig, doch nur um dann wieder in Depression zu fallen und sich selbst weh zu tun.

Nein, das ist nicht unser Batman. Strenggenommen ist es auch gar kein Batman, sondern einfach nur ein Typ im Fledermauskostüm, der sich „Bat“ nennt. Gerade noch erkennbar als sein Vorbild, aber genug verändert, um nicht von DC verklagt zu werden. Dream of the Bat heißt dieser Bootleg-Comic der US-Amerikaner Josh Simmons und Patick Keck, der in Frankreich auf Englisch erschienen ist. Schon das Cover macht deutlich, dass es hier ganz anders zugeht als bei DC: Einem lachenden und weinenden Batman wird die Kehle aufgeschnitten, herausgeströmt kommen Regenbogenfarben, unter denen der nackte Joker duscht und sich ein Liedchen pfeift.

Die vier Kurzgeschichten im Band dekonstruieren Batman so radikal, wie es nicht mal Frank Miller und alle seine Epigonen geschafft haben. Das bedeutet auch: ohne Grenzen an Brutalität und Obszönität. Daher vorweg die Warnung: Es ist mit Abstand der verstörendste Comic, den ich je gelesen habe. Diese Lektüre ist absolut nur für Erwachsene – und selbst die brauchen neben tiefschwarzem Humor einen starken Magen.

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Neuer Trailer: „Batman: The Doom That Came to Gotham“

DC hat seine Elseworlds-Story The Doom that Came to Gotham (dt. Schatten über Gotham, 2000) als Animationsfilm adaptiert. Er soll am 28. März 2023 erscheinen. Der Trailer verspricht viel Mystik, Magie und Monster, darunter auch bekannte Gestalten wie Etrigan, Green Arrow, Ra’s al Ghul, Mr. Freeze, Killer Croc, Two-Face und James Gordon.

Die Vorlage stammt von Autor Mike Mignola (Gotham by Gaslight, Hellboy) und liefert ein altbekanntes Horrorrezept aus 20er-Jahre-Nostalgie, H.P. Lovecraft und Batman. Überzeugt war ich von dem Comic nicht, als ich ihn vor einigen Jahren las, aber vielleicht wird der Film unterhaltsamer – auch wenn ich kein großer Freund von diesem Zaubergedöns bin.

>> Liste der Batman-Filme

Batman als Daniel Düsentrieb

DC Comics

Titel: The 1,001 Inventions of Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1957 (Batman #109), Hardcover 2022 (Batman: The Silver Age Omnibus Vol. 1)


Batman kann alles. Er ist nicht nur ein Spitzenathlet, Meisterkämpfer und Topdetektiv, sondern auch genialer Erfinder. Selbst Geräte, für die studierte Experten im Team Jahre brauchen würden (oder die schier unmöglich sind), baut er sich innerhalb kürzester Zeit je nach Bedarf zusammen. Ein wahrer Daniel Düsentrieb! Davon handelt auch diese Geschichte, die vollmundig behauptet, von 1001 Erfindungen zu handeln, doch wir sehen nur vier. Klar, wir haben nicht genug Platz, alle vorzustellen, aber der Titel scheint mir doch etwas übertrieben.

Wie auch immer. Zuerst sehen wir das „Flying Eye“, eine fußballgroße schwarz-violette Kugel, durch Gotham schweben und in Fenster reinspannen, bis es Verbrecher findet, die Böses im Schilde führen. Sie wollen eine von Batmans Erfindungen gegen ihn verwenden? Doch welche?

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Odyssee eines Außenseiters durch Gotham

DC Comics

Titel: Shadows of the Bat: House of Gotham

Autor/Zeichner: Matthew Rosenberg/Fernando Blanco

Erschienen: 2022 (Detective Comics #1047-1058, Backup-Storys), Hardcover 2022


Der Joker bringt die Eltern eines Jungen um. Der Junge versteckt sich im Schrank. Da kommt Batman und hält den Joker auf. Der Junge jedoch hält danach beide für böse. Nach einer oberflächlichen Untersuchung stellt man fest, dass er gesund ist, und das Sozialamt kümmert sich nicht weiter um ihn. James Gordon bringt ihn nach Arkham, wo dieser von Clayface traumatisiert wird. Dann kommt er auf Initiative von Bruce Wayne in ein Waisenhaus, von wo er vom Pinguin adoptiert und zur Arbeit verpflichtet wird. Dann geht’s wieder nach Arkham, wo er fast von Zsasz umgebracht wird. Trotzdem fühlt er sich vor allem in Arkham heimisch – womit er der erste sein dürfte.

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Mr. Hydro, der Wasserschurke

DC Comics

Titel: The Water Crimes of Mr. Hydro

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1952 (Batman #74), Hardcover 2020 (Golden Age Omnibus Vol. 8)


Darf ich vorstellen: Tim Flagg, Häftling, Wasserträger für das Baseballteam im Knast. Zu gerne würde er mitmachen beim nächsten Ausbruchsversuch, er wolle helfen, er habe Grips, sagt er, aber da kriegt er nur seinen Wassereimer über den Kopf und gesagt: Du warst schon immer nur ein „Water-Boy“ und das ist alles, wozu du je gut warst. Man lacht ihn aus. Die Schmach sitzt tief. Da beschließt er, es allen zu zeigen und aus der Not eine Tugend zu machen. „I’ll show ‚em what can be done with water!“

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Ein Turm voller Narren

DC Comics

Titel: Shadows of the Bat: The Tower

Autorin/Zeichner: Mariko Tamaki/Ivan Reis u.a.

Erschienen: 2022 (Detective Comics #1047-1058), Hardcover 2022


Arkham Asylum ist Geschichte. Nach der Zerstörung beim A-Day (Infinite Frontier #0) hat die Stadt Arkham Tower errichtet, ein Hochhaus mitten in Gotham. Da scheint alles super zu sein. Der Leiter Dr. Tobias Wear verspricht nicht nur Sicherheit und zufriedene Patienten, sondern sogar eine flotte Wunderheilung. Doch natürlich ist nichts so, wie es zunächst scheint: Ein paar Tage später bricht wieder das Chaos in Arkham aus.

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