Robin

Alfred spielt Santa Claus

Alfred als Santa Claus. (DC Comics)

Titel: Alfred Claus

Autor/Zeichner: Al Schwartz/Jack Burnley

Erschienen: 1945 (Zeitungscomic), Hardcover 1990/2007 (Batman: The Sunday Classics)


Während Batman und Robin die Bande der vier Larson-Brüder jagen, wird Butler Alfred auf der Straße Zeuge eines Gesprächs dreier Jungen. Einer freut sich, dass er von Santa Claus zu Weihnachten ein neues Fahrrad bekommt, doch der kleine Eddie hat keinen Grund zur Freude: Da sein Vater keine Arbeit hat, wird er (wieder) leer ausgehen. Dabei wünscht er sich doch so sehr eine Kamera mit Blitz. Weihnachten hält er für Quatsch …

Alfred reicht ihm ein Taschentuch und erzählt ihm die Geschichte von Scrooge, um ihm vom Gegenteil zu überzeugen, das hilft aber auch nicht weiter, wenn man kein Geld hat. Dann verspricht er dem Jungen, mit Santa Claus zu reden, der sei ein Freund von ihm. Der Junge notiert ihm seine Adresse auf einer Karte.

Derweil finden Batman und Robin eine Karte mit einer Adresse, die den Aufenthaltsort der Larson-Bande preisgibt – bestimmt eine Falle. Sie tappen gern hinein. Alfred zieht sich ein Weihnachtsmannkostüm an und geht zu der Adresse, er steigt über die Feuerleiter hoch und will Eddie am Fenster mit dem Kamerablitz überraschen. Just in dem Augenblick platzen Batman und Robin rein, um die Gauner zu schnappen. Die Bewaffneten sind geblendet vom Blitz und statt zu schießen bekommen sie Dresche vom Dynamischen Trio.

Alfred hat zufällig die Karte gefunden, die Batman zu Hause gelassen hat und dachte, es sei die Adresse von Eddie. Danach gehen sie zu dritt zu dem Jungen und retten sein Weihnachten. Es ist das schönste, das er je hatte, sagt Eddie. Alfred verspricht ihm, es sei nicht das letzte.

>> Batman zu Weihnachten


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Shadow War: Death for Deathstroke

DC Comics

Titel: Batman: Shadow War

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Howard Porter u.a.

Erschienen: 2022 (Batman #122-123 etc.), Hardcover 2022


Batman trifft wieder Deathstroke. Ans letzte Treffen denken wir nur ungern zurück, die letzte Storyline von Joshua Williamson (Abyss) war auch nicht gerade ein großer Wurf, nun aber versucht er sich an einem Event mit den beiden Antagonisten und der Familie al Ghul. Schauen wir uns das mal unvoreingenommen an.

Worum geht es? Ra’s al Ghul und Talia fliegen nach Washington D.C. und stellen sich den Behörden. Der Schurke bereut seine Genozidversuche und will endlich Verantwortung für seine Taten übernehmen. Außerdem will er die Lazarusgruben allgemein verfügbar machen. Doch daraus wird nix, denn in dem Moment wird er plötzlich ermordet – von Deathstroke. An eine Wiederbelebung ist nicht mehr zu denken, die Leiche verbrennt.

Daraufhin jagt Talia und ihren Ninjas Deathstroke und seine Secret Society of Super-Villains („Deathstroke Inc.“). Auch Sohn Damian (Robin) will seinen Opa rächen, auch wenn dieser Opa ihm selbst mal an den Kragen wollte (siehe The Ressurection of Ra’s al Ghul). Doch Slade Wilson behauptet, er sei unschuldig – ein Betrüger habe sich für ihn ausgegeben. Batman bemüht sich also zum einen um Schadensbegrenzung, zum anderen versucht er herauszufinden, wer der wahre Mörder ist.

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Batman und sein Kindersoldat

DC Comics

Titel: Robin & Batman

Autor/Zeichner: Jeff Lemire/Dustin Nguyen

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-3), Hardcover 2022


„He’s a soldier, not some mascot like the others.“ (Batman)

Nach über 80 Jahren muss man sich fragen: Ist Robin überhaupt noch zeitgemäß? Der Charakter wurde anfangs für Kinder geschaffen und diente vor allem als Identifikationsfigur. Batman wurde freundlicher durch ihn, kindgerechter. Als er wieder ernster wurde, arbeitete er meist wieder allein – aber so ganz verschwand Robin nie und es wäre auch falsch zu sagen, die besten Batman-Storys kämen ohne Sidekick aus. Und auch wenn er längst seine eigenen Serien und Teams hat, hadert man mit diesem quietschbunten Jungen neben dem Dunklen Ritter …

Nun hat sich Jeff Lemire (Joker: Killer Smile) des Problemkinds angenommen, zusammen mit Dustin Nguyen, der bereits in Detective Comics und Streets of Gotham Batman und Robin zeichnen durfte. (Gemeinsam erschufen sie die Science-Fiction-Serien Descender und Ascender.) Diesmal heißt es aber: Robin & Batman. Es geht um Dick Graysons Anfänge in der Rolle. Die tragische Ursprungsgeschichte (zuerst dargestellt in Detective Comics #38) wird ausgelassen und nur angedeutet, dafür sehen wir, wie Dick mit Batman trainiert und seine Rolle erst finden muss. Nach einem verpatzten Einsatz wird er „gefeuert“, dann macht er sich selbst ein Kostüm, um es Batman zu beweisen, dass er würdig ist. Schließlich nehmen sie es gemeinsam mit Killer Croc auf, den Dick bereits aus Zirkustagen kennt.

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Batman und der Affe

DC Comics

Titel: The Bat-Ape

Autor/Zeichner: ?/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958 (Batman #114), Paperback 2021 (Batman in the Fifties)


In den 50ern wuchs Batman zu einer Familie heran, inklusive Bat-Hound. Zwar hatte Batman nicht so viele Tiere wie Superman (Hund, Katze, Pferd, Affe), aber da gab es noch ein weiteres: Mogo, the Bat-Ape.

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Mad Hatters tödliche Hüte

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DC Comics

Titel: The Mad Hatter Flips His Lids

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Alan Davis

Erschienen: 1987 (Detective Comics #573), enthalten in: Batman: The Dark Knight Detective Vol. 1 (2018)


Der Mad Hatter ist wieder da – doch was ist das? Da ist ja wieder dieser Rothaarige mit dem Schnauzbart. Eigentlich ist dieser vom Original ersetzt und zum Hochstapler erklärt worden (Detective Comics #510), doch nun tut man so, als wäre das nie passiert. Zurück in den 50ern?

Dazu muss man wissen: Obwohl diese Geschichte offiziell nach der Crisis spielt und zeitgleich mit Frank Millers Year One Batman neu erfunden wird, funktioniert sie nach eigenen Regeln. Wie auch schon Catch as Catscan/The Last Laugh (Detective Comics #569/570) und Fear For Sale (Detective Comics #571) sind die Storys von Mike W. Barr und Alan Davis in einem Retro-Stil konzipiert, der sich als Hommage ans Golden Age versteht.

Wir sehen riesige Requisiten, eine Schnitzeljagd mit extrem weit hergeholten Lösungen und auch wenn Jason Todd hier Robin ist, haut er nach alter Dick-Grayson-Manier einen Hut-Kalauer nach dem anderen heraus. Im Grunde ist die gesamte Geschichte mit dem Wörterbuch geschrieben worden: Hier steckt so ziemlich jede Redewendung drin, die mit Hüten zu tun hat.

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Tip to the hat: Batman und Robin empfangen den Hatter – und klauen ein Auto. (DC Comics)

Anfangs wird Jervis Tetch aus dem Knast entlassen, ein Fahrer aus der Strafanstalt soll ihn zu einer Wunschadresse bringen (gibt es so einen Service wirklich?), doch im Auto sitzen Batman und Robin, die ihm einschärfen, er solle seine zweite Chance nutzen. Kaum setzen sie ihn irgendwo ab, kauft Tetch eine Zeitung und bastelt sich einen neuen Hut (allerdings nur ein Provisorium, um den ersten Hut-Jieper zu stillen). Kurz darauf trifft eine Hutschachtel bei Gordon ein und es beginnt ein neuer Beutezug.

Interessanterweise trägt der Hatter dann erstmals den 10/6-Hut des Hutmachers aus Alice im Wunderland, den bereits sein Vorgänger getragen hat. Dabei hatte Tetch sich vorher nie auf das Vorbild bezogen, nur der Name war gleich. Dann wechselt er die Kopfbedeckung gegen einen Feuerwehrhelm aus, der Feuer schießt. Dieser Hatter macht keine Gefangenen.

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Neuer Hut steht ihm gut: Mad Hatter. (DC Comics)

Beim zweiten Mal gibt es ein Gefecht in der „Hall of Sports“ mit riesigen Billard-Kugeln. Im Finale kandidiert Bruce Wayne scheinbar als Stadtverordneter, um Tetch anzulocken. Wie das? Damit die Schlagzeile aus der Floskelwolke lauten kann: „Wayne throws hat in political ring“ – da wird der Hatter nicht widerstehen können, beim Kampagnenauftakt aufzukreuzen.

Bei der Party werden Strohhüte verteilt, die Bruce nicht bestellt hat. Kurz darauf machen die Hüte sich selbständig, indem sie als Kreissägen durch die Luft fliegen, gesteuert vom Mad Hatter. Wie durch ein Wunder kommt dabei niemand zu Schaden, bis auf einen Polizisten, der am Arm verletzt wird. Was die Aktion soll, bleibt ohnehin schleierhaft, denn der Hatter will niemanden umbringen, sondern hat es nur auf Wertgegenstände abgesehen. Der Gesellschaft nur zu drohen wäre effektiver, als sie in Panik vor Killerhüten fliehen zu lassen.

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Hut ab vor dieser Hutabwehr: Batman mit Schrotflinte. (DC Comics)

Sei’s drum. Batman kann die Hüte mit einer Schrotflinte abwehren (ohne feuern zu müssen), der Hatter haut ab mit einem fliegenden Raketenzylinder, doch dann steuert Batman die Kreissägenhüte so, dass sie den Schurken zu Fall bringen. Als sich der Hatter am Ende mit einer Pistole wehren will, trifft der Schuss zufällig Robin.

Keine Sorge: Jason geht es bald wieder besser. In der nächsten Ausgabe bringt Batman ihn zu Leslie Thompkins und gibt sich die Schuld. Ein Grund für eine kleine Retrospektive. Hier wird dann Batmans Origin noch einmal in Kurzfassung nacherzählt – ergänzend zum Year One.

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Fanboy wird Batman

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DC Comics

Titel: Realworlds: Batman

Autor/Zeichner: Christopher Golden, Tom Sniegoski/Marshall Rogers

Erschienen: 2000 (One-shot)


Charlie ist nicht nur ein Batman-Fan, er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Fanboy: 28 Jahre alt und noch immer begeistert er sich so sehr für Batman – besonders den der 60er-Jahre-Serie -, dass er Batman geradezu lebt. Er trägt oft ein passendes Kostüm, fährt ein Bat-Bike, singt ständig die Titelmelodie und sieht überall nur Schurken und Verbündete. Charlie ist kein normaler Erwachsener. Er ist in seiner Entwicklung stehengeblieben. „Retarded“ würden böse englische Zungen sagen, was man aber nicht mehr sagt, außer man ist Frank Millers All-Star Batman – und dann passt es wieder (sieht man einmal vom Anachronismus ab). Das ist natürlich kein Problem, denn Charlie lebt ein sorgloses Leben. Doch dann taucht eine alte Jugendfreundin auf, die früher mit ihm Batman und Robin gespielt hat. Heute ist sie ein Junkie in einer doppelt toxischen Beziehung mit ihrem Dealer. Charlie sieht seinen einstigen Robin in den Fängen des Jokers und beschließt, sie zu befreien …

Altmeister Marshall Rogers

In dieser Realworlds-Geschichte versucht DC, seinen Comichelden in der sogenannten Realität zu verankern: Was wäre, wenn jemand Batman zu ernst nähme? Doch eigentlich geht es hier nicht darum, sondern um einen geistig eingeschränkten Menschen, der die Welt durch die naive Brille der Fiktion betrachtet. Diese Sicht ist auf tragische Weise statisch – eine Entwicklung ist nicht zu erwarten. Doch sie findet trotzdem statt, als Charlie zunehmend erkennt, dass seine Adam-West-Methoden nicht wirken und er sich mehr von Michael Keatons (bzw. Tim Burtons) Interpretation angesprochen fühlt: Aus dem harmlosen Batman-Spiel wird plötzlich Ernst und damit auch Gefahr.

Eine etwas andere Batman-Story kriegt man hier geboten, gezeichnet von Altmeister Marshall Rogers (Strange Apparitions, Dark Detective), in der man auch als „normaler“ Batman-Fan einen Spiegel vorgehalten bekommt.

>> Batman 2000-2011


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Robins Weihnachten mit Scarecrow und Mr. Freeze

Batman: Urban Legends #10 und „Tis the Season to be Freezin“ (DC Comics)
Nach dem Halligalli von Fear State und Future State ist in Gotham die Verzweiflung groß. Besonders in der kalten Jahreszeit. Kurz vor Weihnachten werden die Kirchen geplündert, sogar die Synagogen und Moscheen sind nicht sicher. Die Bedürftigsten trauen sich nicht mal mehr zur Armenspeisung. Die Menschen leben haben Angst, vertrauen weder Polizei noch Regierung, sie wissen nicht mal mehr, wie man fröhlich ist. Batman macht sich mal wieder selbst Vorwürfe: „There’s nothing that will make the city better. Nothing will fix this city. The people of Gotham aren’t just scared. They’re angry.“ Es sei seine Schuld, sagt er zu Red Robin (Tim Drake). Als dann ein wütender Mob wieder auf die Kirche losgehen will, befriedet Batman sie mit einem unerwartetem Akt: einer Umarmung. Batman wird zum Hugger, versorgt die Leute mit dem Nötigsten.
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Batman als Hugger. (DC Comics)

Und dann erklärt ihm Tim, was die Leser seit Sommer 2021 : Tim mag auch Männer (Urban Legends #4), er ist verliebt in einen Schulkameraden. Batman nimmt das Outing wortkarg zur Kenntnis, fragt noch mal nach Tims alter Flamme Stephanie Brown (Spoiler) und sagt sonst nur: „Good.“ Na ja, was soll man dazu noch sagen, wenn man kein Fascho ist? Er bekennt sich sogar zu Tim als seinen Sohn und bekommt ein Weihnachtsgeschenk. So geschieht es in „A Carol of Bats“ (Batman: Urban Legends #10, 2021).  
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Batman und Robin wünschen frohe Weihnachten. (DC Comics)

Nightwing als Scrooge

In derselben Ausgabe gibt es noch eine Weihnachtsgeschichte mit Nightwing: „The Bats of Christmas Past“. Der hat an Heiligabend zunächst damit zu tun, die Last-Minute-Geschenkekäufer davon abzuhalten, sich gegenseitig abzustechen. Dann taucht Scarecrow mit seinen Schergen auf und verbreitet noch mehr Angst. Barbara Gordon will, dass er endlich aufhört, den Helden zu spielen und mit ihr Weihnachten feiert. Unter dem Einfluss von Angstgas halluziniert Nightwing dann drei Batgirls, die ihn besuchen und ihm die Weihachten von damals, heute und morgen vorführen, um ihm eine Lehre zu erteilen … Muss ich noch weitererzählen? Werden die Menschen jemals müde, diese Geschichte wieder zu erzählen, in immer neuen Variationen? Allein zweimal gibt es sie schon für Batman (Haunted Knight und Noel). Na gut, jetzt wird eben auch Nightwing bekehrt. Nicht gerade ein Scrooge-Charakter und die Dringlichkeit scheint mir hier auch nicht geboten, aber okay, wir nehmen es mal so zur Kenntnis. Moral: In Dicks Zukunftsvision ist er tot, gestorben im Kampf an Weihnachten und seitdem zieht die Batman-Familie jedes Jahr an dem Tag in den Krieg gegen das Verbrechen. Das darf natürlich nicht sein. Doch wer hält Scarecrow auf? Wozu hat man Freunde …

Robin und Mister Freeze

Und dann ist da dieses Jahr noch eine dritte Weihnachtsgeschichte: „Window Shopping“ in der Anthologie Tis the Season to be Freezin. Schon wieder Robin, schon wieder Tim, aber ein anderer, diesmal der aus Batman TAS. Auch er geht auf den letzten Drücker Geschenke kaufen – für Bruce. Was schenkt man einem, der alles hat, nichts braucht? Zufällig wird Tim schnell fündig im Schaufenster eines Spielzeugladens, da kommt ihm Mister Freeze in die Quere, der mit einer dicken Eiskanone herumballert und ihm den Laden zufriert.
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Robin gegen Mister Freeze (DC Comics)

Dieser Wahnsinnige! Robin liefert sich einen kleinen Kampf mit ihm, merkt aber schnell, dass Freeze nicht richtig bei der Sache ist. Was will er überhaupt? Dafür gibt es einen schönen Ausdruck im Englischen: „Strolling down memory lane“. Freeze erinnert sich an seine Kindheit, als er die Weihnachtsdekoration in einem Schaufenster betrachtet hat: „Winterland“. Ein schöner Moment einer unglücklichen Jugend mit zwei vielbeschäftigten Eltern. Am Ende kann Tim auch ihm geben, wonach er sich sehnt. Mehr zum Thema:

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Robins Weiße Weihnacht

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Coverausschnitt aus Batman Family #4 (DC Comics)

Titel: Robin’s White (Very) Christmas

Autor/Zeichner: Bob Rozakis/Jose Delbo

Erschienen: 1976 (Batman Family #4), enthalten in Robin: The Bronze Age Omnibus (2020)


Weiße Weihnachten sind nicht immer wünschenswert. Dick Grayson will über Weihnachten nach Gotham, doch ein Schneesturm könnte den Abflug verhindern. Unterwegs mit einem Kleinbus liest er mit seiner Freundin Lori einen Weihnachtsmann auf, der sich als Frank McDonald, Sicherheitschef der Hudson University, herausstellt. Sie bringen ihn zum Studentencenter, von wo aus Lehrende und Lernende gemeinsam Geschenke an die Bedürftigen verteilen.

Dick sammelt mit Lori und Frank später Spenden ein, bis ihm plötzlich ein Bad Santa ins Gesicht schlägt und sich mit den Spenden auf einem Pferdeschlitten davonmacht. Statt ihm sofort hinterherzulaufen, zieht sich Dick erst mal zum Robin um, obwohl die kurzen Unterhosen etwas unvorteilhaft im Schnee sind. Aber um sich aufzuwärmen, rennt er los und folgt der Spur ins Studentencenter, wo der falsche Weihnachtsmann mit zwei Komplizen die Spenden zum eigenen Wohl einsacken will.

Robin verteilt dann Prügel unter Mistelzweigen, wirft mit Säcken voller Zuckerstangen und Geschenken um sich, schließlich bekommt Bad Santa den grünen Elfenschuh ins Gesicht. Weihnachtlicher kann man Schurken nicht erledigen.

Zurück als Dick Grayson bemerkt niemand den Zufall, dass ausgerechnet er weg war. Er habe nach einem Weg nach Gotham gesucht, sagt er, aber die Straßen sind zugeschneit. Also wird’s nix mit Driving Home for Christmas … Als Dick gerade Bruce anrufen will, um ihm die traurige Nachricht mitzuteilen, schneit Bruce mit Alfred und Tante Harriet herein.

Man singt Jingle Bells und alles ist gut. – Ach, da fällt mir was ein …

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Der unsichtbare Batman

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Detective Comics #199 (DC Comics)

Titel: The Invisible Batman

Autor/Zeichner: William Woolfolk, Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1953/1959 (Detective Comics #199/Batman #124)


Batman kann bekanntlich alles – auch sich unsichtbar machen. Nicht von ungefähr trägt er Schwarz: So kann er in der Dunkelheit der Nacht für das Auge verschwinden und sich verstecken, um dann umso überraschender angreifen zu können. So lehrt man die feigen und abergläubischen Verbrecher das Fürchten.

Doch das war nicht immer so. Nach seinen düsteren Anfängen wurde Batmans schwarzes Kostüm zunehmend blauer und heller. Nacht und Schatten verloren an Bedeutung, furchterregend war der bunte und fröhliche Batman nur noch selten. In den 50ern wurde dann Batman wirklich unsichtbar – und das gleich zweimal.

Radioaktive Farbe

In der ersten Geschichte (Detective Comics #199, 1953) bekommt Batman bei einem Einsatz in einem Chemiewerk eine Ladung radioaktive Farbe ab, als er eine Bande davon abhalten will, selbige zu stehlen. Ein ganzer Tank geht auf ihm nieder – aber zum Glück wird zumindest nichts gestohlen, auch wenn der Schaden durch den Unfall noch größer sein dürfte.

Daraufhin wird Batman unsichtbar, was große Vorteile dabei hat, wenn man Gauner vermöbeln will, denn nun kommen die Prügel aus dem Nichts. Batman fällt sogar nicht mal auf einen Trick mit einer Lampe herein, als ihn ein Bösewicht so erkennbar machen will.

Nachteile hat die Sache aber, als Batman vor Gericht gegen den Obergauner Big Jack Baker aussagen soll, der seinetwegen im Knast sitzt. Bakers Anwalt Verne, der die Geschäfte übernommen hat, soll bis dahin Batmans Geheimdentität ausfindig machen. Nach einigen Stunden Recherche ist klar: Es kommen nur fünf Playboys in Frage, darunter ist auch Bruce Wayne. Alle fünf sind zu einer Pferdeshow eingeladen. Und wenn einer von denen unsichtbar ist, dürfte der Gesuchte als einziger nicht erscheinen. Doch auch Bruce erscheint, eingepackt in Mantel, Handschuhe und eine Gummimaske. Er lässt sich warme Orangenlimo servieren (die gegen seine angebliche Erkältung helfen soll) …

Vor Gericht hat es der unsichtbare Batman aber schwer, zu beweisen, dass er wirklich Batman ist. Abgesehen von der Tatsache, dass man ohnehin nicht feststellen kann, wer unter der Maske steckt, hat man es hier auch noch mit einem sprechenden Geist zu tun. Batman muss eine Handschriftenprobe abgeben, die wird angezweifelt, schließlich beweist ein Röntgenbild seine Identität und er kann aussagen.

Gauneranwalt Verne versucht dann in seiner Verzweiflung, Robin als Geisel zu nehmen, aber Batman beendet die Sache schnell. Die Lösung für sein Problem bringt dann eine Dusche aus Orangenlimonade – Citronensäure ist das Gegenmittel, wie er bereits beim Trinken herausgefunden hat. Hätte ihm das nicht früher einfallen können?

Sichtbar mit Mehl

Sechs Jahre später wird Batman aber wieder unsichtbar. Unter dem gleichen Titel, als wäre das noch nie zuvor passiert. Diesmal gerät er unter einen mysteriösen Strahl im Laboratorium einer Glühlampenfabrik. Wieder kommt der Held auch als Bruce in Bedrängnis. Einer Besucherin gegenüber lässt er sich in heiße Tücher wickeln, um so zu tun, als würde er sich von Alfred rasieren lassen.

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The Invisible Batman, Batman #124 (DC Comics)

Dann wird eine Bäckerei überfallen. Warum gerade die? Weil es dort Mehl gibt – und man damit bekanntlich Unsichtbare gut sichtbar machen kann, sowohl mit Fußspuren als auch mit einem riesigen Saugblaser. Wie gut, dass Robin mit einem Ventilator zur Stelle ist, bevor sie Batman als Bruce Wayne enttarnen können. Robin hatte schon befürchtet, neben einem unsichtbaren Mentor überflüssig zu sein.

Bruce und Dick fahren dann zu einem Wohltätigkeitsdinner. Bruce pinselt sich mit Schminke ein Gesicht, fängt dann aber an zu schwitzen und wischt sich die Schminke ab. Doch da ist die Wirkung des ominösen Strahls bereits abgeklungen. Einfach so. Ja, so geht’s manchmal auch, wenn man nur acht Seiten für eine Geschichte zur Verfügung hat.

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Robin als Weihnachtsgeschenk

Star Spangled Comics #77 (Cover & Page 1)

DC Comics

Titel: The Boy Who Wanted Robin for Christmas

Zeichner: Jim Mooney

Erschienen: 1948 (Star Spangled Comics #77)


Was schenkt man einem Jungen, der alles hat? Der Millionärsbengel Bert Beem hat bereits zwei Roadster und eine Yacht – da wird es schwierig, sich ein Weihnachtsgeschenk für ihn auszudenken. Alles, was ihm fehlt, sind seine Eltern, die sind gestorben. Alles, was er sich wünscht, ist ein Treffen mit Robin, seinem Idol. Denn Bert wäre gern auch mal Detektiv.

Der Vormund, Coombs, fragt Commissioner Gordon, der fragt Robin und dieser erklärt sich bereit, einen Fall zu inszenieren, um Bert die Flausen mit dem Detektivspielen auszutreiben. Er engagiert Schauspieler. Ein falscher Weihnachtsmann kommt bei Bert vorbei und tut so, als würde er ihn ausrauben. Da kommt Robin herbeigeeilt, Santa kann fliehen. Weil er aber Fichtennadeln fallengelassen hat, können die kleinen Detektive seiner Spur folgen und finden Santa mit seinen Little Helper. Die überwältigen die Bengel und fesseln sie auf einen Schlitten, den sie einen Abhang hinunterjagen. Das war gar nicht so geplant. Die Schauspieler stellen sich als wahre Verbrecher heraus.

Zum Glück sind Kinder gut im Rodeln und können so können auch unsere beiden Helden den Schlitten ablenken, sodass sie nicht sterben. Wer aber steckt hinter dem Santa-Kostüm? Man versucht sich an einer Ohrenanalyse, denn darin ist Bert Experte. Eigentlich kommen nur zwei Verdächtige in Frage: Butler Jervis und Coombs, der Vormund des Jungen.

Beim Finale im Haus trickst das Duo die Banditen aus, mit einem Robin-Mannequin und einem Spiegeltrick, dann lassen sie einen Stapel Bücher auf Bad Santa fallen. Und wer steckt hinter dem falschen Bart? Natürlich: der Butler. Bert stellt fest, dass er nicht das Zeug zum Detektiv hat. Robin empfiehlt ihm eher, beim Geschäftlichen zu bleiben.

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