Essay

The Dark Knight Returns: Ein Cover wird versteigert

Es ist wohl das Batman-Cover schlechthin. Nach den ikonischen Covern des Golden Age wie Detective Comics #27 und Batman #1 ist es das Cover von The Dark Knight Returns #1, das jeder Comicfan kennt. Genauso wie den Comic selbst. So revolutionär der Vierteiler von Frank Miller von 1986 war, so auch dieses Titelbild: eine schwarze Silhouette eines springenden Batman vor einem Blitz, der sich von oben nach unten zieht, ein aufflackerndes Dunkelblau am Nachthimmel – Minimalismus pur, reduziert auf den maximalen Effekt.

Am 16. Juni 2022 wird das Originalgemälde von Frank Miller und Lynn Varley bei Heritage Auctions versteigert, zusammen mit anderen Originalwerken von Miller. Schon jetzt liegt der Preis bei über einer Million US-Dollar. Wer auch immer den Zuschlag kriegt, wird im Besitz eines Stückes Comicgeschichte sein. Eigentlich gehört so etwas ins Museum, damit es alle sehen können.

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Batman und die Schusswaffen

Es ist schon wieder passiert: ein Amoklauf an einer Schule, Kinder sind ermordet worden und wieder diskutiert man in den USA über Schusswaffen. Die Bilanz ist verheerend: Seit den späten 60ern sind in den Vereinigten Staaten mehr Menschen durch Waffengewalt umgekommen als US-Soldaten im Ausland – mehr als eine Million Tote. Seit 1999 gab es allein fast 50 Amokläufe an Schulen. Die Politik tut sich schwer, daran etwas zu ändern. Die Argumente sind seit Jahren bekannt, doch die Debatten führen zu nichts. „Freiheit“ (oder was man darunter versteht) scheint wichtiger zu sein als Menschenleben (was allerdings beim Thema Abtreibung ganz anders aussieht). Eine Gesellschaft der Ungleichheit, eine Kultur der Angst und Gewalt, eine starke Waffenlobby, die Fanatismus nährt, sowie die leichte Verfügbarkeit von Waffen bilden eine gefährliche Mischung.

Die Haltung der amerikanischen Superhelden dazu scheint klar: Schusswaffen verursachen mehr Schaden als Nutzen. Superman mag sie nicht. Deshalb vernichtet er sie so oft er kann. Er hat auch gut reden: Er braucht sie nicht und er braucht sie auch nicht zu fürchten. Wonder Woman wehrt Kugeln mit ihren Armbändern ab. Und auch Batman mag keine Pistolen, obwohl sie vieles leichter für ihn machen würden. Andererseits liegt es nahe: Seine Eltern wurden erschossen. Daher benutzt er nicht die Waffe der feigen Verbrecher. Und er tötet nicht. Doch so eindeutig war beides von Anfang an nicht.

Batman erschießt die Vampire

Batman erschießt die Vampire. (DC Comics)

In seinem ersten Jahr benutzte Batman mehrmals eine Pistole, die er bei sich trug, er tötete auch skrupellos oder nahm zumindest Tote in Kauf. Zum Beispiel erschoss er zwei Vampire (Detective Comics #32). Damit stand er in der Tradition anderer maskierter Vigilanten wie The Shadow. Doch es hörte auch auffallend schnell wieder auf. Zum letzten Mal geschah das in Batman #1 (1940), als Batman von einem Flugzeug aus mit einem Maschinengewehr auf Dr. Stranges Monster schoss. Doch das war eine Story, die kurz vor dem Auftauchen von Robin geschrieben und kurz danach veröffentlicht wurde. Mit dem kindlichen Sidekick wurde aus dem grimmigen Rächer ein heiterer und auch menschenfreundlicherer Hilfspolizist. Mit Schusswaffen war von da an Schluss. Fast.

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Das Jüdische bei Batman

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Batman, Robin und Superman gegen Hitler und Co: Batman #18 und World’s Finest #9 (DC Comics)

Letztes Mal habe ich ausgeführt, inwiefern Superman, als Erfindung von zwei Juden, selbst unterschwellig Merkmale jüdischer Kultur in sich trägt. Im Laufe der Zeit wurden die jedoch zunehmend weißgewaschen, d.h. christianisiert. Doch was ist mit Batman? Auch er wurde von zwei Juden erfunden (Bob Kane und Bill Finger). Inwiefern findet sich also das Jüdische auch bei ihm?

Harry Brods Befund (in seinem Buch Superman is Jewish?) ist klar: gar nicht. In jüdischer Ikonographie wäre Bruce Wayne ein Schurke. Während Clark Kent ehrlich für sein Geld arbeitet (als Journalist), ist der reiche Playboy der typische WASP (White Anglo-Saxon Protestant), der Albtraum jüdischer Eltern der absoluten Assimilation.

In seiner Anfangszeit setzt sich Superman für die Hilflosen und Unterdrückten ein: Er rettet einen unschuldigen Mann vor einem Lynchmob, findet den echten Mörder, rettet eine Frau vor ihrem gewalttätigen Mann, deckt Korruption auf, geht gegen Ausbeutung vor usw. Batman hingegen kämpft gegen normale Ganoven und andere kostümierte Schurken wie den Joker. (Wie andere auch sagen: Er bestraft Abweichler von der Norm.) Während Superman Menschen oder sogar die Menschheit rettet, rettet Batman eher Luxusbesitz wie Juwelen der Elite, zu der auch Bruce Wayne gehört.

Superman und Batman sind daher von Anfang an Antipoden: Hier der Himmelsgott in leuchtenden Primärfarben, da der düstere Rächer der Nacht. Es macht mehr Sinn, dass sie gegeneinander kämpfen, als dass sie Freunde sind.

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Supermans jüdisches Erbe

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Hitlerschreck: Superman ist kein „Übermensch“. (Superman #17, DC Comics)

Seit ihren Anfängen nehmen es Superhelden mit Nazis auf. In den 40ern war das noch ein Ausdruck von Patriotismus: Man kämpft gegen die Deutschen, weil sie die Kriegsfeinde sind, genauso wie Japan. In den Krieg selbst mischen sich die Superhelden nicht ein (höchstens auf den Covern). Comic-Nazis sind bei Batman, Superman und Wonder Woman zunächst Spione, Saboteure, Mörder im eigenen Land. Aber von einem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus ist in den frühen Comics nicht die Rede. Jedenfalls nicht direkt.

Doch Superhelden und Antisemitismus vertragen sich grundsätzlich nicht. Zum einen, weil diese Haltung ohnehin nichts mit Heldentum zu tun hat und jedem halbwegs anständigen und vernünftigen Menschen abgehen sollte. Zum anderen, weil die Schöpfer der ersten Superhelden Juden bzw. jüdischer Herkunft waren – und zwar sehr viele von ihnen: Jerry Siegel und Joe Shuster, Bob Kane (Robert Kahn) und Bill Finger; Joe Simon, Jack Kirby und Stan Lee, sowie natürlich auch Will Eisner, um noch einen Pionier zu nennen. Auch die Verleger von DC und Marvel waren Juden. Kurzum: Genauso wie Hollywood-Filme sind Comichefte ohne Juden undenkbar.

Clark Kent, der jüdische Nerd

Aber spiegelt sich das auch in den Comic selbst wieder? Auf den ersten Blick nicht. Superman, Batman und Co. erscheinen wie die Inbegriffe des Ur-Amerikanischen im „weißen“ Sinne. Superman scheint fast eine leibhaftige US-Flagge zu sein – er steht für truth, justice and the American way – und wem das nicht reicht, für den gibt es immer noch Captain America, ebenfalls eine jüdische Erfindung (von Joe Simon und Jack Kirby). Bestenfalls steht Superman für das Ideal einer allumfassenden amerikanischen Gesellschaft, die niemanden ausschließt, sondern für alle steht.

Superman ist kein Jude – jedenfalls nicht im religiösen Sinn. Doch wie Harry Brod in seinem Buch Is Superman Jewish? darlegt, ist Superman jüdisch in einem kulturellen Sinn.

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Batman lernt fliegen

The Flying Batman: Detective Comics #257, Batman #120, Detective Comics #153 (DC Comics)

Wir haben uns alle daran gewöhnt, dass Batman so ist, wie er ist: ein Mann im Fledermauskostüm. Aber stimmt das? Nicht, wenn man genau hinsieht: Die kleinen spitzen Ohren erinnern mehr an Teufelshörner als an große Fledermauslauscher. Sein Kostüm hat mehr etwas von einem Strongman oder Ringer als von einer Fledermaus. Sein Cape soll an Flügel erinnern, aber fliegen kann er damit nicht. Es ist seltsam, dass ein Mann, der sich an einem fliegenden Tier orientiert, selbst nicht fliegen kann. Zumindest nicht aus eigener Kraft.

Mit Batman Beyond wurde das anders: Da fliegt der Held dank eines High-Tech-Anzugs mit Düsen in den Absätzen. Und in Filmen wie etwa Batman Begins kann Christian Bale das Cape zu einem Paraglider ausbreiten, sodass er sich zumindest vom Wind tragen lassen kann. Damit entspricht er einem seiner Ursprünge: Bob Kane hat sich bei Batman auch von einem Entwurf für ein Fluggerät von Leonardo da Vinci inspirieren lassen, daher wirkte Batmans Cape anfangs noch etwas steif. Aber meistens beschränkt sich Batmans „Flug“ darauf, sich mit einem Seil von Haus zu Haus zu schwingen. Manchmal sieht man ihn auch waghalsige Sprünge machen, die ihn zumindest für den Moment des Panels fliegen zu lassen scheinen.

Batgyro und Baterang
Batgyro und Baterang (Detective Comics #31, 1939)

Doch auch in den Comics gab es schon früh Versuche, Batman tatsächlich fliegen zu lassen. Das Batgyro von 1939 war sein erstes Fluggerät, das sogar einen Fledermauskopf hatte, bereits 1940 wurde daraus das Batplane und 1950 kam das Upgrade Batplane II (Batman #61). 1949 aber gab es erstmals einen richtigen „Flying Batman“.

Batman bekommt Fledermausflügel

In Detective Comics #153 besuchen Bruce Wayne und Dick Grayson einen Vortrag von Professor Carl Wilde. Der ist nicht nur Experte für Fledermäuse, er hat auch Fledermausflügel gebaut, mit denen Menschen fliegen können. Im Publikum sitzt auch der Gauner Slits Danton, der aus dem Knast ausgebrochen ist, um sich an Batman zu rächen. Kaum haben ihn Bruce und Dick vom Balkon aus im Saal erkannt, schlüpfen sie in ihre Kostüme und schwingen sich auf ihn zu. Da zerschießt Danton Batmans Seil, sodass dieser in die Tiefe stürzt. (Auf Batman zu zielen, wäre einfacher gewesen, aber egal.)

Batman fliegt als Fledermaus aus der Bathöhle. (DC Comics)

Nachdem der Held sich erholt hat, lässt er sich vom Professor die Flügel geben, damit ihm das nicht mehr passieren und er sich Danton schnappen kann. Doch er hätte das neue Gadget nicht in der Presse verkünden sollen, denn so kann sich der Schurke darauf einstellen: Er lässt drei Kondore auf ihn los, Batman muss sich mit ihnen in der Luft herumschlagen. Dann entführt Danton Robin und fesselt ihn in einer Scheune. Batman muss – wie eine echte Fledermaus – im Dunkeln durch ein Labyrinth aus Seilen navigieren, um Robin zu befreien, bevor eine Bombe hochgeht. Zum Glück hat er ein Ultraschallgerät am Gürtel. Wie er die Frequenzen hören kann, bzw. wann er gelernt hat, damit zu navigieren, bleibt ein Rätsel. Und erst recht muss man nicht verstehen, warum Danton nicht einfach die Bombe hochgehen lässt, als seine beiden Erzfeinde in der Scheune stecken – immerhin hatte er doch Rache geschworen …

Beim dritten Versuch geht Danton dann auch weniger subtil vor und versucht Batman mit schweren Geschützen vom Himmel zu ballern. Das gelingt auch, Batman stürzt vom Himmel – scheinbar. Denn es ist nur eine Puppe. Der echte Batman fliegt ins Bild, kreist Danton ein und wirft ihn ins Wasser. Doch dann erwacht Batman wieder im Saal beim Professor und es stellt sich heraus: Es war alles nur ein Traum! Die Flügel sind noch gar nicht betriebsbereit. Was für eine Enttäuschung, denkt sich Batman. Aber wer weiß, eines Tages vielleicht lernt er doch noch fliegen …

Flügel als Implantate

Und dieser Tag kommt fünf Jahre später tatsächlich. Wieder heißt die Story The Flying Batman (Batman #82, 1954). Ein engelgleich geflügelter Mann entführt das Dynamische Duo ins Lost Valley of the Bird-Men, einen Ort, in dem die Menschen dank des Alpha-Serums Flügel bekommen haben. Jedenfalls bis der böse Baron Gravio das Serum an sich gerissen hat, um für seine Familie ein Monopol und eine Schreckensherrschaft aufzubauen. Nun wurden Batman und Robin hergeholt, um die Bande aufzuhalten.

The Flying Batman (Batman #82, DC Comics)

Batman muss sich einer Operation unterziehen, um Fledermausflügel zu erhalten. Ohne zu zögern lässt er sich darauf ein und schwingt sich in die Schlacht. Mit Robin fängt er zwei geflügelte Gangster ein, dann schlägt er zweien die Köpfe zusammen, die versuchen, ihn mit einer Kanone vom Himmel zu schießen, und schließlich wirft er eine Rauchbombe in ein Haus. Hätte es dafür Flügel gebraucht? Oder einen Batman? Nein, nicht wirklich, aber dann gäbe es ja diese Geschichte nicht. Und zwischendrin auch keinen Batman und Robin im Riesenkäfig. Zum Schluss sind die beiden wieder in Gotham und fragen sich, ob nicht auch diese Episode nur ein Traum gewesen sei …

Die Erfindung der Whirly-Bats

Weitere vier Jahre später, in Batman’s Invincible Foe (Detective Comics #257, 1958), denkt sich Batman eine neue Flugmethode aus. Als Gotham vom zeitreisenden Dieb Karko aus der Zukunft heimgesucht wird und dieser das Batmobil mit seinem Ufo verschrottet, steigen Batman und Robin auf Whirly-Bats um, kleine Einsitz-Helikopter mit Rückenflosse. Karko folgt ihnen in einer fliegenden Blase in die Lüfte, sie wollen ihn mit einer Riesennadel pieksen, doch der Dieb verwandelt die Blase in Eisen und die Wirly-Bats zerschellen schon nach zwei Seiten.

Einige Monate später, als Batman sich die Beine bricht, steigt er wieder auf Whirly-Bats um und wird mit diesem fliegenden Rollstuhl zu The Airborne Batman (Batman #120, 1958). Diesmal hängen Vakuumschläuche daran, mit denen Batman Gauner ansaugen und durch die Luft ziehen kann.Die Whirly-Bats bleiben noch bis in die 80er im Einsatz.

Batman fliegt mit dem Bat-Wing – oder versucht es wenigstens. (DC Comics)

In derselben Ausgabe, in der Story The Curse of the Bat-Ring, unternimmt Batman beim „Batman Day“, der ihm zu Ehren veranstaltet wird, im Zirkus einen Gleitflug mit einem „Bat-Wing“, das geht aber leider schief: der Flügel bricht.

Fliegen mit Jetpack

Batman fliegt später auch mal einen Drachen oder Paraglider gegen Kite-Man. Ansonsten gibt es meist das Batplane und den Batwing aus dem Film von 1989, der auch in Batman: The Animated Series zum Einsatz kommt. Dieses Flugzeug kann auch ohne Propeller wie ein Helikopter in in der Luft stehen, damit vereint es die Eigenschaften des Bat-Gyro (nicht Gyros!).

Batman mit Jetpack

In der schönsten Flugfolge (und der frivolsten Episode überhaupt), The Ultimate Thrill, verfolgt Batman Roxy Rocket im Batwing, bis dieser in Brand gerät. Mit knapper Not schafft er es in die Bathöhle zurück, wo der Batwing aufgefangen wird von einer Reihe von Seilen. Beim zweiten Mal jagt dann Batman mit einem Jetpack hinter der Raketendame hinterher. Die Fledermausform ist nur angedeutet, Batman fliegt aber extrem schnell und agil. Am Ende, als alle Batwings nichts nützen, steigt Batman dann sogar selbst auf eine Rakete – aber das sollte man selbst gesehen haben. So schön hat man Batman wohl nie fliegen sehen …

Batman jagt Roxy Rocket.

Übrigens: Batman hat auch Leonardo Da Vinci selbst fliegen lassen. In Batman #46 (1948) reist er mit Robin ins Mailand des Jahres 1499 und hilft dem (angeblichen) Erfinder dabei, sein Fluggerät zu optimieren. Dann düst der alte Leonardo damit selbst durch die Lüfte und wird zum ersten Batman der Weltgeschichte. Im Jahr 1994 erzählte dann Doug Moench in Black Masterpiece eine Elseworlds-Story um Leonardos „Bat-Wing“, die mindestens genauso albern ist.

Batman #46 (1948)
Batman und Robin bauen Leonardos Gleitflieger. (DC Comics)

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Buchkritik: „Batman – Re-Konstruktion eines Helden“

Christian A. Bachmann Verlag

Was ist Batman? Held? Superheld? Antiheld? Das kommt drauf an, welchen man meint. Denn Batman ist nicht gleich Batman. Christian Bale stellt einen ganz anderen dar als Adam West 1966. Der Comic-Batman von 1950 hat kaum etwas mit dem von 1970 zu tun. Der Batman „von heute“ kennt unzählige Inkarnationen. Nicht einmal der von 1940 ist noch derselbe wie der erste von 1939.

Batman ist „zu einem ultimativen Signifikanten für die reine Idee des Helden geworden, die sich allem anpassen kann“, schreibt der Literaturwissenschaftler Lars Banhold. „Batman ist nicht ein Held, er ist der Held, der alle Ideen und Konzepte des Helden bereits beinhaltet.“ In seinem Buch Batman. Re-Konstruktion eines Helden versucht sich der Autor an einer Beschreibung von Batman als Mem, als einen vieldeutigen Bewusstseinsinhalt, der sich in verschiedenen Medien, Zeichenformen und Kontexten ausbreitet. Die Comicfigur selbst tritt, so Banhold, mittlerweile hinter anderen Erscheinungen zurück. Das merkt man auch daran, dass jeder das Batman-Symbol kennt, auch wenn nicht unbedingt jeder weiß, was dahintersteckt.

Banhold nähert sich dem Phänomen zunächst historisch an, in dem er erzählt, wie sich die Gestalt aus verschiedenen anderen Heldenfiguren zusammensetzt: vom Grafen von Monte Christo, der mit einer Geheimidentität Selbstjustiz übt, über Hardboiled-Detektive, Comichelden wie The Phantom, Filmgestalten wie The Bat, Zorro und Dracula sowie Pulphelden wie The Shadow. Batman erscheint als eine geglückte Synthese all dieser Elemente – was auch seinen anhaltenden Erfolg seit 80 Jahren erklärt.

Batman als „offener Cartoon“

Ein weiterer wichtiger Faktor sei, so Banhhold, dass Batman als „offener Cartoon“ angelegt sei. Wegen seiner abstrakten Darstellung (schwarze Maske, weiße Augenschlitze) sei Batman darauf angelegt, dass sich die Leser leichter mit ihm identifizieren können. Schon Scott McCloud beschreibt das Phänomen in Understanding Comics (dt. Comics richtig lesen): Je abstrakter eine gezeichnete Figur, desto offener ist sie, sich selbst in ihr wiederzuerkennen. Damit folgt Banhold auch der Argumentation von Stephan Packard.

Aber das überzeugt nicht recht, da sich das erstens von den meisten Comicfiguren sagen lässt und damit als Feststellung trivial erscheint, und zweitens weil es auch bei Batman starke Unterschiede gibt. Von den 40ern bis in die 60er-Jahre erscheint der noch cartoonhaft gezeichnete Charakter weitgehend ohne Eigenschaften zu sein, dafür bekommt Bruce Wayne von den 70ern an zunehmend mehr Persönlichkeit und Hintergrundgeschichte, gerade heute ist er oft sogar realistisch und wiedererkennbar gezeichnet, in Spielfilmen leihen ihm auch Schauspieler ihre Gesichter. Der Begriff des offenen Cartoons greift dann nicht mehr.

Viel naheliegender ist es, dass das ikonische Kostüm mit der Maske, dem Cape und dem Anzug eine Projektionsfläche bildet und damit Identifikationspotenzial schafft. Aber es ist auch die Hintergrundgeschichte des Superhelden ‚ohne Superkräfte‘. Banhold selbst bringt es auf den Punkt, wenn er Batman/Bruce Wayne als „Self-made man“ bezeichnet. Die Entstehungsgeschichte zeigt dem Leser: Theoretisch könnte jeder mit genug Selbstdisziplin Batman werden und damit zu einem menschlichen, als Tiermensch sogar zu einem übermenschlichen Ideal aufsteigen.

Strafe fürs Abnormale?

Das Verhältnis zwischen Batman und seinen Widersachern wie dem Joker nennt Banhold einen Kampf zwischen Normalität und Anomalien. Da es sich oft um vom Leben gepeinigte und entstellte Schurken handelt, erscheine es so, als würde Batman „Devianz“ (Andersartigkeit) „als Sünde“ bestrafen. So verlockend die Lesart auf den ersten Blick erscheinen mag, so verkürzt ist sie auch, denn sie verkennt, dass Batman selbst als Mann, der in ein Fledermauskostüm steigt, ebenfalls ein solcher Freak (und Außenseiter) mit eigenen Neurosen ist, was etwa in Grant Morrisons Arkham Asylum festgestellt und später oft genug von Figuren wie etwa Harvey Bullock in BTAS ironisiert wird.

Batman bestraft keine „Wahnsinnigen“ fürs Anderssein, sondern für Verbrechen wie Diebstahl, Raub und Mord. Dass das Böse mit physischer Entstellung zusammenhängt, ist ein Kulturphänomen, das weit über Batman hinausreicht. Im Comic ist das einfach zu erklären: Es braucht einen starken visuellen Kontrast zum körperlich idealen Batman. Die bekanntesten Schurken sind die mit dem besten Wiedererkennungswert, der sich von Batman abhebt. Außerdem repräsentieren ihre Ticks und Kostüme auch die Kehrseiten von Batmans eigenen Eigenschaften (Vernunft, Furcht, Logik, Gesetzestreue etc.).

Banhold schreibt allerdings auch, dass der Kampf zwischen Normalität und Anomalien unterlaufen werde, da Schurken oft auch Identifikationsfiguren mit tragischen Hintergrundgeschichten seien. „Ihr Wahnsinn offenbart eigene, tiefere liegende Wahrheiten, die dem ’normalen‘ Blick entgehen.“ In einer karnevalesken Umkehrung der Ordnung können sich Leser mit dem Bösen identifizieren. Der Wahnsinn ermögliche eine andere Sicht auf die Welt und stimuliere „eine Devianz, die wohl jeder fühlt“.

Kluge Analysen

So ist Banholds Buch – abgesehen von einigen diskussionswürdigen Aspekten – eine interessante Lektüre, die viel Wissen und kluge Gedanken zu bieten hat. In seinem historischen Abriss der Figur in Comic, Film und Fernsehen geht der Autor auch auf differenziert auf die Frage nach der queeren Lesart Batmans sowie der Rezeptionsgeschichte in Deutschland ein. Gerade seine Filmanalysen, vor allem die von Christopher Nolans Dark Knight-Trilogie, überzeugen weitgehend und laden zum Weiterdenken ein.

Eine ähnliche Tiefe hätte man sich für mehr Comics gewünscht. Während Banhold Comics wie The Long Halloween und Hush sowie die von Grant Morrison ausführlich abhandelt, kommen leider neuere Comics wie die von Scott Snyder und Tom King etwas zu kurz. Allerdings stellt Banhold zu Recht für sie fest, was allgemein mit dem Begriff des Prismatic Age bezeichnet wird: Batman wandelt sich bereits seit den 90ern von einer Figur zu einem „selbstreferenziellem Zeichen, das auf ein vergangenes Konzept eines sinntiftenden Helden – und seiner Dekonstruktion – verweist“, so Banhold. Oder einfach ausgedrückt: „Der Batman-Mythos verweist verstärkt auf sich selbst und stellt sich selbst aus.“ Daran kränkeln viele heutige Inkarnarnationen: Sie erscheint zu sehr als Remix von Zitaten.

Fehler und Widersprüche

Leider wird Lektüre des Buches getrübt von einigen Widersprüchen und offensichtlichen Fehlern. So behauptet der Autor, offiziell gelte „noch immer Bob Kane als alleiniger Schöpfer der Figur“, nur um auf der nächsten Seite zu erzählen, dass seit 2015 Bill Finger ein Co-Credit mit Bob Kane zugestanden wird (allerdings nicht nur, wie behauptet, in Film und TV, sondern auch in den Comics). Später heißt es, die BTAS-Episode Perchance to Dream beruhe auf For the Man Who Has Everything, wobei sie offensichtlich die Batman-Story Identity Crisis (Detective Comics #633, 1991) adaptiert.

An manchen Stellen macht es sich Banhold auch zu einfach. Auch wenn er Recht hat mit seiner Kritik an der berüchtigten Martha-Szene in Batman v Superman (und ich der Letzte sein möchte, der diesen Film verteidigt), ist Batman darin eben keine „reine Simulation des Helden“ ohne moralische Parameter. Batmans Handeln ist durchaus moralisch motiviert. Auch wenn der Film sich zitierend bei Comics bedient, ist daran nicht alles leere Pastiche.

Mehr als ein hohles Zeichen

Und damit kann man durchaus Zweifel haben an Banholds Grundthese. Denn wäre Batman wirklich nur ein hohles Zeichen, das auf sich selbst verweist, wäre er nicht so erfolgreich – und damit erfolgreicher als zum Beispiel Superman, über den sich vieles genauso sagen lässt.

Batman ist eben bei aller Variation und universeller Integrierbarkeit auch eine Konstante, die sich in den meisten Spielarten wiederfindet: ein Held, ein Superheld und damit ein Symbol für das Gute und die damit verbundene, immer wieder neu verhandelte Frage, was das überhaupt ist. Nur weil sich Batman in jede Ideologie integrieren lässt, heißt es nicht, dass er „ideologiefrei“ ist, auch nicht „scheinbar“.

In den meisten Comics hat er einen klaren moralischen Code, und sei es etwa die Konstante, dass er seine Gegner nicht tötet. Dass dies zuweilen auch unterlaufen wird, dass dieser Held eben ein „Dunkler Ritter“ ist, dass er Abgründe hat, dass er Risse und Brüche bekommt oder gar ganz hinterfragt oder negiert wird, macht ihn tatsächlich, wie Banhold schreibt, zu einer „Verkörperung von Entwicklung, Dialektik, Affirmation und Subversion“. Interessant wäre es nun, herauszuarbeiten, was trotz all dem an Batman weitgehend konstant bleibt, dass er immer noch so viele Menschen fasziniert. Ich denke, es ist mehr als das Symbol und das Kostüm. Die Frage, die offen bleibt, ist: Für was genau steht eigentlich diese Fledermaus?

>> Lars Banhold: Batman – Re-Konstruktion eines Helden, Christian A. Bachmann Verlag, Berlin 2020, 12 Euro (Aktualisierte Sonderausgabe)


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Batman kämpft mit der deutschen Sprache

Bitte sprechen Sie langsam: Batman versucht sich mit Deutsch.

Batman kann alles. Außer Deutsch. Als er einmal in Österreich auf einen Mönch trifft (Gothic, Legends of the Dark Knight #8), spricht er zwar flüssig Deutsch, aber als der Mönch antwortet, bittet Batman ihn darum, langsamer zu sprechen, da sein Deutsch dafür nicht gut genug sei. Aber zum Glück spricht der Abt, auf den er später trifft, perfekt Englisch und Batman kehrt zurück in die Komfortzone.

Wer kann es Batman verübeln? Schon Mark Twain widmete 1880 der „schrecklichen deutschen Sprache“ einen bösen Essay, in dem es heißt:

Wer nie Deutsch gelernt hat, macht sich kein Bild davon, wie verwirrend diese Sprache sein kann. Gewiss gibt es keine andere Sprache, die derart schlampig und unsystematisch ist und sich jeglichem Zugriff auf so schlüpfrige Weise entzieht. (…) Der Erfinder dieser Sprache scheint sich einen Spaß daraus gemacht zu haben, sie in jeder erdenklichen Weise zu verkomplizieren.

Natürlich hat er Recht: Deutsch ist sogar für Deutsche zu kompliziert. Nun muss man Twain dafür loben, dass er immerhin versucht hat, die Sprache zu lernen und es offenbar auch gut beherrschte. Das gilt für die meisten Amerikaner nicht, die ohnehin nicht für Fremdsprachenkenntnisse bekannt sind – wozu auch, wenn die meisten ihre Sprache sprechen? Und dieser Bildungsmangel macht sich auch in den Comics deutlich – und gerade beim Deutschen hat das Tradition.

Nazi-Denglisch: Batman #14, 1942 (DC Comics)

Seit den 40ern tauchen Deutsche in Comics auf. Zunächst als Nazis, vor allem Spione. Man erkannte sie daran, dass sie so etwas wie „Halt!“ oder „Himmel!“ riefen. „Führer“ wurde aber meist mit normalem U oder mit UE geschrieben. Die Deutschen sprechen meist Mischformen von Deutsch und Englisch, gepfeffert mit einem starken Akzent: „Himmel! It iss too late! Step on der Gas!“, heißt es da, oder: „Der Batman’s finished! Heil Hitler!“ oder „Der hour has struck — also mein head!“(Batman #14). Im Zweifel lautet der Artikel immer „der“, das klingt am deutschesten.

Wem die Stunde schlägt: Robin gegen Nazis.

Aber gut, das waren noch andere Zeiten: die Deutschen waren noch Feinde wie die Japaner, die in den Comics während des Zweiten Weltkriegs genauso schlecht wegkamen. Doch seitdem änderte sich kaum etwas an der Qualität des Deutschen in Comics.

Auch in den 70ern wurde es nicht besser. Hier rufen Österreicher, wenn sie entsetzt sind, „Himmel!“, allerdings kennen sie mittlerweile auch „Donnerwetter!“ Und aus „der Batman“ (oder „der Fledermaus“) wird „der Fledermausmann“ (The Brave and the Bold #88, 1970). Das hat natürlich weder in Deutschland noch in Österreich je ein Mensch gesagt. Auch bei uns ist Batman einfach nur Batman – schon allein wegen der Kürze. (Anders als in Schweden, wo man von 1951 bis 1990 „Läderlappen“ schrieb, womit man die Fledermausfamilie der Glattnasen bezeichnet.) Aber „der Fledermausmann“ klingt halt so schön nach Lokalkolorit. Warum aber ein Österreicher „Denglisch“ denkt, bleibt etwas schleierhaft.

„Himmel! Der Fledermausmann!“

Im Zweifel ist auch der Österreicher ein Ordnungsfanatiker, der gerne andere zurechtweist: „Nein! Nein! Verboten!“, liest man da, als Batman ein Riesenrad erklimmt. Und warum ein Riesenrad? Na klar, wir sind ja in Wien – das kommt auch schon in Gothic vor. (Und: Der Dritte Mann lässt grüßen.)

Batman auf dem Riesenrad

„Donnerwetter! Ein Fledermausmann!“ Batman auf dem Riesenrad.

Anfang des neuen Jahrtausends scheint es zunächst besser zu werden. In Joker’s Last Laugh #1 liest man, wie ein deutscher Insasse einer Haftanstalt sagt: „Das ist der schonste Tag in meinem Leben!“ Bis auf den fehlenden Umlaut ist der Satz bemerkenswert tadellos.

Das ist der korrekteste deutsche Satz in einem Batman-Comic. (DC Comics)

Doch das wird noch in derselben Ausgabe wieder zunichte gemacht mit dem Satz: „Wir bist frei.“ Damit haben sich auch die Autoren von den Zwängen der deutschen Grammatik befreit.

Frei von den Fesseln der Grammatik: Jokers Last Laugh #1.

Und nicht nur in Batman-Comics findet man solche Sprachpatzer. In Daredevil #66 (2004) leistet sich ein Profi wie Brian Michael Bendis eine ganze Reihe von kuriosen Sätzen: „Aber was über die Diamanten!“ ist noch verzeihlich, fast schon drollig liest sich „Jemand töten diesen Fruchtkuchen!“ Aber ein Satz ergibt einfach keinen Sinn: „Gerecht schieben sie ihn und halten sie das Geld!“ Da scheint jemand eine Auto-Übersetzung auf dem Stand der Nuller-Jahre benutzt zu haben – ohne das Ergebnis zu prüfen.

Da fragt man sich: Wie kommt so eine Schlamperei zustande? Dass weder Autoren noch Redakteure Deutsch können müssen, versteht sich von selbst. Anscheinend behelfen sie sich mit Wörterbüchern und dem Internet. Aber offenbar konsultieren sie auch niemanden, der der Sprache mächtig wäre. Selbst in einem aufwendigen und minutiös recherchiertem Werk wie Berlin von Jason Lutes finden sich Fehler in den eingesprengten deutschen Sätzen. Im Zweifel fällt es kaum einem auf: Die US-Leser wissen es ja selbst oft nicht besser und die Deutschen lesen meist Übersetzungen.

Dass es auch anders geht, zeigt Altmeister Alan Moore. In The League of Extraordinary Gentlemen Vol. 1 lässt er Figuren Französisch, Chinesisch und Arabisch sprechen – ohne Übersetzung ins Englische. In den Sprechblasen stehen die Zeichen der jeweiligen Originalsprachen. Dafür hat Moore Übersetzer beauftragt. Ein bisschen Aufwand, ein bisschen Kosten, aber Moore macht eben keine halben Sachen. Auch in dieser Hinsicht sollten sich andere Autoren an ihm ein Vorbild nehmen.


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Was für ein Held ist Batman?

Ist Batman ein Superheld oder eher ein Antiheld? Aber was genau bedeutet das? Und was ist das überhaupt: ein Held? Der YouTube-Kanal „Just Write“ hat Batman genauer daraufhin untersucht, was für eine Art Held Batman ist. Die Antwort darauf ist nicht eindeutig, weil der Dunkle Ritter einige Helden-Archetypen in sich vereint.

Batman ist bis zu einem gewissen Grad ein klassischer Held, sogar ein tragischer, aber auch ein Held im Sinne der Romantik: introvertiert, melancholisch, umherwandernd. Die beiden Videos „What Kind of Hero is Batman?“ erzählen die Geschichte des Heldentums nach, von der Antike über Lord Byron, der den Prototyp des zynischen und rebellischen Helden schuf, bis hin zu den direkten Batman-Vorläufern wie Zorro, Robin Hood und The Shadow.

Die gut recherchierten und gedachten Videos legen den Schwerpunkt auf Christopher Nolans Dark Knight-Trilogie sowie Frank Millers The Dark Knight Returns und zeigen, dass Batman immer wieder auch als anderer Heldentypus dargestellt wird.

Warum der Joker der perfekte Gegner ist

Viel wurde schon über Christopher Nolans The Dark Knight gesagt – so viel, dass schon alles gesagt ist. Wenn man fragt, was die größte Stärke des Films ist, lautet die Antwort meistens: der Joker. Aber woran liegt das? Jedenfalls nicht nur an der Darstellung von Heath Ledger.

Der Joker erscheint hier als der perfekte Gegner für Batman, weil er ihn an seinem Schwachpunkt trifft, weil er seine Glaubensgrundsätze infrage stellt und weil ihn in einem Kampf herausfordert, bei dem Batman erst zum „Dark Knight“ werden kann.

In diesem Video von „Lessons From the Screenplay“ wird erklärt, wie genau das funktioniert.

Warum Batman Begins funktioniert

14 Jahre ist es her, seit Batman Begins in die Kinos kam und den Charakter für die Leinwand neu definiert hat – und zwar so gut, dass Zack Snyders „Batfleck“ nicht dagegen ankam. Der YouTube-Kanal „Just Write“ hat sich den Film genauer angesehen, um herauszufinden, warum er so gut funktioniert.

Die Antwort: Der Film ist klar strukturiert über seine Konflikte. Batman muss sich gegen drei Antanonisten behaupten, die anderer Überzeugungen haben als er: Falcone, Scarecrow und Ra’s al Ghul. Diese Schurken und Bruces Vorgeschichte definieren klar die vier Akte von Batman Begins und machen den Film zu einem spannenden Gesamtwerk.

Wem das zu abstrakt ist: Schaut euch das Video an, da wird alles sehr anschaulich erklärt – und auch mit den Fehlern von Batman v Superman verglichen.