Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Batman und der Film Freak

DC Comics

Titel: The Film Freak/Reeling/Box-Office Smash

Autor/Zeichner: Doug Moench/Gene Colan, Tom Mandrake

Erschienen: 1986 (Batman #395, Detective Comics #562, Batman #396), Paperback 2025 (DC Finest: Batman – Red Skies)


Ein neuer Schurke treibt in Gotham sein Unwesen. Er hat zwar kein auffälliges Kostüm, sondern trägt bloß Lederkluft und Glatze. Dafür hat er eine Masche: Er liebt Filme und zitiert bei seinen Taten die großen Klassiker. So ballert er zunächst vom Dach auf Polizisten und redet in Filmdialogen. Reporterin Julia Pennyworth findet schnell einen Namen für den Missetäter: Film Freak. Obwohl er keine besonderen Fähigkeiten hat, können ihn Batman und Catwoman auch mit vereinten Kräften nicht aufhalten und er entkommt.

Die beiden finden heraus, dass der Film Freak früher der erfolglose Schauspieler Burt Weston war (wohl eine Anspielung auf Adam West und Burt Ward). Um seiner Karriere einen Kick zu geben, hat er einst den Kollegen Al Jacobs beauftragt, einen Mord an ihm vorzutäuschen. In aller Öffentlichkeit, auf der Gotham Bay Bridge, hat Al so getan, als würde er Burt erschießen, und ihn dann von der Brücke geworfen. Doch der Publicity Stunt ging in die Hose. Keinen hat es interessiert. So sind die Leute in Gotham. Nicht mal ein kaltblütiger Mord auf einer Brücke haut sie noch vom Hocker …

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Batman und die Riesenschreibmaschine

DC Comics

Titel: The Man With the Automatic Brain

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)


Riesige Requisiten sind das Markenzeichen von Batman im Golden Age. Die Riesenschreibmaschine steht fast schon symbolisch dafür und wird oft zitiert, etwa in Detective Comics #474 (1977) oder in Secret Origins Special #1 (1989) oder in Batman/Deadpool (2025). Doch wann tauchte sie eigentlich zum ersten Mal auf? Das geschah in Batman #52 von 1949. Batman und Robin sind einem neuen Bandenanführer auf der Spur, dem Thinker. Um seinem Image gerecht zu werden, hat er zwar einen übergroßen Kahlkopf – doch mit dem Denken hat er sich nicht so.

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Batmans Zeitreisen: Wikinger und die Entdeckung Amerikas

DC Comics

Titel: Batman and the Vikings

Autor/Zeichner: unbekannt/Bob Kane

Erschienen: 1949 (Batman #52), Reprint in Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6 (2018)


Wir kennen das Schema mittlerweile: Bruce und Dick werden auf einen Anachronismus aufmerksam. Irgendein historisches Artefakt weist auf Batman hin, also lässt man sich von Professor Carter Nichols in die Zeit zurückschicken und geht der Sache nach, nur um herauszufinden, dass erst die Zeitreise dazu führt – der Kreis schließt sich. Als Batman und Robin bei den Wikingern landen, ist es etwas anders. Diesmal wird im Gotham Museum ein Stein ausgestellt, in den das Bildnis eines Wikingers eingraviert ist, der Bruce Wayne ähnlich sieht, dazu die Inschrift, die ihn als ehrlosen Feigling bezeichnet. Sofort bemerken die Besucher des Museums die Ähnlichkeit, zeigen mit dem Finger auf Bruce und nennen ihn einen Feigling. Schnell weg hier!

Frappierende Ähnlichkeit: Bruce Wayne und ein Wikinger (DC Comics)

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Batman gegen Catman

DC Comics

Titel: Nine Lives Has the Cat/Nine Cradles Of Death/Clothes Make the Cat(Man)

Autor/Zeichner: Gerry Conway, Doug Moench/Gene Colan

Erschienen: 1981/1984 (Detective Comics #509, Batman #371, Detective Comics #538), Hardcover 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2) [nur Detective #509]


Bei Batmans letzten Kampf mit Cat-Man (Thomas Blake) ist der Schurke in einen Geysir gefallen („Shadow of the Cat/The Cat Who Would Be King“, Batman #323-324, 1980). Angeblich hat er aber dank seines magischen Capes (das ihm neun Leben gab) überlebt, leider reichte es allerdings nicht, um sein Gesicht zu retten. Weil Catwoman einen Teil des Capes abgerissen hat, sieht Blake nun aus wie Two-Face. Nun will er den verlorenen Fetzen zurück, um sein Gesicht wiederherzustellen.

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Batmans Zeitreisen: Olympia in Griechenland

DC Comics

Titel: Peril in Greece

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Jim Mooney

Erschienen: 1946 (Batman #38), Hardcover 2018 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 5)


Bruce Wayne und Dick Grayson gehen nicht nur jeden Tag auf Patrouille als Batman und Robin, sie trainieren auch zu Hause, um fit zu bleiben. Einmal, als der Junge auf eine Matte plumpst, mobbt ihn der Erziehungsberechtigte: „You’re a softie!“ Die alten Griechen hätten ihr Leben lang für die Olympischen Spiele trainiert. Dick nimmt es mit einem Lächeln und sagt, er würde gerne mal die originalen Spiele sehen. Klar, warum nicht, sagt Bruce (man hat offenbar nichts Besseres zu tun) – also ab zu Professor Carter Nichols!

Der befördert sie dank Hypnose ins 5. Jahrhundert vor Christus, nach Athen. Dort werden sie Zeuge, wie Milo, der stärkste Mann von Athen, den persischen Händler Byrus zu Boden wirft. Bruce und Dick ziehen sich erstmal um, bevor sie helfen können – obwohl sie in der Antike kein Schwein kennt. Aber sie tun es für uns, weil wir lieber Kostümierte in Action sehen. Batman kämpft mit Milo und erfährt dabei, dass Byrus diesen bestechen wollte. Batman und Robin werden von Milo nach Hause eingeladen, wo er ihm und anderen Athleten Jiu-Jitsu zeigt – aber das ist Milo zu kompliziert, er bleibt bei seinen Ringertricks.

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Showdown mit Deadshot und Boss Thorne

DC Comics

Titel: The Millionaire Contract/The Haunting of „Boss“ Thorne/Showdown

Autor/Zeichner: Gerry Conway, Paul Levitz/Don Newton

Erschienen: 1982 (Detective Comics #518, 520, Batman #354), Hardcover 2019 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 3)


Rupert Thorne hat den Fotobeweis: Bruce Wayne ist Batman! Deshalb beauftragt er den Profikiller Deadshot, um seinen Gegner umzulegen. Floyd Lawton war zwar zuletzt nicht sehr erfolgreich damit (Detective Comics #474, 1977), aber jeder verdient eine zweite Chance. Thorne wird übrigens immer noch von Hugo Stranges Geist verfolgt, den er einst umbringen ließ (Detective Comics #471-472, 1977). Und der ehemalige Commissioner James Gordon, der nun als Privatdetektiv arbeitet, wird von Polizisten auf der Straße zusammengeschlagen. Ganz schön viel Ärger!

Bruce Wayne ist mal wieder bei einem Date mit Vicki Vale, jener Fotografin, die den ganzen Ärger losgetreten hat, als Deadshot auf ihn schießen will. Doch da kommt ihm im letzten Augenblick Batman in dei Quere. Wie das?! Keine Zeit für Fragen: Ein Querschläger löst sich, trifft zufällig die Kette eines Kronleuchters und lässt ihn zufällig auf Bruces und Vickis Tisch krachen. Nach einem Gerangel in der Luft bekommt Deadshot eine zweite Chance, den Auftrag zu erledigen. Doch statt zu schießen, zielt er nur und quatscht rum, droht mit dem Tod, aber drückt einfach nicht ab. Batman hat alle Zeit der Welt, ihn zu verwirren und bei der Gelegenheit auch Vicki zu demonstrieren, dass er unmöglich Bruce sein kann. Derweil verstopft „Bruce“ mit einem geschickten Wurf Deadshot den Lauf seines Armbandes und lässt die Waffe explodieren. Denn Bruce ist in Wahrheit der Verbündete Christopher Chance alias Human Target. Auch Thorne ist hinterher überzeugt, dass er sich geirrt hat, und vernichtet die Beweisfotos.

Doch das ist erst der Anfang …

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Batman gegen Savage Skull

DC Comics

Titel: When Slays the Savage Skull/Requiem for Skulls

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan, Klaus Janson

Erschienen: 1983 (Batman #360/Detective Comics #528), Hardcover 2011 (Tales of the Batman: Gene Colan Vol. 1 – nur Detective #528)


Ein Copkiller in Gotham! Mit roter Kapuze und roten Stiefeln, entstelltem Gesicht und einem Dolch als Mordwaffe! Sein Motiv kann man sich denken: Rache! Batman findet heraus, dass es sich um Jack Crane handelt, einen ehemaligen Polizisten, der den Beruf verfehlt hatte. Er soll einen jungen (schwarzen) Mann erschossen haben, den er angeblich auf frischer Tat bei Brandstiftung erwischt hatte. Später stellte sich heraus, dass der Verdächtige wohl unschuldig gewesen war. Crane aber erlitt bei dem Brand schwere Verletzungen und wurde entlassen.

Dass hier Rassismus ein Motiv sein könnte, wird zwar nicht gesagt, aber angedeutet. Außerdem fällt Batman auf, als er Cranes Wohnung betritt, der Schriftzug „SS“ an der Wand auf, was ihn sofort an die Nazi-Organisation denken lässt. Außerdem erinnert die Farbwahl des Savage Skull an die Nazi-Fahne – ganz zu schweigen von seinem „Totenkopf“-Schädel, der an die „SS-Totenkopfverbände“ denken lässt.

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Batman Vol. 1: Daylight

DC Comics

Autor/Zeichner: Matt Fraction/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2025-2026 (Batman #1-6), Hardcover/Paperback 2026


Neuer Autor, neues Glück – und das bedeutet diesmal auch eine Rückkehr zum Alten: Batman trägt wieder ein blaues Kostüm, diesmal sogar mit blauem Symbol auf der Brust. Und er verlässt sich wieder mehr auf Gadgets, sprich technischen Schnickschnack á la Adam West, der für uns Leser sogar in kleinen Captions erklärt wird. Auch eine Art Deus ex machina: Für jedes Problem hat Batman ein Ass im Ärmel – oder im Gürtel oder sonstwo: Spectrolens, Bat-Wing, Bat-Gauntlets, Batbang, Batboot, Batspikes, Stealth Suit, Seditax, Bathook, Batsnare, Bat-Reel, Bat-Blades usw.

Die größte Neuerung besteht aber darin, wie man mit Alfreds todesbedingter Abwesenheit umgeht. Bruce bildet sich ihn als eine Art Geist ein und führt mit ihm Selbstgespräche, die Einsicht in seine Gedanken geben.

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Man-Bat entführt Jason Todd

Titel: Avatars of Vengeance/The Most Successful Species (dt. Die Schwingen der Vergeltung/Die erfolgreiche Art)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Dan Day, Don Newton

Erschienen: 1983 (Detective Comics #527, Batman #361), dt. Egmont Ehapa 1983 (Batman Taschenbuch 23)


Kirk Langstrom hat sich überarbeitet. Er kuratiert eine Fledermaus-Ausstellung im Gotham Museum of Natural History und vergisst dabei, seine Medizin zu nehmen, die ihn davor bewahrt, selbst zu einer Fledermaus zu mutieren. Doch dann geschieht es: Kirk wird Man-Bat, und damit kehrt auch der Wahnsinn wieder – denn erneut glaubt er fälschlicherweise, dass seine Tochter Rebecca tot und Batman schuld dran ist. Schon wieder! (Siehe Batman #341-342, #348.) Also fliegt er wieder zur Batcave, um sich zu rächen. So langsam wird das Motiv ermüdend. Dafür bekommt die Story eine neue Wendung.

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Man-Bat und die Rückkehr nach Wayne Manor

Titel: The Ghost of Wayne Mansion/Requiem for A Hero/Shadow Play

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Irv Novick, Gene Colan, Klaus Janson

Erschienen: 1981-1982 (Batman #341-342, #348), Hardcover 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2)


Vor zwölf Jahren (nach unserer Zeitrechnung) hat Batman Wayne Manor verlassen, ist in ein Penthouse in Gotham City gezogen und hat sich eine neue Batcave eingerichtet, samt Trophäensammlung, damit er es da schön heimelig hat. Doch ganz weg war Wayne Manor nie. 1974 schien ein Monster das verlassene Anwesen unsicher zu machen (Detective Comics #438), 1981 drang der Mole in die Batcave ein. Nun scheint es dort wieder zu spuken. Behaupten jedenfalls drei Kinder, sich dort unbefugterweise herumgetrieben haben. Und ein Polizist meint auch, dort zwei rote Augen gesehen zu haben.

Doch das scheint zu reichen, damit Commissioner Gordon höchstselbst den Fall übernimmt und Bruce Wayne darum bittet, Wayne Manor zu untersuchen. Bruce will natürlich nicht, dass sein Geheimnis von Spürnasen entdeckt wird, also sagt er nein. Gordon wird sauer und holt sich das Ja von der Gotham Historical Society, die ohnehin das Gebäude verwaltet. Höchst seltsam! Gordon leidet unter dem Druck der anstehenden Bürgermeisterwahl – sein Job steht auf dem Spiel, weil Kandidat Hamilton Hill ihn loswerden will.

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