Gardner Fox

Der Riddler gibt das Rätseln auf

DC Comics

Titel: The Riddle-less Robberies of the Riddler

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1966 (Batman #179), Paperback 2015 (Batman Arkham: The Riddler)


Das größte Rätsel des Riddlers ist, warum er überhaupt Rätsel als Hinweise hinterlassen muss, um seine Verbrechen anzukündigen. So ist es jedenfalls kein Wunder, dass Batman und Robin ihn jedes Mal schnappen. (Auch wenn die Lösungen oft weit hergeholt sind.) Nachdem der Riddler aus dem Knast ausgebrochen ist, stellt er sich die Frage selbst. Aber was ist die Lösung für das Problem? Nach einiger Grübelei kommt der Geistesblitz über ihn: Er sollte es einfach lassen!

Doch beim nächsten Juwelendiebstahl hält ihn etwas zurück: Er kann kein Verbrechen begehen, ohne dass er Rätsel hinterlässt – ein klarer Fall von Zwangsstörung. Also versucht Edward Nigma, sich selbst zu therapieren, liest ein paar Bücher und beim nächten Mal stiehlt er ohne Probleme ein paar alte Münzen von der Yab Soda Company.

Blumen, Minnesota und Napoleon

Derweil fragen sich Batman und Robin, wo die Rätsel bleiben, auf die sie warten. Sie vertreiben sich die Zeit mit anderen Missionen. Nachdem sie von Riddlers Diebstahl erfahren, fragen sie sich, ob sie die Hinweise nicht übersehen haben. Tatsächlich: In letzter Zeit gab es ein paar seltsame Ereignisse. Ein unbeschriebener Briefumschlag für Batman, eine Blume (Geißblatt bzw. Heckenkirsche) wurde Gordon geliefert, in der Polizeiwache hat ein Unbekannter die Umrisse von Minnesota an die Wand gemalt. Nach ein bisschen Knobelei ist klar: Damit war die Yab Soda Company gemeint! (Fragt mich bitte nicht, wie sie darauf kamen.)

Doch der Riddler weiß anscheinend nichts davon. Er ist ziemlich stolz darauf, dass er die Rätsel überwunden hat. (Wobei man sich dann fragt, warum er sich noch so nennt und das Fragezeichen-Kostüm trägt.) Auch danach passieren noch einige Seltsamkeiten: Ein Mann im Napoleon-Kostüm, ein Mann bewirft ein Brautpaar mit 25 Cents, ein Mann rennt mit einem Schild herum, auf dem steht „10+10=10“.

Die Macht des Unbewussten

Batman und Robin denken gar nicht daran, letzteren auszufragen, sie lösen lieber das Rätsel und erwischen den Riddler und seine Bande auf frischer Tat. Der Riddler bewirft sie mit explodierenden Puzzleteilen und einem übergroßen Kreuzworträtsel und ist erstaunt, wie Batman und Robin ihm auf die Spur gekommen sind – er hat sich doch seine Zwangsstörung abtrainiert. Aber nein: Offenbar hat er all die Hinweise unbewusst gegeben!

Im Knast findet er sich damit ab und beschließt, sich eben künftig bessere Rätsel einfallen zu lassen. Eine ordentliche Therapie kommt offenbar nicht infrage – und auch nicht das Aufgeben. Der Mann ist ein klarer Fall für eine Nervenheilanstalt, aber Arkham macht erst acht Jahre später auf … (und selbst dann ist er noch lange kein Insasse)

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Riddlers rätselhafte Rückkehr

DC Comics

Titel: Remarkable Ruse of the Riddler

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1965 (Batman #171), Paperback 2015 (Batman Arkham: The Riddler)


Seit Riddlers erstem Auftritt im Jahr 1948 war 17 Jahre lang nichts mehr von ihm zu hören. Was hat er in der Zeit nur getrieben? Er war im Knast. Jetzt wird Edward Nigma entlassen und verspricht, sich zu bessern. Wer’s glaubt. Batman jedenfalls nicht. Aber Eddie will es beweisen, indem er Batman und Robin hilft, den Molehill Mob zu fassen, dessen Spezialität es ist, durch die Kanalisation zu entkommen. Verdächtig: Eddie will dazu sein altes Riddler-Kostüm anziehen – immerhin sind Batman und Robin ja auch verkleidet. Aber das verheißt natürlich nichts Gutes.

Der Riddler führt die beiden zum Geheimversteck der Bande, die muss ein paar rollenden Kanaldeckeln und schwingenden Kabeln ausweichen, aber der Riddler steht nur unschuldig daneben und sieht zu. Doch später hinterlässt er dem Dynamischen Duo ein Rätsel. Sie folgen der Spur zu einer Yacht, die dem Besitzer einer schwarzen Perle gehört. Zunächst sieht es so aus, als würde der Riddler die Perle stehlen, auf der Flucht lässt er sogar übergroße Puzzleteile auf die beiden niedergehen, aber dann stellt sich heraus: Der Riddler hat die Perle gekauft. Da er geerbt hat, braucht er gar nicht mehr zu stehlen.

Inspiration für TV-Serie

Ähnlich auch später, als es um ein mit Rubinen besetztes Kreuz geht. Zuerst sieht es so aus, als ob der Riddler es von einem Kunsthändler rauben würde – mit vorgehaltener Waffe. Aber dann stellt sich die Waffe als Feuerzeug heraus.

Schließlich kommt es aber doch zu einem Raubzug: Der Riddler plündert einen Safe im Ox Club. Batman und Robin versuchen, ihn zu fassen, aber sein Anzug steht unter Strom. Dann versuchen sie, ihn zu schlagen, aber er hält ihren Prügeln Stand. Aber dann verrät er unabsichtlich seinen Trick (ein Spezialanzug und Betäubungsmittel), Batman schaltet ihn aus und der Riddler landet wieder im Knast. Wie kamen aber die Helden auf den Ox Club? Perle und Kreuz, Kreis und X: das ergibt OX – ist doch logisch …

Es ist nicht das einzige Rätsel, das auf so verblüffende Weise gelöst wird. Das größte bleibt aber, wozu dieser Riesenaufwand, nur um einen Raub zu begehen? Und warum hinterlässt er immer wieder Hinweise und fordert seine Festnahme geradezu heraus? Ganz einfach: damit es fair ist. Das muss man dem Riddler lassen. Bei aller Heimtücke ist er ein ehrenwerter Spieler – sofern man das von einem Lügner, Dieb und Räuber behaupten kann.

Die Story wurde später zur Inspiration für die ersten Folgen der Batman-TV-Serie mit Adam West: „Hi Riddle Diddle/Smack in the Middle“ (Rätselhafter Rätselkönig, S01E01-02). Darin beginnt es mit der Kreuz-Szene und die Masche dient nur dazu, Batman reinzulegen und zu verklagen. Die Sache nimmt dann noch viel schrägere Wendungen, aber seht selbst …

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Der große Batman-Ausverkauf

DC Comics

Titel: The Day Batman Sold Out/Alfred’s Mystery Menu

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1967 (Batman #191)


„Bat-Auction! Everything Must Go!“ – Was ist das? Batman versteigert seinen ganzen Kram? Alles muss raus? Ist das ein Witz? Nein, denn sonst würden Dick und Alfred nicht bittere Tränen darüber vergießen. Es passiert wirklich. Und das kommt so:

Batman hält den glatzköpfigen Gauner Ira Radon auf, der mit radioaktiven Isotopen Raubzüge begeht. Wie genau das abgeht, fragt mich bitte nicht, es wird auch nicht erklärt und es ist auch egal. Dem Gauner ist es aber nicht egal. Er findet es unfair, dass seine Karriere als größter radioaktiver Verbrecher der Welt so schnell vereitelt wird. Ja, das Leben ist halt nicht fair … Als der Mann Batman angreift, wirft ihn Batman dank seiner „Kata Guruma Judo“-Technik in eine Reaktorkammer. Angeblich unabsichtlich, aber da ist der Schaden schon angerichtet.

Radon wird verstrahlt, überlebt aber gerade so. Er darf nur nicht mehr stehlen. Denn die Aufregung würde eine Reaktion in seinem Körper verursachen, die ihn sterben ließe. Kurz gesagt: Er ist allergisch gegen Diebstahl. Also schwört er Rache. Das scheint offenbar besser für die Nerven zu sein.

Ein paar Monate später ist es soweit: Batman verkündet plötzlich das Ende seiner Karriere (nicht zum ersten Mal) und verhökert Batarang, Batrope und Kostüme an die Meistbietenden. Alte Erzfeinde wie Pinguin und Joker ärgern sich, dass sie selbst nicht mehr zum Zuge kommen, Batman umzulegen.

Die Erklärung für diese rätselhafte Aktion: Ira Radon hat Batmans Arbeitsmittel verstrahlt und wenn er sie noch einmal benutzt, stirbt er, weil sein Körper bereits genug indirekter Strahlung ausgesetzt ist. (Was natürlich physikalisch gesehen hochgradiger Blödsinn ist.)

Ton schützt vor Radioaktivität: Batman als Clayface.

Doch Batman ist ein schlauer Fuchs: Er hat natürlich alles selbst über die Wayne Foundation kaufen lassen, nur der Batarang wurde von einem Fremden ersteigert. Ira Radon schöpft keinen Verdacht, aber er will den Fremden kennenlernen. Doch dann trifft er auf eine Clayface-artige Gestalt – die sich als Batman im Schutzanzug herausstellt. Wieder kommt der Judo-Trick zum Einsatz, wieder gerät Radon selbst in seine eigene Strahlung. Nur diesmal nimmt es ein böses Ende mit ihm.

Alfred wird entführt

In der zweiten Story wird Alfred mal wieder entführt. Ein Gangsterboss veranstaltet nämlich ein Festessen für seinen Millionaire Mobster Club und braucht einen guten Koch. Fachkräftemangel war offenbar schon immer ein Problem, andernfalls kann ich mir nicht erklären, warum er ausgerechnet einen Butler zum Kochen heranschafft. Wem die Geschichte bekannt vorkommt, der irrt nicht: Die Idee stammt aus The Secret Life of Batman’s Butler (Batman #68, 1951). Doch diesmal bekommt die Story einen neuen Dreh: Um seinen Herren mitteilen zu können, wo er gefangen gehalten wird, schickt Alfred eine Geheimbotschaft per Rezept.

Er lässt sich Zutaten für ein bestimmtes Dreigänge-Menü besorgen und weil er weiß, dass die Gangster alles stehlen, kann er auch davon ausgehen, dass Batman und Robin ein paar von denen dabei erwischen werden. Da fragt man sich natürlich, wozu ihr Boss seine Million hat, wenn er seine Leute Lebensmittel klauen lässt. Aber sei’s drum – sonst könnte die Story nicht funktionieren.

Wenn Batman und Robin zum Essen kommen, wird Diät verordnet.

Bruce und Dick gehen Alfreds Rezepte durch und leisten knallharte Detektivarbeit, die nahe an Gedankenlesekunst grenzt. Sie finden Alfred und mischen die Missetäter ordentlich auf. Jetzt wäre es natürlich sehr cool, wenn Batman sagen würde: „Gentlemen, you have eaten well …“ (Preisfrage: Woher stammt das Zitat?) Doch Robin hat einen noch viel besseren Spruch auf Lager: „The feast is over–it’s time now for the famine!“ Die Diät wird mit Fäusten in die Magengrube verordet …

Beim ersten Mal hat sich Alfred noch selbst mit Speiseöl befreit, aber diese Variante der Geschichte ist dann, obwohl noch weiter hergeholt, doch viel cooler …

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Batman 1939: Detective Comics #34

Titel: Peril in Paris

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Bob Kane

Erschienen: 1939 (Detective Comics #34), Paperback 2005/2016 (Batman Chronicles Vol. 1/Batman: The Golden Age Vol. 1)


Zurück nach Paris. Eigentlich war Batman in der letzten Ausgabe wieder zurück in New York, aber jetzt erfahren wir, dass er dort noch ein Abenteuer erlebt hat. Bruce schickt seine Verlobte Julie vor und bleibt noch in Paris – ohne Erklärung. Da meint er in seinem Hotel einen alten Bekannten wiederzusehen, doch der erweist sich als ein mysteriöser Mann ohne Gesicht. Wie er reden, atmen und essen kann, bleibt ein Rätsel.

Charles Maire, der Mann ohne Gesicht

Charles Maire, der Mann ohne Gesicht

In einem anderen Hotel bekommt eine Frau eine Drohung vom Duc Dorterre, dem Meister der Apachen. Sie flieht, steigt zufällig in Bruce Waynes Taxi ein, da fliegt schon ein Dolch an ihr vorbei. Auf der Flucht fällt sie in Ohnmacht, da erscheint wieder der Gesichtslose. Im Hotel erklärt er Bruce, er sei Charles Maire, die Frau (Karel) sei seine Schwester. Der Duc lernte sie bei einem Maskenball kennen, Charles ging dazwischen, da tat der Duc, was man eben tut, um eine Frau rumzukriegen und sich bei ihrer Familie beliebt zu machen: Er brannte Charles das Gesicht weg. Tatsächlich wolle er das Geld der Familie.

Batman by Bob Kane

Immer dieselben Posen: Motiv-Recycling von Bob Kane

Bruce bedauert, er könne nicht helfen. Aber kurz darauf erscheint Batman. Als er in die Kanalisation eindringt, überwältigt ihn der Duc, ein Mann mit diabolischem Aussehen, und lässt ihn an einem steinernen Riesenrad rotieren.

Batman auf dem Rad des Todes

Batman auf dem Rad des Todes

Batman befreit sich und springt in einen Garten. Dort wird es bizarr: Die Blumen haben Frauengesichter. „Am I going mad?“, fragt sich Batman. Aber nein: Eine Blume bittet ihn, sie freizulassen, und sagt ihm, wie er selbst freikommt.

Batman und die Blumen mit Gesichtern

Batman und die Blumen mit Gesichtern

Batman befreit daraufhin Charles von dem Rad, folgt dem Duc in seinem Batplane, versucht ihn in seinem Auto zu erwürgen, doch da fährt das Auto in einen Abgrund und Batman bringt sich in Sicherheit. Am Ende fragt Karel, wer hinter der Maske steckt, aber das muss ein Geheimnis bleiben. Niemand zählt eins und eins zusammen.

Was diese Blumenepisode soll, ist das größte Mysterium in den ersten Batman-Storys. Es wird nie erklärt. Man kann es als surreale Halluzination deuten. Immerhin hat Batmans Kopf beim Drehen des Rades ziemlich gelitten. Allerdings gibt es einen Zusammenhang mit der Geschichte: Die Blumen haben ein Gesicht, während Charles seins fehlt. Möglich, dass der Schurke anderen die Gesichter stiehlt und auf diese Weise bewahrt. Es könnte aber auch sein, dass Batman in den Blumen etwas sieht, was er bei Charles vermisst.

Bemerkenswert ist, dass er zunächst den Gesichtslosen für einen gewissen „Jed Farnol“ hält – aber wie kann man jemanden verwechseln, wenn dieser kein Gesicht hat, das jemandem ähnlich sehen könnte? An Hut und Mantel dürfte man das nicht festmachen können. Bruce scheint hier also zweimal Gesichter zu sehen, die nicht existieren. Er könnte diese Gesichter projizieren. Warum? Weil ihm als Batman selbst eins fehlt. Die Maske verbirgt so viel davon, dass ihn die Menschen nicht erkennen. Daher geht es am Ende um sein eigenes Gesicht. Er will es nicht preisgeben, um seine Geheimidentität zu wahren.

Damit stellt er das Gegenteil von Charles dar. Batman erscheint selbst als der Gesichtslose. Aber obwohl er dem Geschwisterpaar als Bruce Wayne erschienen ist, also ihnen sein wahres Gesicht klar sein müsste, bleiben sie ihm gegenüber blind. Für sie hat er kein wahres Gesicht, bzw. Batman und Bruce Wayne bleiben zwei verschiedene Personen. Interessant ist aber, dass sich dieses Verhältnis bei dem Geschwisterpaar umkehrt: Charles und Karel haben fast denselben Namen, sind aber zwei verschiedene Personen, wobei auch hier nur eine ein Gesicht hat. Im Gegensatz zu Batman wurde es aber seiner Züge beraubt, während Batman freiwillig darauf verzichtet, um seine zivile Identität zu schützen. Das führt aber nicht nur dazu, dass er mit sich allein ist, seines sozialen Lebens beraubt wird und er auch dort Menschen (Gesichter) sieht, wo keine sind.

Im Grunde geht es in dieser bizarren Geschichte also um das komplexe Zusammenspiel von Masken und Identitäten – ein wiederkehrendes Motiv bei Batman, das sich auch später bei Schurken wie Joker, Two-Face und Black Mask, aber auch bei Eintagsfliegen wie False Face und Dr. No-Face zeigt.

>> Batman 1939-1940

Batman 1939: Detective Comics #31-32

Titel: Batman Versus the Vampire

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Bob Kane

Erschienen: 1939 (Detective Comics #31-32), Paperback 2005/2016 (Batman Chronicles Vol. 1/Batman: The Golden Age Vol. 1)


Batman-Logo Detective Comics #31

DC Comics

Schon das Cover von Detective Comics #31 schreibt Geschichte: Ein Schloss auf einem kargen Berg, bei Mondschein und Nebel, ein Mönch in einer roten Kutte mit Totenkopf und gekreuzten Knochen auf der Brust trägt eine ohnmächtige Frau, Fledermäuse flattern umher, über der Szenerie schwebt ein übergroßer Batman mit übergroßen Ohren, die wie riesige Teufelshörner wirken. Der Titel auf Seite eins zeigt Batmans Kopf noch einmal mit Cape, stilisiert zu dem späteren Logo, wie es die Batman-Serie zieren wird.

Detective Comics #31

DC Comics

Aber die Geschichte hat noch mehr Innovationen zu bieten: Zunächst lernen wir, dass Batman in New York unterwegs ist, später werden der „Baterang“ (!) und der Batgyro, eine Art fledermausartiger Helikopter eingeführt. Während Batman auf den Dächern patrouilliert, sieht er, wie eine Frau im Bademantel einen Mann auf der Straße angreift. Statt sich die Frau zu schnappen, schwingt Batman ein Lasso um den Mann und zieht ihn einen Strommast hoch. Eine eigenartige Weise von Opferschutz.

Detective Comics #31

Julie Madison ist hypnotisiert

Batman erkennt in der Frau Julie Madison, die Bruce Waynes Verlobte ist. Hier bekommt Bruce erstmals ein Privat- und ein Liebesleben. Julie wurde hyptnotisiert. Bruce bringt sie später zum Arzt, doch der scheint auch hyptnotisiert zu sein und schickt Julie auf eine Reise nach Paris und Ungarn, dem Land der Werwölfe. Batman folgt Julies Schiff mit dem Batgyro. Kaum erscheint das Gefährt am Himmel, versetzt es Menschen in Angst: „The end of the world! We are attacked by martians!“ Batman hat dafür nur ein müdes Lächeln übrig.

Auch Julie hält es zunächst für eine Monster-Fledermaus. Als Batman auf das Schiff kommt und der Batgyro im Autopilot über ihm weiterfliegt, erscheint der rote Mönch. Batman wirft einen Baterang nach ihm, der Mönch duckt sich weg, aber statt es anders zu versuchen, steckt Batman seine Waffe ein, steigt wieder in sein Fluggerät und folgt dem Schiff nach Paris.

Batgyro und Baterang

Batgyro und Baterang

Offenbar hält er den Mönch für eine zu große Gefahr für sich, aber nicht für Julie – oder es liegt ihm nicht viel an ihr. Seine Motivation bleibt so lückenhaft wie der Plot. In Paris muss er Julie erst eine Weile suchen, als er sie in einem Schloss findet, greift ihn ein Riesenaffe an und er landet in einem Netz des Mönchs.

Batman und der Riesenaffe

Batman und der Riesenaffe

Der Schurke verrät, dass er Julie nach Ungarn bringen will, um sie seinen Werwölfen zum Fraß vorzuwerfen. Man fragt sich, warum der Mönch so weit für Tierfutter reisen musste. Batman befreit sich mit dem Baterang, entkommt und rettet Julie. Aber er bringt sie nicht nach Hause, sondern nach Ungarn – der erste Cliffhanger.

Detective Comics #32

Batman in Dracula-Pose

Im zweiten Teil sehen wir keinen Batman auf dem Cover, dafür erscheint er auf dem ersten Bild in Dracula-Pose: das Gesicht halverhüllt vom Cape. Spätestens hier zeigt sich, woher Bob Kane und Bill Finger ihre Inspiration genommen haben, Bela Lugosis Dracula war ein großer Einfluss. Batman erscheint damit nicht nur als Mysterium, sondern auch selbst als eine Art Vampir, obwohl er einen bekämpft. Batman ist ein Held, der wie ein Schurke aussieht.

In Ungarn befreit Batman eine Unbekannte aus einer Kutsche. Als er sie zu Julie bringt, stellt sie sich als Dala vor. Auch sie scheint hypnotisiert zu sein, sie schlafwandelt, doch da knockt sie Batman aus und haut ab. Batman bemerkt Beißspuren an Julies Hals – Dala ist also eine Vampirin! Batman erwischt sie und stellt sie zur Rede, sie gibt sich als Opfer des Mönchs aus. Batman muss versprechen, ihn zu töten. Sie fliegen hin.

Doch der Mönch gibt sich selbst als Werwolf aus (offenbar sind die Grenzen zum Vampir fließend), er will plötzlich Julie nicht mehr verfüttern, sondern sie zu seinesgleichen machen. Der Mönch verwandelt sich in einen Wolf, heult ein Rudel herbei und wirft ihm Batman zum Fraß vor. Dank Gasampullen und Baterang kann er sich retten, dann schmilzt er sich zwei Silberkugeln und erschießt die beiden Vampire, Mönch und Dala, in ihren Särgen.

Batman erschießt die Vampire

Batman erschießt die Vampire

Batman hat zwar schon in der Story davor Gangstern eine Waffe vorgehalten und ihnen mit dem Tod gedroht, aber hier ist es das erste Mal, dass Batman eine Schusswaffe für tödliche Gewalt einsetzt, auch wenn es hier nur Untote sind, die sich bestimmt nicht von der Justiz resozialisieren lassen.

Es ist schon eine kuriose Geschichte, in der Batman erstmals Bekanntschaft mit dem Übernatürlichen macht: Vampire und Werwölfe werden hier miteinander vermischt, die Motivation des Schurken ist völlig schleierhaft, ebenso woher der Riesenaffe kommt. Aber das größte Rätsel bleibt, wie er mit einer Frau in einem Arm mit dem anderen eine Strickleiter hinaufsteigen kann. Offenbar ist Batman doch mehr als nur ein Mensch.

Im Jahr 2006 hat Matt Wagner die Story in der Miniserie Batman and the Mad Monk adaptiert. In Detective Comics #455 (1976) wird Batman selbst zum Vampir, auch 1991 in der Elseworlds-Story Red Rain, wenn er es sogar gegen Dracula aufnimmt.

>> Batman 1939-1949

Batman 1939: Doctor Death

Titel: The Batman Meets Doctor Death/The Return of Doctor Death

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Bob Kane

Erschienen: 1939 (Detective Comics #29-30), Paperback 2005/2016 (Batman Chronicles Vol. 1/Batman: The Golden Age Vol. 1)


Die dritte und vierte Batman-Story fallen durch drei Neuerungen auf: Sie stammen von einem neuen Autor, Gardner Fox, sie bilden einen Zweiteiler und sie führen den ersten Superschurken ein, einen Mad Scientist namens Doctor Death.

Der heißt eigentlich Karl Helffern und hat aus Pollenextrakten ein Gift entwickelt, mit dem er reiche Leute erpressen will. Vorher will er jedoch „Bat-Man“ aus dem Weg schaffen. Dazu gibt er eine Zeitungsanzeige auf, in der steht, dass sich Batman einen Brief für John Jones bei der Post abholen soll. Bruce Wayne geht hin (keinen kümmert’s) und der Brief führt ihn zu einem Apartment.

Erstmals sehen wir Batman bei der Vorbereitung: Er nimmt Handschuhe und Knieschoner mit Saugnäpfen mit, um die Wand hochgehen zu können, außerdem steckt er Tränengas in seinen Gürtel, der zum ersten Mal eine Funktion bekommt. Die Leser bekommen alles gezeigt: Wie Batman in seinem roten Auto hinfährt, wie er es an einem abgelegenen Ort parkt, wie er sich mit einem Lasso am Haus hochzieht und dann weiter hinaufkrabbelt – wie eine Riesenfledermaus, heißt es, aber es wirkt eher wie eine Spinne.

Batman überwältigt die zwei Auftragskiller, die schon auf ihn warten, und bedroht sie mit ihrer Waffe: Wenn sie ihm nicht verraten, wo Helffern ist, will er sie erschießen. Doch da wird er von Doctor Deaths Diener, einem Inder namens Jabah, angeschossen. Er rettet sich mit seiner Gaskapsel und schwingt sich wieder vom Dach. Da er noch keinen allseits begabten Alfred hat, muss ihn sein Hausarzt zusammenflicken.

Als Jabah loszieht, um sein erstes Opfer zu töten, rettet Bruce Wayne den Mann, dann folgt ihm Batman in Helfferns Geheimversteck und erwürgt ihn offenbar mit einem Lasso. Helffern haut ab, will eine Feuerkapsel nach Batman werfen, der kommt ihm mit einem Feuerlöscher zuvor und Helffern verbrennt durch seine eigene Waffe. „Death … to Doctor Death“, sagt Batman. Aber da täuscht er sich.

In der nächsten Ausgabe, die ein paar Tage später spielt, ist der Schurke wieder da und hat sein erstes Opfer getötet. Nun will er auch die Diamanten von der Witwe stehlen. Da Jabah tot zu sein scheint (warum, bleibt unklar), muss der Kosake Mikhail die Beute besorgen. Wieder kann ihm Batman folgen, wieder wird nach ihm geschossen, doch diesmal entgeht er der Kugel und bricht dem Diener das Genick mit einem Tritt.

Als Batman die Beute von dem Pfandleiher zurückholen will, stellt der sich als verkleideter Doctor Death heraus. Diesmal überlässt Batman ihn der Polizei.

Batman erscheint als sehr finsterer Charakter mit noch längeren Ohren, die wie Teufelshörner wirken. Vielen Panels sind wortlos und nur seinen dramatischen Auftritten gewidmet. Batman schwingt sich aber auch immer wieder, das Gesicht im Schatten, durch die Nacht, wobei Bob Kane (wie auf dem Cover) immer wieder die gleiche Pose benutzt – ein einfallsreicher Zeichner war er nicht. Außerdem fällt auf, dass Batman bevorzugt durch Fenster steigt, einmal öffnet er es, einmal springt der durch das Glas – damit nimmt er bereits die Fledermaus vorweg, die ihm in seinem späteren Origin als Omen erscheinen wird, aber auch sonst gehören zu einem dramatischen Auftritt stets Splitter.

Batman wird bereits zu Beginn seines dritten Abenteuers als „legendary figure“ bezeichnet. Er ist eine Legende noch bevor er richtig angefangen hat. Und er ist skrupellos: In bisher jedem Heft stirbt jemand durch seine Hand, auch wenn er selbst keine Schusswaffe bei sich trägt.

Batman: I’ll kill you!

>> Batman 1939-1949

 

Catwoman will Batman heiraten

Catwoman im Silver Age: Teil 2

Batman #197

DC Comics

Titel: The Catwoman Sets Her Claws For Batman

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Frank Springer

Erschienen: 1967 (Batman #197)


Als Catwoman nach 13 Jahren wieder in einer Batman-Comic-Serie auftaucht, hat sie nicht nur ein neues Kostüm, ganz grün und schuppig, sondern auch neue Ambitionen. Sie versucht sich erneut auf der guten Seite des Gesetzes und bekämpft Ganoven mit ihrer Peitsche. Batman und Robin wissen nicht, wie ihnen geschieht, ganz besonders dann nicht, als Catwoman ihnen aus der Klemme hilft. Sie hat es schon einmal ehrlich versucht (The Secret Life of the Catwoman) und ist gescheitert (The Crimes of the Catwoman). Ist ihr diesmal zu trauen?

Nein. Denn Catwoman hat keine edlen Absichten, sondern will nur Batman beeindrucken, damit er sie heiratet. Vielleicht liegt es an dieser etwas eigenwilligen Logik, dass Batman es selbst dann nicht versteht, als Catwoman alle Diskretion in den Wind schlägt und ihn fragt, wann er sich ihr anschließt und ihr einen Antrag macht. Batman sagt, er sei ganz zufrieden mit der Situation und sagt später zu Robin: „I don’t want to sound egoistical, Robin–but I’ve come to the conclusion that Catwoman is in love with me!“ Robin daraufhin: „Of course she is! Everybody knows that–but you!“ So viel zum besten Detektiv der Welt …

Catwoman hat aber noch ein anderes Problem: Batgirl. Selina ist eifersüchtig auf Barbara, dass sie Batman bei der Verbrechensbekämpfung hilft, und Catwoman versucht, sie in Misskredit zu bringen. Am Ende aber beweist Batgirl ihre Kompetenz, indem sie sich, Batman und Robin aus Catwomans Falle befreit und die Schurkin überwältigt.

Batgirl stellt zum Schluss unmissverständlich fest, dass sie kein romantisches Interesse an Batman habe. Catwoman bezweifelt das. Aber hätte sie das von Anfang an gewusst, meint Batman, dann wäre ihr die Mühe erspart geblieben. Das mit der Liebe hat er immer noch nicht verstanden …

>> Liste der Catwoman-Comics

Falsches Spiel mit Batgirl

DC Comics

Titel: The True-False Face of Batman

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Carmine Infantino

Erschienen: 1967 (Detective Comics #363), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Carmine Infantino)


Batman offenbart Batgirl sein größtes Geheimnis: Zuerst führt er sie mit einer Augenbinde in die Bathöhle, dann setzt er seine Maske ab und darunter ist – Bruce Wayne! Nicht mal ein Jahr dabei und schon knickt Batman vor einer Frau ein? Zugegeben: vor einer jungen, sehr attraktiven und sehr klugen Frau. Aber trotzdem! Robin ist empört.

Doch dann ist wie immer alles anders als gedacht. Batman inszeniert das Ganze so, dass es wie ein Fake aussieht. Er lässt sein Gesicht aussehen, als wäre es eine Maske – und zwar eine schlechte. Das alles dient nur dazu, dass irgendwelche Diebe auf eine falsche Fährte gelockt werden. Und ganz nebenbei auch Tausende von Comic-Lesern, die das Heft nur wegen des Covers gekauft haben.

So ganz leuchtet die Notwendigkeit dieses riskanten Manövers nicht ein. Genauso wenig verstehe ich nicht, warum die Verbrecherbande ständig literarische Werke ausleiht, um sich Pläne für ihre Diebstähle abzugucken. Was hat „Der Kaufmann von Venedig“ mit einem Juwelendiebstahl zu tun, außer dass der Bestohlene aus Venedig stammt? Die Bibliothekarin Barbara Gordon sieht da einen Zusammenhang.

Es ist auch fraglich, wie diese Diebe die Bücher an einem Tag lesen können, und dass sie diese wieder in die Bücherei zurückbringen. Aber vielleicht ist das ja auch nur eine Methode, um Kinder oder Jugendliche dazu zu bringen, richtige Bücher zu lesen. Nein, klingt unüberzeugend? Denke ich auch. Wahrscheinlich soll den jungen Lesern gar nicht erst auffallen, dass sie hier zweimal an der Nase herumgeführt werden …

Mehr zum Thema:

Das neue Batgirl: Gekommen um zu bleiben

DC Comics

Titel: The Million Dollar Debut of Batgirl!

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Carmine Infantino

Erschienen: 1967 (Detective Comics #359), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Carmine Infantino)


Nach Batwoman kam Bat-Girl, aber das waren nur kurzlebige Spinnereien der 50er bzw. 60er. Allerdings kam Batgirl 1967 wieder, in Form von Barbara Gordon – und blieb die langlebigste Version davon. Barbara ist nicht nur Tochter des Commissioners, sondern auch Bibliothekarin. Und was für eine: mit Doktortitel (summa cum laude) und braunem Judo-Gürtel. Außerdem kann sie nähen. Für den Kostümball der Polizei näht sie sich ein Batgirl-Kostüm.

Barbara Gordon wird Batgirl (DC Comics)

Als sie unterwegs dorthin ist, sieht sie, wie Killer Moths Bande Bruce Wayne überfällt. Barbara überwältigt die Gauner, landet dabei aber im Kokon des Schurken. Batman befreit sie, aber obwohl sie ihm sagt, dass sie nur zum Kostümball wollte, sagt sie ihm nicht, wer sie wirklich ist.

Batman und Robin finden heraus, dass Killer Moth von zehn reichen Männern Schutzgeld erpresst. Bruce Wayne widersetzt sich, lockt den Schurken zu sich nach Hause. Zufällig muss an dem Abend Barbara ein kostbares Buch bei Bruce abliefern. Sie findet aber einen leblosen Kunden …

Obwohl Barbara nur als Bibliothekarin unterwegs ist, hat sie ihr Kostüm dabei, zieht sich um und legt sich wieder mit den Motten an. Batman und Robin, die das mitansehen, sind gar nicht erfreut. Sie macht ihren Plan zunichte – und außerdem noch schlechte Witze. Und dann ist da noch das Ego: „Still — we can’t let Batgirl fight our battles, now can we?“, fragt Batman. Nein, das geht natürlich nicht.

Später aber hilft ihnen Batgirl aus der Patsche, sie findet Killer Moth (sie erkennt ihn an ihrem Perfum) und verdient sich damit Batmans Respekt. Anders als ihre Vorgängerinnen, Batwoman und das erste Batgirl, heißt der Held sie als Hilfe bei der nächsten Gelegenheit willkommen. Wie gesagt: Es ist das Jahr 1967. Die Gesellschaft ist im Wandel.

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Swiss Army Robot

DC Comics

Titel: The Case of the Stolen Super-Powers

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Mike Sekowsky

Erschienen: 1960 (The Brave and the Bold #30), Paperback 2016 (Justice League of America: The Silver Age Vol. 1)


Das Besondere an der JLA ist die Vielseitigkeit: Jeder Held hat andere Kräfte, die er nützlich fürs ganze Team einsetzen kann. Jeder kommt zum Einsatz. Außer Batman und Superman – die spielen, obwohl sie die prominentesten Mitglieder sind, kaum eine Rolle in den ersten Abenteuern. Sie erscheinen meist nur kurz im Bild, Superman darf höchstens der Deus ex machina am Ende sein. Offenbar ist er zu mächtig und würde damit die anderen in den Schatten stellen. Was aber wäre, wenn ein Gegner alle Kräfte der Liga vereinen würde? Er wäre unbesiegbar …

Darum geht es im dritten Abenteuer: Die Mitglieder der JLA verlieren ihre Kräfte. Zumindest für einen Moment. Gleichzeitig stiehlt der Android Amazo mit genau diesen Kräften Tiere, die lange leben. Die JLA sieht da einen Zusammenhang und macht sich auf, die ältesten Tiere (und auch einen Menschen) der Welt zu beschützen. Interessante Aufteilung: Während Flash und J’onn J’onzz sich zusammen um eine Eule kümmern, nimmt sich Batman einen Elefanten vor – allerdings hat das keine Relevanz für den Rest der Geschichte, weil Batman über keine Superkräfte verfügt. (Seltsam allerdings, dass sich niemand für Supermans Kräfte interessiert.)

Die JLA kämpft weltweit gegen Amazo, am Ende landen alle in Gefangenschaft von Professor Ivo, des Wissenschaftlers, der Amazo geschaffen hat. Der Superroboter, der alles kann, ist aber nur ein Umweg: Ivo will bloß ewiges Leben, daher braucht er die Tiere. Ein ganz schön großer Umweg! Denn in all den Jahren, die er gebraucht hat, um Amazo zu konstruieren, hätte er auch einfach die Tiere einsammeln können. Am Ende geht das mit dem Zusammenbrauen des lebensverlängernden Tranks auch superfix. Warum verschwendet einer, der so sehr auf ein langes Leben bedacht ist, seine Lebenszeit mit Amazo?

Weil es sonst keine Story mit der Justice League gäbe. Die werden am Ende nämlich völlig ihrer Kräfte beraubt und ihrer Erinnerung daran, dass sie Superhelden waren. Nur Green Lantern kann sie retten, indem er seine Gelbschwäche zu seinem Vorteil ausnutzt. Ivo landet für 500 Jahre im Knast, damit es lebenslänglich wird. Moment mal: 500 Jahre? Für was? Diebstahl? Entführung? Gestohlene Superkräfte? Selbst nach US-Recht dürfte die Strafe milder ausfallen. Immerhin ist niemand gestorben.

Aber in Superheldencomics muss ja nicht immer alles Sinn ergeben. Wer Realität will, sollte lieber aus dem Fenster schauen.

Amazo kommt natürlich zurück und wird im Laufe der Zeit zu einem der größten Feinde der JLA. Unter anderem taucht er auch bei Batman auf, in der Storyline Under the (Red) Hood.

Mehr zur Justice League: