Doug Moench

Neue Batman-Comics 2027 – Vorschau

DC Comics

Das Jahr 2027 muss auch wieder ohne einen Batman-Film auskommen, The Batman: Part II soll erst im Februar 2028 erscheinen. Dafür kommt im Sommer Superman in die Kinos zurück: Man of Tomorrow von James Gunn, diesmal mit Lars Eidinger als Brainiac.

So müssen wir uns bis dahin mit dem Lesen vertrösten – aber Comics sind ohnehin das beste Medium für Batman und Co. Als Nächstes bekommen wir das neue Batman-Event Bad Seeds in drei Sammelbänden serviert, in dem es um Bürgermeisterin Pamela Isley alias Poison Ivy gehen wird. Dazu wird es auch Neues geben vom Absolute Batman, inklusive einer ersten Deluxe-Edition mit den ersten 14 Heften.

Für Nostalgiker gibt es im April den ersten Omnibus für das Batman-Werk von Autor Doug Moench aus den Jahren 1983 bis 1985. Seine Comics der Jahre 1985 bis 1986 sind als Paperback unter dem Titel Red Skies in der Reihe DC Finest erschienen. Zwischen beiden Bänden wird eine noch zu schließende Lücke von einigen Heften bleiben.

In derselben Reihe werden auch erstmals die Batman-Storys von 1972 bis 1975 gesammelt, einer Krisenzeit, in der einige starke Kurzgeschichten entstanden, unter anderem das titelgebende „Night of the Stalker“ (Detective Comics #439, 1974) von Steve Englehart.

DC Comics

Im Juni folgt endlich der erste Batman: Legends of the Dark Knight Omnibus. Diese wahrlich legendäre Serie wurde bislang nur verstreut in einzelnen Paperbacks gesammelt (z.B. Shaman, Gothic, Venom), nun bekommen die ersten 38 Ausgaben ein über 1100-Seiten-Hardcover. Enthalten ist auch das erste Annual, sowie Batman #474 und Detective Comics #641 (also der ganze Dreiteiler Destroyer).

Hier eine Übersicht über DCs bisher geplanten Batman-Neuerscheinungen 2027:

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Batman und der Film Freak

DC Comics

Titel: The Film Freak/Reeling/Box-Office Smash

Autor/Zeichner: Doug Moench/Gene Colan, Tom Mandrake

Erschienen: 1986 (Batman #395, Detective Comics #562, Batman #396), Paperback 2025 (DC Finest: Batman – Red Skies)


Ein neuer Schurke treibt in Gotham sein Unwesen. Er hat zwar kein auffälliges Kostüm, sondern trägt bloß Lederkluft und Glatze. Dafür hat er eine Masche: Er liebt Filme und zitiert bei seinen Taten die großen Klassiker. So ballert er zunächst vom Dach auf Polizisten und redet in Filmdialogen. Reporterin Julia Pennyworth findet schnell einen Namen für den Missetäter: Film Freak. Obwohl er keine besonderen Fähigkeiten hat, können ihn Batman und Catwoman auch mit vereinten Kräften nicht aufhalten und er entkommt.

Die beiden finden heraus, dass der Film Freak früher der erfolglose Schauspieler Burt Weston war (wohl eine Anspielung auf Adam West und Burt Ward). Um seiner Karriere einen Kick zu geben, hat er einst den Kollegen Al Jacobs beauftragt, einen Mord an ihm vorzutäuschen. In aller Öffentlichkeit, auf der Gotham Bay Bridge, hat Al so getan, als würde er Burt erschießen, und ihn dann von der Brücke geworfen. Doch der Publicity Stunt ging in die Hose. Keinen hat es interessiert. So sind die Leute in Gotham. Nicht mal ein kaltblütiger Mord auf einer Brücke haut sie noch vom Hocker …

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Batman gegen Catman

DC Comics

Titel: Nine Lives Has the Cat/Nine Cradles Of Death/Clothes Make the Cat(Man)

Autor/Zeichner: Gerry Conway, Doug Moench/Gene Colan

Erschienen: 1981/1984 (Detective Comics #509, Batman #371, Detective Comics #538), Hardcover 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2) [nur Detective #509]


Bei Batmans letzten Kampf mit Cat-Man (Thomas Blake) ist der Schurke in einen Geysir gefallen („Shadow of the Cat/The Cat Who Would Be King“, Batman #323-324, 1980). Angeblich hat er aber dank seines magischen Capes (das ihm neun Leben gab) überlebt, leider reichte es allerdings nicht, um sein Gesicht zu retten. Weil Catwoman einen Teil des Capes abgerissen hat, sieht Blake nun aus wie Two-Face. Nun will er den verlorenen Fetzen zurück, um sein Gesicht wiederherzustellen.

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Elseworlds: JLA – Act of God

DC Comics

Deutscher Titel: JLA – Ein Akt Gottes

Autor/Zeichner: Doug Moench/Dave Ross

Erschienen: 2000-2001 (Miniserie #1-3), Paperback 2017 (Elseworlds: Justice League Vol. 2); dt. Panini 2001 (DC Premium)


Was wäre, wenn alle Superhelden der Erde ihre Kräfte auf einen Schlag verlieren würden? Dann gäbe es nur noch die Superhelden, die ihre Kräfte der Technik zu verdanken haben, wie etwa Steel mit seiner Hightech-Rüstung, und natürlich Batman und Co. Die anderen wie Superman, Wonder Woman, Flash und Green Lantern wären ziemlich nutzlos. Jedenfalls würden sie das denken und es sich einreden, sodass sie es selbst wären.

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Batman gegen Savage Skull

DC Comics

Titel: When Slays the Savage Skull/Requiem for Skulls

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan, Klaus Janson

Erschienen: 1983 (Batman #360/Detective Comics #528), Hardcover 2011 (Tales of the Batman: Gene Colan Vol. 1 – nur Detective #528)


Ein Copkiller in Gotham! Mit roter Kapuze und roten Stiefeln, entstelltem Gesicht und einem Dolch als Mordwaffe! Sein Motiv kann man sich denken: Rache! Batman findet heraus, dass es sich um Jack Crane handelt, einen ehemaligen Polizisten, der den Beruf verfehlt hatte. Er soll einen jungen (schwarzen) Mann erschossen haben, den er angeblich auf frischer Tat bei Brandstiftung erwischt hatte. Später stellte sich heraus, dass der Verdächtige wohl unschuldig gewesen war. Crane aber erlitt bei dem Brand schwere Verletzungen und wurde entlassen.

Dass hier Rassismus ein Motiv sein könnte, wird zwar nicht gesagt, aber angedeutet. Außerdem fällt Batman auf, als er Cranes Wohnung betritt, der Schriftzug „SS“ an der Wand auf, was ihn sofort an die Nazi-Organisation denken lässt. Außerdem erinnert die Farbwahl des Savage Skull an die Nazi-Fahne – ganz zu schweigen von seinem „Totenkopf“-Schädel, der an die „SS-Totenkopfverbände“ denken lässt.

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Man-Bat entführt Jason Todd

Titel: Avatars of Vengeance/The Most Successful Species (dt. Die Schwingen der Vergeltung/Die erfolgreiche Art)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Dan Day, Don Newton

Erschienen: 1983 (Detective Comics #527, Batman #361), dt. Egmont Ehapa 1983 (Batman Taschenbuch 23)


Kirk Langstrom hat sich überarbeitet. Er kuratiert eine Fledermaus-Ausstellung im Gotham Museum of Natural History und vergisst dabei, seine Medizin zu nehmen, die ihn davor bewahrt, selbst zu einer Fledermaus zu mutieren. Doch dann geschieht es: Kirk wird Man-Bat, und damit kehrt auch der Wahnsinn wieder – denn erneut glaubt er fälschlicherweise, dass seine Tochter Rebecca tot und Batman schuld dran ist. Schon wieder! (Siehe Batman #341-342, #348.) Also fliegt er wieder zur Batcave, um sich zu rächen. So langsam wird das Motiv ermüdend. Dafür bekommt die Story eine neue Wendung.

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Riddler: Der ewige Rätselkönig

Titel: When is a Door.: The Secret Origin of The Riddler…/Riddle of the Jinxed Sphinx

Autor/Zeichner: Neil Gaiman, Doug Moench/Bem 89 (Bernie Mireault), Brian Stelfreeze

Erschienen: 1989/1995 (Secret Origins Special #1, The Batman Chronicles #3)


Ein Kamerateam interviewt Edward Nigma in seiner neuen Arbeitsstelle: im Finger Yard, einem Hof, in dem alte Werberequisiten im Großformat eingelagert sind, wie etwa die berühmte Riesenschreibmaschine und so weiter. Doch das Interview verläuft anders als erhofft: Der Riddler beantwortet jede Frage mit Gegenfragen, Multiple-Choice-Antworten und Rätselwitzen.

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Crazy Quilt gegen Jason Todd

Titel: A Revenge of Rainbows/One Hole in a Quilt of Madness

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan

Erschienen: 1984 (Batman #368, Detective Comics #535), Hardcover 2020 (80 Years Of The Boy Wonder – The Deluxe Edition)


Es ist beschlossen: Jason Todd wird Batmans neuer Sidekick, er hat ein rot-grün-gelbes Kostüm, nun braucht er noch einen neuen Namen. Lange überlegt er mit Batman herum, aber ihnen fällt nichts Gescheites ein. Da kommt Dick Grayson (mittlerweile Nightwing) mit seinem alten Robin-Kostüm an und gibt ihm die Erlaubnis, sich Robin zu nennen. Und schon stürzt sich das neue Dynamische Duo auf die Verbrechen in Gotham.

Da kehrt Crazy Quilt zurück, jener verrückte blinde Schurke, der mittels Helm sehen und seine Gegner blenden kann. Ein Tüftler namens Kinski baut ihm einen neuen Helm, der ihn besser sehen lässt. Doch als dieser seinen Lohn fordert und bis zum nächsten Bankraub vertröstet wird, bringt ihn Crazy Quilt per Laserstrahl kaltblütig um. Merke: Arbeite niemals für verrückte Superschurken! (Kinski hätte in der medizinischen Forschung ein Vermögen verdient, aber sei’s drum …)

Nun will sich Crazy Quilt endlich an Robin rächen, der ihn einst (wieder) erblinden ließ. Das Dumme ist nur, dass nun ein anderer im Kostüm steckt, der unschuldig ist. (Außerdem war Quilt auch selbst mitschuld.)

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Neues aus den 80ern: „DC Finest: Batman: Red Skies“ und „Year Three“

DC Comics

DC setzt seine „DC Finest„-Reihe fort. Nach „Year One & Year Two“ und „The Killing Joke & Other Stories“ soll am 2. September der dritte Batman-Band erscheinen. „DC Finest: Batman: Red Skies“ enthält jedoch keine Comics der späten 80er, wie es chronologisch sinnvoll wäre, sondern aus den Jahren 1985 bis 1986, also alles kurz vor der Crisis. Der Inhalt:

Zu den Storylines zählt der erste Auftritt von Black Mask, ein Dreiteiler mit Two-Face und ein Annual mit Hugo Strange:

Autor der meisten Storys ist Doug Moench, zu den Zeichnern gehören Gene Colan und Tom Mandrake. Das Meiste davon ist noch nie in einem Sammelband erschienen, daher dürfte der Band eine Bereicherung für die Sammler und Nostalgiker sein.

Während man auf die Comics der späten 80er in der Reihe noch warten muss, bringt DC im Sommer schon mal eine Deluxe Edition von Batman: Year Three (Batman #436-439) heraus. Die Story von Marv Wolfman und Pat Broderick vertieft die Vorgeschichte vom ersten Robin, Dick Grayson. Der Band soll am 12. August 2025 erscheinen. Panini hat die Storyline zusammen mit Year One und Year Two im Band Batman: Die ersten drei Jahre neu herausgebracht.

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Batman, der Oger und der Affe

Titel: The Ogre and the Ape

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #535), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Ein entstellter Hüne (genannt Oger) und ein Affe begehen Morde an Wissenschaftlern. Sie rächen sich für die Experimente, die diese einst an ihnen durchgeführt haben. Der Affe verabreicht ihnen ein Betäubungsmittel, der Oger bohrt ihnen eine Elektrode ins Gehirn und tötet sie mit einem Stromschlag, ohne dass sie etwas fühlen. Das ist noch human im Vergleich zu der Folter, die Oger und Affe erlebt haben.

Die Wissenschaftler wollten „perfekte Geheimagenten“ erschaffen. Um die Evolution voranzutreiben, sollte der Mensch zunächst in seinen Urzustand versetzt werden. Daher haben sie versucht, Affen und Menschen einander anzunähern. (Der tiefere Sinn erschließt sich mir nicht.) 22 Testsubjekte sind gestorben, der 23. hat überlebt – und begleicht nun offene Rechnungen. Während Batman versucht, die nächsten Opfer zu finden, geht das Morden weiter …

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