Doug Moench

Legends of the Dark Knight: Bad

DC Comics

Deutscher Titel: Böse

Autor/Zeichner: Doug Moench/Barry Kitson

Erschienen: 2001 (Legends of the Dark Knight #146-148), Panini 2002 (DC Legends #1)


Einem Jungen fällt ein Spielzeug in den Gully. Ein hünenhafter, aber kindlich naiver Mann namens Jordy kommt vorbei und hebt den Gullydeckel mit Leichtigkeit hoch. Doch kurz darauf wird der Junge von einem Passanten angerempelt, das Spielzeug zerbricht und Jordy rastet aus, wird gewaltätig, randaliert. Als Batman ihn später konfrontiert, wird er übel zugerichtet. Jordy ist nicht nur eine Naturgewalt, er hat auch eine dunkle Seite, die er das Böse nennt.

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Legends of the Dark Knight: Conspiracy

DC Comics

Autor/Zeichner: Doug Moench/J.H. Williams III

Erschienen: 1996 (Legends of the Dark Knight #86-88), Paperback 2014 (Tales of the Batman: J.H. Williams III)


Ein Killer bringt drei Menschen um, indem er ihnen den Hals durchschneidet und ihnen ihre Eingeweide über die Schulter hängt. Am letzten Tatort hinterlässt er ein Ouroboros-Symbol, eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlingt. Das Symbol benutzen auch Satanisten, die Tiere opfern. Dann führt die Spur zu einem Biker-Club in Wisconsin und schließlich nach Los Angeles, wo Satanisten Menschen opfern. Derweil lässt der Pulp-Autor Jessup einen gewissen David Lee Shotwell alias Morningstar hypnotisieren, damit dieser den Senator und Präsidentschaftskandidaten Judson erschießt. Und dann taucht auch noch eine Investigativjournalistin Sharon Kraft auf, die nicht nur Batman entscheidende Hinweise gibt, sondern ihn auch verführen will …

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Joker beschwört den Dämon Etrigan

DC Comics

Titel: Jokin‘ with Mister D./Night of the Dying Jokers/Hell to Pay

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1997 (Batman #544-546), Hardcover 2018 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 2)


Der Joker hat nun, ach, Alchimie und Dämonologie durchaus studiert mit heißem Bemühn, nun will er den Teufel höchst selbst heraufbeschwören und ihn sich dienstbar machen. Dabei geht allerdings etwas schief und vor ihm steht bloß der gelbe Dämon Etrigan. Der ist gar nicht erfreut, doch nach einigen Diskussionen läss er sich auf einen Handel mit dem Narren ein: Etrigan hilft dem Joker, Batman zum Teufel zu schicken und in Gotham die Hölle zu entfesseln, dann will der Joker Etrigan von seinem menschlichen Wirt, Jason Blood, befreien. Dazu will er mal eben den Stein der Weisen (in der deutschen Übersetzung „Stein der Philosophen“ erschaffen).

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Batman und Deadman in Machu Picchu

DC Comics

Titel: The Deadman Connection (Sweat of the Sun, Tears of the Moon/Cult of the Mummy/The Spirit Thieves)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #530-532), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Deadman war bisher nur ein Geist, der die Gestalt eines Zirkusartisten hatte, sein weißes Totengesicht war bloß Schminke. Doch Kelley Jones, der Meister des Horrors, hat ihn zu einem wahren Gerippe gemacht, bei dem die Knochen herausragen und der trotzdem muskulös erscheint. Allein diese ins Extrem getriebene Darstellung macht diese Begegnung zu einem Highlight.

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Killer Croc trifft Swamp Thing

Titel: Killer Croc: Fast Train to the Wet Dark/Swamp Things

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1995 (Batman #521-522), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1); dt. Dino 1997 (Batman Special #1)


Waylon Jones von Kelley Jones – was kann schöner sein, als der Meister des Horrors, der ein Monster zeichnet? Und tatsächlich wird Killer Croc hier ein Stück weit mehr zum Monster. Nicht bloß ein Mann mit einem Hautproblem, sondern ein halbes Reptil. Wie ein Tier stürzt er sich in Arkham auf sein Essen.

Da wächst ein sonderbares Kraut aus dem Boden, spuckt einen Pilz aus, Waylon verschlingt ihn und hört plötzlich eine Stimme, die ihn nach Hause ruft – ins „dunkle Nass“. Daraufhin bricht er aus Arkham aus, um es zu suchen. Weder Gitterstäbe noch Elektroschocks halten ihn auf, dieses Monster hat Hulk-Qualitäten. Auf seiner Flucht zerlegt er ein Auto.

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Poison Ivy und der Smaragdschädel

DC Comics

„Let the green revolution begin!“ (Poison Ivy)

Im Jahr 1997 bekamen die Annuals ein gemeinsames Rahmenkonzept verpasst: Unter dem Label Pulp Heroes wurden die DC-Superhelden in die Genres der Groschenromane gesteckt, also gewissermaßen zu ihren Ursprüngen zurückgeführt. „I Was The Love-Slave of a Plant-Based Killer“ von Alan Grant und Stefano Raffaele (Shadow of the Bat Annual #5) ist eine typische Detektivstory: Ein abgehalfterter Privatschnüffler namens Potato (der seinen Namen seinem vernarbten Gesicht zu verdanken hat) bekommt Besuch von Pamela Isley alias Poison Ivy, die ihm den Auftrag gibt, nach einem antiken Smaragdschädel zu suchen. Eintausend Dollar pro Woche überzeugen ihn, da braucht es keinen giftigen Kuss mehr, aber er bekommt ihn trotzdem.

Natürlich erweist sich die Dame als Femme fatale, denn der Kristallschädel bringt nur Ärger und bringt unseren Helden in Todesgefahr, aus der ihn Batman retten muss. Als Ivy ihren Schädel kriegt, stellt sich heraus, dass er Zauberkräfte hat. Mit ihm erschafft die Schurkin ihre typischen Mensch-Pflanzen-Hybride, um die Welt, wie wir sie kennen, zu zerstören und nach eigenem Bilde wiederaufzubauen.

All das ist nicht neu, das gab es schon ohne Zauberkristall, aber eben noch nicht im Hardboiled-Pulp-Genre. Obwohl kaum ein Klischee ausgelassen wird, gibt es doch einige schöne Momente. Zum Beispiel ruft der Held Batman, indem er sich ein Batsignal mit einer Taschenlampe bastelt und es an eine beliebige Hauswand wirft – der Trick funktioniert, Batman eilt sofort herbei.

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Poison Ivy plant die Apokalypse

DC Comics

Titel: The Green Ghosts of Gotham/Brambles

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan

Erschienen: 1984 (Batman #367/Detective Comics #534)


Poison Ivy schickt die Sporen los: Ein paar fallen ins Wasser und gebären Pflanzenungeheuer, die an Swamp Thing erinnern, aber keinen Verstand haben. Ivy hat sie mit dem Wissenschaftler Lignier erschaffen. Nun machen sie Gotham unsicher – als „green ghosts“. Parallel dazu lädt Ivy Vorstandsmitglieder der Wayne Foundation zu sich nach Hause ein, in ihr grünes Refugium „Exotica“, damit sie sich dort erholen und sich ihrem Willen ergeben können. Ivy erscheint als Eva in diesem neuen Paradies.

Batman und Jason Todd (der hier in einem neuen Kostüm nicht als Robin unterwegs ist) müssen gegen grüne Monster kämpfen, Jason wird fast von Ivy vergiftet und am Ende setzt sie auf der Flucht ihre Pflanzen in Flammen, sodass auch ihre neuesten Kreationen verbrennen.

Poison Ivy fantasiert von Gothams Untergang. (DC Comics)

Aber wozu das Ganze? Einerseits will sich Ivy an der Wayne Foundation für ihren letzten gescheiterten Coup rächen und wieder Geld zu stehlen. Andererseits wird der Plan schnell vereitelt, da Lucius Fox vorgesorgt hat. Dann werden die Green Ghosts mit dem Bewusstsein der Vorstandsmitglieder gespeist, allerdings auch nur, um willenlos Ivy zu gehorchen.

Doch eigentlich will Ivy mit ihren Monstern Pflanzen erschaffen, die ohne Licht auskommen und stattdessen alle Nahrung aus der Erde beziehen. So soll die Erde nach und nach ausgehöhlt werden, um unterirdische Gärten zu erschaffen. Die Pflanzen sollen Häuser zum Einsturz bringen und die Straßen fluten, damit sie die Stadt plündern kann. Weit hergeholt? Schierer Wahnsinn, findet auch Batman. Doch Ivy gibt ihm dafür die Schuld.

Der fragwürdige Plan scheitert daran, dass Batman die Pflanzenmonster niederschlägt und Jason Ivy mit einem Fingerdrucktrick bewusstlos macht. Und wieder mal stellt sich die Frage: Wozu der ganze Aufwand? Wozu eine Stadt vernichten, wenn man es nur auf Geld abgesehen hat? Mit der Technologie, die dafür entwickelt wurde, hätte man locker reich werden können.

Poison Ivy braucht – abgesehen von Logik – ein besseres Motiv als Gier, nämlich Idealismus. Den kriegt sie erst nach der Crisis.

Hinweis: Der zweite Teil der Geschichte ist enthalten in Tales of the Batman: Gene Colan Vol. 2. Aber eben nur der zweite Teil – was auch auf andere Storys in dem Band zutrifft.

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Hüte mit Potenzial

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DC Comics

Titel: One Hat Madder/Bedtime Stories

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton

Erschienen: 1984 (Batman #378-379)


Eigentlich ist der Mad Hatter tot. Gestorben auf der Flucht vor Batman, als er vor einen Zug fiel, nachzulesen in Detective Comics #526 (1983). Ein Jahr später ist er wieder da und erfreut sich bester Gesundheit. Wie das? Er ist gar nicht vom Zug erfasst worden, sondern von der Brücke gefallen und dann auch noch zufällig auf einen Laster, der eine Matratze transportiert hat. Wie gut, dass Batman sich die Mühe gespart hat, nach unten zu schauen.

Jetzt verschickt der Hutmacher einen Hut an Nocturna (Natalia Knight), eine blasse Schurkin (eingeführt in Batman #363, 1983), die Bruce Waynes Geheimnis kennt und ihn hier auch noch um die Adoption von Jason Todd bringt. (Sie wäre mal einen eigenen Artikel wert.) Der Hatter will mit dem Hut ihr Wissen abschöpfen und herausfinden, wo die verschwundene Beute ihres Geliebten Anton Knight ist.

Als Batman nach Anton Knight sucht und dabei Natalias Penthouse betritt, erwischt der den Hatter auf frischer Tat. Der Schurke macht Nocturna dann zur willenlosen Mordwaffe. Batman muss sich gegen ihren messerscharfen Gürtel wehren, während Robin den Hatter jagt und von dessen Affen angegriffen wird. Schließlich kann Batman Nocturna mit einem Kissen überwältigen und Robin deaktiviert den Hut, weil der Hatter netterweise seinen Computerkoffer dagelassen hat.

Mad Hatters Zombies

Bei der Revanche im zweiten Teil will der Hutmacher dann einfach nur Rache. Er stattet mehrere Hüte mit Gedankenkontrollbändern aus und verteilt sie an einige Männer, die in einer alten Pharmafabrik Arbeit suchen. Die Hüte setzen das (angeblich) ungenutzte Potenzial des Gehirns frei und damit auch des Körpers: Die Menschen werden dadurch paradoxerweise zwar zu willenlosen Sklaven, entwickeln aber Superkräfte, können etwa mit Schornsteinen um sich werfen. (Damit wird weiter der Zehn-Prozent-Mythos gepflegt.)

Lucius Fox knackt den Code von Hatters Computer und findet heraus, wo sich der Schurke aufhält. Batman schnappt sich dann Robin (aus Nocturnas Obhut) und tappt mit ihm nach altem Brauch in die Falle. Zuerst jagt der Schurke seine Hut-Zombies auf das Dynamische Duo und falls die versagen, will er die Fabrik in die Luft jagen. (Warum dann nicht gleich so?) Die Super-Zombies loszuwerden ist einfach: Man muss ihnen nur die Hüte vom Kopf schlagen. Vor der Explosion bewahrt sie Nocturna, die als Deus ex machina den Hatter außer Gefecht setzt.

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Nocturna und Mad Hatter. (DC Comics)

So, jetzt aber ab nach Hause, Jason. Morgen ist wieder Schule, sagt Nocturna. Sehr vernünftig. Haben wir das je von Batman gehört?

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Batman und der Unsichtbare

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DC Comics

Titel: Batman Unseen

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 2009-2010 (Miniserie #1-5), Paperback 2010


„Take that, Mr. H.G. Wells…Eat your own invisible heart out–and you still got nothin‘ on the real-gone genius me!“

Black Mask heuert den ehemaligen Waynetech-Forscher Nigel Glass an, um ihm ein Serum herzustellen, das unsichtbar macht. Glass macht sich an die Arbeit und entdeckt nach und nach, wie er seine Haut, Muskeln, Innereien und Knochen fürs Auge verschwinden lässt. Tolle Sache, doch Glass entdeckt die Vorzüge für sich, wird zum Mörder und rächt sich an all den Menschen, die ihm einst Schlechtes angetan haben. Batman muss sich fragen: Wie fängt man einen Mörder, den man nicht sehen kann?

Doug Moench und Kelley Jones, die bereits in den 90ern Batman haben gegen Dracula antreten lassen (Red Rain), lassen ihn hier gegen ein weiteres Universal-Film-Monster kämpfen: den Unsichtbaren nach dem Roman von H.G. Wells. Jones inszeniert den Fünfteiler in gewohnt surrealistischer Manier mit vielen Schatten, Cape-Eskapaden, gewaltigen Muskelbergen und kuriosen Maschinen. Man muss diese Eigenwilligkeit mögen – ich liebe es mittlerweile, auch weil es Batman stets zu seinem Ursprung im Horror zurückführt.

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DC Comics

Abgesehen davon darf Batman hier auch Detektiv spielen, der Rest ist kraftstrotzende Action mit vielen Prügeleien gegen den unsichtbaren Gegner. Das darf auch mal sein und hört auch auf, bevor es öde wird – insofern ist Batman Unseen eine kurzweilige Lektüre. Nur dass Batman am Ende das Serum selbst nimmt und dann nackt im Cape durch den Schnee stapft, ist wohl eher visuell motiviert als wirklich sinnvoll.

Sinnvoller wäre es zum Beispiel, einen Eimer Farbe oder eine Packung Mehl mitzubringen, um den Schurken sichtbar zu machen. Aber nein, es müssen fancy Supersichtlinsen sein. Sinn ist hier auch eher nebensächlich. Herrje, es macht Spaß und sieht toll aus. Kann man mehr verlangen? Ja. Aber man kann es auch einfach genießen.

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Batman in Hong Kong

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DC Comics

Titel: Batman: Hong Kong

Autor/Zeichner: Doug Moench/Tony Wong

Erschienen: 2003 (One-shot)


Ein Hacker in Gotham entdeckt per Zufall einen Livestream von einem Mord. Ein Mann, der kopfüber an einem Seil hängt, wird von einer Kobra gebissen. Der Hacker erzählt Commissioner Gordon davon und bald ist die Leiche gefunden. Dann muss aber auch der Zeuge dran glauben. Batman kommt zu spät zur Rettung.

Die Spur führt zur chinesischen Mafia (Triad) nach Hong Kong, wo ein Triad-Mitglied namens Johnny auf gleiche Weise ermordet wird. Sein Kollege Benny, ehemals auch ein Gangster, will den Mord aufklären, doch weder ein Besuch bei der Polizei noch bei der Mafia bringen ihn weiter. Inspiriert von Batman zieht er sich ein Kostüm mit Goldhelm an und wird zum Superhelden Night-Dragon. Er hilft Batman, den Fall zu lösen.

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Inspiriert von Batman: Night-Dragon (DC Comics)

Actionreich geht es auf 127 Seiten zur Sache, mit viel Prügelei, Ballerei und Schwertkämpfen. Es wird persönlich, es geht um Familienbande, ein Familiengeheimnis, zwei Brüder und einen toten dritten. Doch der Mörder, der hinter allem steckt, will eigentlich ganz Hong Kong auslöschen – da stellt sich natürlich die Frage, wozu er sich die Mühe macht, vorher einzelne Leute zu töten und das Ganze im Internet zu streamen.

Das eigentliche Problem an dieser routinierten Story ist aber die Inszenierung. Tony Wong zeichnet in einer Art Manga-Stil, was mit seinen übertriebenen Posen und Proportionen vielleicht gewöhnungsbedürftig ist, aber passend und sehr dynamisch. Leider ist das Ganze aber quietschbunt koloriert, in besonders dramatischen Panels sogar sehr kitschig übermalt. Eine reduziertere Farbpalette oder auch bloß Schwarz und Weiß hätten dem Auge weniger wehgetan. Jedenfalls kommt so nie Nachtstimmung auf. Stets ist alles zu sehen – und das entspricht auch der fehlenden Subtilität von Story und Dialogen.

Kleine Kostprobe? „Crime is criminal — within any borders“, stellt Batman wenig überraschend fest. Und Johnny erkennt: „He’s more than a man because he’s less– because he’s a bat .. making the true man a mystery.“Und dann gibt es noch diesen Spruch: „Looks like dragon and bat together … kick butt.“ Das soll cool klingen, aber das steht in dieser humorlosen Geschichte so einsam heraus, dass es peinlich wirkt.

>> Batman-Mangas