Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Batman: The Dying City

DC Comics

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez, Tony S. Daniel, Jorge Fornes, Carmine Di Giandomenico, Denys Cowan

Erschienen: 2024-2025 (Batman #153-157, 150), Hardcover/Paperback 2025


In Gotham scheint sich die Lage zu beruhigen, Bruce Wayne steckt sein Vermögen in wohltätige Zwecke, um Verbrechen zu verhindern und zeigt erste Wirkung. Selbst Edward Nygma ist nicht mehr der Riddler, sondern baut in Windeseile ein neues High-Tech-Unternehmen auf und dazu noch eine eigene Kryptowährung. Doch der Optimismus hält nicht lange.

Gegen Bruce Waynes Wohltätigkeit regt sich Protest. Manche werfen ihm vor, ein Kommunist zu sein und bloß Almosen (an Migranten) zu verteilen, während sich andere für ihr Geld abrackern. Gleichzeitig wird er von einem Unbekannten verklagt, der behauptet, sein unehelicher Halbbruder zu sein. Außerdem taucht ein neuer Superheld auf, der sich Commander Star nennt und sich in die US-Flagge kleidet, wie ein Abklatsch von Captain America. Er macht Batman Konkurrenz, findet das Wohlwollen von Commissioner Vandal Savage, der Batman festnehmen will. Und wird auch noch Bürgermeister Nakano erschossen. Hauptverdächtiger ist ausgerechnet Ex-Commissioner nun Privatdetektiv James Gordon. Es sieht nicht gut für ihn aus, denn er hatte eine Affäre mit Nakanos Frau …

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Batmans Zeitreisen: King Arthur

DC Comics

Titel: Sir Batman at King Arthur’s Court

Autor/Zeichner: Bill Finger/Paul Cooper

Erschienen: 1946 (Batman #36), Hardcover 2018 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 5)


Ob König Artus eine historische Gestalt ist oder bloß eine Sagenfigur des Mittelalters? Das wird man wohl nie erfahren. Doch für Hobbyhistoriker Professor Carter Nichols scheint der Fall klar zu sein. Er fragt sich daher eher, wer dieser „Sir Hardi Le Noir“ sein soll, der jüngst in einer Liste aufgetaucht ist und sonst nirgends erwähnt wird. Also schickt er wieder mal seine Hiwis Bruce Wayne und Dick Grayson per Hypnose in die Zeit von King Arthur zurück, irgendwann ins Frühmittelalter.

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Batman Vol. 4: Dark Prisons

DC Comics

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2024 (Batman #145-152), Hardcover/Paperback 2025


Nach ihrem letzten Kampf sind Batman und Joker zusammen in einer Gefängniszelle in Blackgate eingesperrt (siehe Mind Bomb), während der Batmans Notfall-Identität Zur-En-Arrh in einer Failsafe-Version, also als Roboter, Gotham City übernommen hat. Er erklärt der Batman-Family, Bruce Wayne sei tot und er habe sein Bewusstsein in den Roboter übertragen. Verbrecher wie auch Riddler und Two-Face werden gnadenlos eingesperrt und „umerzogen“. Gleichzeitig baut der Ersatz-Batman eine Armee von Amazo-Robotern auf, die er mit den Zur-En-Arrhs aus dem Multiversum speist. Der wahre Batman bricht aus dem Knast aus, um den Wahnsinn zu stoppen. Dann taucht auch noch ein Zur-En-Arrh-Robin auf …

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Mad Hatter versucht sich als Held

DC Comics

Titel: The Mad Hatter Goes Straight

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Rich Buckler

Erschienen: 1978 (Batman #297)


Der Mad Hatter (Jervis Tetch) hat mal wieder einen Coup gelandet und fette Beute gemacht, aber diesmal kann er sich nicht freuen – er fühlt sich leer. Zeit für eine Rückblende! Als Kind hat er einst die Hüte im Laden des Großvaters bewundert, sie haben seine Phantasie beflügelt und ihn von Heldentaten träumen lassen. Doch was ist aus ihm geworden? Ein Gauner! Und jetzt ist sogar davon der Reiz verflogen. Also beschließt Tetch, endlich ein Held zu werden.

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Batmans Zeitreisen: Musketiere

DC Comics

Titel: All For One, One For All/The Three Super Musketeers

Autor/Zeichner: Don Cameron, Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1945/1956 (Batman #32/World’s Finest #82), Hardcover 2017 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 4), 2016/2024 (Batman & Superman in World’s Finest: The Silver Age Omnibus Vol. 1)


Bruce Wayne und und Dick Grayson langweilen sich. Offenbar reicht es ihnen nicht, mindestens einmal pro Woche ein wildes und lebensgefährliches Abenteuer zu erleben und sie haben wohl sonst nichts zu tun. Muss Dick Grayson nicht mal zur Schule? Stattdessen gibt es Geschichtsunterricht mal anders. Zum zweiten Mal lassen sie sich von Professor Carter Nichols per Hypnose in die Vergangenheit befördern (wie schon in Batman #24, 1944). Diesmal landen sie im Paris des 17. Jahrhunderts, jedenfalls in eine Version, wo alle Englisch sprechen.

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Batmans Fliegergeschichten

DC Comics

Titel: Ghost of the Killer Skies/Death Flies the Haunted Sky

Autoren/Zeichner: Dennis O’Neil, Archie Goodwin/Neal Adams, Alex Toth

Erschienen: 1970/1974 (Detective Comics #404/442), Paperback 1988 (The Greatest Batman Stories Ever Told Vol. 1)


In den Batman-Anthologien finden sich zwei Kurzgeschichten, die zu den besten aller Zeiten zählen und mit Flugzeugen aus dem Ersten Weltkrieg zu tun haben.

In „Ghost of the Killer Skies“ finanziert Bruce Wayne einen Spielfilm über das einstige Fliegerass Baron Hans von Hammer. Doch beim Dreh in Spanien geht alles schief: Requisiten werden gestohlen, Filmmaterial verbrennt, Tonspuren gehen verloren und dann stürzt auch noch ein Stuntman mit einem Doppeldeckerflugzeug ab. Batman ist zufällig im Kostüm zur Stelle und sieht sofort, dass der Mann im Flug erwürgt wurde.

Hauptverdächtiger: Heinrich Franz, ein technischer Berater und angeblicher Nachkomme des Barons, der diesem wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Er sieht die Unglücke als Winke des Schicksals, den Film nicht zu beenden.

Was heißt Batman auf Spanisch? „El Hombre Murcielago“! (DC Comics)

Batman vereitelt einen weiteren Sabotageakt, diesmal versuchen Einheimische, ein Flugzeug in die Luft zu jagen. Er erwischt den Kameramann Gavon. Doch der will mit dem Flugzeug nichts zu tun gehabt haben. Da wird Regisseur Anson erschossen – angeblich vom Geist von Hans von Hammer, tatsächlich aber von Heinrich Franz. Der findet es nämlich gar nicht gut, wie der geplante Film seinen Vorfahren darstellt. Eine Beleidigung sei das für den skrupellosen „Gott“, findet er. Batman verteidigt eine differenziertere Sicht auf die historische Gestalt.

DC Comics

Statt Batman zu erschießen, trägt der Schurke den Kampf mit ihm in der Luft aus. So viel Fairness muss selbst für einen kalten Killer sein. Zum Glück hat Batman mal bei einem Stuntpiloten gelernt, wie man die alten Maschinen aus dem Ersten Weltkrieg fliegt. Außerdem greift dann doch noch der Geist von Hans von Hammer ein, um ihm zu helfen, während Batman beschossen wird. Sein Flugzeug wird getroffen, da hilft nur noch ein waghalsiger Sprung zum Gegner. Im Nahkampf verfängt sich Heinrichs Schal im Propeller, was ihn in den Tod stürzen lässt.

Neal Adams zeichnet hier mal wieder einige beeindruckende Panels mit dramatischen Perspektiven.

(Die Story wurde u.a. nachgedruckt in Batman by Neal Adams Vol. 2 (2019) und auf Deutsch in Batman Collection – Neal Adams 2 (Panini 2009).)

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Batmans Zeitreisen: Im Alten Rom

DC Comics

Titel: It Happened In Rome/Batman’s Roman Holiday

Autor/Zeichner: Joe Samachson, Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1944/1957 (Batman #24/112), Hardcover 2017/2022 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 3/The Silver Age Omnibus Vol. 1)


Bruce Wayne besucht das antike Rom. Lateinkenntnisse sind dort nicht nötig, denn hier sprechen alle Englisch. Als er sieht, wie zwei Legionäre einen Mann um Schutzgeld erpressen, steigt er blitzschnell ins Batman-Kostüm und schlägt den Gaunern die Helme zusammen. Da kommen weitere Wachmänner, die im Auftrag des Gauners Publius Malcho Batman festnehmen. Wie bitte? Was ist denn hier los?

Ein gewisser Professor Carter Nichols hat Bruce Wayne per Hypnose ins Alte Rom versetzt. Sofort merkt Dick Grayson per ominöser telepathischer Verbindung , dass etwas nicht stimmt und lässt sich ebenfalls in die Zeit zurückschicken. Kaum ist er da, bekommt er mit einem Wachmann Ärger, weil er für einen geflohenen Sklaven gehalten wird. Dann steigt er ins Robin-Kostüm (das er sich wohl aus der Hosentasche zieht) und wird nicht mehr erkannt, obwohl er nicht mal seine Maske trägt.

Batman und der römische Joker alias Jester. (DC Comics)

Derweil macht „Batmanus“ im Knast Bekanntschaft mit einem Hofnarren, der sich Jester nennt und auffallende Ähnlichkeit mit dem Joker hat. Gab es solche schon in der Antike? Der sieht jedenfalls stark nach Mittelalter aus. Doch dieser „Harlequin“ ist ein Opfer seiner Scherze geworden, als er sich über ein von Malchio manipuliertes Wagenrennen lustig gemacht hat. Der Favorit Gito soll das Rennen verlieren, auf das alle ihre hart verdienten Sesterzen gesetzt haben.

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Batman trifft erstmals The Shadow

DC Comics

Titel: Who Knows What Evil–?/The Night of the Shadow

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick

Erschienen: 1973/1974 (Batman #253/259)


The Shadow gehört zu den Figuren, die Batman inspiriert haben: Ursprünglich, seit 1930, war er nur eine Radiostimme der Sendung Detective Story Hour. Berühmt wurde die Ansage: „Who knows what evil lurks in the hearts of man? The Shadow knows!“ – gefolgt von einem unheimlichen Lachen. Am Ende hieß es: „Crime does not pay…The Shadow knows!“ 1931 wurde daraus eine literarische Figur im Pulp-Magazin eigenen Namens, später gab es auch Filme und Comics.

The Shadow ist ein Detektiv und Vigilant mit dem Namen Kent Allard (später im Radio und Kino hieß er Lamont Cranston), er trägt einen breiten Hut, einen langen Mantel, einen roten Schal um den Mund und dazu zwei Pistolen. Außerdem beherrscht er Hypnose und kann sich unsichtbar machen – bis auf seinen Schatten.

In den 70ern wurde man nostalgisch und entschloss sich bei DC nicht nur zu einer neuen Shadow-Comic-Serie (ebenfalls geschrieben von Dennis O’Neil), sondern auch zu einem Crossover mit Batman – und das in gleich zwei Heften hintereinander. So eine Begegnung birgt Potenzial, denn die beiden Helden sind sich zum einen sehr ähnlich, zum anderen unterscheiden sie sich radikal in ihren Methoden, denn Batman hasst bekanntlich Schusswaffen. Doch die Möglichkeiten werden leider nicht ausgeschöpft.

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Batman im Wachsfigurenkabinett

DC Comics

Titel: The Deadly Numbers Game/The Batman Nobody Knows

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick, Dick Giordano

Erschienen: 1973 (Batman #250), Paperback 1988/2005 (The Greatest Batman Stories Ever Told/Batman: The Greatest Stories Ever Told)


Die 250. Batman-Ausgabe wird zwar nicht als ein Jubiläumsheft angepriesen, hat aber einiges zu bieten. Zunächst ist da eine kleine Geschichtsstunde im Wachsfigurenkabinett. Das Museum in Gotham wird kaum noch besucht. Da taucht plötzlich in den Händen der George-Washington-Figur ein Beil auf, das in einem Outdoor-Laden nebenan gestohlen wurde. Kurz darauf berichtet der Reporter Gil Adams über diesen „Vorfall“, der keiner ist – muss wohl gerade Sommerloch sein. Bruce Wayne sieht den Bericht im Fernsehen. Der Besitzer hat keine Ahnung, woher das Beil kommt. Doch diese Banalität erregt aus unerfindlichem Grund Interesse: Vor dem Museum bildet sich eine Schlange, um das Beil in Washingtons Hand zu sehen. Gotham muss eine sehr langweilige Stadt sein.

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Die vielen Tode des Robin

DC Comics

Titel: How Many Ways Can a Robin Die

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1972 (Batman #246), Paperback 2007 (Batman: The Greatest Stories Ever Told Vol. 2)


Dies ist eine Story für alle, die Robin hassen und ihn gerne sterben sehen.

Batman schwingt sich gerade durch Gotham, da wird er von einem falschen Bat-Signal zu einem Turm gelockt. Auf dem Turm steht Robin, der wird von einem Pfeil getroffen und fällt in die Tiefe. Doch unten stellt sich heraus: Bei dem Wunderknaben handelt es sich um eine Puppe. Auf dem Pfeil hat ein Unbekannter eine Notiz hinterlassen: Dies sei nur der erste von mehreren „toten Robins“. Batman kann zwar nicht herausfinden, wer den Pfeil abgeschossen hat, schließt aber den den Streifen darauf, dass der nächste Tatort der „Striped-Arrow Country Club“ sein wird.

Richtig geraten! Dort sticht ein Bühnenmagier einige Schwerter in eine Kiste und heraus fällt eine weitere Robin-Attrappe. Batman liefert sich ein Duell mit dem Kerl, doch der verschwindet spurlos in einer Rauchwolke. Batman schließt vom Schwert auf den nächsten Ort: der „Sword-Fish Pier“ am Cape Fear – klar, wo sonst?! Da fällt Robin, an einen Stein gebunden, ins Wasser. Diesmal könnte es der echte sein, aber nein, wieder nur Fake!

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