Frank Robbins

Von Batman zu Man-Bat (Teil 2)

Titel: Man-Bat Madness/Man-Bat Over Vegas/King of the Gotham Jungle

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Frank Robbins, Irv Novick

Erschienen: 1971, 1972, 1974 (Detective Comics #416, #429, Batman #254)


Kirk Langstrom und Francine heiraten endlich doch. Und Batman steht daneben als Trauzeuge und ist erleichtert: „They’re so blissfully human now …“ Nachdem sich beide in monströse Fledermausmenschen verwandelt haben (Detective Comics #400, 402, 407), leben sie wieder Normalität. Oder versuchen es wenigstens. Zur Sicherheit schenkt Batman ihnen einen Koffer voller Gegenmittel – falls es zu einem Rückfall kommen sollte.

Und das tut es natürlich auch. Zwar verspricht Kirk seiner Frau, nie wieder an Fledermäusen herumzuexperimentieren, doch kaum hört er aus dem Nachbarlabor Ultraschall, fragt er sich: Was war so falsch daran, mehr sein zu wollen als nur ein Mensch? Nichts! Und schon mixt er sich eine neue Man-Bat-Formel zusammen.

In der Oper bringen ihn die hohen Töne der Musik dazu, sich wieder in Man-Bat zu verwandeln. Batman verfolgt ihn in eine U-Bahn, Menschen kommen in Gefahr, Batman appelliert an Kirks Menschlichkeit. Aber auch wenn Man-Bat bei der Rettung der Zivilisten hilft, will er kein Abklatsch von Batman mehr sein – sondern der einzig wahre Batman. Er fliegt nach Hause und will sein neues Serum schlucken, doch Batman hat es gegen sein Gegenmittel eingetauscht.

Ein paar Ausgaben später wird Francine rückfällig. Ein Atombombenversuch scheucht Fledermäuse aus einer Höhle auf und kurz darauf treibt ein Vampir sein Unwesen in Las Vegas – ein Mann stirbt. Vampirfledermäuse? Unwahrscheinlich. Da die Langstroms in der Nähe sind, zieht Batman den naheliegenden Schluss. Francine ist zum Vampir-Man-Bat mutiert, nachdem eine Vampirfledermaus sie gebissen hat.

Im Zweikampf erweist sie sich als zähe Gegnerin. Als Monster bringt sie sogar fast ihren Mann um. Der will sie daraufhin erschießen, aber Batman weiß eine bessere Lösung: eine Bluttransfusion. Allzusehr scheint Kirk seine Frau nicht zu lieben …

Und schließlich, zwei Jahre später in Batman #254, sind alle schlechten Erfahrungen und guten Vorsätze vergessen: Kirk Langstrom experimentiert wieder an Fledermäusen herum und denkt sich: Eigentlich wollte er doch Batman helfen! Sollte er wieder sein Glück versuchen? Ja, warum eigentlich nicht?

Als Batman wieder Pech hat mit einer Bande von Einbrechern, mischt sich Langstrom wieder als Man-Bat ein. Diesmal kontrolliert er angeblich sein Serum. Er bringt den Hubschrauber der Gauner zum Absturz und hält sie von der Flucht ab. Kirk erkennt, dass es mehr braucht als Superkräfte, um das Verbrechen zu bekämpfen. Batman scheint plötzlich auch kein Problem mit der monströsen Verwandlung zu haben und hält ihm keine Standpauke. Er stellt Kirk in Aussicht, dass sie mit mehr Teamwork ein unschlagbares Paar werden könnten.

Und was ist mit Francine? Spielt keine Rolle mehr. Bat-Business ist eben Bro-Business.

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Von Batman zu Man-Bat (Teil 1)

Titel: Challenge of the Man-Bat/Man or Bat/Marriage Impossible

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Neal Adams

Erschienen: 1970-1971 (Detective Comics #400, 402, 407), Paperback 2004/2019 (Batman Illustrated by Neal Adams Vol. 2/Batman by Neal Adams: Book Two), 2017 (Batman Arkham: Man-Bat)


Wenn man bedenkt, dass Schurken meist das Gegenteil des Helden darstellen, dann verwundert es, dass die Batman-Autoren erst nach 31 Jahren auf die naheliegendste aller Ideen kamen: einen echten Fledermausmann. Zur Jubiläumsausgabe von Detective Comics #400 bekam Batman es mit Man-Bat zu tun – einer Variation des Jekyll & Hyde-Themas, des Werwolf-Mythos und auch Dracula spielt hier hinein.

Die Geschichte handelt von Kirk Langstrom, einem Zoologen, der eine Ausstellung zu nachaktiven Tieren im Museum vorbereitet. Dazu erschafft er überlebensgroße Modelle von Fledermäusen. Und er tut es anscheinend ganz allein. Nebenbei findet er trotzdem die Zeit für Privatforschung. Denn Langstrom ist ein Batman-Fan, der seinem Vorbild nacheifern will, indem er es übertrifft. Also injiziert er sich ein Serum, das er aus Fledermäusen gewonnen hat.

Eigentlich will er nur besser hören und im Dunkeln sehen, aber dann stellt er fest, dass auch sein Körper sich verändert: Langstrom bekommt Riesenohren, Fell und schließlich auch Flügel. Als Man-Bat hilft er anfangs noch Batman, der desen Aussehen für eine Maske hält. Dann will Langstrom den Mutationsprozess stoppen, aber sobald die Verwandlung komplett ist, wehrt sich sein neues Ich gegen jeden Eingriff. Aus Langstrom ist die Bestie Man-Bat geworden. Und was tun Monster wie diese? Sie schnappen sich eine Schönheit, die sie auf ihre Seite ziehen wollen – und zwar durch Nötigung.

In dem Fall ist das Francine, Langstroms Verlobte. Im dritten Teil zwingt er sie vor den Traualtar. Batman will das verhindern, ohne dass klar wird, warum. Der Mann, der sich anzieht wie eine Fledermaus, hat wohl etwas gegen Mischwesen und -ehen. Vielleicht auch, weil dieser Man-Bat zufällig seine Batcave entdeckt hat.

Francine hingegen ist anfangs noch gewillt, sich an den neuen Anblick ihres Geliebten zu gewöhnen, doch das reicht Man-Bat nicht. Er will, dass sie ihn genauso toll findet, wie er ist. Also macht er auch sie zum Fledermausmenschen.

Batman will Langstrom jedenfalls lieber von seiner Bürde „heilen“, auch wenn Langstrom sie nicht als Bürde ansieht. Erst als Batman ihm das Gegenmittel in die Blutbahn jagt und aus Man-Bat wieder Langstrom wird, sieht es Langstrom so wie Batman: „I was inhuman!“

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Der Batchelor von Gotham

DC Comics

Titel: Batmans Marriage Trap

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1969 (Batman #214)


„You can lead a batchelor to the altar–but you can’t make him say I do!“ (Batman)

Bei einem Schönheitswettbewerb ist Batman der Hauptgewinn. Während er mit der Schönheitskönigin tanzt, nutzt eine Bande Ganoven die Gunst der Stunde, um Gotham zu plündern. Doch das ist nur der Anfang. Ihr Anführer hat eine Idee: Er will Batman in die Ehe bringen, damit der Held zuhause bleibt und das Verbrechen seine Ruhe hat. Dazu lässt er seine schöne Komplizin Cleo eine Kampagne starten, um für Batmans Vermählung zu werben. Das Argument: Weil Batman der begehrteste Junggesselle Gothams ist, haben es die anderen Männer schwer, eine Frau zu finden.

Obwohl das Problem noch nie zuvor zur Sprache kam und auch niemand weiß, ob Batman nicht doch eine Frau hat, ist die Kampagne ein Erfolg: Schon bald protestiert auf der Straße ein Mob wütender Furien, die alle Mrs. Batman werden wollen. Selbst Batgirl schließt sich dem Haufen an (aber nur, um zu ermitteln). Cleo spielt die Retterin in der Not, um Batman für sich zu gewinnen.

Aber als Batman schließlich in eine Falle der Gauner gerät, um ermordet zu werden, schlägt sich Cleo wirklich auf seine Seite und gesteht ihm ihre Liebe. Und auch Batman gibt zu, dass er sich Hoffnungen gemacht habe, mit ihr eine gemeinsame Zukunft zu haben. Daraus wird leider nichts. Batman bleibt Batchelor.

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