Batman trifft die Beatles

DC Comics

Titel: Dead … Till Proven Alive!

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Norvick

Erschienen: 1970 (Batman #222)


„The day a case is too small for the Batman is the day I hang up my cowl!“

Batman und die Beatles? Ist das wirklich passiert? Nein, nicht wirklich. Aber doch ziemlich nah dran. Die Beatles heißen hier „Oliver Twists“. John Lennon heißt hier Glennan, Paul McCartney heißt hier Saul Cartwright, sie tragen Kleidung wie bei Sgt. Pepper und es ist die Rede von einem „Pink Submarine“. Und dann ist da noch ein Gerücht: Saul soll eigentlich tot und durch einen Doppelgänger ersetzt worden sein. Batman und Robin gehen der Sache nach.

Alles beginnt damit, dass Dick Grayson die Oliver Twists auf den Campus holen soll. Seine Kommilitonen bedrängen ihn, seine Beziehungen zu Bruce Wayne spielen zu lassen. Bruce, der zufällig Aktionär der Plattenfirma ist, lädt sie zu sich nach Wayne Manor ein. Dort versucht Robin mit einer Stimmenanalyse herauszufinden, ob Saul echt ist. Das klappt nur leidlich: Robin bekommt eins von hinten verpasst und stürzt die Treppe herunter. Später werden Profikiller auf das Dynamische Duo angesetzt …

Die Auflösung ist überraschend: Nicht Saul ist Fake, sondern der Rest des Quartetts. Die drei anderen Twists sind auf einer Reise nach Fernost gestorben und wurden ersetzt, nur noch Saul stammt aus der Originalbesetzung. Das Gerücht um seinen Tod sollte nur von der Wahrheit ablenken. Und der falsche Glennan ist der eigentliche Schurke. Die Twists machen dann als Trio weiter – mit neuem Sound.

Als das Heft herauskam, waren die Beatles schon Geschichte. Aber die Verschwörungstheorie „Paul is dead“ trieb bereits ihre Blüten. Fans meinten versteckte Hinweise auf Plattencovern und Songtexten zu finden, manche Songs wurden dafür sogar rückwärts abgespielt. Darüber macht sich diese Batman-Story zwar lustig, aber nimmt den Fall immer noch ernst genug, dass sich unsere Helden damit auseinandersetzen und es nicht als Unfug abtun. Merke: In Superheldencomics ist an Gerüchten und Verschwörungstheorien immer etwas dran.

Dass Batman sich für nichts zu schade ist, gesteht er in der zweiten Geschichte des Heftes und stellt es erneut unter Beweis: Obwohl er völlig ausgelaugt ist, sich kaum noch auf den zittrigen Beinen halten kann, jagt er einem Kameradieb hinterher. Seine Performance ist erbärmlich, aber er erreicht sein Ziel trotzdem. Hauptsache, er sieht anschließend auf dem Foto gut aus. Auch Batman ist manchmal ein bisschen Fake …

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