Alfred wird Pennyworth und bekommt Verwandtschaft

DC Comics

Titel: Angel — Or Devil?

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1969 (Batman #216)


Vor dem Gotham Theater bedrohen zwei Männer eine junge Frau. Sie soll etwas tun, das sie nicht tun will. Batman rettet sie, wird ausgeknockt wie ein Amateur, die junge Frau braucht aber keine Rettung: Sie willigt ein und rennt davon. Als Batman wieder zu sich kommt und am Theater herumfragt, wird er mit einer Ritterrüstung und einem Speer beworfen, aber die Übeltäter können entkommen, indem sie sich Kostüme anziehen. Batman gibt auf. Vorerst.

In Wayne Manor stellt Alfred derweil bei der Zeitungslektüre fest, dass sein Bruder Wilfred Pennyworth in der Stadt ist – ein Schauspieler. Moment mal, Pennyworth? Alfred hieß bis dahin noch Beagle mit Nachnamen. Pennyworth stammt aus der TV-Serie. Damit dürfte das letzte Überbleibsel des alten Alfred still und heimlich begraben sein.

Batman gabelt auf dem Heimweg die junge Frau auf und fragt, ob er sie mitnehmen könne. Ja, sagt sie, nach Wayne Manor. Dort will sie zu ihrem Onkel Alfred. Und tatsächlich: Daphne Pennyworth ist seine Nichte. Alfred bekommt hier erstmals eine Verwandtschaft. Dick Grayson vergisst bei ihrem Anblick, dass er krank im Bett liegen müsste, und ist so nett, ihr Bruces wertvollstes Stück zu zeigen: Unter der Shakespeare-Büste liegt das Original-Manuskript zu „Romeo und Julia“ im Safe. Wie Bruce zu diesem unbezahlbaren Kulturgut kam, wird nicht erklärt.

Mord am eigenen Onkel

Offenbar gibt er auch nicht gut darauf acht, denn kurz darauf schleicht sich Daphne nachts an und stiehlt es aus dem Safe. Alfred erwischt sie auf frischer Tat. Sie holt eine Pistole heraus und bedroht ihn damit, er versucht es abzuwenden, doch da geht ein Schuss los – zum Glück nur mit Platzpatronen. Daphne denkt aber, ihren Onkel erschossen zu haben, eilt zurück zum Theater und übergibt den Schurken das Manuskript. Die beiden haben Daphne und ihren Vater erpresst.

Es kommt zum großen Showdown vor und hinter den Kulissen, denn natürlich passiert alles während einer Vorstellung von „Romeo und Julia“, in der Daphne die weibliche Hauptrolle spielt und die Schurken haben ihr einen echten Dolch gegeben, damit sie sich im letzten Akt unwissentlich selbst tötet, aber da springt ihr Vater auf die Bühne und verhindert das Schlimmste. Auch Alfred darf sich hinter den Kulissen nützlich machen, während Batman sich mit Fäusten behilt. Und am Ende scheint völlig vergessen zu sein, dass ihn seine Nichte gerade noch umbringen wollte.

Alfred ist einfach zu gut für diese Welt.

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