Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Crazy Quilt: Der Meister der Farben

DC Comics

„Crazy Quilt never fails!“

Crazy Quilt wird seinem Namen gerecht. Er gehört zu den buntesten und verrücktesten Schurken von DC – und der mit dem grässlichsten Modegeschmack, wie man an seinem Kostüm mit lauter bunten Flicken unschwer erkennen kann.

Geschaffen wurde er von Jack Kirby und erschien erstmals 1946 in Boy Commandos #15. Es handelt sich um einen Maler und Anführer einer Verbrecherbande, seinen wahren Namen erfahren wir nicht. Nachdem er von einem anderen Gauner angeschossen wurde, verlor er das Augenlicht. Ein Arzt konnte es nach einer Operation immerhin wieder so herstellen, dass der Patient nur noch grelle Farben sehen konnte. So wurde er zum bunten Schurken Crazy Quilt, dessen Handlanger die auszuraubenden Ziele bunt anmalen mussten.

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Batman gegen Gentleman Ghost

DC Comics

Titel: The Ghost Who Haunted Batman/Never Give Up the Ghost

Autor/Zeichner: Len Wein/Irv Novick

Erschienen: 1979/1980 (Batman #310/319), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein)


Gentleman Ghost ist ursprünglich ein Gegner von Hawkman. Seinen ersten Auftritt hatte er in Flash Comics #88 (1947), damals noch als „The Ghost“: James „Jim“ Craddock ist ein Juwelendieb, der sich nur als Geist mit Zylinder und Monokel ausgibt. Ende der 70er, als Len Wein einige Golden-Age-Schurken aus der Mottenkiste holte, plagte Craddock auch Batman – und das wurde ein Paradestück der Klischees.

Gleich zu Beginn erwischt unser Held die Bande des Schurken dabei, als sie ein Museum plündern wollen. Craddock schießt mit einer Kugel auf ihn, die aber, statt ihn zu verletzen, auf mysteriöse Weise in der Luft hängen bleibt und sich als Magnesiumfackel erweist, die explodiert und Batman blendet, sodass die Gauner türmen können.

Noch dazu ist Alfred verschwunden. Batman verkleidet sich selbst als Butler (der dem ersten Alfred ähnelt), um undercover zu ermitteln. Als er in sein Apartment zurückkehrt, sieht er, wie Gentleman Ghost und seine Bande seine antiken Möbel mopsen wollen, während Alfred zusieht. Batman versucht, den Anführer mit einem Batarang Lasso einzufangen, doch er scheitert daran, dass der angebliche Geist keine Handgelenke hat. Und als Batman ihn mit bloßen Händen ergreifen will, hält ihn ein plötzlich aufziehender kalter Wind davon ab. Schließlich schlägt Alfred den Helden von hinten nieder. Der Butler nennt Craddock seinen neuen Meister. Aber warum? Und wozu braucht ein Geist Möbel?

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Batman gegen Black Spider

DC Comics

Titel: Death-Web/The Doomsday Express/Night of Siege

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Ernie Chua, Frank McLaughlin, John Calnan, David Hunt

Erschienen: 1976/1978 (Detective Comics #463-464, Batman #306), Hardcover 2017 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 1)


„–and what better man to catch and kill a superfly — than a Black Spider?“

Anfang der 70er begann in den USA offiziell der „War on Drugs“ und als – nach The Amazing Spider-Man #96-98 (1971) – der Comics Code weiter gelockert wurde und das Thema auch in Superheldengeschichten vorkommen durfte (siehe Green Lantern #85-86, 1971), ersetzte es als MacGuffin weitgehend die Juwelen des Golden und Silver Age. Drogen sind bei Batman in den 70ern fast allgegenwärtig. So ist es auch hier.

Nachts, in der leeren Boxarena des Gotham Square Garden, lässt Batman einen Heroin-Deal platzen. Einer der Dealer kann in sein Auto entwischen, doch kaum hat er den Zündschlüssel umgedreht, fliegt es in die Luft. Die Spur führt zum Drogenboss „Doc“ Sugarman. Doch kaum stellt Batman diesen zu Hause zur Rede, wird Sugarman durchs Fenster erschossen. Batman schwingt sich zum Dach gegenüber und sieht dort einen maskierten Attentäter im violett-orangenem Spinnenkostüm, der sich seltsamerweise Black Spider nennt (vielleicht liegt’s an der Hautfarbe) – und ordentlich Schläge austeilt.

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Batman gegen Blockbuster: Teil 1

DC Comics

Lange bevor Batman auf Marvel’s Hulk traf, bekam er einen Schurken, der auffallende Ähnlichkeiten mit diesem hatte: Blockbuster, ein superstarker Hüne mit lila Hose. Geschaffen wurde er von Gardner Fox und Carmine Infantino.

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Batman: The Dying City

DC Comics

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez, Tony S. Daniel, Jorge Fornes, Carmine Di Giandomenico, Denys Cowan

Erschienen: 2024-2025 (Batman #153-157, 150), Hardcover/Paperback 2025


In Gotham scheint sich die Lage zu beruhigen, Bruce Wayne steckt sein Vermögen in wohltätige Zwecke, um Verbrechen zu verhindern und zeigt erste Wirkung. Selbst Edward Nygma ist nicht mehr der Riddler, sondern baut in Windeseile ein neues High-Tech-Unternehmen auf und dazu noch eine eigene Kryptowährung. Doch der Optimismus hält nicht lange.

Gegen Bruce Waynes Wohltätigkeit regt sich Protest. Manche werfen ihm vor, ein Kommunist zu sein und bloß Almosen (an Migranten) zu verteilen, während sich andere für ihr Geld abrackern. Gleichzeitig wird er von einem Unbekannten verklagt, der behauptet, sein unehelicher Halbbruder zu sein. Außerdem taucht ein neuer Superheld auf, der sich Commander Star nennt und sich in die US-Flagge kleidet, wie ein Abklatsch von Captain America. Er macht Batman Konkurrenz, findet das Wohlwollen von Commissioner Vandal Savage, der Batman festnehmen will. Und wird auch noch Bürgermeister Nakano erschossen. Hauptverdächtiger ist ausgerechnet Ex-Commissioner nun Privatdetektiv James Gordon. Es sieht nicht gut für ihn aus, denn er hatte eine Affäre mit Nakanos Frau …

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Batmans Zeitreisen: King Arthur

DC Comics

Titel: Sir Batman at King Arthur’s Court

Autor/Zeichner: Bill Finger/Paul Cooper

Erschienen: 1946 (Batman #36), Hardcover 2018 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 5)


Ob König Artus eine historische Gestalt ist oder bloß eine Sagenfigur des Mittelalters? Das wird man wohl nie erfahren. Doch für Hobbyhistoriker Professor Carter Nichols scheint der Fall klar zu sein. Er fragt sich daher eher, wer dieser „Sir Hardi Le Noir“ sein soll, der jüngst in einer Liste aufgetaucht ist und sonst nirgends erwähnt wird. Also schickt er wieder mal seine Hiwis Bruce Wayne und Dick Grayson per Hypnose in die Zeit von King Arthur zurück, irgendwann ins Frühmittelalter.

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Batman Vol. 4: Dark Prisons

DC Comics

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2024 (Batman #145-152), Hardcover/Paperback 2025


Nach ihrem letzten Kampf sind Batman und Joker zusammen in einer Gefängniszelle in Blackgate eingesperrt (siehe Mind Bomb), während der Batmans Notfall-Identität Zur-En-Arrh in einer Failsafe-Version, also als Roboter, Gotham City übernommen hat. Er erklärt der Batman-Family, Bruce Wayne sei tot und er habe sein Bewusstsein in den Roboter übertragen. Verbrecher wie auch Riddler und Two-Face werden gnadenlos eingesperrt und „umerzogen“. Gleichzeitig baut der Ersatz-Batman eine Armee von Amazo-Robotern auf, die er mit den Zur-En-Arrhs aus dem Multiversum speist. Der wahre Batman bricht aus dem Knast aus, um den Wahnsinn zu stoppen. Dann taucht auch noch ein Zur-En-Arrh-Robin auf …

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Mad Hatter versucht sich als Held

DC Comics

Titel: The Mad Hatter Goes Straight

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Rich Buckler

Erschienen: 1978 (Batman #297)


Der Mad Hatter (Jervis Tetch) hat mal wieder einen Coup gelandet und fette Beute gemacht, aber diesmal kann er sich nicht freuen – er fühlt sich leer. Zeit für eine Rückblende! Als Kind hat er einst die Hüte im Laden des Großvaters bewundert, sie haben seine Phantasie beflügelt und ihn von Heldentaten träumen lassen. Doch was ist aus ihm geworden? Ein Gauner! Und jetzt ist sogar davon der Reiz verflogen. Also beschließt Tetch, endlich ein Held zu werden.

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Batmans Zeitreisen: Musketiere

DC Comics

Titel: All For One, One For All/The Three Super Musketeers

Autor/Zeichner: Don Cameron, Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1945/1956 (Batman #32/World’s Finest #82), Hardcover 2017 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 4), 2016/2024 (Batman & Superman in World’s Finest: The Silver Age Omnibus Vol. 1)


Bruce Wayne und und Dick Grayson langweilen sich. Offenbar reicht es ihnen nicht, mindestens einmal pro Woche ein wildes und lebensgefährliches Abenteuer zu erleben und sie haben wohl sonst nichts zu tun. Muss Dick Grayson nicht mal zur Schule? Stattdessen gibt es Geschichtsunterricht mal anders. Zum zweiten Mal lassen sie sich von Professor Carter Nichols per Hypnose in die Vergangenheit befördern (wie schon in Batman #24, 1944). Diesmal landen sie im Paris des 17. Jahrhunderts, jedenfalls in eine Version, wo alle Englisch sprechen.

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Batmans Fliegergeschichten

DC Comics

Titel: Ghost of the Killer Skies/Death Flies the Haunted Sky

Autoren/Zeichner: Dennis O’Neil, Archie Goodwin/Neal Adams, Alex Toth

Erschienen: 1970/1974 (Detective Comics #404/442), Paperback 1988 (The Greatest Batman Stories Ever Told Vol. 1)


In den Batman-Anthologien finden sich zwei Kurzgeschichten, die zu den besten aller Zeiten zählen und mit Flugzeugen aus dem Ersten Weltkrieg zu tun haben.

In „Ghost of the Killer Skies“ finanziert Bruce Wayne einen Spielfilm über das einstige Fliegerass Baron Hans von Hammer. Doch beim Dreh in Spanien geht alles schief: Requisiten werden gestohlen, Filmmaterial verbrennt, Tonspuren gehen verloren und dann stürzt auch noch ein Stuntman mit einem Doppeldeckerflugzeug ab. Batman ist zufällig im Kostüm zur Stelle und sieht sofort, dass der Mann im Flug erwürgt wurde.

Hauptverdächtiger: Heinrich Franz, ein technischer Berater und angeblicher Nachkomme des Barons, der diesem wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Er sieht die Unglücke als Winke des Schicksals, den Film nicht zu beenden.

Was heißt Batman auf Spanisch? „El Hombre Murcielago“! (DC Comics)

Batman vereitelt einen weiteren Sabotageakt, diesmal versuchen Einheimische, ein Flugzeug in die Luft zu jagen. Er erwischt den Kameramann Gavon. Doch der will mit dem Flugzeug nichts zu tun gehabt haben. Da wird Regisseur Anson erschossen – angeblich vom Geist von Hans von Hammer, tatsächlich aber von Heinrich Franz. Der findet es nämlich gar nicht gut, wie der geplante Film seinen Vorfahren darstellt. Eine Beleidigung sei das für den skrupellosen „Gott“, findet er. Batman verteidigt eine differenziertere Sicht auf die historische Gestalt.

DC Comics

Statt Batman zu erschießen, trägt der Schurke den Kampf mit ihm in der Luft aus. So viel Fairness muss selbst für einen kalten Killer sein. Zum Glück hat Batman mal bei einem Stuntpiloten gelernt, wie man die alten Maschinen aus dem Ersten Weltkrieg fliegt. Außerdem greift dann doch noch der Geist von Hans von Hammer ein, um ihm zu helfen, während Batman beschossen wird. Sein Flugzeug wird getroffen, da hilft nur noch ein waghalsiger Sprung zum Gegner. Im Nahkampf verfängt sich Heinrichs Schal im Propeller, was ihn in den Tod stürzen lässt.

Neal Adams zeichnet hier mal wieder einige beeindruckende Panels mit dramatischen Perspektiven.

(Die Story wurde u.a. nachgedruckt in Batman by Neal Adams Vol. 2 (2019) und auf Deutsch in Batman Collection – Neal Adams 2 (Panini 2009).)

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