Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Batmans Zeitreisen: Im Alten Rom

DC Comics

Titel: It Happened In Rome/Batman’s Roman Holiday

Autor/Zeichner: Joe Samachson, Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1944/1957 (Batman #24/112), Hardcover 2017/2022 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 3/The Silver Age Omnibus Vol. 1)


Bruce Wayne besucht das antike Rom. Lateinkenntnisse sind dort nicht nötig, denn hier sprechen alle Englisch. Als er sieht, wie zwei Legionäre einen Mann um Schutzgeld erpressen, steigt er blitzschnell ins Batman-Kostüm und schlägt den Gaunern die Helme zusammen. Da kommen weitere Wachmänner, die im Auftrag des Gauners Publius Malcho Batman festnehmen. Wie bitte? Was ist denn hier los?

Ein gewisser Professor Carter Nichols hat Bruce Wayne per Hypnose ins Alte Rom versetzt. Sofort merkt Dick Grayson per ominöser telepathischer Verbindung , dass etwas nicht stimmt und lässt sich ebenfalls in die Zeit zurückschicken. Kaum ist er da, bekommt er mit einem Wachmann Ärger, weil er für einen geflohenen Sklaven gehalten wird. Dann steigt er ins Robin-Kostüm (das er sich wohl aus der Hosentasche zieht) und wird nicht mehr erkannt, obwohl er nicht mal seine Maske trägt.

Batman und der römische Joker alias Jester. (DC Comics)

Derweil macht „Batmanus“ im Knast Bekanntschaft mit einem Hofnarren, der sich Jester nennt und auffallende Ähnlichkeit mit dem Joker hat. Gab es solche schon in der Antike? Der sieht jedenfalls stark nach Mittelalter aus. Doch dieser „Harlequin“ ist ein Opfer seiner Scherze geworden, als er sich über ein von Malchio manipuliertes Wagenrennen lustig gemacht hat. Der Favorit Gito soll das Rennen verlieren, auf das alle ihre hart verdienten Sesterzen gesetzt haben.

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Batman trifft erstmals The Shadow

DC Comics

Titel: Who Knows What Evil–?/The Night of the Shadow

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick

Erschienen: 1973/1974 (Batman #253/259)


The Shadow gehört zu den Figuren, die Batman inspiriert haben: Ursprünglich, seit 1930, war er nur eine Radiostimme der Sendung Detective Story Hour. Berühmt wurde die Ansage: „Who knows what evil lurks in the hearts of man? The Shadow knows!“ – gefolgt von einem unheimlichen Lachen. Am Ende hieß es: „Crime does not pay…The Shadow knows!“ 1931 wurde daraus eine literarische Figur im Pulp-Magazin eigenen Namens, später gab es auch Filme und Comics.

The Shadow ist ein Detektiv und Vigilant mit dem Namen Kent Allard (später im Radio und Kino hieß er Lamont Cranston), er trägt einen breiten Hut, einen langen Mantel, einen roten Schal um den Mund und dazu zwei Pistolen. Außerdem beherrscht er Hypnose und kann sich unsichtbar machen – bis auf seinen Schatten.

In den 70ern wurde man nostalgisch und entschloss sich bei DC nicht nur zu einer neuen Shadow-Comic-Serie (ebenfalls geschrieben von Dennis O’Neil), sondern auch zu einem Crossover mit Batman – und das in gleich zwei Heften hintereinander. So eine Begegnung birgt Potenzial, denn die beiden Helden sind sich zum einen sehr ähnlich, zum anderen unterscheiden sie sich radikal in ihren Methoden, denn Batman hasst bekanntlich Schusswaffen. Doch die Möglichkeiten werden leider nicht ausgeschöpft.

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Batman im Wachsfigurenkabinett

DC Comics

Titel: The Deadly Numbers Game/The Batman Nobody Knows

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick, Dick Giordano

Erschienen: 1973 (Batman #250), Paperback 1988/2005 (The Greatest Batman Stories Ever Told/Batman: The Greatest Stories Ever Told)


Die 250. Batman-Ausgabe wird zwar nicht als ein Jubiläumsheft angepriesen, hat aber einiges zu bieten. Zunächst ist da eine kleine Geschichtsstunde im Wachsfigurenkabinett. Das Museum in Gotham wird kaum noch besucht. Da taucht plötzlich in den Händen der George-Washington-Figur ein Beil auf, das in einem Outdoor-Laden nebenan gestohlen wurde. Kurz darauf berichtet der Reporter Gil Adams über diesen „Vorfall“, der keiner ist – muss wohl gerade Sommerloch sein. Bruce Wayne sieht den Bericht im Fernsehen. Der Besitzer hat keine Ahnung, woher das Beil kommt. Doch diese Banalität erregt aus unerfindlichem Grund Interesse: Vor dem Museum bildet sich eine Schlange, um das Beil in Washingtons Hand zu sehen. Gotham muss eine sehr langweilige Stadt sein.

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Die vielen Tode des Robin

DC Comics

Titel: How Many Ways Can a Robin Die

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1972 (Batman #246), Paperback 2007 (Batman: The Greatest Stories Ever Told Vol. 2)


Dies ist eine Story für alle, die Robin hassen und ihn gerne sterben sehen.

Batman schwingt sich gerade durch Gotham, da wird er von einem falschen Bat-Signal zu einem Turm gelockt. Auf dem Turm steht Robin, der wird von einem Pfeil getroffen und fällt in die Tiefe. Doch unten stellt sich heraus: Bei dem Wunderknaben handelt es sich um eine Puppe. Auf dem Pfeil hat ein Unbekannter eine Notiz hinterlassen: Dies sei nur der erste von mehreren „toten Robins“. Batman kann zwar nicht herausfinden, wer den Pfeil abgeschossen hat, schließt aber den den Streifen darauf, dass der nächste Tatort der „Striped-Arrow Country Club“ sein wird.

Richtig geraten! Dort sticht ein Bühnenmagier einige Schwerter in eine Kiste und heraus fällt eine weitere Robin-Attrappe. Batman liefert sich ein Duell mit dem Kerl, doch der verschwindet spurlos in einer Rauchwolke. Batman schließt vom Schwert auf den nächsten Ort: der „Sword-Fish Pier“ am Cape Fear – klar, wo sonst?! Da fällt Robin, an einen Stein gebunden, ins Wasser. Diesmal könnte es der echte sein, aber nein, wieder nur Fake!

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Dr. Phosphorus kehrt zurück

DC Comics

Titel: Dr. Phosphorus Is Back

Autor/Zeichner: Steve Englehart/Irv Novick

Erschienen: 1979 (Batman #311), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart)


Steve Englehart hatte seinen Detective-Comics-Run nach acht Ausgaben im Jahr 1978 beendet, doch ein Jahr später kehrte er für eine Batman-Ausgabe als Gastautor zurück und bescherte dann auch seiner Schöpfung Dr. Phosphorus ein Comeback. (Allerdings diesmal leider nicht mit Marshall Rogers.)

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Batman, der Oger und der Affe

Titel: The Ogre and the Ape

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996 (Batman #535), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1)


Ein entstellter Hüne (genannt Oger) und ein Affe begehen Morde an Wissenschaftlern. Sie rächen sich für die Experimente, die diese einst an ihnen durchgeführt haben. Der Affe verabreicht ihnen ein Betäubungsmittel, der Oger bohrt ihnen eine Elektrode ins Gehirn und tötet sie mit einem Stromschlag, ohne dass sie etwas fühlen. Das ist noch human im Vergleich zu der Folter, die Oger und Affe erlebt haben.

Die Wissenschaftler wollten „perfekte Geheimagenten“ erschaffen. Um die Evolution voranzutreiben, sollte der Mensch zunächst in seinen Urzustand versetzt werden. Daher haben sie versucht, Affen und Menschen einander anzunähern. (Der tiefere Sinn erschließt sich mir nicht.) 22 Testsubjekte sind gestorben, der 23. hat überlebt – und begleicht nun offene Rechnungen. Während Batman versucht, die nächsten Opfer zu finden, geht das Morden weiter …

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Batman und die Electrocutioner

DC Comics

Jeder Superheld trifft früher oder später einen Schurken, dessen Kräfte auf Elektrizität beruhen. Spider-Man und Daredevil haben Elektro. Superman hat Livewire. Und Batman traf gleich dreimal auf einen, der sich Electrocutioner nannte.

Das erste Mal (Batman #331, 1981) handelt es sich zunächst um einen Mystery Man im Schlapphut und Trenchcoat, der darunter aber ein fesches, hautenges, schwarzes Kostüm mit einem weißen Blitz trägt. In diesem Outfit sucht er Mörder auf, die wegen Verfahrensfehlern freigekommen sind. (Das passiert hier gleich dreimal!) Statt des Elektrischen Stuhls bekommen sie eine tödliche elektrische Ladung per Hand verpasst.

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Maxie Zeus: Der göttliche Gangster

Ein Gangster, der sich für einen Gott hält: Maxie Zeus gehört zu den verrücktesten Batman-Schurken. Geschaffen von Dennis O’Neil und Don Newton ist er im Grunde eine Variation von King Tut aus der 60er-TV-Serie: Auch Maxie hat war einst College-Professor, bevor er sich dem Verbrechen zuwandte – und darin gilt er als Genie, trotz seines Gotteskomplexes und Wahnvorstellungen, Zeus zu sein.

Maxie hatte nur einige Auftritte von 1979 bis 1982 und dann noch Anfang der 90er, bis er – nach einer Episode in Batman: The Animated Series – weitgehend aus den Comics verschwand. Doch das war genug, um ihm in Arkham Asylum (1989) immerhin vier Seiten zu widmen und ihn dort als gespenstischen Gott der Elektrizität erscheinen zu lassen.

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Pinguin und die ausgestorbenen Vögel

DC Comics

Titel: Batman-Ex — As in Extinct/The Little Men’s Hall of Fame

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Mike Grell

Erschienen: 1977 (Batman #287-288), dt. Egmont Ehapa 1977 (Batman Sonderheft #7)


Bruce Wayne scheint das Unheil anzuziehen, denn kaum ist er zu einer öden Einweihung einer Napoleon-Statue in der Société Francaise erschienen, bemerkt er zwei zwielichtige Typen, die einen mechanischen Pterosaurier aus der Statue ausbrechen lassen. Blitzschnell zieht Bruce sich um und reitet den Roboter durch die Lüfte, bis dieser eine Bruchlandung hinlegt. Wow – was sollte das denn?

Natürlich steckt der Pinguin dahinter und er lässt noch weitere mechanische Nachbauten ausgestorbener Vögel für Chaos sorgen. Der nächste ist ein Archaeopteryx, der eine Filmvorführung über Machiavelli crasht. Dann taucht ein Diatryma auf dem Schiff Lord Nelson auf. Batman findet heraus, dass die ganzen Orte kein Zufall sind: Der Pinguin orientiert sich an den kleinen großen Männern der Geschichte, denn er selbst hält sich für einen.

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Pinguins Rückkehr im Bronze Age

DC Comics/Ehapa

Titel: Hail Emperor Penguin

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Irv Novick, Dick Giordano

Erschienen: 1974 (Batman #257), Paperback 1992 (The Greatest Batman Stories Ever Told Vol. 2); dt. Ehapa 1974 (Superman/Batman 25)


Anfang der 70er, als das Bronze Age begann, wurde nicht nur Batman ernster und realistischer, auch seine alten Gegner wurden neu interpretiert, vor allem von Dennis O’Neil und Neal Adams. Sie holten den Joker nach vier Jahren aus der Versenkung und machten aus ihm wieder einen psychopathischen Killer, auch Two-Face stieg als tragische Figur zu einem klassischen Schurken auf. Allerdings traf das nicht auf den Pinguin zu. Der tauchte nach sechs Jahren Pause im Jahr 1974 auf, als hätte er sich kaum verändert.

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