Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Das Ende des Spook

Cover von Brian Bolland und Andy Kubert (DC Comics)

Titel: Scared Straight/Wonderboys

Autor/Zeichner: Scott Beatty, Grant Morrison/Roger Robinson, Andy Kubert

Erschienen: 2003/2006 (Gotham Knights #46, Batman #657)


„Some prisons are inescapable.“

Acht Jahre lang saß Val Kaliban alias Spook, der eigentlich Valentin Kalibanicz heißt, im Blackgate-Hochsicherheitsgefängnis. Ein Musterinsasse, der nicht einmal während des Bebens versuchte, auszubrechen. Nun kommt er auf Bewährung raus, lebt in einem Wohnheim für Ex-Häftlinge. Er scheint rehabilitiert, will auf keinen Fall wieder in den Knast zurück. Doch schon bald zeigt sich eine aggressive Seite, als ihn ein Mitbewohner mit seinem Kaugummi aufregt. Und kurz darauf hypnotisiert er einen Bankangestellten, ihm mehr Geld herauszugeben, als ihm zusteht.

Nightwing und Robin, die ihm auf den Fersen sind, bringen ihn dazu, das Geld zurückzugeben. Dann will ihn auch noch KGBeast rekrutieren. Batgirl (Cassandra Cain) kommt dazwischen. Schließlich tut er so, als würde er einen Laden überfallen und lässt sich wieder festnehmen.

Hat erst das Misstrauen der Bat-Family ihn dazu gebracht? Batman sieht es gelassen: Sie hätten ihm nur gezeigt, dass er noch nicht reif genug sei. Kalibanicz hingegen findet, dass Gotham City auch nur ein Knast ist, nur mit mehr Metall, Beton und Aufsehern.

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Batman und der Spook: Teil 2

DC Comics

Der Spook (Val Kaliban) ist eigentlich nur ein Trickbetrüger, der mal Verbrecher gegen Geld aus dem Knast holen wollte und Batman mit Illusionen täuschte. Er landete dann selbst in dem Knast, den er einst mithalf zu bauen. Drei Jahre später kehrt er zurück, um es direkt auf Batman abzusehen (Batman #276, 1976).

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Batman und der Spook: Teil 1

DC Comics

Titel: The Spook That Stalked Batman/The Spook Strikes Again/The Spook’s Master Stroke

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1973 (Detective Comics #434-435, Batman #252), dt. Ehapa 1975 (Batman Superband 2)


„Now I’m being spooked by the spook!“ (Batman)

Ihn halten weder Fesseln noch Mauern, er kommt und geht, wie es ihm beliebt – der Spook. Der Schurke mit grüner Kapuze, der sich als Geist ausgibt, hatte seinen ersten Auftritt im Jahre 1973, und hielt Batman für drei Ausgaben in Atem.

Zunächst taucht er in Gothams neuen Hochsicherheitsgefängnis auf. Er erscheint in der Zelle des verurteilten Gangsterbosses „Big Turk“ Ramis und bietet ihm an, ihm bei der Flucht zu helfen. Zuvor hatte Ramis bereits seine Versicherung abgelehnt, nun verdoppelt sich der Preis. Der Spook bringt ihn raus und verschwindet in einer Rauchwolke, nicht jedoch ohne in der Zelle eine Puppe von sich als Zeichen zu hinterlassen – immer diese eitlen Fatzken!

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Gotham War: Zoff in der Familie

Titel: Batman/Catwoman: The Gotham War

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky, Tini Howard/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2023 (Batman #137-138, Catwoman #57-58 u.a.), Hardcover 2024


„… how do I stop loving?“ (Batman)

Da macht man mal längeres ein Nickerchen, für etwa acht Wochen, und wenn man aufwacht, erkennt man die Welt nicht wieder. So ergeht es Batman. Der musste in letzter Zeit viel durchmachen. Ich meine: Wann muss er das nicht? Aber diesmal kam es besonders dicke: Zuerst wollte ihn eine künstliche Intelligenz Failsafe umbringen, dann bekam er es mit Red Mask zu tun und verlor eine Hand, beim Event Knight Terrors wurde er (mal wieder) mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontiert. Danach lag er acht Wochen im Koma.

Derweil hat ihn Catwoman vertreten und das sogar sehr effektiv. Gewaltverbrechen sind in Gotham zurückgegangen. Dafür wird umso fleißiger gestohlen. Catwoman hat allen Ganoven, die einst für Superschurken gearbeitet haben, eine zweite Chance gegeben und bildet sie zu effektiven Dieben aus, die nur noch die Reichen ausrauben, ohne jemanden zu verletzen oder gar zu töten. 15 Prozent des Erlöses gehen an wohltätige Zwecke. Super Idee? Findet Batman gar nicht. Denn Verbrechen bleibt Verbrechen – außerdem waren seine Eltern mal reich (und auch er selbst), wie er empört feststellt.

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Year One: Der Joker geht in die Lehre

Titel: The Joker Year One

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Giuseppe Camuncoli, Andrea Sorrentino

Erschienen: 2023-2024 (Batman #142-144), Hardcover 2024


In einer unbestimmten Zukunft hat der Joker (mal wieder) ein Virus losgelassen, das alle Menschen in grinsende Zombies verwandelt. Nur Batman ist dank Ohrstöpseln davongekommen, da das Virus über ein akustisches Signal aktiviert wird. Nun versucht er, seinen noch schrecklicheren Erzfeind aufzuhalten, muss dabei aber auch gegen seine eigene „Familie“ (Robins, Batgirls, Catwoman) kämpfen, aber nicht zu sehr. Und am Ende wirft ihm der Joker die Lösung einfach hin: Fledermäuse.

Zwischendurch bekommen wir in Rückblenden erzählt, wie alles begann: Die Geschichte spielt nach dem Zero Year. Der Anführer der Red Hood Gang hat sein unfreiwilliges Säurebad genommen und ist zum Joker geworden, einem mörderischen Psychopathen. Aber dann taucht ein Mann namens Daniel Captio auf. Dieser selbsternannte „schlaueste Mann der Welt“ hat einst Bruce Wayne mitausgebildet (wer sich nicht erinnert, lese nach in The Knight/Die Reise), nun will er den Joker aus einer Laune heraus zu seinem Gegenstück heranbilden. Der Clown hat anscheinend nichts Besseres zu tun und so lernt er, seinen Geist zu beherrschen und die Angst abzulegen, er entwickelt drei Persönlichkeiten (analog zu Batmans Zur-En-Arrh) und dankt es seinem Lehrer mit kaltblütigem Mord. Das hat der Schlaumeier dann leider nicht kommen sehen …

Parallel dazu muss sich Detective James Gordon weiterhin gegen seine korrupten Polizei-Kollegen behaupten, die der Red Hood Gang angehören. Darum geht es eigentlich hauptsächlich und das ist fast schon der interessanteste Teil, auch wenn hier nicht viel Neues bei rumkommt.

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Das Ende des Golden Age: Batman #100 (1956)

DC Comics

Titel: Batmantown, U.S.A./The Hunters of Gotham City/The Great Batman Contest

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1956 (Batman #100)


Die erste Batman-Jubiläumsausgabe schaut auf dem Cover nicht nur auf ihr 16-jähriges Bestehen zurück, indem sie sechs historische Ausgaben zeigt, mit ihr endet auch das Golden Age. Natürlich ist es eine willkürliche Festlegung, orientiert am Auftritt von Batwoman in Detective Comics #233, aber es steht auch als Symptom dafür, dass Batman sich allmählich selbst historisch zu werden beginnt.

Auf dem Cover ist das Titelbild von Batman #1 reproduziert, die Neuerzählung des Origins in (Batman #47), als einziger Schurke ist der Joker repräsentiert, ansonsten sind drei wichtige Aspekte zu sehen: die Batcave (Batman #48), Batman als Tüftler am Batplane II (Batman #61) und Batman und Robin als Abenteurer bzw. Zirkusartisten, die mit einem Motorrad durch einen brennenden Ring springen. Vieles davon findet sich auch in den Storys des 100. Heftes wieder.

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Batman und der Idiot von Rio

DC Comics

Titel: The Idiot Root

Autor/Zeichner: Peter Milligan/Norm Breyfogle, Jim Aparo

Erschienen: 1991 (Batman #472, Detective Comics #639, Batman #473, Detective Comics #640), Paperback 2020 (Batman: The Caped Crusader Vol. 5)


Schon wieder Herzen! Zuerst kochte sie Cornelius Stirk, dann machte Abattoir Jagd auf sie, nun reist eine gewisse Queen of Hearts nach Rio de Janeiro, um dort Herzen zu sammeln, allerdings nicht auf die romantische Art. Nein, sie reißt sie den Leuten aus dem lebendigem Leib, erfreut sich an ihrem Zucken und steckt sie in kleine Wiegen. Ziemlich krank? Stimmt, daher reist Batman hinterher, um sie aufzuhalten.

Seltsam ist, dass die Schurkin, die sich anscheinend – wie so viele – von Alice im Wunderland hat inspirieren lassen, so sehr an Herzen hängt, wo doch ihr Vorbild es eher mit abgetrennten Köpfen hatte. Aber dazu kommen wir noch. Denn in den Straßen Rio wird auch eine neue Droge verkauft, die Menschen (vor allem Kinder) zu Zombies werden lässt. Gewonnen wird das Zeug aus der „Idiot Root“, einer Wurzel, die eigentlich für spirituelle Rituale dient, hier aber in konzentrierter Form missbraucht wird. Außerdem verschafft der Rausch Zugang zur „Idiot Zone“, in der ein gewisser „Idiot“ regiert, der aus dem verschmolzenen Geist vierer Geisteskranker entstanden ist. Dieser raubt anderen den Verstand, damit er sich in der wahren Welt materialisieren und weitere Köpfe leersaugen kann.

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Batman und der künstliche Mensch

DC Comics

Titel: The Synthetic Crime King

Autor/Zeichner: unbekannt/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1954 (Batman #87), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Der Wissenschaftler Professor Vilmer hat es vollbracht: Er hat einen synthetischen Menschen erschaffen. Nicht ganz so einfallsreich ist seine Namenswahl: Adam Newman. Er steckt ihn in ein grünes, hautenges Ganzkörperkostüm und erklärt ihm, Adam müsse regelmäßig eine gewisse Chemikalie trinken, um zu überleben. Dann schickt er ihn los, um eine Lieferung Iridium zu stehlen. Kein Problem, denn Adam hat übermenschliche Kräfte, keine Erinnerung und kein Gewissen. Batman erwischt ihn zufällig beim Diebstahl in einem fahrenden Zug, doch Adam entkommt.

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Batman und der Gargoyle

DC Comics

Titel: A Gotham Tale: Gargoyles/Venging Spirits

Autor/Zeichner: John Wagner/Cam Kennedy

Erschienen: 1992 (Batman #477-478), Paperback 2022 (Batman: The Caped Crusader Vol. 6)


In Gotham werden die Schätze von Canterbury ausgestellt, einem Wallfahrtsort aus England. Christina Creighton hat die Ausstellung kuratiert, ihr Vater ist vor drei Wochen gestorben, ein Freund von ihm, der Biochemiker Morris Eagleton, begleitet sie. Dann platzen ein paar maskierte Räuber ein, Batman eilt zur Stelle, doch sie nehmen Christina als Geisel und sperren dann alle drei in einen Safe.

Das Problem: Der Safe ist luftdicht und hat ein Zeitschloss – für alle drei wird der Sauerstoff nicht reichen. Einer muss sterben. Batman hat drei Betäubungspfeile, zusammen sind sie tödlich. Also erzählen sie sich – ganz in der Tradition von Chaucers Canterbury Tales – ihre Geschichten, um zu entscheiden, wer am ehesten das Leben verdient.

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Der Schmied des Verbrechens

DC Comics

Titel: The Coming of Crimesmith/Crimesmith and Punishment

Autor/Zeichner: Marv Wolfman/Jim Aparo

Erschienen: 1990 (Batman #443-444), Paperback 2019 (Batman: The Caped Crusader Vol. 2); dt. Hethke 1991 (Batman Album 13-14)


In Gotham taucht eine Leiche auf, die von innen heraus verbrannt ist. In der Nähe versuchen drei Einbrecher, Pelze zu stehlen. Batman hält sie auf. Später stellt sich heraus: Sie haben nach dem Plan eines gewissen Crimesmith gehandelt, einem Dienstleister, der Pläne für Verbrechen schmiedet und dabei 60 Prozent kassiert. Doch seine Pläne sind nicht gerade erfolgreich, denn auch beim zweiten – einem Autodiebstahl im großen Stil – kommt Batman dazwischen. Und dann stellt er fest: Wenn man ein Wort über den Crimesmith verliert, auch nur seinen Namen erwähnt, geht man spontan in Flammen auf.

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