Batman (Comic-Serie)

Die erste Comic-Serie, die allein Batman gewidmet ist, erscheint seit 1940.

Batwomans Emanzipation im Silver Age

Batman #105/Detective Comics #286 (DC Comics)

Kathy Kanes erster Auftritt als Batwoman war nicht gern gesehen, jedenfalls nicht von Batman und Robin. Kaum tauchte sie auf, musste sie ihr Kostüm wieder einmotten. Doch Kathy ließ sich nicht lange unterdrücken, bald darauf kam sie wieder, denn sie bedauerte, zum Aufgeben gezwungen worden zu sein. Sie umgeht ihr Versprechen, indem sie ihr Kostüm zu einem Maskenball anzieht (The Challenge of Batwoman, Batman #105, 1957). Auf dem Weg dahin, auf dem Motorrad, sieht sie zufällig, wie Batman und Robin gerade Gauner jagen. Batman verstaucht sich den Fuß, ein maskierter Gauner (Curt Briggs) fällt von einem fahrenden Zug und verliert sein Gedächtnis. Batwoman erkennt Briggs als ehemaligen Athleten und geht davon aus, dass er in Wahrheit Batman sein müsse.

An ihren Detektiv-Skills muss Kathy noch arbeiten, aber durch die Verwechslung wird die Story in Gang gesetzt, in der Kathy versucht, der Selbstvergessenen zu Batman  zu machen. Sie steckt ihn in einem Kostüm und frischt mit Turnübungen sein Gedächtnis auf, dass er nie hatte. Dem echten Batman kommt das sogar entgegen, denn durch den falschen Batman scheint es nach außen so, als wäre der wahre Dunkle Ritter noch dienstfähig. Bruce kann derweil seinen Fuß auskurieren.

Unbewusst gibt Briggs den Verbrechensbekämpfern Hinweise auf die nächsten krummen Dinger, die die Bande plant, zuerst in einem Kunstmuseum, wo sich die Gauner (wo sonst?) in einem Modell des Trojanischen Pferdes verstecken. Nach dem verpatzten Einsatz fällt Briggs wieder alles ein, er spielt das falsche Spiel jedoch weiter mit. Im Chinatown Museum kommt es zum Showdown und es ist der wahre Batman, der Briggs durchschaut und ihn einfängt. Enttäuscht mottet Kathy ihr Batwoman-Kostüm wieder ein. Aber wie konnt er Batmans Fuß so schnell heilen? Konnte er nicht: Batman hat Kathy mit einer Prothese getäuscht.

Doch Kathy Kane gibt nicht so schnell auf.

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Bruce Waynes Tante Agatha

DC Comics

Titel: Bruce Wayne’s Aunt Agatha

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1955 (Batman #89), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Einige von euch kennen sicher Dick Graysons Tante Harriet Cooper, besonders bekannt durch die TV-Serie mit Adam West. Doch auch Bruce Wayne hat eine Tante, wie die Leser bereits 1955 erfahren durften. Bruce und Dick kommen gerade von einem Einsatz als Batman und Robin heim, da klingelt es an der Tür und sie steht vor ihnen: eine hagere alte Frau mit Brille und weißen Haaren. Jahre nicht gesehen, nun will sie eine Woche oder zwei bleiben.

Bruce kommt das ungelegen, er will die Verwandte wieder loswerden, erzählt ihr, Butler Alfred sei im Urlaub und sie hätten niemanden, der sie versorgt. Kein Problem, Tante Agatha bekocht sie halt. Als die Frau im Schaukelstuhl einschläft, wie das alte Frauen so machen, versuchen sich die beiden Jungs als Batman und Robin rauszuschleichen, da werden sie erwischt. Agatha denkt, sie wollen zu einem Kostümball, aber nicht ohne Gummistiefel und Schirm, es soll doch regnen.

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Batman verliebt sich

Titel: Batman Falls In Love

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1954 (Batman #87), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Das Wort Liebe taucht in Batman-Titeln nur äußerst selten auf, in den ersten vier Jahrzehnten sogar nur zweimal, beide Male in den 50ern. Und irgendwie auch klar: Batman und Liebe haben miteinander nichts zu tun. Das gehört sich einfach nicht für einen einsamen Rächer, einen ewigen Junggesellen und vor allem in einer Bromance mit Robin. Man musste auch Rücksicht auf die Zielgruppe nehmen: Jungs wollen nichts von Mädchen lesen. Daher bekommen Frauen stets eine Abfuhr, auch wenn hin und wieder – zumindest bis 1954 – auch mal kurz mit Catwoman die Funken schlagen.

Nun aber verliebt sich Batman, und das kommt so: Die international bekannte Schönheit Magda Luvescu kommt nach Gotham (anscheinend so was wie ein Model) und eröffnet eine Ausstellung für nichts Geringeres als – Haushaltsgeräte. Nicht gerade ein ruhmreicher Auftritt, zeigt aber wo sich die Emanzipation in den USA der 50ern gerade befindet. Ein Wunder, dass sich Magda für so etwas hergibt, aber da sitzt sie dann tatsächlich zwischen einem Riesenmixer und einem Riesenrührgerät und gibt Auskünfte über ihr Liebesleben …

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Schurken finden die große Liebe

DC Comics

Titel: Mortal Clay/Love Bird

Autor/Zeichner: Alan Moore, Max Allan Collins/George Freeman, Norm Breyfogle

Erschienen: 1987 (Batman Annual #11), Paperbacks 2013/2015 („Mortal Clay“: DC Universe by Alan Moore, dt. The Killing Joke; „Love Bird“: Second Chances, Legends of the Dark Knight: Norm Breyfogle Vol. 1)


„Villains in Love!“ heißt es auf dem Titel. Der eine ist Clayface III, der andere der Pinguin. Wir beginnen mit Preston Payne. Der ist noch immer in eine Puppe verliebt, diesmal ist sie nicht aus Wachs, sondern eine Schaufensterpuppe. Nach seinem letzten Kampf mit Batman findet er seine geliebte Helena in einem Kaufhaus, quartiert sich dort heimlich ein und verlebt mit ihr nach Ladenschluss drei Monate in Harmonie.

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Batman als Feuerwehrmann

Titel: The Third Alarm for Batman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1955 (Batman #96), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Einmal wird das Batmobil sogar zum Feuerwehrauto: Batman und Robin spielen „Fire-Detectives“, um für Brandverhütung zu werben und um die Ursache hinter einer Reihe von Bränden zu finden. Seltsam ist nur der Grund dafür: Die Brände, sagt Batman, kosteten die Versicherungsunternehmen Millionen. Es geht also nicht primär um Schäden für die Besitzer oder gar die Gefahr für Leib und Leben, nein, es geht darum, die Kosten für Versicherer zu minimieren. Batman ist hier leider mal wieder kein Held des kleinen Mannes, sondern ein Beschützer der Reichen. (Daher geht es auch so oft um Juwelenraub – auch das kein Problem der Unterschicht.)

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Hommage an Gothams Architekten

Batman #474, Legends of the Dark Knight #27, Detective Comics #641

DC Comics

Titel: Destroyer

Autor/Zeichner: Alan Grant, Dennis O’Neil/Norm Breyfogle, Chris Sprouse, Jim Aparo

Erschienen: 1992 (Batman #474, Legends of the Dark Knight #27, Detective Comics #641), Paperback 2023 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 7)


Im Gotham wird ein leerstehendes Gebäude in die Luft gejagt – illegal. Kurz darauf ein weiteres, diesmal werden aber zwei Menschen getötet, die sich in der Nähe aufhalten. Als Batman im Archiv der Wayne Foundation recherchiert, legt der Zerstörer auch dort eine Bombe …

Verantwortlich ist Andre Sinclair, ein ehemaliger Architekturstudent und Navy-SEAL, der sich für die extravagante Architektur von Cyrus Pinkney begeistert und sehr an Bausünden stört, die die Sicht auf die Gebäude seines Idols versperren und das Stadtbild verschandeln.

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Der Killer mit der Patchworkmaske

DC Comics

Titel: Grotesk

Autor/Zeichner: John Ostrander/Tom Mandrake

Erschienen: 2007 (Batman #659-662), kein Paperback


Winter in Gotham. Ein neuer Serienmörder geht umher. Schneidet seinen Opfern die Gesichter weg und vebrennt sie bei lebendigem Leib. Er stückelt sich aus den Gesichtern eine Maske zusammen und trägt eine Armprothese, die Feuer schießen und schneiden kann. Schnell ist ein Name für ihn gefunden: Grotesk. Seine Opfer sind keine Unschuldigen, sondern Mitglieder des organisierten Verbrechens. Doch da trifft es auch eine Wissenschaftlerin.

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Batmobil als Oldtimer

DC Comics

Titel: Gotham City’s Strangest Race

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1955 (Detective Comics #219), Hardcover 2023 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 10)


Ihr glaubt, ihr wisst schon alles über das Batmobil? Darüber wurde alles schon gesagt? Dachte ich auch – und dann fand ich diese Story, in der das Batmobil zu einem Oldtimer wurde. Seltsam, das über ein Auto zu sagen, das aus den 30ern oder – in der neueren Version – aus den 50ern stammt, aber Batman ging 1955 noch weiter zurück, nämlich ins Jahr 1905.

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Batman trifft Magpie

DC Comics

Titel: A Bird in the Hand … (dt. Tödliche Juwelen)

Autorin/Zeichner: Barbara Randall/Trevor von Eeden

Erschienen: 1987 (Batman #401); dt. Egmont Ehapa 1988 (Batman Taschenbuch 40)


„I am what I have to be.“ (Batman)

Die Diebin Magpie stiehlt Schmuck, der nach Vögeln benannt ist – wohl um ihren Namen (Elster) gerecht zu werden. Das Problem dabei: Sie tauscht die Originale aus gegen tödliche Fälschungen. Daraufhin hat Batman eine Idee: Er lässt von Bruce Wayne eine Ausstellung seiner Juwelen-Sammlung zeigen, eine Undercover-Polizistin namens Roberta dient als Köder.

Gothams High Society kommt, darunter auch ein evangelikaler Hassprediger gegen Superhelden: Gordon Godfrey (der von Darkseid geschickt wird, siehe Event Legends). Doch während Bruce, Commissioner Gordon und die Polizistin mit dem Party-Pooper diskutieren, schnappt sich eine verkleidete Magpie den Schmuck und lässt die Polizistin ein tödliches Gas verbreiten.

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Batman-Logo Detective Comics #31

Das Batman-Logo im Wandel der Zeit

Nach dem großen Erfolg der ersten Batman-Auftritte in Detective Comics folgte 1940 eine Serie, die allein Batman (und Robin) gewidmet war. Anders als die Anthologieserie trug sie den Hauptcharakter im Titel. Das Logo zeigte einen Batman-Kopf und einem Campe, das ausgebreiteten Flügeln gleicht, darauf ist der Schriftzug „BAT MAN“ zu sehen. Zum ersten Mal tauchte dieses Logo schon in Detective Comics #31 auf, entworfen wurde es von Jerry Robinson, dem Co-Schöpfer des Jokers. Für die erste Batman-Ausgabe wurde die Schrift vergrößert und wechselte von gelb-rot zu rot. Später wurden auch die langen Ohren gestutzt und das Logo wechselte öfter die Farbe: mal blau, mal rot, mal gelb etc.

DC Comics

Das Logo prägt zum einen Batman als Marke, zum anderen wirkte es sehr kindgerecht und auch verspielt. Die seltsame Worttrennung war anfangs noch mit einem Bindestrich üblich („The Bat-Man“), war damals aber schon aufgegeben worden, im Logo lebte sie lange fort.

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