Detective Comics Vol. 3: The Courage That Kills

Detective Comics Vol. 3: The Courage That Kills

DC Comics

Autor/Zeichner: Tom Taylor/Mikel Janin

Erschienen: 2026 (Detective Comics #1101-1106), Hardcover/Paperback 2026


Im Hafen von Gotham kracht ein Schiff in ein anderes. Alle Passagiere sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen, nur ein Junge hat überlebt. Batman untersucht eine Leiche und findet mit der Hilfe von Mr. Terrific heraus, dass es sich um ein Virus handelt, das den Menschen die Angst nimmt – und dass er selbst infiziert ist. Batman hat 35 Stunden Zeit, bevor er selbst in Quarantäne muss und andere ansteckt. Die Spur führt – nein, nicht zu Scarecrow – sondern zu einem Mann, der angeblich durch Poker-Spiele reich geworden ist: The Lion. Er behauptet, ebenfalls seinen Vater in Gotham verloren zu haben und will Gotham Mut beibringen. Aber Scarecrow spielt später doch eine Rolle …

Batman wird mal wieder dem Titel seiner Urserie gerecht: Er ist Detektiv, die Uhr tickt, er trifft auf Superman und arbeitet mit Lois Lane zusammen, wir sehen drei coole Batmobile und einen Batman in Quarantäne-Kampfmontur. Was will man mehr? Der Schurke mag in seiner Charakterisierung und seiner Motivation plump erscheinen, aber interessant ist, dass er Batman hasst und Bruce Wayne verehrt – das sorgt für die nötige Spannung. Erzähler Tom Taylor (Batman: The Detective) bricht auch die Formelhaftigkeit mit überraschenden Wendungen, die ich hier nicht verraten will.

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Mikel Janin liefert als Zeichner gewohnte Qualität in hoher Präzision ab, fast schon zu präzise, zu glatt und steril, möchte man beinahe sagen, würde Janin sich nicht als Tuscher auch von anderer Seite zeigen. Bereits auf den ersten Seiten gelingt ihm mit dynamischem, unruhigem Strich ein herrlich düsterer Batman als Schreckensgestalt, später, als Batman in seiner Rüstung kämpft, wird es wieder expressionistisch mit vielen schwarzen Schatten. Nur mit Janins Kolorierung komme ich oft nicht zurecht. Bei so viel Grün und Pink kann einem mitunter schlecht werden. Aber vielleicht ist das ja Absicht.

Auch wenn das Motiv der erzwungenen Furchtlosigkeit nicht ganz neu ist (siehe BTAS: Never Fear), die Moral von der Geschicht banal erscheint (Akzeptiere deine Angst) und die Lösung mal wieder zu einfach daherkommt: Insgesamt bietet dieser Detective-Band zwar keine innovative Sensation, aber in eine runde, in sich geschlossene Story, die man ohne Vorkenntnisse lesen und auch genießen kann. Mehr kann man von Batman kaum verlangen.

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