Wonder Woman

Death Metal: Alle sind Batman

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Dark Knights: Death Metal #1, 4, 7 (DC Comics)

Titel: Dark Nights: Death Metal

Autor/Zeichner: Scott Snyder/Greg Capullo

Erschienen: 2020-2021 (Miniserie #1-7), Hardcover 2021


„It all matters.“

Eigentlich wollte ich keine DC-Events mehr lesen. Das sage ich mir jedes Mal, ignoriere sie und dann kaufe ich mir doch wieder eins. Das letzte war Dark Knights: Metal. Ich war überfordert, frustriert und ich dachte mir: Nein, ich bleibe bei Batman. Das Multiversum kann mich mal. Aber als ich dann die Fortsetzung, Dark Nights: Death Metal, sah, als Hardcover in der Deluxe Edition, kaufte ich es dann doch. Weil das Cover so schön glänzte. Aber auch weil ich eine Schwäche für Greg Capullos Kunst habe. Und weil ich fürchtete, ich könnte was Tolles verpassen.

Und dann bestätigte sich gleich zu Beginn meine schlimmste Befürchtung: Wieder war ich überfordert. Was zur Hölle ist hier los? Eins ist klar: Die Hölle ist los! The Batman Who Laughs hat die Welt besiegt und unterjocht, alles dient seiner Schreckensherrschaft. Die Schurken sind weggesperrt, über sie wachen die vertrauten Helden als Zerrbilder ihrer selbst. Alle tragen Fantasy-Kostüme im Gothic- oder Heavy-/Death-Metal-Stil. Wonder Woman schwingt eine wundersame Kettensäge, Batman läuft als Untoter im Ledermantel rum, Superman trägt wieder lange Haare und wird gefangen gehalten von einer Mischung aus Batman und Darkseid, weil hier alle Schurken irgendwie eine Form von Batman sind.

Der dunkelste aller Ritter

Warum? Ja, wenn ich das wüsste … Das liegt wohl an dem Phänomen des Dunklen Multiversums, dass Batmans schlimmste Befürchtungen wahr werden lässt. Aber wenn ich alles erklären müsste, dann würde das den Rahmen des Artikels sprengen. Es reicht jedenfalls nicht, nur alle Krisen davor, Dark Knights: Metal und alle anderen Batman-Who-Laughs-Titel gelesen zu haben, die in den vergangenen Jahren herausgekommen sind, auch Doomsday Clock, die Serie Justice League und das Event Year of the Villain müssen präsent sein, denn sonst ist man auf die vielen Erklärungen angewiesen – und die könnten zu kurz kommen.

Um’s kurz zu machen: Es geht um Energie. Positive und Crisis-Energie. Und es geht um Perpetua, die Schöpferin des Multiversums, Mutter von Monitor und Anti-Monitor. Nachdem Wonder Woman den Batman, der lacht, tötet, wird dieser dank Dr. Manhattans Körper zum Darkest Knight und noch viel mächtiger. Er will Perpetua töten, weil sie das Multiversum zerstören will. Und eigentlich ist es noch viel komplizierter, aber dieser Artikel ist jetzt schon viel zu lang und eigentlich ist es auch gar nicht so wichtig, denn wer will es schon so genau wissen?

Wonder Woman wird zur Hauptheldin

Dann passiert eine Menge gleichzeitig: Drei Flashes rennen vor dem Darkest Knight davon, Lobo sammelt Alfred-Boxen, Lex Luthor taucht auf, um der Handlung eine neue Richtung zu geben und schließlich steht nicht irgendeine Energie im Mittelpunkt, sondern die Wahrheit selbst – und das ist Wonder Womans Domäne, sodass Diana zur Hauptheldin der Story wird. Sie legt sich mit Superboy Prime an und kämpft (in vergoldeter Form) das letzte Duell gegen den Oberfiesling, während die anderen, Helden und Schurken vereint, sich in die obligatorische Megamassenschlacht stürzen.

Am Ende ist wieder alles eine einzige Prügelei. Durch Zeit und Raum und Weltraum und Parallelwelten und Multiversen, aber eben nur eine große Prügelei. Was dieser Geschichte im Gegensatz zum Vorgänger fehlt, sind ein paar interessante Szenen, die im Gedächtnis bleiben. Hier tauchen bloß immer nur neue Gestalten und Schurken in Batmangestalt auf, aber es kommt kein Mehrwert bei rum. Scott Snyders heillos überfrachtete Story hebt das Multiversum bloß in immer weitere Höhen, bis ein Omniversum entsteht, ein Infinite Frontier und am Ende (mal wieder) alles neu geordnet wird und eine „Elseworld“ neue Geschichten verspricht … Man sehnt sich nach Post-Crisis-Zeiten zurück.

Die Welt ist im Wandel

Was haften bleibt, ist höchstens dieser lebensanschauliche Gedanke: Alles ist im Wandel. Die beste aller möglichen Welten ist keine perfekte Wunschwelt, sondern eine, in der wir lernen, mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen. Kommt uns das bekannt vor? Ja, es erinnert an Herr der Ringe, und auch an Infinite Crisis … Aber immerhin ein kluger Gedanke.

Und so beschließe ich nach dieser anstregenden und wenig entlohnenden Lektüre ein für alle mal, diese verfluchten Krisenevents sein zu lassen, mich nie wieder von irgendeinem Metall oder metallisch glänzendem Cover zum Kauf, ja nicht einmal zum Lesen verführen zu lassen. Denn Lebenszeit, liebe Leute, ist etwas, das man niemals wiederkriegt. Deshalb: Seid gewarnt!

Hinweis: Zu Death Metal erscheinen drei Begleitbände: The Darkest Knight, The Multiverse Who Laughs und War of the Multiverses.

>> Liste der DC-Events

Snyder-Cut: Hat sich das Warten gelohnt?

Warner Bros.

Zack Snyder hat es geschafft. Nach Man of Steel, Batman v Superman hat er mit Zack Snyder’s Justice League endlich den dritten Teil seiner DC-Filmreihe so unters Volk gebracht, wie er ihn haben wollte. Snyder hatte das Projekt kurz vor Ende wegen des Suizids seiner Tochter verlassen, Joss Whedon (Avengers) hat den Film zum Teil umgeschrieben und eine Kurzfassung daraus gemacht, mit niemand so richtig glücklich war, weder Kritiker noch Fans. Drei Jahre lang haben die Snyder-Fans gefordert: #ReleaseTheSnyderCut – nun ist er da. Ein vierstündiger Film, der längste Superheldenfilm des 21. Jahrhunderts, im Stream auf HBO Max (bei uns auf Sky). Sind die Länge und der Hype gerechtfertigt?

Das Wichtigste vorab: Der Film ist zu lang. Viel zu lang. Und damit kränkelt er wie bereits seine beiden Vorgänger-Filme an dem Snyder-Syndrom. Der Film braucht eine gefühlte Ewigkeit um in die Gänge zu kommen. Das zeigt sich schon am Anfang, der ganze acht Minuten braucht, bis überhaupt etwas passiert. So lange dauert der Vorspann inklusive Rückblende, was bisher geschah, und das Einführen der drei Mutterboxen. Und so wirkt der Großteil des Films wie Fahren mit angezogener Handbremse.

Zu langsam, zu viel

Im Grunde wird die bekannte Geschichte in einer Extra-Lang-Fassung erzählt. Die Szenen aus der Kinofassung sind im Wesentlichen dieselben, nur eben oft ausgedehnt. Das ist nicht immer schlecht, denn es macht sich in der ersten Wonder-Woman-Szene bemerkbar, dass die Auswirkungen der Gewalt gezeigt werden: Wonder Woman tötet die Terroristen. (Das ist moralisch fragwürdig, aber zumindest konsequent dargestellt.) Doch so dynamisch die Szene zum Teil gedreht ist, wird sie ausgebremst durch den überzogenen Einsatz von Zeitlupe – Snyders Lieblingsstilmittel.

Es gibt fast keine Szene ohne Slow Motion, mit der Snyder besondere Momente einzufangen und auszudehnen versucht, wodurch sie fast wirken wie große Panels oder Splash Pages im Comic, aber damit übertreibt er es bis zur unfreiwilligen Selbstpersiflage. Schier unerträglich langgezogen ist etwa die Szene, in der Barry Allen eine Frau bei einem Unfall rettet – und sie bleibt ohne Relevanz, selbst wenn sie bloß als Auftakt für spätere Filme dienen soll.

Die vielen zusätzlichen Filmminuten wirken wie die Extras-Abteilung von DVDs und Blu-rays, in denen man sich durch die geschnittenen und erweiterten Szenen klickt. Meistens bieten sie keinen Mehrwert und so ist es auch hier. Im direkten Vergleich mit der Kinofassung merkt man sofort, warum das Meiste weggelassen wurde, denn man braucht es einfach nicht. Viele Einstellungen und Dialoge lassen die Handlung bloß weiter auf der Stelle treten: Hippolyta redet mit einem Pfeil, Dianas Spurensuche in Griechenland, Lois Lane holt Kaffee – alles narrativer Leerlauf, alles entbehrlich.

Das Positive

Nur drei Ergänzungen aus dem Snyder-Cut bereichern die Kinofassung:

  1. Cyborgs Vorgeschichte verleiht dem Charakter wirklich mehr Tiefe. Ob er dadurch interessanter wird, sei dahingestellt. Er bleibt immer noch der dauerschmollende Miesepeter der Truppe, der in Sachen Negativität sogar Batman den Rang abläuft.
  2. Der Schurke Steppenwolf wird durch den neuen Auftritt von Darkseid aufgewertet. Auch hier entsteht nicht die Charaktertiefe, die Snyder versprochen hat, aber interessanter erscheint der Hintergrund auf jeden Fall, weil deutlicher wird, dass Steppenwolf nur einem größeren Tyrannen dient. Allerdings will Darkseid auch bloß erobern und wirkt dadurch eindimensional. Man sieht Steppenwolf auch mit Desaad sprechen, allerdings fügen die meisten Wortwechsel der Handlung kaum etwas hinzu, sondern es wird gesagt, was die Zuschauer schon wissen, nur in pathetischen Worten und Allgemeinplätzen.
  3. Das Finale wird durch Supermans Auftritt und die stärkere Teamdynamik beim Endkampf aufgewertet, allerdings ist es bis dahin ein viel zu langer Weg mit viel zu vielen Umwegen und man ist am Ende zu erschöpft, um die Action noch genießen zu können.

Unausgewogene Struktur

Zack Synder’s Justice League ist unterteilt in sieben Kapitel. Aber die Gewichtung ist ungleich verteilt: Allein fast zwei Stunden braucht er, um das Team zusammenzubringen – Joss Whedon braucht dafür nur eine. In der nächsten Stunde geht es darum, Superman wieder auferstehen zu lassen und zur Vernunft zu bringen. Davon ist das Meiste bereits bekannt, es wird bloß noch mal ausführlich gezeigt, wie Kal-El sein schwarzes Kostüm wählt und sich von seinen zwei Vätern aus dem Off zur finalen Schlacht schicken lässt. Nur die letzte halbe Stunde ist dem Finale gewidmet.

Diese Asymmetrie ist bereits bei Batman v Superman negativ aufgefallen. Auch hier wird zu viel Zeit mit Exposition verschwendet und die Geduld der Zuschauer überstrapaziert. Das liegt zum einen an DCs übereilter Superhelden-Filmstrategie, dass man nebenbei neue Charaktere einführen muss, die vorher keine eigenen Filme hatten. Zum anderen an Snyders Hang zur epischen Breite ohne narrative Disziplin.

Dieses Defizit zeigt sich auch am Ende, im sogenannten Epilog, der noch einmal ganze 18 Minuten dauert und eine bunte Mischung von zu viel von allem bietet: Cyborgs Abschluss mit seinem Vater, Bruce Waynes Abschluss mit Clark Kent in Smallville, Lex Luthor und Deathstroke, Bruce Wayne und Martian Manhunter sowie die neugedrehte Szene mit dem Joker im post-apokalyptischen Szenario. Letzteres war bereits in Batman v Superman zu sehen, aber auch mitten in Justice League wird eine Szene daraus eingefügt, wo sie wieder mal die Handlung unnötig zerreißt. Zum Schluss aber findet ein überlanger, aber bedeutungsschwanger inszenierter Dialog, in dem der Joker Batman für das Elend verantwortlich macht.

Mit all dem will Snyder den Auftakt zu weiteren Filmen legen, die früher angekündigt waren. Dieses Konzept war für viele #ReleaseTheSnyderCut-Aktivisten wohl auch der Hauptgrund für ihre Kampagne. Aber das ist das Problem an Snyders Filmreihe: Jeder Film scheint bloß die Vorlage für den nächsten zu bieten. Batman v Superman war bloß ein „Dawn of Justice“ und Zack Synder’s Justice League bereitet auf ein oder zwei Sequels oder Spin-offs (wie Flash oder Cyborg) vor. Das Ganze wirkt wie eine Reihe von Expositionen – und ist auch deshalb so ermüdend anzusehen. Denn dabei kann man sich die Frage stellen: Wann kommt denn endlich der eigentliche Film?

Fazit: Ein Kompromiss

Wenn der Snyder-Cut eins gebracht hat, dann die Möglichkeit, in aller Ausführlichkeit zu sehen, wie unterschiedlich Filme gestaltet und verunstaltet werden können. Aus Sicht der Snyder-Fans hat Joss Whedon Frevel begangen, weil er vieles wegließ (und ein paar Szenen neu drehte). Aus meiner Sicht erkennt man Vergleich zwischen Kinofassung und Snyder-Cut, dass der Schnitt erst den Film macht – und das bedeutet vor allem: radikal wegzuschneiden.

Ich denke, die beste Version von Justice League wäre weder Whedon- noch Snyder-Cut, sondern eine Mischung aus beidem. Bei Whedon ist die Kürze zu loben (die meisten seiner Szenen können weg), mit ein paar Ergänzungen des Snyder-Cuts (Cyborg, Darkseid und dem Finale) hätte man einen ordentlichen Film von etwa zwei Stunden und 30 Minuten. Ob es dann ein sehr guter Film wäre, wie etwa vom Format The Avengers und seiner Nachfolger, das ist aber immer noch zu bezweifeln.

>> Batman-Filme und -Serien

Wonder Woman 1984: Zurück in die 80er

Nicht alles Gold, was glänzt: Gal Gadot als Wonder Woman. (Warner Bros.)

Fortsetzungen haben ihre eigenen Tücken. Einerseits will man das bieten, was die Fans am Original liebten, andererseits will man etwas Neues erzählen. Manche Sequels kleben so nah am Original, dass sie wie Remakes wirken (z.B. Kevin allein in New York), manche enttäuschen (wie das zu Unrecht geschmähte The Lost World), andere überbieten sogar das Original (Aliens, Terminator 2, Das Imperium schlägt zurück).

In Sachen DC-Superhelden fällt mir (unter all den zweiten Teilen) nur The Dark Knight ein, der es geschafft hätte, das Niveau zu heben. Das Snyderverse kränkelte leider bisher schon am Auftakt. Wonder Woman (2017) war (neben Shazam) die Ausnahme, die Hoffnung ins „Extended Universe“ brachte. Und mit einer wie Regisseurin Patty Jenkins – was konnte schon beim zweiten Teil schief gehen?

Pass auf, was du dir wünschst

Leider sehr viel. Denn Wonder Woman 1984 lässt den frischen Drive des ersten Teils vermissen und bietet eine sehr bunte, aber bestenfalls mittelmäßige, manchmal sogar erschreckend schwache Form der Popcornunterhaltung. Nach einem überlangen Prolog in Dianas Jugend springt der Film in die 80er-Jahre und tut zunächst alles, um diesem Zeitgeist gerecht zu werden. Die alberne und überdrehte Szene in einer Mall, in der die Heldin einen Überfall verhindert, weckt ungute Erinnerungen an Filme wie Superman III und IV. Später braucht es anscheinend auch die obligatorische Szene, in der man sich über die Mode der Zeit lustig macht.

Dann folgt eine abstruse Handlung um den Möchtegernunternehmer Max Lord, der mittels Wunschstein vom Versager zum Megalomanen aufsteigt. Was als Abrechnung mit dem amerikanischen Traum verstanden werden kann, verkommt zum plump inszenierten, mit Klischees überladenen Plot, in der der Wunschstein für so ziemlich alles zuständig ist, wofür den drei Drehbuchautoren die Ideen ausgehen, sogar eine ziemlich bemühte Wiederauferstehung von Steve Trevor.

Wie ein schlechter Kinderfilm

Die Geschichte um Barbara Minerva (Cheetah) erinnert an den Werdegang von Catwoman in Batman Returns: vom Mauerblümchen zur verbitterten Schurkin in Katzengestalt. Allerdings überzeugt schon die Prämisse nicht. Barbara soll eine Frau sein, an die sich nicht mal ihre Chefin erinnert und die angeblich niemand mag, obwohl sie eine Wissenschaftlerin ist wie jeder andere im Museum, aber Diana freundet sich sofort mit ihr an und lacht mit ihr wie schon lange nicht mehr. Daraufhin versteht man weder die Verbitterung und schon gar nicht, warum sie sich am Ende zu einer Wildkatzenfrau machen lässt.

Man hat oft den Eindruck, es mit einem Kinderfilm zu tun zu haben – allerdings keinem besonders klugen. Während die Welt ins Chaos stürzt, weil jeder Mensch, von Egoismus und Gier angetrieben, nur an die Erfüllung seiner Wünsche denkt, hält die Heldin eine pathetische Ansprache, die anscheinend vor allem auf die Zuschauer des Films gemünzt zu sein scheint, weil sie die vierte Wand durchbricht. Für alle, die die Botschaft noch immer nicht verstanden haben.

Wenn schon der Verstand hier Pause macht, was nicht das Schlechteste sein muss, könnte man den WW84 für seine Kurzweiligkeit loben, aber selbst da unterfordert der Film. Bis auf visuelle Highlights wie den Flug durch ein Feuerwerk hat er nicht viel zu bieten. Die Kampfszenen bleiben meist so routiniert und einfallslos wie die Gags, die höchstens zwei bis drei Schmunzler hergeben – wenn man gerade gut aufgelegt ist.

Wegen der Coronakrise ist Wonder Woman 1984 beim Streamingdienst HBO Max und in Deutschland mit einiger Verzögerung bei Sky erschienen. Das ist einerseits schade für die Kinos und für das Erlebnis auf der großen Leinwand. Andererseits kann man im Nachhinein sagen: Auf dem kleinen Bildschirm ist der Film deutlich besser aufgehoben.


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Wonder Woman 1984: Der zweite Trailer

Eigentlich sollte die Fortsetzung von Wonder Woman, Wonder Woman 1984, längst in den Kinos gestartet sein, aber wegen der Coronakrise wurde der Erscheinungstermin auf den 1. bzw. 2. Oktober 2020 verschoben. Nun hat Warner Bros. beim Fan-Event DC Fandome den zweiten Trailer präsentiert: Neben einer Menge Action-Szenen ist auch Kristen Wiig in ihrer Gestalt als Cheetah zu sehen. Pedro Pascal als Schurke Max Lord war bereits im ersten Trailer in Erscheinung getreten.

Mehr aus DC Fandome:

Comics in der Coronakrise: DC Digital First

DC Comics

DC Comics reagiert auf die Coronakrise, indem der Verlag sein Programm „DC Digital First“ ausbaut. Seit dem 20. April soll sieben Tage die Woche ein neues digitales Comic zu jeweils einem anderen Helden erscheinen. Den Anfang hat ein 24-seitige Story Superman: Man of Tomorrow gemacht, jetzt ist Batman: Gotham Nights dran.

Zwei Storys gibt es auf 18 Seiten: „Medal of Honor“ von Sal Giunta, Brad Meltzer, Jim Lee, Scott Williams und Alex Sinclair basiert auf der wahren Geschichte von U.S. Army Specialist Salvatore A. Giunta, der für seinen Dienst in Afghanistan eine Medal of Honor bekommen hat. Um Ehre und Militär geht es auch in der zweiten Geschichte: „Honor Code“ von Larry Hama, Mirko Colak und John Kalisz erzählt von Katherine Kane, bevor sie Batwoman geworden ist.

Bei Comixology.eu kostet jedes Comic 1,09 Euro. Die komplette Liste der „DC Digital First“-Ausgaben dieser Woche:

  • Superman: The Man of Tomorrow von Robert Venditti, Paul Pelletier, Drew Hennessy und Adriano Lucas
  • Batman: Gotham Nights von Sal Giunta, Brad Meltzer, Jim Lee, Scott Williams und Alex Sinclair; Larry Hama, Mirko Colak und John Kalisz
  • Wonder Woman: Agent of Peace von Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Inaki Miranda und Hi-Fi,
  • Aquaman: Deep Dives von Steve Orlando, Daniel Sampere, Juan Albarran und Adriano Lucas,
  • Flash: Fastest Man Alive von Gail Simone, Clayton Henry und Marcelo Maiolo
  • DC Super Hero Girls: Infinite Frenemies von Amanda Deibert und Erich Owen
  • Swamp Thing: New Roots von Mark Russell, Marco Santucci und John Kalisz

Darüber hinaus hat der Verlag mit DC Essential Reads digitale Gratis-Kostproben einiger seiner Bestseller herausgebracht: Watchmen #1 Batman #608 (Hush), The Sandman #1, Dark Nights: Metal #1, Doomsday Clock #1, Crisis on Infinite Earths #1 und Mister Miracle #1.

Nachtrag: Am 28. April liefert DC erstmals nach einer vierwöchigen Pause wieder neue Comics aus.

Wonder Woman 1984: Der erste Trailer

Wonder Woman war 2017 der erste DC-Film seit langem, der Kritiker und Fans gleichermaßen überzeugt hat. Er zeigte auch der Konkurrenz von Marvel, dass auch Superheldinnen im Kino etwas taugen können. Wonder Woman war so etwas wie der First Avenger von DC: Angesiedelt im Ersten Weltkrieg, statt – wie bei Captain America – im Zweiten.

In der Fortsetzung wagt Regisseurin und Co-Autorin Patty Jenkins den Zeitsprung in die 80er-Jahre, wie man an der knallbunten Ästhetik und dem Synthie-Soundtrack erkennen kann. Mit dabei ist auch Steve Trevor. Wie er das gemacht hat, wird auch im ersten Trailer noch nicht erklärt. Klar ist nur: Es ist gut, dass er wieder mit dabei ist, wie man am Ende sehen kann. Die Schurken werden gespielt von Kirsten Wiig als Cheetah/Barbara Minerva und Pedro Pascal als Max Lord.

Wonder Woman 1984 erscheint in Deutschland am 11. Juni 2020 – eine Woche nach US-Start.

Darkseid lässt die Zombies los

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DC Comics

Titel: DCeased

Autor/Zeichner: Tom Taylor/Trevor Hairsine u.a.

Erschienen: 2019 (DCeased #1-6, DCeased: A Good Day to Die #1), Hardcover 2019


Der Zombie-Hype ist eigentlich längst vorbei, dachte ich jedenfalls, als Jim Jarmusch in diesem Jahr The Dead Don’t Die ins Kino brachte und die letzte Ausgabe von Robert Kirkmans The Walking Dead-Comic erschien. Aber aus irgendeinem Grund gibt es mittlerweile zehn TV-Staffeln The Walking Dead und fünf Staffeln Fear the Walking Dead – und es ist kein Ende in Sicht. Zombies sind immer noch quicklebendig.

Nach Marvel Zombies hat auch die Konkurrenz nachgelegt: DCeased, lautet der naheliegende Titel. Die Story stammt von Tom Taylor, der bereits mit Injustice eine action- und wendungsreiche Serie rund um mörderische Superhelden schreiben durfte. Auch DCeased spielt jenseits der regulären Continuity und das bedeutet völlige erzählerische Freiheit.

DC Comics

Die Geschichte ist simpel: Nach einem gescheiterten Eroberungsversuch verseucht Darkseid durch ein Versehen die Erde mit der Anti-Life-Equation, einem bösartigen Killervirus, der sich übers Internet (Social Media) und über Blut verbreitet und alle in mordwütende Monster verwandelt. Zombies? Nein, nicht wirklich, wird mehrmals versichert. Aber ziemlich nah dran …

Ich will nicht zu viel verraten, aber das Prinzip erschließt sich schnell: Natürlich müssen auch die Helden dran glauben. In jedem Kapitel verwandeln sich ein paar und werden zu einer Bedrohung für die Überlebenden. Die Ereignisse überschlagen sich. Immer mehr sterben. Von Heft zu Heft wird es schlimmer und furchtbarer und aussichtsloser. Tom Taylor treibt es mit seiner Radikalität so weit, dass am Ende kaum noch etwas von Hoffnung auf Besserung übrig bleibt.

 

Aber um das Ganze etwas aufzulockern, lässt er Helden wie Green Arrow, Mister Miracle und Constantine witzeln. Die Pointen zünden – aber leider in den unpassendsten Situationen. Die Selbstironie darin nimmt dem Geschehen die Dramatik und es ist schwer, das alles so ernst zu nehmen, wie es eigentlich sein sollte. Aber Taylor rast auch so sehr durch seine Geschichte, für die Protagonisten bleibt zu wenig Zeit zum Nachdenken und zur Trauer, dass 90 Prozent der Weltbevölkerung ausgelöscht werden. Hier ist alles Action und Gemetzel. Die braven Superhelden des DC-Universums müssen sich nicht mehr zurückhalten und können nach Gutdünken alles zerfetzen, was ohnehin nicht mehr richtig lebt.

Und darum geht es wohl am Ende bei Zombie-Storys: eine Gesellschaft ohne Regeln, hemmungsloses Töten, weil die Menschen ihre Menschlichkeit verloren haben. Ach nein, zwischen den Zeilen schwingt immer auch Sozialkritik durch: die Gesellschaft als verblödete, konsumgierige Masse. Das gibt es hier auch. Die Message ist aber ziemlich aufs Auge gedrückt: Das Internet ist böse und schafft Mörder. Also einfach mal wieder abschalten und Comics lesen? Ob DCeased aber ein so viel smarterer Zeitvertreib ist, das darf bezweifelt werden.

Auch visuell überzeugt die Miniserie nicht immer, weil mehrfach – auch innerhalb von Ausgaben – die Zeichner wechseln und darunter leider nicht nur talentierte sind.

Fortsetzung folgt – schon im nächsten Jahr mit DCeased: Unkillables, drei Ausgaben sollen von Februar bis April erscheinen.

Mehr Batman und Zombies:

Helden mit Problemen

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DC Comics

Titel: Heroes in Crisis

Autor/Zeichner: Tom King/Clay Mann

Erschienen: 2018-2019 (Heroes in Crisis #1-9), Hardcover 2019


„Bros before heroes.“

Helden haben es nicht leicht. Auch Superhelden brauchen mal eine Auszeit. Und Hilfe. Vor allem psychologisch. Denn auch Superhelden leiden unter posttraumatischer Belastungsstörung. Dafür haben Superman und Co. Sanctuary eingerichtet, einen Zufluchtsort in Kansas, in den sich Superhelden anonym zurückziehen, über ihre Erfahrungen sprechen und in einer Art Holo-Deck ihre Traumata verarbeiten können. Flash Wally West ist dort, aber auch der ehemalige Green-Arrow-Sidekick Arsenal, Harley Quinn und Booster Gold. Dann endet das Experiment plötzlich, als alle Helden bei Sanctuary abgeschlachtet werden.

Superman, Batman und Wonder Woman untersuchen den Fall mit Hilfe von Flash. Sie verdächtigen Harley Quinn und Booster Gold, aber beide beteuern ihre Unschuld. Booster wird von seinem alten Kumpel Blue Beetle aus dem Knast befreit, während Harley sich mit Batgirl verbündet. In der Zwischenzeit macht Lois Lane das Geheimnis um Sanctuary ohne Rücksicht auf Verluste publik …

Regelmäßige Leser werden wissen, dass ich nicht gut auf Autor Tom King zu sprechen bin. Er hat zwar mit Sheriff of Babylon und The Vision bewiesen, dass er schreiben kann, aber sein Batman ist eine Qual, weil sich die minimale Handlung in die Länge zieht. Hier zäumt King das Pferd von hinten auf. Noch bevor Sanctuary eingeführt ist, ist es damit auch schon vorbei, weil das Schlimmste bereits passiert ist. Erst nach und nach erfährt man als Leser, was das für ein Ort war.

Wir sehen unzählige Aufzeichnungen von Helden, die erzählen, was sie belastet, meistens unbekannte Gesichter, die hier als Kanonenfutter dienen. Sie rechtfertigen sich, offenbaren sich oder üben sich im beredtem Schweigen. Das sind vielleicht die stärksten Momente, auch wenn sich das Prinzip, eingepfercht in das typische Neuner-Panel-Raster, etwa nach der Hälfte verbraucht und ab dann nur noch nervt – denn es muss einfach jeder mal was sagen. Wenn ein Neandertaler beginnt, über Hobbes und Rousseau zu philosophieren und mit einem Mammut kuschelt, wird es zu viel des Guten.

Erst am Ende überrascht und bewegt die Geschichte – wenn es eigentlich schon zu spät ist. Dann wird eine überkomplizierte Zeitreisegeschichte daraus. Man hätte das alles interessanter hinkriegen können. Denn die eigentliche Ermittlung spielt keine große Rolle, viel mehr sieht man bloß Harley, wie sie versucht, ihre Mordlust auszuleben.

Ein großes Problem ist auch das Konzept von Heroes in Crisis: Warum sollte Sanctuary ein anonymer Ort sein? Warum sollte man Menschen mit Problemen in Kameras sprechen lassen statt mit anderen, wo doch selbst Kriegsveteranen in einer Gruppentherapie zusammensitzen? Kein Wunder, dass der Aufenthalt nicht hilft und sich die Teilnehmer einsam fühlen. Daher wirkt die Story forciert und die Erkenntnis am Ende banal. Den Ärger hätte man sich sparen können – aber dann hätte es eben diese Geschichte nicht gegeben …

Ansonsten ist es typischer Tom King: Minimale Handlung, die auf großen Panels breitgetreten wird, lange Dialoge und Monologe mit abgehackten Sätzen und Endloswiederholungen, mal mehr, mal weniger gelungene Pointen. Allerdings wird so viel gewitzelt, dass man das Ganze nicht ganz ernst nehmen kann. Wieder einmal lassen die besten Zeichner die Story mehr glänzen, als sie es verdient. Manche Doppelseiten sind geradezu atemberaubend. Leider hat der auf dem Cover angepriesene Clay Mann nur einen geringen Anteil an den Seiten.

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Frohe Weihnachten mit Batman

Bei DC gibt es eine kleine Tradition: Zu Weihnachten erscheinen die DC Holiday Specials. Nicht immer unter diesem Namen (z.B. auch als DC Rebirth Holiday Special) und auch nicht jedes Jahr, aber zuletzt ganze dreimal hintereinander. Das Prinzip ist simpel: Mehrere Figuren aus dem DC-Universum bekommen Kurzgeschichten rund um Weihnachten gewidmet. Das Ergebnis ist nicht immer der Rede wert. In diesem Jahr ist es allerdings etwas anders als sonst.

Das DC Nuclear Winter Special versetzt die Superhelden in dystopische Szenarien. Unter anderem sehen wir „Batman 666“, also Damian Wayne als Batman der Zukunft (siehe Batman #666 in Batman and Son). Er hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, unterblich zu sein und dafür für immer den Mantel seines Vaters tragen zu können. (Der Teufel scheint übrigens The Batman Who Laughs zu sein.) Dazu gehören offenbar auch Man-Bat-Flügel. In einem wüsten, verschneiten Gotham trifft Damian auf seinen Großvater, Ra’s al Ghul, und duelliert sich mit ihm.

Batman 666 gegen Ra’s al Ghul (DC Comics)

Dabei zeigt sich Damian von einer reifen Seite: Er hat nicht nur den Mantel seines Vaters, sondern auch dessen Überzeugungen geerbt. Die Geschichte ist sowohl grafisch als auch emotional ein Höhepunkt des Specials. Catwoman hingegen stiehlt in ihrer Story zur Abwechslung mal nicht für sich, sondern für Bedürftige. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem Superman der Zukunft aus One Million.

Ähnliche Specials gab es bereits in den 80ern (Christmas With the Superheroes) und in den 90ern (DCU Holiday Bash), ich gehe hier der Kürze halber nur auf die DC Holiday Specials der Nuller Jahre ein. Nach dem DCU Infinite Holiday Special (2006), in dem Superman Batman einen Haken verpasst hat, kam zwei Jahre später eines mit anderthalb Batman-Storys heraus.

In A Day Without Sirens initiiert die Polizei von Gotham eine Kampagne, in der sie vor Weihnachten alle Bürger der Stadt dazu aufruft, einen Tag lang keine Verbrechen zu begehen. Die Geschichte handelt davon, wie James Gordon und seine Beamten am Telefon warten und sowohl bangen als auch hoffen, dass jederzeit jemand anrufen könnte. Die Story hält sogar drei Überraschungen bereit, die ich hier nicht verraten will.

Batman als Good King Wenceslas (DC Comics)

In Good King Wenceslas übertragen Paul Dini und Dustin Nguyen (Streets of Gotham) das englische Weihnachtslied auf Batman und Robin. Zu dem Originaltext sieht man zwei Figuren durch den Schnee stapfen, deren Aussehen an das Dynamische Duo angelehnt ist. Immerhin ein grafisches Kleinod.

Das Special von 2009 enthält mit Silent Knight einen wortlosen Batman-Comic, in dem Batman einen verbrecherischen Weihnachtsmann jagt. Die Ausgabe kann man sich derzeit kostenlos bei Comixology herunterladen.

In den vergangenen beiden Jahren war die Ausbeute an Batman-Weihnachtsgeschichten in den Specials mager: Twas the Night Before Christmas erzählt, wie eine alte Frau mit ihrem Enkel kein Obdach erhält, daraufhin stirbt und Jahre später ihrem Enkel als Geist erscheint und ihn auffordert, sich an der Familie des Schuldigen zu rächen. Batman verhindert das natürlich. Aber auch wenn diese Story von Dennis O’Neil stammt, kränkelt sie an einer unüberzeugenden, weil zu weit hergeholten Prämisse. Allerdings holen die Zeichnungen von Steven Epting einiges rausholen, wie man hier sehen kann.

Batman in „Twas the Night Before Christmas“ (DC Comics)

In Solstice feiern Batman und Wonder Woman gemeinsam Wintersonnenwende, indem sie in zivil gemeinsam ein Feuer im verschneiten Wald anzünden. Warum gerade mit Batman und nicht mit Superman? Weil Superman genug Licht im Leben hat und Batman es nötiger hat, daran erinner zu werden, dass das Licht immer zurückkehrt. Bis es so weit ist, sieht man die beiden Helden parallel bei der Arbeit: Batman rettet Mutter und Tochter vor einem Straßenräuber, Wonder Woman bringt Wasser in ein Flüchtlingscamp.

Die Kurzgeschichten der Holiday Specials sind keine typischen Superhelden-Storys. Alles geht sentimentaler, aber auch ruhiger zu – eben passend zur Weihnachtszeit. Im besten Fall ist es leichte Kost für die Feiertage, im schlechtesten einfach eine Reihe von Banalitäten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes Fest!

>> Batman zu Weihnachten

Im Land der ewigen Jugend

DC Comics

Titel: The Brave and the Bold: Batman and Wonder Woman

Autor/Zeichner: Liam Sharp

Erschienen: 2018 (Mini-Serie #1-6), Hardcover 2018


Batman und Wonder Woman – das bedeutet meistens ein Ausflug in das Reich der Magie. In diesem Fall ist es sogar das Reich der Fantasy, genauer gesagt: das Reich der irisch-keltischen Mythologie. Während in der Anderswelt Tír na nÓg (Land der ewigen Jugend) Unruhe herrscht, werden die Bewohner des irischen Viertels in Gotham von einem mysteriösen Bann in einer Starre gehalten. Das gehörnte Fabelwesen Cernunnos holt Wonder Woman herbei, um Frieden zu stiften. Doch als der König des Reiches scheinbar ermordet wird, soll Batman das Verbrechen aufklären, damit nicht alles noch schlimmer wird.

Was an dieser Mini-Serie am meisten beeindruckt, sind die Zeichnungen von Liam Sharp. Er ist nicht nur außerordentlich detailliert und lebendig, sondern auch sehr verspielt. In seinen Splash Pages wimmelt es nur so vor Einzelheiten, die man beim genauen Hinsehen entdecken und bewundern kann. Jede Figur, jede Landschaft ist so sehr mit Hingabe gestaltet, dass sie einzigartig und glaubwürdig wirkt.

DC Comics

Doch leider ist da auch der Text. Zugegeben: Ich bin kein großer Fan von Fantasy (mit Ausnahme von Herr der Ringe und Harry Potter, aber nur als Filme), aber Batman hat noch nie wirklich in diese Welten gepasst, er wirkt wie ein Fremdkörper und hat nicht viel Handlungsspielraum. Hier aber gestaltet sich die Handlung zäh durch zu viele Erklärungen und Nacherzählungen. Das Problem ist, dass man anders keinen Begriff dieser eigenen Welt bekommt.

Nach der langen Einführung gibt es zwar eine überraschende Wendung, dann aber geht das Finale plötzlich sehr schnell und viel zu einfach vorbei. Doch am Ende wird klar: Das war nur der erste Teil. Die Fortsetzung werde ich allerdings nicht lesen. Da helfen auch die prächtigsten Zeichnungen nichts.

>> Batman 2011-2019