Ra’s al Ghul

Batmans böses Omen

DC Comics

Titel: Resurrection Night

Autor/Zeichner: Doug Moench/George Perez, Joe Kubert, Bill Sienkiewicz, Brian Bolland, John Byrne u.a.

Erschienen: 1986 (Batman #400)


Zur 400. Ausgabe von Batman hat DC ein 60-seitiges Jubiläumsheft mit einem All-Star-Aufgebot herausgebracht. Nicht nur eine Reihe bekannter Zeichner, sondern auch alle klassischen Schurken tauchen in der Story von Doug Moench auf.

Zeitgleich werden die Insassen von Arkham und Blackgate befreit. Batmans Erzfeinde schlüpfen in ihre Kostüme und entführen Vicky Vale, Harvey Bullock sowie Julia und Alfred Pennyworth. Dann übernimmt der Joker zusammen mit Pinguin und Mad Hatter das Polizeipräsidium und erklärt Commissioner Gordon zur Geisel.

Hinter der Aktion steckt Ra’s al Ghul. Er will – mal wieder – Batman auf seine Seite ziehen. Ra’s bietet ihm an, ihm zu helfen, alle Schurken auf einmal zu fassen oder auch zu töten. Auch wenn Batman das Angebot ausschlägt, gerät er doch in Selbstzweifel, seine Mühe könnte vergeblich sein. Selbst Alfred interpretiert Batmans Feldzug als Scheitern, denn es sei ihm nicht gelungen, seine Gegner zu resozialisieren. Am besten wäre eine Welt, die keine Gefängnisse nötig hat – aber damit setzt er die Messlatte ins Unerreichbare.

Robin und Catwoman unterstützen Batman als Sidekicks. Wie immer taucht Talia als Helferin in der Not auf, verschwört sich gegen ihren Vater und erklärt: Ra’s will Batman nicht wirklich bekehren, sondern ihn als Mann zerstören, er will seinen Geist brechen.

Und hier wird es interessant. Denn in gewisser Weise nimmt die Story (wissentlich oder nicht) viele weitere wichtige Ereignisse der späteren Jahre vorweg. Eine ähnliche Agenda wird Bane in Knightfall (1993) haben und sogar ähnlich vorgehen. Auch er wird die Arkham-Insassen befreien, was sich später auch durch das Beben wiederholen wird. Und Killer Croc spricht in Batman #400 sogar davon, Batmans Rückgrat brechen zu wollen.

Mehr noch: Ra’s Geheimversteck unter einer Windmühle wird von einem Erdbeben zerstört. Und als kurz darauf Batman mit seinen befreiten Freunden in der Bathöhle sein Jubiläum feiert (nicht gesagt wird, wie viele Jahre Batman im Dienst ist), setzt ein Nachbeben ein, das einen Stalaktiten von der Höhlendecke abbrechen und in die Torte fallen lässt. „An omen?“, fragt Robin, wie damals Bruce, als die Fledermaus in sein Fenster geflogen kam. „Yes“, sagt Batman. „A single ‚candle‘ … to mark the first night of a new beginning … an nothing, my friends — to laugh about.“ Es wirkt, als würde Batman bereits voraussehen, dass die Höhle ein Jahrzehnt später zusammen mit Gotham City bei einem Beben zerstört werden wird.

Man kann einwenden, dass Batman nur meint, es gehe eine Ära zu Ende, weil das DC-Universum nach der Crisis on Infinite Earths neu geordnet wird. Aber selbst dann drückte Batman den Pessimismus aus, dass alles noch schlimmer werden würde. Man kann auch einwenden, es sei unwahrscheinlich, dass ein Autor die Doug Moench so weit vorausgeplant hat. Aber darum geht es nicht: Im Rückblick erscheint diese Story prophetisch – und sei es nur durch schieren Zufall.

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Anarky: Idealist in der Krise

DC Comics

Titel: Anarky – The Complete Series

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1999 (Anarky #1-8), Paperback 2018


Nach dem großen Beben von Gotham jagt Batman Anarky (Lonnie Machin) aus der Stadt. Sechs Monate später hat er sich in Washington D.C., direkt unter dem Washington Monument, eine neue Zentrale aufgebaut und nebenher entdeckt, dass die Naturgesetze in Gefahr sind. Anarky trommelt die JLA zusammen, die ist skeptisch. Nachdem er einen Green Lantern-Ring findet, nimmt er den Kampf gegen das Wesen, das die Existenz bedroht, selbst auf. Der echte Green Lantern (Kyle Rayner) hilft ihm dabei.

So beginnt die Serie Anarky, die es im Jahr 1999 auf nur acht Ausgaben gebracht hat und erst nach zwei Jahrzehnten als Paperback erschienen ist. Die erste Anarky-Miniserie ist eine der interessantesten Batman-Storylines der 90er Jahre. Leider hält ihre Nachfolgerin dieses Niveau nicht. Das liegt auch daran, dass der einst radikale Lonnie Machin aus seinen Fehlern gelernt hat, die Menschen ändern zu wollen. Das nimmt der Figur viel von ihrer Brisanz. Allerdings bleibt er ein Idealist in der Krise, der am Zustand der Welt verzweifelt.

Nach der Raum-Zeit-Krise zu Beginn, die in psychedelische Willkür ausartet, will Anarky die Korruption bekämpfen. Doch dann bekommt er es mit Ra’s al Ghul zu tun, der einen Dritten Weltkrieg beginnen will, um die Menschheit auszumerzen. Sozialkritik klingt zwar an, aber bleibt nur Beiwerk, ein Dialog mit Ra’s al Ghul über die Motive und Vorgehen endet nach einem kurzen und oberflächlichen Austausch. Anarkys Triumph stellt sich allzu abrupt ein.

In Heft 7 wird es mit einem Tie-in zum Crossover „Judgement Day“ ziemlich verrückt: US-Soldaten aller Epochen steigen aus ihren Gräbern, zusammen mit den Gründervätern der USA und führen Krieg. Das Ganze läuft auf Nichts hinaus. Und zum Schluss kommt Anarky nach Arkham, um herauszufinden, ob der Joker sein Vater ist, aber auch das bleibt ohne Antwort oder Konsequenzen. Stattdessen sehen wir einem planlosen Fluchtversuch von Joker, Two-Face, Killer Croc und dem Bauchredner beim Scheitern zu.

Was Anarky bietet, ist kurzweilige Unterhaltung mit reichlich Action – und das auch noch stark gezeichnet. Norm Breyfogle liefert eine seiner besten Arbeiten ab. Seine Figuren bestechen durch klaren Strich, starken Ausdruck und Dynamik. Knallige Farben machen die Seiten zu einem bunten Hingucker. Aber nach acht Kapiteln bleibt nur das Gefühl von Leere. Auch wenn hin und wieder ein interessanter Gedanke in den Captions zu finden ist, wird die Serie nicht ihrem Potenzial gerecht. Eine entbehrliche Lektüre.

Leider waren auch jüngere Versuche, Anarky wiederaufleben zu lassen, nicht geglückt, wie man hier nachlesen kann:

Bane und Talia: It’s a match!

Titel: Bane of the Demon

Autor/Zeichner: Graham Nolan/Chuck Dixon

Erschienen: 1998 (Mini-Serie #1-4), Paperback 2012 (Batman versus Bane), 2018 (Batman: Legacy Vol. 2); dt. Dino 1998 (Batman Sonderband 4: „Bane II“), Panini 2013 (Batman gegen Bane)


„You may just be the second most dangerous man alive. Which is why you are the perfect mate for my daughter.“ (Ra’s al Ghul)

Bane will rausfinden, wer sein Vater ist. Er lässt sich in seine alte Heimat Santa Prisca bringen und Leichen pflastern seinen Weg. Ein alter blinder Jesuit verrät ihm, dass vier Kandidaten für die Vaterschaft in Frage kommen, einer davon ein ominöser Schweizer. Bane bedankt sich mit einem schnellen Tod. In Rom nennt ihm ein Geistlicher den Orden von St. Dumas und die Spur führt Bane nach Singapur. Dort trifft er in einem Hochhaus auf Talia al Ghul, Ubu und die League of Assassins, die ein altes Buch stehlen.

Zuerst will Talia alle in dem Gebäude umbringen lassen, aber nachdem sie Bane überwältigt hat, nimmt sie ihn mit zu ihrem Vater. Ra’s al Ghul will (mal wieder) die Menschheit mit einem Virus auslöschen, dafür braucht er neben dem Buch noch eine andere Schrift. Bane hilft ihm dabei, hat aber eine eigene Agenda: Er will Ra’s um seine Lazarusgrube bringen.

Bane bandelt mit Talia an, sie gibt sich zunächst gefügig, doch bleibt dann ihrer Borderline-Persönlichkeit treu, und weist ihn später als Partner ab. Und dann wird klar, woher sie diese Eigenschaft her hat: Ra’s überlässt ihn zuerst einem langsamen Tod in einem brunnenartigen Kerker (aber da zu überleben ist natürlich Banes Spezialität), aber nach einem Schwertduell macht er Bane wieder zu seinem Verbündeten und will ihn mit Talia zusammenbringen, weil er Bane für den perfekten Partner hält (nach Batman natürlich).

Bane of the Demon dient als Verbindungsstück zwischen den Storylines Contagion (Die Seuche) und Legacy (Der Fluch). Es erzählt die Allianz zwischen Ra’s und Bane – aber sinnvoll motiviert wird sie nicht. Wie so oft ist die Story bestimmt von einem Hin und Her von Entscheidungen, das von einem Auf und Ab von Launen angetrieben wird. Bane wird zwar als sehr schlaues Kerlchen dargestellt, das sogar ein würdiger Schachpartner für Ra’s ist, aber zugleich ein geradezu zwanghafter Killer, der alles, wirklich alles tötet, was seinen Weg auch nur kreuzt. Naja, bis auf Ra’s und Talia natürlich. Und Talia wiederum schickt besonders gerne ihre eigenen Leute wegen Nichtigkeiten in den befohlenen Freitod. Da haben sich also ein paar Gleichgesinnte gefunden. Aber besonderen Spaß macht diese sinnlose Gewaltorgie nicht – man stumpft ab. Wären da nicht die wie immer sehr eleganten Zeichnungen von Graham Nolan, wäre die Mini-Serie entbehrlich. (Batman kommt darin übrigens nicht vor – obwohl er auf dem Cover von Teil 4 zu sehen ist.)

DC Comics

Die ganze Sache zwischen Bane und Ra’s al Ghul hat nach Legacy noch ein Nachspiel: im One-shot Batman: Bane (1997) – ein Comic, das so einfallslos wie sein Titel ist. Kaum ist Bane von Batman besiegt und treibt im Meer herum, kapert er ein Schiff mit einem Nuklear-Reaktor und erpresst Gotham um zwei Millionen Dollar – und die Freilassung von Gefangenen. Immer noch hofft er darauf, Gotham und Batman zu zerstören und so die Gunst seines Meisters zu finden (allerdings ist nicht klar, wie er den Anschlag überleben soll, wenn er das Schiff hochgehen lässt). Ums kurz zu machen: Batman, Robin und Nightwing verhindern das. Ein wirklich unnötiger Epilog.

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Vom Doktor zum Dämon: Die Entstehung von Ra’s al Ghul

Titel: Birth of the Demon

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Norm Breyfogle

Erschienen: 1992 (One-shot), Paperback 2012 (Batman: Birth of the Demon)


Ra’s al Ghul liegt im Sterben. Ein Bad in einer Lazarus-Grube täte ihm gut, seine Leute versuchen auf der ganzen Welt, eine auszuheben, doch leider kommt ihnen immer wieder Batman dazwischen oder zuvor. Jetzt nimmt sich Talia der Sache an. Als sie und ihr Geliebter in der Sahara aufeinandertreffen, erfahren wir in einer langen Rückblende, wie Ra’s al Ghul wurde, der er ist.

Die Entstehungsgeschichte beginnt vor etwa 500 Jahren in Nordafrika. Ra’s ist da zunächst ein namenloser Arzt, der den kranken Sohn eines Herrschers vor dem Tod retten soll. Nachts im Traum kommt dem Heiler in der Wüste die Eingebung, an der Stelle ein paar tödliche Gifte und Säuren zusammenzumischen und den Sterbenden hineinzulegen. Gesagt, getan: Der Herrscher ist so verzweifelt, dass er für das Wohlergehen seines Sohnes einem Dämon sogar ein Baby opfern (heißt: kaltblütig abschlachten) lässt. (Womit der Heiler aber nichts zu tun hat.)

Birth of the Demon (Cover)

Der Arzt erschafft also die erste Lazarusgrube, der Sohn wird wieder munter, doch nur allzu munter: Gepackt vom Wahnsinn ermordet er die geliebte Frau des Heilers. Obwohl der Vater Zeuge ist, gibt er dem Retter seines Sohnes die Schuld dafür und verurteilt ihn dazu, mit der Leiche seiner Frau in einem Käfig im Wüstensand begraben zu werden – zusammen mit einem Haufen feindlicher Nomaden.

Ra’s al Ghul trifft auf seinen Dämon

Der Arzt entkommt dank fremder Hilfe, flieht zu den Nomaden, von denen er abstammt, verbündet sich mit ihnen und nimmt grausame Rache: Er tötet nicht nur den Sohn des Despoten mit einer falschen Lazarusgrube, er lässt die ganze Stadt niedermetzeln. Dann nimmt er ein Bad in einem echten Heilbad und erklärt sich zum Kopf des Dämons – Ra’s al Ghul.

Nach dem Ende der Rückblende verrät Talia Batman ihr Alter: Sie ist nicht mal 30. (Das widerspricht zwar den Ereignissen in The Lazarus Affair, aber da Birth of the Demon nach dem Reboot der Crisis spielt, gilt diese Version als neue Continuity.) Ihr Vater hat ihre Mutter 1969 in Woodstock getroffen (seltsame Vorstellung, dass Ra’s auf Rock steht, aber vielleicht war er mehr wegen der Röcke da), mittlerweile ist die Mutter aber an einer Drogenüberdosis gestorben. Im Finale kommt es zu einem epischen Kampf zwischen Batman und seinem Erzfeind.

Dennis O’Neil erzählt hier 20 Jahre nach seiner Erfindung von Ra’s al Ghul erstmals die Vorgeschichte des Schurken. Er verleiht ihm Menschlichkeit, aber auch eine tiefe Abgründigkeit. Denn hier wird Ra’s selbst als die Plage, die er später beseitigen will. Die eigentliche Überraschung besteht darin, dass Ra’s in seinen Träumen schon lange von einer drachenartigen Fledermauskreatur heimgesucht wurde – seine Feindschaft mit Batman ist also tragischerweise lange im Voraus angelegt.

Batman im Duell mit Ra’s al Ghul

Es ist eine überaus grausame Geschichte, allerdings von Norm Breyfogle so prächtig inszeniert, dass sie sich angenehmer lesen lässt, als der Inhalt vermuten lässt. Breyfogle ist nicht nur Zeichner, sondern hat auch die Kolorierung selbst übernommen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Demon-Bänden (Son of the Demon/Bride of the Demon) ist hier keine typische Comic-Optik mit schwarzen Tuschestrichen zu sehen, sondern eine durchgängig farbig ausgemalte Welt, in der immer wieder kunstvoll ausgestaltete Splash Pages mit Abstraktionen, Spritztechnik und Traum-Collagen für besondere visuelle Anreize sorgen. Die Kunst bekommt so viel Raum wie die Story, sodass die Story umso „epischer“ erscheint.

Birth of the Demon ist wahrscheinlich Breyfogles ambitioniertestes Batman-Comic – und definitiv eine der besten Ra’s al Ghul-Geschichten.

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Ra’s al Ghul als Gott der Sintflut und Noah

Titel: Bride of the Demon

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Tom Grindberg

Erschienen: 1990 (One-Shot), Paperback 2012 (Batman: Birth of the Demon)


Ra’s al Ghul hat mal wieder Großes vor, diesmal in der Antarktis.

Schritt 1: Batman erledigen. Ra’s schickt seinen besten Mann: Shard. Der lockt zwar Batman in eine fiese Falle, aber wird von ihm schnell besiegt. So schnell, dass sich Shard daraufhin selbst mit einem Gas tötet. Batman macht einen Abzug von dessen Gesicht, damit er sich bei Ra’s einschleichen kann. Paradoxerweise macht erst das Attentat Batman auf Ra’s Pläne aufmerksam. Hätte er das mal lieber gelassen …

Schritt 2: Ra’s sucht sich eine neue Partnerin. Das geht ganz einfach: Man geht zu einer gealterten Schauspielerin, die gerne wieder jung wäre, man steckt sie in die Lazarus-Grube und sie ist einem sofort ergeben. So ergeben, dass sie einen sofort heiratet, sich schwängern lässt und sogar einen wahnsinnigen Weltzerstörungsplan unterstützt.

Schritt 3: Welt zerstören. Ra’s al Ghul holt sich dafür den Klimaforscher Carmody. Dessen Sohn stirbt im Eifer des Gefechts, Ra’s verspricht ihm, ihn wiederzubeleben, wenn er ihm hilft, die Atmosphäre zu zerstören und den Treibhauseffekt so zu verstärken, dass sich das Klima erwärmt, die Pole schmelzen und die Menschheit ausstirbt.

Aber Moment mal: Gehen dabei auch nicht viele andere Lebewesen drauf? Wird dadurch nicht das ganze Ökosystem Erde zerstört? Ja, sagt Ra’s, ein notwendiges Übel, das man in Kauf nehmen müsse. Aber das Ökosystem werde sich irgendwann wieder erholen. Weil er aber die Regeneration der Erde nicht mehr erleben werde, brauche er einen Erben. Außerdem werde er Exemplare der gefährdeten Arten retten. Ra’s tritt hier als biblischer Gott der Sintflut und neuer Noah in Personalunion auf, ganz nach dem homöopathischen Motto: Wer die Welt retten will, muss sie erstmal zerstören. Bevor es besser wird, muss es schlechter werden. Dass er dabei eigentlich nur das vorantreibt, was er der Menschheit zur Last legt, scheint er nicht zu erkennen. Er hätte einfach abwarten können, bis es von selbst so kommt. Oder er könnte versuchen, das Unheil noch abzuwenden. Aber nein, Ra’s legt in Sachen Vernichtung lieber selbst Hand an und macht sich zum Schuldigen. Skrupel? No way!

Bei Batman ist er dann wieder sehr nachsichtig. Obwohl er ihn zunächst umbringen lassen wollte, gibt er ihm danach noch einige Chancen, sich von ihm aufhalten zu lassen – Erklärung der Pläne inklusive. Talia ist mal wieder wankelmütig gegenüber ihrem Geliebten. Zunächst gibt sie sich ihm gleichgültig gegenüber, dann hasst sie ihn dafür, dass sie für ihn ihrem Vater untreu geworden ist, und lässt es ihn auch handfest spüren. Dann hintergeht sie ihn, dann schlägt sie sich wieder auf seine Seite. Immer dasselbe mit dieser Frau …

Tim Drake reitet den Riesenpenny

Auch wenn die Geschichte nicht immer Sinn ergibt: In dieser Fortsetzung von Son of the Demon fehlt es nicht an Action und Schauwerten. Höhepunkt ist eine Sequenz in der Bathöhle: Der Noch-nicht-Robin Tim Drake springt auf den Riesenpenny und bringt ihn zum Rollen, um die bösen Buben auszuschalten. Dazu gibt es leichtbekleidete Frauen und einen sehr luftig gekleideten Ra’s. Die würden allerdings eleganter wirken, wenn die Zeichnungen nicht so grob wären. Tom Grindberg lässt den feinen Strich eines Jerry Bingham vermissen, und er verwirrt auch beim Lesen mit zum Teil schlecht durchdachten Layouts.

Das alles disqualifiziert Bride of the Demon zwar als Pflichtlektüre, aber eine Katastrophe ist es nicht …

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Ra’s al Ghul in The Animated Series

Ra’s al Ghul in Batman: TAS

Batmans erste Begegnung mit Ra’s al Ghul in The Animated Series hält sich weitgehend an die ersten Comics aus den 70ern. Zunächst wird in Off Balance (S01E50) Talia mit der Society of Shadows eingeführt, die in den Comics League of Assassins heißt, allerdings ist hier der Schurke Count Vertigo, eine Figur, die erst 1978 – also nach Ra’s al Ghul – in den Comics auftauchte.

Count Vertigo

Die Story in BTAS weicht stark ab: Die Schattenkrieger stehlen einen Ultraschallbohrer von Wayne Enterprises. Talia hilft Batman, sie wiederzubeschaffen. Count Vertigo, der mittels eines Monokels Schwindel verursachen kann, nimmt beide gefangen. Am Ende besiegen sie den Schurken zwar, aber Talia haut mit der Kanone ab. Allerdings hat Batman vorgesorgt. Schließlich sehen wir, wer Talias Vater ist.

Her mit der Kanone: Talia

Die Episode gehört zu den schwächeren der Serie. Es fehlt sowohl eine spannende Handlung, ein interessanter Gegner als auch eine Anziehung zwischen Batman und Talia. Bemerkenswert: Die Folge beginnt auf der Freiheitsstatue von Gotham – ein Hinweis darauf, dass sich die Stadt an New York orientiert (und schon immer damit gemeint war).

Freiheitsstatue von Gotham

Die Qualität steigert sich in dem Zweiteiler The Demon’s Quest (S01E60-61), geschrieben von Dennis O’Neil, der sich an seinen Skripten für Daughter of the Demon (Batman #232) und The Demon Lives Again (Batman #244) orientiert. Ra’s al Ghul entführt Robin, um Batman zu testen und bietet ihm hinterher Tochter Talia und sein Imperium an. Der Auftakt ist deshalb bemerkenswert, weil die Folge damit beginnt, dass Robin in seinem Studentenwohnheim entführt wird. Der Täter ist ein Mann in einer Maske, die an einen Schakal erinnert. Erst dann wird die Titlecard mit dem Namen der Episode eingeblendet.

Batman gegen Panther

Der Rest der Episode ist sehr ähnlich aufgebaut: Batman folgt der Schnitzeljagd nach Kalkutta, besiegt dort Attentäter, fliegt nach Malaysia (fehlt in den Comics), besiegt einen Panther (in den Comic ein fleckiger Leopard), fliegt nach Nepal, besiegt dort Attentäter und findet Robin.

Ra’s al Ghul mit Maske

Der größte Unterschied: Ra’s al Ghul erzählt Batman schon bei der etwas von seinen Plänen, die Welt zu reinigen. Allerdings bleibt es nur bei Andeutungen. Trotzdem weiß Batman später, dass Ra’s die halbe Menschheit auf dem Gewissen hat, obwohl erst ganz am Ende des zweiten Teils der Schurke seinen Plan erklärt.

Heiter mit Aussicht auf Wahnsinn: Ra’s hat Spaß nach Lazarus-Kur

Ra’s stirbt und wird in der Lazarus-Grotte (so der deutsche Name) wiederbelebt, er dreht durch, will seine Tochter in die Grube werfen, doch sie bringt ihn mit einer Backpfeife zur Vernunft. Sein Plan besteht darin, alle Lazarus-Grotten der Welt zu sprengen und die Menschheit in der Brühe auszulöschen. Ein solcher Plot fehlt in den Storys der 70er. Es bleibt nur bei Andeutungen. Das ist in der Serie besser gelöst, denn da ist ganz klar, was der Schurke will und es gibt nicht nur einen Konflikt um Talia und Ra’s Nachfolge, sondern eine Gefahr für die ganze Welt, die Batman abwenden muss.

Ra’s und Batman beim Duell

Am Ende kommt es zu dem ikonischen Schwertkampf oben ohne in der Wüste aus The Demon Lives Again (Batman #244). Es ist allerdings etwas unelegant gelöst, wie Batman sein Oberteil verliert: Sinnloserweise zerreißen es die Schergen, obwohl sie ihn nur durchsuchen sollen. Im Comic zieht sich Batman einfach aus, was ja auch sinnvoll ist bei einem Duell in brütender Hitze. Kurz: Die Serie übernimmt das Beste aus den Comics und rafft alles zu einer viel stimmigeren Erzählung zusammen.

Talia und Batman küssen sich

Zwei Wiedersehen gibt es in der zweiten Staffel. Avatar (S02E04) ist wieder eine schwächere Episode, in der Ra’s al Ghul eine altägyptische Schriftrolle stiehlt und damit in Ägypten eine Grabkammer sucht, in der er sich ewiges Leben erhofft. Er erlebt dann eine böse Überraschung wie Jack Torrance in Zimmer 237 aus Shining … Die Sache endet in einem Mumien-B-Movie-Finale mit grünen Schlamm-Monstern. Nicht der Rede wert.

Böse Mumie mit Monstern

Obwohl Ra’s Bruce und Talia beinahe umbringt, erbarmt sich am Ende seine Tochter und befreit ihren Vater, als Batman ihn den Behören übergeben will. Die Familie lässt Batman in der Wüste sitzen. Immerhin lässt ihm Ubu eine Flasche Wasser da. Warum sie aber durch die Wüste reiten, wenn sie bereits in Kairo waren und nur zum Flughafen fahren müssten, bleibt das größte Rätsel der Folge.

Talia bedroht Batman

Die Folge Showdown (S02E13) ist eine Ausnahme-Erscheinung. Es handelt sich kaum um eine Batman-Story. Held der Geschichte ist der Revolverheld Jonah Hex und die Haupthandlung spielt im Wilden Westen. In der Gegenwart entführt Ra’s al Ghul einen Unbekannten aus einem Altenheim, Batman und Robin folgen ihm zum Flughafen und hören sich einen Bericht an, den Ra’s ihnen hinterlassen hat. Im Jahr 1883 versucht Ra’s al Ghul mit einem Kriegsluftschiff, die Eisenbahn zu zerstören und sich in Washington zum Herrscher der USA machen zu lassen. Jonah Hex jagt dessen Handlanger Arcady Duvall.

Jonah Hex

Das Steampunk-Abenteuer ergibt nicht wirklich den tieferen Sinn, den es vorgibt: Ra’s al Ghul prangert im 19. Jahrhundert eine Umweltzerstörung an, die kaum nennenswert ist, bläst aber mit seinem dampfbetriebenen Luftschiff selbst mächtig viel Rauch (und CO2) in die Luft. Dann warnt er zwar die Menschen vor dem bevorstehenden Beschuss, lässt aber ohne Rücksicht auf Verluste auf eine Stadt losballern.

Ra’s al Ghul mit Arcady Duvall

Am Ende stellt sich heraus, dass Duvall Ra’s Sohn ist und es um nichts anderes als eine Familienzusammenführung geht. Ra’s schlägt Batman vor, die Klingen ein anderes Mal zu kreuzen und das Dynamische Duo lässt ihn ziehen.

Ra’s al Ghul mit Sohn

Weitere Auftritte in dem Serien-Universum hat Ra’s al Ghul in Superman: The Animated Series („The Demon Reborn“) und in Batman Beyond („Out of the Past“).

Mehr zum Thema:

Rache an Ra’s

Titel: League of Batmen

Autor/Zeichner: Doug Moench/Mark Bright

Erschienen: 2001 (Zweiteiler)


Nachdem der Batman der Zukunft (Tallant, Sohn von Bruce und Talia) die Brotherhood of the Bat von Ra’s al Ghul besiegt hat, baut er sich eine eigene League of Batmen auf. Die bunte Truppe reist um die Welt, um einen Impfstoff gegen die Seuche zu verteilen, die die Menschheit fast ausgerottet hat. Doch Ra’s al Ghul schickt eine Armee von Robotern los, um die Batmen zu töten. Für Tallant hat er sich was ganz Besonderes ausgedacht: Einen bösen Klon von Bruce Wayne.

Als dieser dämonische Batman Talia ermordet, fliegt die Truppe nach Mexiko, um sich an Ra’s zu rächen und seine neuesten Weltzerstörungspläne zu vereiteln. Denn Ra’s will mittels einer aufgepimpten Lazarusgrube endgültig unsterblich werden, dabei soll allerdings die Menschheit draufgehen. Durch die ganzen Wiederbelebungen hat Ra’s spitze Ohren, Klingonenstirn und Schuppenhaut bekommen und sieht dämonischer denn je aus.

Schon der erste Teil hat nicht überzeugt, von der Fortsetzung war auch nicht mehr zu erwarten, und auf dem Niveau bewährter Mittelmäßigkeit dümpelt auch dieser Zweiteiler vor sich hin. Pathetische Reden, lauter Klischees und ein durchschnittlicher Zeichenstil taugen lediglich für eine Lektüre, durch die man hirnlos durchrauschen kann.

Zu lachen gibt es höchstens etwas, wenn es unfreiwillig komisch wird: In einer Sequenz lässt sich der böse Attentäter von seinem Mord an Batman von einer Bande ablenken, die ihm das Fahrzeug klauen will. Die Erklärung: Er wurde darauf trainiert, zu handeln, ohne zu denken – nicht unbedingt die beste Eigenschaft. Als er Talia töten soll, fängt er plötzlich doch zu grübeln an, und trifft auch noch den falschen Schluss. Und als dann Tallant die Leiche seine Mutter sieht, schlägt er wütend auf den Mörder ein – rätselhafterweise nur auf die Brust, während ein vernünftiger Batman eher auf das Gesicht oder verwundbarere Körperteile zielen würde. Aber egal, wie gesagt: Ohne große Ansprüche erfüllt die Story ihren Zweck als Zeitvertreib.

>> Liste der Batman-Elseworlds-Comics

Frohe Weihnachten mit Batman

Bei DC gibt es eine kleine Tradition: Zu Weihnachten erscheinen die DC Holiday Specials. Nicht immer unter diesem Namen (z.B. auch als DC Rebirth Holiday Special) und auch nicht jedes Jahr, aber zuletzt ganze dreimal hintereinander. Das Prinzip ist simpel: Mehrere Figuren aus dem DC-Universum bekommen Kurzgeschichten rund um Weihnachten gewidmet. Das Ergebnis ist nicht immer der Rede wert. In diesem Jahr ist es allerdings etwas anders als sonst.

Das DC Nuclear Winter Special versetzt die Superhelden in dystopische Szenarien. Unter anderem sehen wir „Batman 666“, also Damian Wayne als Batman der Zukunft (siehe Batman #666 in Batman and Son). Er hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, unterblich zu sein und dafür für immer den Mantel seines Vaters tragen zu können. (Der Teufel scheint übrigens The Batman Who Laughs zu sein.) Dazu gehören offenbar auch Man-Bat-Flügel. In einem wüsten, verschneiten Gotham trifft Damian auf seinen Großvater, Ra’s al Ghul, und duelliert sich mit ihm.

Batman 666 gegen Ra’s al Ghul (DC Comics)

Dabei zeigt sich Damian von einer reifen Seite: Er hat nicht nur den Mantel seines Vaters, sondern auch dessen Überzeugungen geerbt. Die Geschichte ist sowohl grafisch als auch emotional ein Höhepunkt des Specials. Catwoman hingegen stiehlt in ihrer Story zur Abwechslung mal nicht für sich, sondern für Bedürftige. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem Superman der Zukunft aus One Million.

Ähnliche Specials gab es bereits in den 80ern (Christmas With the Superheroes) und in den 90ern (DCU Holiday Bash), ich gehe hier der Kürze halber nur auf die DC Holiday Specials der Nuller Jahre ein. Nach dem DCU Infinite Holiday Special (2006), in dem Superman Batman einen Haken verpasst hat, kam zwei Jahre später eines mit anderthalb Batman-Storys heraus.

In A Day Without Sirens initiiert die Polizei von Gotham eine Kampagne, in der sie vor Weihnachten alle Bürger der Stadt dazu aufruft, einen Tag lang keine Verbrechen zu begehen. Die Geschichte handelt davon, wie James Gordon und seine Beamten am Telefon warten und sowohl bangen als auch hoffen, dass jederzeit jemand anrufen könnte. Die Story hält sogar drei Überraschungen bereit, die ich hier nicht verraten will.

Batman als Good King Wenceslas (DC Comics)

In Good King Wenceslas übertragen Paul Dini und Dustin Nguyen (Streets of Gotham) das englische Weihnachtslied auf Batman und Robin. Zu dem Originaltext sieht man zwei Figuren durch den Schnee stapfen, deren Aussehen an das Dynamische Duo angelehnt ist. Immerhin ein grafisches Kleinod.

Das Special von 2009 enthält mit Silent Knight einen wortlosen Batman-Comic, in dem Batman einen verbrecherischen Weihnachtsmann jagt. Die Ausgabe kann man sich derzeit kostenlos bei Comixology herunterladen.

In den vergangenen beiden Jahren war die Ausbeute an Batman-Weihnachtsgeschichten in den Specials mager: Twas the Night Before Christmas erzählt, wie eine alte Frau mit ihrem Enkel kein Obdach erhält, daraufhin stirbt und Jahre später ihrem Enkel als Geist erscheint und ihn auffordert, sich an der Familie des Schuldigen zu rächen. Batman verhindert das natürlich. Aber auch wenn diese Story von Dennis O’Neil stammt, kränkelt sie an einer unüberzeugenden, weil zu weit hergeholten Prämisse. Allerdings holen die Zeichnungen von Steven Epting einiges rausholen, wie man hier sehen kann.

Batman in „Twas the Night Before Christmas“ (DC Comics)

In Solstice feiern Batman und Wonder Woman gemeinsam Wintersonnenwende, indem sie in zivil gemeinsam ein Feuer im verschneiten Wald anzünden. Warum gerade mit Batman und nicht mit Superman? Weil Superman genug Licht im Leben hat und Batman es nötiger hat, daran erinner zu werden, dass das Licht immer zurückkehrt. Bis es so weit ist, sieht man die beiden Helden parallel bei der Arbeit: Batman rettet Mutter und Tochter vor einem Straßenräuber, Wonder Woman bringt Wasser in ein Flüchtlingscamp.

Die Kurzgeschichten der Holiday Specials sind keine typischen Superhelden-Storys. Alles geht sentimentaler, aber auch ruhiger zu – eben passend zur Weihnachtszeit. Im besten Fall ist es leichte Kost für die Feiertage, im schlechtesten einfach eine Reihe von Banalitäten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes Fest!

>> Batman zu Weihnachten

Ra’s brennt für Batman

Titel: The Lazarus Affair

Autor/Zeichner: Marv Wolfman/Irv Novick

Erschienen: 1980-1981 (Batman #330-335)


Lucius Fox wird von einer Gang angegriffen, der sein eigener Sohn angehört. Bruce Waynes Sekretärin stiehlt Geschäftsdokumente. Ein Konkurrent namens Gregorian Falstaff unterbietet Wayne bei mehreren Aufträgen, um ihn in den Ruin zu treiben. Was geht hier vor? Spätestens als Talia al Ghul unangekündigt in der Bathöhle auftaucht und Batman um Unterschlupf bittet, dürfte die Sache klar sein, aber Batman stellt sich dumm und spielt das Spiel mit.

Robin ist davon nicht begeistert. Während Batman mit Talia nach Asien reist und sich mit einer Horde Mutanten prügelt, ermittelt Robin mit Catwoman auf eigene Faust. Die Teams treffen sich auf Infinity Island, wo es zum Showdown mit dem mysteriösen Strippenzieher kommt. Wie gesagt: Wer das ist, liegt auf der Hand. Aber Marv Wolfman zieht die Auflösung so künstlich in die Länge, dass es fast schon komisch ist.

(Noch absurder: Batman trägt auf der Reise nach China einen Rucksack voller Tischtennisbälle mit sich, die er beim Grenzübertritt in einen Anzug steckt und so auf dem Wasser einen treibenden Körper simuliert. Damit schlägt er die Chinesen sozusagen mit ihren eigenen Waffen.)

Natürlich – ACHTUNG: SPOILER!!! – steckt hinter all dem Ra’s al Ghul. Wieder mal ist das ganze Theater nur ein Versuch, Batman auf seine Seite zu ziehen, indem er alles an sich reißt, was Bruce Wayne besitzt. Eigenartigerweise scheint der Schurke mehr Zeit in Bekehrungsversuche zu stecken als in sein eigentliches Projekt: die Welt von der Menschheit zu befreien. Batman muss sich entscheiden, ob seine Freunde getötet werden sollen oder er zu Ra’s Verbündeten wird. Er tut so, als würde er überlaufen. Robin und Catwoman werden daraufhin zum Steineklopfen ins Bergwerk geschickt.

Das Prinzip ist das altbekannte: Talia führt Batman in die Falle, dann betrügt sie ihren Vater. Das Neue: Wir erfahren, dass Talia selbst nicht mehr so jung ist, wie es scheint, dass sie schnell nachaltert und immer wieder durch Handauflegen von ihrem Vater verjüngt wird. Im Gefecht wird sie getötet und in der Lazarusgrube wiederauferweckt. Ra’s al Ghul landet schließlich selbst darin, springt brennend wieder heraus und als er noch einmal darin landet, explodiert die ganze (vulkanische) Insel und versinkt im Meer.

Das Pikante an der Story: Selina Kyle hat kürzlich erst mit Bruce Wayne Schluss gemacht. Dass er jetzt wieder von Talia becirct wird, gefällt ihr natürlich nicht so sehr. Aber Bruce bleibt eisern: Nach den gescheiterten Romanzen der letzten Zeit ist er für Talia nicht bereit. Schließlich behält Robin recht: Talia ist nicht zu trauen und Bruce muss verrückt sein, sich immer wieder auf sie einzulassen. Aber er kann einfach nicht anders.

(Hinweis: Offiziell erstreckt sich The Lazarus Affair nur über vier Ausgaben (Batman #332-335), die Handlung beginnt allerdings schon in Ausgabe #330.)

>> Liste der Ra’s al Ghul-Comics

Ra’s und Batman retten die Welt

DC Comics

Titel: Batman & Ra’s al Ghul: The Crystal Armageddon

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Jim Aparo

Erschienen: 1980 (The Brave and the Bold #159)


Ein Wissenschaftler hat ein Mittel entwickelt, das alles in Kristall verwandelt. Nicht nur, dass es Menschen sofort tötet: Wenn es ins Meer geraten sollte, kann es alles Leben auf dem Planeten auslöschen. Die League of Assassins hat den Forscher entführt und erpresst ihn. Das gefällt nicht nur Batman nicht, sondern auch Ra’s al Ghul will das verhindern. Die beiden Erzfeinde verbünden sich also mal wieder, um die Welt zu retten.

Leider ist diese Story schneller vorbei als sie beginnt. Highlights: Ra’s stirbt, wird durch die Lazarusgrube wiederauferweckt und springt Batman an den Hals. Batman macht einen Sprung aus einem Flugzeug mit einem Batgleiter. Das schreibe ich allerdings nur, um der Story wenigstens etwas Gutes abzugewinnen. Der Rest ist öder Dialog und Prügelei. Das Problem löst sich fast von selbst. Eine Story, die man sich auch deshalb sparen kann, weil sie der Beziehung zwischen Ra’s, Batman und Talia nichts hinzufügt.

>> Liste der Ra’s al Ghul-Comics