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Pitch Meeting für Batman (1989)

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Warner Bros.

Nach über 30 Jahren dürfte auch jedem Nostalgiker klar sein, dass der erste ernsthafte Batman-Film nicht so ernstzunehmen ist, wie es scheint. Tim Burtons Batman war mehr ein Hype, der von geschicktem Marketing angefacht wurde, als ein Film mit einer nennenswerten Story. Aus heutiger Sicht wirkt vieles überdreht und albern.

Ryan Georges Pitch Meeting lässt den Blockbuster noch fragwürdiger erscheinen: Batmans Methoden der Verbrechensbekämpfung, seine Affäre mit einer Reporterin und der intime Umgang mit ihr lassen erhebliche Zweifel aufkommen, ob es sich hier wirklich um einen Helden handelt. Ryan George versteht es, Filme auseinanderzunehmen. Desillusionierend? Mag sein, aber selten sind Kindheitserinnerungen so witzig zerstört worden.

Und wer davon nicht genug bekommen kann: Pitch Meetings gibt es auch zu Christopher Nolans Dark-Knight-Trilogie sowie zu Batman Forever und Batman & Robin.

>> Batman-Filme und -Serien

Matt Reeves erklärt das rätselhafte Ende von „The Batman“

Wenn das mal keine Klickbait-Überschrift ist! Ich dachte, was andere können, das kann ich auch. Worum geht’s? Um die vorletzte Szene von The Batman, in der der Riddler auf einen anderen Arkham-Insassen trifft. Wer Angst vor Spoilern hat, lese bitte erst weiter, wenn er den Film gesehen hat.

Die naheliegende Frage ist: Trifft der Riddler auf den Joker? Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Matt Reeves stellt in einem Video von IGN klar: Ja, aber nicht ganz. Dieser unbenannte Arkham-Insasse (gespielt von Barry Keoghan, bekannt aus The Killing of a Sacred Deer, Dunkirk und Eternals) ist nur eine Vorstufe des Schurken, der aber schon als Mörder aufgetreten ist und von Batman geschnappt wurde. Ursprünglich war noch eine weitere Szene im Film, in der Batman auf ihn trifft. Die Szene wurde jedoch rausgeschnitten und soll bei anderer Gelegenheit veröffentlicht werden.

[UPDATE: Hier ist die Szene:]

Reeves erklärt, dass sein Joker an den Stummfilm The Man Who Laughs angelehnt ist, der ohnehin den Joker inspiriert hat. Conrad Veidt spielt darin einen Mann, der von Kindheit an ständig ein Grinsen im Gesicht trägt. Dieser neue Noch-nicht-Joker soll durch eine Krankheit gezeichnet sein. Aus dieser Erfahrung soll er auch seine nihilistische Weltsicht haben: „From his birth life has been a cruel joke on him and this is his response“, sagt Reeves.

Ob das bedeutet, dass der Joker im nächsten Film auftaucht, lässt Reeves offen. Er weiß angeblich noch nicht, auf wen Batman treffen wird. Geplant ist – wie üblich – eine Trilogie mit Robert Pattinson in der Hauptrolle. Auch wenn sich Reeves Mühe gibt, eine neue Sicht auf den Joker zu zeigen, täte es gut, den Schurken eine Weile ruhen zu lassen. Es gab mit Jared Leto und Joaquin Phoenix zuletzt zwei Joker kurz hintereinander und Heath Ledger ist auch noch gut in Erinnerung. Zudem gibt es noch eine Reihe anderer, die noch nie in einem Batman-Film zu sehen waren oder eine zweite Chance verdienen: Mister Freeze, Man-Bat, Mad Hatter, Killer Croc, Poison Ivy etc.

Aber ohne den Joker scheint es heutzutage nicht mehr zu gehen.

Neue Musik zu „The Batman“

Bald ist es soweit: Am 3. März 2022 soll The Batman ins Kino kommen. Regisseur Matt Reeves liefert mit fast drei Stunden auch damit den längsten Batman-Solo-Film ab. Nun hat Warner Bros. die Main Theme von Michael Giacchino veröffentlicht (auch bei Spotify). Wie schon bei Hans Zimmers Musik zur Dark-Knight-Trilogie besteht die Melodie im Wesentlichen aus zwei Tönen – Minimalismus für die maximale Dramatik. Zwischendurch geht es auch mal sehr hoffnungsvoll zu.

Giacchino ist damit bekannt geworden, dass er es bereits schaffte, bei der Serie Lost einem die Tränen in die Augen zu treiben, ähnliches gelang ihm auch bei Star Trek und dem Pixar-Film Oben. Darüber hinaus schrieb er auch die Musik zu Mission Impossible: Phantom Protokoll, Doctor Strange und der jüngsten Spider-Man-Trilogie. Musikalisch kann schon mal nicht viel schief gehen.

The Batman mit Robert Pattinson in der Hauptrolle wird den Riddler (Paul Dano) und Pinguin (Colin Farrell) als Schurken haben. Darüber hinaus treten Catwoman (Zoë Kravitz), Carmine Falcone (John Turturro), James Gordon (Jeffrey Wright) und Alfred Pennyworth (Andy Serkis) auf.

Begleitend dazu ist eine Serie auf HBO-Max geplant.


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„Super Easy, Barely an Inconvenience“

Man soll ja nicht immer nur negativ denken. Zack Snyders Filme wurden viel gescholten, auch hier, und eigentlich ist alles schon dazu gesagt, die Kritik ist bekannt und wird auch keinen Hardcore-Fan mehr vom Gegenteil überzeugen. Dennoch findet man immer wieder neue kreative Ansätze, sich mit Filmkritik zu beschäftigen. Eine davon ist die Reihe „Pitch Meeting“ von Screen Rant, die es schon seit Jahren gibt, aber die ich jedem ans Herz legen will, der sie noch nicht kennt.

Das Prinzip ist einfach: Ein junger Mann namens Ryan George inszeniert einen Dialog zwischen Drehbuchautor und dem Produzenten, bei dem die Geschichte heruntergebrochen und ständig hinterfragt wird. Dabei treten die größten Plotlöcher zutage, ohne dass es die Beteiligten zu stören scheint. Wer mehrere dieser Videos schaut, wird mit Running Gags belohnt, ganz besonders die immer wiederkehrende Phrase, wenn wie üblich eine Problemlösung zu glatt läuft: „super easy, barely an inconvenience“.

Nicht nur Snyders Werk, auch frühere Batman-Filme werden so pfiffig auseinandergenommen, wie etwa Batman Forever (1995) und Batman & Robin (1997).

Das Interessante dabei ist: Auch wenn diese Pitch Meetings reine Satire sind, müssen solche Runden trotzdem einmal stattgefunden haben und man fragt sich: Wie konnte es sein, dass all diese Ungereimtheiten niemandem vorher aufgefallen sind? Die Antwort darauf ist einfach, wie im Falle von Batman v Superman: Wenn Batman, Superman und Wonder Woman in einem Film sind, wird er Kasse machen – egal, wie gut er ist.

Lästern ist natürlich immer einfach. Daher steht am Ende auch stets die Erkenntnis, dass Drehbücher schreiben und Filme machen alles andere als „super easy“ ist.

>> Mehr zum Thema: Honest Trailers

 

DC Fandome: Neue Trailer zu „The Batman“ und „The Flash“

Da ist er: Nach stundenlangem Geschwätz bei DC Fandome kam endlich die Hauptattraktion: zweieinhalb Minuten Bilder aus dem Film The Batman. Nicht alles neue Bilder, aber immerhin konnte man sich einen guten Eindruck von Catwoman (Zoë Kravitz), Pinguin (Colin Farrell) James Gordon (Jeffrey Wright) und Alfred Pennyworth (Andy Serkis) verschaffen. Der Riddler (Paul Dano) bleibt noch ein Mysterium, dafür wirkt Batman (Robert Pattinson) wie der absolute Berserker.

The Batman von Regisseur Matt Reeves soll im März 2022 in die Kinos kommen. Der Filmstart wurde bereits wegen der Corona-Pandemie verschoben.

Noch einmal Batman gab es im „First Look“ zu The Flash. Der Held taucht (zusammen mit Supergirl) in der Batcave auf, Batman (Michael Keaton?) sieht man nur von hinten. Und es gibt eine kleine Enthüllung des Batmobils – allerdings nur off screen. The Flash soll

Und hier noch ein Vorgeschmack auf den Black-Adam-Film mit Dwayne Johnson:

Und hier noch ein Trailer zum Animationsfilm Catwoman: Hunted:

Die Geschichte hinter Tim Burtons „Batman“-Film

Das Startbild des Videos ist irreführend: Nein, es geht nicht um Christopher Nolans The Dark Knight, sondern um Tim Burtons Batman-Film von 1989. Genauer gesagt, es geht darum, welche Bedeutung er für die Filmgeschichte hatte, denn die Veröffentlichtung gilt hier als Geburtsstunde des modernen Blockbusters.

Tatsächlich ist der Film ein bemerkenswertes Phänomen: „It wasn’t so much about the story or the characters, it was about the event“, heißt es an einer Stelle in der Doku. Was passierte, war gar nicht so wichtig, sondern allein die Tatsache, dass hier zwei Stunden Spektakel geboten wurde – zwei Stunden Batman. Der Film löste eine zweite Batmania aus, mit Tonnen von Merchandising-Artikeln wie Spielzeug, T-Shirts und Lebensmitteln.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Besetzung von Michael Keaton als Bruce Wayne zunächst auf große Ablehnung stieß. Auch wenn Keaton einen guten Job gemacht hat, zeigte der Film aber: Eigentlich ist es (fast) egal, wer hinter der Maske steckt. Am meisten zählt die Maske selbst.

Das Prinzip, eine bekannte Marke zu einem Blockbuster auszubauen, hat von da an Schule gemacht. Heute ist das normal, wie man an der Flut von Superhelden-Filmen sehen kann. Hypes sind dadurch aber selten geworden.

>> Wie Batman Returns entstand

Wie „Batman Returns“ entstand

Batman Returns, der zweite Teil von Tim Burtons Batman-Reihe, ist vielleicht ein Beispiel dafür, das eine Fortsetzung das Original übertreffen kann. Im Kritikerspiegel bei Rotten Tomatoes schneidet er jedenfalls deutlich besser ab (80 zu 71 Prozent). Zwar gibt es auch hier Albernheiten wie fliegende Regenschirme, Riesengummienten und eine Pinguin-Kamikaze-Armee, aber dank eindrucksvoller Darstellungen des Pinguins (Danny DeVito) und Catwoman (Michelle Pfeiffer) hinterlässt Batman Returns einen tieferen Eindruck als der Vorgänger.

Trotzdem gab es keine Fortsetzung. Offenbar war Tim Burtons Ansatz – trotz des Kassenerfolgs – zu düster und brutal für eine Filmreihe, die Spielzeuge verkaufen sollte. Dafür wird die Geschichte nun in einer Comicserie weiter erzählt: Batman 89.

Ein interessantes Making-of lässt Darsteller und Macher zurückschauen auf die Entstehung des Films.

Mehr zum Thema: Honest Trailer

Neuer Trailer zu „The Suicide Squad“

Am 5. August 2021 startet James Gunns The Suicide Squad in den deutschen Kinos. Bis dahin gibt es einen weiteren Vorgeschmack in Form eines neuen Trailers, dem offiziellen, nicht zu verwechseln mit der ersten Vorschau. Wir sehen Idris Elba als Bloodsport hinter Gittern, weil er Superman mit einer Kryptonitkugel angeschossen hat, Harley Quinn (Margot Robbie) sprüht über vor Blumen und wir erfahren etwas Wissenswertes über das Wort „Starfish“ …

Verbrecher Batman

Batman ist der Gute, denn er bekämpft Verbrecher – klar. Oder? In den ersten 40 Jahren (abgesehen vom ersten) war es zumindest so. In den letzten 40 wurde das immer mehr und wieder in Frage gestellt. Batman arbeitet außerhalb des Gesetzes, er ist ein Vigilant und daher per se illegal, was weitere Vergehen und Verbrechen nach sich zieht.

Wenn man sich die Filme anschaut, stellt sich eher die Frage, ob Batman wirklich mehr Gutes tut als dass er Schaden anrichtet. Dieses Fandom-Video geht der Sache nach, von Michael Keaton bis Batfleck, und findet eine ganze Reihe von Straftaten: unbefugtes Betreten, Vandalismus, Stalking, illegales Abhören, Fahrerflucht, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, Körperverletzung, Folter und natürlich Mord.

Welcher Film-Batman begeht wohl die meisten Verbrechen? Die spannendere Frage ist aber: Sind sie gerechtfertigt im Hinsicht auf die Verbrechen, die er verhindert?

Die Antwort überlasse ich euch. Aber ein fragwürdiger Charakter bleibt dieser Fledermausmann …

>> Liste der Batman-Filme

Abrechnung mit dem DC Extended Universe

Nein, ich bin wahrlich kein Fan des „DC Extended Universe“ (DCEU), wie das derzeitige Filmuniversum von Superman, Batman und Wonder Woman genannt wird. Es hatte einen mehr als holprigen Start mit Man of Steel, wurde dann furchtbar mit Batman v Superman und Suicide Squad, bevor es sich dann mit Wonder Woman und Shazam berappelte, aber dann wieder abstürzte (Aquaman, Wonder Woman 1984) und immer noch wenige echte Highlights zu bieten hat.

Die Screen Junkies haben in einem Honest Trailer (dem 400.) zusammengefasst, was alles schief gelaufen ist, vor und hinter den Kulissen, und analysieren auf amüsante Art die wiederkehrenden Muster dieser Filme. Einen Anteil an der Unausgereiftheit der Filme dürften die chaotischen Produktionsbedingungen haben, wie man sie bei Zack Snyder’s Justice League erlebt hat. Doch da bleiben immer noch die deprimierenen Storys, unsympathischen Helden, nervigen Schurken und fragwürdigen Wortbeiträge. Und es scheint immer noch keinen vernünftigen Plan zu geben, wie man dieses Kinofranchise auf einen ordentlichen Kurs bringt wie bei Marvel. Mit eigenständigen Filmen wie Joker und dem kommenden The Batman hat man sich vom Snyderverse verabschiedet.

Bedenklich ist das Trollverhalten sogenannter Fans, die Soziale Medien für ihre aggressiven Snyder-Kampagnen missbrauchen. Dass sie mit Justice League Erfolg hatten, ist leider auch ein falsches Signal, das zeigt, dass man alles kriegt, wenn man nur laut genug schreit. Wenn es nur halb so viel Engagement für die wahren Probleme auf der Welt gäbe, bräuchte es keine Superhelden mehr …

>> Liste der Batman-Filme