Honest Trailer

Honest Trailer zu „Batman und das Phantom“

Für manche gilt der Animationsfilm Batman: Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom) als einer der besten Batman-Kinofilme. Zweifelsfrei ist dieses Prequel zu The Animated Series ein Glücksfall: unter hohem Zeitdruck entstanden, aber von einer Tiefe, wie man sie eher von den Spielfilmen erwarten könnte.

Die Screen Junkies haben mal versucht, in ihrem Honest Trailer das Ganze nicht ernst zu nehmen. Da man über den Film aber kaum etwas Schlechtes sagen kann, wirken die Witze aber etwas bemüht. Die ganzen anachronistisch Vergleiche zu späteren Batman-Filmen sind völlig deplaziert. Und so wird ein weiterer Versuch der Satire zur verkappten Würdigung.

Leider ist der Batman und das Phantom noch immer nicht in Deutschland auf Blu-ray erschienen (genauso wie die dazugehörige Serie). Man muss leider mit dem Stream vorlieb nehmen.

>> Liste der Batman-Filme und Serien

Ein Honest Trailer für Joker

Wenn ich einen Film richtig gut finde, schaue ich mir die Honest Trailer dazu lieber nicht an, weil ich mir die Filme nicht ruinieren will. Wenn man erst einmal auf etwas Bestimmtes hingewiesen wird, kann man den Film nicht mehr sehen, oder immer wieder daran zu denken.

Bei Joker habe ich mal eine Ausnahme gemacht. Und es zeigt sich: Gute Filme können selbst nicht von Honest Trailern kaputtgemacht werden. Oder andersrum gesagt: Je besser der Film, desto schlechter der Honest Trailer. Denn in einem Film wie Joker gibt es nicht viel, worüber man sich lustig machen könnte. Und so ist das Video mehr zu einer Würdigung und Verteidigung gegen die Kritiker geworden, die behauptet haben, der Film stifte zu Gewalt an. Die Realität hat uns eines Besseren belehrt: Es laufen nicht überall Killer-Clowns herum und spielen Revolution.

Die witzigste Bemerkung ist der Vergleich mit Jared Letos Joker in Suicide Squad: „instead of writing ‚damaged‘ on his forehead, (he) just damages his forehead“.

Honest Trailer zu Batman: The Movie (1966)

Kurz vor dem Kinostart des Joker-Films rekapitulieren die Screen Junkies noch einmal den ersten Leinwandauftritt des Schurken in Batman: The Movie von 1966, der bei uns unter dem klangvollen Titel Batman hält die Welt in Atem bekannt ist.

Es ist kein Geheimnis, dass Cesar Romero der erste Darsteller eines DC-Charakters war, der versuchte, einen Schnurrbart zu kaschieren. Auch Batmans Wampe ist deutlich zu erkennen. Aber der Honest Trailer offenbart diesen allseits gutbekannten und viel zitierten Film von einigen neuen Seiten, die ihn noch merkwürdiger erscheinen lassen, als er ohnehin schon ist.

Zum Beispiel wie aggressiv Bruce Wayne reagiert, als man scheinbar seine Freundin entführt. Geradezu blutrünstig droht er mit Mord. Und Robin äußert sich sehr bedenklich, als er den Tod dem Trinken vorzieht und und sich als Befürworter der Eugenik outet. Überhaupt kann Robin mit seinem ständigen „Holy …“ auf die Nerven gehen.

Oder könnte – wenn das alles denn ernst gemeint wäre. Aber an diesem Video zeigt sich, wie schwer es ist, sich über klamaukige Komödie lustig zu machen. Einem Witz kann man eben nur wenig hinzufügen.

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Honest Trailer zu Batman Returns

Es ist noch etwas früh für Batman Returns – eigentlich ist es ein Weihnachtsfilm. Aber die Screen Junkies haben mit diesem „Honest Trailer“ immerhin die Reihe der ersten Batman-Filme abgehakt. Jetzt fehlt nur noch Adam Wests Batman hält die Welt in Atem.

Doch auch wenn man sich Tim Burtons zweites Batman-Werk ansieht, gibt es einiges daran auszusetzen: Einerseits richtet sich der Film zwar mit seinen sexuellen Anspielungen und Ekelmomenten deutlich an ein erwachsenes Publikum, Danny DeVito und Michelle Pfeiffer liefern denkwürdige Vorstellungen als Pinguin und Catwoman ab. Andererseits ist es der Batman-Film mit dem geringsten Batman-Anteil, es gibt darin viele Albernheiten wie die Pinguin-Armee und es stellt sich die Frage, warum der Pinguin Clowns als Handlanger beschäftigt, während der Joker im ersten Teil mit ganz normalen Ganoven auskommen musste.

Wenn man den „Honest Trailer“ sieht, kann man sich zu recht fragen, ob Joel Schumachers Batman Returns und Batman & Robin wirklich so viel schlechter waren. Jedenfalls ersparen einem diese fünf Minuten den ganzen Film.

Honest Trailer zu Batman: The Animated Series

Während Batman: The Animated Series bereits in den USA das Herz der Fans auf Blu-ray erfreut, gibt es für Deutschland immer noch keinen Erscheinungstermin. Bis dahin bleibt uns nur ein UK-Import ohne deutsche Tonspur. Zwischendurch kann man sich die Zeit mit dem Honest Trailer vertreiben.

Wer nämlich gedacht hat, dass diese legendäre Zeichentrickserie perfekt war, der irrt sich: Auch da haben die Screen Junkies einiges gefunden, worüber man getrost lachen kann. Zum Beispiel die Tatsache, dass Batman ständig den armen Commissioner Gordon erschreckt. Und dann ist da noch der Vorspann. An sich grandios. Aber wenn man sich nicht den Bildern und der Musik hingibt und kurz darüber nachdenkt, was da eigentlich passiert, erscheint er plötzlich sehr fragwürdig …

Keine Sorge: Auch nach diesem Honest Trailer kann man The Animated Series immer noch genießen. Vielleicht sogar mehr als zuvor.

Justice League: Jetzt mal ehrlich

Die größten Superhelden in einem Film.? Das kann funktionieren, wie Joss Whedon mit den Avengers gezeigt hat. Bei Justice League durfte er lediglich einen weiteren Zack Snyder-Film vor einer Vollkatastrophe bewahren. Über DC-Filme wurde schon genug geschimpft und spekuliert, was schief gelaufen ist. Fans wollen einen „Snyder-Cut“, ohne zu wissen, ob der was taugt (wahrscheinlich nicht). Die Screen Junkies haben es dennoch geschafft, mal wieder amüsant zusammenzutragen, was bei Justice League daneben gegangen ist: im neuesten Honest Trailer. Vieles hat man selbst gemerkt, anderes ist überraschend gut beobachtet – und witzig auf den Punkt gebracht.

Als Batman wieder peinlich wurde

Batman begins to suck: Nach den beiden Tim Burton-Filmen, die damals revolutionär waren und aus heutiger Sicht immer noch albern erscheinen, kam die Ära Joel Schumacher. Batman Forever zeigte einen steifen Val Kilmer in der Hauptrolle in einer knallbunten Kulisse, mit zwei völlig überdrehten Schurken, Riddler und Two-Face, die sich kaum voneinander unterscheiden.

Was sonst noch alles bemerkenswert missraten an diesem Trash ist, zeigt der Honest Trailer. Aber vor allem in einem Punkt hat er Recht: Nichts ist so schlimm wie der Nachfolger Batman and Robin.

Superman im Abgrund

Vor 30 Jahren erschien der vierte und letzte Superman-Film mit Christopher Reeve: Die Welt am Abgrund, im Original The Quest for Peace. Ein so übles Machwerk, so billig und lieblos, dass man sich manchmal daran erinnern muss, um nicht in Versuchung zu geraten, seine Zeit noch einmal damit zu verschwenden. Dafür gibt es die Honest Trailers.

Fun Fact: Ursprünglich war ein fünfter Teil geplant, aber der wurde nie umgesetzt, weil schon der vierte floppte (wie schon der dritte). Erst zwanzig Jahre später kam wieder ein Superman-Film in die Kinos: Superman Returns, dessen einziges Verdienst darin besteht, Teil drei und vier ignoriert zu haben.

>> Honest Trailer zum ersten Superman-Film

Batgirl: Sex and the Gotham City

Das ging schnell: Nicht einmal ein Monat nach dem Erscheinen des Animationsfilms Batman: The Killing Joke haben die Screen Junkies das Ding in einem Honest Trailer abgefertigt. Die Kritik ist vertraut: die erste Hälfte, das dazugedichtete Intro mit Batgirl, ist überflüssig aus verschiedenen Gründen. Der Sex mit Batman wird hier als „falsch auf verschiedenen Ebenen“ genannt. Aber auch die Machart wird verhöhnt: der  Animationsstil gleiche einer „fan-made flash animation“, die Stimmen wirkten so leblos, als hätte man den Darstellern mit Waffengewalt gedroht. Aber seht und hört selbst.

Das Schöne an missratenen Filmen ist, dass daraus stets die besten Honest Trailer werden.

Batman v Superman: Man kann es nicht allen recht machen

Was wurde nicht alles gelästert, gelobt und diskutiert über den kontroversesten Film des Jahres: Batman v Superman. Jetzt gibt es endlich auch einen Honest Trailer, der nochmal das Dümmste, Langweiligste und Unausgegorenste an diesem Schinken in wenigen Minuten zusammenfasst. (Siehe auch: How Batman v Superman Should Have Ended.) Dabei kommen ein paar neue Fragen auf: Warum ist Superman so miesepetrig? Warum macht Clark Kent so einen miesen Job als Reporter? Warum stellt er überhaupt so dumme Fragen? Dabei bringen die Screen Junkies die Kritik auf den Punkt: In diesem Film stecken Ideen für sechs Filme. Und daher bricht er am eigenen Gewicht zusammen. DC/Warner wollten mit diesem zu Marvel aufschließen und haben dadurch den Abstand noch vergrößert. Die Konkurrenz macht tolle Filme, die die Massen begeistern, während DC spaltet. Moral: Man kann es nicht allen recht machen.

Jetzt heißt es nur noch: „Batfleck forever!“