Die Geburt der Fledermaus aus dem Geist toter Eltern

maskphantasm0

Titel: Batman: Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom)

Regie/Drehbuch: Eric Radomski, Bruce Timm/Alan Burnett, Paul Dini, Martin Pasko, Michael Reaves

Erschienen: 1993


„I didn’t count on being happy.“ (Bruce Wayne)

Bevor man mit The Animated Series beginnt, sollte man sich den Kinofilm Mask of the Phantasm schauen. Hier wird die Entstehung von Batman nachgetragen, eine Art Year One des Animated Universe. In Rückblenden sehen wir Bruce Wayne beim Training und als maskierter Vigilant gegen Verbrecher antreten – allerdings noch ohne richtiges Kostüm. Die Eingebung dazu kommt ihm nicht durch die Fledermaus, die durch sein Fenster bricht, sondern durch einen Fledermausschwarm, der aus einer Höhle geflogen kommt, als Bruce gerade mit seiner Freundin kuschelt. Womit wir schon bei der Rahmenhandlung wären.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Denn im Zentrum des Geschehens steht der Schwur am Grab der Eltern, sich der Verbrechensbekämpfung zu verschreiben. Dieser wird durch die Bekanntschaft mit Andrea Beaumont zunichte gemacht. Kaum hat Batman begonnen, schon hegt er Zweifel, will aufhören und sein Versprechen als Zivilbürger einlösen. In der wohl dramatischsten Szene kniet Bruce vor dem Grab und fleht seine Eltern um Gnade an. Die Tatsache, dass er sich von seinen toten Eltern bestimmen lässt, fehlt in Year One. Doch dann verschwindet Andrea plötzlich, löst die Verlobung und Batman startet durch.

Ein paar Jahre später treibt ein anderer Vigilant sein Unwesen: ein Phantom mit Maske und Umhang, das mit Schurken kurzen Prozess macht, also tötet. (Es erinnert übrigens stark an den Reaper aus den Comics.) Das Problem für Batman ist vor allem, dass die Unterwelt und die Polizei Batman diese Morde anhängen. Daher muss er das Phantom stoppen – und herausfinden, wer hinter der Maske steckt. Interessanterweise kommt auch Andrea zufällig hinter Batmans Geheimnis und hilft ihm sogar einmal aus der Patsche, als Maske und Umhang im Gefecht mit der Polizei verloren gehen.

Es ist also viel los in diesem Spielfilm. Aber das alles ist so wohl komponiert, so fein durchdacht und liebevoll umgesetzt, dass es ein Fest ist, es sich anzusehen. Hier haben die Macher der Serie sich selbst übertroffen und eine Art Quintessenz geschaffen: der Animations-Serie, von Batman und vom Superhelden-Konzept überhaupt. Nicht zuletzt trägt auch die majestätische Musik von Shirley Walker (allein schon die Theme im Vorspann) dazu bei, dass Mask of the Phantasm ganz großes Kino ist.

Advertisements

8 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s