Batman Black and White kehrt zurück

Batman Black and White nach Zdarsky und Bradshaw. (DC Comics)

Am 8. Dezember 2020 will DC eine neue Miniserie von Batman: Black & White starten. Insgesamt sollen sechs Ausgaben á 48 Seiten im Prestige-Format erscheinen. Die Storys werden von bekannten Batman-Veteranen stammen sowie einigen Künstlern, die noch nicht an Batman gearbeitet haben, wie David Aja (Hawkeye), Chip Zdarsky (Sex Criminals, Daredevil, Spider-Man: Life Story) und G. Willow Wilson (Ms. Marvel, Wonder Woman). Hier die Liste der bisher bekannten Autoren und Zeichner:

  • Paul Dini & Andy Kubert
  • Tim Seeley & Kelley Jones
  • Emma Rios
  • John Arcudi & James Harren
  • Gabriel Hardman & Corinna Bechko
  • JH Williams III
  • Tom King & Mitch Gerads
  • G. Willow Wilson & Greg Smallwood
  • Sophie Campbell
  • David Aja
  • Dustin Weaver
  • Bilquis Evely
  • Joshua Williamson & Riley Rossmo
  • James Tynion IV & Tradd Moore
  • Lee Weeks
  • Chip Zdarsky & Nick Bradshaw

Das Cover zu Ausgabe 1 soll von Greg Capullo stammen, die Variant Cover werden von Peach Momoko und J.H. Williams gezeichnet. Jedes Heft soll 5,99 US-Dollar kosten.

Batman Black & White #1 (2020) Cover von Capullo, Williams und Momoko. (DC Comics)

Batman Black & White begann 1996 als vierteilige Miniserie mit jeweils fünf achtseitigen Kurzgeschichten in Schwarz-Weiß. Das strenge Konzept erwies sich als sehr fruchtbare kreative Spielwiese für die Besten der Comicbranche. Bis heute gilt der Band zu Recht als Klassiker.

Batman und Joker von Gabriel Hardman (DC Comics)

Das Konzept wurde von 2000 bis 2004 wiederbelebt, als Back-up-Storys der Serie Gotham Knights (#1-49). Später wurden diese Geschichten in Batman Black & White Vol. 2 und 3 gesammelt. In den Jahren 2013-2014 erschien eine weitere Miniserie, die als Batman Black & White Vol. 4 zusammengefasst wurde.

In diesem Jahr wurde bereits eine Harley-Quinn-Digitalserie nach ähnlichem Prinzip gestartet: Harley Quinn Black + White + Red.

Batman gegen Kite-Man

Kampf der Drachen: Batman gegen Kite-Man in Batman #133 (DC Comics)

Nach 20 Jahren ging Batman immer mehr die Puste aus. Die Abenteuer wurden immer absurder – die Schurken immer schräger. Einer davon war der Kite-Man (Batman #133, 1960). Ein Mann, der alles mit Flugdrachen erledigt. Zuerst lässt er von einem Gasbomben auf ein Dach abschießen, dann lässt er sich mit einem Drachen hinaufschießen, um einen Rubin zu stehlen. Batman und Robin sind zufällig zur Stelle, wei sie Ehrengäste des Rajas sind. Da hängt sich Robin wagemutig an den Kite-Man dran und lässt sich durch die Lüfte tragen, bis er in einen Wassertank plumpst.

Doch das ist nur der Anfang: Tag für Tag kommt der Kite-Man mit seinen Drachen-Aktionen davon. Beim nächsten Mal ist das Dynamische Duo wieder am Tatort, weil Batman zufällig als Jurymitglied bei einem Drachenwettbewerb mit Motorbooten auserkoren wurde. Da fragt man sich noch, wie er es schafft, noch nebenher Verbrechen zu bekämpfen und ein Leben als Bruce Wayne zu führen.

Jagd der Drachen

Der Kite-Man kommt mit einem Riesendrachen dahergeflogen, der von einem Propeller angetrieben wird. Auch ohne Physikkenntnisse kann man sich denken, dass das Ding jeglichen Naturgesetzen spottet. Zuerst befreit er einen Gauner aus dem Knast. Als er dann zum Wettbewerb geflogen kommt, schwingt sich Batman mit einem Drachen zu ihm hoch und wird von einem ebensolchen ausgeknockt. Statt ihn in den Tod zu stürzen, hat der Kite-Man noch etwas viel Fieseres mit ihm vor: Er will Batman auf einen Riesendrachen spannen und auf ihn schießen lassen.

Bis es soweit ist (wahrscheinlich muss er den Drachen noch bauen), gibt er Batman noch eine Chance abzuhauen. In seiner Gefängniszelle baut Batman einen Drachen aus der Tapete und lässt ihn aus dem Fenster fliegen. So macht er auf seinen Standort aufmerksam. Nachdem Robin ihn befreit hat, schlagen sie den Kite-Man mit eigenen Waffen: Sie blenden seine Bande mit einem Blitzlichtdrachen, dann fangen sie sie mit einem Netzdrachen.

Kite-Man haut mit einem Drachen ab, Batman mit einem Drachen-Drachen hinter – ein Tritt und die Story ist nach acht Seiten beendet. Und damit auch die Karriere dieser Eintagsfliege. Wahrscheinlich hat Bill Finger gemerkt, dass ein solcher Schurke nicht viel taugt. Wer der Kite-Man in Wahrheit ist, erfährt man nicht. Er ist bloß einer der vielen austauschbaren Gauner mit einem verrückten Gimmick.

Kite-Mans kurze Rückkehr

DC Comics

19 Jahre später gräbt ihn Len Wein wieder aus. In Danger on the Wing (Batman #315, 1979) kehrt der Kite-Man zurück. Einen Charakter bekommt er aber immer noch nicht. Nach einem kurzen Testflug lässt er ein paar Drachen in bunten Farben explodieren. Mit diesem Ablenkungsmanöver schleust er seine Bande in ein Gebäude, um später die Gehälter zu stehlen. Diesmal lässt er per Drachen Nervengas auf die Wachmänner los, dann müssen auch seine Handlanger dran glauben.

Als er sich per Gleiter davonmacht, kommt ihm Batman mit einem Bat-Gleiter dazwischen, lenkt ihn mit Rauch ab, kracht in ihn, sie stürzen ab. Aber dank eines Fallschirms geht alles gut. Die ganze Sache nimmt fünf Seiten ein, die Begegnung mit Batman nur drei. Damit gerät der Fall zur Nebensache, während es mehr um Bruces Beziehung zu Selina Kyle und Lucius Fox‘ Sorgen geht.

Erst im Jahr 2017 bringt Autor Tom King den Kite-Man noch einmal in Batmans Welt zurück und verleiht ihm endlich eine Vorgeschichte, die ihn zu einem ernstzunehmenden, weil tragischen Charakter macht. Dieser Exkurs ist der eigentliche Höhepunkt von The War of Jokes and Riddles. Hell yeah.

>> Batman 1960-1969
>> Batman 1970-1979


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Licht aus fürs Bat-Signal

Batman & Gotham Police

DC Comics

Titel: Gotham Central Vol 3: On the Freak Beat (dt. Auf Freak-Patrouille)

Autor/Zeichner: Greg Rucka, Ed Brubaker/Michael Lark, Stefano Gaudiano, Jason Alexander

Erschienen: 2004-2005 (Gotham Central #23-31), Paperback 2010; dt. Panini 2017


Commissioner Michael Akins hat genug. Nachdem Batman das Vertrauen der Polizei verloren hat (siehe War Games), will Akins das Bat-Signal nicht mehr auf dem Dach haben – er lässt es abmontieren. Dabei geht es zu Bruch. Renee Montoya ist dagegen, der Bürgermeister auch, aber das ändert nichts an dem symbolträchtigen Entschluss. Batman muss allein weitermachen, ohne die Unterstützung der Polizei.

Die kommt weitgehend allein zurecht: Detective Crispus Allen erschießt Black Spider bei einem Einsatz, nachdem seine Partnerin Montoya angeschossen wird. Daraufhin suchen sie ein Beweismittel, das der korrupte CSI Jim Corrigan bei einer Onlineauktion verhökert. Wir sehen, dass die Korruption bei der Polizei noch lange nicht bekämpft ist. Montoya beweist Schlagkraft gegen den eigenen Kollegen.

Catwoman gerät (mal wieder) zu Unrecht unter Verdacht, nachdem ein TV-Prediger ermordet und am Tatort eine Halskette gefunden wird. Detective Josephine Macdonald muss den wahren Täter finden und versucht dabei, ihre Superkräfte zu verbergen.

Hannibal Lecter lässt grüßen

In der längsten Geschichte (dem Vierteiler Keystone Kops) treffen Montoya und Allen auf den Flash-Schurken Doctor Alchemy. Nachdem ein Polizist von einer unbekannten Chemikalie am ganzen Körper verbrannt wurde und nun zu einem unförmigen Metawesen mutiert, suchen sie die Hilfe des Mannes, der das Zeug zusammengebraut hat. Doch der brillante Alchemy spielt Spielchen á la Hannibal Lecter – und zwar so wortgetreu, dass man nicht mehr von einer Hommage an Das Schweigen der Lämmer, sondern von einem dreisten Plagiat sprechen muss.

Und wie immer gilt: Wenn es eng wird, taucht Batman aus dem Nichts auf und rettet den Tag. Er ist das Backup der Polizei. Denn gegen Freaks hilft nur ein Freak. Das ist die Pointe von Gotham Central. Der dritte Band der Polizeiserie setzt das bewährte Rezept würdig fort: Hier steht nicht so sehr die Handlung im Vordergrund, sondern die Charaktere mit ihren Sorgen und Nöten. Ganz besonders Montoya, die mit ihrem Outing als Lesbe zu kämpfen hat und dabei versucht, wieder den Kontakt mit ihren Vater zu knüpfen, der sie verstoßen hat.

Einfühlsam erzählt und stimmungsvoll dreckig-noiresk gezeichnet wird auch On the Freak Beat Fans auf ihre Kosten kommen lassen, die gerne mehr über die Menschen in Gotham erfahren wollen, ohne dass Batman und Co. alles dominieren.

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Batman zerstört Gotham

DC Comics

Titel: The Night Batman Destroyed Gotham City

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1967 (Detective Comics #362)


Die Wayne Foundation vergibt Stipendien an benachteiligte Kinder. Wie schön. Aber leider nur an Jungs. Das ist natürlich nicht so schön für die Mädchen. Und auch das Auswahlverfahren ist ziemlich zweifelhaft: Robin lässt die Kinder Carrera-Rennen mit kleinen Batmobilen fahren. Und dann gewinnt das Kind mit dem geschicktesten Daumen, in dem Fall ein weißes, während das schwarze neben ihm leider leer ausgeht. Tja, Pech gehabt, Junge. Das Leben ist halt nicht fair.

Stipendienvergabe nach Wayne-Art: Wer fährt das schnellste Batmobil? (DC Comics)

Doch als der Junge seinen Preis in Händen hält, ist es keine Urkunde, sondern ein Rätsel des Riddlers: Was hat vier Beine, raucht Pfeife, aber kann nicht gehen, sehen oder sprechen? – Na, klar, denkt Robin, ein Herd! Und damit kann eigentlich alles gemeint sein, aber Robin ist überzeugt: Es geht um die Stove Insurance Company. Richtig? Falsch! Hier zeigt sich einmal, dass die Bat-Logik versagt. Denn der Riddler hat die Grill Manufacturing Corporation ausgeraubt. Ach ja, ein Grill ist ja auch eine Art Herd, nur eben ein kleiner.

Man trägt Kreuzworträtselmuster: Riddlers Enigmen. (DC Comics)

Der Riddler hat also fett abgesahnt, ohne dass ihm jemand in die Quere kam. Zur Hilfe hat er die Enigmen bei sich, drei Komplizen, die Kreuzworträtselmuster tragen. Und diesmal meint es der Riddler ernst: Der ganze Rätselzirkus soll zum Tod des Dynamischen Duos führen.

Das zweite Rätsel kommt unverhofft: Kaum schwingen sich Batman und Robin nach einem Einsatz zurück ins Batmobil, schreit Robin auf: Er hat sich auf eine Reißzwecke gesetzt. Der Riddler wird buchstäblich zum „pain in the ass“. In der Reißzwecke ist ein kleines Rätsel zu finden: „What word of five letters has only one when two letters are taken away?“ – Ganz klar: „Stone“, denn wenn man S und T entfernt, bleibt nur „one“ übrig. Und wieder ist klar: Es geht um „P.J. Stone Brokerage Outfit“ – Robin scheint die Gelben Seiten auswendig gelernt zu haben. Aber nicht so schnell: So ein Kurzschluss hat sie schon einmal in die Irre geführt. Statt eines Herdes ging es um einen Grill, also geht es hier nicht um einen Stein, sondern einen Kiesel. Also: Auf zum Pebble Beach Fun House!

Dort findet ein Jahrmarkt zu wohltätigen Zwecken statt. Alles kostet 100 Dollar. Der Riddler verschwindet mit der Kohle, doch es ist nur Spielgeld. Egal, es ist nützlich für den nächsten Hinweis. Der Riddler schickt die Blüten zurück, allerdings zusammengeklebt zu einer Wortkette: „What city can always feed it’s people“? Damit ist natürlich Gotham City gemeint – die Stadt, die für ihre Bürger sorgt. (Fragt sich nur, warum dann dort so viele Verbrecher herumlaufen.) Und wenn man der Logik folgt, dass immer das Kleinere gemeint ist, dann lautet das nächste Ziel „Little Gotham“, also eine Bank in der Innenstadt.

Diesmal liegt das Dynamische Duo zwar richtig, der Riddler hat sie dorthin geführt, aber nur, um sie dort in die Luft zu jagen. Derweil raubt er eine andere Bank aus (mit neuen Gefährten, nachdem seine Enigmen versagt haben). Doch Batman und Robin sind auf die falsche Fährte nicht hereingefallen und sind zufällig zur richtigen Bank gefahren.

Riddler beschießt Batman und Robin mit den USA. (DC Comics)

Dann wird es sonderbar. Der Riddler hat – gut vorbereitet wie er ist – eine neue Waffe dabei: eine Karte der USA mit Düsenantrieb und Knalleffekt. Warum? Damit das Wortspiel aufgeht: „You two are in for states of shock when my name-the-state puzzle goes into action!“ Robin wird an die Wand geschleudert. Der Riddler wirft eine Flasche mit einem Ei nach Batman, aber das hält ihn nicht auf. Ein Schlag ins Gesicht des Rätselkönigs und die Story könnte hier enden. Aber da ist ja immer noch die Bombe in der Little Gotham Bank – die könnte die Stadt in die Luft jagen!

Der Riddler bietet Batman einen Deal an: Er verrät ihm, wo die Bombe ist, wenn er ihn gehen lässt. Aber Batman macht keine Deals mit Gaunern. Er will sie selbst finden. In der Bank findet Batman ein Modell von Gotham – darin muss die Bombe versteckt sein. Weil er vermutet, dass sie einen Wärmesensor hat, kühlt er seine Körpertemperatur mittels „Bat-Freeze Pill“ herunter. Seltsamerweise bringt ihn das nicht um, vielleicht weil er gleichzeitig Bat-Thermo-Unterwäsche trägt, was – zugegeben – auch nicht mehr Sinn ergeben würde, daher: Sei’s drum.

Batman beginnt also damit, das Stadtmodell zu zerlegen, mit Händen und Füßen, dabei muss er darauf achten, sich nicht zu sehr anzustrengen, weil seine Körpertemperatur wieder steigen könnte. Am Ende legt er sich also einfach hinein. Und als das Modell von Wayne Manor kaputtgeht, erkennt er: Es gibt keine Bombe. Der Riddler hat ihn lediglich dazu gebracht, Gotham selbst zu zerstören. „What a bomb!“

Was für ein Reinfall: Batman blamiert sich. (DC Comics)

Aber Moment mal: Hat der Riddler nicht angekündigt, Batman und Robin zu töten? Wie hätte das gehen sollen, wenn es keine Bombe gegeben hat? Das muss wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Robin mit Superkräften

Robin, the Super Boy Wonder

Batman #150 (DC Comics)

Titel: Robin, the Super Boy Wonder

Auto/Zeichner: Bill Finger/Jim Mooney

Erschienen: 1962 (Batman #150), Hardcover 2020 (Robin: 80 Years of the Boy Wonder)


Die Jugend ist bekanntlich so sehr voller Kraft und Elan, dass sie Bäume ausreißen könnte. Bei Robin trifft das sogar buchstäblich zu, wie die folgende Geschichte zeigt. Batman und Robin verfolgen den Gauner Biff Warner mit dem Batplane in den Dschungel von Yucatan. Als sie mit den Whirlybats getrennt das Gebiet absuchen, lässt sie ein Gewittersturm abstürzen. Batman trifft auf drei Eingeborene („Indians“), die ihm vorwerfen, Klunker von einer heiligen Statue gestohlen zu haben. Einer davon ist der Leopardenfellträger Ko-Ti.

Ohne eine Chance zu kriegen, sich zu erklären, gehen die Indigenen auf ihn los und er knockt zwei von ihnen um. Da taucht Robin auf: Doch nicht nur, dass er sich nicht mehr an Batman erinnern kann, er ist auch nicht gut auf ihn zu sprechen – und er hat Superkräfte entwickelt. Ein Hieb und ein Baum geht entzwei. Batman springt über einen Abgrund in Sicherheit, doch Robin reißt einen Baum aus, der ihm und seinen neuen Kumpels als Brücke dient. Nur eine Rauchbombe kann Batmans Haut retten.

Ist Robin ein Gott?

Im Indianerdorf wird klar, dass es offenbar verschiedene Ansichten gibt: Während Ko-Ti alle gegen Batman aufhetzt und von Robin einen neuen Tempel erbauen lassen will, ist der Häuptling dagegen. Daraufhin will man testen, ob Robin wirklich ein Gott ist – indem man versucht, ihn umzubringen. Als der Speer auf ihn zufliegt, kann Batman ihn retten. Ein Schlag auf den Kopf und Robin ist wieder der Alte, nur die Superkräfte behält er praktischerweise noch, um sich vor weiteren Speeren zu schützen.

Der Spalter Ko-Ti ist als Gauner Biff Warner enttarnt. Wie er an die Maske und das Leopardenfell gekommen ist, bleibt ein Rätsel, dafür wird umso plausibler Robins Wandlung erklärt: Ein Blitzeinschlag hat Amnesie und Superkräfte bewirkt. Ein Blitz? Nein, kein gewöhnlicher Blitz, ein „freak lightning“. Ist auch nicht so wichtig, denn die Kräfte lassen auf der letzten Seite bereits nach. Zurück nach Gotham – zurück zum Status quo.

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Nominiere das Batman-Projekt für den Buchblog Award 2020!

 

Buchblog-Award 2020

In diesem Jahr werden wieder die Buchblog Awards verliehen. Seit 2017 zeichnen NetGalley und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Blogs aus, die sich mit Büchern beschäftigen. Bis zum 8. September könnt ihr noch eure Favoriten nomieren, die Anzahl der Nominierungen entscheidet über die 20 Finalisten, im Oktober – zur Frankfurter Buchmesse – kürt eine Jury die Gewinner.

Welchen Blog ihr nominieren sollt? Ein bescheidener Vorschlag: das Batman-Projekt. Seit über sechs Jahren schreibe ich hier Kritiken und News zum Dunklen Ritter, biete Neulingen und Fans Orientierung in Sachen Batman-Comics, -Filme und TV-Serien. Über 1300 Beiträge sind entstanden, darunter auch viele Übersichtslisten mit Batman-Storys und auch zur über 80-jährigen Batman-Geschichte. Im deutschsprachigen Raum gibt es – so weit ich weiß – nichts Vergleichbares.

Falls ihr diese Arbeit ideell unterstützen wollt, würde ich mich über eine Nominierung zum Buchblog Award freuen. Denkt dran: Je mehr mitmachen, desto besser die Chancen. Vielen Dank.

Gratis Comic Tag und Batman Tag 2020

Panini Comics

Am Samstag, 5. September, findet der diesjährige Gratis-Comic-Tag statt. Er wurde wegen der Coronakrise vom Mai verschoben. Zum Thema Batman bringt Panini ein Heft mit drei Leseproben heraus zu den Graphic Novels Harley Quinn: Breaking Glass, Batman: Nightwalker und Mera: Gegen den Strom. Daneben gibt es ein Heft namens Hallo Justice League mit drei Leseproben von Kinder-Comics.

Mehr geboten wird für Spider-Man-Fans: Die bekommen zwei komplette Storys in einem Heft. Ein Highlight dürfte auch ein Auszug aus Berserker Unbound von Jeff Lemire (Black Hammer/Justice League, Joker: Killer Smile) und Mike Deodato Jr. sein – aber das kann man sich wahrscheinlich auch kaufen, ohne vorher reingelesen zu haben. Alle Gratis-Comics findet ihr hier.

Zwei Wochen später, am 19. September, veranstaltet DC den internationalen Batman Day. Dieses etwas forcierte Datum hat noch nie richtig überzeugt, aber sei’s drum. Neben einem Virtuellem Lauf durch die Nacht wird es eine Reihe digitaler Aktionen geben, darunter Online-Games. Gratis-Comics werden ebenfalls nur digital verteilt: Batman: The Adventures Continue #1 und das erste Kapitel aus Batman Tales: Once Upon a Crime, einem Kindercomic von Dustin Nguyen (Streets of Gotham). Herunterladen kann man sie auf DCcomics.com, ReadDC.com, Apple, Comixology, Google, Overdrive, Madefire und Nook. Außerdem wird es viele digitale Batman-Comics ermäßigt geben.

Zwei Poster und ein Gratis-Comic verschenkt Panini Comics zum Batman-Tag 2020. (DC Comics)

In Deutschland spendiert der Panini-Verlag ein gedrucktes Gratis-Comic mit zwei Batman-Storys, eine davon wird die Joker-Story aus Gotham Nights #4 sein. Außerdem wird es zwei Poster mit Motiven von Tony Daniel geben (die Cover zu Batman #78 und #85 aus City of Bane). Außerdem bietet der Verlag einen Batman Souvenirband: Batman-Tag 2020 an. Was drin sein wird, wurde bisher nicht verraten, nur dass die 100 Seiten Hardcover 15 Euro kosten sollen. Rätselhaft bleibt auch ein „Variant mit Metallic-Cover“, das 52 Seiten umfassen und 7 Euro kostet.

Die wohl sinnvollste Aktion wird eine Auktion zugunsten der Hero Initiative sein, die Comickünstlern in finanzieller oder medizinischer Not hilft. Über 100 Künstler zeichnen Bilder für Batman #75, diese werden dann vom 13. bis 19.9. bei Heritage Auctions verteigert. Also plündert eure Sparschweine, holt die letzten Cents aus der Sofaritze hervor und legt euer hart verdientes Geld in Kunst an. So profitieren auch die, die es wirklich nötig haben.

>> Das komplette Programm des Batman Day 2020

Batman gegen Signalman

Kampf auf der Waage: Batman gegen Signalman (DC Comics)

Titel: The Signalman of Crime/The Return of Signalman/Signalman Steals the Spotlight

Autor/Zeichner: Bill Finger, Len Wein/Sheldon Moldoff, Ernie Chan

Erschienen: 1957/1959, 1976 (Batman #112/124, Detective Comics #466)


Auch wenn der Riddler in den 50ern nicht in den Comics auftauchte, gab es immer wieder Schurken, die Batman mit rätselhaften Hinweisen beschäftigten. Einer von denen war Signalman, keine Eintagsfliege, aber wie der Riddler kam er auch nur zweimal vor, bis er in den 70ern ein kurzes Revival erlebte. Wobei: Das stimmt nicht ganz. Aber der Reihe nach.

Es beginnt mit Phil Cobb, einem Kleinganoven mit großen Ideen. Er kommt nach Gotham, um Karriere als Krimineller zu machen. Aber das ist gar nicht so leicht: Man muss sich erst einmal einen Namen machen, um mitmischen zu dürfen – ein Widerspruch in sich, denn wie soll man sich einen Namen machen, wenn man nicht mitmischen darf. (Das ist übrigens auch das Dilemma des Künstlers.) Doch als Cobb das Batsignal am Himmel sieht, wird es auch ihm zum Zeichen. Er will sich Respekt verschaffen, indem er beweist, schlauer zu sein als Batman.

Der Herr der Symbole: Signalman triumphiert (kurz). (DC Comics)

Cobb schlüpft in ein gelb-rot/orangenes Kostüm mit einer Sonne auf der Brust, gestreifter Unterhose und unzähligen Symbolen auf dem Cape. Als Signalman schickt er Batman ein Zeichen: einen Besen mit einem Atomsymbol. Die Spur führt zu einer Hobby-Ausstellung. Signalman entkommt auf raffinierte Weise, indem er die Schilder zweier Türen vertauscht. So steht Batman plötzlich vor einer Besenkammer, statt Signalman durch den Ausgang zu folgen. Derlei getäuscht und gedemütigt, macht sich Batman gar nicht erst die Mühe, die andere Tür zu öffnen. Signalman hat triumphiert!

Die nächste Spur (ein Tannenbaum) führt ihn zum Planetarium, wo der Schurke einer alten Dame die Halskette stehlen will. Es kommt zum symbolträchtigen Höhepunkt in der Halle der Sternzeichen, wo Signalman die Waage besteigt und mit dem Symbol des Schützen, einem Pfeil, wirft. Dann entkommt er mit einem Fallschirm.

Das Finale findet auf hoher See statt. Signalman sperrt Batman und Robin auf einem Schiff ein. Sie befreien sich dank der Symbole auf Flaggen und Signalman haut mit dem Bat-Launch (einem Motorboot) ab. Doch dann übersieht er eine Boje, rammt einen Felsen und seine Flucht endet. Pointe: Der Signalman hat ein Zeichen übersehen …

The Return of Signalman

Noch einmal Kampf auf der Waage: Batman gegen Signalman.

Zwei Jahre später flieht Cobb aus dem Knast und versucht wieder, in der Unterwelt Gefallen zu finden. Aber mit einem Versager wie ihm will niemand etwas zu tun haben. Also auf ein Neues. Signalman schickt banale Hinweise, Batman und Robin spüren ihn auf, er ist erstaunt und flieht. Es geht auf ein Showboat, ein Filmset und schließlich zur Polizeiausstellung. Diesmal gelingt es Signalman tatsächlich, eine wertvolle Kette zu stehlen.

Am Ende will er eine Sammlung von Polizeimarken klauen, weil sie Batman geschenkt werden soll. Wenn Signalman Batmans Eigentum besitzt, so denkt er, wird ihn die Unterwelt respektieren. Dass die Sammlung aber noch gar nicht Batman gehört, ist dabei nicht so wichtig. Es kommt zum Kampf auf einem Riesenmikroskop und wieder landet Signalman auf einer Riesenwaage – dort endet es dann. Natürlich wieder sehr symbolträchtig: Am Ende siegt immer die Gerechtigkeit, auch wenn die Waage strenggenommen kein Symbol der Polizei, sondern der Justiz ist, aber mit Zeichendeutung sollte man es nicht so genau nehmen.

Von Signalman zum Blue Bowman

Batman & Robin gegen Blue Bowman

Signalman als Blue Bowman (DC Comics)

Dann scheint es vorbei zu sein mit Signalman. Ist es auch. Denn Cobb macht etwas, das selten ist unter Superschurken: Er schult um und legt sich eine neue Masche zu. Er lernt Bogenschießen und wird zum Blue Bowman (Batman #139, 1961), eine Art böser Robin Hood, bzw. böser Green Arrow, denn von dem hat Cobb sich inspirieren lassen. Gleich als erstes bekommt Batman einen Boxhandschuhpfeil ins Gesicht geschossen, Batman wird eingewickelt mit einem Bumerangpfeil, später, in einer Kerzenfabrik, fliegt ein Kreissägenpfeil.

Doch nachdem sich Batman und Robin aus ihren Wachsfallen befreit haben, zeigt Batman, welche Tricks er auf Lager hat: Mit einem „Saw-Tooth-Batarang“ zerreißt er das Netz des Bowman, ein „Fire-Prevention Batarang“ verhindert ein Feuer, ein „Spinning Batarang“ dreht sich offenbar wie von Zauberhand durch die Luft und wirbelt Federn auf, die den Bowman gegen eine Zielscheibe prallen lassen. Damit ist Cobbs zweite Karriere wieder nach kurzer Zeit beendet.

Rückkehr ins Spotlight

Batman vs. Signalman in Detective Comics #466 (1976)

Batman vs. Signalman in Detective Comics #466 (1976) (DC Comics)

15 Jahre später kommt es dann zum Comeback als Signalman. Und das bemerke Jnswerterweise ohne einen neuen Look – selbst die gestreifte Unterhose bleibt gleich. Zu Beginn lässt er es richtig krachen: Zwei Züge lässt er kollidieren, um an einen Diamanten zu kommen. Batman hat eigentlich keine Lust, sich darum zu kümmern, würde sich lieber ein Spiel im Fernsehen ansehen, aber da geht es James Gordon genau so – Pflicht ist Pflicht, was soll man machen?

Schließlich kommt Batman aber doch noch zum Spiel: Signalman raubt die Einnahmen aus dem Stadion und entkommt, indem er über eine Anzeige einen falschen Feueralarm auslöst. Zeichen kann er. Dann klaut er auch noch einem Jungen eine Trophäe, die ihm von der Polizei überreicht wird – aber nur bis auch Batman auftaucht. (Woher? Warum? Man weiß es nicht.) In der Turnhalle liefern sie sich einen akrobatischen Zweikampf. Signalman entkommt wieder durch ein Ablenkungsmanöver, diesmal mit einem kleinen Feuerwerk – aber das lenkt auch Batman so sehr ab, dass der Schurke ihn ausknocken kann.

Symbolträchtiger geht’s nicht: Signalman fesselt Batman im Bat-Signal.

Signalman bringt Batman aufs Dach des Polizeihauptquartiers und fesselt ihn im Bat-Signal selbst. Dort eingeschlossen soll er verbrennen, wenn die Polizei den Scheinwerfer wieder einschalten sollte. Symbolträchtiger geht’s nicht. Nur: Warum sollte man Batman damit rufen wollen, wenn er doch entführt worden ist? Das fragen die Polizisten auch Gordon, aber er erinnert noch an die Nebenfunktion des Signals: Es soll den Schurken Angst einjagen. Und immerhin hat der Signalman einen Symbol-Fetisch …

Batman springt am liebsten durch Glas.

Doch noch bevor das Schlimmste eintreffen kann, befreit sich Batman selbst und bricht – na klar – durch das Glas. Um Hilfe rufen wäre auch eine Option gewesen, immerhin hat er auch Gordon nahen gehört, aber man muss ja in der Rolle bleiben und seinem Ruf gerecht werden. Am Ende will Signalman sich mit einem Oldtimer davonmachen, Batman springt drauf, da kommt Signalman vom Weg ab und stürzt in den Abgrund. Er hat mal wieder das wichtigste Zeichen von allen übersehen: das Schild mit der Aufschrift „Dead End“.

Aber tot ist der symbolträchtige Schurke damit noch lange nicht. Im Jahr 1981 taucht Signalman in Justice League #195-197 auf, wo er sich mit anderen Schurken verbündet. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Neu aufgelegt: Batman in the Fifties

DC Comics

Müsste ich ein Batman-Jahrzehnt wählen, das vor meiner Geburt lag, wären es wohl die 50er. Es war eine aufregende Zeit für Batman: Es gab nicht nur Zuwachs in Form von Batwoman, Bat-Hound und Bat-Mite, es wurden auch viele Geschichten erzählt, die das Batman-Universum weiter ausgebaut und gefestigt haben.

1950 gab es ein neues Batmobil und ein neues Batplane, die technischen Möglichkeiten steigern sich immer weiter. Batman steigt in die verschiedensten Kostüme, darunter auch sehr farbenfrohe. Wir erfahren: Batman hat bereits als Robin angefangen – und es gab bereits Batmen vor ihm. Auch der Joker und Catwoman bekommen ihre Vorgeschichten. Es ist aber auch die Zeit, in der Batman immer wieder infrage gestellt wird – und sich auch selbst infrage stellt.

Lange hat DC dieses Jahrzehnt sträflich vernachlässigt. Es gab schon mehrere Editionen, die die 40er abdecken, aber noch keine widmete sich den 50ern. Das änderte sich erst mit der Golden Age-Omnibus-Ausgabe, ab Vol. 7 sind auch die 50er enthalten. Im Mai 2021 will DC seine Anthologie Batman in the Fifties (2004) neu auflegen, allerdings in erweiterter Form. Hier die komplette Liste. (Neu ergänzte Storys gefettet. Da in der Serie Batman stets mehrere Storys erschienen sind, ist in einigen Fällen noch unklar, welche wirklich in dem Band erscheinen werden, daher habe ich jeweils mehrere Möglichkeiten genannt. Ansonsten habe ich mich an der Ausgabe von 2004 orientiert.)

Bermerkenswert ist, dass The Batman of All Nations sowie The Club of Heroes enthalten sind, zwei Storys über internationale Batman-Nachahmer (Inspiration für Batman Incorporated). Das spricht dafür, dass auch The Batman of England Teil der Sammlung sein wird, weil diese eine Trilogie bilden. Auch wenn ansonsten einige Perlen fehlen, die etwa in Grant Morrisons Black Casebook enthalten waren (The First Batman, The Man Who Ended Batman’s Career, Am I Really Batman?) wird diese Sammlung trotzdem eine gute Übersicht über die 50er geben und vielleicht auch dazu einladen, mehr von diesen Geschichten zu entdecken.

>> Batman 1950-1959

Der Golem aus dem All

Wiedersehen mit dem Time Commander: War of the Cosmic Avenger (DC Comics)

Titel: Batman & Green Lantern: War of the Cosmic Avenger

Autor/Zeichner: Bob Haney/Win Mortimer

Erschienen: 1967 (The Brave and the Bold #69)


Der Time Commander ist wieder da! Aber Batman hat zunächst andere Sorgen: Er läuft gebeugt durch die Straßen mit einem roten Fledermaus-Kostüm, einer Art starrer Metallpanzer, der sich um Kopf, Rücken, Arme und Oberschenkel schließt. Während das umstehende Volk sich wundert, versucht die Polizei, den Panzer zu knacken – doch vergeblich.

Wie ist das überhaupt passiert?, fragt Gordon. Das kam so: Batman hat das Frühlingsfieber gepackt, er ist mit dem Batmobil aufs Land gefahren, hat sich unter einen Baum gelegt, ist eingeschlafen – und als er erwachte, war er plötzlich gefangen. Eine seltsame Geschichte, aber da bei Batman allerhand Kurioses passiert, verwundert auch das nicht besonders.

Batman lässt Green Lantern rufen. Der düst sofort herbei und löst mittels Ring die Fessel. Doch als GL wieder nach Hause düst, kommt ihm Batman auf dem Whirlybat entgegen. Moment mal, wie kann das sein? Die Lösung: Der andere war nicht Batman, sondern ein Betrüger! Aber wer? Es konnte nur jemand gewesen sein, der sich die Kraft des Rings zunutze machen wollte. Und aus irgendeinem Grund kommen die beiden auf John Starr, den Time Commander.

Der Golem nimmt Rache

Mit der Ring-Energie aus der Rüstung schafft er Cosmo herbei, eine Art Golem, der vor zehn Jahren von Dr. Elijah Carruthers erschaffen wurde. Der Wissenschaftler hat Cosmo aber zerstört, weil er unzufrieden mit dem Ergebnis gewesen ist. Der neue Cosmo ist dank kosmischer Energie mächtiger denn je und will dem Time Commander nicht gehorchen. Er will nur eins: Rache an seinen Schöpfer und Vernichter nehmen.

Also randaliert Cosmo in der Stadt, Batman und Green Lantern sind machtlos gegen ihn. Da hilft nur eins: Dr. Carruthers herbeizuholen. Doch der verbringt seine letzten Lebensjahre dement in einem Pflegeheim. Trotzdem schaffen es die Helden, ihn vor Cosmo zu stellen, mit einer Chemikalie als Waffe, doch das stellt sich als Bluff hinaus, wie auch der Time Commander merkt. Carruthers ist eigentlich Batman mit Maske, und Batman ist Carruthers Pfleger. Da kehrt durch den Schock die Erinnerung des Doktor wieder, er taucht plötzlich auf wie Kai aus der Kiste, wirft eine wirksame Chemikalie auf Cosmo, sodass der Golem wieder verschwindet.

Bleibt nur noch die Frage, ob das alles moralisch okay war. Carruthers hat keine Bedenken: Die Zerstörung eines bewussten Wesens wegen seiner Imperfektion nagt nicht gerade an seinem Gewissen, er fühlt sich vielmehr durch den Amoklauf des Golems bestätigt, es noch einmal getan zu haben – auch wenn erst die Handlung des Doktors den Rachefeldzug bewirkt hat. Aber keiner widerspricht, sodass der Wissenschaftler das letzte Wort hat: „The time has not come for humanoids such as Cosmo … but someday it will come!“

>> The Brave and the Bold