Mister Freeze

SubZero und Batman Ninja auf Blu-ray

Der Animationsfilm Batman & Mr Freeze: SubZero (dt. Eiszeit) wird laut Warner Bros. am 27. März 2018 in den USA auf Blu-ray erscheinen. Der 1998 erschienene Film ist der zweite, der sich an Batman: The Animated Series anschließt. Der erste, Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom, 1993), ist im im vergangenen Jahr auf Blu-ray herausgekommen. Eine deutsche Veröffentlichtung beider Filme ist noch nicht angekündigt. Der dritte Film, Mystery of the Batwoman (dt. Rätsel um Batwoman), ist bereits seit Jahren auf Blu-ray verfügbar – allerdings nicht in einer deutschen Fassung.

Der 67-minütige SubZero wird als Bonus unter anderem auch die vier Mr. Freeze-Folgen aus der Serie bzw. aus dem Animated Universe enthalten: „Heart of Ice“, „Deep Freeze“, „Cold Comfort“, „Meltdown“ (Batman Beyond). Damit werden mehr als 80 Minuten geboten, die zusammen mit dem Film eine mehr als zweistündige Saga bilden. Allerdings sollen sie nur in „Standard-Auflösung“ scheinen, heißt es in der Produktbeschreibung. Das ist insofern bedauerlich, als dass in diesem Jahr, so jedenfalls die Ankündigung, die Animated Series ebenfalls auf Blu-ray erscheinen soll.

Außerdem gibt es einen Starttermin für den ersten DC-Anime: Batman Ninja soll am 8. Mai 2018 in die Läden kommen. Auch dieser Film wurde noch nicht für Deutschland angekündigt.

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Am Ende der Ideen

Titel: All-Star Batman Vol. 2 – Ends of the Earth

Aut0r/Zeichner: Scott Snyder/Jock, Francesco Francavilla

Erschienen: 2017 (All-Star Batman #6-9), Hardcover 2017


„Because like it or not … this is a Batman story after all.“ (Batman)

Batman besucht Mister Freeze in der Arktis. Der Schurke hat sich in einer Forschungsstation verschanzt und Menschen aus dem kryogenischen Schlaf erweckt, damit sie ihm als Eiszombies dienen. (Nebenbei erfahren wir, was Victor Fries‘ Lieblingsgedicht ist.) Doch Batman interessiert sich nicht für Freeze, er will verhindern, dass ein tödliches Bakterium aus dem Eis freigesetzt wird. Obwohl er erfolgreich ist, findet der Tod seinen Weg in die Welt. Er bittet Poison Ivy um Hilfe, später sucht er den Mad Hatter auf. Verfolgt wird er von einer mysteriösen Spezialeinheit, den Blackhawks. Am Ende kommt es zum Showdown mit Ra’s al Ghul in Washington.

Ja, der gute alte Ra’s will mal wieder die Welt vernichten. Aus den altbekannten Gründen. Und Batman trickst ihn aus. Zweimal mit der gleichen Masche, nämlich mit Ra’s eigenen Mitteln. Vorher wird viel geredet, wenig gehandelt. Statt eine Detektivstory zu erzählen, lässt Autor Scott Snyder die Zwischenschritte aus und liefert uns nur vier Höhepunkte der Geschichte, den Rest trägt er in langen Sprechblasen nach. Das hat den negativen Nebeneffekt, dass jegliche Spannung auf der Strecke bleibt.

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Stattdessen dreimal der gleiche Aufbau: Batman kommt aus der Ferne an einen abgelegenen Ort, er versucht es mit Worten, dann mit Gewalt. Doch die üblichen Verdächtigen handeln auch stets so, wie man es von ihnen erwartet, nichts davon hat mich nicht schon zigmal so gesehen. Mister Freeze und seine Nora-Mission, Poison Ivy und ihre Schlingpflanzen, Mad Hatter und seine alten Hüte. Und dass Bruce Wayne beim Mad Hatter schon wieder mit seinen eigenen Dämonen konfrontiert wird (Joker! Bane! Riddler! Catwoman!) und das alles mal wieder im Alice im Wunderland-Stil – geschenkt.

An Ends of the Earth wird am deutlichsten, was Scott Snyder mit All-Star Batman wollte: Geschichten über die Schurken erzählen, zu denen er bisher noch nicht gekommen ist, zusammen mit einer Parade seiner Lieblingszeichner. Doch statt nach John Romita Jr. einen weiteren Zeichner zu engagieren, gibt es nun vier davon (Jock, Francesco Francavilla, Tula Lotay, Guiseppe Camuncoli), womit der Qualität nicht immer ein Gefallen getan wird.

Es wirkt, als wollte Snyder in kürzester Zeit möglichst viel unterbringen. Das wirkte auch schon in My Own Worst Enemy so, aber da hat es immerhin noch eine mitreißende (wenn nicht gar allzu reißerische) Story gegeben, hier ist alles nur eine Aneinanderreihung von vermeintlichen Höhepunkten, die in Wortwüsten und Klischees ersticken, ohne dem Altbekannten irgendetwas Neues abzugewinnen.

So ist Ends of the Earth mit Abstand das schwächste von Snyders bisherigen Batman-Comics geworden. Enttäuschend, dass seine bisherige Kreativität, für die er sonst bekannt geworden ist, hier offenbar erschöpft ist.

Mehr von Scott Snyder:

Neuschnee für Mister Freeze

DC Comics

Titel: Night of the Owls – First Snow

Autor/Zeichner: Scott Snyder, James Tynion IV/Jason Fabok

Erschienen: 2012 (Batman Annual #1), Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


„You claim to act out of love, but I don’t thing you even understand the meaning of the emotion!“ (Batman)

Nach dem Neustart des DC Universums (The New 52) hat auch Mister Freezes Origin ein Update bekommen. Im Tie-in zum ersten Batman-Event, Night of the Owls, kann man es nachlesen. Die Änderungen:

  • Die traurige Kindheit wurde durch eine glückliche ersetzt, aber Fries wurde zum Muttermörder gemacht.
  • Nicht Gothcorp, sondern Bruce Wayne war der Arbeitgeber von Victor Fries, als er an einer Heilung für Nora arbeitete und seine Experimente unvollendet abbrechen musste.
  • Nora ist nicht Victors Frau, sondern eine Fremde, die schon länger eingefroren wurde und über die Fries promoviert hat.

Victor Fries bildet sich also lediglich ein, dass er „seine“ Frau rächen müsse. Er ist von einer tragischen zu einer lediglich armseligen Figur geworden, auch wenn er zunächst bessere Startbedingungen zu haben scheint. So beginnt er etwa als deutlich attraktiverer Mann. Als Mister Freeze trägt er einen Irokesenschnitt und einen Anzug mit freien Armen. (Der Anzug wird von Wayne Corp angefertigt, ebenso wie die rote Brille.) Warum es ihm nicht zu warm wird, kann man sich so erklären: Er kann aus seinem Körper heraus Kältestrahlen erzeugen. Warum er dann trotzdem Zugang zur Wasserleitung braucht, um aus Arkham auszubrechen, und sich vom Pinguin eine Eiskanone holen muss, ist wohl ein Geheimnis aus den Untiefen des Plot Holes.

Wie dem auch sei: Freeze wurde zudem auch vom Rat der Eulen benutzt, um die Talon-Krieger zu erschaffen. Nightwing und Robin versuchen, ihn aufzuhalten. Doch nur Batman schafft es. Er konfrontiert ihn mit der Wahrheit und Schlägen. Doch sie sind es nicht, die Freeze ausknocken, sondern ein Modul, das Freeze einheizt. Der Glashelm bleibt diesmal heil.

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Mister Freeze und die Eisfee

DC Comics

Titel: Snow (dt. Schnee)

Autor/Zeichner: Dan Curtis Johnson, J.H. Williams III/Seth Fisher

Erschienen: 2005 (Legends of the Dark Knight #192-196), Paperback 2007; dt. Panini 2006 (Paperback)


„Why is the Bat fighting me? I’m not his enemy … they are. Those criminals … and murderers.“ (Victor Fries)

Victor Fries hat zwei Probleme: Der Wissenschaftler soll eine Waffe bauen, will aber nicht. Außerdem hat er eine kranke Frau. Es sieht nicht gut für sie aus. Also nimmt er die Medizin in die eigene Hand und will sie mittels seiner Maschine, die keine Waffe sein soll, heilen. Das geht schief. Die Frau erfriert im Eisklotz. Daraufhin versucht er, ihr in den Tod zu folgen. Aber weil sie ihm in einer Vision als eine Art Eisfee erscheint, wird er lieber zu Mister Freeze und kämpft gegen seine ehemaligen Kollegen, um zu verhindern, dass die Waffe wieder gebaut und verkauft wird.

In der Zwischenzeit hat Batman andere Sorgen: Er verfolgt einen Gauner namens Peter Scotta Und weil die Polizei ihm dabei nicht helfen will und er alleine nicht klarkommt, stellt er ein Team von No-Name-Outsidern zusammen, um den Mann zu kriegen. Zunächst läuft alles glatt, doch dann tanzt einer aus der Reihe und ruiniert auch die Ermittlungen der Polizei. Schließlich geht Fries gegen Scotta vor, weil dieser Interesse an der Waffe hat. Fries will also keine Rache. Er will der Held sein, der Schlimmeres zu verhindern versucht. Tragischerweise ist er verblendet, er hat den Sinn für die Realität verloren.

Was an dieser Neufassung von Freeze’s Origin am meisten auffällt, ist ein ungewöhnlicher Zeichenstil, der sich nur schwer einordnen lässt. Einerseits sind die Linien sehr präzise, klar und so streng, dass es den Figuren an Leben fehlt, andererseits gibt es immer wieder Ausfälle ins Karikaturenhafte. Da erscheinen schon mal Köpfe gestaucht untereinander wie in einem Totempfahl oder es kommt auch schon mal Rauch aus den Ohren des wütenden James Gordon. Batman wirkt alles andere als heldenhaft, eher wie ein unbeholfener Trampel, ohne Grazie und Würde. Man gewinnt zuweilen den Eindruck, das Ganze könnte eine Parodie sein, wenn die Story nicht so bierernst wäre. (Und so langweilig.)

Insgesamt ist Snow eine eigenartig unentschlossene Angelegenheit, die versucht, ins Altbekannte neue Aspekte hineinzubringen, aber dann doch zum Status quo zurückkehrt. Und diesen Kalauer kann ich mir nicht verkneifen: Diese Geschichte lässt einen ziemlich kalt.

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Das kälteste Grab

Titel: Cold Snap

Autor/Zeichner: J. Torres/David Lopez

Erschienen: 2005 (Legends of the Dark Knight #190-191), Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


„Some say the world will end in fire,
Some say in ice.
From what I’ve tasted of desire
I hold with those who favor fire.
But if it had to perish twice,
I think I know enough of hate
To say that for destruction ice
Is also great
And would suffice.“ (Robert Frost)

Mister Freeze klaut Diamanten. Und Pinguine. Und eine Lilie. Und eine nicht allzu wertvolle Statue. Und all das wird – nach alter Freeze-Gewohnheit – in Eisblöcke eingefroren. Was das soll? Der Schurke stattet damit sein kaltes Grab aus, nach dem Vorbild altägyptischer Pharaonen will er all diese Dinge mit ins Jenseits nehmen. Freeze plant, sich selbst zu töten, indem er sich selbst noch kälter einfriert. Batman versucht, ihn davon abzubringen.

Bruce Wayne erzählt die Geschichte seinem Butler Alfred bei einer heißen Tasse Kaffee, angereichert mit einigen Kalauern, als Reminiszenz ans gute alte Silver Age, in dem Mister Freeze seinen wortspielreichen Anfang nahm.

Der Mister Freeze des 21. Jahrhunderts ist kein Verbrecher mehr, der Diamanten klaut, um sich zu bereichern. Er klaut auch keine Kunst mehr, um sich daran zu erfreuen. Er opfert sich nicht selbstlos für das Wohl seiner Frau, er will keine Rache mehr  und er richtet nicht mehr über andere. Er hat jegliches Ziel im Leben verloren. Deshalb zieht er die Folge daraus und strebt nach der Selbstauslöschung. Aber Freeze geht nicht einfach dahin, ohne Schaden um sich herum anzurichten – und andere in den Tod mitzunehmen. Tragischer geht es nicht mehr.

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Mister Freeze bekämpft den Sommer

DC Comics

Titel: Fire and Ice

Autor/Zeichner: Robbie Morrison/Charlie Adlard

Erschienen: 2005 (Gotham Knights #59),  Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


„I hate summer … especially in Gotham.“ (Mister Freeze)

Mister Freeze und Batman sind in einer Eiskugel gefangen, während um sie herum ein Feuer schwelt. Batman ist zudem ans Eis gefesselt. Während seine Fesseln schmelzen, beschlägt Freeze’s Helm. Wie ist es dazu gekommen: Freeze ist mal wieder Amok gelaufen, indem er Menschen im Park vereiste. Das sollte aber nur der Auftakt sein, um auch den Rest der Stadt kalt zu stellen. Mister Freeze, so erfahren wir, mag halt keinen Sommer. Und besonders Gotham im Sommer. Denn zu der Jahreszeit geht es besonders kriminell zu. Freeze will mal wieder den Retter spielen, indem er die Menschen von falschen Hoffnungen befreit. Batman aber macht ihm klar, dass es dem Schurken nur mal wieder um Nora geht, die im Sommer krank geworden ist.

Es sind die bekannten Themen und Motive, die hier neu vermischt werden. Nur am Ende wird ein neuer Aspekt eingeführt: Batman und Freeze müssen zusammenarbeiten, um aus dem Gefängnis aus Feuer und Eis wieder heil rauszukommen. Schluss: der Sommer hat gewonnen. Batman lächelt, Freeze schmollt.

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Der tragische Mister Freeze

DC Comics

Titel: Batman – Mr. Freeze

Autor/Zeichner: Paul Dini/Mark Buckingham

Erschienen: 1997 (One-shot), Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


„I have done nothing to deserve this punishment. I’m an innocent man. One of the few true innocents in this city.“ (Mister Freeze)

Mister Freeze läuft Amok in Gotham: Mit seiner Frostkanone schießt er wild um sich, um das Böse aus der Stadt auszumerzen, die er für die Hölle hält. Selbst Robin wird vereist. Dass Batman dagegen vorgeht und dabei gegen Eisbären und einen Seeleoparden kämpft, ist nur die Rahmenhandlung. Der Kern der Story sind die Rückblenden, die Mister Freeze eine tragische Vorgeschichte geben, die von der Version in The Animated Series inspiriert ist.

Victor Fries hat schon als Kind gerne Tiere in Eiswürfel eingefroren, um ihre Schönheit zu bewahren. Seine Eltern fanden das gar nicht lustig und steckten ihn in ein Heim. Der Junge wurde ein Leben lang gemobbt, bis er an der Uni die Liebe seines Lebens fand: Nora. Die beiden verliebten sich, heirateten, eine Weile war alles gut, bis Nora unheilbar krank wurde. Victor suchte sich einen neuen Job bei Gothcorp, um die Rechnungen fürs Krankenhaus bezahlen zu können. Als die Lage verzweifelt schien, legte er sie auf Eis – in einen Kryo-Schlaf. Doch weil das Projekt gestrichen wurde, gab es Ärger, als Victor sich wehrte, wurde er mit der Flüssigkeit kontaminiert, die ihn so wärmeempfindlich machte.

Im Kälteanzug wurde Fries zu Freeze und beging Rache mit der Frostkanone. Nachdem Batman ihn aufhielt, schwor er, sich auch an ihm zu rächen: „I will find whatever you treasure most … and destroy it in front of your eyes …“ Das Opfer wurde schließlich Robin.

Eine ähnliche Prämisse hat auch die BTAS-Folge Cold Comfort (ebenfalls von 1997), in der ein verbitterter Mister Freeze Amok läuft, um den Menschen wegzunehmen, woran ihr Herz am meisten hängt. Hier sieht sich der Schurke sogar wegen seiner Opferrolle als Unschuldiger, der im Recht ist, über andere zu richten. Eine interessante Entwicklung. Zum ersten Mal kann man den Charakter auch in der Haupt-Continuity der Comics ernst nehmen. Ein Umstand, der jedoch von der Darstellung von Mister Freeze im Film Batman & Robin (1997) wieder zunichte gemacht wurde.

(Bemerkenswert, dass dieses Comic (neben One-shots zu Bane, Batgirl und Poison Ivy) den Film mitbewerben sollte. Die Enttäuschung dürfte nach dieser Lektüre groß gewesen sein, wie sehr Comic und Film sich unterschieden.)

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Todbringendes Eis

DC Comics

Titel: Frozen Assets

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1995 (Batman #525), Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


Mal wieder die Sache mit dem ewigen Leben dank Eis. Mal wieder der Helm. Mal wieder ein Kühlschrank. Mal wieder Poesie.

Mister Freeze verspricht drei alten Menschen, ihr Leben einfrieren zu können, bis die Wissenschaft den Tod besiegt hat. Doch seine Motive sind nicht edel: In Wahrheit schert er sich nicht um ihr Wohlergehen, sondern will nur an ihr Geld. Die drei kennen Freeze’s kriminelle Vergangenheit und trauen ihm nicht. Daraufhin besucht er einen nach dem anderen von ihnen mit der Frostkanone. Als ob es nicht schon reichen würde, dass er Eisberge als Spuren hinterlässt, hat sich Freeze jetzt auch Visitenkarten zugelegt, auf denen „0°“ (null Grad) steht – soll wohl besonders cool sein.

Batman und Robin kommen dem Mörder auf die Spur (wie schnell das immer gehen kann, wenn Schurken so dick auftragen), Batman zerschlägt im Kampf wieder Freezes Helm und setzt ihn in einen Kühlschrank. Ist ihm nicht kalt genug. Aber ein Verlierer muss nehmen was kommt. Dem Schurken ist einfach nicht zu helfen, wenn er nicht aus seinen Fehlern lernt und endlich in bruchsicheres Glas investiert.

(Autor Doug Moench bringt wieder seine Vorliebe fürs Dichten ein, indem er die zwei Handlanger, die Ice und Cube heißen, miteinander reimen lässt. Soll wohl ein Comic Relief sein, nervt aber unglaublich.)

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Eiskalte Rache (zweiter Versuch)

DC Comics

Titel: Cold Cuts

Autor/Zeichner: Jeff O’Hare/Roderick Delgado

Erschienen: 1988 (Detective Comics #595), Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


Nachdem Mr. Freeze’s genialer Racheplan an Gotham nicht geklappt hat, kommt jetzt die Rache an Batman. Das geschieht jedoch ziemlich zufällig. Zufall eins: Eine Laserkanone wird geschaffen, mit der man präzise durch alles schneiden kann. Zufall zwei: Mister Freeze büchst aus dem Knast aus. Da er aus Arkam dortin verlegt wurde, um sich wieder besser in die Gesellschaft eingliedern zu können, die aber keine Kältezelle einrichten konnten, wird er im Kühlraum der Küche aufbewahrt. Trotzdem steckt er aber in seinem Kühlanzug. Das soll verstehen wer will. Jedenfalls nutzt er eine Lebensmittellieferung aus, um abzuhauen.

Er bricht im Laser-Labor ein, Batman folgt ihm, Freeze nimmt ihn gefangen und fängt an, ihn mit dem Laser zu zerhacken. Wie es sich für sadistische Schurken gehört, die ihre Rache eiskalt auskosten wollen, fängt er erstmal klein an: mit einem Spitzohr, dann mit dem Gürtel. Zufall drei: ein Batarang fällt heraus. Zufall vier: Batman fängt ihn und wirft ihn aus dem Handgelenk so, dass (Zufall fünf) ein großer Eiszapfen getroffen wird, dieser herunterfällt (Zufall sechs) und dann auch noch irgendeine wichtige Leitung trifft, die einen Kurzschluss verursacht (Zufall sieben). Alles explodiert, Freeze’s Helm geht (wieder) zu Bruch, Batman rettet ihn mit der Eiskanone vor den Flammen.

Dumm gelaufen, aber das Glück ist eben auf Batmans Seite. Und Mister Freeze bleibt einfach ein Versager.

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Eiskalte Rache

DC Comics

Titel: The Glacier Under Gotham

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton

Erschienen: 1984 (Batman #375), Paperback 2017 (Batman Arkham: Mister Freeze)


Mister Freeze ist frustriert. Seine Verbrecherkarriere war bisher ziemlich erfolglos. Im Grunde ist er – trotz des Namenswechsels – immer der gleiche Mister Zero geblieben, eine Null. Da halfen auch weder Branchen- noch Stilwechsel. Jetzt will er nur noch Rache. Und die serviert man bekanntlich – Achtung Kalauer! – am besten eiskalt. Gotham City soll eingefroren werden. Weil ihm die Fantasie offenbar nicht genug ist, engagiert er erstmal einen Zeichner, der das Vorhaben erstmal auf Papier inszenieren soll, bevor es in die Tat umgesetzt wird. Da Mister Freeze zwar eine große Eiskanone gebaut hat, die aber immer noch nicht groß genug ist für sein Projekt, nutzt er die Waffe zunächst einmal für einen spektakulären Bankraub. Batman und Robin (Jason Todd) kommen vorbei, folgen der Eisspur und verhindern Schlimmeres, retten zwei Jungfern in Nöten und Batman bekommt einen Kuss als Belohnung.

Eigentlich ziemlich unspektakulär. Freeze legt eine ziemlich erbärmliche Performance hin. Damit man das gleiche nicht über Autor Doug Moench sagen kann, hat er sich die Mühe gemacht, das kurze Abenteuer mit einem Gedicht auszuschmücken, in das die banale Handlung gebettet ist. Das Profane im Kleid des Poetischen – das ist etwas albern und rettet diesen Charakter nicht vor der Unglückseligkeit.

(Das Cover, das Robin im Eis zeigt, hat nichts direkt mit der Geschichte zu tun, deutet aber an, dass Bruce Wayne das Sorgerecht für Jason Todd verlieren wird, aber das ist eine andere Geschichte.)

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