One Bad Day: Zweite Chance für Mr. Freeze

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Mr. Freeze

Autor/Zeichner: Gerry Duggan/Matteo Scalera

Erschienen: 2022 (One-shot)


Kann ein Mensch sich ändern? Kann ein Krimineller sich bessern? Wenn man sich die Schurken ansieht, mit denen Batman immer wieder zu tun hat, kann die Antwort nur auf ein fatalistisches Nein hinauslaufen. Der Grund ist klar: Die Schurken müssen ja immer wiederkehren, damit es Geschichten mit ihnen gibt. Doch was ist, wenn man sie zur Abwechslung nicht nur wegsperren, sondern ihnen eine zweite Chance gäbe?

Batman und Robin versuchen das mit Mr. Freeze. Als sie ihn mal wieder auf frischer Tat bei einem Raub erwischen, fahren sie mit ihm nicht zur Polizei, sondern zu einem Labor und stellen es ihm für seine Forschung zu Verfügung. Hier kann er so lange herumexperimentieren, bis er ein Heilmittel für seine Frau Nora gefunden hat, die noch immer im Kälteschlaf ihrer tödlichen Krankheit entgeht.

Doch die Sache geht schief, Victor Fries scheitert und zerstört das Labor. Batman legt sich eine Hitzerüstung an und auf geht’s in den finalen Kampf: Feuer gegen Eis.

Neues Motiv für Mr. Freeze

Dieser One Bad Day-Comic ist jedoch viel mehr als dieser Plot. Die alte Leier von Victor und Nora, die man schon seit 30 Jahren aus Batman: The Animated Series kennt, bekommt hier einen frischen Anstrich, denn hier geht es nicht mehr um eine tragische Liebe, um selbstlose Aufopferung, um jemanden vor dem Tod zu bewahren – Victor hält seine Frau auf Eis, weil er sie so kontrollieren und allein für sich haben kann. Denn eigentlich will Nora den Weg alles Irdischen gehen und in Würde sterben, nur ihr Mann lässt sie nicht. Er ist gefangen in seiner Komfortzone. Außerdem wünscht Nora sich, dass er sein Genie dafür verwendet, wirklich Gutes in der Welt zu bewirken. Was das angeht, lautet die Antwort auf die Frage: Ja, auch ein verkorkster, zutiefst egoistischer Mensch kann sich bessern.

Damit gelingt Gerry Duggan (Arkham Manor) nicht nur eine ordentliche Freeze-Story, die von Matteo Scalera (White Knight Presents: Harley Quinn) mit einer wunderbaren Dynamik und Dramatik (mit Verneigungen vor BTAS) inszeniert wird, es ist auch eine schöne (Vor-)Weihnachtsgeschichte mit lauter herrlichen Szenen und witzigen Dialogen: Alfred bastelt einen Weihnachtsbaum aus Batarangs und einem Starro, Matches Malone hat einen Paradeauftritt (ich liebe diese Figur), Batman verprügelt Räuber undercover als Weihnachtsmann usw. – ich will nicht alles verraten, man muss es selbst genießen.

Daher nur so viel: Diese acht Dollar/Euro sind gut angelegtes Geld für 64 Seiten pures Lesevergnügen. Die One-Bad-Day-Reihe überzeugt nach dem Pinguin zum zweiten Mal. Ach, wäre doch nur jedes Batman-Comic so …

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2 Kommentare

  1. Danke für den Artikel!
    Das klingt doch mal richtig cool! Super Gag, oder? * rofl * 😀
    Nein im Ernst, es klingt tatsächlich so, als würde es echt Spaß machen diesen Comic zu lesen. Ist zum Kauf vermerkt! Wenn meine Frau wüsste, wieviele meiner Käufe unmittelbar auf das Batman Projekt zurückzuführen sind, sie würde dich hassen Lukas 😉

    Gefällt 1 Person

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