Keine Gnade, keine Vergebung

Batman_Absolution

Titel: Absolution

Autor/Zeichner: J.M. DeMatteis/Brian Ashmore

Erschienen: 2002 (One-shot) (dt. 2003, Panini, DC Premium)


 „Ich bin Detektiv. Falls ich etwas verehre — ist es die Logik.“ (Batman)

Seit zehn Jahren jagt Batman Jennifer Blake – eine Terroristin, die einen Anschlag auf Wayne Enterprises verübt hat. Immer wieder tauchte Blake unter einer anderen Identität unter – und versuchte dabei, ihr Gewissen reinzuwaschen. Absolution erzählt von Batmans Jagd durch die Welt, doch im Grunde geht es um die Frage, ob ein Mörder von selbst Läuterung erfahren kann. Für den Dunklen Ritter bleibt bis zum Schluss klar: „Keine Wunder. Keine Gnade. Und gewiß … keine Vergebung.“

J.M. DeMatteis‘ Erzählung steckt voller religiöser Motive und Reflexionen. Wir erfahren, dass Batman an keinen persönlichen Gott glaubt, aber an eine Art von transzendenter Macht. Brian Ashmore verleiht mit seinen gemalten Panels der Story eine künstlerische Aura irgendwo zwischen Alex Ross und Dan Brereton. Die Bilder sind realistisch angelegt, doch erscheinen sie oft auch hinter einem traumartigen Schleier zu liegen. Insgesamt ergibt sich eine stimmige, dichte Komposition zwischen Text und Grafik, die Batmans Unterbittlichkeit bei der Verbrecherjagd herausarbeitet und über seine Beweggründe und Methoden reflektiert. Allerdings bleibt dieser Batman statisch: Am Ende bleibt ihm nur die Einsicht, dass er recht hatte.

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