Superman

Superman/Spider-Man #1 (2026)

Cover von Jorge Jimenez und Jim Lee (DC Comics)

Autor/Zeichner: Mark Waid/Jorge Jimenez, Sean Murphy, Jim Lee u.a.

Erschienen: 2026 (One-Shot)


Otto Octavius alias Doctor Octopus befragt seinen KI-Spiegel: Wer ist der Schlaueste auf der ganzen Welt? Die KI gibt die falschen Antworten: In Sachen Cyber-Robotics soll es William Magnus (Metal Men) sein, in Sachen Strahlung ist es Bruce Banner (Hulk). Er würde gern die Welt von seinem Genie überzeugen. Da taucht Brainiac auf und macht ihm ein Angebot: Doc Ock soll ihm helfen, sich eines Virus zu entledigen. Dazu ist es aus irgendeinem Grund nötig, den Virus in die Gehirne der Menschen zu laden. Ohne über die Konsequenzen des Deals nachzudenken, macht Otto sofort mit. Er will viele Welten erobern.

Aber wie gut, dass Clark Kent und Peter Parker gerade zusammen in Metropolis abhängen. Man kennt sich bereits. Sie berichten gemeinsam für den Daily Planet über einen Einbruch bei S.T.A.R.-Labs, dort hat man Kryptonit gestohlen. Bald darauf erleiden alle Menschen Anfälle und reden nur noch in Nullen und Einsen. Superman wird von Kryptonitstrahlung geschwächt. Mit vereinten Kräften rettet man schnell mal eben die Welt.

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40 Jahre The Dark Knight Returns

DC Comics

Zugegeben: Ich habe mich anfangs damit schwer getan. Ich war ungefähr 15 Jahre alt, hatte gerade erst Superhelden-Comics für mich entdeckt. Superman, Batman, JLA – knallbunt, kindgerecht, auf Hochglanzpapier, später auch die „erwachseneren“ Serien. Und dann fand ich so einen seltsamen Band in der Stadtbibliothek: Die Rückkehr des Dunklen Ritters, ein dicker Wälzer über Batman, auf dem Cover war der Held nur als schwarze Silhouette vor einem Blitz zu sehen.

Beim Durchblättern sah ich lauter triste Bilder mit krakeligen Zeichnungen und viel Grau. Hier hatte nichts die Anmut von Heldentum: Batman war ein alter Mann, ein riesiger Brocken, mit viel zu kleinen, kaum noch sichtbaren Fledermausohren an der Maske. Nichts war hier im klassischen Sinne „schön“, gezeichnet wurde das Bild einer ziemlich schrecklichen Welt am Rande des Untergangs, in der nicht einmal der Joker lachte.

Die Lektüre machte keinen Spaß. Alles war abgebrüht, verbittert und schockierend. Batman war fast so unsympathisch wie jeder andere auch, er kämpfte brachial wie seine Gegner, er benutzte sogar Schusswaffen, auch wenn er damit niemanden tötete. Gute und Böse gab es nicht – alle waren auf ihre Weise am Ende. Harvey Dent wird geheilt und sofort rückfällig. Die Mutants terrorisieren Gotham mit grausamen, sinnlosen Verbrechen. Ein unheimlicher Joker begeht eiskalt Massenmord, tötet sogar Kinder. Der Endgegner ist Superman, einst Symbol des Guten, nun ein Handlanger der inkompeteten Regierung, die einen Atomkrieg riskiert.

Deprimierender geht’s nicht. Aber ich hielt durch. Trotz aller Tristesse: Irgendetwas ließ mich den Comic zu Ende lesen. Er hinterließ aber ein mulmiges Gefühl. Danach konnte ich nicht sagen, es hätte sich gelohnt, aber vieles blieb hängen: die Bilder, die Sequenzen, die Sätze. Jahre später kaufte ich mir das Buch gebraucht und las es wieder, diesmal lieber. Weitere Jahre später kaufte ich es mir in der Originalfassung und konnte es noch mehr genießen. Endlich war ich reif für The Dark Knight Returns. Und jedes Mal war ich mehr fasziniert davon, weil ich mehr entdeckte, was so meisterhaft daran war. Das war der ultimative Batman. Frank Miller hatte den Dunklen Ritter konsequent zu Ende gedacht.

DC Comics

Der Hype um The Dark Knight Returns hält an seit 40 Jahren – und das Ding verkauft sich immer noch, als Paperback, in Hardcover-Deluxe-Ausgaben, nun auch im Mini-Compact-Format. Wer sich mit Comics beschäftigt, kennt es, sollte es jedenfalls kennen. Man kommt nicht drum herum. Es ist ein moderner Klassiker, genauso wie das etwa zeitgleich entstandene Watchmen (zu dem es viele Parallelen gibt) und auch Batman: Year One, den Origin, der kurz darauf folgte und ganz anders aussieht, aber im selben Geist und von gleicher Qualität ist. Frank Miller hat mit diesen beiden Comics Epoche gemacht. Damit war über Batman im Grunde alles gesagt. Das Meiste, was seitdem folgte, steht in dessen Schatten oder baut darauf auf.

Was aber ist an Frank Millers TDKR immer noch so faszinierend?

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Batman und Superman erforschen die Evolution

DC Comics

Titel: The Infinite Evolutions of Batman and Superman

Autor/Zeichner: Cary Bates, Edmond Hamilton/Curt Swan

Erschienen: 1965 (World’s Finest #151), Hardcover 2019 (Batman and Superman in World’s Finest Omnibus Vol. 2)


Superan erspäht im All eine Maschine, die aus grünen Kryptonit besteht. Einer seiner Roboter wird davon vernichtet. Also bittet er Batman um Hilfe. Mit einem Netz fangen sie das Ding ein, als es auf die Erde fällt, gemeinsam untersuchen sie es und findet heraus, dass es sich um ein Gerät von Krypton handelt, mit dem man die Evolution von Lebewesen entweder zurückdrehen oder beschleunigen kann.

Da es noch nie an Menschen getestet wurde, verliert Batman keine Zeit und wendet das Ding an sich an. Superman versucht noch, ihn zu warnen, aber da ist es schon getan: Batman entwickelt sich 800.000 Jahre in die Zukunft und ihm wächst ein so großes Gehirn, dass sein Kopf nicht mehr in seine Maske passt. Dann will er die Prozedur an Superman anwenden, doch das behauptet er nur, denn Batman hat sich nicht nur zu einem Superbrain, sondern auch zu einem Arschloch entwickelt, das seine Kräfte für sich allein haben will. Er dreht also bei Superman die Zeit zurück und der Mann von Morgen wird zum Mann von vorgestern – einem primitiven, einfältigen Höhlenmenschen!

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JLA: Created Equal – Eine Welt fast ohne Männer

Titel: JLA: Created Equal

Autor/Zeichner: Fabian Nicieza/Kevin Maguire

Erschienen: 2000 (#1-2), Paperback 2019 (Elseworlds: Justice League Vol. 3)


Eine kosmische Energiewelle erfasst die Erde und tötet auf einen Schlag alle Männer. Wirklich alle? Nein, keine Sorge: Superman ist zum Glück noch da. Und Lex Luthor. Während die Welt sich neu sortieren muss und Wonder Woman eine neue Justice League gründet, zudem die Welthauptstadt auf Themyscira ausruft, und Superman und Lois versuchen, ein Kind zu bekommen, versucht Lex (in einer Schutzrüstung) herauszufinden, was passiert ist. Seine Erkenntnis: Superman selbst ist schuld!

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Marvels „Spider-Man/Superman“ erscheint am 22. April

Wie schon berichtet, findet 50 Jahre nach dem ersten Superman-Spider-Man-Crossover ein neues statt – und das doppelt. Am 25. März 2026 soll DCs Superman/Spider-Man #1 erscheinen, nun hat Marvel sein Spider-Man/Superman #1 für den 15. April [UPDATE:] 22. April angekündigt. Die Hauptstory stammt von Autor Brad Meltzer (Identity Crisis) und dem Zeichner Pepe Larraz. Mit dabei sind auch die Erzschurken Lex Luthor und Norman Osborn.

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Weihnachten mit Superman: Teil 4

DC Comics

Titel: Christmas Round the World

Autor/Zeichner: Don C. Cameron/Ira Yarbrough

Erschienen: 1946 (Action Comics #93), Hardcover 2018 (Superman: The Golden Age Omnibus Vol. 5)


Lois und Clark sind bei einer Weihnachtsfeier für Flüchtlingskinder und freuen sich, wie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Kinder aus aller Welt friedlich zusammen feiern. „Christmas makes the whole world kin, Lois!“, sagt Clark. Doch die Kleinen sind alles andere als glücklich, sie vermissen ihre Eltern, die sie in der Heimat zurücklassen mussten. Der norwegische Botschafter Jon Bjornsen vermisst wiederum seinen Sohn Eric. Gäbe es doch nur einen echten Santa Claus!, sagt ein Junge. Er würde Supermans Hilfe brauchen, sagt ein Mädchen.

Und so steigt Clark ins blaue Kostüm, statt Lois unter den Mistelzweig zu locken, leiht sich ein paar Militärflugzeuge und fliegt mit den Kindern um die Welt, um Hilfsgüter zu verteilen.

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Weihnachten mit Superman: Teil 3

Titel: Fairyland Isle

Autor/Zeichner: Jerry Siegel/Ira Yarbrough

Erschienen: 1945 (Action Comics #81), Hardcover 2017 (Superman: The Golden Age Omnibus Vol. 4)


Millionär John Nicholas hat sein Leben lang gearbeitet, auch schon als Waisenkind, weshalb er die Kindheit nie genießen konnte. Nun will er im Alter seinen Reichtum zurückgeben an die Kinder, damit sie mehr von ihrer Kindheit haben. Er lässt einen Freizeitpark für sie bauen – Eintritt frei! Bis Weihnachten soll alles fertig sein. Als die Bauarbeiten stocken, hilft Superman und baut Fairyland Island in Windeseile auf.

Superman baut Fairyland Island – samt großer Superman-Figur (DC Comics)

Doch dann stirbt John Nicholas plötzlich. Statt sein Vermögen seinen drei Neffen zu vererben, verfügt er, weitere Freizeitparks im ganzen Land aufzubauen – es sei denn, die Parks sollten eine Gefahr für die Kinder darstellen oder abgelehnt werden. Diese Klausel weckt die Skrupellosigkeit zweier Neffen. Sie beauftragen Gangsterboss Fancy Dan, für ein paar Unfälle zu sorgen – allerdings sollen keine Kinder zu Schaden kommen. Fancy Dan aber will über Leichen gehen, um seine Million zu kassieren.

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Neues DC-Marvel-Crossover: Superman/Spider-Man

Vor fast 50 Jahren ist das erste DC-Marvel-Crossover erschienen: Superman vs. The Amazing Spider-Man. Es war ein spektakuläres Ereignis im Großformat, das heute immer noch Spaß macht zu lesen und herrlich anzuschauen ist. Zum Jubiläum im nächsten Jahr wird dieses Event (und sein Nachfolger) nicht nur im Originalformat nachgedruckt, im März soll auch ein neues Crossover erscheinen.

Superman/Spider-Man #1 wird geschrieben von Mark Waid (Kingdom Come) und gezeichnet von Jorge Jimenez. Mit dabei: Brainiac und Doctor Octopus. Dazu wird es – wie schon bei Deadpool/Batman und Batman/Deadpool – einige kürzere Begleitstorys geben:

Tom King und Jim Lee lassen Lois Lane und Mary Jane Watson aufeinandertreffen, Matt Fraction und Steve Lieber erzählen von Jimmy Olsen und Carnage, Sean Murphy schickt uns in die Zukunft mit Superboy (Legion) und Spider-Man 2099, Gail Simone und Belén Ortega konfrontieren Power Girl mit Punisher, bei Christopher Priest und Daniel Sampere begegnet Superboy Prime dem schwarzkostümierten Spider-Man, Greg Rucka und Nicola Scott lassen den Daily Planet gegen den Daily Bugle antreten, außerdem erzählen Jeff Lemire und Rafa Sandoval von Pa Kent und Uncle Ben.

Superman/Spider-Man #1 erscheint am 25. März 2026 und soll 7,99 US-Dollar kosten, bzw. 8,99 für Variants.

Treasury Edition 50th Anniversary of Superman vs. The Amazing Spider-Man erscheint am 7. Januar 2026, DC and Marvel Present: Superman and Spider-Man Treasury Edition #1 am 4. Februar 2026.

Im April soll Marvels Spider-Man/Superman #1 folgen. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Mehr zum Thema:

Weihnachten mit Superman: Teil 2

DC Comics

Titel: Superman’s Christmas Adventure (#2)

Autor/Zeichner: unbekannt

Erschienen: 1944


Während des Zweiten Weltkriegs wurde Superman auch in die Propaganda eingespannt. Nicht nur auf den Covern bekämpfte er die Achsenmächte Nazi-Deutschland und Japan, auch in einigen Geschichten – und sogar in dieser Weihnachtsstory.

Clark Kent und Lois Lane sind gerade als Reporter im Pazifik unterwegs und werden von Perry White zurückeordert, damit sie Weihnachten zu Hause verbringen können. Doch Weihnachten ist bedroht: Weil die Fabriken damit beschäftigt sind, Waffen herzustellen, fehlt es an Spielzeug für die Kinder.

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Weihnachten mit Superman: Teil 1

DC Comics

Titel: Superman’s Christmas Adventure

Autor/Zeichner: Jerry Siegel/Jack Burnley

Erschienen: 1940 (One-shot), Reprint 1972 (Limited Collectors‘ Edition #C-43: Christmas With the Super-Heroes), Paperback 2000 (DC Universe Christmas)


Die Vorweihnachtszeit! Auch für Journalisten eine schwierige Zeit, denn sie müssen sich alle Jahre wieder neue Storys zu abgedroschenen Themen ausdenken. Perry White verdonnert Clark Kent und Lois Lane dazu, sich das Weihnachtsgeschäft anzuschauen. Während die einen wie die Verrückten kaufen, können sich arme Eltern wie die von Billy Connelly gar keine Geschenke leisten.

Da kommt Clark auf die Idee: Die Leser des Daily Planet sollen alte Spielsachen spenden, die Reporter sollen sie reparieren und an die armen Kinder verteilen. Perry ist begeistert und auch Santa Claus gefällt das. Und wer hätte gedacht, dass Reporter handwerklich so geschickt sind und nichts Besseres zu tun haben?

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