John Byrne

Grundkurs Batman

Titel: The Untold Legend of the Batman

Autor/Zeichner: Len Wein/Jim Aparo, John Byrne

Erschienen: 1980 (Mini-Serie #1-3), Paperback 1992, Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein); dt.


Vor Year One und Zero Year, gab es bereits eine Mini-Serie über Batmans Origin, die 40 Jahre Batman-Geschichte in drei Ausgaben zusammenfasste: The Untold Legend of the Batman.

Batman bekommt Post: ein zerrissenes Fledermauskostüm, dazu eine Drohung. Das Kostüm hat einst Bruce Waynes Vater, Thomas Wayne, bei einem Ball getragen – und war so der erste Batman. Während des Balls wurde er vom Gangster Lew Moxon enführt, der ihn daraufhin zwingen wollte, ihm eine Kugel aus dem Körper zu holen. Doch Thomas leistete Widerstand, entkam und brachte mit seiner Aussage Moxon in den Knast. Kurz darauf wurde er mit seiner Frau vom Auftragskiller Joe Chill erschossen. Der junge Bruce Wayne versuchte zunächst als Robin sein Glück als Verbrechensbekämpfer, bevor er sich zum Detektiv ausbilden lässt und zu Batman wurde. Später fliegt das Batmobil in die Luft. Batman hat keine Ahnung, wer dahinterstecken könnte, bis er darauf kommt, dass es jemand aus seiner Nähe sein muss …

Die Geschichte, die in The Untold Legend of the Batman erzählt wird, ist zum größten Teil nicht neu. Vielmehr versammelt Autor Len Wein verschiedene, darunter auch zum Teil wenig bekannte Aspekte von Batmans Vor- und Frühgeschichte, die vor allem in den 50ern näher beleuchtet wurde. Für Neuleser wird die Mini-Serie zu einer Art Grundkurs: Neben den Ursprüngen von Batman bekommt der Leser einen Abriss von Robin, Alfred, Joker, Two-Face, Commissioner Gordon und Batgirl. Und man erfährt, wer das Batmobil gebaut hat. Da einiges davon durch die Crisis annulliert worden ist, dürfte einiges davon heutigen Lesern nicht mehr präsent sein. Aber das Meiste davon ist es schon und das alles (wieder) zu lesen, ist auf Dauer etwas ermüdend, da die Handlung ständig durch Rückblenden unterbrochen wird.

Interessant ist aber vor allem die Rahmenhandlung, besonders am Ende. Die Auflösung – ACHTUNG SPOILER: Bruce Wayne selbst will Batman auslöschen, weil dieser ihm um sein bürgerliches Leben gebracht hat. Durch einen Kopfstoß bei einer Explosion wurde Batman vorübergehend in zwei Persönlichkeiten gespalten und paranoid und sein Alter Ego kämpft gegen ihn an.

Nacherzählt werden unter anderem diese Geschichten aus dem Golden und Silver Age:

Werbeanzeigen

Superman läuft Amok

DC Comics

Titel: Squatter

Autor/Zeichner: John Byrne

Erschienen: 1987 (Action Comics #584), Hardcover 2018 (Action Comics: 80 Years of Superman)


Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein Irrer, der Hochhäuser zertrümmert! Superman fliegt durch Metropolis und demoliert sinnlos, was ihm in den Weg kommt. Und er hat einen Riesenspaß dabei. Da kommt Cyborg, um ihn aufzuhalten, doch der wird in seine Einzelteile zerlegt. Er ruft die Teen Titans. Aber Wonder Girl und Changeling kriegen auch mächtig eins drauf. Superman prahlt die ganze Zeit nur mit seiner Überlegenheit und nennt die anderen bloß minderwertige Kreaturen. Erst der Held Jericho kann ihnen helfen, indem er Supermans Körper übernimmt.

Da taucht plötzlich ein Mann mit Krücken auf, der behauptet Superman in einem fremdem Körper zu sein. Ein böser Wissenschaftler habe ihn hintergangen und mit ihm die Körper getauscht. Also tauscht man sie wieder ebenso schnell zurück und Clark Kent hat wie immer einen Aufmacher für Seite eins des Daily Planet.

Am Ende fällt Lex Luthor auf, dass immer Clark diese Exklusiv-Storys über Superman schreibt, und fragt sich, welche Verbindung zwischen den beiden bestehen könnte. Solche Momente sind es, die Lex immer weniger wie ein Genie erscheinen lassen …

Die Geschichte zeigt mal wieder die Gefahr, die von Superman ausginge, wenn er nicht das zahme Landei wäre. Es ist nicht das erste und das letzte Mal, dass diese Möglichkeit durchgespielt wird. Wahrscheinlich erklärt es auch, warum Superman so ein netter Typ ist, und zwar so nett, dass ihn viele langweilig finden: Er muss es sein, weil seine Kräfte eigentlich furchteinflößend sind. Sie sind zerstörerisch und tödlich. Superman ist ein nahezu allmächtiger Gott – umso menschlicher muss man ihn darstellen, um ihn als Helden sehen zu können.

Mehr zum Thema:

Vier Schurken und drei Todesfallen

DC Comics

Titel: Batman 3D – Ego Trip (dt. Ego Trip)

Autor/Zeichner: John Byrne

Erschienen: 1990 (One-shot), Paperback 2017 (DC Universe by John Byrne); dt. Carlsen 1997


Batman in 3D zu sehen, ist heute im Kino Standard. In den Comics gab es das schon 1953, als ein erstes 3D-Special erschien, zusammen mit einer passenden zweifarbigen Brille. Darin wurden drei bereits erschienene Batman-Storys wieder aufbereitet. Nachgedruckt wurde es 1966 – und eine Geschichte daraus auch 1990, in einem neuen 3D-Special.

John Byrne erzählt darin eine klassische Batman-Story mit Joker, Pinguin, Riddler und Two-Face. Darin verneigt er sich vor den Comics des Golden Age, insbesondere vor seinem Vorbild Dick Sprang. Batman geht einem Mordfall nach. Ein reicher Antiquitätensammler soll Suizid begangen haben, aber der Pinguin deutet in einem Video darauf hin, dass es Mord war.

Doch Batman wird zunächst abgelenkt vom Riddler, der ihm drei Rätsel aufgibt und ihn in eine Todesfalle lockt. Batman entkommt und lässt sich daraufhin von Two-Face (viel zu leicht: mit einem Netz) gefangen nehmen – und der steckt ihn wieder in eine Todesfalle. Und schließlich gerät er an den Joker, der sich (wer hätte das gedacht?) in einem stillgelegten Vergnügungspark versteckt. Statt einer Todesfalle gibt es einen Kampf gegen Two-Faces Zwillingsschergen und wilde Verfolgungsjagd mit Joker über Riesen-Requisiten wie eine Schreibmaschine (Dick Sprang lässt grüßen). Ehrlich gesagt eine schwache Vorstellung, die der Joker da abliefert.

Am Ende kommen wir endlich da aus, worauf es schon am Anfang hinausgelaufen ist: ein Showdown mit dem Pinguin (Todesfalle #3). Er ist der Mörder. Die Erklärung wird im Epilog nachgereicht. Überhaupt wird hier viel erklärt. Ständig liest man die Gedanken von Batman mit, der Selbstgespräche führt, damit man immer weiß, was in ihm vorgeht und klar wird, dass er immer Herr der Lage ist. Für Batman ist das alles Routine wie in einem altbekannten Spiel.

Ego Trip ist spannungsarm und vorhersehbar, funktioniert als Hommage aber ganz gut. Doch da gibt es auch noch Elemente, die sehr modern erscheinen: Der Joker flößt Riddler sein Gift intravenös ein, damit dieser einen langsamen Tod stirbt, und dann ist da noch ein Hinweis darauf, dass der Joker Robin getötet hat. Um welchen Robin es sich handelt, wird nicht erklärt. Damit wirkt der Comic wie ein unentschlossener Hybrid zwischen dem naiven Charme der Vergangenheit und abgeklärter Moderne.

Die Story bleibt flach – trotz 3D.

Hinweis: Ego Trip wurde ohne 3D-Effekt in schwarz-weiß nachgedruckt in DC Universe by John Byrne (siehe oben).

Mehr von John Byrne:

Batman ist nicht totzukriegen

Titel: The Many Deaths of the Batman

Autor/Zeichner: John Byrne/Jim Aparo

Erschienen: 1989 (Batman #433-435), Hardcover 2017 (DC Universe by John Byrne) (nicht digital!)


Batman wird tot aufgefunden. Gekreuzigt an einen Zaun, in einer Gasse. Die Meldung macht die Runde. Doch der Tote unter der Maske sieht gar nicht aus wie Bruce Wayne. Kurz darauf wird ein weiterer falscher Batman in die Luft gejagt. Dann wird einer aus dem Fluss gefischt. So geht es weiter: Irgendwelche Leute in Batman-Kostümen werden ermordet, während sich der echte Batman sich bester Gesundheit erfreut. Doch dann bekommt auch Bruce Wayne ein Kostüm geschickt …

Es stellt sich heraus, dass die Toten eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind alle Experten auf einem bestimmten Gebiet – und haben einst Batman unterrichtet. Sie haben Batman erst zu dem gemacht, der er ist.

Die Story beginnt spannend: nämlich mit einer Ausgabe ohne Worte. Der erste Teil wird fast nur über Bilder erzählt. So geht es im zweiten Teil noch ein paar Seiten weiter, bis dann ganz viel geredet wird, wie in einer Detektiv-Geschichte üblich. Es wird wild spekuliert, kombiniert und deduziert, die Story schlägt ein paar Haken und am Ende ist eigentlich alles ganz einfach. Die Auflösung muss nicht gerade durch Glaubwürdigkeit bestechen, aber hat einen interessanten Twist. Aber vor allem der wortlose Anfang ist lesenswert, weil er zeigt, dass Comics auch ganz gut ohne Sprechblasen auskommen. Man muss sich nur trauen, die Bilder für sich sprechen zu lassen.

Ein Hinweis: The Many Deaths of the Batman ist zwar im Band „DC Universe by John Byrne“ enthalten, aber nur in der Print-Ausgabe. In der digitalen Ausgabe fehlen aber die drei Hefte, stattdessen sind nur die Cover enthalten – eine dreiste Irreführung. Dafür gibt es die Einzelausgaben bei Comixology.

Patriot Joker

DC Comics

Titel: Batman & Captain America

Autor/Zeichner: John Byrne

Erschienen: 1996 (One-shot)


„I may be a criminal lunatic, but I’m an American criminal lunatic!“ (Joker)

Januar 1945. Joker und Red Skull wollen die Atombombe Fat Boy stehlen, um Washington D.C. einzuäschern. Batman und Captain America verbünden sich (zusammen mit Robin und Bucky Barnes), um das Schlimmste zu verhindern. Zuerst rettet Batman Cap den Hintern, später kämpft Steve Rogers gegen Bruce Wayne, weil er ihn der Spionage verdächtigt, und als die beiden merken, dass sie einander ebenbürtig sind, wird ihnen auch klar, wer sie wirklich sind (Gilgamesch lässt grüßen). Es gibt die obligatorische Todesfalle, aus der sich Batman und Bucky in letzter Sekunde befreien …

Die interessanteste Szene ist jedoch im Finale, als der Joker erkennt, dass sein Komplize Red Skull für Hitler arbeitet: „I’ve been working with a Nazi?“, stellt er entrüstet fest. Offenbar liest der Joker keine Zeitung oder hat das fette Hakenkreuz auf der Brust des Schurken irgendwie missverstanden. Wie dem auch sei: Es wird offenbar, dass der Joker Prinzipien hat, er ist nämlich ein Patriot und will mit Nazis nix zu tun haben. Das klingt irgendwie unüberzeugend nach AfD-Logik, aber in der Tat sabotiert er dann den Bombenabwurf. Gemäß dem Motto: die eigene Hauptstadt vernichten ist okay, aber nicht fürs Dritte Reich …

Ansonsten erfindet das Elseworlds-Crossover das Rad nicht neu, bietet aber reichlich kurzweiligen Fan-Service, in bewährter klarer John Byrne-Optik.

Mehr zum Thema Batman gegen Nazis:

Tausend Jahre Tradition

Batman versus Superman, Teil 10: Generations (1999)

DC Comics

DC Comics

Titel: Superman & Batman: Generations – An Imaginary Tale (dt. Untertitel: Eine imaginäre Geschichte)

Autor/Zeichner: John Byrne

Erschienen: 1999 (Mini-Serie #1-4, Paperback 2000), dt. Carlsen 1999 (4 Teile)


„Continuity is important. A sence of history and tradition.“ (Bruce Wayne)

„What a man! Bruce, why can’t you be more like him?“ (Lois Lane)

Was wäre, wenn Superman und Batman normal altern würden? Was wäre, wenn sie heiraten und Kinder kriegen würden? John Byrne hat in seiner Imaginary Tale, wie er die Elseworlds-Story nennt, die Comic-Continuity mit der Comic-Historie verschränkt und die beiden größten Helden gemeinsam alt werden lassen, von der ersten Begegnung 1939 bis zum Jahr 1999 – und dann noch mal über 920 Jahre.

Beim ersten Treffen bei der Weltausstellung in Metropolis (eine Anspielung auf das gemeinsame Cover von World’s Fair Comics) kämpfen sie gegen den Ultra-Humanite, einen Vorläufer von Lex Luthor, zehn Jahre später auf Luthor selbst, der (mit dem Joker) die schwangere Lois Lane goldenem Kryptonit aussetzt, sodass der erste Sohn von Superman ohne Kräfte aufwächst. Doch auch Batman bekommt einen Sohn, Bruce Junior, allerdings erfährt man nie, wer seine Mutter ist. Der wird zum nächsten Robin und nach Dick Graysons Tod zum Batman und bändelt dann mit der Tochter von Superman und Lois an: Kara, dem Supergirl. Doch den Kindern ist kein Glück vergönnt, Luthor lässt die Hochzeit platzen, indem er zuerst Lois und dann Kara tötet. Vorher schon zieht der verbitterte Sohn Joel in den Vietnamkrieg, wo er Kriegsverbrechen begeht und schließlich getötet wird. Superman verliert schließlich seine Kräfte und rächt sich an Luthor, indem er ihn tötet, dann wird er von Batman zur Strafe in die Phantomzone verbannt. Batmans Leben wird dank der Lazarusgrube verlängert.

Am Ende sehen sich Superman und Batman im Jahr 2919 wieder, wo sie sich daran erinnern, schon im Jahr 1929 als Superboy und Robin (!) miteinander gegen Luthor gekämpft zu haben. Aber nicht erst hier wird die Story dämlich, schon vorher gab es eine nervige Episode, in der es um einen Wettstreit zwischen Bat-Mite und Mr. Mxyzptlk ging, ob Superman oder Batman der größte Held ist. Der unzeitgemäße Stil der Geschichten ist zwar der Nostalgie geschuldet, den Reminiszenzen an das Golden, Silver und Bronze Age, aber die Byrnes Erzählweise wirkt immer gleich altbacken und seine Wendungen bemüht.

Zwar ist das Grund-Szenario, das Byrne durchspielt, durchaus reizvoll, geht aber über das Niveau einer Seifenoper nicht hinaus. Der Erzähler rast durch die Jahrzehnte und lässt selbst die dramatischsten Augenblicke vorübergehen, ohne dass die Helden oder die Leser Zeit bekämen, damit umzugehen. So sehr aber die Story das Vergehen der Zeit thematisiert, so sehr versucht sie auch, die Helden zu konservieren. Statt Superman mit dem Verlust seiner Kräfte auch altern zu lassen, wird ein Weg gefunden, wie er sie wiederbekommen kann. Statt Supermans Enkel ohne Kräfte zu lassen, werden sie ihm regelrecht aufgenötigt, damit er als Nightwing das Erbe des Vaters weitertragen kann. Und zu allem Überfluss wird Batman auch noch unsterblich gemacht.

Welchen Sinn ergibt das Konzept vom Altern, wenn die Superhelden dann doch 1000 Jahre und länger leben, so lange bis sie sich aus Langweile neuen Welten zuwenden? Daher heißt es auch folgerichtig am Schluss „Never the End!“ Aber wer altert, sollte auch sterben können. Das hätte den Superhelden etwas mehr von der Menschlichkeit verliehen, die sie nötig gehabt hätten. Stattdessen macht Byrne, was bei DC Tradition ist: Heldenverehrung und Mythenpflege.

Fortsetzung folgt.

Bisher erschienen:

Ein zweites erstes Mal

Batman versus Superman, Teil 5: The Man of Steel (1986)

DC Comics

DC Comics

Titel: One Night In Gotham City… (dt. Eine Nacht in Gotham City)

Autor/Zeichner: John Byrne

Erschienen: 1986 (Mini-Serie The Man of Steel #3)


„Ein Einzelner kann in dieser Stadt nur aufräumen, wenn jeder Gauner ihn fürchtet. Und dazu muss man ab und zu einige Nasen brechen.“

1986 ist mal wieder ein Wendejahr. Nach der Crisis on Infinite Earths wird das DC-Universum rebootet. Batman und Superman bekommen neue Origins – und begegnen sich wieder zum ersten Mal. Doch während es zuvor noch um die Frage ging, wer Lois Lane bekommt, ist in Man of Steel alles anders. Der Start gerät in jeder Hinsicht holprig.

Als sich Batman gerade an einem Wasserspeier durch Gotham schwingt, schnappt sich Superman dessen Seil und will ihn der Polizei übergeben. Klar, dass Batman was dagegen hat. Und wie der Zufall es will, ist er auch auf diese Begegnung vorbereitet: er hat ein Kraftfeld um sich aufgebaut, das Superman vor dem Zugriff bewahren soll. Wenn er in das Feld eintrete, erklärt Batman, gehe irgendwo eine Bombe hoch und ein Unschuldiger sterbe.

The Man Of Steel (DC Comics)

The Man Of Steel (DC Comics)

Doch dann kommt was dazwischen: Superman und Batman bringen gemeinsam die Diebin Magpie (dt. Elster) zur Strecke, eine lächerlich gekleidete Braut, die sinnlos Menschen abschlachtet. Hier wird der Unterschied zwischen Batmans und Supermans Methoden deutlich: Während Batman ermittelt und Leute verhört, hört Superman mit seinen Superohren bloß eine Explosion und Frauenlachen in der Ferne – und kurz darauf reicht es, eine Wand zu durchbrechen, und schon hat er die Schurkin aufgespürt. Giftgas saugt er schnell auf und pustet es ins Weltall, Magpie entkommt. Warum Batman sie in der Zeit nicht festhält oder verfolgt bleibt schleierhaft, aber wegen einer 5000 Jahre alten Faser spürt er ihren Aufenthaltsort auf und die Chose ist beendet.

Am Ende setzen die beiden Partner wider Willen ihr Gespräch fort. Superman gibt sich einsichtig. „Ich mag keine Vigilanten, Batman, auch wenn man mich schon so nannte“, sagt er. „Abr es gibt hier viel zu tun in Gotham. Und du scheinst der beste Mann dafür zu sein.“ Hinterher muss Big Blue noch mal den Oberpfadfinder spielen: „… und ich werde dich im Auge behalten, damit du den Rest von uns nicht in Verruf bringst …“ Batman räsonniert im letzten Panel: „Ein bemerkenswerter Mann. Und wer weiß … in einer anderen Realität wären wir wohl Freunde geworden.“

Arrogant und selbstgerecht

Die Mini-Serie The Man of Steel erzählt zwar Supermans Vorgeschichte nach der Crisis neu, aber sie hat künstlerisch nicht annähernd den gleichen Anspruch wie Batmans Year One. Knallbunt, plump geschrieben und schwach erzählt kann die Story nicht annähernd mit dem düsteren Meisterwerk von Frank Miller mithalten. Die erste Begegnung zwischen Superman und Batman im neuen DC-Universum gerät uninspiriert und bemüht. Byrne verschenkt die Chance, eine spannende Geschichte zu erzählen. Irgendeine x-beliebige Möchtegernschurkin als Gegner einzusetzen statt klassische Oberschurken wie Luthor oder Joker ist unverzeilich. So geht die Story spurlos an einem vorbei. Dass gerade Superman sich herausnimmt, Batman verhaften zu wollen, weil dieser ein Vigilant ist, ergibt auch nur wenig Sinn. Aber für das arrogante und selbstgerechte Alien im Pyjama scheinen andere Regeln zu gelten.

1:0 für Batman.

Fortsetzung folgt.

Bisher erschienen: