Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Joker und Riddler sind sich nicht grün

„The Riddler is tired of Jokes. The Joker is tired of riddles“, schreibt Tom King bei Twitter. Der Autor der Batman-Serie kündigt damit seine neue Story an: The War of Jokes and Riddles, einen Achtteiler, der am 21. Juni 2017 in Batman #25 beginnt. Die Zeichnungen werden von Mikel Janin stammen.

Die Geschichte spielt ein Jahr nachdem Batman seine Karriere begonnen hat (Zero Year). „A year after he began, Batman thinks he understands the pain and power of Gotham. And the war comes, and he learns he knows nothing.“ Dabei soll Gotham gespalten und zerstört werden. Wie auf einem der Cover zu sehen ist, werden dabei auch viele andere klassische Schurken wie Scarecrow, Mad Hatter, Pinguin und Two-Face eine Rolle spielen.

Dark Nights: Metal – Snyders und Capullos Finale

DC Comics

Angeblich haben sie schon seit The Court of Owls daran gearbeitet, immer wieder Hinweise gestreut, in ihrer Joker-Story und in Batman #50: Scott Snyder und Greg Capullo, das Batman-Dreamteam seit 2011, machen jetzt ihre Pläne wahr. Das Event Dark Nights: Metal soll das Finale ihrer großen Batman-Saga werden. Im August geht es los. Der Inhalt wurde bisher nur vage angedeutet. So viel steht fest: es soll groß werden. Snyder sagt:

„Now we’re back to tell a story that breaks everything apart. This will be the definitive project of our careers. METAL takes us in an entirely new direction. Greg and I will dig beneath the surface of all the stories we’ve told to find a place of terror and twisted nightmares.“

Bereits vor einigen Tagen wurden die beiden Vorläufer angekündigt, die One-shots Dark Days: The Forge und The Casting, die im Juni und Juli erscheinen sollen. Daran soll Co-Autor James Tynion IV mitwirken, Zeichner sollen Andy Kubert, Jim Lee und John Romita Jr. sein. Jim Lee hat zur Fan Expo Dallas schon mal eine Zeichnung zu The Forge veröffentlicht, es zeigt Batman mit Green Lantern und dem Joker.

DC Comics

Luthors Putschversuch mit Robotern

DC Comics

Titel: Rules of Engagement (dt. Kriegskonventionen)

Autor/Zeichner: Andy Diggle/Whilce Portacio

Erschienen: 2007 (Batman Confidential #1-6), dt. Panini 2007 (Sonderband)


„How can I expect to make a difference in this city when all I do is mop up the bloodstains…?“ (Bruce Wayne)

Wir springen zurück in Batmans Frühzeit, kurz nach dem Jahr eins: Als Batman einen Frauenmörder davor bewahrt, auch noch über ein Kind herzufallen, wird dieser aus der Ferne eingeäschert. Bruce Wayne forscht in seinem eigenen Unternehmen nach, wo gerade Roboter für die Armee entwickelt werden – in Konkurrenz zu Lexcorp. Durch Einschüchterung, Bestechung und Sabotage gewinnt Lex Luthor den Wettbewerb, doch er hat andere Pläne, als bloß Geld zu machen: er versucht sich mit seiner Roboter-Armee an einem Putsch der USA. Natürlich nur für den guten Zweck, Sicherheit und Frieden für alle herzustellen.

Der Rest ist schnell erzählt: Batman pflügt sich durch seine Gegner und hinterlässt eine Menge Schrott. Wir sehen das erste Mal das Batplane und das Bat-Motorrad in Aktion, zelebriert in doppelseitigen Panels. Es ist schade: Rules of Engagement beginnt mit einem spannenden, eindringlich erzählten Auftakt, aber läuft dann auf ein ziemlich plumpes Action-Finale hinaus. Dass am Ende Bruce Wayne den Rückzug aus der Waffenproduktion verkündet und sich fortan der Wohltätigkeit widmet, ist nur ein schwacher Trost. Whilce Portacio zeichnet einen ausdrucksstarken Batman, aber schwächelt bei der Mimik der Figuren. Insgesamt also eine kurzweilige, wenn auch durchschnittliche Lektüre.

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Batman trifft the Shadow (wieder)

Am 26. April 2017 startet in den USA eine sechsteilige Mini-Serie: Batman/The Shadow, geschrieben von Scott Snyder und Steve Orlando, gezeichnet von Riley Rossmo. Der Dunkle Ritter trifft damit auf eine klassische Figur, die ein Vorbild für seine Entstehung gewesen ist. The Shadow war zunächst, im Jahr 1930, nur der Name eines Erzählers einer Detektivserie im Radio, danach entwickelte er sich zur Groschenroman- und Comic-Figur. The Shadow hatte bereits typische Superhelden-Elemente: eine Geheimidentität, eine Maske (rot) und ein Cape (schwarz und rot), er kämpfte gegen Superschurken. Im Radio sprach später Orson Welles den Charakter. 1994 verkörperte Alec Baldwin den Charakter in einem Kinofilm.

Batman und the Shadow hatten bereits gemeinsame Comic-Auftritte, in Batman #253 (1973) und Batman #259 (1974). Als Batman in The Animated Series auf eine Figur namens Gray Ghost traf, war dies eine Hommage an das Vorbild.

Dark Knight III: Wonder Woman gibt acht

DC Comics

Titel: Dark Knight III: The Master Race – Book 8

Autor/Zeichner: Frank Miller, Brian Azzarello/Andy Kubert, Frank Miller

Erschienen: 2017


„Batman?! Why won’t you stay dead?!“ (Bruno)

Ich habe wirklich keine Lust mehr auf diese Serie. Deshalb fasse ich mich kurz.

Was passiert: Wonder Woman und ihre Amazonen metzeln die bösen Kryptonier nieder.

Was noch passiert: Batman und Batgirl befreien Commissioner Yindel davor, von Bruno (die Nazi-Braut mit den Hakenkreuzen auf den Kurven) und einer Bande von Möchtegern-Jokern zu Wurst verarbeitet zu werden. (Frank Miller zeichnet, und das mal wieder mies.)

Was mit dem Helden los ist: Batman ist dank Lazarusgrube wieder verjüngt, aber zeigt sich seinem Retter Superman gegenüber äußerst undankbar. (Ein junger Batman im Dark Knight-Universum? Ziemlich sinnfrei.)

Und sonst so? Wonder Woman schwafelt sich einen ab über den Amazonen-Ethos. Starke Bilder, aber viel blabla. Und ihre Tochter weiß immer noch nicht, was sie will. Das scheint auch ein Problem der Autoren zu sein. Was soll diese Geschichte? Worauf läuft sie hinaus? Es ist nicht erkennbar. Alles ist bloß angerissen, nichts richtig ausgeführt. Man wird auch mit den Charakteren nicht warm.

Ursprünglich sollte DK III nur acht Teile umfassen. Im Mai soll noch ein neunter kommen. Weiß der Teufel, warum.

Die Dark Knight-Saga:

>> Batman 2011-2019

Lektüre für Minuten

DC Comics

Titel: Private Casebook

Autor/Zeichner: Paul Dini/Dustin Nguyen

Erschienen: 2007-2008 (Detective Comics #840-845, DC Infinite Halloween Special #1), Paperback 2008


Paul Dini gehört zu den Legenden unter den Batman-Autoren: Miterfinder von The Animated Series, Autor von Mad Love, zuletzt schrieb er den autobiografischen Comic Dark Night: A True Batman Story. Doch schon in den Nuller Jahren durfte er lange Comics schreiben, wie The Resurrection of Ra’s al Ghul, Heart of Hush und Streets of Gotham. Daneben schrieb er auch eine Reihe von Kurzgeschichten; Private Casebook ist eine Sammlung davon.

Der Auftakt ist ein Epilog zu The Resurrection of Ra’s al Ghul, der eigentlich im dazugehörigen Paperback besser aufgehoben wäre. Der auferstandene Schurke versucht wieder, in Gotham Fuß zu fassen. Aber Batman prügelt ihn nach Arkham. Aber das ist auch schon die stärkste Erzählung des Bandes.

Was sonst noch passiert?

In „The Wonderland Gang“ versammelt der Mad Hatter eine Gruppe von Handlangern, die wie er von Alice im Wunderland inspiriert sind. „The Suit of Sorrows“ macht eigenartigerweise einen Sprung zurück zu The Resurrection of Ra’s al Ghul, wo Batman eine historische Rüstung getragen hat. Hier geht er dem Geheimnis der Rüstung nach. Aber interessieren muss uns das nicht.

Zu einem Team-up mit der Zauberin Zatanna kommt es im Zweiteiler „Opening Night/Curtains“. Zusammen nehmen sie es mit einem neuen Bauchredner auf, einer Frau, die offenbar von Scarface besessen ist. Wir lernen die Frau mit sehr viel Vorgeschichte näher kennen, bevor wir uns wieder schnell von ihr verabschieden. Schließlich trifft Batman in „The Riddle Unanswered“ auf Catwoman, aber das ist eigentlich nicht nennenswert, ebenso wie die Halloweengeschichte am Ende.

Kurz gesagt: Man muss Private Casebook nicht lesen. Außer man braucht eine Klolektüre für Minuten oder belanglose Gutenachtgeschichten zum Einschlafen.

>> Batman 2000-2011

Justice League: Der erste offizielle Trailer

Der neue Justice League-Trailer ist da. Der erste offizielle, das Video zur Comic Con galt nur als Vorschau. Hier bekommen wir mehr von den fünf Helden gezeigt, also allen außer Superman, und wir sehen J.K. Simmons als Commissioner Gordon. Der Soundtrack bleibt zunächst den White Stripes treu („The Hardest Button to Button“), dann folgt eine Coverversion von Come Together.

Der erste Eindruck: martialisch. Trotz der Rockmusik und der lockeren Sprüche wirkt das Ganze wie eine typische,  finstere Action-Orgie nach dem Muster von Batman v Superman. Die Justice League kämpft gegen Paradämonen, Batman ballert aus seinem Bat-Panzer, was das Zeug hält. Und da der Film wieder von Zack Snyder inszeniert wird, ist Skepsis angebracht. Der Film startet im November 2017 in den Kinos.

Zwei Tage zuvor wurden fünf kurze Teaser veröffentlicht, in denen die einzelnen Helden vorgestellt wurden, hier das Video zu Batman:

Riddlers erste Schnitzeljagd

Detective Comics #140-142 (DC Comics)

Titel: The Riddler/Crime’s Puzzle Contest

Autor/Zeichner: Bill Finger/Dick Sprang

Erschienen: 1948 (Detective Comics #140/142), Paperback 2015 (Batman Arkham: Riddler)


„Why don’t I commit puzzling crimes?“ (Riddler)

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum: Edward Nigma wird nicht zum Riddler, weil er besonders schlau wäre, besonders gut im Lösen von Rätseln, sondern weil er gut im Schummeln ist. So ist es zumindest am Anfang. Der Riddler sieht sein Talent im Betrug. Also beschließt er, ein Superschurke zu werden: er legt sich ein Versteck mit der passenden Einrichtung zu, und dann noch ein grünes Kostüm mit Fragezeichen. Und so wird er zum Widersacher für Batman, um sich mit ihm zu messen. Er gibt ihm eine Reihe von Rätseln auf, die Batman immer wieder zum Mitspieler machen.

Batman und Robin lösen riesige Probleme: Riesen-Kreuzworträtsel, Riesen-Puzzles, Riesen-Drahträtsel. (Der unverkennbare Stil von Dick Sprang.) Ein Riesen-Maiskolben später führt der Riddler sie in ein Labyrinth aus Glas – und da laufen sie auch ohne nachzudenken rein. Wie gut, dass Batman besser darin ist, Probleme zu lösen, als sie zu vermeiden.

Da der Riddler entkommt, geht es im zweiten Teil munter weiter: ein Riesen-Rebus an einem Zeppelin, ein absurder Rebus im Fernsehen, auf dessen Lösung niemand außer Batman je gekommen wäre. Die Schnitzeljagd endet im Spiegelkabinett, aber Batman kennt da einen ganz tollen Trick, um sie ganz schnell zu beenden.

Bemerkenswert: der Riddler ist kein Krimineller aus Gier oder reiner Bosheit. Er ist ein Spieler, der bloß seinen Spaß haben will. Die Rätsel sollen gelöst werden, damit Batman ihm hinterherrennen kann. Wie die meisten anderen klassischen Schurken (Hugo Strange, Clayface, Scarecrow, Two-Face) verschwindet der Riddler nach diesem Zweiteiler für lange Zeit aus den Comics. Erst 17 Jahre später kehrt er zurück (Batman #171, 1965), im Jahr 1966 dann auch in der Batman-TV-Serie.

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Dunkle Tage für den Dunklen Ritter

DC Comics

Der Auftakt von Batman nach DC Rebirth war überwiegend ganz solide, leider enttäuschte das erste Event, aber was ist in diesem Jahr als das nächste dicke Ding zu erwarten? DC hat es jetzt verkündet: Batman: Dark Days. Geschrieben vom wichtigsten Batman-Autor seit 2011, Scott Snyder, und seinem nicht ganz so genialen Mitstreiter James Tynion IV, gezeichnet von Andy Kubert, Jim Lee und John Romita Jr. Die Autoren und Zeichner sollen die Story gemeinsam entwickeln.

Worum geht’s? Viel wurde nicht bekannt gegeben, nur so viel. Es geht wieder einmal um eines von Batmans düsteren Geheimnissen. Aber diesmal eines, das die Existenz des gesamten Multiversums gefährdet … Aquaman, Flash und andere hegen einen bösen Verdacht gegen den Dunklen Ritter … Dem ersten Cover nach zu urteilen scheint es dystopisch zu werden. Batman als Tyrann?

Laut Snyder handelt es sich um ein Geheimnis, das sich vom Anbeginn der Menschheit bis in die Gegenwart durchzieht. Snyder hat angeblich von Anfang an Hinweise in seinen Batman-Comics versteckt. Und da soll noch mehr kommen: „It’s the prelude to the event we’ve been developing for years.“ Auf Twitter schrieb Snyder, dass das eigentliche Event wieder von Greg Capullo gezeichnet werden soll, dem Künstler, der seit 2011 Batman mitgestaltet hat.

Der erste Teil, The Forge, wird als 40-seitiger One-shot am 14. Juni erscheinen, der zweite Teil, The Casting, am 12. Juli. Aber das ist nur der Auftakt. Was danach folgt, ist noch nicht bekannt.

>> Batman 2011-2019