Dark Knight III: Wieder kein Sechser im Lotto

DC Comics

DC Comics

Titel: Dark Knight III: The Master Race – Book 6

Autor/Zeichner: Frank Miller, Brian Azzarello/Andy Kubert, Frank Miller

Erschienen: 2016


„Let them know how fear tastes.“ (Batman)

Erinnert sich noch jemand an diese Mini-Serie, die es einmal gab: Dark Knight III? Ja, da war mal etwas – aber das letzte Heft ist schon ewig … drei Monate her. Also für eine Serie fast nicht mehr wahr. Worum ging es nochmal? Ach ja, Batman und Superman kämpfen gegen böse Kryptonier/Kandorianer. Und genau darum geht es immer noch.

Dank eines Kryptonit-Regens geben Batman und Superman den bösen Aliens Saures. Der Anführer Quar und seine Handlanger kriegen von den World’s Finest und ihren Alliierten ordentlich aufs Maul. Und auch der böse Baal, ein Freund von Super-Wonder-Girl Lara, der gerne Köpfe zermatscht, kriegt von Batgirl Carrie Kelley mit der Zwille ein Kryptonitsteinchen ins Gesicht geschossen, was daraufhin auch zu Matsch wird.

Völlig unklar bleibt aber, warum Batman Superman nicht einfach die Bande endgültig ausschalten lässt. Stattdessen lässt er sie abziehen, um ihre Wunden zu lecken und damit sie wissen, wie Furcht schmeckt. Der Grund liegt natürlich auf der Meta-Ebene: Es müssen noch drei Ausgaben erscheinen. (Ursprünglich sollten es insgesamt acht sein, dann haben die Autoren auf neun aufgestockt.)

Superhelden-Seifenoper

Der eigentliche Höhepunkt liegt dieses Mal im beigefügten Mini-Comic: Wonder Woman kämpft gegen ihre missratene Tochter Lara, nachdem Lara bereits ihren Vater um die Welt geprügelt hat. Der Kampf verläuft wie erwartet ohne größere Blessuren und Resultate, außer dass das goldene Lasso reißt, aber nicht das Band zwischen Mutter und Tochter. Das Drama bleibt oberflächlich wie eine Seifenoper.

Doch das lange Warten hat sich wenigstens für die Optik gelohnt: Wie immer zeichnet uns Andy Kubert spektakuläre Panels im Frank Miller-Stil, wir sehen, wie der Bat-Panzer aufgerissen wird (auch wenn wir das schon aus The Dark Knight Returns kennen) und wie am Ende Batman sterbend in Supermans Armen liegt – alles sehr prächtig. Und auch Frank Miller hat die Zeit gut getan: Plötzlich wirken seine Zeichnungen im Mini-Comic nicht mehr dahingeschludert, wie etwa in Teil 5, sondern in guter alter Qualität und mit einem besonderen Augenmerk auf runde Frauenhintern. Immerhin.

Ansonsten fragt man sich, warum man diese Serie noch liest, wenn einem schon lange die Lust darauf vergangen ist und es nicht mehr besser werden kann. Warum nicht einfach abbrechen und sich das Geld sparen, statt jedes Mal wieder sechs Euro pro Heft zu verschwenden? Ganz einfach: Der Sammler will Vollständigkeit und der Leser will wissen, wie es ausgeht – auch wenn vom Finale nicht mehr viel zu erwarten ist. Comics sind eine seltsame Leidenschaft.

Die Dark Knight-Saga:

Advertisements

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s