Scott Snyder

Update zu DC Rebirth

Rebirth One Shot Cover (DC Comics)

Rebirth One Shot Cover (DC Comics)

Nach dem Reboot kommt Rebirth. Vor fünf Jahren startete das DC Universum neu unter dem Label „The New 52“. Im Mai 2016 beginnt DC Rebirth, ein neuer Versuch, es alten und neuen Lesern recht zu machen. Nun hat DC Comics bei der Wondercon weitere Details bekannt gegeben. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten:

  • Alle Serien werden neu nummeriert: Die meisten fangen wieder bei #1 an, die ältesten Titel Detective Comics und Action Comics kehren zur ursprünglichen Nummerierung zurück.
  • Zu jeder Haupt-Serie erscheinen zunächst einmalige Rebirth-Specials.
  • Ein 80-Seiten One-Shot zu Rebirth erscheint am 25. Mai.
  • Die Haupt-Serien sollen zweimal pro Monat erscheinen.

Zu Batman:

  • Die Serie Batman wird künftig von Tom King geschrieben und von David Finch (Batman: The Dark Knight, Forever Evil) und Mikel Janin (Grayson, Justice League Dark) gezeichnet. King hat bereits Grayson geschrieben, außerdem zwei Ausgaben für Robin War und ein Green Lantern-Tie-In zu Darkseid War. Start ist am 1. Juni mit Batman Rebirth #1.
  • Für Detective Comics wurde James Tynion IV als Autor verpflichtet, der schon für Batman, Batman Eternal und Batman & Robin Eternal verantwortlich war. Die Zeichnungen werden von Eddie Barrows and Alvaro Martinez stammen. Los geht es im Juni.
  • Der bisherige Batman-Autor Scott Snyder bekommt eine neue Serie mit dem Titel All-Star Batman, unter dem sich schon Frank Miller und Jim Lee austoben durften (mit einer umstrittenen und nie abgeschlossenen Story). Zu den Zeichnern werden John Romita Jr., Jock (The Black Mirror) und Sean Murphy gehören. Start ist im August.
  • Batman Beyond wird, wie zuvor, von Dan Jurgens geschrieben und Bernard Chang gezeichnet. Terry McGinnis soll zurückkehren. Die Serie startet im Oktober und erscheint einmal im Monat.

Das spannendste Projekt verspricht All-Star Batman zu werden: Scott Snyder will wieder einen neuen Blick auf den Helden werfen. In der Story begibt sich Batman mit Two-Face auf eine Art Road Trip, auf der Flucht vor verschiedenen klassischen Schurken. In dem folgenden Video erzählt der Autor selbst darüber. Es verspricht interessant zu werden.

 

DC Comics

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  • Justice League wird künftig von Bryan Hitch geschrieben, das Zeichnen übernehmen Tony Daniel (Batman) and Fernando Pasarin. Es geht los im Juni, weiter geht es im Zwei-Wochen-Rhythmus. Außerdem wird es noch die Justice League of America geben, mit einem noch nicht feststehenden Kreativ-Team
  • Die neue Serie Trinity, die von Superman, Batman und Wonder Woman handeln wird, übernimmt der Autor und Zeichner Francis Manapul (Detective Comics). Start ist im September, erscheinen soll das Heft monatlich einmal.
  • Außerdem wird die alte Elseworlds-Idee der Super Sons wiederaufgegriffen, also die Söhne von Superman and Batman bilden ein Team. Beginn ist im September, wer’s macht ist noch so unklar wie die Frage, ob die Idee eine Serie trägt.

Ein Wort zu Superman: Er macht optisch wieder einige Veränderungen durch. Er verliert den Kragen, den er seit 2011 hatte, die Stiefel werden blau, der rote Gürtel bleibt, aber die rote Unterhose bleibt weg. Dan Jurgens, der Superman einst in den Tod geschickt hat, übernimmt Action Comics. Peter J. Tomasi (Batman & Robin, Detective Comics) schreibt die Superman-Serie. Außerdem wird es Superwoman, Supergirl und einen New Superman aus Japan geben.

Veränderungen bei DC und Batman

Batman #50 (Greg Capullo) (DC Comics)

Batman #50 (Greg Capullo) (DC Comics)

Bei DC Comics stehen offenbar große Veränderungen an. Wie Nerdist.com berichtet, könnten die Serien im Sommer (nach den Nummern 52) neu nummeriert werden. Offen ist, ob damit auch das Comic-Universum rebootet werden soll. Das wäre ein drastischer Einschnitt, wenn man bedenkt, dass das DC Universum erst 2011 mit der „The New 52“-Initiative einen Neustart bekam und die Continuity in weiten Teilen annulliert oder wenigstens überarbeitet wurde. Angeblich soll die Comic-Continuity zum Teil an die der TV-Serien (Arrow, Flash, Supergirl) angepasst werden. Doch bis auf eine mysteriöse Ankündigung der Herausgeber Jim Lee und Dan DiDio auf Twitter, auf dem bloß der Schriftzug „Rebirth“ auf einem blauen Vorhang zu sehen ist, gibt es nicht – der Rest ist noch Gerücht bzw. Spekulation.

DC Comics

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Konkreter hingegen sind die Pläne für Batman: Autor Scott Snyder soll die Hauptserie verlassen, dafür aber Detective Comics übernehmen. Damit soll er mehr Freiheiten bekommen, Charaktere zu entwickeln, statt wie bisher dem Druck ausgesetzt zu sein, am Fließband Events wie Court of Owls, Death of a Family oder Zero Year  schreiben zu müssen. Die Serie „Batman“ soll fortan zweimal statt einmal im Monat erscheinen. Snyder hat bereits 2011 bei Detective Comics angefangen, damals mit der Storyline The Black Mirror (dt. Der schwarze Spiegel). Wann der Wechsel vollzogen werden soll, ist noch unklar, vielleicht hängt er auch mit DCs „Rebirth“-Projekt zusammen.

Bereits im Oktober wurde berichtet, dass Batman-Zeichner Greg Capullo nach Ausgabe 51 eine kurze Pause machen wird, um an einem kleinen Projekt mit Mark Millar (Wanted, Kick Ass, Chrononauts) zu arbeiten. Snyder und Capullo arbeiten seit dem Reboot im Jahr 2011 zusammen und schaffen seitdem wegweisende Werke, die bei Kritik und Publikum gefeiert werden. Nebenher war Snyder auch als Co-Plotter neben James Tynion IV für die wöchentliche Serie Batman Eternal verantwortlich. Außerdem – weil er offenbar nebenher noch Kapazitäten frei hat – schrieb er für DC die Mini-Serie Superman Unchained und Swamp Thing sowie für andere Verlage American Vampire, The Wake und Wytches.

Die Traditionsserie Detective Comics, in der Batman 1939 seinen ersten Auftritt hatte, war seit dem Reboot eine glücklose Angelegenheit: Mehrere Autoren und Zeichner versuchten ihr Glück, doch schafften sie bestenfalls Durchschnittsware. Allein die Jubiläums-Story Gothtopia und die Jubiläumsausgabe von Detective Comics #27 (beide enthalten in Volume 5) waren lesenswerte Comics.

Batman Eternal Vol. 3: Die üblichen Verdächtigen

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman Eternal Vol. 3

Autor/Zeichner: Scott Snyder, James Tynion IV/Fernando Blanco, Alvaro Martinez, Andrea Mutti u.a.

Erschienen: 2015 (Batman Eternal #35-52, Batman #28, Paperback 2015), dt. Panini 2015-2016 (Batman Eternal #18-26)


„It’s so vast and complex that even the Great Detective can’t solve this riddle.“ (Scarecrow)

„This is too much for us to handle.“ (Julia Pennyworth)

Die Welt von Batman zerbricht. Bruce Waynes Vermögen ist eingefroren, Wayne Manor ist das neue Arkham Asylum, Hush ist zwar gefangen, aber er ist nicht der Mann hinter dem Chaos, das in Gotham um sich greift. Commissioner Jason Bard versucht weiterhin, Batman fertigzumachen, während draußen ein paar ausgebrochene Schurken (Bane, Mr. Freeze, Clayface, Poison Ivy, Scarecrow, Jokers Tochter) Pläne schmieden, um alles noch schlimmer zu machen. Catwoman versucht als Mobchefin zu intervenieren. Batman folgt einer Spur zum Riddler, dann stattet er Ra’s al Ghul einen Besuch ab; der Rest der Familie gerät an den Mad Hatter. Doch keiner davon ist der wahre Strippenzieher hinter dem großen Ganzen. Es jemand, mit dem man nicht gerechnet hätte: Bruce Wayne. Das behauptet jedenfalls

ACHTUNG SPOILER!

Das mit Wayne ist natürlich Unsinn. Am Ende, wenn Gotham brennt, kommt es zum Finale mit Spoilers Vater, dem Cluemaster. Diese Wendung, dass der drittklassige Schurke, den man bisher für einen Handlanger gehalten hat, sich als kriminelles Genie erweist, kommt überraschend, aber leuchtet ein. Gerade sein Minderwertigkeitskomplex, weil ihn alle für einen Möchtegern-Riddler halten, macht den Aufwand hinter dem Plan glaubhaft und lässt die üblichen Verdächtigen zur Abwechslung nur im Hintergrund agieren. Und es zeigt, dass nicht immer die großen Fische große Missetaten vollbringen müssen. (Diese Erkenntnis stammt übrigens auch von den Vorbildern von Batman Eternal: The Long Halloween, Dark Victory und Hush.)

Die Auflösung passt zu dem frischen Ansatz der gesamten Story, die sich ständig selbst zu überbieten versucht. Auch am Ende, wenn sich herausstellt, dass doch nicht der Cluemaster, sondern Lincoln March (vgl. Rat der Eulen) hinter allem steckt – ein Mann mit einem noch größeren Minderwertigkeitskomplex. Dieser Effekt funktioniert nicht immer, auch im dritten Akt gibt es einige Leerläufe und unnötige Sequenzen, wie etwa der Handlungsstrang mit Batwing und Jim Corrigan (Spectre), Hushs kurzer Ausbruch sowie einen Kampf gegen einen Bane-Roboter. Etwas mehr Stringenz hätte Batman Eternal gut getan, stattdessen bleibt die Story ein paarmal zu oft in Sackgassen stecken und dadurch wirken manche Kapitel wie Lückenbüßer. Ärgerlich sind auch einige Plotlöcher, zum Beispiel: Wie kann der Pinguin aus Blackgate ausbrechen, wenn ihn vorher Jim Gordon gefesselt in eine Zelle gesteckt hat?

Trotz allem ist Batman Eternal eine lesenswerte Story, für alle, die gerne in die Welt von Batman eintauchen und eine wahre Wundertüte an Helden, Schurken und Ideen geboten bekommen. Zudem schließt sie die narrative Lücke zwischen Death of the Family und Endgame. Man muss allerdings darüber hinwegsehen, dass auch zeichnerisch das Konzept der Vielfalt leider nicht immer aufgeht: der Zeitdruck hinter der wöchentlichen Serie lässt auch unterdurchschnittliche Künstler das Niveau runterziehen.

Hinweis: Ergänzt wird Batman Eternal um die Mini-Serie Arkham Manor.

>> Batman 2011-2019

Batman Eternal Vol. 2: Von allem zu viel

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman Eternal Vol. 2

Autor/Zeichner: Scott Synder, James Tynion IV u.a./Jason Fabok u.a.

Erschienen: 2014-2015 (Batman Eternal #22-34, Paperback 2015), dt. Panini 2015 (Batman Eternal #11-17)


„We’re stretched in too many directions. Perhaps more than ever before. I’m getting worried.“ (Batman)

Nach dem ersten Akt von Batman Eternal ist klar, wer für das Chaos in Gotham verantworltich ist: Hush. Zuletzt ist er in Wayne Manor eingedrungen und hat Alfred Angstserum ins Hirn gespritzt; der Butler wird im Krankenhaus ins Koma gebracht und dann nach Arkham verlegt. Doch die Hauptarbeit lässt Hush immer noch traditionsgemäß von anderen erledigen: Der Architekt (Zachary Gate) versucht, Waynes Beacon Tower zu zerstören und löst damit ein Erdbeben in Gotham aus. Daraufhin sorgt der neue Commissioner Jason Bard dafür, dass in Gotham das Kriegsrecht ausgerufen wird. Auf eine Massenpanik folgen Aufstände. Der viel zu spät erwachte Spectre vernichtet Arkham Asylum beim Kampf gegen den Schurken Deacon Blackfire. Catwoman tritt das Erbe ihres Gangster-Vaters Rex „The Lion“ Calabrese an, indem sie zur Mobchefin wird. Stephanie Brown wird zur Superheldin Spoiler und wehrt sich gegen ihren mordlüstigen Vater.

Obwohl die Autoren es schaffen, mit immer neuen Zuspitzungen den Leser bei Laune zu halten, hat der zweite Akt von Batman Eternal einige Durchhänger. Das liegt auch daran, dass weniger Handlungsstränge in die einzelnen Kapitel gepackt werden. Dadurch verliert man aber auch einige Personen aus dem Blick: die Polizei und die Presse spielen eine marginale Rolle. Der Subplot in Arkham mit Spectre wird allzuschnell aufgelöst, war aber auch zuvor nicht besonders geistreich. Es sollte bloß auf die Vernichtung von Arkham und die Befreiung der Insassen hinauslaufen.

Bei Hush stellt sich wieder der Verdacht ein, dass der grandiose Racheplan an Batman vielleicht eine Spur übertrieben sein könnte. Dabei lernt man schon beim Big Lebowski, dass Pläne am besten einfach sein sollten, damit sie funktionieren … Hush hat übrigens auch die bemerkenswerte Fähigkeit, immer zufällig an der richtigen Stelle zu sein, wo es seinem grandiosen Plan dienlich ist. Leider aber scheitert er an seiner Inkonsequenz. Nach einem furiosen Finale scheint die Schlacht gewonnen, aber Batman steht fast vor dem Nichts.

Trotzdem tut es der Über-Story gut, dass sie sich wieder auf ihren Hauptcharakter besinnt. Batman schien in dem ganzen Aufgebot an Charakteren zwischenzeitlich unterzugehen. Jetzt wird es wieder persönlicher, es steht wieder mehr Batman im Mittelpunkt. Er muss mal wieder gegen sich selbst kämpfen und die Dämonen, die er erschaffen hat. Dabei wird er erneut mit der Frage konfrontiert, ob sein Kreuzzug nicht doch mehr Schaden verursacht, als er verhindert. Denn wieder werden dafür neue Soldaten rekrutiert, die unter dem ewigen Krieg leiden. Dazu zählen neben der neuen Spoiler und Harper Row auch Julia Pennyworth, Alfreds Tochter. Sie sorgt mit ihren bissigen Sprüchen für einige Seitenhiebe auf den Batman-Mythos und damit einige Lacher. Erfreulich ist daran auch, dass dadurch die Frauenquote sehr hoch ist, aber die Batman-Familie so groß wird wie wahrscheinlich noch nie zuvor:

  1. Red Hood
  2. Red Robin
  3. Batgirl
  4. Batwoman
  5. Bluebird (Harper Row)
  6. Spoiler
  7. Alfred Pennyworth
  8. Julia Pennyworth

Es fehlen nur Nightwing (da gegenwärtig als Grayson unterwegs), Robin (da gegenwärtig noch tot) und Ace der Bathund (hoffentlich bleibt es dabei). Aber zu einer solchen Mega-Story wie Batman Eternal gehört es wohl dazu, nicht nur viel, sondern von allem zu viel zu bieten. Schon in Goethes Faust heißt es: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“

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Batman Eternal Vol. 1: Schwere Geschütze, alle Register

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman Eternal Vol. 1

Autor/Zeichner: Scott Snyder, James Tynion IV u.a./Jason Fabok, Dustin Nguyen, Guillem March, Andy Clarke u.a.

Erschienen: 2014 (Batman Eternal #1-21), Paperback 2014, dt. Panini 2015 (Batman Eternal #1-11)


„You have no idea what’s happening, no idea who’s been pulling the strings behind the curtain.“

Gotham brennt. Batman hängt unmaskiert und gefesselt an einem zerstörten Bat-Signal, auf seiner nackten Brust ist sein Symbol eingeritzt. Was ist geschehen? Die Geschichte beginnt hier: Bei einem gemeinsamen Einsatz von Batman und Polizei gegen Professor Pyg verfolgt Commissioner James Gordon einen Verdächtigen in den U-Bahn-Tunnel. Weil Gordon sieht, dass der Verdächtige bewaffnet ist, schießt er auf ihn und trifft dabei auch eine Leitung der U-Bahn, sodass zwei Züge miteinander kollidieren. Gordon wird verhaftet und muss sich für den Tod von über 160 Menschen verantworten. In der Zwischenzeit übernimmt Major Forbes seinen Posten und erklärt Batman zum primären Ziel der Polizei. Doch Forbes dient Carmine Falcone, einem alten Mafioso, der sich vor fünf Jahren aus Gotham zurückgezogen hat und nun die Stadt zurückerobern will. Während zwischen Falcone und dem Pinguin ein Bandenkrieg ausbricht, müssen sich Batman und seine Familie um viele andere Probleme kümmern:

  • Batgirl reist mit Red Hood und Batwoman nach Brasilien, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen,
  • Red Robin untersucht mit der Hackerin Harper Row in Japan einen mysteriösen Nanobot-Virus, der in Gotham grassiert,
  • Batwing und Jim Corrigan (The Spectre) gehen in Arkham Asylum der Wiederauferstehung von Deacon Blackfire nach,
  • Stephanie Brown entdeckt, dass ihr Vater der Superschurke Cluemaster ist und muss fortan um ihr Leben fürchten,
  • Alfred Pennyworth bekommt ein unverhofftes Wiedersehen mit seiner Tochter Julia,
  • Catwoman legt sich mit Falcone an und gerät in seine Gefangenschaft,
  • Batman spielt Detektiv in Hong Kong, rettet Catwoman in Gotham und geht mit Killer Croc und dem Polizisten Jason Bard in der Kanalisation einer Kindesentführung nach.

Doch bald stellt sich für Batman heraus, dass im Hintergrund jemand anderes die Fäden zieht. Leider hat er keine Ahnung, wer das sein könnte. Klar ist: Es ist ein Feind aus seiner Vergangenheit.

In Batman Eternal, der wöchentlichen, ein Jahr laufenden Serie zu Batmans 75. Geburtstag, wird Großes aufgefahren: Eine Story, die nicht nur viele Charaktere und viele Erzählstränge aufbietet, sondern auch jede Facette von Superhelden-Storys abbildet: Klassische Schurkenjagd gegen Psychos und organisiertes Verbrechen, Science Fiction und Übernatürliches/Magie. Dabei stehen die Autoren tief in der Schuld von Jeph Loeb, bei dessen drei großen Batman-Epen (The Long Halloween, Dark Victory und Hush) sie sich reichlich bedienen. Schließlich findet sich auch etwas von der Polizeiserie Gotham Central darin und mit dem Erzählstang mit der Gotham Gazette-Reporterin Vicky Vale bekommt das Ganze Ausmaße von The Wire.

Batman Eternal liest sich daher so wie eine gute moderne Fernsehserie: Vielschichtig und komplex, allerdings ohne – wie sonst bei Comic-Events/-Crossovern üblich – in unendliche Tie-ins auszufransen. Die überbordende Story entwickelt einen großen Sog und hält mit vielen überraschenden Wendungen bei Laune, auch wenn man zuweilen fürchtet, vor lauter Subplots den Überblick zu verlieren. Daher empfiehlt sich hier ein Binge-Reading. Die Zeichnungen sind zwar wegen der verschiedenen Zeichner von schwankender Qualität, aber die meisten liefern eine solide Arbeit ab.

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Späte Rache

DC Comics

DC Comics

Titel: Gates of Gotham (dt. Die Pforten von Gotham)

Autor/Zeichner: Scott Snyder, Kyle Higgins/Trevor McCarthy, Ryan Parrott

Erschienen: 2011 (Mini-Serie #1-5, Paperback 2012), dt. Panini 2012 (DC Premium)


„How can you … ever hope to protect Gotham’s future … when you’re so naive of it’s past?“ (Hush)

Ein Unbekannter jagt drei Brücken in Gotham in die Luft. Dann drei Hochhäuser. In einer anonymen Botschaft verlautbart er, dass er sich an Familien rächen will. Es geht um die Familien der drei Gründungsväter: Wayne, Cobblepott und Elliott. Während Batman (Dick Grayson), Robin (Damian Wayne), Red Robin (Tim Drake) und Black Bat (Cassandra Cane, ehemals Batgirl) versuchen zu verhindern, dass auch der Rest von Gotham zertstört wird und den Täter aufspüren, erfährt der Leser eine Episode aus der frühesten Geschichte der Stadt. Darin geht es um zwei Architektenbrüder, die Ende des 19. Jahrhunderts für die drei Macher die wichtigsten Brücken und Hochhäuser entworfen haben und dabei hintergangen wurden. Ein Nachfahre, Zachary Gate, will offene Rechnungen begleichen …

Der Schurke „The Architect“ tritt in einem ziemlich coolen Taucheranzug im Steampunk-Stil auf, der in gewisser Weise den Anzug der Talons aus Rat der Eulen/Stadt der Eulen vorwegnimmt. Es gibt einen Gastauftritt von Hush. Am Ende wird auch eine überraschende Wendung aus dem Hut gezaubert. Und dennoch ist Gates of Gotham bloß eine solide Batman-Story, in der sich zu viele Charaktere tummeln, als dass man einem davon gerecht werden könnte, zu sehr Geschichtsstunde, als dass sie für die Gegenwart fesseln könnte, und zu cartoonhaft gezeichnet, als dass man sie ernst nehmen könnte.

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Endgame: Schluss mit lustig

DC Comics

Titel: Endgame (Batman Vol. 7), dt. Todesspiel

Autor/Zeichner: Scott Snyder/Greg Capullo

Erschienen: 2015 (Batman #35-40, Hardcover 2015); dt. Panini 2015-2016 (Batman #41-44), Paperback 2016


„See, Batssss, this time, no more games … no more jokes. I’m just here to close up shop!“

„I’m afraid it’s his masterpiece, Sir.“ (Alfred)

„… go get that bastard.“ (Alfred)

Die Justice League greift Batman an. Zuerst Wonder Woman, dann Flash, dann Aquaman – schließlich auch Superman. Batman wehrt sich so souverän wie nie zuvor: mit einer riesigen Kampfrüstung, die es in sich hat. Doch das unnatürliche Grinsen in Supermans Gesicht zeigt ihm, dass das nur der Auftakt zu etwas weit Schlimmerem ist: der Rückkehr des Jokers. Nach den Ereignissen von Death of the Family, in denen der Joker Batman seine Liebe gestanden hat und ihn um seine Familie bringen wollte, schlägt der Erzfeind wieder zu – und zwar mehr als je zuvor. Wo einst Liebe war, ist nur noch Hass. Der Zurückgewiesene rächt sich. Jetzt ist Schluss mit lustig.

Gothams Bewohner werden mit einem Joker-Virus infiziert, der sie zu grinsenden, aggressiven Zombies macht. Der Virus ist – anders als alle Joker-Gifte und -Gase zuvor – so gut wie unbesiegbar. Der Joker, der sein Gesicht wiederhergestellt und sich einen neuen Haarschnitt verpasst hat, kennt nun auch Batmans Geheimidentität und im Gegensatz zu früher nutzt er diesen Vorteil aus. Außerdem stellt sich die Frage, ob der Joker nicht über besondere Heilkräfte verfügt. Es kommt zu einer ultimativen Demütigung, zur ultimativen Schlacht: Batman versammelt seine Mitstreiter und Feinde, um gegen Jokers Zombie-Armee zu kämpfen, während er zugleich ein Mittel gegen die Seuche sucht.

Wer das Buch noch nicht gelesen hat und sich die Spannung nicht verderben möchte, dem sei geraten, es nachzuholen (es lohnt sich) und das Lesen des Artikels an dieser Stelle zu beenden.

ACHTUNG SPOILER!

Snyder und Capullo haben wieder einmal einen großen Wurf gelandet. Sie schaffen es, das erzählerische Niveau zu halten und den Horror des ersten Joker-Teils zu wiederholen. Allein die Rahmung mit dem Theater und der Analogie zu Tragödie und Komödie ist meisterhaft. Gelungener ist Endgame, weil die Story weniger die Tradition zitiert, sondern weitgehend eigenständig bleibt. (Allein die Frisur des Jokers erinnert an den Batman Beyond-Film Return of the Joker, und die Straßenparade zitiert Burtons ersten Batman-Film.) Allerdings sollte man Storys wie Rat der Eulen/Stadt der Eulen sowie Tod der Familie gelesen haben, Batman Eternal wäre auch nicht verkehrt. Snyder überrascht wieder, indem er interessante Situationen schafft und seinem Schurken neue Facetten abgewinnt, aber leider schießt er mit der Metaphysik übers Ziel hinaus.

DC Comics

Den Joker soll es jetzt schon immer gegeben haben – als pale man, den blassen Mann, der bereits auf historischen Fotos grinsend an Schauplätzen von Tragödien zu sehen ist. Dank einer Art Lazarus-Grube schaffte er es, sich ständig zu erneuern, daher auch das neue Gesicht. Hier aber muss man sich fragen, warum der Anführer der Red Hood-Gang nicht bereits blasshäutig war, sondern erst nach dem Sturz in den Chemietank, und warum das Gesicht nicht bereits verheilte, nachdem es dem Joker abgeschnitten wurde (und warum er es sich überhaupt entfernen ließ). Abgesehen von solchen Unstimmigkeiten ist es unnötig, den Joker unsterblich zu machen und ihm damit etwas von seinem Reiz zu nehmen. Der Witz war ja, dass er wie Batman nur ein Mensch ist, der es trotzdem immer wieder schafft, Übernatürliches oder gar Unmenschliches zu leisten. Diese schabenhafte Resistenz, mit der er das Böse schlechthin verkörperte, wird jetzt zu sehr mystifiziert und in die Nähe von Ra’s al Ghul gerückt.

Doch es gibt auch andere, kleinere Schwächen: Dass am Ende Helden und Schurken Seite an Seite kämpfen, mag zwar ein netter Einfall sein, aber dass Scarecrow und Pinguin mitmachen, zwei nicht gerade besonders starke Typen, ist wohl mehr dem Fan-Service als der Plausibilität geschuldet. Und dass der Joker nicht einfach Batman abknallt oder Alfred dahinmetzelt, als er die Gelegenheit dazu hat, ist auch eher schwer nachvollziehbar. Allerdings muss man Synder zugute halten, dass er seine Charaktere nicht schont. Besonders James Gordon und Alfred müssen wieder leiden. Der Showdown im Finale ist das blutigste und härteste Gemetzel seit Frank Millers The Dark Knight Returns. Ein wenig erinnert es auch daran, aber dass das Schicksal der beiden verblutenden Gegner offen bleibt, gibt dem Ende eine andere Wendung. Denn es zeigt nur erneut, was Batman auch über seine Kämpfe mit Superman feststellt: dass keiner der beiden gewinnen kann.

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Neue Batman-Comics: September bis Dezember 2015

DC Comics

Batman #40 (DC Comics)

Hier kommt eine neue Checkliste für alle Batman-Junkies, die heiß auf neuen Stoff aus den Staaten sind. Dies sind die Neuerscheinungen bis Ende 2015:

September:

  • Hush Noir Edition (Schwarz-weiß-Fassung des Klassikers von Jeph Loeb und Jim Lee)
  • Batman Beyond 2.0 Vol. 3: Mark of the Phantasm
  • Batman Year One Book & DVD Set (Comic und Animationsfilm in einem)
  • Batman Black and White Vol. 1 Book & DVD Set (Zum Comic wird der Anthologie-Film Gotham Knight beigelegt)

Oktober:

  • Batman Vol. 7: Endgame (Teil zwei des Joker-Epos von Scott Snyder und Greg Capullo!)
  • Batman Eternal Vol. 3
  • The Dark Knight Returns 30th Anniversary Deluxe Edition (beide Teile in einem Band, Teil 3 kommt im Herbst)
  • Year 100: Deluxe Edition (Elseworlds-Mini-Serie von Paul Pope)
  • Road to No Man’s Land (Prequel zum Niemandsland)
  • Showcase Presents: Batman Vol. 6 (Batman #229-244, Storys aus Detective Comics #408-426).

November:

  • Legends of the Dark Knight Vol. 5 (Anthologie mit Kurzgeschichten)
  • Absolute Batman The Court of Owls (enthält das gesamte Eulen-Epos, Batman #1-11)
  • Batman Arkham: Two-Face (Anthologie)
  • The Batman Adventures Vol. 3
  • Batman and Robin Vol. 7: Robin Rises
  • War Games Vol. 1 (Neuauflage, Prolog War Drums und Act One von War Games, 464 Seiten)

Dezember:

  • Batman vs Superman (160 Seiten, „some of the most incredible and memorable clashes“)
  • Batman/Superman Vol. 4
  • The Doom That Came to Gotham (Reprint der Elseworlds-Story von Mike Mignola)
  • Batman ’66 Vol. 4

Vom Killing Joke zum Robin-Overkill

Ein neuer Batman-v-Superman-Trailer, The Dark Knight III und noch haufenweise mehr. Zur laufenden San Diego Comic-Con überschlagen sich die Nachrichten  zu Batman und Co. – und es sind einige interessante dabei, die Comics und Film betreffen. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten News:

  • The Killing Joke wird verfilmtlaut DC soll der Klassiker von Alan Moore und Brian Bolland 2016 als Direct-to-Video-Animationsfilm erscheinen. Damit setzt Warner den Trend fort, der mit Year One und The Dark Knight Returns begonnen wurde – solide, aber ohne großen Mehrwert. Daher ist vielleicht die folgende News interessanter:
  • Es wurden zwei weitere Animationsfilme angekündigt: Bad Blood soll eine Original-Story sein, mit der Batwoman ins DC Animated Universe eingeführt werden soll. Beim zweiten Film, Justice League vs. Titans, spricht der Titel für sich.
  • Im Oktober beginnt eine neue wöchentliche Comicserie: Batman & Robin Eternal. Nach dem Ende von Batman Eternal soll die Serie im Oktober starten und ein halbes Jahr lang laufen. Als Autoren beteiligt werden wieder Scott Snyder und James Tynion IV sein. Wie auf dem ersten Cover zu sehen ist, werden alle bisherigen Robins eine Rolle spielen. Bis auf Damian, so scheint es. Der ist anderweitig beschäftigt.
  • Im Dezember startet Robin War, ein Crossover aus Robin: Son of Batman, We Are Robin und Gotham Academy. In der ersten Serie geht es um Damian Wayne, in der zweiten um Jugendliche, die im Geiste des Wunderknaben auf eigene Faust Verbrechen bekämpfen, in der dritten ebenfalls um Jugendliche, die Abenteuer in Gotham erleben.
  • Grant Morrison hat eine neue Batman: Black and White-Serie angekündigt. Die soll etwas mit seiner Multiversity zu tun haben. Klingt sehr verwirrend – ob der Meister da selbst noch durchsteigt? Jedenfalls sagte Morrison, diese Serie sei „my final word on Batman, probably„. Nächstes Jahr wird er erst einmal seine Earth One-Version von Wonder Woman herausbringen.
  • Apropos Earth One: J. Michael Straczynski, der bereits drei Bände Superman auf Erde eins geschrieben hat, wird auch den Flash alias Barry Allen in dem alternativen Universum neu erfinden. Francis Manapul wird für Aquaman: Earth One verantwortlich sein.
  • Das Green Lantern Corps bekommt im Jahr 2020 einen eigenen Live-Action-Kinofilm. Das passiert anstelle eines Green Lantern Solo-Film-Reboots nachdem der erste ein Flop war.
  • Tiefpunkt der Woche: Batman trifft auf die Teenage Mutant Ninja Turtles. Im November beginnt eine sechsteilige Mini-Serie. Damit fehlt nur noch ein Crossover mit Micky Maus, Barbie und Ken sowie den Teletubbies.
  • Vielversprechender ist ein neuer Zugang zu Batmans Kumpel: Die Mini-Serie Superman: Alien American  erzählt in sieben Teilen Episoden aus Clark Kents Jugend. Und es sieht aus, als wäre er ein Angry Young Man gewesen. Die Cover machen neugierig.
  • Apropos Superman: Nach dem Gipfeltreffen, dem Spielfilm Batman v Superman im März (den neuen Trailer gibt’s hier, den Teaser hier), soll ein neuer Batman-Kinofilm kommen. Das Gerücht, dass Hauptdarsteller Ben Affleck Regie führen soll, hat sich offenbar bestätigt. Am Drehbuch wird er wohl auch beteiligt sein – zusammen mit DC-Autor Geoff Johns, der unter vielem anderen Batman: Earth One geschrieben hat. Ein Starttermin ist noch unklar, ebenso wenig der Titel. Bisher kursierte The Batman. Nicht gerade einfallsreich, aber okay für einen Neubeginn.

Black Mirror: Böse Brut

DC Comics

DC Comics

Titel: The Black Mirror (dt. Der schwarze Spiegel)

Autor/Zeichner: Scott Snyder/Jock, Francesco Francavilla

Erschienen: 2011 (Detective Comics #871-881, Paperback 2011), dt. Panini 2012 (Sonderband)


 „… evil is humanity’s divine spark.“ (Etienne Guiborg/The Dealer)

Erinnern wir uns an das Ende von Year One, als Bruce Wayne in zivil James Gordons Sohn rettet: Das Baby fällt von der Brücke, Wayne springt hinterher und fängt es. Damit ist die Freundschaft zwischen Gordon und Batman besiegelt. Bald darauf zerbricht die Ehe mit Barbara und die Mutter zieht mit ihrem Sohn zurück nach Chicago (vgl. Turning Points). Doch was passiert mit dem Sohn, James Gordon Junior? Dieser Frage hat sich Scott Snyder angenommen. In Black Mirror, der letzten großen Detective Comics-Storyline vor dem Reboot (The New 52), ist Junior das Gegenteil seines Vaters: ein unempathischer Psychopath, der sich an jedem, der ihm blöd kommt, grausam rächt. Nach Jahren sucht er den Vater in Gotham auf, Gordon befürchtet Schlimmes, zunächst scheint er sich zu irren – doch die Zweifel wird er nie los. Autor Scott Snyder spielt mit den Erwartungen der Leser, indem er sie ständig untergräbt. Das erzeugt eine ungeheure Spannung.

Parallel erzählt er von Batman, also Dick Grayson, der Bruce Wayne in Gotham vertritt. Dieser muss zunächst einen Auktionator (The Dealer) aufhalten, der Schurkengimmicks aus Polizeibeständen an Bonzen verhökert, dann muss er den Ursprung eines toten Orca untersuchen, der plötzlich (mit Frauenleiche im Bauch) im Foyer einer Bank liegt, schließlich bricht noch der Joker aus. Die drei Episoden haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, am Ende erschließt sich wenigstens für zwei der Zusammenhang mit dem Hauptplot um James Junior, der es auf seine eigene Familie abgesehen hat und eine neue Generation nach seinem Bilde formen will. Diese Doppelstruktur ist eine eigenartige Erzählweise, die sich auch in zwei verschiedenen grafischen Stilen wiederspiegelt: Die Hefte, in denen Batman die Hauptrolle spielt, sind von Jock gezeichnet, die Gordon-Hefte von Francesco Francavilla. Während Jock sehr kantige Figuren und karge Hintergründe macht, Batman stets von Fledermäusen umgeben ist und der Horror durch zittrige Striche besonders drastisch bei ihm wirkt, pflegt Francavilla einen ruhigeren Stil, der mehr an David Mazzucchelli erinnert, und er koloriert selbst mit knalligen Komplementärfarben.

Diese Stilbrüche sind gewöhnungsbedürftig, aber sie erfüllen ihren Zweck. Zunächst hat man den Eindruck, zwei verschiedene Geschichten zu lesen, bis sich nach und nach beide zu einer zusammenfügen, am Ende wechseln sich die Zeichner alle paar Seiten ab. Beide sind auf ihre Weise große Künstler, Jock besonders bei den Covern, Francavilla beeindruckt am meisten mit einer Doppelseite, auf der sich Gordon in einer Montage an Juniors Kindheit erinnert. Autor Scott Snyder steht beiden in nichts nach: er erweist sich als meisterhafter Erzähler, indem er allen Figuren an Tiefe gerecht wird und dabei auch noch die Stadt Gotham als Protagonisten einführt, der im Hintergrund das Böse aus den Menschen hervorbringt.

The Black Mirror ist eine zutiefst grausame, beunruhigende Geschichte, die trotz ihres Pessismismus sich die Menschlichkeit bewahrt. Dass einige Fragen offen bleiben, bzw. dass Batman die Grenzen der Glaubwürdigkeit überschreitet, kann man da als kleine Makel verzeihen: Für eine Story von so herausragender Qualität und narrativer Innovation kann man bloß dankbar sein.

>> Batman 2000-2011


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