Rebirth

Batman, Flash und der Button des Comedian

DC Comics

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In DC Universe Rebirth #1 fand eine unerhörte Begebenheit statt: Batman fand in der Bathöhle den blutigen Smiley-Button des Comedian aus Watchmen. Jetzt geht die Geschichte um die Verschmelzung zweier bislang getrennter Comic-Universen weiter. DC Comics hat eine vierteilige Storyline namens „The Button“ angekündigt, die sich über die US-Ausgaben von Batman und Flash #21 und #22 erstrecken soll. Die Hefte erscheinen im April und Mai. Die Batman-Ausgaben werden von Autor Tom King und Zeichner Jason Fabok stammen, die Flash-Ausgaben von Autor Joshua Williamson und Zeichner Howard Porter.

Zur Story ist nicht viel bekannt, nur so viel: Was wie eine einfache Ermittlung beginnt, entwickelt sich zu einer tödlichen Angelegenheit, als sich jemand Drittes in die Angelegenheit einmischt. DC verspricht, dass es jemand völlig unerwartetes sei.

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Nach Rebirth: Erster Einblick in Batman #1

In diesem Video erklärt der neue Batman-Autor Tom King, wie es nach dem DC Rebirth-Event und Batman Rebirth #1 für die Fledermaus weitergeht. Batman muss sich gegen zwei neue Superhelden behaupten, die dort eingreifen wollen, wo Batman scheitern würde. Genauer kann man sich die ersten fünf Seiten des Heftes bei Comicbookresources ansehen. Hier ein Variant Cover von Tim Sale:

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Die neue Batman-Serie wird vom 15. Juni an alle zwei Wochen erscheinen.

Eine neue Vorschau auf die neue Detective Comics-Serie (mit Sprechblasen) gibt es bei Comicvine, ein Interview mit Autor James Tynion IV bei Newsarama.

Batman-Splitter #5: Vom Red Hood zum Joker

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„That chemical vapor– it turned my hair green, my lips rouge-red, my skin chalk white! I look like an evil clown! What a joke on me!“

Wer ist der Joker? Ein Niemand, der aus dem Nichts kam. Das namenlose Böse. Das stimmt nur zum Teil. Denn der Joker ist lange mit der Tradition des Red Hood verbunden. Erst elf Jahre nach dem ersten Erscheinen des Jokers (in Batman #1, 1940) bekam der Schurke eine Vorgeschichte angedichtet: In „The Man Behind the Red Hood“ (Detective Comics #168, 1951) wird der Red Hood als ein ungelöster Fall für Batman eingeführt. Am Ende offenbart der Joker, dass er damals unter der Maske steckte. Er war ein Laborarbeiter bei der Monarch Playing Card Company und wollte sie um eine Million Doller bestehlen. Der rote Helm sollte den Zweck erfüllen, dass er durch einen Kanal für Chemie-Abwasser entkommen konnte. (Wie der Umhang dabei helfen sollte, ist allerdings unklar.) Schließlich stellte der Joker aber fest, dass die Chemikalien sein Gesicht dennoch berührt und weiß gefärbt haben. Er beschließt, aus der Not eine Tugend zu machen. Weil er aussieht wie ein Clown, lässt er sich von einer Spielkarte zu seiner neuen Identität inspirieren. (Übrigens könnte die übergroße Joker-Karte in der Bathöhle auch von dort stammen.)

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In Alan Moores Neuerzählung The Killing Joke ist der Joker vor seiner Entstehung zunächst ein ehemaliger Arbeiter im ACE Chemiewerk bis er sich als Komiker versucht, um seine Familie zu ernähren. Weil das nicht klappt, lässt er sich von Gaunern dazu überreden, die Monarch Spielkartenfirma auszurauben. Sie stecken ihn in das Kostüm des Red Hood, ein Markenzeichen, das immer ein anderer trägt. (So wird der Red Hood zum Red Herring.) Damit soll er unerkannt durch das ACE Chemiewerk, in dem er einst gearbeitet hat, zur Spielkartenfirma kommen. Als Batman eingreift, springt Red Hood in das Abwasser und kommt gebleicht und verrückt wieder raus.

The Kinlling Joke (DC Comics)

The Killing Joke (DC Comics)

Im Zero Year ist der Red Hood der souveräne Anführer einer berüchtigten Verbrecherbande, in der alle eine rote Masken tragen. Allein der Anführer trägt den roten Zylinder. Bruce Wayne versucht es zunächst mit Geheimidentitäten, gegen die Bande vorzugehen. Schließlich hat er als Batman Erfolg. Red Hood fällt am Ende des Kampfes beim Einsturz einer Brücke in den Chemietank, wohlwissend, dass dies nicht sein Ende, sondern erst der Anfang seiner Karriere ist.

Batman #24 Variant (DC Comics)

Batman #24 Variant (DC Comics)

Allen drei Geschichten gemeinsam ist, dass der Joker vor seiner Entstehung keinen Namen hat. Das könnte sich mit DC Rebirth bald ändern. Im Auftakt dazu heißt es, es gebe drei Joker. Oder wenigstens drei Identitäten. Hängt das vielleicht mit den drei Red Hood-Versionen zusammen? Golden Age (Pre-Chrisis), Modern Age (Post-Crisis) und The New 52 (Post-Flashpoint)? Oder mit dem Einfluss der Watchmen (Stichwort: Comedian = Joker)? Der Joker bleibt vorläufig ein Multiple Choice-Rätsel.

Wiedergeburt eines Universums

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Titel: DC Universe Rebirth #1

Autor/Zeichner: Geoff Johns/Gary Frank, Ethan Van Sciver, Ivan Reis, Phil Jimenez

Erschienen: 2016 (One-shot)


„I love this world, but there’s something missing.“ (Flash/Wally West)

Es ist wohl das meisterwartete DC-Heft des Jahres: DC Universe Rebirth #1. Es soll der Anfang einer neuen Ära sein, kein Reboot, sondern ein sanfter Neustart, mit ein paar Änderungen des Status quo und einer neuen Heftzählung. Aber so ganz für sich allein steht der One-shot nicht, er setzt die letzten Ereignisse des The New 52-Universums voraus und ist bloß der Auftakt zu mehr. In einem Satz: Das DC-Universum verschmilzt mit dem der Watchmen.

Was muss man zuvor wissen? (Spoiler!)

Gleich auf der ersten Seite steht, dass man zuvor Justice League #50 und Superman #52 gelesen haben sollte. Aber das ist nur die Minimalanforderung, denn die beiden letzten Nummern der Serien enthalten bloß die Schlusskapitel der Storylines Darkseid War und The Final Days of Superman – und da ist einiges los. In Kürze: Darkseid stirbt im Kampf mit dem Antimonitor und wird wiedergeboren, Jessica Cruz wird zu Green Lantern, der New-52-Superman stirbt und wird durch den klassischen Superman ersetzt, der mit Lois Lane verheiratet ist. Und was die große Enthüllung von Jokers wahrer Identität angeht, kommen mehr Rätsel als Antworten auf: es gibt drei Joker! Aber was das bedeutet, weiß Batman selbst nicht. (Und offenbar hat er vergessen, den Möbius-Stuhl danach zu fragen.)

Justice League 50: Batman und die drei Joker (DC Comics)

Justice League 50: Batman und die drei Joker (DC Comics)

Was passiert in DC Universe Rebirth? (Mehr SPOILER!)

Flash Wally West, der in der Speed Force festhängt, versucht, verschiedenen Helden mitzuteilen, dass mit dem Universum, wie sie es kennen, etwas nicht stimmt. Offenbar sind während des Flashpoint-Events, bei dem Flash (Barry Allen) die Vergangenheit geändert hat, zehn Jahre verloren gegangen. Zunächst sucht Wally Batman auf und erklärt ihm, dass alles mit dem Brief angefangen habe, den sein Vater (Thomas Wayne) ihm geschrieben hat. Flash Barry Allen hat Batman diesen Brief am Ende von Flashpoint überreicht. Doch niemand erinnert sich an Wally, immer wieder verschwindet er in der Speed Force, bevor er etwas erreichen kann. Schließlich wird er von Barry Allen aus seiner Lage befreit. Barry erinnert sich wieder an seinen vergessenen Sidekick. Dann sagt Wally, dass jemand die Jahre aus dem Universum gestohlen habe, um die Helden zu schwächen, dass ein neuer Krieg mit dem oder den Unbekannten anstehe – und dass sie beobachtet würden. Am Ende sieht man endlich, um wen es sich handelt: Batman entdeckt in der Bathöhle den blutbefleckten Smiley-Anstecker des Comedian aus Watchmen.

Im Epilog sieht man, wie auf dem Mars die (am Anfang des Hefts erwähnte) kaputte Armbanduhr von Wally West wie durch Geisterhand repariert wird, dazu erscheint ein kurzer Dialog zwischen Dr. Manhattan und Adrian Veidt (Ozymandias), ohne dass man sie sieht: „I did the right thing, didn’t I? It all worked out in the end“, sagt Adrian. – „In the end?“, sagt Dr. Manhattan. „Nothing ends, Adrian. Nothing ever ends.“ Das letzte Bild zeigt eine gelbe, blutbefleckte Uhr, die auf viertel vor zwölf steht. Darunter der Satz: „The Clock is ticking across the DC Universe!“ Und damit endet Rebirth #1.

Was erfahren wir über die drei Joker?

Nichts. Batman ist gerade beim Herumrätseln, als er von Flash gestört wird. Auf dem Monitor des Batcomputers sieht man drei Joker: den aus dem Golden Age, den aus The Killing Joke und dem aus Endgame. Batman hat noch immer keine Ahnung. Allerdings könnte das Ende einen ersten Hinweis darauf geben: Eine gewisse Nähe zwischen den Namen Joker und Comedian ist nicht zu leugnen (auch wenn die Körper und Gesichter ganz anders aussehen.)

Rebirth 1: Drei Joker. (DC Comics)

Rebirth 1: Drei Joker. (DC Comics)

Was ist aus Rebirth zu schließen?

Offenbar spielt der allmächtige Dr. Manhattan eine große Rolle bei der Schöpfung des DC-Universums von The New 52. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Ebenso wie über die Joker-Frage. Oder man wartet einfach geduldig auf die Fortsetzungen. Eines wird aber ganz deutlich: das Dilemma von DC. Einerseits blickt stolz man auf eine lange Tradition zurück, andererseits blicken nur wenige völlig durch bei den ganzen Helden, Storys und Welten. Einerseits will man neue Leser gewinnen, andererseits will man die alten nicht verlieren. Einerseits will man sich immer wieder neu erfinden, die Leser überraschen und ihnen etwas bieten, was sie noch nicht kennen. Andererseits läuft man dabei Gefahr, sich zu weit weg vom Vertrauten zu entfernen. Ob der Untergang des Multiversums in Crisis oder seine Neu-Entstehung in Infinite Crisis, ob der Radikal-Reboot von The New 52 oder der sanfte von Rebirth – es wird immer bei diesem Dilemma bleiben. Und mit jeder Neu-Ordnung stiftet man eigentlich bloß mehr Verwirrung.

Was taugt Rebirth #1?

Geoff Johns erzählt mal wieder so eine typische nostalgische Flash-Geschichte, die sehr an sein Flash Rebirth erinnert und noch einmal die gesamte Flash-Geschichte aus Wally Wests Sicht rekapituliert. Das ist alles fein gemacht, sensibel ausgeführt, in gewohnter hoher Qualität gezeichnet. Das Uhrenmotiv leitet sauber zu dem Thema Watchmen über. Über dieses Heft kann man viel sagen, vor allem über die Bezüge zur Vor-Flashpoint-Ära und die Wiederkehr einiger Nebencharaktere, aber eigentlich auch nur sehr wenig, denn die Story ist nichts als ein Übergang zwischen The New 52, das implizit als Fehler benannt wird, und etwas Neuem, von dem wir noch nicht genau wissen, worauf es hinausläuft. Außer natürlich auf eine Konfrontation mit Alan Moores Watchmen.

Eine gute Idee? Nach der Lektüre von Before Watchmen: Dr. Manhattan dachte ich mir: Warum erzählt DC diese sinnlosen Prequels, die nichts anderes tun, als Altbekanntes breitzutreten, statt (wenn man die Kuh schon weiter melken muss) eine Fortsetzung zu machen? Und wäre es nicht cool, wenn man die Watchmen auf die DC-Helden treffen ließe? Genau das wird demnächst wohl passieren. Unabhängig von den Gründen für den Einfluss auf das Universum (die eigentlich willkürlich sind) könnte darin das Potenzial für eine interessante Geschichte stecken, wenn man die Themen der Watchmen auf Superman, Batman und Co. überträgt.

Eine Warnung: Rebirth #1 taugt nicht als Startpunkt für neue Leser. Es wird zu viel vorausgesetzt. Zwar wird viel erklärt (vor allem die Ereignisse aus Flashpoint), aber um alles zu durchdringen muss man nicht nur die beiden oben genannten letzten Superman- und Justice League-Storys lesen, sondern eigentlich auch alles, was dazu geführt hat. Also die gesamte New 52-Reihe. Und natürlich Watchmen. Wer diesen Klassiker noch nicht kennt (oder nur den Film), sollte das spätestens jetzt dringend nachholen. Watchmen ist nicht nur eine herausragend erzählte Geschichte, sie setzt (neben The Dark Knight Returns) auch Maßstäbe für alle künftigen Superhelden-Geschichten. Das gilt vor allem für Rebirth und seine Folgen.

Eine Ermunterung: Das Heft kostet nur drei Dollar und bietet 80 Seiten, davon 66 Seiten Story. Ein fairer Deal.

(UPDATE: Laut Panini Verlag soll DC Rebirth Anfang 2017 auf Deutsch erscheinen.)

Die Rückkehr der Silver Ager

Titel: Green Lantern Rebirth/Flash Rebirth

Autor/Zeichner: Geoff Johns/Ethan Van Sciver

Erschienen: 2004-2005/2009-2010 (Miniserien #1-6)


„I suppose this universe needs a little more light anyway.“ (Batman)

Bevor DC Comics sein Rebirth-Event startet, eine neue Heftzählung einführt und inhaltlich zu seinen Ursprüngen zurückkehrt, wollen wir die beiden Storys rekapitulieren, die bereits den Titel „Rebirth“ trugen: Green Lantern und Flash. Im Gegensatz zu Superman, Batman und Wonder Woman, die schon immer Clark Kent, Bruce Wayne und Diana Prince waren, hat es mit Green Lantern und Flash nicht beim ersten Versuch geklappt. Nicht die Golden Age-Helden Alan Scott und Jay Garrick haben sich durchgesetzt, sondern erst ihre Nachfolger im Silver Age: Hal Jordan und Barry Allen. Doch dieser Flash starb 30 Jahre nach seinem ersten Auftritt während der Crisis on Infinite Earths (1985), sein Nachfolger wurde sein ehemaliger Sidekick Wally West, und Green Lantern Jordan drehte in den 90ern durch, wurde zum mörderischen Schurken Parallax, ermordete die Green Lanterns und Wächter, vernichtete die Zentralbatterie und starb schließlich bekehrt – während der Final Night (1996) – doch den Heldentod. Kyle Rayner wurde die neue Green Lantern, Hal Jordan bekam eine neue Karriere als Rachegott Spectre.

Weil die Fans aber ihre alten Helden vermissten, holte DC in den Nullerjahren wieder zurück. Davon erzählen die beiden Rebirth-Miniserien. Beide stammen von Geoff Johns und Ethan Van Sciver, beide ähneln sich auch inhaltlich stark. Green Lantern Rebirth ist ein Musterbeispiel für Retroactive Continuity, auch Retcon genannt. Das Prinzip ist seit Sherlock Holmes Auferstehung von den Toten beliebt bei Serien, um vergangenes Geschehen rückgängig zu machen. Eigentlich ist es schummeln: man ändert im Nachhinein die Regeln, um plausible Erklärungen zu finden. So erweckt man Superhelden zum Leben, auch wenn man ihre bis auf die Knochen verbrannten Leichen gesehen hat.

Gelbe Schurken & Familienfeiern

Doch bei Green Lantern hat sich Geoff Johns etwas Geschicktes einfallen lassen: er erklärt nicht nur, dass Hal Jordan niemals ein irrer Mörder war, sondern von dem bösen Wesen Parallax besessen war, er gibt dem scheinbar weit hergeholten Schurken auch seine Daseinsberechtigung, weil er ihn untrennbar mit der Green Lantern-Mythologie verbindet. Parallax ist nämlich ein Urwesen, das für die Macht der Furcht steht – und damit im Gegensatz zu der Macht der Willenskraft, aus der sich die grünen Funzeln speisen. Parallax wurde in der Großen Lantern eingeschlossen, und weil er gelb ist, hatten die alten Ringe eine Gelbschwäche. So ist auch die älteste Frage nach der wohl dümmsten aller Schwächen geklärt.

Ähnlich ist es bei Flash: Dort wird erklärt, dass es auch eine negative Speed Force gibt. Und in beiden Storys ist der Schurke gelb. Bei Flash ist es der Reverse Flash, bei Green Lantern kommt zu Parallax noch Sinestro hinzu. Beide Helden müssen eine großangelegte Racheaktion an ihresgleichen verhindern, denn beide Wiedergeburten werden begleitet von einer kleinen Family Reunion: hier das halbe Green Lantern Corps und alte Weggefährten wie Green Arrow, dort alle Speedster auf Erden (und es sind verdammt viele) und ein kleines Rennen gegen Superman. Kurz gesagt, es wird viel Fan Service geboten, die Rückkehr der alten Helden wird gebührlich zelebriert – und dabei auch die lange Comictradition. Wie so oft bei solchen überambitionierten Storys bleiben die Neueinsteiger etwas auf der Strecke. Man sollte sich etwas mit GL und Flash auskennen, wenn man hier durchblicken will. Und wer so viel grün und gelb, bzw. gelb und rot nicht gewöhnt ist, dem könnte das detailliert gezeichnete Getöse bei den Endkämpfen zu viel werden.

Green Lanterns Kampf gegen Batman

Der Hauptunterschied: In Green Lantern Rebirth geht es darum, wie Hal Jordan vom Spectre wieder zu Green Lantern wird. Barry Allen ist am Anfang seiner Story bereits aus der Speed Force zurückgekehrt und Central City bereitet eine Willkommensfeier für ihn vor, mit Parade und allem drum und dran. Im Gegensatz zu Hal Jordan kommt er sich überflüssig vor. Jordan wiederum ist, sobald er seine lästigen Pflichten als Spectre losgeworden ist, die Zuversicht in Person. Oder, wie Batman es sagt, arrogant wie immer. Der Dunkle Ritter hat in Green Lantern Rebirth einen glorreichen Gastauftritt, bei dem er Zweifel an Jordans Rehabilitierung äußert: „Do you expect me to believe this?“ Hal revanchiert sich (schon zuvor) mit einen Kinnhaken. Eigentlich spricht Batman damit bloß vielen Lesern aus der Seele. Aber so läuft das nun mal in Superhelden-Geschichten. Es muss immer weitergehen. Deshalb stirbt hier auch niemand für immer.

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DC Rebirth: Neuerungen bei Batman und Superman

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Eine große Überraschung soll die Leser auf der letzten Seite des One-shots DC Universe Rebirth warten, der am 25. Mai erscheint und eine neue Ära für das Universum eröffnet. So berichtet es CBR. Dass die nicht nur mit optischen Veränderungen einhergeht, wie Supermans blauen Stiefeln, kann man sich denken. Superman kehrt zu seinem Status vor The New 52 zurück. Der „Lois & Clark“-Superman soll von da an der einzig wahre sein. Wonder Woman wird dafür mit einem „unvorstellbaren Verlust“ umgehen müssen.

Batman bleibt offenbar weitgehend von größeren Erneuerungen verschont – oder DC will dazu noch nichts verraten. Scott Snyder und Tom King schreiben das Special Batman: Rebirth, King übernimmt die Batman-Serie mit Zeichner David Finch. Snyder schreibt die neue Serie All-Star Batman, John Romita Jr. zeichnet sie. Aber dann gibt es noch diesen kryptischen Hinweis: In Batman #1 wird ein neuer Held eingeführt, der als Batmans Nemesis dienen soll, während ihrer Mission, die Stadt vor dem Dunklen Ritter zu beschützen.

In Dark Knight III: The Master Race #6 soll ein neues Batgirl eingeführt werden. Aber zuvor müssen noch Teil 4 und 5 erscheinen. Teil 4 verspätet sich und erscheint erst am 27. April – wenn alles gut geht. Panini beginnt mit der deutschen Fassung im Juni.

(Hinweis: In einer früheren Fassung des Artikels wurde der 20. April als Erscheinungsdatum für DK III #4 genannt, der hat sich wieder um eine Woche verschoben.)

Update zu DC Rebirth

Rebirth One Shot Cover (DC Comics)

Rebirth One Shot Cover (DC Comics)

Nach dem Reboot kommt Rebirth. Vor fünf Jahren startete das DC Universum neu unter dem Label „The New 52“. Im Mai 2016 beginnt DC Rebirth, ein neuer Versuch, es alten und neuen Lesern recht zu machen. Nun hat DC Comics bei der Wondercon weitere Details bekannt gegeben. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten:

  • Alle Serien werden neu nummeriert: Die meisten fangen wieder bei #1 an, die ältesten Titel Detective Comics und Action Comics kehren zur ursprünglichen Nummerierung zurück.
  • Zu jeder Haupt-Serie erscheinen zunächst einmalige Rebirth-Specials.
  • Ein 80-Seiten One-Shot zu Rebirth erscheint am 25. Mai.
  • Die Haupt-Serien sollen zweimal pro Monat erscheinen.

Zu Batman:

  • Die Serie Batman wird künftig von Tom King geschrieben und von David Finch (Batman: The Dark Knight, Forever Evil) und Mikel Janin (Grayson, Justice League Dark) gezeichnet. King hat bereits Grayson geschrieben, außerdem zwei Ausgaben für Robin War und ein Green Lantern-Tie-In zu Darkseid War. Start ist am 1. Juni mit Batman Rebirth #1.
  • Für Detective Comics wurde James Tynion IV als Autor verpflichtet, der schon für Batman, Batman Eternal und Batman & Robin Eternal verantwortlich war. Die Zeichnungen werden von Eddie Barrows and Alvaro Martinez stammen. Los geht es im Juni.
  • Der bisherige Batman-Autor Scott Snyder bekommt eine neue Serie mit dem Titel All-Star Batman, unter dem sich schon Frank Miller und Jim Lee austoben durften (mit einer umstrittenen und nie abgeschlossenen Story). Zu den Zeichnern werden John Romita Jr., Jock (The Black Mirror) und Sean Murphy gehören. Start ist im August.
  • Batman Beyond wird, wie zuvor, von Dan Jurgens geschrieben und Bernard Chang gezeichnet. Terry McGinnis soll zurückkehren. Die Serie startet im Oktober und erscheint einmal im Monat.

Das spannendste Projekt verspricht All-Star Batman zu werden: Scott Snyder will wieder einen neuen Blick auf den Helden werfen. In der Story begibt sich Batman mit Two-Face auf eine Art Road Trip, auf der Flucht vor verschiedenen klassischen Schurken. In dem folgenden Video erzählt der Autor selbst darüber. Es verspricht interessant zu werden.

 

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  • Justice League wird künftig von Bryan Hitch geschrieben, das Zeichnen übernehmen Tony Daniel (Batman) and Fernando Pasarin. Es geht los im Juni, weiter geht es im Zwei-Wochen-Rhythmus. Außerdem wird es noch die Justice League of America geben, mit einem noch nicht feststehenden Kreativ-Team
  • Die neue Serie Trinity, die von Superman, Batman und Wonder Woman handeln wird, übernimmt der Autor und Zeichner Francis Manapul (Detective Comics). Start ist im September, erscheinen soll das Heft monatlich einmal.
  • Außerdem wird die alte Elseworlds-Idee der Super Sons wiederaufgegriffen, also die Söhne von Superman and Batman bilden ein Team. Beginn ist im September, wer’s macht ist noch so unklar wie die Frage, ob die Idee eine Serie trägt.

Ein Wort zu Superman: Er macht optisch wieder einige Veränderungen durch. Er verliert den Kragen, den er seit 2011 hatte, die Stiefel werden blau, der rote Gürtel bleibt, aber die rote Unterhose bleibt weg. Dan Jurgens, der Superman einst in den Tod geschickt hat, übernimmt Action Comics. Peter J. Tomasi (Batman & Robin, Detective Comics) schreibt die Superman-Serie. Außerdem wird es Superwoman, Supergirl und einen New Superman aus Japan geben.