Comic

Hüte mit Potenzial

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DC Comics

Titel: One Hat Madder/Bedtime Stories

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton

Erschienen: 1984 (Batman #378-379)


Eigentlich ist der Mad Hatter tot. Gestorben auf der Flucht vor Batman, als er vor einen Zug fiel, nachzulesen in Detective Comics #526 (1983). Ein Jahr später ist er wieder da und erfreut sich bester Gesundheit. Wie das? Er ist gar nicht vom Zug erfasst worden, sondern von der Brücke gefallen und dann auch noch zufällig auf einen Laster, der eine Matratze transportiert hat. Wie gut, dass Batman sich die Mühe gespart hat, nach unten zu schauen.

Jetzt verschickt der Hutmacher einen Hut an Nocturna (Natalia Knight), eine blasse Schurkin (eingeführt in Batman #363, 1983), die Bruce Waynes Geheimnis kennt und ihn hier auch noch um die Adoption von Jason Todd bringt. (Sie wäre mal einen eigenen Artikel wert.) Der Hatter will mit dem Hut ihr Wissen abschöpfen und herausfinden, wo die verschwundene Beute ihres Geliebten Anton Knight ist.

Als Batman nach Anton Knight sucht und dabei Natalias Penthouse betritt, erwischt der den Hatter auf frischer Tat. Der Schurke macht Nocturna dann zur willenlosen Mordwaffe. Batman muss sich gegen ihren messerscharfen Gürtel wehren, während Robin den Hatter jagt und von dessen Affen angegriffen wird. Schließlich kann Batman Nocturna mit einem Kissen überwältigen und Robin deaktiviert den Hut, weil der Hatter netterweise seinen Computerkoffer dagelassen hat.

Mad Hatters Zombies

Bei der Revanche im zweiten Teil will der Hutmacher dann einfach nur Rache. Er stattet mehrere Hüte mit Gedankenkontrollbändern aus und verteilt sie an einige Männer, die in einer alten Pharmafabrik Arbeit suchen. Die Hüte setzen das (angeblich) ungenutzte Potenzial des Gehirns frei und damit auch des Körpers: Die Menschen werden dadurch paradoxerweise zwar zu willenlosen Sklaven, entwickeln aber Superkräfte, können etwa mit Schornsteinen um sich werfen. (Damit wird weiter der Zehn-Prozent-Mythos gepflegt.)

Lucius Fox knackt den Code von Hatters Computer und findet heraus, wo sich der Schurke aufhält. Batman schnappt sich dann Robin (aus Nocturnas Obhut) und tappt mit ihm nach altem Brauch in die Falle. Zuerst jagt der Schurke seine Hut-Zombies auf das Dynamische Duo und falls die versagen, will er die Fabrik in die Luft jagen. (Warum dann nicht gleich so?) Die Super-Zombies loszuwerden ist einfach: Man muss ihnen nur die Hüte vom Kopf schlagen. Vor der Explosion bewahrt sie Nocturna, die als Deus ex machina den Hatter außer Gefecht setzt.

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Nocturna und Mad Hatter. (DC Comics)

So, jetzt aber ab nach Hause, Jason. Morgen ist wieder Schule, sagt Nocturna. Sehr vernünftig. Haben wir das je von Batman gehört?

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Two-Face als Karnevalsprinz

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DC Comics

Titel: Two for the Money!/Once Beaten, Twice Sly!

Autor/Zeichner: Len Wein/Irv Novick

Erschienen: 1979 (Batman #313-314), enthalten in: Tales of the Batman: Len Wein (2014)


Was wäre am 2.2.2022 passender als eine Two-Face-Geschichte? Die Gelegenheit will ich mir nicht entgehen lassen und von einem Klassiker erzählen, der sogar im Februar spielt. Hier ist nicht nur die Zahl Zwei Programm sondern auch das Prinzip der Wiederholung.

Two-Face hat binäre Nuklearcodes der US-Regierung gestohlen. Die will er nun an die meistbietende feindliche Nation versteigern. Einem seiner Komplizen geht das zu weit: Das eigene Land erpressen wäre noch okay, aber Staatsverrat geht zu weit. Seltsame Ethik. Dafür muss er sterben. Two-Face hat etwas ähnlichs schon mal getan: In Batman #258 (1974) wollte er Washington D.C. mit einer Atombombe in die Luft jagen, wenn er nicht zwei Milliarden Dollar bekommt. Diesmal begnügt er sich mit viel weniger.

Doch zunächst muss er zwei Tage totschlagen, bis er an die Codes herankann, die sein abtrünniger Komplize versteckt hat. Also verschanzt er sich mit seiner Bande in seinem zweigeteilten Geheimversteck. Adresse: 222 Second Street, Apartment 2-B. Klar, dass es nicht lange dauert, bis Batman auf der Matte steht. Und nicht nur der, auch ein Bundesagent namens King Faraday platzt gerade rein, als Batman die Bande aufmischt. Two-Face nutzt die Chance und sperrt sie in dem Raum mit einer herunterfallenden Metallwand ein. Netterweise gibt es einen Schalter, um freizukommen.

Dann vertreibt sich Two-Face die Zeit, um Spenden für Kinder zu stehlen. Was er mit dem vielen Kleingeld will, wo doch die fette Beute wartet, bleibt ungewiss. Er ist halt böse. Wieder kommen sich aber Batman und Faraday in die Quere. Der Beamte will Two-Face auf der Flucht erschießen, aber Batman gibt sich empathisch: Der Schurke sei geisteskrank und brauche Hilfe. Er will ihn in die Gummizelle schicken.

Beim Mardi Gras in New Orleans

Im zweiten Teil führt die Spur nach New Orleans, wo gerade das Karnevalsfest Mardi Gras gefeiert wird. In einem alten Dampfschiffrestaurant bringt Two-Face zwei potenzielle Käufer zusammen, die jeweils 22 Millionen Dollar mitbringen. Wer den Zuschlag für die Codes kriegt, soll die Münze entscheiden.

Batman und Faraday spüren wieder Two-Face auf, werden wieder im Raum eingesperrt, diesmal beschossen von Lasern. Sie scheinen nicht dazuzulernen, aber mittels Spiegeln und Phosphorbomben kommen die Helden frei.

Das Finale findet beim Straßenkarneval statt. Two-Face tritt als König (oder vielleicht auch Karnevalsprinz?) auf, seine beiden Bieter als Narren – und so werden sie auch genarrt. Denn der Doppelgesichtige denkt nicht dran, die Codes herzugeben, sondern haut mit der ganzen Kohle ab. Wozu dann die Mühe mit den Codes? Egal: Two-Face fliegt auf seinem Thron zu einem Zeppelin. Batman und Faraday könnten jetzt einfach schauen, wo das Ding landet oder die Polizei hinterherschicken, aber es macht mehr Spaß, sich waghalsig an ein flatterndes Werbebanner zu hängen und an Bord zu klettern.

Der Showdown ist ein einziges Déjà-vu: Batman tritt die Tür ein, wird wieder rausgestoßen, hält sich gerade noch am Zeppelin fest. Two-Face will ihm auf die Finger treten, da kommt Batman wieder mit dem ältesten Trick der Welt, den er schon viel zu oft benutzt hat: Harvey soll sich nicht untreu werden und die Münze entscheiden lassen – und er tut es natürlich. Da schießt ihm von hinten Faraday die Münze weg und Two-Face springt hinterher, in den sicheren Tod.

Na ja, so sicher ein Tod in Comics eben sein kann. Will heißen: Ein Jahr später ist er wieder da. Wie? Das erfahren wir beim nächsten Mal.

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Catwoman gegen Black Mask

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DC Comics

Titel: Relentless/Backward Masking

Autor/Zeichner: Ed Brubaker, Will Pfeifer/Cameron Stewart, Pete Woods

Erschienen: 2003/2006 (Catwoman #12-16, 43, 50-52), erschienen in Catwoman Vol. 2: No Easy Way Down und Vol. 5: Backward UnMasking. Deutsch: Catwoman von Ed Brubaker 2 (Panini 2022)


Wenn man immer nur Batman liest, kriegt man meistens das Wichtigste mit, was in Gotham gerade so passiert. Doch manchmal verpasst man auch was. So zum Beispiel, was aus Black Mask (Roman Sionis) geworden ist. Der Schurke aus den 80ern mauserte sich in den Nuller Jahren zum Kingpin vom Gotham. Leider bekam er mit War Games ein unwürdiges und viel zu langes Event gewidmet. Doch davor und danach fand das Wichtigste mit Catwoman statt.

ACHTUNG SPOILER!

Es beginnt damit, dass Selina Kyle im East End ein Community Center errichtet – allerdings mit Geld aus gestohlenen Diamanten. Dort treiben minderjährige Taschendiebe ihr Unwesen, angeführt von einer gewissen Sylvia Sinclair, die einst mit Selina, als sie Kinder waren, ebenfalls für eine Frau gestohlen und dann als Prostituierte gearbeitet hat. Später raubten sie zusammen eine Bank aus, Sylvia wurde festgenommen und zu 20 Jahren verurteilt, kam aber nach zehn Jahren heraus. Doch nun arbeitet sie mit Black Mask zusammen und verrät ihm, wie er sich an Selina rächen kann. Sie selbst hegt auch einen Groll gegen sie.

Brandstiftung und Entführung

Black Mask lässt zuerst das Community Center kurz nach der Eröffnung abfackeln. Dann entführt er Selinas Schwager, ihre Schwester Maggie und schließlich auch Freundin Holly Robinson. Zwischendurch wird der Privatdetektiv Slam Bradley angefahren, der in Selina verliebt ist.

Was dann passiert, ist nichts für Zartbesaitete. Black Mask sperrt Maggie und ihren Mann in seinen Folterkeller, tötet ihn langsam, schneidet ihm die Augen heraus und zwingt Maggie dazu, sie zu essen.

Catwoman findet heraus, dass Black Mask hinter all dem steckt und bricht in sein Penthouse ein, wo er mit Sylvia Holly und Maggie festhält. Black Mask bietet ihr an, Maggie freizulassen, wenn Catwoman sich ergibt. Sie lässt sich darauf ein, wird aber betrogen, Black Mask will beide töten. Daraufhin lässt Selina per Fernzündung eine Bombe im Haus hochgehen und befreit sich von den Ketten (weil die Ketten sehr alt sind oder weil sie Superkräfte mobilisiert). Im finalen Kampf tut ihr Black Mask den Gefallen, nicht sofort auf sie zu schießen, als er die Gelegenheit dazu hat. Am Ende lässt sie ihn vom Balkon stürzen, ohne dass man ihn sterben sieht oder sein Tod ein Thema wäre.

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Sturz ins Ungewisse: Black Masks vorläufiges Ende. (DC Comics)

Holly tötet schließlich Sylvia und ist hinterher traumatisiert, noch schlimmer geht es Maggie, die in einer psychiatrischen Anstalt behandelt wird.

Selinas Rache

Black Mask lebt danach weiter weiter und macht Selina das Leben schwer. Nachdem er in War Games Gothams Unterwelt übernommen hat, schaltet Catwoman zunächst mit Onyx Killer Croc aus, der für Sionis arbeitet. Sie lässt ihn zurück mit einer zerkratzten Brust, auf der „MEOW“ steht (#43). Dafür gibt es dann ein paar Ausgaben später die Revanche.

Statt seine Gegnerin zu töten, will Black Mask sie leiden lassen. Er entführt Slam Bradley und ritzt seinerseits eine Nachricht an Catwoman in dessen Brust: „Hi, CW! The fun is just beginning!“ Daraufhin verbündet sie sich mit dessen Sohn Sam Bradley, der als „Smart Bomb“ in einer fliegenden Rüstung den Helden spielt. Doch so smart ist er nicht: Kaum fliegt er los, stürzt er auch schon ab – sabotiert von Black Mask. Catwoman denkt, dass ihre Freundin Holly die nächste sein wird.

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Tut sie’s oder tut sie’s nicht? Black Mask fordert Catwoman heraus. (DC Comics)

Um das zu verhindern, bricht sie bei Black Mask ein, überwältigt ihn mit einem Schlag ins Gesicht und schießt ihm schließlich in den Kopf. Im Grunde läuft das Ganze sehr einfach und schnell ab, nach vier Seiten ist die Sache erledigt. Die Spannung lässt nach, kaum dass sie aufgekommen ist. Während die erste Storyline noch fünf Ausgaben einnimmt, wird das Finale in drei Kapiteln abgehandelt, wobei zunächst viel Zeit mit Nebenfiguren vertrödelt wird, statt Catwomans Leiden spürbarer zu machen.

Lesen muss man all das nicht unbedingt, wenn man kein Catwoman-Fan ist. (Wobei die Zeichnungen von Cameron Stewart von schöner Eleganz sind, die einem Darwyn Cooke in nichts nachstehen.) Daher habe ich es euch einfach mal erzählt, damit ihr euch nicht wundert, wenn es das nächste Mal in Gotham Underground um die Zeit nach Black Mask geht.

Wissenswert am Rande: Catwoman erfährt von Zatanna (in #50), warum sie sich von der Schurkin zur Heldin gewandelt hat. Gehirnwäsche ist das Zauberwort. Aber das ist eine Geschichte für ein andermal.

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Mad Hatter: Rückkehr eines Originals

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DC Comics

Titel: Head-Hunt by A Mad-Hatter

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Gene Colan

Erschienen: 1982 (Detective Comics #510), enthalten in: Tales of the Batman: Gene Colan (2011) und Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2 (2018)


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Das Original ist wieder da: Mad Hatter mit Affen. (DC Comics)

Im Bronze Age kehrten viele alte Schurken aus Batmans Frühzeit zurück – und wurden dadurch als wiederkehrende Klassiker etabliert. Darunter auch der Mad Hatter. 18 Jahre lang war er aus dem Comics verschwunden, erlebte nur ein kurzes Comeback in der TV-Serie der 60er, und als er wiederkam, sah er wieder ganz anders aus – nämlich so wie bei seinem ersten Auftritt (Batman #49, 1948).

Der Hatter erklärt uns später, er habe die letzten Jahre in einer Anstalt verbracht, während ein Nachahmer (der mit dem roten Schnurrbart) seinen Namen übernommen hatte. Die Hutmanie hat das Original jedoch von dem Betrüger übernommen. Neu ist ein Affe als Haustier. Außerdem scheint der Hatter in der Anstalt eine Fortbildung gemacht zu haben. Er ist jetzt Experte für Neuro- und Computerwissenschaften.

Der entführte Mr. Fox

Zuerst entführt er Bruce Waynes Assistenten Lucius Fox, wobei er ihn mit einer Explosion ausknockt, dann verlangt er zwei Millionen Dollar Lösegeld. Doch der Hatter hat noch mehr vor: Er will Lucius um sein kostbares Finanz-Fachwissen bringen und dann dessen Gedächtnis löschen. (Offenbar fehlt ihm fürs Studium eines dritten Fachs die Geduld.) Bruce Wayne ermittelt daraufhin selbst, wie der Hatter die Explosion verursacht haben könnte (anscheinend kann das die Polizei nicht selbst machen) und findet das Geheimversteck des Schurken – wobei man sich auch so hätte denken können, dass das in einem Laden namens „Top Hat“ liegt.

Eine Blendgranate hilft, die Handlanger auszuschalten, die bequemerweise nur Knüppel und Seile bei sich haben. „Nobody wins a fight fighting blind“, stellt Batman fest. „That only happens in the funny pages!“ Womit Autor Gerry Conway sicher auf Daredevil anspielt, an dem er in den 70ern mit Zeichner Gene Colan gearbeitet hat. Nach dieser Selbstironie geht es dann weiter mit einer dämlichen Zeile wie „Go down! Why don’t you go down!“ Der Affe hält sich die Augen zu – statt vielleicht besser die Ohren.

Wie dem auch sei: Der Hatter droht dann Batman, Lucius‘ Hirn zu löschen. Batman bietet sich selbst an und nimmt seinen Platz auf dem Stuhl ein. Doch die Prozedur funktioniert nicht, weil Batman mit einer beschichteten Kappe vorgesorgt hat, die er unter seiner Maske trägt. Er schnappt sich den Hatter und der Fall ist erledigt.

Damit ist aber zum ersten Mal der moderne Verrückte Hutmacher etabliert. Fehlt nur noch der Bezug zu Alice im Wunderland …

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Verschwörung gegen Bruce Wayne

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DC Comics

Titel: Journey Into Knight (dt. Der Weg ins Dunkel)

Autor/Zeichner: Andrew Helfer/Tan Eng Huat

Erschienen: 2005-2006 (Miniserie #1-12), kein US-Paperback; dt. Panini 2007 (Monster Edition Bd. 3)


Kurz nach Batmans erstem Jahr soll Bruce Wayne endlich das Erbe seines Vaters antreten und Wayne Industries übernehmen, einen Konzern, der so ziemlich alles herstellt. Doch er hadert mit der Rolle, denn eigentlich will er lieber Batman sein. In seinen Träumen sagt ihm Thomas Wayne, er soll das mit der Rächerrolle lassen, denn die Eltern seien bereits gerächt und als Batman weiterzumachen lasse den Mörder bloß gewinnen.

Für Batman aber gibt es gerade viel zu tun: Eine neue Droge tötet in Gotham Menschen. Als Batman (undercover) ein Flugzeug mit der nächsten Ladung aus Kolumbien abfangen will, stellt er fest, dass es voller Leichen ist. Sämtliche Passagiere sind einem hochansteckenden und sofort tödlichen Virus zum Opfer gefallen – bis auf einen, der es eingeschleppt hat.

Immun dank Fledermäusen

Auch Batman steckt sich sofort an, überlebt aber auf wundersame Weise. Seine Erklärung: Das Virus stammt von Fledermäusen und weil er mal als Kind von Fledermäusen attackiert und gebissen wurde, hat sein Körper eine Immunität gegen das Gift von Fledermausbakterien entwickelt. Was Bakterien mit Viren zu tun haben sollen, bleibt schleierhaft. Im pandemischen Zeitalter lässt man sich mit so einem pseudowissenschaftlichen Unsinn nicht mehr für dumm verkaufen (auch wenn es Leute geben soll, die sich Entwurmungsmittel gegen Viren spritzen).

Und so jagt Batman einerseits den hochansteckenden Mann, der einst nach Kolumbien geflogen ist, um einen Schatz zu finden, und nun die Seuche in Gotham verbreitet, andererseits eine Drogendealerin. Praktischerweise finden die beiden zusammen, verlieben sich so plötzlich wie grundlos ineinander und ziehen als mordendes Duo durch die Stadt, um unliebsame Menschen loszuwerden. Ja, eigentlich sollen sogar alle sterben, damit nur noch das Paar übrig bleibt. Nur wie die Frau mit dem Mann überleben soll, wird nicht klar. Denn bisher muss er eine Atemschutzmaske tragen, um sie nicht anzustecken.

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DC Comics

Klingt bescheuert? Ist es auch. Zum Glück ist es nach sechs Ausgaben auserzählt, aber aus irgendeinem Grund meinte man damals, es sei eine gute Idee, die Geschichte auf epischen zwölf Ausgaben breitzutreten, also über 264 Seiten. Das entspricht etwa dem Format von The Long Halloween. Leider ist es nicht annähernd so unterhaltsam.

Joker gegen Bruce Wayne

Später geht es um brandstiftende Kinder und eine Verschwörung gegen Bruce Wayne, bei der ihm ein Mord angelastet wird. Hier könnte es spannend werden. Doch auch der späte Auftritt des Joker trägt nicht viel dazu bei: Er verpasst Bruce in Arkham eine Gehirnwäsche, indem er ihm versucht einzureden, dass sein Vater nichts getaugt habe. Angeblich will der Joker selbst die Vaterrolle einnehmen. Statt Spannung bekommt man hier bloß lange Monologe geboten – zwischendurch fragt man sich, warum die Aktion so lange niemandem in Arkham auffällt – bis das Finale völlig ohne Bruces Zutun im Nichts verpufft.

Journey Into Knight ist insgesamt eine öde und zähle Angelegenheit: extrem wortlastig, arm an Action, und wenn doch, dann sehen wir einen Batman, der sich an einem Seil hinter einem Zug herziehen lässt und auf einer Schiene surft oder mit einem Wasserschlauch den Wall-E macht. Einen Großteil machen Gespräche mit Nebenfiguren aus, die sich um Wayne Industries drehen – und wenn Batman-Leser eins lieben, dann ist es bekanntlich business talk. Und für alle, die etwas anderes wollen, gibt es noch Psychiatergespräche und eine bemühte Liebelei ohne Konsequenzen.

Wir sehen hier einen anderen Batman: einen netten Batman, der auch mal Gordon Kaffee mitbringt und ihm hilft, die Glühbirne im Batsignal zu wechseln, obwohl er ihm zuvor ein Handy gegeben hat. Am Ende sieht man kaum noch etwas von Batman, bis er dann als brutaler Berserker zurückkehrt. Leider hat man hier verpasst, diese Entwicklung ordentlich darzustellen.

Das ist auch deshalb schade, denn die Albtraum-Sequenzen mit dem Vater sind gelungen: Thomas Wayne desillusioniert Bruce, indem er ihm klarmacht, in der Familie sei es alles andere als rosig zugegangen. Thomas habe zu viel gearbeitet und habe zu wenig Zeit für seinen Sohn gehabt. Daraus hätte man eine interessantere Geschichte machen können.

So ist es kein Wunder, dass von dieser epischen Story bisher kein Paperback erschienen ist. Man kann sie getrost dem Vergessen anheim geben.

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Mad Hatter und die verstrahlte Maske

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Radioaktiv: Batmans pinke Maske. (Warner Bros.)

Titel: The Contaminated Cowl/The Mad Hatter Runs Afoul (dt. Vorsicht, Strahlung!)

Drehbuch: Charles Hoffman

Erschienen: 1967 (S02E35-36)


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Mad Hatter mit Schlinge und Komplizin. (Warner Bros.)

Der Mad Hatter klaut 700 Hutschachteln, um seine Sammlung einzumotten. Er hat seine Sammelleidenschaft einem anderen Objekt der Begierde zugewandt: Juwelen. Trotzdem will er immer noch Batman um seine Maske bringen. Und das geht so.

Zunächst klaut der Schurke einen Rubin aus der extravagaten Kopfbedeckung einer Frau. Nach der obligatorischen Keilerei mit Batman und Robin, besprüht er Batmans Maske mit einem radioaktivem Spray. Zum Glück hat Batman eine „Anti-Radioactive-Bat-Pill“ gegen Strahlung dabei. Doch wie lange die wirkt, ist unklar. Außerdem bleibt die Maske verstrahlt und nimmt eine pinke Farbe an – was radioaktive Masken eben so tun. Leider sind die Ersatzmasken gerade alle in der Reinigung. Was tun?

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Mad Hatter Undercover mit Fez. (Warner Bros.)

Batman bittet einen Atomforscher um Hilfe. Bruce Wayne hat gerade Geld für seine Einrichtung gespendet. Der Wissenschaftler will die Maske dekontaminieren und ruft seinen Mitarbeiter Otto herbei. Otto trägt einen Strahlenanzug (im Gegensatz zu allen anderen), doch in Wahrheit steckt der Mad Hatter darin, der die Chance ergreift, an Batmans Maske zu kommen. (Inspiriert wurde die Geschichte von Detective Comics #230 und Batman #161.)

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Batman und Robin unter Bestrahlung. (Warner Bros.)

Batman hat aber zum Glück plötzlich einen Ersatz dabei und kann die Verfolgung aufnehmen. Robin ist leider indisponiert, weil der Hatter ihm gegens Schienbein tritt. Ohne groß Widerstand zu leisten wird das Dynamische Duo in einer Kammer eingesperrt und Röntgenstrahlen ausgesetzt. Und was dann folgt, ist nichts für schwache Nerven. Daher ist diese SPOILER-Warnung gleichzeitig eine Trigger-Warnung. Wer immer noch weiterlesen möchte, tut dies auf eigenes Risiko …

Bereit?

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Neal Adams zerstört Batman

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DC Comics

Titel: Batman vs. Ra’s al Ghul

Autor/Zeichner: Neal Adams

Erschienen: 2019-2021 (Miniserie #1-6), Hardcover 2021


„What … the living hell is this?!“ (Deadman)

Zugegeben: Ich war skeptisch, als DC verkündete, dass Neal Adams noch eine Batman-Miniserie macht. Als Zeichner ist er eine Legende der 60er- und 70er-Jahre, als Autor hat er spät so ein Machwerk wie Batman: Odyssey verbrochen, das ich immer noch nicht verdaut habe. Nun kehrt er zu Ra’s al Ghul zurück, dem Schurken, den er 1971 mit Dennis O’Neil geschaffen hat. Doch leider ist das so geworden wie befürchtet.

Worum geht’s? Tja, allein das ist nicht leicht zu beantworten. Batman vs Ra’s al Ghul spielt in einem eigenen Universum mit einigen bekannten Versatzstücken: Einerseits wird Bezug genommen auf die Zerstörung Gothams in Cataclysm (Das Beben) und No Man’s Land (Niemandsland), andererseits gibt es einen Damian Wayne, was viel später spielt. Dann ist Commissioner Gordon aus irgendeinem Grund in Japan als Energieberater tätig und Ra’s al Ghul wird Professor (für was?) genannt und darf unbescholten Atomkraftwerke errichten, nur um sich am Ende davon zu distanzieren und für Wasserstoff zu werben.

Batman trifft Deadman (wieder)

Wie bitte? All das wird nie erklärt. Doch kommen wir zur Geschichte. Kurz gesagt: Terroristen greifen ein Kraftwerk an, Batman vereitelt das und wird dabei getötet. Doch dann stellt sich heraus, dass Bruce Wayne weiterlebt, sich aber nicht mehr an sein Dasein als Batman erinnern kann (genauso wenig wie Damian) und Geschäfte mit Ra’s macht. Parallel dazu lebt Batman weiter, allerdings in einer anderen Dimension, wo er mit Deadman unterwegs ist (schon wieder) und buchstäblich zum Dämon mutiert – aber nicht, dass das irgendwelche Konsequenzen hätte.

Außerdem findet noch eine Batman-Olympiade statt, in der Nacheiferer aus aller Welt zusammenkommen. Und es gibt Dinos, Monster, Trolle und Etrigan. Und Man-Bat mit She-Bat. Und Matches Malone. Und für alle, die es interessiert: Boston Brand alias Deadman hat einen Bruder usw.

Adams hat seine besten Jahre hinter sich

So spricht es dem Leser aus der Seele, wenn sich Deadman an den Kopf greift und fragt, was zur Hölle hier eigentlich los ist, bzw. was sich Neal Adams dabei gedacht hat. Offenbar nimmt er sich selbst nicht ganz ernst, denn er lässt Robin fragen: „Doesn’t this feel kinda like a Batman/Robin cartoon?“ Ja, auch das tut es. Manche Sequenz ist so lächerlich, dass man es als Selbstironie verstehen könnte – wäre da nicht so viel Ernst dabei und wären die Dialoge nicht so grenzdebil geschrieben. Damit liefert Adams genauso ein unsägliches Werk wie Odyssey ab, über das sich nichts Gutes sagen lässt. Mit Ra’s al Ghul hat das alles nur wenig zu tun.

Normalerweise kommt jetzt der Part, in dem ich sage: Aber die Optik! Doch auch hier muss man wieder feststellen, dass der Zeichner seine besten Jahre längst hinter sich hat. Nicht nur seinen Figuren mangelt es an Ausdruck, auch seine Layouts wirken aus der Zeit gefallen bis stümperhaft. Wer einen Pfeil braucht, um zu zeigen, wie man die Panels lesen soll, hat etwas falsch gemacht. Und wenn Adams keine Lust hatte, Hintergründe zu zeichnen (etwa einen steinigen Weg), hat er verfremdete Fotos eingesetzt. Das wirkt furchtbar lieblos und billig.

Keine Frage: Adams hat seinen festen Platz in Batmans Geschichte. Aber der Name allein sollte nicht mehr dazu reichen, ihn weitere Comics schreiben zu lassen.

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Flashpoint-Batman kehrt zurück

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DC Comics

Flashpoint war 2011 das lesenswerte Event, mit dem DC sein neues Universum „The New 52“ startete. Batman und Flash erlebten darin eine alternative Zeitlinie, in der Superhelden im Krieg miteinander waren. Die wohl interessanteste Figur war der Flashpoint-Batman, Thomas Wayne, der nach dem Tod seines Sohnes Bruce gegen einen Joker kämpft – seine eigene Frau Martha.

Die Figur war so gut, dass man sie nicht einfach so sterben lassen konnte. Also hat Tom King sie für seine zähe Batman-Storyline ausgegraben, in der Thomas sich mit Bane verbündet und mit unserem Bruce durch die Wüste reitet, um ihm eine Lektion zu erteilen (siehe City of Bane).

Doch im April kehrt dieser Batman zurück: In Flashpoint Beyond #0 versuchen Autor Geoff Johns und Eduardo Risso (Broken City, Dark Night) glaubhaft zu erklären, wie die Welt von Flaspoint weiter existieren kann. Danach folgt eine sechsteilige Miniserie (gezeichnet von Xermánico), die alle zwei Wochen erscheinen soll. Thomas Wayne jagt als Batman einen „Clockwork Killer“ durch Europa, um die Welt seines Sohnes zu retten, trifft Aquaman und einen alternativen Barry Allen.

Die Nullnummer soll am 5. April erscheinen, 48 Seiten umfassen und 5,99 US-Dollar kosten, die folgenden Ausgaben sollen 32 Seiten umfassen und jeweils 4,99 US-Dollar kosten. Eine Vorschau auf die ersten Seiten gibt es bei DC.

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Hutmacher auf Raubzug

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DC Comics

Titel: The New Crimes of the Mad Hatter

Autor/Zeichner: Dave Wood/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1964 (Batman #161)


Nachdem der (neue) Mad Hatter, Jervis Tetch, dabei gescheitert ist, Batmans Maske für seine Samlung von Kopfbedeckungen zu stehlen (Detective Comics #230), sucht er sich ein profaneres Ziel aus: Geld. Die Hüte dienen ihnen nur noch als Mittel zum Zweck – und natürlich als Leitmotiv für seine Verbrechen. Denn jeder Superschurke muss seinen Markenkern pflegen.

Erste Masche: Tetch und seine Bande verkleiden sich als Feuerwehrmänner, tun so, als gäbe es ein Gasleck in einer Bank und bringen das Geld in Sicherheit. Der Filialchef jubelt: Hurra! Doch warum nimmt die Feuerwehr die Geldsäcke mit? Oh nein, das war ein Überfall!, schreit der wohl naivste Bankier der Welt.

Batman und Robin fangen die Bande ab, schnapen sich die Säcke, werden mit Gas vom Auto gestoßen und landen sicher auf der Kohle. Stehenbleiben und das Geld wiederholen? Nee, hat keinen Sinn.

Robin Hood, Koch, Clown

So geht es dann weiter. Zweite Masche: Mad Hatter verkleidet sich als Robin Hood und klaut goldene Pfeile mit einer Hutfeder. Zweite Masche: Mad Hatter klaut eine Tiara, indem er sich als Koch verkleidet. Die Mütze lässt ihn mit einem Sprung durchs Oberlicht fliehen. Batman denkt nicht daran zu folgen, wohl weil er gerade mit Robin zusammengestoßen ist.

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Mad Hatter und seine Jury von Hüten. (DC Comics)

Doch er durchschaut die Methode: Tetch hat es auf die Mitglieder der Jury abgesehen, die ihn einst schuldig gesprochen hat. Dankenswerterweise geht er der Reihe nach vor. Nächstes Ziel: eine Bowlingbahn, wo wieder das Preisgeld unbewacht herumsteht. Der Hatter im Clownskostüm zaubert aus seinem Bowler eine Bowlingkugel, die sich von selbst aufbläst und in einer engen Gasse dem Dynamischen Duo den Weg versperrt.

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Mad Hatter bowlt gegen Batman und Robin an. (DC Comics)

Hutnadel wird zum Verhängnis

Da die Masche durchschaut ist und sich seine Bande ausdünnt, wollen die verbliebenen Komplizen hinschmeißen. Aber diesmal plant Hatter das größte Ding überhaupt: Er gibt sich als Zauberer aus, der sich aus einem Banksafe befreien soll. Doch er will stattdessen nur das Geld befreien. Tetch zieht bei der Flucht alles Mögliche aus dem Hut: Blumen, einen falschen Hasen, Tücher. Zum Schluss fliegt er mit einem riesigen Ballon davon. Da wirft Robin eine Hutnadel und holt den Irren wieder auf den harten Boden der Tatsachen zurück.

Für die nächsten 18 Jahre verschwindet der Mad Hatter aus den Comics. Doch es gibt noch ein Intermezzo: im Fernsehen. Diese Geschichte dient (so wie die letzte) als Inspiration für die Episoden.

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Fanboy wird Batman

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DC Comics

Titel: Realworlds: Batman

Autor/Zeichner: Christopher Golden, Tom Sniegoski/Marshall Rogers

Erschienen: 2000 (One-shot)


Charlie ist nicht nur ein Batman-Fan, er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Fanboy: 28 Jahre alt und noch immer begeistert er sich so sehr für Batman – besonders den der 60er-Jahre-Serie -, dass er Batman geradezu lebt. Er trägt oft ein passendes Kostüm, fährt ein Bat-Bike, singt ständig die Titelmelodie und sieht überall nur Schurken und Verbündete. Charlie ist kein normaler Erwachsener. Er ist in seiner Entwicklung stehengeblieben. „Retarded“ würden böse englische Zungen sagen, was man aber nicht mehr sagt, außer man ist Frank Millers All-Star Batman – und dann passt es wieder (sieht man einmal vom Anachronismus ab). Das ist natürlich kein Problem, denn Charlie lebt ein sorgloses Leben. Doch dann taucht eine alte Jugendfreundin auf, die früher mit ihm Batman und Robin gespielt hat. Heute ist sie ein Junkie in einer doppelt toxischen Beziehung mit ihrem Dealer. Charlie sieht seinen einstigen Robin in den Fängen des Jokers und beschließt, sie zu befreien …

Altmeister Marshall Rogers

In dieser Realworlds-Geschichte versucht DC, seinen Comichelden in der sogenannten Realität zu verankern: Was wäre, wenn jemand Batman zu ernst nähme? Doch eigentlich geht es hier nicht darum, sondern um einen geistig eingeschränkten Menschen, der die Welt durch die naive Brille der Fiktion betrachtet. Diese Sicht ist auf tragische Weise statisch – eine Entwicklung ist nicht zu erwarten. Doch sie findet trotzdem statt, als Charlie zunehmend erkennt, dass seine Adam-West-Methoden nicht wirken und er sich mehr von Michael Keatons (bzw. Tim Burtons) Interpretation angesprochen fühlt: Aus dem harmlosen Batman-Spiel wird plötzlich Ernst und damit auch Gefahr.

Eine etwas andere Batman-Story kriegt man hier geboten, gezeichnet von Altmeister Marshall Rogers (Strange Apparitions, Dark Detective), in der man auch als „normaler“ Batman-Fan einen Spiegel vorgehalten bekommt.

>> Batman 2000-2011


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