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DC Elseworlds-Comics kehren zurück

DC Comics

Man hätte hellhörig werden müssen, als James Gunn bei der Ankündigung des neuen DC-Filmuniversums all die Ausnahmen wie The Batman und Joker als „Elseworlds“ bezeichnete. Auch wenn der Begriff unter Fans bekannt ist, hat DC das Label seit fast zwei Jahrzehnten aufgegeben (auch wenn immer wieder Storys in der Tradition erschienen).

Eingeführt wurde es offiziell 1991 für Comics, die außerhalb der Haupt-Continuity standen, angefangen bei Holy Terror. Allerdings wurde das nicht immer konsequent gehandhabt. Manche Crossover galten als Elseworlds, andere nicht, schließlich ließ man es mit der Kategorie bleiben, weil im Grunde jeder One-Shot und jede Miniserie, die für sich standen, eine Art Elseworld im Multiversum bildete – im Grunde wird ständig eine neue eröffnet.

Nun aber hat DC offiziell die Rückkehr der Elseworlds für das Jahr 2024 angekündigt. Es wird eine zwölfteilige Fortsetzung des Klassikers Gotham by Gaslight (1989, von Brian Augustyn und Mike Mignola) geben, des ersten inoffiziellen Elseworlds-Batman-Comics, die Batman in einem Gotham City von 1889 nach Jack the Ripper jagen lässt. Eine Fortsetzung gab es bereits mit Master of the Future, nun folgt der Zwölfteiler The Kryptonian Age von Andy Diggle und Leandro Fernandez, die in dieser Welt eine Justice League des 19. Jahrhunderts etablieren.

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Greg Smallwood (Moon Knight, The Human Target) dagegen führt uns mit dem Sechsteiler Batman the Barbarian in eine Art Mittelalter-Szenario. Und apropos Mittelalter: Dark Knights of Steel (von Tom Taylor, Rezension folgt) bekommt eine Fortsetzung von Jay Kristoff und Tirso Cons mit dem Titel Allwinter, in dem Deathstroke sich durch eine Schneelandschaft kämpft. Auch das wird wieder eine sechsteilige Miniserie, ebenso wie Batman: Nightfire von Clay und Seth Mann, wo es heiß hergehen soll. Wenn ich das richtig verstanden habe, reist Bruce Wayne in die Vergangenheit, um Gotham City vor einer Katastrophe zu bewahren.

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Und der Vollständigkeit halber seien noch zwei weitere Titel erwähnt: Green Lantern Dark von Tate Brombal und Werther Dell’Edera, die ihre Heldin durch ein post-apokalyptisches Fantasy-Szenario gegen Monster antreten lassen, sowie DC vs. Vampires: World War V, eine zwölfteilige Fortsetzung von DC vs. Vampires, wieder geschrieben von Matthew Rosenberg und gezeichnet von Otto Schmidt.

>> Batman-Elseworlds-Comics

Neuer Animationsfilm: „Merry Little Batman“

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DC hat einen neuen Animationsfilm für Weihnachten angekündigt: Merry Little Batman soll am 8. Dezember 2023 weltweit auf Prime Video starten. Die Story handelt von Damian Wayne, der an Heiligabend allein in Wayne Manor ist und zu „Little Batman“ wird, um Gotham City vor Schurken zu verteidigen, die Weihnachten gefährden. Mit dabei: Joker, Pinguin und Bane.

Die Hauptcharaktere werden im Original gesprochen von Yonas Kibreab, Luke Wilson (Batman), James Cromwell und David Hornsby. Regie führt Mike Roth (Regular Show), das Drehbuch stammt von Morgan Evans (Teen Titans Go!) und Jase Ricci (Batman: The Doom That Came to Gotham).

Auf Prime Video soll demnächst auch die neue Zeichentrickserie Batman: Caped Crusader starten. Ein Datum ist noch nicht bekannt. Amazon hat zwei Staffeln auf einmal bestellt, die erste soll zehn Episoden umfassen. Produziert wird die Serie von Bruce Timm (Batman: The Animated Series), J.J. Abrams (LostStar TrekStar Wars VII & IX) und Matt Reeves (The Batman). Einer der Autoren ist Ed Brubaker (Gotham Noir, The Man Who Laughs, Gotham Central, Catwoman).

>> Batman zu Weihnachten

Neue Comics: Batman trifft Santa Claus

Weihnachtsgeschichten rund um Batman gibt es viele, in diesem Jahr kommt eine besondere dazu: Batman/Santa Claus: Silent Knight wird ein vierteiliges Crossover, in dem der Nikolaus (St. Nick) nach Gotham kommt, um kurz vor Weihnachten bei einem brutalen Verbrechen zu ermitteln. Er sucht die Hilfe von Batman (seinem ehemaligen Schüler!) sowie anderen Helden (Superman, Wonder Woman). DC verspricht eine Erzählung voller Hoffnung, Wunder und Monster. Der erste Teil soll am 5. Dezember 2023 erscheinen, der vierte erst am 26. Dezember – etwas spät, wenn ihr mich fragt.

Was aber nicht heißt, dass wir in diesem Jahr auf die Tradition des jährlichen Holiday-Specials verzichten müssen. DC’s ‚Twas the Mite Before Christmas lautet der Titel der 80-seitigen Anthologie. Diesmal macht Lex Luthor Bekanntschaft mit den Dickens’schen Aspekt von Weihnachten und trifft auf Constantine, Batwoman feiert ein rätselhaftes Hanukka und Harley Quinn trifft auf Amethyst. Die insgesamt acht Geschichten sollen am 12. Dezember erscheinen und 9,99 US-Dollar kosten.

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Zum Jahresende (im November) erwartet uns sonst noch eine Fortsetzung von Batman 89, wieder von Autor Sam Hamm und Zeichner Joe Quinones. In der Storyline Echoes verschwindet Batman spurlos und die Bürger von Gotham nehmen das Gesetz in die eigene Hand. Das erste Cover verrät, dass Scarecrow eine Rolle spielen wird, im Hintergrund ist eine auffällig breit grinsende Frau zu sehen …

Ebenfalls im November startet die Miniserie Batman: Off-World. Autor Jason Aaron (The Other Side, Southern Bastards, Avengers) und Zeichner Doug Mahnke (The Man Who Laughs, Under the Red Hood, Final Crisis) konfrontieren einen jungen Batman (mal wieder, aber für ihn zum ersten Mal) mit Außerirdischen, was zu einer Reise ins All führt. Es sollen sechs Teile erscheinen.

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Neue Comics: „Batman: City of Madness“

Im Oktober startet eine neue Miniserie, in der Autor und Zeichner Christian Ward (Aquaman Andromeda) Batman ins Genre des „cosmic horror“ befördert. In City of Madness geht es um ein Gotham, das unterhalb von Gotham existiert, ein lebendiger Albtraum, bevölkert von dunklen Abbildern, die sich von Angst und Hass ernähren. Dann öffnet sich das Portal zu dieser düsteren Region und ein böser Dunkler Ritter entkommt, der einen Robin nach seinem Bilde formen will. Batman muss mit dem Rat der Eulen (Court of Owls) zusammenarbeiten, um diesen und noch andere noch bösere Superschurken aufzuhalten.

Was irgendwie an Dark Nights: Metal (2017/2018) sowie Knight Terrors erinnert, nennt Christian Ward seinen Liebesbrief an Batman und eine Pseudo-Fortsetzung von Grant Morrisons und Dave McKeans Arkham Asylum: Serious House on Serious Earth sowie eine Hommage an Batman: Gothic. Die Cover zeigen einen Batman im Chtulhu-Look sowie Tentakeln – es darf also auch in Richtung H.P. Lovecraft gehen.

Der Dreiteiler erscheint in Prestige-Format mit je 48 Seiten unter DCs Black Label.

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Darüber hinaus hat DC auf der San Diego Comic-Con noch ein Crossover mit Monstern angekündigt: Justice League vs. Godzilla vs. Kong. Der Titel dürfte selbsterklärend sein. Autor dieses Siebenteilers ist Brian Buccellato (The FlashInjusticeDetective Comics), die Zeichnungen stammen von Christian Duce (Batman/Fortnite: Zero Point). Am 17. Oktober soll das erste Heft erscheinen.

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Neu zum Batman-Tag 2023: „Gargoyle of Gotham“

Am 16. September 2023 ist mal wieder das, was DC zum „Batman Day“ erklärt hat. Nichts, was Fans wirklich kümmern muss, für die natürlich jeder Tag ein (potenzieller) Batman-Tag ist, aber in diesem Jahr gibt es – neben etlichen Special Editions bekannter Comics – auch eine bemerkenswerte Neuerscheinung: die erste Ausgabe der Miniserie Gargoyle of Gotham von Rafael Grampá. Der Brasilianer ist uns Batman-Lesern vor allem als Zeichner von Dark Knight Returns: The Golden Child bekannt, nun schreibt und zeichnet er einen Vierteiler für DCs Black Label.

Die Story: Nachdem Batman seine Identität als Bruce Wayne aufgibt, treibt ein Serienmörder in Gotham sein Unwesen. Zunächst erscheinen die Opfer willkürlich gewählt, doch dann stellt sich heraus, dass sie nicht nur untereinander sondern auch mit Batman zusammenhängen. Der Held trifft auf eine neue Schurkenriege und muss sich mit der Natur des Bösen auseinandersetzen – auch dem Bösen in sich selbst.

Gargoyle of Gotham soll parallel im Zweimonatsrhythmus in Nordamerika, Brasilen, Spanien, Italien und auch Deutschland erscheinen. Jede Ausgabe soll 48 Seiten umfassen und 6,99 US-Dollar kosten. Daneben soll es eine „Noir“-Version in Schwarzweiß geben. Variant Cover werden von Jim Lee, David Finch, Frank Miller und Paul Pope stammen.

>> Batman bei DC Black Label

„Batman/Catwoman – Gotham War“: Schon wieder Krieg

Die Ankündigung von DC für das nächste Batman-Event (nach Knight Terrors) nehme ich mit einer seltsamen Gefühlsmischung zur Kenntnis: Batman/Catwoman – Gotham War wird es heißen. Einerseits bin ich gelangweilt bis abgestumpft, weil es nach dem Robin War, dem War of Jokes and Riddles, dem Joker War und dem Shadow War bloß ein weiterer „Krieg“ ist, andererseits ist da ein mulmiges Gefühl angesichts der Tatsache, dass in der Wirklichkeit vor der Haustür ein echter Krieg stattfindet (der bei weitem nicht der einzige ist!) – und diese Comic-Kabbelei zwischen Fledermaus und Katze sicher nichts damit zu tun hat.

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DC-Event im Sommer: „Knight Terrors“

Im Juli und August 2023 zeigt uns DC Schreckensvisionen unserer Lieblingshelden. In Knight Terrors finden Batman, Superman und Wonder Woman zunächst in der Hall of Justice die Leiche eines ihrer frühesten Gegner, die Ermittlung führt sogar über das Totenreich hinaus bis zu einem neuen Schurken namens Insomnia. Dieser bringt jeden Helden und Schurken in seine düstersten Albträume. Der Einzige, der die Welt noch retten kann, ist Deadman (Boston Brand).

Im Grunde kennt man das Prinzip bereits aus zahlreichen anderen Variationen, in denen Helden in Traumwelten gefangen sind (z.B. Superman: For the Man Who Has Everything oder Batman in „Identity Crisis“ oder „Perchance to Dream„) oder in denen sie auf ihre bösen Zerrbilder treffen (z.B. in Dark Nights: Metal) – auch zahlreiche Elseworlds-Szenarien (z.B. Red Son) spielen damit.

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„Batman: One Bad Day“ für Eisner Awards nominiert

DC Comics

Die Reihe Batman: One Bad Day wurde als beste Miniserie für einen Eisner Award 2023 nominiert, als beste Einzelausgabe The Riddler von Tom King und Mitch Gerads. Die Comics erzählen in der Tradition von The Killing Joke Geschichten von Batmans Schurken: Two-Face, Pinguin, Mr. Freeze, Clayface, Bane, Catwoman und Ra’s al Ghul. Einige davon sind wirklich hervorragend – die Riddler-Story zählt allerdings nicht zu meinen Favoriten.

Tom King ist auch als bester Autor unter den Kandidaten (unter anderem für Human Target), er hat den Preis bereits 2018 und 2019 erhalten, obwohl seine Schreibkunst höchst umstritten ist. Dreimal steht der derzeitige Batman-Autor Chip Zdarsky (Failsafe) auf der Eisner-Liste, allerdings nur für Daredevil und seine eigene Serie Public Domain. Außerdem wurde auch die Kurzgeschichte „Finding Batman“ vom verstorbenen Batman-Sprecher Kevin Conroy und J. Bone (erschienen in DC Pride 2022) nominiert.

Zu den besten Serien zählt Nightwing von Tom Taylor and Bruno Redondo, zu den besten Miniserien Superman: Space Age von Mark Russell, Michael Allred und Laura Allred. Letztere werde ich an dieser Stelle noch besprechen.

Der Eisner Award, benannt nach dem Pionier Will Eisner, gilt als höchste Auszeichnung der Comicbranche und wird seit 1988 verliehen. Der am häufigsten nominierte und ausgezeichnete Autor ist Alan Moore, er gewann den Preis neunmal und wurde dreizehnmal nominiert.

The Flash: Der zweite Trailer

„Let’s get nuts!“ (Batman)

Zweimal Flash, zweimal Batman, einmal Supergirl, einmal General Zod: Das ist das Rezept von The Flash, dem Film, der am 15. Juni 2023 in die Kinos kommt. Der zweite Trailer zeigt mehr von Michael Keaton, aber auch Ben Affleck. Erzählt wird eine Art Flashpoint-Story, in der Flash in die Vergangenheit reist, um den Mord an seiner Mutter zu verhindern, und dadurch seine Welt ins Chaos stürzt. Allerdings war Flashpoint ein Event von Justice-League-Ausmaßen, mit einem Krieg zwischen Wonder Woman und Aquaman, hier gibt es nur eine Sparversion davon.

Nach diesem Sommer-Blockbuster folgen in diesem noch zwei DC-Filme: im August Blue Beetle und im Dezember Aquaman and The Lost Kingdom. Damit endet die alte Ära des DC Extended Universe, bevor die neue DC-Phase unter der Führung von James Gunn beginnt.

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„Batman: Caped Crusader“ landet bei Amazon

Fast zwei Jahre ist es her, seit die Animationsserie Batman: Caped Crusader angekündigt wurde. Dann war es lange still um das Projekt, bis im vergangenen Jahr die Hiobsbotschaft kam, dass HBO Max die Serie abgestoßen hat, um Kosten zu sparen. Nach dem neuen Plan der DC Studios von James Gunn und Peter Safran wurden mehrere andere Film- und Serien-Projekte begraben, die nicht ins Gesamtbild passten. Unsicher war, wie es mit der Batman-Zeichentrickserie weitergehen sollte.

Nun aber berichtet Hollywood Reporter: Caped Crusader soll bei Amazon laufen – und der Streamingdienst hat gleich zwei Staffeln bestellt. Die erste soll zehn Episoden umfassen. Ein Starttermin steht immer noch nicht fest. Produziert wird die Serie von Bruce Timm (Batman: The Animated Series), J.J. Abrams (LostStar TrekStar Wars VII & IX) und Matt Reeves (The Batman) und soll im Geiste von Batman TAS inszeniert sein: Batman und seine Schurken sollen neu erfunden werden mit anspruchsvollem Storytelling, ausgefeilten Charakteren und einer visuell beeindruckenden Welt im Noir-Stil.

Passend dazu wurde als Autor und ausführender Produzent auch Ed Brubaker verpflichtet. Dieser hat bereits in den Nuller-Jahren Batman-Comics geschrieben, darunter Gotham Noir (2001), The Man Who Laughs (2005) und Gotham Central (2003-2006) sowie Catwoman. Für Marvel schrieb er unter anderem Daredevil und Captain America (Winter Soldier). Seit einigen Jahren bringt er regelmäßig Crime-Comics mit Zeichner Sean Phillips heraus, wie etwa die Criminal– oder zuletzt die Reckless-Reihe (beide sehr zu empfehlen!).

>> Batman in Film und TV